--------------------
  • Bachelor
  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
    • ----------
    • Studiengang
    • Aktuelles
    • Bewerbungsverfahren
    • Vorpraxis
    • Aufbau | Lehrinhalte
    • Vorlesungspläne | Termine
    • Thesis
    • Labore
    • Aufgabenfelder | Stellenangebote
    • Ansprechpartner | Gremien
    • Stiftungen und Preise
    • ProfessorInnen
      • ----------
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. A. Bögle
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. W. Dickhaut
      • Univ. Prof. Dr.-Ing. Martin Jäschke
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. G. Kapteina
      • Prof. Dr.-Ing. P.-M. Klotz
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Krahwinkel
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. K. Lesny
      • Prof. Dr.-Ing. K. Liebrecht
      • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. U. Stephenson
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich
      • Univ.-Prof. Dr.-Ing. F. Wellershoff
      • ----------
    • MitarbeiterInnen
    • Lehrbeauftragte
    • Ehemalige Professoren
    • Kontakt
    • ----------
  • Geomatik
  • Stadtplanung
  • Kultur der Metropole
  • Fachübergreifende Studienangebote
  • Lehrkooperationen
  • Jobs
  • Weiterbildung
  • Studierendenvertretung
--------------------

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich | Infrastructural Engineering

Infrastructural Engineering

HafenCity Universität Hamburg (HCU)
Überseeallee 16, 20457 Hamburg, Raum 4.031
Tel. ++49 40 / 42827 - 5700
E-Mail: ingo.weidlich(at)hcu-hamburg.de

Sprechzeiten
Montags 11:00 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich

Dipl.-Ing. Mgr Maria Grajcar, MA

Bild: Abfluss auf versiegelten Oberflächen [Foto: Weidlich]

Die Siedlungswasserwirtschaft ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich mit allen Aspekten des Wassers im Zusammenhang mit Siedlungen befasst. Als technische Disziplin ist die Siedlungswasserwirtschaft für die Siedlungs-Hygiene und auch den Kompfort und die Sicherheit des Menschen von zentraler Bedeutung. In den Bereich der Siedlungswasserwirtschaft fällt die gesicherte Beschaffung und Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser, die Ableitung und Reinigung des Abwassers sowie der möglichst schadlosen Rückführung des Abwassers, die sichere Ableitung von Niederschlägen, den Bau und Betrieb der hierfür nötigen Anlagen und die langfristige Sicherung der Wasserressourcen und Wasserversorgung.

Das zentrale und kontrollierte Wassermanagement geht einher mit der Entwicklung von Großstädten und Hochkulturen. Der Zusammenhang zwischen der Abnahme von Seuchen und den damit verbundenen Todesfällen bei steigendem Bevölkerungsanteil mit öffentlicher Wasserversorgung gilt heute als erwiesen.

Mit der Einführung der Schwemmkanalisation und auch des Wasserklosetts im 19. Jhd. wurden die mit Abwässern verbundenen Probleme aus den Städen ausgelagert. Oft direkt in die umgebenden Gewässer. Mit der Aufdeckung des Zusammenhangs von fäkalen Verunreinigungen von Wasser und der Häufigkeit von stark verbreiteten Krankheiten wurde die Trinkwasseraufbereitung immer wichtiger und auch der Gewässerschutz bekam eine immer größere Bedeutung.

Heute ist die Siedlungwasserwirschaft in urbanen Ballungsgebieten und auch im ländlichen Raum unverzichtbar.

