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Forschungsprojekt zu Drohnen-Gütertransport im urbanen Raum

Medifly Hamburg erforscht wie unbemannte Luftfahrzeuge, sogenannte Drohnen, im urbanen Luftraum für den Transport dringend benötigter medizinischer Güter eingesetzt werden können.

Im Fokus steht neben der rechtlichen und technischen Umsetzung auch die Akzeptanz seitens der Bevölkerung, die von der Professur Digital City Science an der HCU, unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörg Noennig, durch Befragungen und partizipative Formate erforscht wird.

Das Pilotprojekt Medifly wird gemeinsam von der Behörde für Wirtschaft und Innovation, FlyNex, GLVI Gesellschaft für Luftverkehrsinformatik, Hamburg Aviation, Logistik-Initiative Hamburg, Lufthansa Technik und ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung durchgeführt.

Innovative Ansätze in der Medizinlogistik erproben

Die Medizinlogistik ist im Alltag eines Krankenhauses ein wichtiger Bereich, denn Materialien wie Spritzen und Tupfer, aber auch Bluttransfusionen oder Medikamente müssen in ausreichender Menge auf den Stationen vorrätig sein.

Neben der bestehenden Infrastruktur gibt es in Notfällen oder bei komplizierten Operationen dringende Lieferungen wie Gewebeproben oder besondere Medikamente. Durch den Transport dieser medizinischen Güter im Luftraum kann die Versorgung der Patient:innen verbessert und gleichzeitig der Verkehr auf der Straße entlastet werden.

Wenn jede Sekunde zählt: Transportzeiten reduzieren

Die Herausforderung bei dem Transport eiliger, medizinischer Güter liegt vor allem darin, diese zeitnah an ihren Bestimmungsort zu bringen. Dichter Stadtverkehr und Baustellen erschweren diese Aufgabe zunehmend. Hier können unbemannte Luftfahrzeuge einen wesentlichen Unterschied machen, denn sie fliegen auf dem kürzesten Weg zum Ziel. Sie fliegen zudem elektrisch, sind vergleichsweise leise und stoßen keine Abgase aus.

Hamburg als Reallabor

Seit 2018 ist die Freie und Hansestadt Hamburg EU-Modellregion für Urban Air Mobility (UAM). Die Hansestadt ist einer der weltweit größten zivilen Luftfahrtstandorte und hat eine Menge Expertise an Bord, die sich im Projektteam Medifly bündelt. Als Metropole mit einem innerstädtischen Flughafen und einem breiten Netz an Krankenhäusern ist die Stadt als „Testfeld“ gleichermaßen anspruchsvoll wie relevant für den zukünftigen Einsatz von Drohnentechnologien in urbanen Räumen.

Umfrage unter Hamburgs Bürger:innen

Aktuell läuft eine Online-Umfrage, die sich an Hamburgs Bürger:innen richtet. Hamburger:innen können noch bis zum Ende der zweiten Projektphase, in der Medifly zwischen mehreren Krankenhäusern im Hamburger Stadtgebiet Testflüge absolvieren wird, daran teilnehmen.

Hier finden Sie den Website-Auftritt von Medifly und Videomaterial.