Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität, freute sich, dass der Kongress unter dem Moto “Vom Wissen zur Umsetzung” wieder an unserer Universität stattfindt. Er betonte, dass die Wissenschaft Fakten zum Klimawandel liefern, der Kampf gegen die menschengemachte Erderwärmung und ihre Folgen aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein muss. Hier leisten Kongress und Tagung einen wichtigen Beitrag.
"Der Löwe steht vor uns" - Auftakt zu Extremwetter, Arktis und Anpassung in Deutschland
In der Eröffnungspressekonferenz fand Veranstalter und Tagungspräsident Frank Böttcher klare Worte: Genehmigungs- und Finanzierungsprozesse müssen so schnell werden wie der Klimawandel selbst. Sein Bild dafür: Statt lange zu diskutieren, ob da hinten wirklich ein Löwe steht, sei es Zeit zu handeln, denn „Der Löwe steht vor uns. Der Klimawandel ist da.“ Entscheidend sei nun, wie Gesellschaft, Politik und Wirtschaft darauf reagieren: sich dem „Löwen“ stellen, zurückweichen oder davonlaufen. Böttcher verband damit die Hoffnung, dass Tagung und Konferenz Mut machen, konkrete Lösungen aufzeigen und dazu beitragen, nicht vor den Herausforderungen des Klimawandels davonzulaufen.
In der Pressekonferenz wurden zentrale aktuelle Fragen rund um Wetterextreme, Klimawandel und Klimaanpassung vorgestellt und fachlich eingeordnet. Dipl.-Met. Tobias Fuchs vom Deutschen Wetterdienst präsentierte das Extremwetter-Faktenpapier Deutschland 2026. Meteorologe und Buchautor Sven Plöger beleuchtete unter dem Titel „Kommunikation im Wandel – Mut zur Realität“ die Bedeutung einer klaren und realitätsnahen Klimakommunikation. Prof. Dr. Gesine Mollenhauer vom Alfred-Wegener-Institut gab einen Überblick zur Entwicklung des arktischen Eises nach dem Sommer 2026. Ergänzend stellte Dipl.-Geo. Helge Scheunemann von Jones Lang LaSalle SE eine Studie zur erfolgreichen Klimaanpassung vor, die insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Städten und Immobilienwirtschaft in den Blick nimmt.
Aus den Statements wurde klar: Die Datenlage ist eindeutig, der Engpass liegt in der Umsetzung. Genau darum wird es in den kommenden Kongresstagen gehen.
Zum Extremwetterkongress
Seit nunmehr 20 Jahren ist der ExtremWetterKongress die wichtigste Plattform in Deutschland, um Expertinnen und Experten aus Wetter- und Klimaforschung, Stadtplanung und Klimamanagement, Medien und Medizin zusammenzubringen. Insgesamt werden fast 1.000 Teilnehmende erwartet, die höchste Teilnehmendenzahl in der Geschichte der Tagung. Das parallel laufende Bildungsprogramm Wetter.Wasser.Waterkant., das ebenfalls an unserer Universität stattfindet, wird von etwa 10.000 SchülerInnen besucht und gilt damit als die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.
Während es beim ExtremWetterKongress um die Bestandsaufnahme des Klimasystems und der damit verbundenen Extremwetterrisiken geht, wird auf der Deutschen KlimaManagementTagung in rund 40 Workshops an konkreten Fragen zu Lösungen von Energiewende, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen gearbeitet.
Programm und Live-Stream
Weitere Informationen zum Programm und einen Live-Stream zu Kongress und Tagung finden sich unter extremwetterkongress.org und https://klimamanagementtagung.de.


