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Projektentwicklung und Projektmanagement in der Stadtplanung

Transformation gewachsener Zentren: Neue Entwicklungsperspektiven durch soziale, ökonomische und ökologische Innovationen (TransZ)

Projektbeschreibung

Ausgangssituation und Forschungsfragen

Von den räumlich selektiven Prozessen der Stadtentwicklung wie wachsenden Bevölkerungszahlen oder steigenden Immobilien- und Bodenpreisen im Zuge von Reurbanisierung und Innenentwicklung profitieren nicht alle Städte und Stadtteile, vielmehr geraten manche Räume unter hohen Anpassungs- und Erneuerungsdruck. Hierzu zählen auch gewachsene Zentren mit ehemals wichtiger Bedeutung für einen größeren Einzugsbereich, die unter gravierenden Funktionsverlusten leiden. In Großstädten sind dies insbesondere Nahversorgungs- und Stadtteilzentren sowie Randbereiche der Innenstädte. In Klein- und Mittelstädten sind häufig die Innenstädte selbst von diesen Entwicklungen betroffen. Ehemals vitale Zentren verlieren zunehmend an Bedeutung und Wertschätzung – nicht nur als Orte des Konsums und der Versorgung, sondern auch als Wohn-, Kommunikations-, Aufenthalts- und Identitätsorte für den Stadtteil oder sogar die Gesamtstadt.

Trading-down-Prozesse in Zentren oder Teilbereichen davon werden z. B. sichtbar an gewerblichen Mindernutzungen, Laden- und Wohnungsleerständen, Immobilien mit Sanierungsstau, brachliegenden Grundstücken und verwahrlosten öffentlichen Räumen. Für diese Entwicklungen gibt es unterschiedliche Ursachen, u. a. der andauernde Strukturwandel im Einzelhandel, die zunehmende Bedeutung des E-Commerce sowie die zunehmende gesellschaftliche Diversität mit verändertem Mobilitäts- und Einkaufsverhalten und veränderten Ansprüchen an das Wohnen. Aber auch lokalspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen die Prozesse in den Zentren. Hierzu zählen beispielsweise ihre Lage und Erreichbarkeit, Konkurrenzstandorte, nicht mehr marktgängige Verkaufs- und Nutzflächen, ungünstige Gebäudestrukturen, Vermietungsstrategien von Eigentümern oder auch schwierige Eigentümerstrukturen. Gleichzeitig sind die kommunalen Handlungsspielräume oftmals eingeschränkt (z. B. Ressourcen, Instrumente, Verfügungsrechte).
Grundthese von TransZ ist, dass die notwendige Transformation gewachsener Zentren auf akteursbezogene Strategien und Ansätze angewiesen ist. Die zentrale Untersuchungsfrage ist deshalb, welche Möglichkeiten sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen aus den spezifischen Akteurskonstellationen vor Ort ergeben und wie unterschiedliche Interessen und Handlungsmöglichkeiten der Akteure für eine nachhaltige und resiliente Transformation der Zentren genutzt werden können. Dabei geht es u. a. um die Handlungsrationalitäten, sozialen Interaktionen und kollektiven Prozesse der Akteure zur Entwicklung neuer Versorgungsstrukturen und anderen Funktionen abseits des Handels.


(Methodischer) Projektansatz und Vorgehensweise

TransZ ist anwendungsorientiert konzipiert. Nach der Analyse der Praxis der Zentrenentwicklung, der Akteure und ihrer Zusammenarbeit sowie der baulich-räumlichen Situation der Projektgebiete liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von innovativen Prozessen, die zu dauerhaft selbsttragenden Strukturen in den Zentren führen sollen. In lokalen Reallaboren werden das Verhalten der (Innovations-)Akteure sowie die Dynamik der Zusammenarbeit untersucht. Lernprozesse werden aktiv unterstützt, um neue Entwicklungsperspektiven durch soziale, ökonomische und ökologische Innovationen zu eröffnen. Dabei besitzen neben den Immobilieneigentümern, Bewohnern, Einzelhändlern, Gewerbetreibenden, sozialen und kulturellen Akteuren insbesondere die Kommunen eine herausgehobene Bedeutung. Mit den Untersuchungsräumen in Fellbach, Hamburg, Höxter, Holzminden und Stuttgart werden sowohl großstädtische Nahversorgungs- und Stadtteilzentren als auch Innenstädte von Klein- und Mittelstädten vergleichend untersucht.

Projektziele und zu erwartende Ergebnisse

Übergeordnetes Ziel ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation und Entwicklung gewachsener Zentren zu leisten. Dabei geht es um die Identifizierung und Stärkung von transformativen Kräften vor Ort, um soziale, ökonomische und ökologische Innovationen sowie um kollektives Innovationshandeln. Mit dem Abschluss der Reallabore sowie der Umsetzung und Implementierung innovativer Ansätze in der Zentrenentwicklung sollen entsprechende Konzepte im besten Fall entwickelt, erprobt und wissenschaftlich bewertet sein.Als Transferergebnis sollen neue Erkenntnisse über das individuelle und kollektive Handeln der Akteure, übertragbare Handlungsoptionen sowie tragfähige und nachhaltige Strukturen zusammengestellt werden.

Verantwortliche Mitarbeiter (Verbundkoordination Forschungsverbund TransZ)

Forschungspartner

 

Prof. Dr. Simon Güntner: Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), Hamburg

 

 

Dr. Anke Kaschlik: HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim/Holzminden/Göttingen

 

Prof. Dr.-Ing. Detlef Kurth, Prof. Dr.-Ing. Christina Simon-Philipp, Hochschule für Technik (HFT), Stuttgart



Laufzeit

Februar 2017 – Januar 2020

 

Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) Im Rahmen der sozial- ökologischen Forschung zum Themenschwerpunkt "Nachhaltige Transformation urbaner Räume"

 

 

 Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)