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Nachfrageorientiertes Nutzungszyklus-Management

Durchführung

Das Forschungskonzept sieht neben der wissenschaftlich-konzeptionellen Arbeit vor, dass im unmittelbaren Dialog mit Praxispartnern überprüft wird, inwieweit die zugrunde gelegten Hypothesen, die abgeleiteten Konzeptionen und das anwendungsorientierte Instrumentarium praxistauglich sind. Dazu arbeitet der Forschungsverbund mit den Kommunen Bensheim, Braunschweig, Darmstadt, Göttingen, Hamburg und Kiel in regelmäßigen, ca. halb-jährlich stattfindenden Workshops zusammen.

In den beiden Modellkommunen Göttingen und Kiel erfolgen vertiefte exemplarische Untersuchungen. Dort wurden Quartiere ausgewählt, an deren Beispiel das Instrumentarium des Nutzungszyklus-Managements modellhaft erprobt wird. Das Instrumentarium wird auf der Basis von Bausteinen entwickelt, die von dem jeweiligen Forschungspartner federführend bearbeitet werden.

Monitoring: Das kleinräumig Monitoring umfasst die Auswahl und Entwicklung sozialer, baulicher, ökonomischer und infrastrukturbezogener Indikatoren. Es dient dazu, Quartiere mit Handlungsbedarf zu erkennen und deren Entwicklung zu beobachten und zu bewerten. Auf der Basis vorhandener Monitoringansätze im Rahmen von Wohnungsmarktbeobachtung und Stadtumbau wird ein eigenes Monitoringkonzept entwickelt und mit den beteiligten Städten und Experten diskutiert und angepasst.

Zielgruppenmodell: Auf der Basis von qualitativen Interviews wird ein Zielgruppenmodell für die Nachfrage nach innerstädtischen Wohnquartieren der 1950er bis 1970er Jahre erarbeitet. Auf dieser Basis soll die zukünftige Nachfrage nach Quartieren sowie die Ansprüche an zeitgemäßes Wohnen ermittelt werden, die die Grundlage für die Entwicklung und Erprobung innovativer und kommunikativer Instrumente zur Qualifizierung von Wohnquartieren bildet.

Zielgruppenspezifische Nutzenanalyse: Eine vergleichende Bewertung und Priorisierung von quartiersrelevanten Verbesserungsmaßnahmen wird durch ein Scoring-Modell ermöglicht. Hierdurch sollen Potenziale für zielgerichtete Impulse verdeutlicht werden, wodurch sich eine Diskussionsgrundlage für die weitere Entscheidungsfindung ergibt.

Institutionenanalyse: Die Analyse von Akteurs- und Handlungsstrukturen kommunaler und privater Institutionen sowie deren Entscheidungsfindungsprozesse (Motivations- und Verhaltensanalyse) bildet die Grundlage, um Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Entscheidungsfindung von Kommunen und Akteuren der kommunalen Wohnungswirtschaft zu entwickeln. In diesem Zusammenhang werden bestehende Steuerungspotenziale von Kommunen bei der Instandsetzung, Modernisierung und Weiterentwicklung von Wohnquartieren analysiert, um das Nutzungszyklus-Management in das vorhandene kommunale Instrumentarium zu integrieren.

Die Integration der Bausteine erfolgt über "Meilensteine" in Form von Szenarien, denen eine Untersuchung und Analyse der Entwicklung des Quartieres zugrunde liegt. Auf dieser Basis erfolgt die Entwicklung eines Instrumentenmixes Nutzungszyklus-Management, der mittels eines Planspiels eine Erprobung erfährt. Sämtliche wissenschaftliche Partner sowie Partnerkommunen sind hieran beteiligt.

Durch ein eigens eingerichtetes Prozessmanagement wird für die kognitive, soziale und inhaltliche Integration der Arbeiten im Projekt Sorge getragen.