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Meilensteine

Meilensteine der HafenCity Universität Hamburg (HCU)

Vor mehr als 10 Jahren erkannte die Hamburger Regierung, dass die Vereinheitlichung der Hochschul-Abschlüsse im Zuge des Bologna-Prozesses zu einer Annäherung von Universitäten und Fachhochschulen führen werde. Gleichzeitig wuchs die Erkenntnis, dass sich die drängenden Fragen der Gesellschaft zunehmend nur in einer konsequent fachübergreifenden Lehre und Forschung erfolgreich angehen lassen werden. Aus diesen beiden Entwicklungssträngen heraus entstand die Vision einer Universität neuen Typs, die mit der HCU Hamburg realisiert wurde. 

Hamburgs Bau-Universität feiert am 18. Mai 2017 in einem Festakt mit geladenen Gästen den 250. Jahrestag des Beginns der akademischen Bauausbildung in Hamburg. Als Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung verkörpert die HCU wie keine andere Hamburger Institution die akademische Bauausbildung in Hamburg. Diese nahm vor 250 Jahren mit der Gründung der Bauzeichenklasse durch die Patriotische Gesellschaft ihren Anfang. Von diesen frühen Anfängen aus dem Jahr 1767 lässt sich eine direkte Verbindungslinie bis zur heutigen HCU Hamburg ziehen, die sich nicht nur als Universität für Baukunst begreift, sondern ihre interdisziplinäre Lehre auf die Zukunftsfragen von Metropolen ausrichtet.

Die HCU beging in einem Festakt mit geladenen Gästen im Januar 2016 ihren ersten runden Geburtstag. 

Die HCU Hamburg schloss im Juni 2015 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Ziel des neueröffneten CityScienceLabs an der HCU Hamburg ist es, die Veränderungen von Städten durch neue digitale Darstellungsmethoden und Modellierungsverfahren zu erforschen und konstruktiv mitzugestalten. Dazu werden vor allem in Hamburg urbane Veränderungsprozesse untersucht und wissenschaftlich ausgewertet. Im ersten Projekt haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des CityScienceLabs auf Initiative von Olaf Scholz, des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, das interaktive Stadtmodell „FindingPlaces“ entwickelt. Zwischen Mai und Juli 2016 haben rund 400 Hamburgerinnen und Hamburger an der HCU Hamburg Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gesucht und gefunden.

"FindingPlaces" im CityScienceLab der HCU, Bild: Walter Schießwohl
"Universität der Nachbarschaften" 2009-2014, Bild: HCU Hamburg
"Visiting Professor" 2016, Bild: HCU Hamburg

Mehr als 800 Gäste kamen im November 2014 zur Vernissage der ersten Jahresausstellung am neuen Standort der Universität in der HafenCity, um den Präsentationen der besten studentischen Arbeiten beizuwohnen. 

Endlich wuchs räumlich zusammen, was strategisch und fachlich längst zueinander gehörte: Nach vier Jahren Bauzeit bezogen im April 2014 rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ca 2.400 Studierende der HCU Hamburg den Neubau in der HafenCity. Am 2. Juni 2014 feierte die HCU Hamburg ihre akademische Einweihung mit dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz. Mit dem Umzug wurden die Grundlagen für die interdisziplinäre Forschung und Lehre mit hohem Praxisbezug inmitten der HafenCity geschaffen. Europas größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt bietet Studierenden wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bis heute den Reiz des Stadtlabors vor der eigenen Haustür. 

Im Frühjahr 2013 gründete die HCU Hamburg den Förderverein der HCU Hamburg, waterfront e. V. Sowohl Unternehmen als auch Vereine und Einzelpersonen können Mitglied werden und in einem fachlichen Netzwerk rund um die Themen Bauen und Stadtentwicklung miteinander in den Dialog kommen. waterfront e.V. verzeichnete zu Jahresbeginn 2017 über 100 Mitglieder. 

Am 27. April 2012 verlieh die HCU Hamburg dem Hamburger Architekten und Träger des Bundesverdienstkreuzes Prof. Dr.-Ing. h.c. Volkwin Marg die Ehrendoktorwürde.

Im Jahr 2012 schloss die Stadt Hamburg mit ihren staaltlichen Hochschulen neue Hochschulvereinbarungen. In diesem Schritt einigten sich die BWFG (damals noch BWF) und die HCU Hamburg, bestehende Defizite aus der Gründungszeit auszugleichen. Nach intensiven Verhandlungen erhielt die Universität weitere finanzielle Zuwendungen, die ihre Existenz sicherten. Im Gegenzug verpflichtete sich die HCU, eine Haushaltsanierung vorzunehmen und einen umfassenden Restrukturierungsprozess zu erarbeiten und umzusetzen (Struktur- und Entwicklungsplan 2014-2020).

