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Studie zur Entwicklung des Wohnverhaltens in Hamburg

Verantwortliche Mitarbeiter:innen

Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger
Dr. Luise Stoltenberg (bis 31. August 2022)
Stephan Große

Forschungspartner:innen:

ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung - Felix Arnold; Beatrix Rehwinkel

Projektbeschreibung

Ein zentraler Bereich, in dem die Bedingungen der Lebenssituation bestimmt und gestaltet werden, ist das Wohnen. Es geht zunächst um Grundbedürfnisse (Schutz, Versorgung, Rückzug und Privatheit), zugleich ist die Wohnung der Ausgangs- und Rückkehrpunkt einer Vielzahl von Aktivitäten: von der Erwerbstätigkeit und Ausbildung über die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen bis hin zum sozialen und kulturellen Leben oder auch der Freiraumnutzung und dem Sport. Deshalb sind die Verkehrslage und das Umfeld der Wohnung maßgeblich für den Zugang bzw. die Zugangsmöglichkeiten zu den genannten Aktivitäten bzw. ihren Orten und ihrer jeweiligen Ausprägungen oder Qualitäten. Dabei dienen diese Aktivitäten außerhalb der Wohnung nicht nur bestimmten Funktionen. Sie – bzw. die Kontakte und das Erleben, die mit ihnen verbunden sind – sind zugleich auch ein wesentlicher Teil des sozialen Lebens der Menschen.
Es spricht vieles dafür, dass sich angesichts zunehmend heterogener Biografien und der Pluralisierung von Lebensstilen das urbane Wohnverhalten (weiter) ausdifferenzieren wird und dementsprechend auch Wohnwünsche und -präferenzen sich stärker ausdifferenzieren. Für das reale Wohnverhalten und die ideellen Wohnvisionen ist zugleich zu beachten, dass deren Realisierung stark von der sozioökonomischen Situation des Haushalts und den Angebotsverhältnissen abhängig ist. Dies wirft die drängende Frage auf, wie Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik darauf reagieren können.
Die mit dem „Bündnis für das Wohnen“ 2011 einsetzende aktive Wohnungspolitik Hamburgs war im Vergleich der deutschen Großstädte nicht nur sehr erfolgreich im Hinblick auf die Zahl neu geschaffener Wohnungen und den in jüngerer Zeit deutlich geringeren Anstieg der Mieten. Die Hamburger Wohnungspolitik war und ist Vorbild für andere Städte. Sie ist insbesondere durch folgende vier Merkmale gekennzeichnet:

(1) Klare, für die Öffentlichkeit „greifbare“ quantitative Ziele (10.000 Wohnungen) und Vorgaben, insbesondere den „Drittelmix“;
(2) kontinuierlicher, kritisch-konstruktiver Dialog im „Bündnis“ mit den Akteur:innen des Wohnungsmarktes bzw. ihrer Vertretungen mit dem Ergebnis konkreter Vereinbarungen;
(3) wirksame Steuerung innerhalb der Administration (Senatskommission, Wohnungsbaukoordination, Bündnis für Hamburg, Stärkung der relevanten Dienststellen u.a.);
(4) breiter Instrumentenkasten der Förderung (u.a. Liegenschaftspolitik, Wohnungsbauförderung, Berücksichtigung besonderer Bedarfsgruppen) und konsequente Nutzung des Planungsrechts zur Durchsetzung auch wohnungspolitischer Ziele.

Die „Studie zur Entwicklung des Wohnverhaltens in Hamburg“ untersucht die aktuelle Wohnsituation in Hamburg, Wohnpräferenzen der Hamburger:innen sowie die Wirkung politischer Rahmenbedingungen. Sie ist von der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH), Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) in Auftrag gegeben und geht dezidiert drei Fragen nach:

  1. Welche Zielgruppen und Haushaltstypen lassen sich entlang von Wohnverhalten und Wohnwünschen auf dem Hamburger Wohnungsmarkt identifizieren und durch welche Einflussfaktoren haben sie diese herausgebildet?
  2. Welche Auswirkungen haben die verschiedenen Typen von Wohnverhalten und Wohnwünschen auf den Wohnungsmarkt, die Wohnungswirtschaft und auf Quartiere in Hamburg?
  3. Welche Chancen, Risiken, Handlungserfordernisse und Handlungsmöglichkeiten können für die Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik Hamburgs herausgearbeitet werden?

 

Laufzeit

Februar 2022 - September 2022