Press releases

Geodätische Beobachtungsverfahren liefern wichtige Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels, doch wird das volle Potenzial der geodätischen Daten in der Klimaforschung noch nicht ausreichend erkannt und genutzt. Um dies zu ändern, hat die International Association of Geodesy (IAG) im Juli 2019 ein Komitee zur „Geodäsie für die Klimaforschung“ gegründet. Prof. Dr. Annette Eicker, Professorin für Geodäsie und Ausgleichungssrechnung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU), wird erste Präsidentin des neu gegründeten Komitees.

Prof. Dr. Annette Eicker

Prof. Dr. Annette Eicker: „Geodätinnen und Geodäten können heute mit Satelliten die klimabedingte Veränderung der Form der Erde durch den Meeresspiegelanstieg oder eine Umverteilung der Wassermassen durch Dürren oder Überschwemmungen beobachten. Bei solch zukunftsweisenden Themen die Zusammenarbeit in der Geodäsie zu verbessern, dabei Synergie-Effekte der Beobachtungsverfahren zu nutzen und das gewonnene Wissen der Klimaforschung verfügbar zu machen, sind die wichtigsten Ziele des neuen Komitees.“

Die Präsidentschaft des neu gegründeten Komitees hält Eicker zunächst für die kommenden vier Jahre. In ihrer Rolle koordiniert sie alle Aktivitäten der Organisationseinheit und baut Verbindungen zur „Klima-Community“ in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Die IAG ist die internationale Organisation der wissenschaftlichen Geodäsie und hauptverantwortlich für die Koordination der Forschungsaktivitäten und internationalen Dienste. Das neu eingerichtete Komitee übernimmt als „Inter-Commission Committee“ (ICC) Querschnittsaufgaben in der IAG, da das Thema Klimaforschung für die Gesamtorganisation relevant ist. Die IAG ist Teil der International Union of Geodesy and Geophysics (IUGG), auf deren Hauptversammlung im Juli 2019 in Montreal das neue Komitee gegründet und damit das Thema „Geodäsie für die Klimaforschung“ auf der obersten Organisationsebene der IAG dauerhaft etabliert wurde.

Über Prof. Dr. Annette Eicker

Am 1. und 2. Oktober 2019 versammeln sich in Hamburg auf dem City Science Summit internationale Fachleute und diskutieren, welche digitalen Technologien zukünftig Entscheidungsprozesse beeinflussen und den Alltag in Städten prägen. Der Konferenztitel „Cities without…“ lädt ein, Denkräume zu eröffnen und Leerstellen mit Visionen für den Lebensraum Stadt zu füllen. Der City Science Summit 2019 wird vom CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT), Boston USA und dem City Science Netzwerk ausgerichtet. Die Konferenz ist öffentlich und kostenfrei, die Anmeldung ist ab jetzt auf der Website www.citysciencesummit.org möglich.

Der City Science Summit entwickelt nachhaltige Lösungen für die zukünftige Gestaltung vielfältiger, wirtschaftlich attraktiver und lebenswerter urbaner Räume. Die Konferenz widmet sich in diesem Zusammenhang konkreten Fragestellungen zur digitalen Zukunft und erörtert, wie sich die Lebensqualität in Metropolen und Ballungsräumen weltweit verbessern lässt. Der Konferenztitel „Cities without ...“ spielt mit der Negation als positiver Denkfigur. Wie könnte zum Beispiel Verkehr ohne Autos, Verwaltung ohne Bürokratie, Wirtschaft ohne Geld, Bildung ohne Schulen oder Beteiligung ohne Barrieren funktionieren?

Der City Science Summit wird in der Elbphilharmonie mit einer Keynote von Sir Norman Foster (Architekt) über informelle Entwicklungen in Städten eröffnet. Ein anschließendes Gespräch mit Kent Larson (MIT, City Science Group) und Gesa Ziemer (CityScienceLab) vertieft das Thema. Auf die Keynotes folgen Inputvorträge zu den zentralen Themen des City Science Summit. Unter den weiteren prominenten Rednerinnen und Rednern ist unter anderem Michael Uwemedimo (Collaborative Media Advocacy Platform, Port Harcourt/Nigeria).

Am zweiten Konferenztag geht es in Sessions und Workshops um die Themenbereiche Mobilität und Logistik, informelle urbane Prozesse, kommunale Bürgerbeteiligungstools und digitale Dialogverfahren. Auch Building Information Modelling, die Visualisierung von Daten in Digital Twins, interaktive datenbasierte Stadtmodelle und -karten, Agent Based Modelling, ICT Tools für Migration und Integration und die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung stehen auf der Agenda.

Außerhalb des Konferenzprogramms dient der City Science Summit als Vernetzungstreffen für Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtplanung, Architektur, Kultur- und Geisteswissenschaften, Informatik und Ingenieurswissenschaften sowie Führungskräfte globaler Unternehmen. Der City Science Summit bietet außerdem speziell auf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zugeschnittene Veranstaltungsformate.

Partner und Sponsoren:

DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
ahoi.digital Allianz Hamburger Hochschulen für Informatik
Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Port Authority

Über das CityScienceLab der HCU Hamburg:

Das CityScienceLab (CSL) der HCU Hamburg entwickelt digitale Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in urbanen Räumen, Kommunen und Metropolregionen. Angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Stadtentwicklung und Digitalisierung, erforscht das CSL in interdisziplinären und internationalen Teams die digitale Zukunft einer modernen Stadtgesellschaft.

Presse-Akkreditierung/Eröffnungsveranstaltung in der Elbphilharmonie:

Medienvertreterinnen und Medienvertreter, die an der Eröffnungsveranstaltung in der Elbphilharmonie (01.10., 13 Uhr) teilnehmen möchten, bitten wir um Akkreditierung bis 15. September an hcu-kommunikation(at)vw.hcu-hamburg.de

Gerne senden wir Ihnen unser detailliertes Press Kit zu.

Weitere Informationen zum Programm der Konferenz, den Locations sowie Teilnahme und Registrierung finden Sie auf der Website www.citysciencesummit.org.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Sarah Adam, CityScienceLab
+49 (0)40 42827 5333
sarah.adam(at)hcu-hamburg.de

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) lädt gemeinsam mit der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Altona insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner Altonas ein, erneut an einer Umfrage zum Verkehr und zur Mobilität im Stadtteil teilzunehmen. Bei vielen Veranstaltungen des Mobilitätslabors „Cities-4-People“ im vergangenen Jahr haben die Altonaerinnen und Altonaer ihre Probleme, Wünsche und Ideen mit dem Projektteam geteilt. Bereits laufende Verkehrsprojekte sollen durch mehrere Befragungen im Jahresverlauf evaluiert werden und können dazu beitragen, zukünftige Maßnahmen anzustoßen.

Blick auf das Cities-4-People-Projektgebiet Hamburg-Altona

Bild: Reinhard Kraasch, Wikimedia Commons

Das Projektteam freut sich, wenn Interessierte an mehreren Umfragen teilnehmen, um Veränderungen, die durch die Projektumsetzung entstanden sind, erkennen zu können. Die aktuelle Online-Umfrage dauert etwa 5 bis 10 Minuten und ist unter folgendem Link erreichbar:

https://www.smartsurvey.co.uk/s/3AJRM/

Diese zweite Umfrage des Projektteams ist der ersten im April sehr ähnlich. Die mehrfache Teilnahme soll sicherstellen, dass Veränderungen in der Einstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sichtbar gemacht werden können. Auch Änderungen durch die durchgeführten Maßnahmen sollen so abgebildet werden. 

Was bisher geschah: Autofreie Straßen in Ottensen!

Im Rahmen des Projektes Cities-4-People Altona finden bereits seit dem Sommer 2017 zahlreiche öffentliche Workshops und Veranstaltungen statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten darin Wünsche und Ideen für eine nachhaltige Mobilität in Altona.

Aus Wünschen zur Neuaufteilung der verfügbaren Flächen zugunsten des Rad- und Fußverkehrs sowie zur Verkehrsberuhigung entstand die Idee, im besonders dicht besiedelten und quirligen Ottensen für einen begrenzten Zeitraum eine autofreie Zone einzurichten. Am 28. März 2019 hat die Bezirksversammlung Altona beschlossen, diese Idee ab September 2019 für einen Zeitraum von sechs Monaten in mehreren Straßenabschnitten im Kern von Ottensen umzusetzen. Unter intensiver Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Gewerbetreibenden wird während der Testphase untersucht, welche Auswirkungen eine solche Maßnahme auf das Quartier haben wird. Die Federführung für die Umsetzung dieses Vorhabens liegt beim Bezirksamt Altona.

Aus den Ideen der Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer sind drei weitere Pilotprojekte entstanden, die aktuell umgesetzt werden: zusätzliche Fahrradparkplätze in Altona, ein Mikrodepot zur Paketauslieferung mit Lastenrädern und ein Sharing Mobility Day, der auf der Altonale stattgefunden hat.

Über Cities4People:

Die zunehmende Mobilität in Städten birgt Konflikte und Probleme, wie die Lärm- und Luftbelastung sowie die Flächeninanspruchnahme insbesondere durch den motorisierten Individualverkehr. Um kooperative Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln, haben sich das Bezirksamt Altona, die HafenCity Universität Hamburg (Fachbereich Stadt- und Regionalplanung sowie das CityScience Lab) sowie die Senatskanzlei als Pilotregion für Quartiersmobilität im europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon 2020“ beworben, und mit einem Team von fünf Pilotstädten gegen mehr als 50 Mitbewerber durchgesetzt. 

Cities-4-People umfasst neben Altona vier weitere Modellregionen in Europa: die Städte Budapest (Ungarn) und Trikala (Griechenland), den Bezirk Oxfordshire (Großbritannien) und den Istanbuler Stadtteil Üsküdar (Türkei). In jeder Region arbeiten die Kommune und eine ansässige Hochschule eng zusammen, und etablieren lokale Mobilitätslabore für die interdisziplinäre Erarbeitung von Konzepten für nachhaltige Mobilität.

Informationen und aktuelle Aktionen von Cities-4-People Altona gibt es auf der Website unter 

oder den Social Media-Kanälen Twitter, Facebook und Instagram

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Jonas Fischer, Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung
+49 (0)40 42827-5318
jonas.fischer(at)hcu-hamburg.de

Auf mehreren Summer Schools und Exkursionen sind Studierende der HafenCity Universität (HCU) in den kommenden Wochen auch international unterwegs. Von Hamburg aus führen die Veranstaltungen ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die USA, nach Spanien und in die Türkei. Themen sind neben nachhaltigen und ressourcenschonenden Materialkreisläufen zukünftige Lebens- und Arbeitsbedingungen, die 3D-Modellierung einer Höhle, künstlerische Erkundungen der türkischen Küste am Schwarzen Meer und die städtebauliche Schnittstelle von Land und Wasser. In öffentlichen Abschlusspräsentationen erhalten Interessierte Einblicke in die spannenden Projekte.

Ende Juli beim interdisziplinären Sommerseminar "Was ist ein Denkmal? Architektur als kulturelles Erbe" auf Gut Siggen an der Ostsee, unter anderem mit HCU-Professorin Lisa Kosok.

Bild: HCU Hamburg

International Summer School on Circular Economy (ISSCE), 5. bis 9. August 2019

Wie lassen sich lineare Wirtschafts- und Materialströme in den Städten durchbrechen? In der International Summer School on Circular Economy befassen sich Studierende aus Deutschland, Italien, Dänemark und Portugal mit den drängenden Herausforderungen des Ressourcenverbrauchs und der nachhaltigen Städte. Am Beispiel von elektronischen Geräten entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School innovative Ansätze zur Abfallvermeidung und zum Sammeln, Recyceln und Reparieren von vermeintlichem Elektromüll in einem Hamburger Stadtteil.

Die Summer School findet im Rahmen des EU Horizon 2020-Projektes FORCE (Cities Cooperating for Circular Economy) statt, an dem die HCU unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling (Stadtplanung und Regionalentwicklung) als Projektpartner beteiligt ist.

Abschlusspräsentation und Podiumsdiskussion:
Freitag, 9. August 2019, 13 bis 15 Uhr, Hörsaal 150 der HCU

Weitere Informationen:
https://bit.ly/2SNmtRK (Summer School)
http://www.ce-force.eu/ (FORCE)

Kontakt:
Prof. Dr. Jörg Knieling, Joerg.knieling(at)hcu-hamburg.de


EX_KURS Sommer, 12. bis 25. August 2019, Zinnwerke Wilhelmsburg

In transdisziplinären Gruppen setzen sich Studierende der HCU, HAW, MSH und lokal Agierende mit ihrer zukünftigen Rolle in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt auseinander. Im Kontext des Veranstaltungsortes Zinnwerke Wilhelmsburg befassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit aktuellen Themen wie Verschmutzung, Lärm, Abfall, Energie, Nachhaltigkeit, Technologie oder Wohnen und entwickeln Projekte. Im Zentrum der Summer School steht die Frage, wie diese Themen in und um die Zinnwerke im (Stadt-)Raum erfahrbar gemacht werden können und wie sich die Projekte realisieren lassen. Fundament der Summer School ist die Einbettung in den Stadtteil Wilhelmsburg und ihre Konzeption als „Werkstatt für praktische Zukünfte“. Geleitet wird die Summer School unter anderem von Prof. Matthias Ballestrem (Architektur und experimentelles Entwerfen).

Abschlussveranstaltung: EX_KURS_Kanal und Liebe, Samstag, 24. August 2019, 16 bis 22 Uhr, Zinnwerke Wilhelmsburg, Am Veringshof 7, 21107 Hamburg

Weitere Informationen: 
http://exkurs.zinnwerke.de

Kontakt: 
exkurs(at)zinnwerke.de


Internationale Summer School der 7. Sinop Biennale „Here and where“, 17. bis 22. August 2019, Türkei 

Auf der Summer School der 7. Sinop Biennale erforschen Studierende der HCU, der Hochschule für Künste Bremen, der Mimar Sinan Universität der schönen Künste Istanbul und der Sinop Universität die Küstenregion des Schwarzen Meeres und ihre Geschichte. In mehreren dreitägigen Workshops unter der Leitung von internationalen Künstlern, Architekten und Wissenschaftlern erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Region und konzipieren Interventionen, die in die lokale Umgebung eingebunden sind und die Bewohner einbeziehen. Prof. Mona Mahall (Architektur und Kunst) organisiert und kuratiert die Summer School.

Die 7. Sinop Biennale unter dem Motto „Here and where“ erkundet und erforscht künstlerisch die anatolische Küste. Im Fokus stehen insbesondere geschichtsträchtige Orte der Region und Artefakte der Vergangenheit, die auf Interaktionen, politische Widerstände und Veränderungen der Infrastruktur verweisen.

Weitere Informationen: 
http://sinopbiennial.org/

Kontakt:
Prof. Mona Mahall, mona.mahall(at)hcu-hamburg.de


Exkursion: 3D-Modellierung und Visualisierung der Coimbre Cave in Asturien (Spanien), 24. August bis 7. September 2019

Die Exkursion des Studienprogramms Geodäsie und Geoinformatik führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Coimbre Cave in Nordspanien. Dort erstellen die Studierenden unter der Anleitung von Dipl.-Ing. Carlos Acevedo Pardo und Prof. Dr. Thomas Schramm (Geomathematik, -informatik & Physik) ein 3D-Modell der Höhle und erfassen Gravuren und Malereien an den Höhlenwänden. Bei der Dokumentation und Visualisierung des Höhleninneren kommen Drohnen und Laserscanner zum Einsatz.

Die Exkursion in die Coimbre Cave ist ein Projekt der HafenCity Universität in Zusammenarbeit mit der Universidad Politécnica de Madrid, der Universidad Nacional de Educación a Distancia de Espana und der Universidad Complutense de Madrid.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Carlos Acevedo Pardo, carlos.acevedo(at)hcu-hamburg.de

 

Bildunterschrift: Ende Juli beim interdisziplinären Sommerseminar "Was ist ein Denkmal? Architektur als kulturelles Erbe" auf Gut Siggen an der Ostsee, unter anderem mit HCU-Professorin Lisa Kosok.

Mit ihrer konstituierenden Sitzung am 1. Juli in Berlin nahm die von Ministerpräsident Stephan Weil einberufene Expertenkommission zur Klärung wichtiger Zukunftsfragen ihre Arbeit auf. Zwölf renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten bis Ende 2020 in der „Kommission Niedersachsen 2030“ zusammen. Prof. Antje Stokman (Architektur und Landschaft) von der HafenCity Universität Hamburg (HCU) bringt ihre Expertise zum Themenfeld Landschaft und Klimawandel ein.