Ein großer Teil der unterirdischen Infrastruktur, von denen moderne Siedlungsgebiete und Metropolen abhängen, sind Leitungen für die Ver- und Entsorgung. Dabei fallen unter den Begriff Leitungen sowohl Kabel als auch Rohre, die verlegt, betrieben und in Stand gehalten werden müssen. Aktuelle Bedeutung erlangt der Bau und die Transformation von Leitungsnetzen im Zuge der derzeitigen Bemühungen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen abzubauen und vermehrt Erneuerbare Energie verfügbar zu machen. Einerseits lässt sich daraus eine Abnahme der Bedeutung bestehender Netze für die Verteilung von fossilen Brennstoffen erwarten, die umgenutzt oder rückgebaut werden müssen. Andererseits ist ein Ausbau von vorhandenen Netzen, die für die Verteilung von Erneuerbarer Energie geeignet sind, erforderlich. Hierunter fallen die Netze für die Stromversorgung und Wärmeverteilnetze. Der Umgang mit Erneuerbarer Energie erfordert ein umfangreiches Lastgangmanagement. Die zeitlich veränderliche Abnahme bzw. Der saisonal und tagesgangabhängige Verbrauch von Strom und Wärme wird der Volatilität der Erneuerbaren Energien gegenübergestellt. Der Ausbau und die Transformation dieser Netze ist ein Themenfeld in dem in den nächsten Jahrzehnten ingenieurtechnische Kompetenz für die Umsetzung und Weiterentwicklung von Nöten ist.

Für die Versorgungsnetze ergeben sich daraus die Handlungsfelder Leitungsbau, Transformation und Instandhaltung. Diese Baumaßnahmen müssen sorgfältig geplant und umgesetzt werden. Je nach Betriebsmedium sind zum Beispiel hohe Transportdrücke oder hohe Temperaturen zu berücksichtigen. Die Leitungen stehen zudem in Beziehung mit ihrer Umgebung. Als überirdische Leitungen, sogenannte Freileitungen, sind die Leitungen direkt sichtbar und zugänglich. Schäden können dann schnell erkannt werden. Außerhalb von Firmengeländen werden die Leitungen oft unterirdisch verlegt. Die dabei auftretenden Bettungsbedingungen haben einen großen Einfluss auf das Verhalten des Netzes als Tragwerk und damit auf die Versorgungssicherheit und die Gebrauchstauglichkeit. Die Trassenplanung kann hinsichtlich der bautechnischen Details sehr komplex werden und beinhaltet daher je nach Leitungsart besondere Anforderungen.

Der Planer muss dabei neben der Bautechnik auch interdisziplinäre planerische Aspekte berücksichtigen, die zum Beispiel thermodynamische, elektrotechnische oder biochemische Zusammenhänge umfassen.

Bild: Leitungsbau in der Innenstadt [Foto:Weidlich]

BIW-M-209-100

Bauverfahren für Transformation und Sanierung Technischer Infrastruktur

Vor dem Hintergrund weltweit abnehmender Ressourcen steigt die Bedeutung der Instandhaltung, Pflege und Anpassung bestehender Infrastruktur. Einerseits hat der Erhalt von Ver- und Entsorgungsleitungen für deren Betreiber eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Aus Gründen der Betriebszuverlässigkeit und Versorgungssicherheit ist es bei vielen Leitungen extrem wichtig, dass die Funktionalität erhalten bleibt. Die Erhaltung großer Infrastrukturbauwerke ist fast immer dem Neubau vorzuziehen. Für die Betriebswirtschaftlichkeit ist folglich das Wissen um den Zustand der Leitungen von hoher Bedeutung. Nur so können Instandhaltungsmaßnahmen und insbesondere auch die Rückstellungen und Investitionen hierfür richtig geplant werden.

Gleichzeitig wirken sich Veränderungsprozesse in Art, Umfang und Verhalten der Nutzer sowie gesellschafltiche Prozesse auf Infrastrukturen aus. Der Wunsch den Energiebedarf großer Städte mit
erneuerbarer Energie zu decken, stellt die unter anderen Prämissen errichtete Infrastruktur für die Energieversorgung vor große Herausforderungen. Strom- und Wärmenetze müssen umgebaut und anders betrieben werden. Gleichfalls muss im Bereich der Gasnetze ein Umdenken stattfinden. Im Bereich der Abwassernetze ist in den letzten Jahrezehnten ein Rückgang des Wasserverbrauchs pro Kopf zu verzeichnen, sodass die Abwassersysteme für den Trockenwetterabfluss bei einer Fortsetzung dieses Trends überdimensioniert scheinen. Gleichermaßen werden stärkere Regenfälle infolge des Klimawandels und ein fortschreitender Anstieg der Oberflächenversiegelung beobachtet, die den Abfluss bei Regenwetter steigen lassen.

