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Studierende im Ideenwettbewerb "Amphibisch Bauen" ausgezeichnet

Schon im Juli wurden Studierende der Stadtplanung und Architektur für ihre Entwürfe für die Stadtküste Hamburgs ausgezeichnet.

Bild: Patrick Lux

In der Hauptkirche St. Katharinen vergab der Architekten- und Ingenieurverein (AIV) Hamburg die Preise für Entwürfe im Ideenwettbewerb „Amphibisch Bauen“.

Im Rahmen des interdisziplinäre Entwurfsstudios von Architektur- und Stadtplanungsstudierenden unserer Universität im Sommersemester 2023 waren zukunftsfähige Lösungen für die Stadtküste Hamburgs gesucht. Das Gebiet um Zollkanal, Deichtorhallen, Hammerbrookschleuse, Oberhafen und Losepark stand dabei im Fokus. Begleitet wurde der Entwurf von den Fachgebieten „Landschaftsarchitektur und -planung“ mit Prof. Antje Stokman, Jenny Ohlenschlager und Constantin Wragge und „Entwerfen, Stadt und Quartier“ mit Prof. Barbara Ludescher, sowie einer Reihe von Mentor:innen des AIV. In mehreren Phasen näherten sich die Studierenden dem Bearbeitungsgegenstand der Hamburger Stadtküste, dem zu bearbeitenden Gebiet und dem Thema des amphibischen Bauens. In interdisziplinärer Gruppenarbeit erstellten sie ihre Entwürfe und bauten Modelle.

Am 27. Juli wurden die Entwürfe der Studierenden im Rahmen des Wettbewerbs „Amphibisch Bauen“ von einer externen Jury aus AIV-Mitgliedern präsentiert und von diesen bewertet. Diese zeichnete drei Entwürfe aus.

Der dritte Preis ging an den Entwurf „Elbgarten“ von Mia Krohn, Franz Schöttler, Laura Scheel und Michele Guggisberg. In ihrem Entwurf erschaffen die Studierenden mit Pflanzen und Tieren einen modularen, schwimmenden und begehbaren Park auf dem Wasser des Zollkanals und Oberhafens.

Mit dem zweiten Platz wurde der Entwurf „Zollkanal Dazwischen“ von Katinka Oertzen, Rebecca Baden, Marisa Martin Pelegrina und Sophie Pfeiffer ausgezeichnet. Die Studierenden schlagen ein autofreies Dovenfleet im direkten Gegenüber zum Weltkulturerbe Speicherstadt vor. Sie lösen die harte Hochwasserschutzmauer des Zollkanals auf, gestalten einen organischen topografischen Hochwasserschutzpark in direkter Verbindung zum Zollkanal und einem grünen Gegenüber zur steinernen Speicherstadt.

Der erste Preis ging an „Sprung auf die Elbe“ von Maximilian Schreiber, Marlene Simmig, Florian Carius und Michél Castillo-Venialgo. Der Entwurf spielt mit der historischen Lebendigkeit des Hamburger Hafens und interpretiert diese neu. Die Studierenden setzen im Bereich des Oberhafens zwischen Großmarkt und Oberhafenquartier recycelte Hafenschuten und Pontons als schwimmende Markt- und Erholungsflächen ein. Sie schaffen es damit ein vertrautes, fast vergessenes hanseatisches Leben auf dem Wasser in neuer Form.

Alle Ergebnisse des Entwurfskurses wurden im Anschluss an die gut besuchte öffentliche Preisverleihung am Abend des 27. Juli für zwei Wochen in der Hauptkirche St. Katharinen ausgestellt. Aktuell ist eine Dokumentation aller Arbeiten in Vorbereitung.