Beschäftigen wird sich die Kommission neben dem Themenfeld Digitalisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz auch mit den Bereichen Gesundheit und Pflege, mit Ernährung und Klimawandel, Mobilität, mit Fragen der Demografie und der Zuwanderung. Die Arbeit der Kommission ergänzt das Innovationskonzept und die Transferstrategie des Landes.

Das Gremium wird sich regelmäßig austauschen und im Spätherbst 2020 der Niedersächsischen Landesregierung einen Bericht mit Handlungsoptionen vorlegen. Der Abschlussbericht der Kommission wird veröffentlicht, zusätzlich werden die Ergebnisse 2021 im Rahmen des 75. Landesjubiläums präsentiert.

Prof. Antje Stokman: „Mit und von welcher Landschaft und Landwirtschaft wollen wir in Zukunft leben und uns ernähren? Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den anderen Kommissionsmitgliedern zukunftweisende Empfehlungen für eine klimaverträgliche Landnutzung zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen.“

Antje Stokman ist Landschaftsarchitektin und Professorin für Architektur und Landschaft an der HCU Hamburg. Sie studierte an der Leibniz Universität Hannover und am Edinburgh College of Art, war Juniorprofessorin an der Leibniz Universität Hannover (2005-2010) und Professorin/ Institutsleiterin an der Universität Stuttgart (2010-2017). Gemeinsam mit internationalen und interdisziplinären Projektpartnern entwickelt sie Forschungs- und Lehrprojekte an den Schnittstellen zwischen Landschaftsarchitektur, Ökologie, Umwelttechnik, Architektur und Stadtplanung mit dem Ziel, ökologische, infrastrukturelle, soziale und ästhetische Anforderungen bei der Gestaltung von Lebenswelten zu integrieren. 2009 wurde sie für ihre Arbeiten mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet, 2010 erhielt sie den internationalen Topos Landscape Award. Ihre Projekte wurden im Rahmen von internationalen Ausstellungen (Internationale Architekturbiennale São Paulo 2009, Architekturbiennale Rotterdam 2014, Pinakothek der Moderne, München 2017) gezeigt. Sie ist Mitglied im Netzwerk Studio Urbane Landschaften sowie im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.

Starke Regenfälle und schwere Unwetter richten oft große Schäden an. Besonders davon betroffen sind meist städtische Regionen, wo viel Fläche versiegelt ist und das Wasser nur über die Kanalisation abfließen kann. Eine Idee um den Schäden durch Regen zu entgehen, ist die Begrünung von Dächern. Sie sorgt dafür, „dass in Zukunft weniger Wasser in die Kanalisation geht, die Kanalisation seltener überfordert ist mit den Regenmassen und es seltener zu Überflutungen kommt", erklärt Michael Richter im Gespräch mit NDR Info.

NDR Info Perspektiven: „Grüne Dächer“ als Hilfe bei Starkregen

10. Juli 2019

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Under the title "Global Cities on a Low Carbon Path", the kick-off workshop of the research project "Urban Footprints" gathered on Thursday and Friday, July 4 and 5, national and international experts at the Hong Kong Studios in the HafenCity. About 45 participants discussed the potential for change and governance models towards climate-friendly and socially just urban infrastructures and lifestyles in the metropolis of Delhi, São Paulo, Lagos, Cairo and Hamburg. The agenda spanned interdisciplinary topics such as mobility, food flows, waste management and energy supply.

Urban Footprints workshop in the Hong Kong Studios

Bild: HCU Hamburg

On Thursday, Christian Maaß, former State Secretary of the Department of Urban Development and Environment and partner of the Hamburg Institute, presented a possible scenario for climate-friendly urban infrastructures in future Hamburg by using waste heat and supporting district heating networks fed by small sources. Dr. Manisha Jain, Project Leader in the Research Area Resource Efficiency of Settlement Structures at the Leibniz Institute for Ecological Spatial Development, explained the potential of integrated infrastructure development for the Delhi region. She emphasized, "The government must be held accountable." For Lagos in Nigeria the HCU students of the Master’s programme “Resource Efficiency in Architecture and Planning” (REAP) Chima Akukwe, Jonathan Young, Maria Moleiro Dale and Charles Nnanna, underlined the challenges of coordinating a variety of actors with overlapping powers.

Friday was dedicated to the strategic planning of ongoing transformation processes. Laura Ceneviva, Chair of the Climate Change Commission São Paulo, reported on the renewal of the Climate Action Plan for her city and underlined the importance of appropriate urban interventions that support societal change of values: "Only rational reasoning is not enough. We have to work with emotional attachment." Professor Heba Allah Khalil pointed to the low level of urban self-government in Cairo, Egypt, while simultaneously presenting first steps towards action such as the climate plan of the Giza governorate. Solveig Schröder, climate protection manager of the district of Hamburg-Bergedorf, discussed structures of urban climate protection planning in Germany and gave an insight into her work in Bergedorf based on numerous examples.

At the concluding panel discussion on Friday afternoon, the participants debated the overriding question of how cities and metropolises can strategically contribute to changing urban lifestyles and infrastructures in terms of climate and resource conservation. Prof. Dr. Anita Engels, Co-Chair of the Cluster of Excellence "CLICCS: Climate, Climatic Change, and Society" at the University of Hamburg, discussed the role of urbanites in planning processes. Considering the example of Hamburg's change to a bicycle city, she emphasized: "In such a conflict-laden subject, there is a need for citizens to build up political pressure." Prof. Dr. Kristine Kern from the Leibniz Institute for Spatial Social Research explained that cities, that pioneer in the fight against anthropogenic climate change, are presenting more than just long-term strategies: "These cities act proactively and set transparent and verifiable intermediate goals." It would further benefit to support that process with a consumption-based accounting in addition to the typical production based emission monitoring, as pointed out in the talk by Peter Paul Pichler, Deputy Head of the working area "Social Metabolism and Impacts" at the Potsdam Institute for Climate Impact Research. Also, Esteban Muñoz, adviser to the UN Environment, had presented a viable model for capturing urban material flows for integrated planning.

This workshop paved the way for the research project "Urban Footprints" of the legal scholar Dr. Cathrin Zengerling from the HCU Hamburg. Together with her colleagues Lisa Harseim and Nikita John, both Ph.D. students from the REAP master's study programme of HCU, she explores governance models of urban ecological footprints. Eight cities in eight countries (Shenzhen, Delhi, New York,São Paulo, Lagos, Cairo, Toronto and Hamburg) are being investigated on ground by the interdisciplinary team in the coming years. The innovative project is funded by the Volkswagen Foundation as a Freigeist Fellowship.

Contact and more information: https://www.hcu-hamburg.de/urbanfootprints

Unter dem Titel „Global Cities on a Low Carbon Path” versammelte der Kick-off-Workshop des Forschungsprojektes „Urban Footprints“ am vergangenen Donnerstag und Freitag, dem 4. und 5. Juli, nationale und internationale Expert*innen in den Hongkong Studios in der HafenCity. Etwa 45 Teilnehmende diskutierten Veränderungspotenziale und Steuerungsmodelle für klimaverträgliche und zugleich sozial gerechte urbane Infrastrukturen und Lebensstile in den Metropolen Delhi, São Paulo, Lagos, Kairo und Hamburg. Die Agenda überspannte dazu interdisziplinär die Themen Mobilität, Lebensmittelströme, Abfallwirtschaft und Energieversorgung.

Urban Footprints-Workshop in den Hong Kong-Studios in der HafenCity

Bild: HCU Hamburg

Am Donnerstag präsentierte Christian Maaß, ehemaliger Staatssekretär der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Partner des Hamburg Instituts, ein mögliches Szenario für klimaverträgliche urbane Infrastrukturen im Hamburg der Zukunft, in dem Abwärme genutzt und Fernwärmenetze mit Kleineinspeisungen gestärkt würden. Dr. Manisha Jain, Projektleiterin im Forschungsbereich Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, erläuterte das Potential von integrierter Infrastrukturentwicklung für die Region Delhi. Dazu betonte sie: „Die Regierung muss rechenschaftspflichtig werden.“ Für Lagos unterstrichen die HCU-Studierenden des Master-Studienprogramms „Resource Efficiency in Architecture and Planning“ (REAP) Chima Akukwe, Jonathan Young, Maria Moleiro Dale und Charles Nnanna die Herausforderung der strategischen Stadtentwicklung, eine Vielzahl von Akteuren mit sich überschneidenden Befugnissen zu koordinieren.

Der Freitag war der strategischen Planung der laufenden Transformationsprozesse gewidmet. Laura Ceneviva, Vorsitzende der Klimaschutzkommission São Paulo, berichtete von der Erneuerung des Klimaaktionsplans ihrer Stadt und unterstrich die Bedeutung von städtischen Interventionen, die einen gesellschaftlichen Wertewandel unterstützen: „Nur rationales Argumentieren ist nicht ausreichend. Wir müssen mit emotionaler Bindung arbeiten.“ Professorin Heba Allah Khalil verwies auf das geringe Maß an städtischer Selbstverwaltung in Ägypten, stellte jedoch ebenso erste Ansätze, wie den ersten Klimaplan des Gouvernerats Giza vor. Solveig Schröder, Klimaschutzmanagerin des Bezirks Hamburg-Bergedorf, diskutierte Strukturen der städtischen Klimaschutzplanung in Deutschland und gab anhand zahlreicher Beispiele Einblick in ihre Arbeit in Bergedorf.

Bei der abschließenden Panel-Diskussion am Freitagnachmittag debattierten die Teilnehmenden zu der übergeordneten Frage, inwieweit Städte und Metropolen strategisch dazu beitragen können, urbane Lebensstile und Infrastrukturen im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes zu verändern. Prof. Dr. Anita Engels, Co-Chair des Exzellenzclusters “CLICCS: Climate, Climatic Change, and Society“ der Universität Hamburg, ging auf die Rolle der Stadtbewohner*innen in Planungsprozessen ein. Am Beispiel des Wandels Hamburgs zur Fahrradstadt betonte sie: „Bei einem solch konfliktgeladenen Thema besteht die Notwendigkeit für Bürgerinnen und Bürger, politischen Druck aufzubauen.“ 

Prof. Dr. Kristine Kern vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung erklärte, dass Vorreiterstädte im Kampf gegen den anthropogenen Klimawandel mehr als nur langfristige Strategien vorlegen: „Diese Städte handeln proaktiv und legen transparente und überprüfbare Zwischenziele fest.“ Dazu sei es vorteilhaft und machbar, neben einer Quellenbilanz auch eine Verbraucherbilanz zu führen, hob Dr. Peter Paul Pichler, stellvertretender Leiter des Arbeitsgebiets „Social Metabolism and Impacts“ am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, in seinem Vortrag hervor. Auch Esteban Muñoz, Berater der UN Environment, hatte ein praktikables Modell vorgestellt, das der Erfassung städtischer Stoffströme und integrierter Planung dient. Die Gruppe tagte in der kreativen Atmosphäre der Hongkong Studios, konzeptgemäß reichhaltig versorgt mit niedrigem „Foodprint“.

Der Workshop gab den Auftakt des Forschungsprojektes „Urban Footprints“ der Rechtswissenschaftlerin Dr. Cathrin Zengerling von der HCU. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Lisa Harseim und Nikita John, beide Promovierende aus dem Masterstudienprogramm REAP der HCU, erkundet sie Steuerungsmodelle urbaner ökologischer Fußabdrücke. Acht Städte in acht Ländern (Shenzhen, Delhi, New York, São Paolo, Lagos, Kairo, Toronto und Hamburg) erforscht das interdisziplinäre Team in den kommenden Jahren auch vor Ort. Das innovative Projekt wird als Freigeist-Fellowship durch die Volkswagenstiftung gefördert.

Kontakt und weitere Informationen: https://www.hcu-hamburg.de/urbanfootprints

In dem Q-Studies-Seminar „Mobilität von morgen – für Städte und Arbeitgeber“ haben Studierende der HafenCity Universität Hamburg (HCU) gemeinsam mit der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) Nutzungskonzepte für Lastenräder entwickelt. Aufgabe der HCU-Studierenden war es, Projektideen für die Nutzung von Transporträdern zu erarbeiten, um diese sozialen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Vier Beiträge wurden bei der Preisverleihung am Mittwoch, den 10. Juli, ausgezeichnet. Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit der HHLA, dem Bezirksamt Altona und dem Hamburger Mobilitäts-Start-up 25ways GmbH statt.

Bild: Ulricke Jäckel

Wie lässt sich die Förderung nachhaltiger Mobilität mit der Generierung von Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen verbinden? Die HCU-Studierenden entwickelten in verschiedenen "Case Studies" Konzepte, wie gesponserte Lastenräder sozialen Projekten zur Verfügung gestellt werden können. Einzige Bedingung für alle eingereichten Projektideen: Die Lastenräder sollen öffentlich sichtbar abgestellt werden und mindestens 100 Kilometer im Monat fahren.

Insgesamt sechs Konzepte sind in dem Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Gesa Ziemer entstanden. Vier von ihnen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Mona Borutta, Sandra Horst, Malte Lawrenz und Amke Oltmanns entwarfen im Siegerprojekt "Bike Challenge Hamburg" ein Ausschreibungsverfahren, in dem sich Organisationen oder Projekte auf die Nutzung der Lastenräder bewerben können. In einem Online-Votum entscheiden Bürgerinnen und Bürger, welche Initiative die Transporträder für den jeweiligen guten Zweck nutzen darf.

1. Preis: "Bike Challenge Hamburg" - (Studierende: Mona Borutta, Sandra Horst, Malte Lawrenz und Amke Oltmanns)

2. Preis: "Sozial Aktiv Miteinander - HHLA + Elbkinder" - (Johanna Carstensen, Tobias Kühn, und Magdalena Zivkovic)

3. Preise "HHLA Cycle Challenge" - (Ilka Bürling, Ira Hackbarth und Henriette Helk) und "Leuchtfeuer" - (Henning Möller, Steffen Pelz, Diana Schäffer und Claas Wemmie)

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhielten Mobilitätsgutscheine. Die Jury bestand aus Prof. Dr. Gesa Ziemer (Direktorin CityScienceLab, HCU Hamburg), Arno Schirmacher (Direktor Personalmanagement HHLA), Carola Aldag (Leitung Personal HHLA Container Terminal Tollerort), Oliver Hahn (Radverkehr und Velorouten, Bezirksamt Altona) und Fabio Wenzing (Business Development 25ways mobility GmbH).

Im Oktober 2019 wird erstmalig der „EUROPA-CENTER Suhr BIM Preis“ an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) vergeben. Prämiert werden Bachelor- bzw. Masterarbeiten im Bereich BIM (Building Information Modeling), die den kooperativen Aspekt der Zusammenarbeit mit BIM bzw. die Verknüpfung einzelner Arbeitsprozesse auf der Grundlage digitaler Bauwerksdatenmodelle aufzeigen. Die Einreichung von Bachelor- und Masterarbeiten als Wettbewerbsbeiträge ist ab sofort und bis zum 1. September 2019 möglich.

Der „EUROPA-CENTER Suhr BIM Preis“ wird durch die Professur für „Digitales Integriertes Prozessmanagement – Planen / Building Information Modeling (BIM)“ in Zusammenarbeit mit der EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung vergeben.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind Bachelor- bzw. Master-Studierende aller deutschsprachigen Hochschulen (DACH-Raum), die im Fachbereich Architektur und Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen, Städtebau, Stadtplanung, Geodäsie und weitere verwandten Disziplinen studieren, deren Schwerpunkt bei der Planung und Gestaltung der gebauten Umwelt liegt. Die eingereichten Thesen dürfen nicht älter als 1,5 Jahre sein (spätestens Wintersemester 2017/2018).

Einzureichende Unterlagen 

- Exposé (max. 3 A4-Seiten einseitig bedruckt), in welchem die Qualifizierung der Thesis gemäß der Auslobungskriterien dargestellt wird
- die vollständige Thesis
- Kontaktdaten

Alle einzureichenden Unterlagen sind ausschließlich in elektronischer Form abzugeben.

Preise

1. Preis EUR 3.000
2. Preis EUR 2.000
3. Preis EUR 1.000

Jury-Mitglieder 

Die Jury wird aus mindestens 5 ausgewählten Experten aus Wirtschaft, öffentlicher Hand, Verbänden und Forschung bestehen.