In dem Kurs Biw-M-209-100 "Bauverfahren für Transformation und Sanierung Technischer Infrastruktur" werden verschiedene Verfahren behandelt, die für die Transformation und Sanierung von bestehender Infrastruktur zur Verfügung stehen. Zudem wird im Kreise der Studierenden des Kurses im gesamtinhaltlichen Kontext diskutiert werden,  wie sich die Veränderungen der Leitungsinfrastruktur umsetzen lassen und gegenseitig beeinflussen (z.B. Wärmerückgewinnung aus Abwasser, Power2Gas, ...).

Bild 1-BIW-M-209-100: Industrieleitungen und Schiene

BIW-M-206-100

Paradigmenwechsel Technischer Infrastruktur

Der federführend durch Prof. Jäschke angebotenen Kurs "Paradigmenwechsel Technischer Infrastruktur" BIW-M-206-100 wird durch einzelne Vorlesungen von Prof. Weidlich unterstützt. In diesen Vorlesungen wird durch Prof. Weidlich der aktuelle Paradigmenwechsel im Bereich der Wärmeversorgung von Städten und Kommunen behandelt. Nachdem in der vergangenheit in der Öffentlichkeit und in der Politik die Energiewende primär mit der elektrischen Energieversorgung verknüpft wurde, ist inwzischen durch unterschiedliche Studien belegt, dass auch im Bereich der Wärmeversorgung eine Energiewende erforderlich ist. Dies liegt u.a. daran, dass ein erhebliches ungenutztes Abwärmepotiential in Europa identifiziert werden kann und rd. die Hälfte unseres Primärenergiebedarf für Wärme anfällt. Deshalb ist es erforderlich, Angebot und Bedarf an dieser Stelle zusammen zu bringen. Dies ist aber nur durch eine Veränderung der Erzeugungsinfrastruktur und der Wärmeverteilnetze möglich. Im Kurs werden unterschiedliche Aspekte aus dem Bereich der Wärmewende besprochen.

Bild 1-BIW-M-206-100: Wärme- und Stromerzeugung, Tiefstack, Hamburg

BIW-M-401-107

Energienetze | District Energy

Bilinguales Konzept | Bilingual concept

Dieses Wahlpflichtmodul wird zweisprachig (Englisch und Deutsch) angeboten. Beide Sprachen werden in den Vorlesungen verwendet, sodass die Studierenden neben den Inhalten auch Fachvokabular erlernen.

This course is designed to be bilingual (English and German). Both languages will be used in the course. Thus, students will learn content and vocabulary.

Inhalt | content

Do you think of starting your career in the energy sector? Professional advantages continue to grow for engineers who understand fundamental principles of energy grids combined with the knowledge of applications in a real world. The course covers technical issues of the whole range of energy plants, pipe-soil interactions, heat storages as well as special cases of networks in the earthquake areas and thoughts on protecting critical infrastructures. Understand principles of constructing heat networks, gas networks, electricity grids and study options for increasing their life span. Find the best supply option (the combined heat and power, geothermal power plant, heat pumps) for your city grid!
The Focus:
• Energy supply plants (combined heat and power, heat pumps, geothermal plants etc.)
• Heat networks, gas networks, electricity grids
• Pipe-soil interactions
• Pipe static analysis for heat networks
• Critical infrastructure – protect mechanisms

Die beruflichen Möglichkeiten wachsen für Ingenieure, welche die grundlegenden physikalisch-technischen Prinzipien für den Bau, Erhalt und Betrieb von Energienetzen verstehen. Der bilinguale Kurs auf Englisch und Deutsch umfasst Energieerzeugungsanlagen, Rohrstatik, Interaktion Rohrleitung - Boden, Wärmespeicher sowie Schutz kritischer Infrastrukturen in der Stadt. Im Vordergrund stehen folgende Themen:
Versorgung - Energieerzeugungsanlagen
Wärmeleitung, Gasleitungen, Stromnetze
Interaktion Rohrleitung-Boden
Rohrstatik – Wärmeleitungen
Freileitungen – Strom
Kritische Infrastruktur - Schutzmaßnahmen

Inhaltliche Anknüpfung | Course link

Der Kurs vertieft den Inhalt aus den Kursen "BIW-Leitungsbau" und "REAP-Urban Energy Flows" mit Schwerpunkten auf Technologien und rechnerische Auslegung.

