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Forschungskontext

Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunkt "REFINA - Förderung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement" bearbeitet. Die Arbeiten haben im April 2006 begonnen und laufen über einen Zeitraum von drei Jahren.

Die Verminderung der Flächeninanspruchnahme und Initiierung eines nachhaltigen Flächenmanagements ist eine zentrale Aufgabe der Nachhaltigkeitspolitik in Deutschland, die sich aus dem bisher im Vergleich zur Bevölkerungsentwicklung überproportionalen und viele Bereiche umfassenden Wachstum der Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr ergibt. Im Durchschnitt der Jahre 1997 - 2000 wurden bei einer nahezu gleich bleibenden Bevölkerungszahl von 82 Mio. Menschen bundesweit täglich 129 Hektar neuer Flächen für Siedlung und Verkehr in Anspruch genommen. Jährlich geht somit weit mehr als die Fläche von der Größe der Stadt München (310 km²) für andere Nutzungen verloren.

Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zielt aus diesem Grund mit einer Doppelstrategie darauf ab, einerseits die Flächeninanspruchnahme durch neue Siedlungs- und Verkehrsflächen auf 30 ha pro Tag im Jahr 2020 zu vermindern und andererseits auf eine qualitative Verbesserung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke hin zu wirken. Hierzu hat die Bundesregierung ein umfassendes und praktikables Maßnahmenprogramm unter Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielsetzungen entwickelt, das im Bericht über die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, Schwerpunktthema "Verminderung der Flächeninanspruchnahme" im Herbst 2004 veröffentlicht wurde. Zudem weist der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) in seiner Stellungnahme "Mehr Wert für die Fläche: Das ´Ziel-30-ha` für die Nachhaltigkeit in Stadt und Land" (23.06.2004) auf die Unerlässlichkeit einer Trendwende hin.

Das BMBF beabsichtigt, mit dem Förderschwerpunkt "(REFINA)" die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme zu initiieren, mit deren Hilfe unterschiedliche Ziele, wie Umwelt- und Naturschutz, wirtschaftliches Wachstum aber auch sozialgerechte Wohnungsversorgung, städtebauliche Qualität und Mobilität besser in Einklang gebracht werden können. Eingeschlossen sind neben ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen, wie Gleichberechtigung, Partizipation und Bildung, auch städtebauliche Qualitäten.