Termine

Ausschreibung: 10. Juli 2019
Abgabe der Beiträge: 1. September 2019
Jury-Sitzung: Mitte September 2019
Entscheidung: Ende September 2019
Preisverleihung: Anfang Oktober 2019

Kontakt 

Einreichung

Bitte reichen Sie Ihre Wettbewerbsbeiträge per E-Mail an emiliya.popova(at)hcu-hamburg.de mit Betreff: „BIM-Preis 2019: [Titel der Arbeit, MA oder BA]“ ein. Bei Anhängen größer als 8 MB wird eine Übersendung über  File-Sharing Plattformen wie Google Drive, Wetrasnfer, Dropbox, etc. empfohlen.

Zur Ausschreibung (PDF)

Zum Ende des Sommersemesters berichtet der HCU-Newsletter „Logbuch“ über den Start des neuen HCU-Präsidenten Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow. Weitere Themen: Das neue Hydrographie-Forschungsboot DVocean, neue Arbeitsplätze im Campus Tower, die Auszeichnung von Prof. Dr. Martin Wickel mit dem Hamburger Lehrpreis und der Besuch einer UNTIL-Delegation an der HCU.

Wie immer hat das Referat Kommunikation für Sie eine Übersicht interessanter Veranstaltungen zusammengestellt: In den nächsten Wochen gibt es beim Hamburger Architektur Sommer noch die Gelegenheit, Veranstaltungen der HCU zu besuchen. Im Oktober dreht sich beim City Science Summit 2019 an der HCU alles um die digitale Zukunft urbaner Räume. Wir präsentieren außerdem lesenswerte Medienberichte über die HCU Hamburg und berichten über Neuigkeiten aus dem Förderverein waterfront e.V.

Was ist los an der HCU Hamburg? Neue Forschungsprojekte, studentische Aktivitäten, Interviews mit HCU-Angehörigen, Pressespiegel und Veranstaltungshinweise - mit unserem Newsletter „Logbuch“ erhalten Sie aktuelle Meldungen der HCU Hamburg bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Der Newsletter erscheint quartalsweise im Januar, April, Juli und Oktober.

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Im Newsletter-Archiv finden Sie die letzten Ausgaben.

Wenn Sie den Newsletter abonnieren möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an hcu-kommunikation(at)vw.hcu-hamburg.de.

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow wurde am Dienstag, den 25. Juni 2019, als neuer Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU) durch Frau Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, im Rathaus vereidigt. Der Ökonom und Digitalexperte übernimmt die Leitung der Universität zum 1. Juli 2019.

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow mit Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, im Hamburger Rathaus

Bild: HCU Hamburg

Jörg Müller-Lietzkow: „Über die Chance, zusammen mit vielen hochqualifizierten und engagierten Menschen eine der zukunftsweisenden Universitäten neuen Typs Deutschlands gestalten zu können, freue ich mich sehr. Die HCU hat mich seit meinem ersten Besuch begeistert. Die Freundlichkeit der Menschen und die Vielfalt der Themen in einer der schönsten Städte Deutschlands laden ein, im Zeitalter der Digitalisierung die sehr gute aufgestellte HCU zu einem besonderen Leuchtturm weiterzuentwickeln. Diese gute Ausgangslage ist auch dem scheidenden Präsidenten und seinem bisherigen Präsidiumsteam zuzuschreiben, denen allen für ihre hervorragende Arbeit zu danken ist.“

Die Auswahl des neuen HCU-Präsidenten erfolgte durch eine Findungskommission, die besetzt war durch Mitglieder des Hochschulsenats, des Hochschulrats sowie weiteren Hochschulvertreterinnen und -vertretern. Müller-Lietzkow wurde anschließend im April in einer hochschulöffentlichen Sitzung vom Hochschulsenat zum neuen Präsidenten der HCU Hamburg gewählt und die Wahl wurde durch den Hochschulrat bestätigt.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, Vorsitzende des Hochschulrats und der Findungskommission: „Es ist der Findungskommission gelungen, mit Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow einen Präsidenten zu finden, der sich durch seine Expertise in den Bereichen Digitalisierung, Forschung und Transfer, sowie interdisziplinäre Kooperationen auszeichnet. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit.“

Müller-Lietzkow war seit 2008 Professor für Medienökonomie und Medienmanagement an der Universität Paderborn. In der Forschung konzentriert sich Müller-Lietzkow insbesondere auf die Medienwirtschaft im digitalen Zeitalter. Neben dem GamesLab Paderborn hat er unter anderem eine internationale Partnerschaft der Universität Paderborn zum Rochester Institut of Technology aufgebaut. Er war seit 2016 am Modellprojekt Digitale Stadt Paderborn beteiligt und leitete dieses seitens der Universität Paderborn federführend.

Parallel zu seinen akademischen Tätigkeiten ist Müller-Lietzkow regelmäßig als Berater für Wirtschaft und Politik tätig. Unter anderem wurde er 2018 in die Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Deutschen Bundestages berufen. Jörg Müller-Lietzkow ist verheiratet und hat eine Tochter.

Als Präsident der HCU Hamburg folgt er auf Dr.-Ing. Walter Pelka. Pelka leitete die Hochschule seit 2010 und begleitete in seiner Amtszeit die Zusammenführung von vier bau- und planungsbezogenen Fachbereichen aus drei Hamburger Hochschulen unter dem Dach der HafenCity Universität. Zusammen mit Kanzlerin Stephanie Egerland, Vizepräsidentin Prof. Dr. Gesa Ziemer und Vizepräsident Prof. Dr. Harald Sternberg nimmt das neue Präsidium nun die Arbeit auf.

Zur ausführlichen Vita von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow

Die Deutsche Hydrographische Gesellschaft e.V. (DHyG) hat die HCU-Absolventin Mona Lütjens für ihre Masterarbeit im Studienprogramm Geodäsie und Geoinformatik mit dem „DHyG Student Excellence Award 2019“ ausgezeichnet. Der Preis wurde feierlich am 19. Juni auf dem Hydrographentag in Bremen überreicht und ist mit 500 Euro dotiert. Mona Lütjens hat in ihrer Abschlussarbeit eine Virtual Reality-Applikation entwickelt, die eine arktische Fjordlandschaft in Kanada visualisiert. Sie arbeitet seit Oktober 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Hydrographie an der HafenCity Universität Hamburg (HCU).

Preisträgerin Mona Lütjens mit Thomas Dehling, Leiter der Dienststelle des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Rostock.

Bild: HCU Hamburg

Mit dem „Student Excellence Award“ zeichnet die Deutsche Hydrographische Gesellschaft e.V. (DHyG) Studierende aus, die sich in einer herausragenden Studienarbeit mit einem Thema der Hydrographie (z.B. Vermessung von Fluss, See, Meeresboden) auseinandergesetzt haben. Wer den „Student Excellence Award“ erhält, wird von der DHyG ins Rennen um den internationalen „IFHS Student Award“ geschickt.

Um eine arktische Fjordlandschaft in Kanada zu visualisieren, entwickelte Mona Lütjens in ihrer Masterarbeit eine Virtual-Reality-Applikation (VR). Zudem erarbeitete sie eine Methodik, um den Fjord als Ganzes über und unter Wasser in seiner Ausdehnung von 160 km × 80 km darstellen zu können. Die VR-Applikation bietet die Möglichkeiten, das Gelände mit oder ohne Wasseroberfläche anhand drei verschiedener Fortbewegungsarten zu erkunden und zu untersuchen. Darüber hinaus können verschiedene Distanzmessungen im Geländemodell durchgeführt und die Geländetexturen zur besseren Veranschaulichung des Terrains verändert werden. 

Zehn Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachgebieten wie Hydrographie, Geologie, Geographie, Archäologie, Bauingenieurwesen und Tourismus haben die VR-Anwendung als sehr anwenderfreundlich und anwendungsorientiert bewertet. Die Masterarbeit wurde in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven erstellt. Betreut wurde die Masterarbeit von Prof. Dr.-Ing. Thomas Kersten (Fachgebiet Photogrammetrie & Laserscanning, HCU Hamburg).

Für ihre herausragenden und innovativen Vermittlungskonzepte haben insgesamt 19 Hochschullehrerinnen und -lehrer am gestrigen Donnerstagnachmittag, den 20. Juni, den Lehrpreis der Freien und Hansestadt Hamburg 2019 erhalten. An der HafenCity Universität Hamburg (HCU) ging der Preis in diesem Jahr an Prof. Dr. Martin Wickel. Der promovierte Jurist hat seit 2006 die Professur für Recht und Verwaltung an der HCU Hamburg inne und hält unter anderem disziplinübergreifende Grundvorlesungen in allen Bachelor-Studienprogrammen zum Planungs- und Baurecht.

Lehrpreisträger Prof. Dr. Martin Wickel mit Wissenschaftssen

Bild: Claudia Höhne

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank überreichte den Preisträgerinnen und Preisträgern die Auszeichnungen im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. Der Hamburger Lehrpreis wurde zum insgesamt 11. Mal an Lehrende der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen vergeben und ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Lehrende, die mit innovativen Ansätzen für ihr Fach begeistern, Inhalte abwechslungsreich vermitteln und Neugierde und Motivation bei ihren Studierenden entfachen, sind eine unglaubliche Bereicherung. In erster Linie für Studierende, aber auch für ihre Hochschule und den Wissenschaftsstandort Hamburg insgesamt. Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen für eine exzellente Lehre, die eine wertvolle Basis für Forschung und Fortschritt in vielen Gesellschaftsbereichen bildet. Ich danke allen Ausgezeichneten für ihr großartiges Engagement und gratuliere herzlich zu der verdienten Ehrung!“

Die Nominierungsvorschläge für den Hamburger Lehrpreis gehen von den Studierenden aus. Anschließend werden die Vorschläge von einer hochschulinternen Jury gemeinsam mit den Studierenden in einer offenen Diskussion bewertet. Dabei stehen eine hohe fachliche und didaktische Kompetenz der Lehrenden genauso im Vordergrund wie innovative Lehrmethoden, Qualitätssicherung über Feedback-Systeme, Motivationsfähigkeit und die Herstellung von Bezügen zur fachlichen oder beruflichen Praxis. Die finale Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger liegt dann bei den Hochschulen.

Die Jury begründet die Nominierung von Prof. Dr. Martin Wickel mit seinem außergewöhnlich großen Engagement, den Studierenden komplexe und abstrakte Themen des Planungs- und Baurechts anschaulich zu vermitteln. Er fördere in besonderem Maße Eigenständigkeit und Kreativität seiner Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer und rege sie zur kritischen Hinterfragung an. Auch die interdisziplinären Bezüge in Wickels Lehrveranstaltung und das interaktive Format hebt die Jury hervor. Prof. Dr. Martin Wickel hat vor der Gründung der HCU Hamburg an der TU Hamburg-Harburg gelehrt und geforscht und ist seit 2017 Studiendekan des Master-Programms Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP).

Die erfolgreichen Veranstaltungen „Nacht des Wissens“ und „Tag des Wissens“ bekommen Zuwachs: Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Universität Hamburg gibt es vom 20. – 23. Juni 2019 beim „Sommer des Wissens“ ein buntes Wissenschaftsfestival auf dem Rathausmarkt. Experimente, Shows, Mitmach-Aktionen und spannende Exponate zu verschiedenen Themen der Wissenschaft – und das erstmals im Herzen der Stadt. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) ist mit zahlreichen Programmpunkten mit dabei.

In vier großen Themenzentren und auf einer Festival-Bühne bieten rund 40 Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen neben der HCU Hamburg in insgesamt über 290 Programmpunkten faszinierende Einblicke in Klima und Umwelt, Technik, Naturwissenschaften, Medizin, Kunst oder Stadtgeschichte – ein Programm für die ganze Familie. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek. Der Eintritt ist frei.          

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Der Sommer des Wissens ist eine Veranstaltung von der Wissenschaft für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Nach dem Motto - raus aus dem Labor, rein in die Stadt - gibt es vier Tage lang ein großes Angebot zum Mitmachen, Experimentieren, Staunen, Begreifen und Ausprobieren. Mit aktuellen Themen und Antworten zu drängenden Fragen unserer Zeit stellt die Wissenschaft hier einmal mehr ihre Relevanz unter Beweis und zeigt zukunftsweisende Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und wünsche den Besucherinnen und Besuchern viel Spaß. Seien Sie dabei, wenn die Stadt zum Campus wird!“

Die HCU Hamburg ist beim Sommer des Wissens an allen vier Tagen in den Themenzelten „Zukunftswerkstatt“, „Hi Tech-Labor“, „Kulturpavillion“ und „Gesundheitszentrum“ auf dem Hamburger Rathausmarkt vertreten. Präsentiert wird die gesamte Bandbreite aktueller Forschung an der HCU Hamburg. Die Universität lädt mit Vorträgen, Mitmach-Aktionen und weiteren spannenden Programmpunkten zu einer Entdeckungstour in die Welt der HCU Hamburg ein: 

Wie sehen die Stadtquartiere der Zukunft aus? Wie können stadträumliche Daten Hamburgs digitalisiert werden? Wie verändert Building Information Modeling (BIM) die zukünftige Ausbildung von Architekten und Ingenieuren? Diese Fragen beantworten HCU-Forschende in Präsentationen und Gesprächen. Besucherinnen und Besucher können außerdem die Erde mithilfe einer 3D-Brille vermessen, alte Elektrogeräte mit nachhaltigen Methoden klimafreundlich reparieren oder digitale und interaktive Stadtmodelle des CityScienceLabs bestaunen. Zudem gibt es Vorträge über das Zusammenspiel von Wasser und Raum in der Architektur, Studierende zeigen Filme über markante Gebäude der Hamburger Nachkriegsmoderne und das Verbundprojekt ahoi.digital informiert darüber, wie Bürgerinnen und Bürger Umweltdaten bereitstellen, analysieren und so in einem Informationsraum testen können.

Die HCU Hamburg freut sich auf alle wissenshungrigen Besucherinnen und Besucher, ob groß oder klein!

 

Das HCU-Programm beim Sommer des Wissens:

Donnerstag, 20. Juni 

Wie sehen die Stadtquartiere der Zukunft aus?
09:00 - 20:00 Uhr, Ort: „Zukunftswerkstatt“
HCU-Beteiligte: Dr. Thomas Prill, Michael Richter & Maya Donelson 

Die Vermessung der Erde in digitalen Welten 
14:30 - 20:00 Uhr, Ort: „HiTech-Labor“
HCU-Beteiligte: Mona Lütjens, Simon Deggim, Johannes Kröger & Inga Schlegel  

CityScienceLab – Stadtentwicklung und Digitalisierung 
16:00 - 16:45 Uhr, Ort: „HiTech-Labor“
HCU-Beteiligte: Holger Prang

 

Freitag, 21. Juni

Im Fluss – wie wird Wasser zum sozialen Raum? 
14:00 - 14:45 Uhr, Ort: „Kulturpavillon“ 
HCU-Beteiligte: Prof. Antje Stokman

Digitale Ansätze der Architekten- und Ingenieurausbildung 
19:00 - 19:45 Uhr, Ort: „HiTech-Labor“
HCU-Beteiligte: Prof. Daniel Mondino

 

Samstag, 22. Juni 

Ressourcen schonen und Umwelt schützen: Wir reparieren gemeinsam Ihre gebrauchten Elektrogeräte
11:00 – 20:00 Uhr, Ort: „Zukunftswerkstatt“
HCU-Beteiligte: Andreas Obersteg & Olga Izdebska (zusammen mit HAW, SRH, Aurubis, Consist IT = FORCE-Projekt)

#Filmeausbeton 
14:00 - 14:45 Uhr, Ort: „Kulturpavillion“
HCU-Beteiligte: Svea Abraham 

Digitalisierung stadträumlicher Daten Hamburgs 
18:00 - 18:45 Uhr, Ort: „HiTech-Labor“
HCU-Beteiligte: Prof. Irene Peters, Ivan Dochev & Hannes Seller 

 

Sonntag, 23. Juni

Digitalisierung stadträumlicher Daten Hamburgs
11:00 - 11:45 Uhr, Ort: „HiTech-Labor“
HCU-Beteiligte: Prof. Irene Peters, Ivan Dochev & Hannes Seller 

ahoi.digital 
11:00 - 17:00 Uhr, Ort: „Gesundheitszentrum“
Allianz der Hamburger Hochschulen für Informatik  

Ressourcen schonen und Umwelt schützen: Wir reparieren gemeinsam Ihre gebrauchten Elektrogeräte 
11:00 – 17:00 Uhr, Ort: „Zukunftswerkstatt“
HCU-Beteiligte: Andreas Obersteg & Olga Izdebska HCU (zusammen mit HAW, SRH, Aurubis, Consist IT = FORCE-Projekt)

Ressourcen schonen und die Umwelt schützen – idealer Umgang mit Elektroaltgeräten und Bioabfällen 
16:00 - 16:45 Uhr, Ort: „Zukunftswerkstatt“
HCU-Beteiligte: Andreas Obersteg & Olga Izdebska (FORCE und REPAIR-Projekt)

 

Die Öffnungszeiten des Sommers des Wissens auf dem Rathausmarkt: 
- Donnerstag, 20. Juni, 09:00 bis 20:00 Uhr
- Freitag, 21. Juni, 09:00 bis 21:00 Uhr
(Das Programm in den Zelten endet um 20:00 Uhr. Ab 20:00 Uhr nur noch Bühne.)
- Samstag, 22. Juni, 11:00 bis 22:00 Uhr
(Das Programm in den Zelten endet um 19:00 Uhr. Ab 19:00 Uhr nur noch Bühne.)
- Sonntag, 23. Juni, 11:00 bis 17:00 Uhr

Offizielle Eröffnung mit Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank am 20. Juni um 11 Uhr auf dem Rathausmarkt.