The course deepens the content "BIW-Leitungsbau" and "REAP-Urban Energy Flows" with focus on technology and calcualtive design.

Bild: Solarflower, Nobatek Bordeaux

REAP-M-202-100

Urban Energy Flows

Basics on energy demand and supply (forms of energy, conversions, efficiency etc, balancing, visualization etc), Introduction into energy flows in cities (areas of energy use (domestic, industrial, public) providing data on energy qualities and quantities, Energy use due to (thermal) comfort needs (heating, cooling ventilation) in residential and non residential buildings, Energy demand due to use of electrical devices in residential and non residential buildings, Energy demand of public services, Energy demand due to mobility needs, Interdependencies between different energy systems and grids, Using renewable energies in an urban environment (techniques and contributions), Modelling and visualisation of urban energy flows, Methods to define priorities in urban energy saving strategies (strategic planning targets).

Die Versorgungsinfrastruktur unserer Siedlungsgebiete ist diversen Alterungsvorgängen unterworfen. Je nach Leitungstyp können diese Vorgänge sehr unterschiedlich sein und haben unterschiedliche Ursachen. Statistische Ausfallfunktionen von Leitungen stehen bei der Zustandsbewertung den auf Materialermüdung basierenden Schadensakkumulationstheorien gegenüber.

Bild: Freileitungen an der Haltestelle S1 "Wandsbeker Chaussee", Hamburg
Bild: Doppelrohr

Der Tiefbau macht einen hohen Anteil der Baukosten beim Netzausbau aus. Kostensenkungspotenziale in diesem Bereich sind erwünscht. Die Abweichung von standardisierten Verfahren nach dem Stand der Technik ist eine Möglichkeit Kostensenkungspotenziale zu aktivieren. Dies muss aber mit Bedacht geschehen, da auch Gewährleistungsfragen damit im Zusammenhang stehen. Es wird untersucht welche Kostensenkungspotenziale im Bereich Reduktion der Grabengeometrien, dem Einsatz anderer Verfüllmaterialien und dem Einsatz von Grabenfräsen zu erwarten sind. Im Rohrbau wird Kostensenkungspotenzial im Bereich des Einsatzes neuer Materialien  und Rohrleitungstypen, wie z.B. das Doppelrohr in der Wärmeverteilung, vermutet.

Die Berechnung und Bemessung von Fernwärmeleitungen, die als Kunststoffverbundmantelrohr ausgeführt werden, ist in der Europäischen Norm EN 13941 geregelt. Die darin enthaltenen Bemessungsalgorithmen haben sich seit Jahrzehnten bewährt und es treten bei deren Anwendung und fachgerechter Bauausführung keine systematischen Schäden auf. Dabei basiert die Bemessung nach EN 13941 zum Teil auf recht groben Annahmen, die durch hohe Sicherheitsfaktoren ausgeglichen werden.

Untersuchungen haben gezeigt, dass es möglich ist, mit verfeinerten Annahmen die Sicherheiten besser auszunutzen und damit wirtschaftliche Potenziale bei der Verlegung von Fernwärmeleitungen zu heben. Dabei handelt es sich hierbei um Einzeluntersuchungen, die insgesamt auf eine breitere Basis gestellt werden müssen. Beispielhaft für diese Reserven zeigt die unten stehende Abbildung die Bruchkurven für Scherfestigkeitsuntersuchungen an Fernwärmerohren. Es ist zu erkennen, dass für die Übertragung der Scherfestigkeit immer eine Mindestverschiebung erforderlich ist. Nach EN 13941 wird ein Vollverbund vorausgesetzt, bei dem die Dehnung direkt übertragen wird. Es treten im Modell keine Relativverschiebungen auf. Es sind systematische Untersuchungen geplant, die Potenziale für eine wirtschaftlichere Bemessung von Fernwärmeleitungen aufzeigen werden. Die verfeinerten Berechnungsmethoden sollen entwickelt und verfügbar gemacht werden.