Grundsteinlegung in der HafenCity: Per Knopfdruck setzten am 13. Dezember 2010 die ehemalige Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka vor geladenen Gästen den ersten von 612 Bohrpfählen, die das künftige Bauwerk tragen. 

Plan des neuen Universitätsgebäudes 2007, Bild: Code Unique
Bohrpfahllegung für das neue Universitäts-Gebäude 2010, Bild: HCU Hamburg
Das Universitäts-Gebäude 2014, Bild: Christof Haake

Der Hamburger Senat ernannte Dr.-Ing. Walter Pelka zum 1. Oktober 2010 zum neuen Präsidenten der HafenCity Universität Hamburg. Zuvor war er Geschäftsführer der DEKRA Industrial GmbH. Er leitete die Klassifikations-, Prüf- und Zertifizierungsgesellschaft Bureau Veritas S.A. und arbeitete für die beratende Ingenieurgesellschaft Lahmeyer International. Pelka studierte und promovierte an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen, wo er – nach einem Forschungsaufenthalt in Berkeley (USA) auch den Forschungsbereich „Grundwasser“ leitete.

Zum ersten Mal verlieh die HCU Hamburg am 9. Februar 2010 die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Gerd Albers, Altrektor der TU München und emeritierter Professor für Städtebau und Regionalplanung.

Im Jahr 2009 beschloss die Hamburger Bürgerschaft den Bau eines neuen Universitätsgebäudes in der HafenCity zur Belebung des neu entstehenden Stadtteils. Auf dem Areal am Magdeburger Hafen/Baakenhafen sollte aufbauend auf dem städtebaulichen Konzept der HafenCity der Neubau der neuen Universität als erster Baustein realisiert werden. Im Sinne des Hamburger Klimaschutzprogramms sollte der Neubau die Anforderungen an eine nachhaltige Architektur weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus erfüllen und Standards hinsichtlich Energieeinsparung und Arbeitsbedingungen setzen. Für seine besondere Nachhaltigkeit ist das HCU-Gebäude 2016 durch den Preis „HafenCity Gold-Standard“ der HafenCity GmbH ausgezeichnet worden. In einem international ausgeschriebenen Architekturwettbewerb überzeugte der Entwurf des Büros Code Unique aus Dresden. 

Zum Wintersemester 2008/09 ergänzten die Master-Studienprogramme Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP) und Urban Design sowie das Bachelor-Studienprogramm Kultur der Metropole das Angebot der HCU Hamburg.

Jahresausstellung 2006, Bild: HCU Hamburg
Jahresausstellung 2010, Bild: HCU Hamburg
Jahresausstellung 2014, Bild: Walter Pelka

Im Sommer 2006 zeigte die HCU Hamburg erstmals eine Auswahl der besten studentischen Arbeiten und Projekte aller Studiengänge im Cruise Terminal in der HafenCity.

Prof. Dr. Steven Spier wurde am 1. Januar 2006 zum ersten Präsidenten der HCU Hamburg ernannt. Spier war zuvor Architektur-Professor für Entwurf und Theorie und Department Vorsteher Architektur an der Strathclyde University Glasgow. Er arbeitete als Senior Lecturer bei der London South Bank University und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH-Zürich. Spier legte sein Amt nach vierjähriger Amtszeit zum 31.1.2010 nieder. 

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) wurde von der Freien und Hansestadt Hamburg auf der Grundlage eines Senatsbeschlusses aus dem Jahre 2004 zum 1.1. 2006 als Universität für Baukunst und Metropolentwicklung durch die Zusammenführung von vier bau- und planungsbezogenen Fachbereichen aus drei Hamburger Hochschulen (HAW Hamburg, HfBK Hamburg, TU Hamburg-Harburg) gegründet. Das wissenschaftliche Leitbild der neuen Universität sollte konsequent durch Interdisziplinarität und Nutzung von Synergien der integrierten Fachdisziplinen geprägt sein. Das Studienangebot zur Gründungszeit umfasste: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik und Stadtplanung. Forschung, Lehre und Verwaltung der neugegründeten Universität verteilten sich zunächst auf Standorte in den Stadtteilen Uhlenhorst (Mundsburg) und Winterhude (City Nord).

 

 

Zur Geschichte der Bauausbildung in Hamburg ab 1767

Die HCU Hamburg ging 2006 aus der Zusammenlegung von vier Fachbereichen aus drei Hamburger Hochschulen hervor. Historisch sind ihre Wurzeln jedoch sehr viel tiefer. Sie gründet auf den gewerblich-technischen und den künstlerischen Vorläufer-Institutionen, der einstigen Bauschule und der Kunstgewerbeschule. Ihre Traditionen wiederum lassen sich bis in das späte 18. Jahrhundert zurückverfolgen.