 

Weitere Informationen sowie das gesamte Programm online unter: https://www.sommerdeswissens.de/ Programmhefte sind zudem kostenlos u.a. in Bezirksämtern, Bücherhallen, Volkshochschulen und teilnehmenden Einrichtungen erhältlich. 

 

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung gibt es auch hier:

Offizieller Hashtag: #sdwhh19

Welche Rolle spielen Vorstellungen von Moderne in Zeiten von Globalisierung und urbanen Transformationen? Bei den aktuellen HafenCity Lectures „Moderne als Versprechen - Brüche und Neuordnungen“ diskutieren internationale Expertinnen und Experten aus Architektur, Design, Geschichte, Kultur- und Medienwissenschaften sowie der Stadtforschung in zwei Arbeitsgesprächen den Begriff der Moderne und stellen ihn auf die Probe. Beide Veranstaltungen, am 19. und 25. Juni, finden im Holcim Auditorium der HafenCity Universität Hamburg statt.

Bild: HCU Hamburg

Ob in Form von Architekturen, urbanen Konzepten, Handlungsanweisung in Wissensinstitutionen oder als Lebensstil - Moderne wird als eine gesellschaftspolitische Konstruktion diskutiert, kritisiert und in Relation zum jeweiligen Zeitgeist verortet. Wie aber funktioniert die "Maschine Moderne"? Welche Strukturen werden infrage gestellt? Werden Brüche herbeigeführt und Neuordnungen formuliert? Diesen Fragen widmen sich die HafenCity Lectures an zwei Abenden mit internationalen Expertinnen und Experten.

Prof. Dr. Lisa Kosok, Prof. Dr. Kathrin Wildner und Kerstin Niemann (alle HCU Hamburg) organisieren die Gespräche. Die HafenCity Lectures werden von der HafenCity GmbH, waterfront e.V. und dem Hamburger Architektur Sommer 2019 unterstützt.

Termin 1: Mittwoch, 19. Juni 2019, 18-20 Uhr

Aleida Assmann (Konstanz)
Emeritierte Professorin für englische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft der Universität Konstanz und Kulturwissenschaftlerin. Ihre Arbeiten fokussieren erinnerungskulturelle Themen, insbesondere das kulturelle Gedächtnis. 2013 ist ihr Buch Ist die Zeit aus den Fugen? Aufstieg und Fall des Zeitregimes der Moderne erschienen. Gemeinsam mit ihrem Mann, Jan Assmann, wurde sie 2018 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Kathrin Peters (Berlin)
Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste in Berlin

Stephan Trüby (Stuttgart)
Professor und Direktor des Instituts Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (IGmA) der Universität Stuttgart

Moderation: Laura Kemmer, Stadtforscherin (Berlin)


Termin 2: Dienstag, 25. Juni 2019, 17-20 Uhr, in englischer Sprache


Irena Bauman (Leeds)
Architektin, Mitbegründerin und Leiterin von Bauman Lyons Architects

Valentin Groebner
(Luzern)
Historiker, Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern

Cesar Peña (Bogotá)
Designhistoriker, Los Andes University Colombia

Steven ten Thije
(Eindhoven)
Sammlungskurator Van Abbe Museum

Moderation: Dirck Möllmann, Stadtkurator (Hamburg)

Zur Homepage: hafencity-lectures.de

Mit einem Senatsempfang im Gästehaus des Senats an der Alster ist der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka am Montag, den 27. Mai 2019 in den Ruhestand verabschiedet worden. Pelka übernahm im Jahr 2010 die Leitung einer der jüngsten Universitäten Deutschlands. Trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen bei der Übernahme seines Amtes ist es Pelka in seiner Amtszeit gelungen, durch eine strategische Universitätsentwicklung die Sichtbarkeit der Hochschule deutlich zu erhöhen und ihre Leistungsfähigkeit in Lehre und Forschung erheblich zu steigern.

Blumen zur Verabschiedung: Dr.-Ing. Walter Pelka und Katharina Fegebank im Gästehaus des Senats

Bild: HCU Hamburg

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sind der Einladung der Wissenschaftssenatorin Katarina Fegebank zum Senatsempfang anlässlich der Verabschiedung des Präsidenten der HafenCity Universität, Dr.-Ing. Walter Pelka, ins Gästehaus des Senats an der Alster gefolgt.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Die HCU vereint alle Aspekte des Bauens und der Metropolenentwicklung unter einem Dach und ist damit nach wie vor bundesweit eine ganz besondere Hochschule. Fast zehn Jahre lang hat Walter Pelka an der Spitze der HCU gestanden und die Hochschule geführt. Er hat die HCU übernommen, als viele glaubten, die aufregendsten Zeiten einer Neugründung in der deutschen Hochschullandschaft seien schon vorbei. Mit seiner langjährigen Managementerfahrung, großem Engagement und einer zupackenden Art, hat er die in schwieriges Fahrwasser geratene Universität zurück auf einen klaren Kurs gebracht. Im Namen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg spreche ich ihm meinen aufrichtigen Dank für die geleistete Arbeit aus.“

Gemeinsam mit den Hochschulmitgliedern entwickelte der Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka 2013/14 einen auf die Zukunft ausgerichteten Struktur- und Entwicklungsplan (StEP), der nicht nur die Gründungsziele der 2006 eröffneten Universität wiederaufnahm, sondern durch entsprechende Konsolidierungsmaßnahmen auch das vorhandene, erhebliche strukturelle finanzielle Defizit bereinigte. Heute kann die HCU Hamburg – im nunmehr fünften Jahr – nicht nur ein ausgeglichenes finanzielles Ergebnis vorweisen, sondern auch positiv in die Zukunft schauen. 

Pelka begleitete intensiv Bau und Bezug des Universitätsneubaus in der HafenCity im Frühjahr 2014 und setzte sich bereits seit 2013 dafür ein, angesichts des qualitativen und quantitativen Wachstums der HCU weitere Räumlichkeiten für Studierende und Mitarbeitende hinzuzugewinnen, um Forschung und Lehre den notwendigen Raum zu geben. 

Die Einführung eines leistungsorientierten Besoldungssystems für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka schafft des Weiteren Anreize für innovative Forschungsprojekte. Mit rund 6,12 Millionen Euro Drittmittelerträgen im Jahr 2018 konnte die HCU den bisher höchsten Betrag an Fördermitteln in der Forschung seit ihrer Gründung vorweisen und damit seit 2014 mehr als verdoppeln. Auch die bewilligten Drittmittel in 2018 erreichten mit über 8 Mio.€ einen neuen Höchststand und belegen damit die wachsende Forschungsstärke. Im Rahmen einer neuen Internationalisierungsstrategie initiierte und stärkte der Präsident außerdem Partnerschaften vor allem im Ostseeraum und weltweit mit herausragenden Universitäten wie z.B. dem MIT in Boston.

Prof. Dr. Werner Sobek, Vorsitzender des Gründungshochschulrates, hatte Dr.-Ing. Walter Pelka seinerzeit als Präsident für die HCU geworben: „An der Schwelle zum Aufbruch in die Zukunft suchten wir einen erfahrenen und verlässlichen Steuermann für die schwierige Aufgabe des Aufbaus einer neuen Universität und der Zusammenführung von vier Fachbereichen aus drei Hamburger Hochschulen. Wir waren sehr froh, Herrn Pelka für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen zu haben.“

Dr.-Ing. Walter Pelka: „Es war eine spannende aber auch in höchstem Maße befriedigende und erfüllende Aufgabe, diese kleine, auf 7 Standorte in der Stadt verteilte Universität auf Kurs zu bringen. Ich habe es nicht einen Tag in den Jahren meiner Amtszeit bereut, diese Herausforderung angenommen zu haben. Dabei habe ich viele wunderbare Menschen kennen und schätzen gelernt, bei denen ich mich für ihr Engagement und ihre Unterstützung und Loyalität, auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen heute von Herzen bedanken möchte.“

Anschließend bedankte er sich ausdrücklich bei den vielen anwesenden Weggefährtinnen und Weggefährten, die ihn während seiner mehr als zwanzigjährigen Tätigkeit in Hamburg in den unterschiedlichsten Positionen freundschaftlich und kollegial begleitet haben.

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg ernannte Dr.-Ing. Walter Pelka zum 1. Oktober 2010 zum Präsidenten der HafenCity Universität Hamburg. Zuvor war er Geschäftsführer der DEKRA Industrial GmbH. Er leitete die Klassifikations-, Prüf- und Zertifizierungsgesellschaft Bureau Veritas S.A. und arbeitete für die beratende Ingenieurgesellschaft Lahmeyer International. Pelka studierte und promovierte an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen, wo er – nach einem Forschungsaufenthalt in Berkeley (USA) – auch den Forschungsbereich „Grundwasser“ leitete.

Nachfolger von Dr.-Ing. Walter Pelka wird der Medienökonom Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn.

Ob Elbe oder Nordsee - die Hydrographinnen und Hydrographen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) können mit ihrem neuen Vermessungsboot künftig vielfältige Forschungsprojekte realisieren. Am Dienstag, den 28. Mai, wurde das Boot auf den Namen DVocean getauft.

Das neue Forschungsboot der HCU Hamburg wurde auf den Namen DVocean getauft.

Bild: HCU Hamburg

Als Taufpatin für die feierliche Bootstaufe konnte Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), gewonnen werden. In Anwesenheit weiterer geladener Gäste, feierten die HCU-Hydrographinnen und Hydrographen anschließend auf dem Vorplatz der Universität ihr neues Forschungsschiff. 

Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): „Hydrographische Ausbildung und Forschung brauchen eine Messplattform, um Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln. Sie brauchen Messgeräte, Sensoren und Software. Mit dem acht Meter langen und 2,65 Meter breiten Vermessungsboot steht der HCU nun eine moderne Messplattform zur Verfügung, die mit Geräten ausgestattet ist, die dem letzten Stand der Technik entsprechen.“

Prof. Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: „Das Lehr- und Forschungsgebiet Hydrographie ist ein wichtiger Baustein im maritimen Cluster Hamburgs. Mit dem Vermessungsboot eröffnen sich unseren Hydrographinnen und Hydrographen neue Möglichkeiten für spannende Forschungs- und Lehrprojekte und vielfältige Kooperationen in und um die norddeutschen Gewässer.“

Das trotz seiner Größe trailerbare Vermessungsboot der HCU Hamburg kann in Binnengewässern und in küstennahen Regionen eingesetzt werden. Neben praktischen Übungen für Studierende wird es hauptsächlich für Forschungszwecke eingesetzt. Aufgrund seines geringen Tiefgangs sind auch flache Gewässer erreichbar. Anwendungsfelder liegen im Bereich der Erkundung und Überwachung von Wasserwegen und deren bebauten Ufern, der Erzeugung von 3D-Oberflächenmodellen, beruhend auf präzisen Echolotdaten kombiniert mit schiffsbasierten Laserscanner-Messungen. Des Weiteren können neue Ansätze zur Positionsbestimmung und von Bodenstrukturanalysen zur Bestimmung der Stabilität von Gebäuden und Unterwasserkonstruktionen untersucht werden.

Prof. Dr. Harald Sternberg, Professur für Hydrographie und Geodäsie, Vizepräsident Lehre und Studium: „Seit mehr als dreißig Jahren ist die Hydrographie bereits als Forschungs- und Lehrschwerpunkt in Hamburg angesiedelt, mit dem neuen Vermessungsboot können wir den Hydrographie-Schwerpunkt in der Geodäsie und Geoinformatik weiter ausbauen und werden auf internationaler Ebene noch attraktiver.“

Seit 2009 ist die Hydrographie-Ausbildung eine Spezialisierung im zweijährigen Master of Science Geodäsie und Geoinformatik, 46 Studierende aus 15 Ländern studieren diesen Schwerpunkt aktuell an der HCU Hamburg. Dreiviertel der Studierenden des englischsprachigen Studienprogramms kommen aus dem Ausland. Die Universität ist eine von weltweit nur sieben Institutionen, die vom „International Board of Standards of Competence for Hydrographic Surveyors and Nautical Cartographers“ die höchste Stufe der Zertifizierung (A) für ihr Master-Studienprogramm erhalten hat. 

Ein praxisnahes Studium, mehrere Abschlüsse in kurzer Zeit, Studienfinanzierung durch das eigene Gehalt und einen sicheren Arbeitsplatz nach dem Abschluss – ein duales Studium bietet viele Vorteile. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) bieten erstmals zum Wintersemester 2019/2020 eine zeitsparende Kombination aus einem Bachelor-Studium der Geodäsie und Geoinformatik und dem Vorbereitungsdienst zum/zur Geoinformationsoberinspektor oder -inspektorin für zwei Studierende an. Nach rund dreieinhalb Jahren Ausbildung sollen Absolventinnen und Absolventen als Beamtinnen und Beamte in den „gehobenen Dienst“ eingesetzt werden. Das Ausbildungsangebot ist einzigartig in Norddeutschland.

Geodäsie-Studierende der HCU Hamburg

Bild: Cyquest GmbH

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg, Vizepräsident Lehre und Studium, HCU Hamburg: „Mit der passgenauen Qualifizierung von Nachwuchskräften für das spannende Arbeitsfeld Geodäsie und Geoinformatik leistet die HafenCity Universität Hamburg einen wichtigen Beitrag, dass die öffentliche Verwaltung künftige Herausforderungen noch besser bewältigen kann.“

Cornelia Weber, Direktorin, LVermGeo SH: „Die Verwaltung profitiert durch eine bessere Verzahnung zwischen Studium und Beruf und bietet den Absolventen ein vielseitiges Einsatzfeld, in dem sie den fortschreitenden digitalen Wandel in verantwortlichen Positionen beim LVermGeo SH begleiten.“

Das Bachelor-Studium der Geodäsie und Geoinformatik erstreckt sich über sechs Semester im Vollzeitstudium und wird mit dem „Bachelor of Science, B. Sc.“ abgeschlossen. Studierende lernen im Studium an der HCU Hamburg, raumbezogene Daten und Prozesse zu erfassen, die für Navigationssysteme und Routenplaner genutzt werden, für hochgenaue Seekarten, Satelliten- und Luftbilder und vieles mehr. 

Den Vorbereitungsdienst absolvieren die Studierenden in ihrer vorlesungsfreien Zeit in der Kieler Zentrale und in den Abteilungen des Liegenschaftskatasters des LVermGeo SH sowie im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein. Ihre vielfältigen Tätigkeiten umfassen Bodenordnung, digitale Kartografie, Geoinformationssysteme, Immobilienbewertung, Photogrammetrie, Topografie und Vermessung. Des Weiteren werden sie in Verwaltung und Recht des Landes Schleswig-Holstein ausgebildet, um später eine Führungsposition im öffentlichen Dienst übernehmen zu können. 

Auf dem „Tag der Geodäsie“ am 25. Mai können sich Interessierte über das neue Studienangebot und das Berufsfeld Geodäsie und Geoinformatik informieren: http://geodaesie.hamburg/

Online gibt es weitere Informationen zum Studienangebot:
https://schleswig-holstein.de/LVermGeoSH-Ausbildung
https://www.hcu-hamburg.de/bachelor/geo/

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) bietet im Rahmen des 9. Hamburger Architektur Sommers vielfältige Veranstaltungsformate an. Themenschwerpunkte der HCU-Programmpunkte sind unter anderem Stadt und Leben am Wasser sowie die Bedeutung von Monumenten. Der Hamburger Architektur Sommer ist Plattform für unterschiedliche Veranstaltungen zu Architektur und Stadtentwicklung und findet von Mai bis Juli statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen in diesem Jahr steht das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum.