Ein weiterer Aspekt bei der Auslegung von Fernwärmeleitungen ist der Einfluss des Lastkollektivs. Eine derzeit insbesondere von Dänemark aus geführte Diskussion befasst sich mit der Absenkung der Vorlauftemperatur im Netz zu Reduktion der Wärmeverluste. Gleichzeitig wird von einer Diversifizierung und Dezentralisierung der Wärmeerzeugung für Wärmenetze ausgegangen, was eine Erhöhung der Temperaturschwankungen im Netz zur Folge hat. Die für die Tragfähigkeit günstige Absenkung des Temperaturniveaus steht damit ansteigenden Wechsellasten gegenüber, die für die Tragfähigkeit ungünstig sind. Ein rohrstatisch abgesicherter Umgang mit sinkenden Temperaturen und steigenden Wechsellasten existiert derzeit nicht.

Bild: Scherkurven von Kunststoffverbundmantelrohren nach EN253 [Weidlich 2015]

Der grabenlose Leitungsbau ist ein etabliertes Verfahren, das seit Jahrzehnten in vielen Sektoren erfolgreich eingesetzt wird. Der dabei erforderliche Umgang mit dem umgebenden Baugrund wirft dabei immer wieder Fragen auf, denen bei der Baumaßnahme begegnet werden muss. Dazu gehört einerseits der angreifende Erddruck auf den Rohrumfang und die wirksamen Kontaktflächen für die Reibkraftübertragung. Gerade große Baumaßnahmen müssen daher sorgfältig durchdacht und geplant werden. Komplexe Fragestellungen ergeben sich, wenn es während der Baumaßnahme zu Stillstandszeiten kommt oder die Leitung nach einer bestimmten Zeit in Betrieb genommen wird und die angreifenden Kräfte für die statische Auslegung der Leitung bekannt sein müssen.

Bild: De Nieuwe Warmteweg, Rotterdam

Abwärme kann mit Wärmeübertragern und Wärmepumpen für die Versorgung der Heizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden nutzbar gemacht werden. In den letzten Jahren wurden hierzu unterschiedliche Projekte und unterschiedliche Technologien entwickelt. Das ungenutzte Abwärmepotenzial liegt lt. aktueller Studien in Europa bei rd. 5500 TWh/Jahr während der Wärmebedarf für das Heizen in Europa bei rd. 3600 TWh/Jahr liegt (www.heatroadmap.eu). Durch infrastrukturelle Maßnahmen in der Wärmeverteilung könnten maßgebliche CO2- Einsparungen realisiert werden. Die Frage ist, wo und wie können diese Potenziale erschlossen werden und welche technischen und wirtschaftlichen Hindernisse sind zu überwinden?

Nachfolgend werden einige offene Themen für Abschlussarbeiten aufgeführt. Die Themen können für Bachelor- oder Masterarbeiten inhaltlich angepasst werden. Bei Interesse können sich Studierende in Raum 4.024 melden.