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 e.V., Ansicht Börsenbrücke nach 1847, Quelle: Hamburger Staatsarchiv
Allgemeine Gewerbeschule und Museum am Steintorplatz, Ansicht um 1880, Quelle: Hamburger Staatsarchiv
Aula der Hochschule für Bildende Künste, ehemals Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld, Quelle: Hamburger Staatsarchiv

1978 wurde die Technische Universität Hamburg gegründet. Der Studiengang Stadtplanung wurde an der TU Hamburg gelehrt und im Jahr 2006 an die HCU Hamburg überführt.

Die Staatliche Hochschule für bildende Künste erhielt im Jahr 1970 den Status einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule und bot Architektur als Studiengang an. 2006 wurde der Fachbereich in die HCU Hamburg eingegliedert.

In Hamburg nahm die neue Institution Fachhochschule (seit 2001: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, HAW), zu der nun die drei Abteilungen der Bauschule gehörten, am 1. April 1970 den Lehrbetrieb auf. Bis zur Gründung der HCU Hamburg im Jahr 2006 wurden hier Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik gelehrt.

1962 erhielt die Bauschule einen neuen Namen: Ingenieurschule für Bauwesen. 1963 wurde an der Hebebrandstraße der Grundstein gelegt für ein neues Schulgebäude, 1965 wurde es eingeweiht. Im Herbst 1968 einigten sich sämtliche Bundesländer darauf, ihre Ingenieurschulen in Fachhochschulen umzuwandeln und damit die Ausbildung der Ingenieure mehr als bisher auf wissenschaftliche Grundlagen zu stellen. Die Neugründung von Hochschulen in Hamburg in den 1970er-Jahren sollte die wissenschaftliche Kompetenz der Region stärken. Die heutigen Studienprogramme und Forschungsschwerpunkte der HCU Hamburg waren bis zum Jahr 2006 auf drei unterschiedliche Hochschulen verteilt.

An der Bauschule begann mit dem Wintersemester 1945/46 wieder der Unterricht. Ihr Direktor Wilhelm Ohm (1905-1965), selbst Maler und Architekt, der die Schule seit 1950 leitete, sorgte für eine vielseitigere Ausbildung des Ingenieurnachwuchses. Das Lehrangebot in den Fächern Hochbau und Tiefbau wurde durch technisch-wissenschaftliche und künstlerische Vortragsreihen sowie durch Exkursionen ergänzt. Aus seiner Sicht war die Bauschule der geeignete Ort zur Ausbildung von Architekten, weil sie hier die notwendigen ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen erlernten. 

Nach dem Ende der NS-Zeit nahm die Landeskunstschule, wie sie nun wieder hieß, schon im Januar 1946 ihre Arbeit wieder auf, trotz großer Zerstörungen am Schulgebäude. Sie ging konsequent den Weg weiterer Akademisierung und wurde 1955 Staatliche Hochschule für bildende Künste. Ihr Direktor Gustav Hassenpflug (1907-1977) forcierte ab 1950 erneut den Ausbau der Architekturabteilung, da ihm die Künste ohne Architektur nicht möglich erschienen. 

Die Landeskunstschule verlor durch mehrfache Entlassungswellen, die sich gegen jüdische und kulturpolitisch unliebsame Personen, z. B. „Bauhäusler“, richtete, etliche Lehrer. Ende 1933 wurde sie in Hansische Hochschule für bildende Künste umbenannt. Konzeptionell wandte sie sich wieder mehr dem Handwerklichen zu, auch in der Architektur. Der Krieg führte zu großen Zerstörungen am Gebäude der Hochschule.

Die Kunstgewerbeschule, obwohl formal Teil des gewerblichen Ausbildungswesens, akzentuierte mehr und mehr ihre künstlerische und akademische Ausrichtung. Ab 1928 hieß sie Landeskunstschule. Mit der Berufung Karl Schneiders (1892-1945) an die Landeskunstschule im Jahr 1930 und der Einrichtung des neuen Faches „Architektur und Raumkunst“ sollte das Architekturstudium – bis dahin wurden die Fächer Raumkunst, Möbelentwurf und Raumdekoration unterrichtet – verbessert werden. Schneiders Entlassung aus dem Amt 1933 unterbrach diese Entwicklung. 