Einige Highlights aus dem HCU-Programm:

Wasserhorizonte (Vortragsreihe / Termine: 14.5/21.5/28.5/6.6/18.6/25.6/2.7./9.7.

Im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums widmet sich die Reihe WASSERHORIZONTE der Person Leberecht Migge. Migge hat wie kaum ein anderer Landschaftsarchitekt die Diskussion um die Reform der Gartenkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt und für eine neue Grünpolitik im Siedlungswesen der 1920er-Jahre geworben. 

Doppelganger (Ausstellung / 21. bis 30. Juni)

Gezeigt werden die Ergebnisse der zweijährigen Lehr- und Forschungskooperation – „urban waters“ – zwischen dem renommierten Illinois Institute of Chicago (IIT) und der HCU Hamburg im Fachbereich Architektur.

Bille Land: Wasser als sozialer Raum (Ausstellung mit Führungen / 21. bis 30. Juni )

„Bille Land: Wasser als sozialer Raum“ erforscht und bespielt Wasserflächen am Billebogen als vielseitige Freiräume im Spannungsfeld von Öffentlichkeit, Gemeinschaft und Individualität. Im Mittelpunkt steht die Frage “Wem gehört der öffentliche Raum?”.

Die Ausstellung präsentiert studentische Entwürfe der bda_hcu denkfabrik. Entwurfsthema war die Umnutzung eines Quartiers im Umbruch - zwischen Schiene, Straße und Wasser - das als südlicher Stadteingang und für den "Sprung über die Elbe" neue Bedeutung erlangen wird.

Filme aus Beton - SOS Hamburger Nachkriegsmoderne! (Filmvorführung / 28. Juni)

HCU-Studierende aus dem Studienprogramm Kultur der Metropole zeigen brutalistische Gebäude von einer ganz anderen Seite. Gebäude, die in Hamburg schon Jahre überdau¬ert haben, geliebt, verachtet oder eben nicht beachtet werden, ste¬hen im Fokus.

Alle HCU-Programmpunkte und weitere Informationen finden Sie auch im HCU-Veranstaltungskalender oder auf www.architektursommer.de

Jahrhundertsommer und Starkregen – der Klimawandel stellt Architekten und Fassadenplaner vor große Herausforderungen. Doppelfassaden, also Gebäudefassaden mit zwei Ebenen, schützen vor unterschiedlichen Umwelteinflüssen wie Lärm, Wind oder Sonne. Ihre natürliche Belüftung sorgt dabei nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern bietet auch großes Energieeinsparpotenzial. Ein Forschungsteam der HafenCity Universität Hamburg (HCU) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Frank Wellershoff untersucht an 12 Hamburger Gebäuden das Zusammenspiel zwischen den Kenngrößen der Doppelfassade und dem erzielten Raumkomfort. Basierend auf diesen realen Messdaten sowie numerischen Simulationen wird ein Planungsleitfaden für natürlich belüftete Gebäude mit Doppelfassaden erstellt.

Doppelfassade in Hamburg

Bild: HCU Hamburg

Im Planungsleitfaden stellen die Forschenden grundlegende Planungskriterien sowie deren Zusammenspiel dar. Sie erfassen die Verglasung der Primär- und Sekundärfassade, Art und Lage der Verschattung, Anforderungen an den Luftwechsel sowie Schall- und Brandschutzanforderungen. Der Leitfaden zeigt die Vor- und Nachteile der am häufigsten umgesetzten Doppelfassadentypen auf und gibt Ansätze zur Dimensionierung der Öffnungsquerschnitte für verschiedene Doppelfassaden- und Öffnungstypen. Architekten und Fachplaner werden die Modellierungsdetails sowie der Einfluss der Doppelfassade auf die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes dargestellt. 

Eines der 12 Gebäude ist die HafenCity Universität, bei dem in einem Vorgängerprojekt das Projektteam um Wellershoff ein Doppelfassadensystem mit optional getrennter natürlicher Belüftung des Innenraums und des Fassadenzwischenraums entwickelt und gebaut hat. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Christan Vietheer, Absolvent des Masters Geodäsie und Geoinformatik der HafenCity Universität Hamburg (HCU), war seit April an Bord des Forschungsschiffs Maria S. Merian. Auf der Fahrt von Montevideo, Uruguay, nach Las Palmas auf Gran Canaria hat er für das Projekt Seabed 2030 Daten erfasst, um Tiefenprofile der Ozeane zu erstellen.

Forschungsschiff Maria S. Merian

Bild: UHH/N. Verch

Seabed 2030 ist ein gemeinschaftliches Projekt der japanischen Nippon Foundation und der internationalen Ozeanografie-Organisation GEBCO (General Bathymetric Chart of the Ocean) mit Forschungspartnern aus der ganzen Welt. Ziel des Projektes ist, bis 2030 eine umfassende und allgemein zugängliche Karte mit den Tiefenprofilen der Ozeane zur Verfügung zu stellen. 

Christian Vietheer: „Aktuell basiert ein Großteil der Daten zur Topografie der Meeresböden auf Satellitendaten. Hydroakustische Messsysteme, wie der Echolot an Bord des Forschungsschiffs kann weitaus genauer messen. An Bord helfe ich bei der Steuerung und Überwachung der Systeme zur Erweiterung der vorhandenen Datenbank. Nicht nur die Oberfläche des Meeresbodens, sondern auch die Gesteinsschichten untersuchen wir auf der Reise. Daten über ihre Bewegungen können beispielsweise Aussagen über das Gefahrenpotenzial von Tsunamis liefern."

Insgesamt vier Forscherteams führen aktuell Messungen an Bord des Forschungsschiffs durch. Vietheer hat gemeinsam mit einer Kommilitonin über das Studienprogramm Geodäsie und Geoinformatik einen Platz auf der Forschungsfahrt der Maria S. Merian über den Atlantischen Ozean erhalten, gefördert wurde die Reise durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

„Ich habe vorher noch nie an einer Expedition auf einem Forschungsschiff teilgenommen und es ist toll, dass die HCU diese großartige Möglichkeit bietet.“

Der 27-jährige Christian Vietheer hat vor seinem Master-Studium mit Schwerpunkt Hydrographie Geografie in Heidelberg studiert. Für den Studienschwerpunkt Hydrographie an der HCU Hamburg hat er sich vor allem entschieden, um sein Interesse für das Reisen und die klassische Ingenieursarbeit miteinander zu verbinden. Auch nach dem Studium möchte der HCU-Absolvent zu hydrographischen Themen arbeiten und bleibt seiner Universität weiterhin verbunden.

Bereits zum 8. Mal verlieh die HafenCity Universität Hamburg (HCU) im Mai das Deutschlandstipendium. Mit einer Förderquote von ca. 2,5 % liegt die HCU Hamburg über dem Bundesdurchschnitt und erzielt unter den Hamburger Hochschulen einen Spitzenwert. Zum Vergleich: Die prozentual höchste Anzahl von Deutschlandstipendienträgern besteht mit 1,6 Prozent aller Studierenden im Saarland.

Auf der feierlichen Vergabefeier überreichten die Förderer und Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg (Vizepräsident für Lehre und Studium) den Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Urkunden.

Über einen Zeitraum von zwei Semestern erhalten besonders leistungsstarke und engagierte Studierende durch das Deutschlandstipendium eine monatliche Förderung von 300 Euro. Die Stipendien werden zu gleichen Teilen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert. Bezogen auf alle Studierenden erhalten etwa ein Prozent der Studierenden in Deutschland diese besondere Unterstützung.

Von den derzeit 2.400 HCU-Studierenden bewarben sich insgesamt 130 Bewerberinnen und Bewerber für das diesjährige Deutschlandstipendium.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: "Das Deutschlandstipendium zeigt, wie ausgezeichnete Leistungen im Studium verbunden mit sozialem Engagement belohnt werden. Die Förderung gibt den Stipendiatinnen und Stipendiaten zusätzlichen Freiraum, eröffnet Chancen und belebt die Vernetzung von Hochschulen, Gesellschaft und Unternehmen. Hervorzuheben ist, dass das Deutschlandstipendium offen für Studierende aller Fachrichtungen ist und an der HCU auch in diesem Sinne vergeben wird."

Neben der finanziellen Unterstützung bietet das Deutschlandstipendium durch ein Begleitprogramm und regelmäßige Stammtische vielfältige Möglichkeiten des Dialogs zwischen Förderern und Geförderten.

Mit ihrer fünften Teilnahme an dem Programm fördern die Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung und die Ingeborg Suhr Stiftung die Vergabe der Stipendien wesentlich. Zum vierten Mal engagieren sich in diesem Jahr WTM Engineers sowie PRISMA Projektingenieure. Wie auch im Vorjahr unterstützt mit Heinke Sanders auch eine Privatperson Studierende. Zum zweiten Mal als Förderer dabei sind in diesem Jahr die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG sowie die IB & T Software GmbH. Zum ersten Mal dabei sind die HafenCity Hamburg GmbH und Schüssler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH.

Kontakt Deutschlandstipendium (HCU Hamburg):

Jost Backhaus, Teamleitung Referat Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
jost.backhaus(at)vw.hcu-hamburg.de 

Am 25.05.2019 können sich Interessierte in Wilhelmsburg über Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven informieren. Routenplanung, Parkplatz-Suche, Kompassdarstellung, Geocaching - ohne Geodaten geht heute fast nichts mehr! Viele digitale Anwendungen, die wir mit Smartphone und Tablets nutzen, greifen auf Geodaten zu, für die die Vermessungswissenschaft Geodäsie die Grundlagen liefert. Obwohl uns die Geodäsie fast täglich begleitet, ist diese Wissenschaft mit all ihren spannenden Berufsfeldern noch relativ unbekannt. Der „Tag der Geodäsie“ soll dieses ändern.

Gebäude des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung (LGV) in Wilhelmsburg

Bild: Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV)

Der „Tag der Geodäsie“ 

Sonnabend, den 25. Mai 2019 | 11:00 - 15:00 Uhr 

Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung, Neuenfelder Str. 19 21109 Hamburg
Info unter: www.geodaesie.hamburg

http://www.geodaesie.hamburgUnter dem Motto „Arbeitsplatz Erde #Traumberuf” können sich interessierte Schulabgänger/innen, Berufseinsteiger/innen sowie Eltern über die Berufsfelder der Geodäsie informieren. Sie erfahren, was sich konkret hinter der Vermessung, der Aufteilung der Erde in Flächen, Punkte, Markierungen verbirgt und welche beruflichen Möglichkeiten sich später bieten.  

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Bei der Suche nach der richtigen Ausbildung oder dem richtigen Studium fühlen sich junge Leute vor allem von Zukunftsthemen angesprochen – und davon gibt es viele, die wir im Rahmen der digitalen Strategie Hamburgs anbieten können. Geodaten spielen eine wichtige Rolle für die digitale Zukunft der Stadt Hamburg. Als zukünftige Experten für die Aktualisierung, die digitale Aufbereitung und die Visualisierung der urbanen Daten werden sie die Fachleute von morgen sein.“

Auszubildende, Studierende und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung geben einen Einblick in die vielfältigen Ausbildungsangebote und Studieninhalte. Über Themeninseln und Vorträge werden die spannenden und praxisnahen Themen der Geodäsie, wie z. B. die unterschiedliche Erfassung von Geodaten mittels hochgenauer Instrumente, Fahrzeuge oder Fluggeräte bis hin zu Satelliten sowie deren Auswertung, die Programmierung von Geoanwendungen, die visuelle Gestaltung digitaler Plattformen und auch die Animation von 2D/3D-Darstellungen veranschaulicht. Und so ganz nebenbei erfahren die interessierten Schulabgängerinnen und -abgänger und ihre Familien, an welchen Themen mit Geodatenbezug in Hamburg zurzeit gearbeitet wird.

Es werden nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten für Ausbildung und Studium vorgestellt, sondern auch persönliche Fragen, wie z. B. „Bringe ich die Voraussetzungen für die gewünschte Ausbildung bzw. das Studium mit?“ oder „Sind die Berufe auch für weibliche Absolventinnen geeignet?“ werden gern beantwortet. Das ganze Programm ist unter www.geodaesie.hamburg zu finden.

Die Veranstalter aus Wirtschaft, Lehre/Forschung sowie der öffentlichen Verwaltung sind auch zugleich die Aussteller: der Fachbereich Geodäsie und Geoinformatik der HafenCity Universität Hamburg (HCU), der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV), die Deutsche Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (DVW), das Vermessungsbüro Hanack und Partner als Vertreter des Bundes der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI), die Hamburg Port Authority (HPA) sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

UNTIL ist die wohlklingende Abkürzung für die neue Initiative der Vereinten Nationen: United Nations Technology Innovation Labs. In der vergangenen Woche besuchte eine hochrangige Delegation von UNTIL die Hansestadt, um die Möglichkeiten der Gründung eines UNTIL Hamburg in Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und ihrem CityScienceLab (CSL) auszuloten.

UNTIL-Delegation zu Gast im CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU)

Bild: HCU Hamburg

Dianne Dain, UN Global Partnership Managerin, erläutert den Hintergrund: „Die UN Technology Innovation Labs sollen innovative Technologien für die Lösung der dringendsten Probleme der Menschheit entwickeln.“

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CSL, hatte Kontakt mit der UNO aufgenommen. Ihr Vorschlag war es, einen Beitrag zum Nachhaltigkeitsziel, nachhaltige Stadt und Gemeinschaften mit dem Fokus Digitalisierung beizutragen. Da weltweit noch kein UNTIL explizit an diesem Thema arbeitet, reagierte die UN sofort positiv darauf. Ziemer: „Das CSL hat eine hohe Expertise in Bezug auf den Einsatz von Daten in Stadtentwicklung und Gesellschaft. Unsere Tools können somit auch global eingesetzt werden.“ 

Im Rahmen eines Workshops konnten die Pläne bereits so weit konkretisiert werden, dass der Präsident der HCU Hamburg, Dr.-Ing. Walter Pelka, eine Unterzeichnung der Verträge noch in diesem Jahr für realistisch hält: „Für die HCU wäre diese Kooperation mit der UN, nach der bereits sehr erfolgreichen Kooperation mit dem MIT in Boston, ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Internationalisierung der Universität und ihre internationale Sichtbarkeit und Reputation.“

Die UN-Delegation war beeindruckt vom hohen Engagement und der Unterstützung, die die Initiative durch den Senat der Stadt erfährt. Omar Mohsine, UNTIL Programm-Manager: „Die umfassende und sichtbare Unterstützung durch die politisch Verantwortlichen der Stadt ist ein wichtiger Pluspunkt für Hamburg als Standort, wobei diese Unterstützung nicht nur formal, sondern auch von ehrlichem inhaltlichen Interesse geprägt ist. Hamburg und seine HafenCity Universität bieten ein ideales Umfeld für ein UNTIL.“

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank sowie weitere Mitglieder der Senatsverwaltung nahmen an den Workshops Teil und unterstützen die HCU Hamburg bei diesem Projekt. Auch der Eimsbütteler Bundestagsabgeordnete und Staatsminister im Auswärtigem Amt Niels Annen wandte sich mit einer Videobotschaft an die Workshopteilnehmenden und warb für den Standort Hamburg.

Bereits zum 17. Mal verlieh die Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung am Donnerstag, den 25. April, ihre Förderpreise an Stadtplanungsstudierende der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Die Förderpreise waren in diesem Jahr mit der Rekordsumme von insgesamt 12.500 Euro dotiert. Irene Vorwerk, Vorstand der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung und Torben Kleinfeldt, Vorsitzender des Stiftungsrates, überreichten die Preise im feierlichen Rahmen in Tostedt an die 34 Preisträgerinnen und Preisträger.

Preisträgerinnen, Preisträger und Gäste der 17. Verleihung der Förderpreise der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung in Tostedt

Bild: Roman Jupitz

Die Stiftung honorierte die acht besten Master-Arbeiten des Jahres 2018 mit je 750 Euro sowie ebenfalls die fünf besten Bachelor-Absolvierenden mit je 500 Euro. Darüber hinaus wurden vier Master-Studienprojekte mit je 1.000 Euro ausgezeichnet.