Themen im Bereich „Infrastructural Engieering“

  • Energetische Optimierung einer Fabrik in Berlin
  • Technologien für die Erdkabelverlegung zur Verteilung elektrischer Energie
  • Untersuchung zum Tragverhalten und zur Alterung von Kompensatoren warmgehender Leitungen
  • Untersuchung unterschiedlicher Schadensakkumulationshypothesen bei der Bewertung der Gebrauchsdauer von Leitungen
  • Untersuchung zur Auswirkung von Setzungsunterschieden auf die Gebrauchstauglichkeit von erdverlegten Rohrleitungen
  • Überprüfung der spartenübergreifenden Übertragbarkeit von statistischen Lebensdauermodellen für Rohrleitungen
  • Einsatz von Geotextilien im Leitungsbau
  • Untersuchung zum Vorspannverlust erdverlegter, warmgehender Leitungen
  • Untersuchung zum Wurzelschutz von Rohrleitungen
  • Vergleich der Berechnungsverfahren für die Einzugskräfte beim HDD-Verfahren (z.B. nach NEN3651, AGA-Methode,...)
  • Zeitweise Fließfähige Selbstverdichtende Verfüllmaterialien
  • Einfluss von Erdfällen auf Rohrleitungen
  • Grabenloser Leitungsbau mit dem Keyhole Verfahren
  • Beanspruchung von Dichtungssystemen im Rohrleitungsbau
  • Abrasionsverhalten grabenlos verlegter Rohrleitungen - Quantifizierung und Schutzmaßnahmen
Autor und Titel Informationen zur Quelle Modulverweis Bibliotheksverweis
Zeitschrift 3R Fachzeitschrift BiW-B-Mod-605
Handbuch für den Rohrleitungsbau, Günter Wossog Band 1 und 2, 4. Auflage, 2015 BiW-B-Mod-605
Hinweise für die Herstellung und Verwendung von zeitweise fließfähige, selbstverdichtende Verfüllbaustoffe (ZSFV) im Erdbau Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, H ZFSV, Arbeitsgruppe Erd- und Grundbau, W1, FGSV Verlag Köln, ISBN: 978-3-86446-033-3, 2012 BiW-B-Mod-605 Fc 635.563
Rohrleitungstechnik, Walter Wagner Vogel Buchverlag, 2006 BiW-B-Mod-605
Stein D., Stein R., „Instandhaltung von Kanalisationen“ 1008 S., ISBN 978-3-9810648-4-1 Verlag Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH, 2014 BIW-M-Mod 209 Fd 1176
Stein, D., „Grabenloser Leitungsbau“ 1. Auflage, Gebundene Ausgabe - 1166 Seiten, Ernst & Sohn Verlag, 2003, ISBN: 3433017786 BIW-M-Mod 209 Fd 1250
Willoughby D:A: „Horizontal Directional Drilling: Utility and Pipeline Applications” Digital Engineering Library @ McGraw-Hill -The McGraw-Hill Companies, Inc., 2005 BIW-M-Mod 209
Schlabbach J., Elektroenergieversorgung: Betriebsmittel, Netze, Kennzahlen und Auswirkungen der elektrischen Energieversorgung VDE-Verlag, 2009
Weidlich I., „Erddruck auf Rohre“ 1. Auflage, ISBN 3-89999-027-7, 227 Seiten, 2012 BIW-M-Mod 209 ZI 6130 002
AGFW, Technisches Handbuch Fernwärme 3. Auflage, ISBN 3-89999-039-0, Autorenkollektiv, 3. Auflage, Hrsg. AGFW e.V.
Heuck K., et al. Elektrische Energieversorgung Verlag, ISBN 978-3-8348-1699-3, 9. Auflage, 2013 E-book
Krimmling J., ‚Energieeffiziente Nahwärmesysteme Fraunhofer IRB Verlag, ISBN 978-3-8167-8342-8, 2011 En 420
  • Weidlich I., Grajcar M. " Expected Potential of Bound and Recycled Backfill Material in Low Temperature District Heating Networks ", International Scientific Conference "Environmental and Climate Technologies - CONECT 2017, Science direct, Energy Procedia, ISSN 18766102, Elsevier Ldt., London, 2017
  • Schuchardt G., Weidlich I. "Sensitivity analysis of the conception of small scale district heating networks on the thermal conductivity of the surrounding soil", International Scientific Conference "Environmental and Climate Technologies" - CONECT 2017, Science direct, Energy Procedia, ISSN 18766102, Elsevier Ldt., London, 2017
  • Grimm S., Huther H., Neidhart T., Weidlich I., „Einsatz fließfähiger Verfüllstoffe zur KMR-Verlegung in Gräben und Haubenkanälen“, bbr 05-2017, 68. Jahrgang, ISSN 1611-1478, wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH, Bonn, Seiten18 – 25, 2017
