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Glossar

Die folgenden Definitionen spiegeln den aktuellen Stand der Diskussion innerhalb der Forschungsnachwuchsgruppe wider.

 

 

Mit dem Begriff Adaptivität setzt sich die Forschungsnachwuchsgruppe im Rahmen ihrer inhaltlichen Arbeit fundiert auseinander, deren Ergebnis zu gegebener Zeit ebenfalls veröffentlicht wird.

Die als Adaptation bezeichnete Anpassung umfasst alle Initiativen und Maßnahmen, um die Empfindlichkeit natürlicher und gesellschaftlicher Systeme gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu verringern (nach: Adger et al. 2007). Diese können reaktiv oder aktiv sein. Dabei geht es sowohl um die Vermeidung negativer Folgen des Klimawandels als auch um die Nutzung der Chancen und Möglichkeiten potenzieller positiver Auswirkungen.

Unter einer Anpassungsstrategie wird ein längerfristig ausgerichtetes, strukturiertes Konzept zur Anpassung an den Klimawandel verstanden. Dieses kann Ziele, die zur Anpassung erforderlichen Initiativen und Maßnahmen, aber auch das Vorgehen zur Umsetzung enthalten.

Das Gemeinwohl ist die Gesamtsumme des Nutzens eines Staates, einer Gesellschaft oder einer Gemeinschaft, für die sowohl verfahrens- als auch verteilungsbezogene Aspekte von Bedeutung sind. Aufgrund pluraler Interessen und Werte kann es jedoch kein einheitliches Verständnis aller Mitglieder eines Staates, einer Gesellschaft oder einer Gemeinschaft über den „Nutzen“ und damit über das Gemeinwohl geben.

Der Begriff Gender steht für die sozialen und kulturellen Aspekte von Geschlecht beziehungsweise für die gesellschaftlich bedingten Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Gender richtet den Blick auf die gesellschaftlich geprägten Rollen, aus denen unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse, Kompetenzen und Lebenserfahrungen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen resultieren (nach: Becker, Jahn 2006).

Der Begriff Geschlechterverhältnisse ist eine inter- und transdisziplinäre Wissenskategorie. Sie verweist auf ein relationales und plurales Verständnis der Beziehungen zwischen den Geschlechtern und öffnet den analytischen Blick für Prozesse, in denen sich die Geschlechter ins Verhältnis setzen, sich soziale Differenzierungen ausbilden, Ausgrenzungen aus gesellschaftlichen Teilsystemen vorgenommen werden und Hierarchien entstehen und stabilisiert werden (nach: Becker, Jahn 2006: 488).

Unter Klimaschutz werden die Verminderung und im Idealfall die Vermeidung weiterer anthropogen verursachter Klimaänderungen durch eine Verringerung von Treibhausgasemissionen sowie der Erhalt und die Schaffung von Kohlenstoffsenken verstanden (nach: Adger et al. 2007).

Klima ist die statistische Beschreibung des Wetters in Form von Durchschnittswerten und der Variabilität relevanter Größen über einen bestimmten Zeitraum. Der klassische definierte Zeitraum beträgt 30 Jahre (WMO).

Veränderungen des klimatischen Zustandes werden als Klimaänderungen bezeichnet. Mit dem Begriff Klimawandel werden die verstärkt seit dem vergangenen Jahrhundert beobachteten und die in Klimaszenarien beschriebenen Klimaänderungen, sowohl durch natürliche Ursachen als auch durch menschliche Tätigkeiten hervorgerufene, bezeichnet (nach: Adger et al. 2007). Neben dieser physischen Komponente weist der Klimawandel auch eine soziale Dimension als schwerwiegendes gesellschaftliches und politisches Problem auf.

Nachhaltigkeit ist ein Leitbild, das einen Zustand oder Korridor von Entwicklungsmöglichkeiten beschreibt, um die ökologischen, sozialen und ökonomischen Bedürfnisse in der Gegenwart und der Zukunft zu befriedigen (nach: Becker, Jahn 2006; Grundwald, Kopfmüller 2006).

Nichtwissen wird verstanden als das Meta-Wissen über die Grenzen des Wissens. Nichtgewusstes Nichtwissen (fehlendes Meta-Wissen) kann von Akteuren nicht erkannt werden, da es weder Bestandteil ihres Erfahrungsraumes noch ihres Erwartungshorizontes ist (nach: Kuhlicke 2009).

Mit dem Begriff Resilience setzt sich die Forschungsnachwuchsgruppe im Rahmen ihrer inhaltlichen Arbeit fundiert auseinander, deren Ergebnis zu gegebener Zeit ebenfalls veröffentlicht wird.