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg, Vizepräsident für Lehre und Studium, HCU Hamburg: „Wir als HCU Hamburg freuen uns sehr darüber, dass die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung bereits zum 17. Mal unsere Studierenden prämiert und dies in einem so großen Umfang. Die Abschlussarbeiten und Projekte zeigen wie auch in den letzten Jahren eine sehr hohe Qualität auf und beschäftigen sich mit konkreten gesellschaftlichen Problemstellungen. Die Konzepte und Lösungen sind sowohl konkret als auch visionär.“

Torben Kleinfeldt, Vorstand des Stiftungsrates der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung: „Wir freuen uns, dass wir heute hier in Tostedt-Todtglüsingen jungen Menschen des Studienprogramms Stadtplanung der HCU Hamburg wieder Lob und Anerkennung zukommen lassen können. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Bildung und Wissenschaft wollen wir vor allem Anerkennung und Lob für hervorragende Leistungen aussprechen und auch Menschen zusammenbringen. Die Leistungen der Studierenden der Stadtplanung belegen, wie wichtig Zusammenarbeit von Menschen verschiedener Fachkompetenzen ist. Eine Erfahrung, die auch den Erfolg des Stifterehepaars, Irene und Friedrich Vorwerk und der heutigen Unternehmensführung ausmacht."

 

Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung:

Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung wurde 1997 von Irene und Friedrich Vorwerk ins Leben gerufen. Mit der Stiftung wurden alle ihre vielfältigen sozialen Aktivitäten unter einem Dach gebündelt. Ihre Aufgabe ist die Förderung von mildtätigen, kulturellen und wissenschaftlichen Projekten sowie der Jugend- und Altenhilfe.

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Förderpreises der Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung 2018

Master of Science-Förderpreise 2018

Maxie Beetz
„Legitimation für Stadtgestaltung. Wer entscheidet über Hamburgs Architektur?“
Gutachter: Prof. Dr. Michael Koch, Prof. Dr. Martin Wickel
Note der Masterthesis: 1.0

Jella Humburg
„Integration im Quartier – Eine Analyse innovativer Beispiele aus der Praxis. Wie können integrationsfördernde Maßnahmen im Kontext der Unterbringung von Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften aussehen?“
Gutachter: Prof. Dr. Ingrid Breckner, M.Sc. Jenni Strote
Note der Masterthesis: 1.0

Thorsten Werbeck
„Participative and Collaborative Urban Planning in Dar es Salaam, Tanzania“
Gutachter: Prof. Dr. Monika Grubbauer, Prof. Dr. Michael Koch
Note der Masterthesis: 1.0

Pascale Bubert
„GartenStadt“
Gutachter: Prof. Dr. Michael Koch, Dr. Rainer Johann
Note der Masterthesis: 1.3

Janine Gehl
„Strategien und Ansätze einer nachhaltigen Innenentwicklung - Erarbeitung eines Nachverdichtungskonzeptes für ein Teilgebiet der Mittelstadt Buchholz in der Nordheide“
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger, Dipl.-Ing. Stefan Kreutz
Note der Masterthesis: 1.3

Linn Holthey
„Industrie 4.0 und ‘Die Produktive Stadt‘. Eine Untersuchung der Standortpolitik von Unternehmen des produzierenden Gewerbes vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Autonomisierung von Produktionsprozessen“
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger, Dipl. Wi.Geogr. Jonas König
Note der Masterthesis: 1.3

Maximilian Rohland
„Die Unterkunft mit der Perspektive Wohnen am Gleisdreieck in Hamburg Billwerder. Verbesserte Wohnsituation als Sprungbrett für mehr Teilhabe?“
Gutachter: Prof. Dr. Ingrid Breckner, Hazal N. Budak-Kim
Note der Masterthesis: 1.3

Karina Meißner
„Übernachten in der Auslage? Das horizontale Erdgeschosshotel als Umnutzungsperspektive für leerstehende Ladenlokale im Erdgeschoss“
Gutachter: Prof. Dr. Ingrid Breckner, Dipl.-Ing. Stefan Kreutz
Note der Masterthesis: 2.0

M2 Studienprojekt-Förderpreise 2018

Anne Theresa Alpen, Daniel Kauder, Jule Lietzau, Annika Winkelmann
Isabell Bartosch, Annika Busch, Anika Haget, Laura Heitele, Laura Schauppel
„M2 Schlaun Wettbewerb 2017/18: Inneres Gladbachtal – Mönchengladbach“
Projektbetreuung: Prof. Dr. Michael Koch (Gastkritikerinnen Amelie Rost, Renée Tribble)
Note: 1.0

Angelika Hanko, Anna Hübenbecker, Nadia Martins, Thies Schwarz
„Der Hamburger Hauptbahnhof als öffentlicher Ort – eine räumliche und soziale Untersuchung der öffentlichen Räume am Hamburger Hauptbahnhof“
Projektbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger
Note: 1.3

Alexandra Bergins, Kira Kresin, Luis Pototzky, Lennard Werner
„Notwendigkeit einer integrierten Raum- und Verkehrsentwicklung am Beispiel des Siedlungskorridors Neugraben-Stade“
Projektbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Carsten Gertz
Note: 1.3

Elisabeth Budke, Anja Friedrich, Aileen Kardel, Lisbeth Schumann
„§13b BauGB - Bebauungsplan der Außenentwicklung?“
Projektbetreuung: Prof. Dr. Martin Wickel
Note: 1.3

Bachelor of Science-Förderpreise 2018

Björn Bonna
„Im Netz der Stadt: Das innerstädtische Radwegenetz Hamburgs. Eine Qualitätsanalyse der Radverkehrswege in der Hamburger Innenstadt.“
Note der Bachelorthesis: 1.0

Kathrin Kleinfeld
„Im Netz der Stadt: Das innerstädtische Radwegenetz Hamburgs. Eine Qualitätsanalyse der Radverkehrswege in der Hamburger Innenstadt.“
Note der Bachelorthesis: 1.0

Arne Witte
„Verkehrsraumumgestaltung des Rothenburgsorter Stadteingangs als Impuls für die Stadtentwicklung.“
Note der Bachelorthesis: 2.0

Celina Behn
„Musik als Hoffnungsträger einer ausgewogenen Stadtentwicklung?“
Note der Bachelorthesis: 2.0

Florian Keßler
„Verkehrsraumumgestaltung des Rothenburgsorter Stadteingangs als Impuls für die Stadtentwicklung.“
Note der Bachelorthesis: 2.0

Zum Sommersemesterstart berichtet der HCU-Newsletter „Logbuch“ über spannende neue Forschungsprojekte an der HCU Hamburg. Weitere Themen: Mit vielfältigen Programmpunkten ist die HCU Hamburg in den kommenden Wochen auf gleich zwei Jubiläen vertreten! Beim diesjährigen „Hamburger Architektur Sommer“ dreht sich alles um 100 Jahre Bauhaus und mit dem „Sommer des Wissens“ feiert die Universität Hamburg gemeinsam mit den Hamburger Hochschulen und weiteren Forschungseinrichtungen ihr ebenfalls hundertjähriges Bestehen.

Wie immer hat das Referat Kommunikation für Sie eine Übersicht weiterer interessanter Veranstaltungen an der HafenCity Universität zusammengestellt, präsentiert lesenswerte Medienberichte über die HCU Hamburg und berichten über Neuigkeiten aus dem Förderverein waterfront e.V. Im Drei Fragen-Interview erklärt Systemadministrator und Hobby-Fotograf Marcel Kreck, was ihn an Hamburg als Fotomotiv fasziniert.

Was ist los an der HCU Hamburg? Neue Forschungsprojekte, studentische Aktivitäten, Interviews mit HCU-Angehörigen, Pressespiegel und Veranstaltungshinweise - mit unserem Newsletter „Logbuch“ erhalten Sie aktuelle Meldungen der HCU Hamburg bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Der Newsletter erscheint quartalsweise im Januar, April, Juli und Oktober.

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Das europäische Forschungsprojekt „Pleasurescapes. Port Cities’ Forces of Integration” untersucht, welche Rolle Vergnügungsviertel in europäischen Hafenstädten für Urbanisierungsprozesse spielen. Die Forschenden aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die Vergnügungsviertel der Hafenstädte Hamburg, Barcelona, Rotterdam und Göteborg. Prof. Dr. Lisa Kosok (Kulturerbe und Museumswissenschaften) von der HafenCity Universität Hamburg (HCU) leitet das Forschungsvorhaben. Das europäische Forschungsförderungsnetzwerk „Humanities in the European Research Area“ (HERA) finanziert „Pleasurescapes“ mit 900.000 Euro für drei Jahre.

Historische Postkarte des Spielbudenplatzes auf Hamburg St. Pauli aus den frühen 1920er-Jahren

Bild: Wikimedia Commons

Das Projekt erforscht den Stellenwert von Vergnügungsvierteln in europäischen Hafenstädten für den kulturellen Austausch, die Erprobung von urbanen Lebensstilen und die Entwicklung einer spezifischen Vergnügungskultur. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie die Häfen seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zum Austausch und der Verbreitung populärer Kulturen und Praktiken beigetragen haben, die sich zum Beispiel in Moden, Musik oder besonderen Orten sowie Architekturen zeigen.

An „Pleasurescapes“ sind neben dem HCU-Team Forschende der Universitäten Barcelona, Rotterdam und Stockholm beteiligt. Sie stammen aus den Theater- und Kulturwissenschaften, der Kunstgeschichte sowie aus der Architektur. Die Vernetzung von methodischen Zugängen aus der historischen Stadtforschung, der Kulturanthropologie, der Architektur und den Kunstwissenschaften lassen neue Erkenntnisse erwarten. 

Besonderes Augenmerk wird auf die Vermittlung der Forschungsergebnisse auch jenseits des akademischen Raums gelegt: Die Ergebnisse des Projekts werden in Form einer Wanderausstellung mit Stationen in verschiedenen europäischen Museen, unter anderem auch im Museum für Hamburgische Geschichte, präsentiert. Eine Open Access-Datenbank wird allen Interessierten Zugang zu historischem Material und Informationen über die erforschten Vergnügungsviertel ermöglichen. 

HERA ist ein Netzwerk von 24 europäischen Forschungsförderorganisationen aus 23 Ländern, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Geisteswissenschaften im europäischen Forschungsraum sowie insbesondere im EU-Rahmenprogramm zu stärken.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Lisa Kosok, Kulturerbe und Museumswissenschaften
+49 (0)40 42827-4579
lisa.kosok(at)hcu-hamburg.de

Das neue Forschungsprojekt „BlueGreenStreets“ der HafenCity Universität Hamburg (HCU) strebt an, Planungsinstrumente für grüne städtische Infrastrukturen weiterzuentwickeln und ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft mitzugestalten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2022 mit rund 2,5 Millionen Euro geförderte Projekt betreuen Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut und sein Team im Fachgebiet Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung.

Bild: HCU Hamburg

Stadtgrün und Wasserflächen haben nicht nur eine große Bedeutung für die Lebensqualität, sondern auch für das Mikroklima eines Stadtquartiers. In wachsenden Städten besteht die Gefahr, dass durch die Bebauung von Flächen wichtige Grünflächen verloren gehen und die Überflutungsgefahr steigt. Die Aufgabe zukünftiger Stadtentwicklung ist es deshalb, verschiedene Flächennutzungen nicht nebeneinander zu entwickeln, sondern miteinander zu verknüpfen. Stadtgrün und Überflutungsschutz müssen sich in den multifunktional genutzten Straßenraum einfügen.

Um die Straßenräume zu „Multitalenten“ der Stadtquartiere zu machen, untersuchen Dickhaut und sein Team die Integration von Stadtgrün und Wasserflächen unter Beachtung sozioökonomischer, verkehrlicher und stadtökologischer Faktoren. Konkrete Projektziele dabei sind unter anderem die Vitalität des Straßengrüns zu verbessern, die Infrastruktur an Starkregenereignisse anzupassen sowie Straßenabwässer ressourcenschonend zu reinigen. Die Forschenden entwickeln des Weiteren eine Tool-Box, um die Forschungsergebnisse in die Planungsinstrumente der Stadtentwicklung besser zu integrieren und untereinander zu vernetzen. Diese Tool-Box wird an realen Straßenprojekten, unter anderem in Hamburg, angewendet und vor Ort mit Stadtakteuren diskutiert. Anfang Mai startet das Verbundprojekt mit einer Veranstaltung an der HCU Hamburg.

Projektpartner: Freie und Hansestadt Hamburg, Stadt Berlin, Stadt Solingen, Stadt Neuenhagen, Universität Hamburg, Technische Universität Berlin, Hochschule Karlsruhe, bgmr Landschaftsarchitekten (Berlin), Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker (Hoppegarten) und GEONET Umweltconsulting (Hannover).

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut, Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung
+49 (0)40/42827-5095
wolfgang.dickhaut(at)hcu-hamburg.de

An der HafenCity Universität Hamburg (HCU) befassen sich Prof. Dr. Mona Mahall (Architektur und Kunst) und Marie Ulber, Ph.D., mit den Möglichkeiten anpassungsfähiger Strukturen für die Architektur von Morgen. Der Sonderforschungsbereich „Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen“, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, ist an der Universität Stuttgart angesiedelt.

Bild: Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, Universität Stuttgart

Seit Januar 2017 gehen die Kooperationspartner des SFB in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit der Frage nach, wie angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und schrumpfender Ressourcen künftig mehr Wohnraum mit weniger Material geschaffen werden kann. Die Integration von anpassungsfähigen Elementen in tragende Strukturen, Hüllsysteme und Innenausbauten wird hierfür als ein wichtiger Ansatz erachtet. Das interdisziplinäre Forscherteam entwickelt gemeinsam anpassungsfähige Tragstrukturen, Fassaden und Klimasysteme für einen 36,5 Meter hohen Versuchsbau.

Das sogenannte Demonstratorgebäude kann mit adaptiven Bauteilen auf veränderte Umweltbedingungen, wie beispielsweise wechselnde Windlasten, reagieren.

Das HCU-Team nimmt in dem Teilprojekt "Architektonisch-entwerferische Konzepte für adaptive Hüllen und Strukturen" drei Forschungsfragen in den Blick:

Wie verändert sich das bisher starr gedachte Gebäudekonzept, wenn Bauwerke dynamisch auf veränderte Umweltbedingungen oder Bewohnerbedürfnisse reagieren? Inwiefern wachsen die Herausforderungen für die Architektinnen und Architekten, wenn ein Bauwerk mehrere Formzustände aufweisen kann? Wie erleben zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner eine anpassungsfähige gebaute Umgebung, mit der sie interagieren, kommunizieren und verhandeln können? Damit möchten die HCU-Wissenschaftlerinnen die Konzeption einer adaptiven Architektur als resiliente und zukunftsfähige Perspektive in Zeiten des Klimawandels um architekturtheoretische Aspekte erweitern und mit entwickeln.

Die von der DFG finanzierten Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungsverbünde von Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Referat Kommunikation
Tel: +49 (0)40/42827-5033
hcu-kommunikation(at)vw.hcu-hamburg.de 

Für Prof. Dr. Michael Koch endete im Jahr 2018 seine offizielle Dienstzeit an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Auch wenn er „formal“ im wohlverdienten Ruhestand ist, bleibt er der HCU weiterhin für Promotionen sowie nationale und internationale fachliche Kooperationen erhalten. Für sein Wirken in Forschung und Lehre und seine Verdienste um die HCU Hamburg ist ihm die Hochschule sehr dankbar.

Auf die Frage, was er an der HCU nach seinem Abschied am meisten vermisst, antwortet Koch: "Ich vermisse die Möglichkeit auf kurzen Wegen spannende Kooperationen zu verabreden und im kleinen Haus die Vielfältigkeit der Disziplinen schnell spüren zu können, immer wieder Anlass zu Neugier zu haben und die damit verbundene Energie im Haus."

Michael Koch ist Architekt und Stadtplaner. Er promovierte an der ETH Zürich. Seine Forschungsprojekte befassten sich mit städtebaulichen und stadtplanerischen Themen, wie "Zusammenhang von Verkehrsinfrastrukturen und Siedlungsentwicklung" sowie zu "aktuellen Problemen urbanisierter Territorien außerhalb der Kernstädte" und zum "nachhaltigen Umbau vorhandener Stadtstrukturen".

In seinen HCU-Jahren hat er sich sowohl in Forschung und Lehre als auch in der Selbstverwaltung in unterschiedlichen Rollen engagiert: "Die HCU hat trotz ihrer Startschwierigkeiten mit vielen Projekten auf sich aufmerksam gemacht. Ein Lehr- und Forschungsprojekt der Anfangszeit steht für mich sehr für die mit der HCU verbundenen Aufbruchsstimmung und die Suche nach neuen Wegen der Ausbildung und Forschung: Die "Universität der Nachbarschaften"."