  • Weidlich I., “Sensitivity analysis on the axial soil reaction due to temperature induced pipe movements”, DHC2016, the 15th International Symposium on District Heating and Cooling, September 4th to September 7th, 2016, Seoul, South Korea.
  • Kim J., Weidlich I., “Identification of individual district heating network conditions using equivalent full load cycles”, DHC2016, the 15th International Symposium on District Heating and Cooling, September 4th to September 7th, 2016, Seoul, South Korea.
  • Achmus M., Weidlich I., „Interaktion zwischen Fernwärmeleitungen und dem umgebenden Boden”, Bautechnik 93, Heft 9, Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften GmbH & Co. KG, Berlin, Seiten 663-671, 2016
  • Weidlich I., Schuchardt G. " New approach for asset management in District Heating (DH) networks ", International Scientific Conference "Environmental and Climate Technologies - CONECT 2016, Science direct, Energy Procedia, ISSN 18766102, Elsevier Ldt., London, 2016
  • Razani A.R., Weidlich I., "A Genetic Algorithm Technique to Optimize the Configuration of Heat Storage in District Heating Networks", International Journal of Sustainable Energy Planning and Management, ISSN: 2246 - 2929, Vol. 10, Seiten: 21-32, 2016
  • Schuchardt G.-K., Weidlich I., "Klassifizierung von Alterungsmodellen für Fernwärmenetze", EuroHeat&Power Heft 7-8, Verlag: EW Medien und Kongresse GmbH, Frankfurt am Main, Seiten: 36-39, 2016
  • Weidlich I., Schuchardt G.,"Sensitivitätsanalyse der Eingangsparameter aus den Bettungsbedingungen bei der Auslegung von Fernwärmeleitungen", bbr- das Fachmagazin für Leitungsbau, Brunnenbau und Geothermie, Ausgabe 04/2016, Seiten 30-37, wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH, Bonn, 2016
  • Weidlich I., "Zur Reibungskraft während des Betriebs einer Fernwärmeleitung - ein Gedankenmodell für den Tunneleffekt", EuroHeat&Power Heft 1-2, Verlag: EW Medien und Kongresse GmbH, Frankfurt am Main, Seiten: 30-34, 2016
  • Weidlich I., "Zur Reibungskraft bei Inbetriebnahme einer Fernwärmeleitung", EuroHeat&Power, 44.Jg., Heft 12, Verlag: EW Medien und Kongresse GmbH, Frankfurt am Main, Seiten: 32-36, 2015
  • Liebermann A., Weidlich I., "Wie steht es um die Fernwärme heute?", Deutsches Ingenieurblatt, ISSN 09462422, Heft 12, Verlag: Schiele & Schön GmbH Markgrafenstr. 11, Berlin, 2015
  • Weidlich I.," Near future testing requirements for joints in modern district heating networks",International Scientific Conference "Environmental and Climate Technologies - CONECT 2015, Science direct, Energy Procedia, ISSN 18766102, Elsevier Ldt., London (Best paper award), 2015
  • Weidlich I., "Einfluss volatiler Energiequellen auf das Belastungskollektiv von Fernwärmesystemen", Essener Fernwärmetagung 2015 - Flexibilisierung von Fernwärmeversorgungsanlagen, 22.-23- April, Haus der Technik, 2015
  • Weidlich I., Eichhorst O., " Feldmessungen an grabenlos verlegten Fernwärmeleitungen", bbr 06-2015, S. 18-23, wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH, Bonn, 2015
  • Weidlich I., Eichhorst O., "Field measurements for the application of trenchless technology on district heating", No Dig Berlin 2015, Symposium and Exhibition, 24 - 27 March, Paper 1-1, 2015
  • Weidlich I., "Herausforderungen einer fortschrittlichen Bemessung von Wärmeverteilleitungen - Forschungsaufgaben und Ergebnisse", ", 29. Oldenburger Rohrleitungsforum, IRO, Oldenburg, Schriftenreihe aus dem Institut für Rohrleitungsbau Oldenburg, Band 41, pp. 54-61,2015

Vor 2015 wurden 37 weitere Fachartikel und Veröffentlichungen als Autor oder Co-Autor verfasst. Diese älteren Veröffentlichungen werden hier bis auf Weiteres nicht aufgeführt.