Die von Fritz Schumacher (1869-1947) erbaute und 1913 eingeweihte neue Kunstgewerbeschule setzte mit ihrer großzügigen Ausstattung und den umfangreichen Lehrwerkstätten Maßstäbe. Sie berücksichtigte alle Niveaus einer künstlerischen Erziehung, von der einfachen Kunstschule bis zur Kunsthochschule. Die bis dahin beachtete Trennung zwischen freier Kunst und Kunsthandwerk galt als überholt. An der Spitze der künstlerischen Ausbildung sollte fortan die Architektur stehen, wie es der Direktor Richard Meyer (1864-1953) forderte.

Aus der Schule für Bauhandwerker war 1897 die Baugewerkschule geworden. Der Unterricht fand in den Räumen der Allgemeinen Gewerbeschule am Steintorplatz statt. Der Lehrplan orientierte sich an den technischen Fächern. Nach dem Schulbesuch von fünf Semestern konnten sich Schüler als Techniker bei Architekten, Bauingenieuren oder im mittleren öffentlichen Dienst bewerben. Seit 1923 gehörte die Schule zu den Staatlichen Technischen Schulen. 1939 wurde sie als Bauschule der Hansestadt Hamburg selbständig, zu den bestehenden beiden Abteilungen Hoch- und Tiefbau kam 1941 der dreisemestrige Studiengang Vermessung hinzu. 

1896 eröffnete die Kunstgewerbeschule unter dem Dach der Allgemeinen Gewerbeschule, 1905 wurde sie eine eigenständige Einrichtung. Voraussetzung für den Schulbesuch war in der Regel eine abgeschlossene Lehre. Ziel war es, junge Leute mit einer weiteren künstlerischen und wissenschaftlichen Ausbildung auf eine Berufslaufbahn als Zeichner oder Werkführer in Handwerk und Kunstindustrie vorzubereiten. 

1876 zogen die Allgemeine Gewerbeschule und die Schule für Bauhandwerker in ein eigenes, neu errichtetes Gebäude am Steintorplatz um, das damals zugleich als Museumsgebäude konzipiert wurde. Heute ist es alleiniger Sitz des Museums für Kunst und Gewerbe, seinerzeit war das Museum auch zur praktischen Anschauung und als Ergänzung zum Unterricht für die angehenden (Kunst-)Handwerker eingerichtet worden.

Am 7. Mai 1865 ging die Zeichnungsschule an den hamburgischen Staat über. Bis zu dieser Zeit existierte in Hamburg kein gewerbliches Schulwesen. Es entstand eine Allgemeine Gewerbeschule, an der Abend- und Sonntagsunterricht stattfand, und eine spezielle Schule für Bauhandwerker, die am 1. Novemer 1865 mit dem Unterricht begann. Junge Handwerker sollten in den Wintermonaten an dieser Schule, jeweils sechs Stunden wöchentlich, mit den bautechnischen Wissenschaften vertraut gemacht und zu tüchtigen Meistern ausgebildet werden. Der Unterricht fand weiterhin im Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke statt.

1770 kam zu der Bauzeichenschule eine weitere Abteilung hinzu, die Schule für Freihandzeichnungen, in der Kurse für Hand- und Dekorationszeichnungen angeboten wurden. Der Name „Zeichnungsschule“ bürgerte sich ein. Im Jahr 1790 erweiterte die Patriotische Gesellschaft ihr Bildungsangebot nochmals: sie richtete „technologische Vorlesungen“ ein, damit „hiesige junge Künstler, Handwerker und Fabrikanten“, in den Wintermonaten die Grundlagen der Mathematik, Technologie, Mechanik, Naturlehre und Chemie kennenlernen konnten. Die Vorlesungen existierten bis 1813. Zu den Schülern der Zeichnungsschule gehörten bedeutende Hamburger Baumeister, wie zum Beispiel Johann August Arens (1757-1806), Alexis de Chateauneuf (1799-1853) und Carl Ludwig Wimmel (1786-1845).

1767 rief die „Gesellschaft zur Beförderung der Künste, Manufacturen und nützlichen Gewerbe“ (die noch heute existierende Patriotische Gesellschaft von 1765) eine „Bauzeichenschule für angehende Handwerker“ ins Leben. Die Gesellschaft bestand aus Hamburger Bürgern, die sich der Aufklärung verpflichtet fühlten und für das Wohl ihrer Stadt wirken wollten. Die neue Schule sollte ergänzend und erweiternd zur handwerklichen Ausbildung durch die Zünfte wirken. Die Anfänge waren äußerst bescheiden: Unter Anleitung eines Maurermeisters und in dessen Wohnung wurden zunächst zwölf junge Leute unentgeltlich drei Stunden wöchentlich in „Baurissen“ unterrichtet. Treibende Kräfte bei der Errichtung der Schule waren der Aufklärer und Ökonom Johann Georg Büsch (1728-1800) und der Mathematiker und Architekt Ernst Georg Sonnin (1713-1794).