Michael Koch hatte zahlreiche Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen in der Schweiz, war von 1999 bis 2000 Gastprofessor an der Technischen Universität Berlin und von 1999 bis 2004 Professor für Städtebau an der Bergischen Universität Wuppertal. Von 2004 bis 2018 war Koch Professor für Städtebau und Quartierplanung im Studienprogramm Stadtplanung an der HCU Hamburg. Zudem war er seit 2012 mehrere Jahre Dekan der Stadtplanung. Unter seinem maßgeblichen Mitwirken entstand auch der Aufbau des Studienprogramms Urban Design.

Mit dem Ausscheiden an der HCU widmet sich Michael Koch nun vermehrt der Arbeit in seinem Büro "yellow z" in Berlin und Zürich und ist darüber hinaus als Berater und Gutachter tätig. Seine freie Berufstätigkeit erstreckt sich von Wohnungsbauprojekten über Straßenumbauten sowie Stadtteilplanungen bis hin zu stadtregionalen Leitbildern.

"Ich wünsche der HCU für die Zukunft, dass sie ihr thematisches Gründungsversprechen immer besser wird einlösen können und weitere Impulse in "Baukunst und Metropolenentwicklung" setzen kann. Ich bin nach wie vor von dem Potenzial dieser thematisch fokussierten Universität überzeugt."

Seit Februar ist Karsten Schlesier als Professor für Tragwerksentwurf (Architektur) an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich alternativer Konstruktionsmaterialien basierend auf Abfall- oder Anbauprodukten. Bevor er an die HCU kam, hat Schlesier unter anderem am renommierten Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gelehrt.

„Ein Tragwerk muss seinem Einsatz angemessen sein und funktionieren“, sagt Prof. Karsten Schlesier. Allerdings dürfe bei der Wahl des Baumaterials nicht der respektvolle Umgang mit den Ressourcen aus dem Blick geraten. Die Studierenden dürfen sich in seinen Vorlesungen und Seminaren auf eine angewandte Vermittlung von theoretischem Grundlagenwissen freuen, verspricht Schlesier. „Ich möchte die Studierenden dazu inspirieren kreativ und selbstbewusst Tragwerk und Architektur in ihren Entwürfen in Einklang zu bringen.“

Der Bauingenieur blickt mit Vorfreude auf sein Wirken an der HCU Hamburg: Er wolle als Repräsentant des Fachgebiets Tragwerksentwurf die bereits bestehende interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Vernetzung zu anderen Hochschulen, auch international, weiter stärken. Auch schätzt er den experimentellen Ansatz im Entwerfen und Konstruieren, der im Curriculum der HCU Hamburg fest verankert ist.

„An der HCU ist sehr reizvoll, dass eng verzahnte Disziplinen unter einem Dach vereint sind und es bereits eine bestehende und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Architekten und Ingenieuren gibt. Die Wege sind kurz, Einblicke und Austausch im Vergleich zu anderen, größeren Universitäten wesentlich direkter möglich.“ Und mit der HafenCity und der angrenzenden Speicherstadt habe man ein „Freilichtmuseum der Tragwerke“ direkt vor den Türen der Universität, das sei einzigartig.

Prof. Karsten Schlesier ist Teil der Forschungsgruppe um die Professur Nachhaltiges Bauen des KIT Karlsruhe und beschäftigt sich mit der Entwicklung von alternativen Verbundwerkstoffen auf der Basis von Pilzmyzel. Er war Gastprofessor an der Addis Ababa University in Äthiopien (2008-2011), Associate Professor an der German University of Technology in Oman (2014-2017) und war als Consultant zwischen 2012 und 2015 am Future Cities Laboratory der ETH Zürich in Singapur tätig. Als Tragwerksplaner arbeitete er für verschiedene Ingenieurbüros im Bereich leichter Flächentragwerke, Glas- und Fassadenkonstruktionen und betreibt gemeinsam mit den Architekten Dirk E. Hebel und Felix Heisel die Architekten- und Ingenieurpartnerschaft 2hs.

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Die Architektur-Studierenden Raul Stubbe und Hannes Voß der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) haben zusammen mit Studierenden der TU Berlin den Schinkelpreis gewonnen. Ihr Entwurf „Urban Shortcut“ gewann in der Fachsparte „Konstruktiver Ingenieurbau“. Aufgabe war die Entwicklung eines neuen Wissensquartiers am Halleschen Tor (Berlin) unter dem Motto „brigde2future“. Die HCU-Studierenden überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf für eine Rad- und Fußgängerbrücke. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Die Preisverleihung fand am 13. März in der Staatsbibliothek zu Berlin statt.

Bild: Hannes Voß (1 v. l.) & Raul Stubbe (1 v. r.), Copyright: Sebastian Semmer & AIV Berlin

Der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. lobt seit 1855 jährlich den AIV-Schinkel-Preis an junge Planerinnen und Planer aus. Aufgabe des Wettbewerbs in diesem Jahr war der Entwurf von zukunftsweisenden Beiträgen für die Entwicklung des urbanen Stadtquartiers zwischen dem Berliner Mehringplatz und der Zentralen Landesbibliothek Berlin.

Der gemeinsame Entwurf von Raul Stubbe, Hannes Voß und ihren Projektpartnern von der TU Berlin sieht eine Rad- und Fußgängerbrücke vor, die eine Anbindung an die Zentrale Landesbibliothek südlich des Landwehrkanals und zugleich eine Überquerung des Waterloo-Ufer und der Zossener Straße ermöglicht. Betreut wurden die HCU-Studierenden von Prof. Florian Fink (Entwurf und Baukonstruktion) und HCU-Emeritus Prof. Dr.-Ing. Michael Staffa (Tragwerksentwurf). Der Entwurf der Studierenden fließt als Teilleistung in ihre Master-Thesis ein.

Aufgrund des aktuellen und attraktiven Themas wurden mehr Arbeiten als in den Jahren zuvor eingereicht: 357 Teilnehmende aus ganz Europa beschäftigten sich mit den Entwurfsaufgaben. Prämiert wurden 12 Arbeiten von 28 Teilnehmenden in den Fachsparten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Konstruktiver Ingenieurbau sowie Freie Kunst. Preisgelder in Höhe von insgesamt 26.700 Euro wurden vergeben.

Unter anderem nahmen Studierende folgender deutscher Hochschulen am Wettbewerb teil: Bergische Universität Wuppertal, Universität der Künste und TU Berlin, TU Dresden, HTWK Leipzig, BTU Cottbus, Leibniz Universität Hannover und TU München. Alle prämierten Beiträge sind noch bis zum 30. März in der Quergalerie der Universität der Künste Berlin (Hardenbergstraße 33, Berlin) zu sehen.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

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Am 28. Februar 2019 fand in Hamburg die Preisverleihung des Wettbewerbs SCHULBAU statt. In seiner sechsten Edition ist der Wettbewerb zum zweiten Mal interdisziplinär angelegt: Gemischte Teams aus Architektur-Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) sowie Pädagogik-Studierende der Universität Hamburg (UHH) entwarfen gemeinsam ein zur Realisierung anstehendes Schulbau-Vorhaben der Stadt Hamburg: „Schulcampus Neugraben“ (Grundschule und Stadtteilschule). Die HCU-Studierenden wurden durch Prof. Florian Fink, Professor für Entwurf und Baukonstruktion an der HCU Hamburg, fachlich begleitet.

Bild: Cubus Medien Verlag / Dirk Ewald

Ein Kernelement des Wettbewerbes ist die zu planende Schule. Gemeinsam mit den beiden Behörden SBH | Schulbau Hamburg (SBH) und der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) Hamburg, die auch Kooperationspartner des Wettbewerbes sind, wird jeweils im Vorfeld des Wettbewerbes ein reales, zur Umsetzung anstehendes Schulbauprojekt Hamburgs ausgewählt. Die Studierenden planen somit auf der gleichen informellen Grundlage, die später auch dem realen Entwurfs- und Planungsprozess zugrunde liegt.

Die Fachjury kürte einen zweiten Preis und zwei dritte Preise sowie ein besonderes Konzept mit einer Anerkennung. Der zweite Preis ging an das Konzept "Gewachsene Dorfstruktur" (Preisgeld 1.000 Euro) von Anneke Jobs (HCU), Julia Krause (HCU) und Sarah Kruse (UHH). Einer der beiden dritten Preise (je 600 Euro Preisgeld) ging an das Konzept "Boulevard der Bildung" von Johannes Hecker (HCU), Sandra Luu (HCU) und Andreas Schipper (UHH). Ebenfalls den dritten Preis erhielt das Konzept "Leben und Lernen in einer Informationsgesellschaft" von Henry Sanewski (HCU), Aizhan Toktomamatova (HCU) und Lucas Jacobsen (UHH). Die Einreichung zum Thema "Demokratiekompetenz fördern und erfahrbar machen", ein Rekurs auf die Anfänge unserer Staats- und Lebensform, von Jana-Fee Immig (HCU), Marc Sommer (HCU) und Lars Heineck (UHH), würdigte die Jury mit einer Anerkennung für ein besonderes Konzept (400 Euro Preisgeld).

Die Cubus Medien Verlag GmbH Hamburg hat diesen Wettbewerb initiiert und führt ihn seit der erstmaligen Ausrichtung 2014 gemeinsam mit der HCU Hamburg und der Universität Hamburg im Wintersemester 2018/2019 zum sechsten Mal durch.

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Für ihre Arbeit in den interdisziplinären Projekten „BeInterBaltic“ und „Inno-BSR“ (BMBF-Projektförderung) erhielt Emiliya Popova, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), am 22. Februar in Riga den „Baltic Sea Science Award“ des Ostseerats. Ihre Leistungen für die Forschungszusammenarbeit im Ostseeraum werden damit ausgezeichnet. Beide Projekte sind an der anspruchsvollen Schnittstelle zwischen den Disziplinen der gebauten Umwelt angesiedelt und eingebunden in ein Netzwerk von Universitäten aus den Ostseestaaten. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des „Baltic Sea Science Day“ an der Universität Lettland in Riga.

Bild: Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG)

Emiliya Popova hat in der Stadtplanung an der Universität für Architektur, Bauwesen und Geodäsie, Sofia (Bulgarien) ihren Bachelorabschluss erworben. Mit Unterstützung eines DAAD-Stipendiums hat sie das Master-Programm Urban Design an der HCU Hamburg erfolgreich absolviert. Als Projektcontrollerin war sie mehrere Jahre bei "PSP Architekten Ingenieure" tätig, davon 15 Monate im Rahmen des Neubaus eines Automobilwerks in Mexiko. Seit April 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin an der HCU Hamburg an der Professur für Entwurf und Analyse von Tragwerken bei Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle. Zudem war sie mitverantwortlich für die Umsetzung der "Baltic International Summer School" (B.I.S.S.) an der HCU Hamburg 2017 und 2018.

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Im neuen Innovation-Action-Projekt "MICADO – Migrant Integration Cockpits and Dashboards", das am 1. Januar 2019 gestartet ist und knapp 4 Jahre läuft, agieren die städtischen Projektpartner Freie und Hansestadt Hamburg, einschließlich des Urban Data Hub, das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die HCU gemeinsam. Die innovativen Datendienste und Kommunikationsformen von MICADO zielen auf einen gleichberechtigen Austausch zwischen Migrantinnen und Migranten, den jeweiligen Verwaltungen sowie Nichtregierungsorganisationen und sollen so den Ankommens- und Teilhabeprozess in urbanen Gemeinschaften verbessern. MICADO wird in Antwerpen, Bologna, Hamburg und Madrid pilotiert und startet mit einem Kickoff-Meeting in Brüssel in die erste Projektphase. Das CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist hierbei Leadpartner.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig, Professor für Digital City Science am CityScienceLab der HCU Hamburg: „MICADO setzt konzeptionell das Projekt Finding Places fort, bei dem es 2016 um die räumliche Integration von Geflüchteten in Hamburger Stadtteilen ging. MICADO erweitert den Fokus zum einen inhaltlich, indem auch Sprache, Bildung und Arbeit als Erfolgsfaktoren für die Integration in urbane Gemeinschaften betrachtet werden, zum anderen geographisch und kulturell, da im EU-weiten Projektkonsortium nun auch andere Städte und Länder eingebunden werden, die mit neuen digitalen Werkzeugen die Herausforderungen der Migration meistern wollen.“

M.A. Claudia Günther, Senatskanzlei: „Unser Ziel ist es, vielfältige öffentliche Dienste und Integrationsangebote der Stadt miteinander zu verknüpfen. Auch zivilgesellschaftlichen Akteuren wollen wir die Möglichkeit geben, sich in MICADO mit zu vernetzen. Migrantinnen und Migranten erhalten dadurch einen besseren Überblick über und niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützungsangeboten für eine bestmögliche Integration. Damit uns das gelingt, haben wir mit dem Urban Data Hub einen tatkräftigen Partner an unserer Seite, der die Potenziale städtischer Daten sichtbar machen wird.“

Dr. Christina Boll, Forschungsdirektorin und Projektleiterin MICADO am HWWI: „An einer schnellen und möglichst umfänglichen Integration der Migrantinnen und Migranten haben nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Aufnahmegesellschaft ein großes Interesse. Denn nur eine diverse Gesellschaft, in der alle Talente ihren Platz finden, kann auf Dauer ökonomisch erfolgreich sein. MICADO ist ein vielversprechender Ansatz für Forschung und Anwender gleichermaßen.“

Migration ist heute Teil der urbanen Realität und stellt Städte und Kommunen vor die Herausforderung, den Ankommensprozess auf eine Weise zu gestalten, die positive Effekte von Migration herausstellt und unterstützt. Durch den Einsatz neuer Technologien im Datenmanagement und leicht zugänglicher audiovisueller Oberflächen soll MICADO eine technische Lösung bieten, um Ankommens- und Teilhabeprozesse effizienter zu gestalten. Diese Systeme sollen die Kommunikation mit und zwischen Kommunalverwaltungen erleichtern sowie den Zugang zu relevanten Informationen und Diensten vereinfachen. Hierfür werden sowohl bestehende als auch neu erhobene Daten und Informationen miteinander verbunden.

MICADO ist im EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 angesiedelt und wird vom CityScienceLab der HCU Hamburg koordiniert. Das Konsortium besteht aus 15 Partnern aus fünf EU-Ländern, darunter Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen.

Förderhinweis:
Das Projekt MICADO wird aus dem EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 822717 gefördert.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr.-Ing. Jörg-Rainer Noennig, Professor für Digital City Science am CityScienceLab
Tel.: +49 (0)40/4287-4034
joerg.noennig(at)hcu-hamburg.de

Referat Kommunikation
Tel.: +49 (0)40/42827-5033
hcu-kommunikation(at)vw.hcu-hamburg.de

Kontakt zur Freien und Hansestadt Hamburg:

A. Claudia Günther, Projektmanagerin Senatskanzlei
Tel.: +49 (0)40/ 42 831 2172
claudia.guenther(at)sk.hamburg.de

Dr. Nicole Schubbe, Urban Data Hub
Tel.: +49 (0)40/42 826 5755
nicole.schubbe(at)gv.hamburg.de

Kontakt Hamburgisches WeltWirtschaftsinstitut (HWWI):

Dr. Christina Boll, Forschungsdirektorin
Gastprofessorin für Volkswirtschaftslehre | Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)
Tel.: +49 (0)40 34 05 76 – 668
boll(at)hwwi.org

Elzbieta Hagemann, Public Relations
Tel.:   +49 (0)40 34 05 76 – 10
hagemann(at)hwwi.org

Im Oktober 2018 hat die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) in einer Ausschreibung rund 1,5 Millionen Euro für studentische Projekte und strategische Internationalisierungsprojekte den sechs staatlichen Hamburger Hochschulen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zur Verfügung gestellt. Bis Ende November konnten interessierte Studierende Anträge für Projekte aus den Themenbereichen „Qualität der Lehre“, „Forschende Lehre“, „Heterogenität“, „Nachhaltigkeit“ und „Kooperationen“ einreichen. Unter den Einreichungen haben insgesamt fünf Projekte von Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) den Fördermittelzuschlag, finanziert aus den LOM-Rückflüssen 2017 (leistungsorientierte Mittelvergabe), erhalten. Die ausgewählten Projekte werden über einen Zeitraum von höchstens zwei Jahren mit maximal 25.000 Euro gefördert.

