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ABM4Energy - Projekt für mehr Nachhaltigkeit im Leitungsbau gestartet

Ziel ist es, Akzeptanz dafür zu schaffen, natürliche Böden – eine wichtige Ressource für Wasserqualität, Biodiversität etc. – durch alternative Bettungsmaterialien (ABM) im Leitungsbau zu ersetzen.

Die Nutzung von ABM schont die Umwelt und stärkt die Nachhaltigkeit von Infrastrukturmaßnahmen, indem Aushub oder Baurestmassen einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. 

Hierfür soll ein urbanes übertragbares digitales Stoffstrom-Modell entwickelt werden, welches eine Einsatzplanung alternativer Bettungsmaterialien unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Vorgaben (Kreislaufwirtschaftsgesetz, Ersatzbaustoffverordnung) liefert und damit einen wirtschaftlichen Aus- und Umbau von Energienetzen zukünftig unterstützt. Gleichermaßen soll technische Akzeptanz durch die Klärung der offenen bautechnischen Fragen im Leitungsbau erreicht werden. 

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) übernimmt die Federführung und einen Großteil der fachlichen Bearbeitung an den Fachgebieten von Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (Technisches Infrastrukturmanagement) und Prof. Dr.-Ing. habil. Jochen Schiewe (Geoinformatik & Geovisualisierung). Projektpartner sind die AGFW GmbH, das Wuppertal Institut und die GEO SOS Ingenieure GmbH&Co. KG. Für den Transfer und eine enge Verzahnung mit der Wirtschaft wird das Projekt von den Hamburger Energiewerken, den Hamburger Energienetzen, der Boden&Bauschutt GmbH und der GWM Gesellschaft zur Weiterverwendung von Mineralstoffen mbH als assoziierte Partner unterstützt. 

Das Forschungsvorhaben ist am 01.11.2025 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).

Foto: Stefan Dollhopf, HCU