In einer Stadtregion werden typischerweise Gebiete zusammengefasst, die durch zahlreiche komplexe Verflechtungen (z.B. Pendelverflechtungen, Einkaufsfahrten, wirtschaftliche Verflechtungen) eng miteinander in Beziehung stehen. Stadtregionen bestehen aus einer oder mehreren Kernstädten sowie den Kommunen in deren Verflechtungsbereich (nach: Ritter 2005). Küstennahe Stadtregionen zeichnen sich durch spezifische soziale und ökologische Merkmale aus, die auf die Nähe zur Küste zurückzuführen sind, wie z.B. klimatische Bedingungen oder Einflüsse des Hafens.

Stadtplanung befasst sich mit der räumlichen Entwicklung einer Stadt. Das Aufgabenfeld der Stadtplanung reicht von der Auseinandersetzung mit den künftigen Entwicklungsmöglichkeiten einer Stadt über die mittelfristige Vorausplanung künftiger Erweiterungs-, Erneuerungs- oder Umbauaufgaben bis zu der rechtsförmlichen Festsetzung von städtebaulichen Maßnahmen und Projekten (nach: Ritter 2005).

Die Regionalplanung befasst sich mit der räumlichen Entwicklung auf Ebene der Region und stellt die Verbindung zwischen der lokalen (städtischen) und der nationalen Ebene (bzw. in Deutschland der Landesplanung) dar. Ihre allgemeine Aufgabe ist die vorausschauende, zusammenfassende, überörtliche und überfachliche Planung für die raum- und siedlungsstrukturelle Entwicklung des jeweiligen Planungsraumes (nach: Ritter 2005; Fleischhauer 2008).

Personen, Gruppen oder Institutionen, die ein Interesse oder einen Anspruch vertreten (nach: Becker, Jahn 2006).

Ein Szenario ist eine Beschreibung einer möglichen Zukunft oder verschiedener plausibler Zukünfte. Szenarien sind also keine Vorhersagen oder Prognosen, sondern alternative Zukunftsvisionen, die möglich, plausibel, ineinander konsistent aber nicht zwangsweise wahrscheinlich sind (nach: Tol 2007).

Unsicherheit beschreibt das Ausmaß, in dem etwas ungewiss ist, durch mangelnde Informationen oder Meinungsverschiedenheiten. Dies kann beispielsweise die Ursache in unsicheren Projektionen des menschlichen Verhaltens der Zukunft, Modellunsicherheiten oder Datenfehlern haben (nach: Kropp et al. 2009).

Mit dem Begriff Vulnerabilität setzt sich die Forschungsnachwuchsgruppe im Rahmen ihrer inhaltlichen Arbeit fundiert auseinander, deren Ergebnis zu gegebener Zeit ebenfalls veröffentlicht wird.

 

 

Adger, W. N.; Agrawala, S.; Mirza, M. M. Q.; Conde, C.; O’Brien, K.; Pulhin, J.; Pulwarty, R.; Smit, B.; Takahashi, K. (2007): Assessment of adaptation practices, options, constraints and capacity. In: Parry, M.L.; Canziani, O.F.; Palutikof, J.P.; van der Linden, P.J.; Hanson, C.E. (Hg.): Climate change 2007 - impacts, adaptation and vulnerability. Contribution of Working Group II to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. Cambridge Univ. Press, S. 717-743

Becker, E.; Jahn, T. (2006): Soziale Ökologie: Grundzüge einer Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen. Frankfurt am Main: Campus

Fleischhauer, M. (2008): The role of spatial planning in strengthening urban resilience. In: Pasman, H.J., Kirillov, I.A. (Ed.): Resilience of Cities to Terrorist and other Threats, Dordrecht

Grunwald, A.; Kopfmüller, J. (2006): Nachhaltigkeit. Frankfurt am Main: Campus Verlag GmbH

Kropp, J.; Holsten, A.; Lissner, T.; Roithmeier, O.; Hattermann, F.; Huang, S.; Rock, J.; Wechsung, F.; Lüttger, A.; Pompe, S.; Kühn, I.; Costa, L.; Steinhäuser, M.; Walther, C.; Klaus, M.; Ritchie, S.; Metzger, M. (2009): Klimawandel in Nordrhein-Westfalen – Regionale Abschätzung der Anfälligkeit ausgewählter Sektoren. Abschlussbericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) für das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (MUNLV) (S. xi). Download unter: www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/abschluss_pik_0904.pdf

Kuhlicke, C.; Kruse, S. (2009): Nichtwissen und Resilienz in der lokalen Klimaanpassung. Widersprüche zwischen theoriegeleiteten Handlungsempfehlungen und empirischen Befunden am Beispiel des Sommerhochwassers 2002. In: GAIA 18/3: 247-254

Ritter, E.-H. (Hg.) (2005): Handwörterbuch der Raumordnung, Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover

Tol, R.S.J. (2007): Economic Scenarios for global change. Proceedings IV, GKSS School on Environmental Research. Berlin, Heidelberg, New York: Springer

World Meteorological Organization (WMO), www.wmo.int