Die fünf studentischen Projekte, die Fördermittel der BWFG erhalten, umfassen verschiedene Themenbereiche von redaktioneller Arbeit, interkulturellem Austausch auf regionaler Ebene bis hin zu nationaler und internationaler Vernetzung:

- „Planer*innen-Treffen Hamburg 2020“ (PIT): Ein Vernetzungstreffen für Studierende aus Stadtplanungsstudiengängen aus dem deutschsprachigen Raum für das Jahr 2020 in Hamburg wird geplant. Hier stehen der fachliche Austausch mit Studierenden anderer Fachschaften, der hochschulübergreifenden studentischen Anliegen, im Vordergrund sowie u.a. Workshops und Präsentationen anhand ausgewählter, für den Austragungsort aktueller und typischer, Fachthemen.

- „Teilnahme von HCU-Studierenden an der 17. Betonkanuregatta 2019“: Der Schwerpunkt dieses Projektes ist die Förderung der interdisziplinären Kooperation verschiedener Fachrichtungen und Institutionen an denen Betontechnik gelehrt wird. Ziel ist es, durch praktische Umsetzung der erlernten Fähigkeiten aus der Betonlehre, ein Kanu aus Beton herzustellen, mit dem zwei Studierende an der Regatta teilnehmen können.

- „Ein Magazin für die HCU Hamburg“: Ziel ist es eine Redaktion zu bilden, die im Semester-Rhythmus Inhalte aus Forschung und Lehre sammelt, kuratiert und in einer gemeinsamen Print-Publikation veröffentlicht.

- „DESIGN STUDIO 1 AUF DER CHICAGO BIENNALE 2019 // urban waters: CHICAGO- HAMBURG”: Das Design Studio 1 ist als erstes interdisziplinäres Projekt im Rahmen des Kollaborationsprojektes “urban waters: CHICAGO-HAMBURG” zwischen den HCU-Fachgebieten Architektur und Stadtplanung sowie dem Illinois Institute of Technology (IIT) Chicago im Sommersemester entstanden. Die transatlantische Zusammenarbeit erforscht und vergleicht auf diversen Ebenen die beiden Partnerstädte. Die Fördermittel ermöglichen den HCU-Studierenden, ihre umfangreichen Arbeiten auch auf der Chicago Architektur Biennale 2019 zu präsentieren und auszustellen sowie die Dokumentation ihrer Projekte in einem Ausstellungskatalog.

- „Zusammen am Wasser“: Angrenzend an den Wasserpark Dove-Elbe soll in Kooperation mit den dort ansässigen „Jugendgruppen - Segelzentrum Dove-Elbe e.V.“ eine Nutzungserweiterung stattfinden. Ziel ist die Entwicklung einer interkulturellen Begegnungsstätte für junge Menschen. Die Errichtung eines Schwimmstegs, der Bau einer schwimmenden Plattform oder das Aufbereiten alter Traditionsboote sind ebenso Bestandteil der Planung wie die aktive Zusammenführung von Menschen mit verschiedenen Hintergründen.

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Anfang November ist das Forschungsprojekt „iResilience“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, gestartet. Ziel des Projekts ist die modellhafte Entwicklung und Erprobung neuer Praktiken und Technologien zur kontinuierlichen Verbesserung der urbanen, klimaangepassten Resilienz (Widerstandskraft). Langfristig soll das die Verknüpfung von Überflutungsvorsorge und Hitzeprävention mit lebenswerter Stadt- und Freiraumgestaltung ermöglichen. Dabei ist die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) mit dem Fachgebiet „Architektur und Landschaft“ an dem Forschungsvorhaben beteiligt. Kooperationspartner sind die TU Dortmund (Forschungsinstitute sfs und ie³), das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU), die RWTH Aachen und die Städte Dortmund und Köln. Das Forschungsvorhaben läuft bis Ende Oktober 2021.

Bild: Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur, Universität Stuttgart

„iResilience“ versteht die Stadtquartiere Dortmund-Jungferntal, Dortmund Innenstadt-Nord sowie Köln-Deutz als Reallabore. In den Stadtteilen dienen Realexperimente von Verwaltungen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten in einem definierten Zeitraum dazu, Probleme gemeinsam zu bearbeiten. Zielsetzung in den beiden Städten ist eine Verbindung von Überflutungsvorsorge und Hitzeprävention mit einer lebenswerten Stadt- und Freiraumgestaltung.

Prof. Antje Stokman, Architektur und Landschaft (HCU Hamburg): „Durch gemeinsam entwickelte Visionen und experimentelle 1zu1-Realisierungen urbaner Freiräume vom Handeln zum Wissen zu kommen – daran werden wir gemeinsam mit verschiedenen regionalen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Rhein-Ruhr-Region in diesem Projekt arbeiten. So wird die Handlungsebene des Quartiers zum Möglichkeits- und Experimentierraum für neue Formen des gegenseitigen Lernens und der Gestaltung nachhaltiger urbaner Transformationsprozesse.“

Die HCU Hamburg ist mit dem Fachgebiet „Architektur und Landschaft“ unter der Leitung von Prof. Antje Stokman im Rahmen des Teilprojekts „Stadt- und landschaftsplanerische Strategien grün-blauer und intelligenter Stadtinfrastrukturen“ beteiligt. Die HCU-Forschenden sind verantwortlich für die Entwicklung quartiersbezogener Zukunftsbilder, die Umsetzung urbaner Grünsysteme, die Konzeption und Betreuung temporärer Aktionen sowie die Entwicklung und Implementierung der Showcases im Bereich „Urbanes Grün“ in den Pilotgebieten.

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Prof. Antje Stokman, Architektur und Landschaft
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Mit der neuen Ausgabe des Logbuchs, dem Newsletter der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), geben wir zum Start ins neue Jahr einen Überblick über aktuelle Themen, Projekte und Veranstaltungen rund um Forschung, Lehre und Hochschulleben an der HCU Hamburg. In der druckfrischen neuen Ausgabe berichten wir über die Erfolge unserer Studierenden in zahlreichen Wettbewerben und stellen das neue Forschungsprojekt BEMUDA vor. In weiteren Beiträgen geht es um die Forschungsreise einer Geodäsie-Studentin in den Arktischen Ozean, die Zertifizierung der BIM-Basiskurse an der HCU Hamburg und die Eröffnung des Helmut-Schmidt Studierendenhaus in der HafenCity. Für das Drei-Fragen-Interview haben wir dem Datenredakteur und HCU-Alumnus Patrick Stotz gesprochen. Außerdem geben wir einen Überblick über Themen des Fördervereins waterfront e.V. und Medienbeiträge über die HafenCity Universität.

Was ist los an der HCU Hamburg? Neue Forschungsprojekte, studentische Aktivitäten, Interviews mit HCU-Angehörigen, Pressespiegel und Veranstaltungshinweise - mit unserem Newsletter „Logbuch“ erhalten Sie aktuelle Meldungen der HCU Hamburg bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Der Newsletter erscheint quartalsweise im Januar, April, Juli und Oktober.

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Sophie Andree, Bachelor-Studentin im Studienprogramm Geodäsie und Geoinformatik an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), hat den Spätsommer in eisiger Kälte verbracht und sich damit einen Traum erfüllt. Die angehende Geodätin wollte schon lange Meeresforschung in der Anwendung erleben. Für ihre Bachelor-Arbeit hat die Geodäsie-Studentin über einen Monat an einer Expedition des Forschungsschiffs „Polarstern“ vom Alfred-Wegner-Institut (AWI, Bremerhaven) in den Arktischen Ozean teilgenommen. An Bord der „Polarstern“ war sie zuständig für die Tiefenmessung entlang der Route des Forschungsschiffs.

Ihre Bachelorarbeit über den Vergleich von direkt gemessenen Tiefen mit den von Satelliten bestimmten Daten wird von Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker (Geodäsie und Ausgleichungsrechnung) und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Laura Jensen (M.Sc.) an der HCU Hamburg betreut. Letztere hat der Studentin den Kontakt zum AWI vermittelt und ihr so zur Teilnahme an der Forschungsexpedition mit der „Polarstern“ verholfen. Sophie Andree: „Ich begeistere mich seit Jahren für die Meeresforschung, schon bevor ich überhaupt an der HCU Hamburg mein Geomatikstudium begonnen habe. Vor ungefähr eineinhalb Jahren habe ich zufällig von anderen HCU-Studierenden gehört, die auf Forschungsexpeditionen mitgefahren sind. Das wollte ich dann gerne auch ausprobieren.“ Bevor es Anfang September losging in den Arktischen Ozean hat Sophie auf einer Vorbereitungsfahrt von Gran Canaria nach Bremerhaven eine Einführung in die Abläufe an Bord erhalten.

Ihre Teilnahme an einer Expedition des AWI ist keineswegs eine Ausnahme. Mehrere HCU-Studierende aus dem Bachelor- und Masterprogramm „Geodäsie und Geoinformatik“ haben in den vergangenen Semestern die Möglichkeit genutzt, für ihre Abschlussarbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des AWI zu begleiten und neben wertvollen Erfahrungen auch Daten für ihre Auswertungen zu gewinnen. Annette Eicker: „Für uns ist es super zu sehen, wie die Studierenden ihre an Bord gewonnene Praxiserfahrung direkt in Form wissenschaftlicher Ergebnisse in die eigenen Abschlussarbeiten einfließen lassen“. „Auch für die Motivation ist das eine tolle Sache, denn man merkt den Studierenden die Begeisterung für Auswertung der selbstständig gemessenen Daten sofort an“, ergänzt Laura Jensen.

Doch was hat sie genau während der sechs Wochen auf hoher See gemacht? „Ziel der Reise war die Rekonstruktion der tektonischen und klimatischen Entwicklung des Arktischen Ozeans. Zwei weitere Studierende und ich waren ausschließlich für das Fächerecholot zuständig. Das bedeutet, dass wir Tiefen entlang der Route gemessen haben. Diese Messungen hatten nicht direkt etwas mit dem Ziel der Forschungsreise zu tun, aber sie bieten die Grundlage für die Planung von Stationen und die Probenentnahme vor Ort“, erzählt Sophie sichtlich begeistert.

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Das CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist Leadpartner im neuen Innovation Action Projekt "MICADO – Migrant Integration Cockpits and Dashboards", das am 1. Januar 2019 gestartet ist und über knapp 4 Jahre läuft. Die innovativen Daten-Dienste und neuen Interaktions- und Kommunikationsformen von MICADO zielen auf einen gleichberechtigen Austausch zwischen Migrantinnen und Migranten, Verwaltungen europäischer Städte und relevanten Initiativen und Nichtregierungsorganisationen und sollen so den Ankommens- und Teilhabeprozess in urbanen Gemeinschaften verbessern. MICADO wird in Antwerpen, Bologna, Hamburg und Madrid pilotiert.

Die nutzerorientierten Daten-Dienste, die sowohl lokale und regionale als auch nationale migrationsbezogene Informationen integrieren, fokussieren die vier Bereiche Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit und die drei Zielgruppen Migranteninnen und Migranten, Kommunalverwaltungen und die jeweilige kommunale Zivilgesellschaft. Die avisierten Dienste werden in Zusammenarbeit mit den Zielgruppen in ko-kreativen Verfahren entwickelt und getestet. MICADO ist im EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 angesiedelt und wird vom CityScienceLab der HCU Hamburg koordiniert. Das Konsortium besteht aus 15 Partnern aus fünf EU-Ländern, darunter Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen. Neben der HCU Hamburg sind auch die Freie und Hansestadt Hamburg und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) an MICADO beteiligt. MICADO startet Ende Januar mit einem Kickoff-Meeting in Brüssel in die Projektphase.

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Der Energieforschungsverbund Hamburg (EFH) wird für den Förderzeitraum bis 2022 weiter finanziert. Gegründet wurde der EFH 2013 mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und unter Beteiligung der fünf großen Hamburger Hochschulen – HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg, Helmut-Schmidt Universität /Universität der Bundeswehr Hamburg und der HAW Hamburg – zur Vernetzung und Koordination der Energieforschung in Hamburg. Der thematische Schwerpunkt des EFH liegt in den Bereichen „Erneuerbare Energien und Systemgestaltung“, „Effiziente Wärmeversorgung und Quartiere“ und „Mobilität und Logistik in Metropolregionen“.

Bild: pexels (CC0-Lizenz)

Die HCU Hamburg ist ein aktives Mitglied des EFH. Erfolgreiche Energieforschungsprojekte in Kooperation mit den Hamburger Hochschulen sind die Forschungsprojekte Instandhaltungsstrategien von Wärmenetzen (BMWi), Geographisches WärmeInformations- und SimulationsSystem GEWISS (BMWi), mySmartLife (EU) und CLEVER Cities (EU). Die Energieforschungsexpertise an der HCU Hamburg fokussiert die Bereiche Energieeffizienz, Wärmeversorgung, nachhaltige Gebäudetechnik einschließlich sozialwissenschaftlicher Aspekte. Seit 2017 nehmen Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (Technisches Infrastrukturmanagement) und Dr.-Ing. Gersena Banushi die Aufgaben im EFH für die HCU Hamburg wahr. Hierzu gehören neben den administrativen Aufgaben die Profilschärfung im Bereich Energieforschung, die Durchführung von Veranstaltungen an der HCU Hamburg sowie die Koordination der Forschungsaktivitäten und der ständige Austausch und Kontakt mit Forschenden im Energiesektor der Metropolregion Hamburg.

Der EFH arbeitet eng mit dem Cluster Erneuerbare Energien (EEHH) zusammen, um gemeinsam Forschungsprojekte zwischen Unternehmen der Metropolregion Hamburg im Bereich Erneuerbare Energien und den Hamburger Hochschulen zu initiieren und umzusetzen. Als Schnittstelle zwischen dem EEHH und dem EFH ist die Forschungskontaktstelle (FKS) angesiedelt, die Forschungsaktivitäten im Bereich der Energieforschung in Hamburg fördert sowie Kooperationen und Projekte zwischen den Hochschulen und der Industrie vermittelt und begleitet. Bis Ende 2017 konnten Forschungsgelder in Höhe von ca. 54 Mio. € im Rahmen von 14 Verbundprojekten für Partner in Hamburg eingeworben werden.

Seit 2017 wird der Energieforschungsverbund ausschließlich von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) und den beteiligten Hochschulen – jeweils zur Hälfte – finanziert. Die Finanzierung der Forschungskontaktstelle (FKS) erfolgt durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI).

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich, Technisches Infrastrukturmanagement
+49 (0)40/42827-5700
ingo.weidlich(at)hcu-hamburg.de

Dr.-Ing. Gersena Banushi
+49 (0)40/42827-5222
gersena.banushi(at)hcu-hamburg.de

Studierende der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) aus dem Fachbereich Architektur haben in den letzten Wochen verschiedene renommierte Studierendenwettbewerbe für sich entschieden. Bei gleich vier studentischen Wettbewerben wurden HCU-Studierendenteams als Sieger ausgezeichnet, bei insgesamt fünf erzielten die Studierenden mehrere Platzierungen „auf dem Treppchen“. An den Wettbewerben haben unter anderem auch Studierende der TU München, TU Berlin, TU Kaiserslautern, HTWK Leipzig und der Universität Kassel teilgenommen. Die Wettbewerbe reichten inhaltlich vom klassischen Architektur- oder Entwurfswettbewerb bis zum innovativ-künstlerischen Social Design Award, der von Spiegel Online ausgelobt wird.

Bild: Finn Martens & Lisa Prochnow

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: "Ich freue mich jedes Jahr wieder über die zahlreichen Preise, die unsere Architektur-Teams in renommierten Wettbewerben erzielen. Die "Jahresend-Rallye" dieses Jahres ist schon bemerkenswert: Studentinnen und Studenten unserer kleinen Universität haben sich in allen Wettbewerben auch gegen Teams namhafter deutscher technischer Universitäten durchsetzen können. Das spricht für sich. Wir haben tolle Studierende, die durch ein Studium mit einem außergewöhnlich hohen Betreuungsgrad entsprechend gefördert und zu besonderen Leistungen geführt werden."

Studentischer Ideenwettbewerb zur "Umgestaltung des Areals an der Urania" (Berlin):

Der Deutsche Werkbund Berlin e.V. lobt jährlich einen studentischen Ideenwettbewerb zur Um- und Neugestaltung der City West in Berlin aus. Im Fokus der diesjährigen Ausschreibung standen die Flächen an der Urania im östlichen Teil der Berliner City West. Alle drei teilnehmenden Teams der HCU wurden von Prof. Gesine Weinmiller (Architektur, HCU Hamburg) betreut.

Erste Preise:

Felix Behnecke, Paul Schneider und Timo Volkmann (alle Architektur, HCU Hamburg)
Andrei Jugarean und Andreas Kuhn (beide Architektur HCU Hamburg)

Künstlerischer Sonderpreis:

Finn Martens und Lisa Prochnow (beide Architektur, HCU Hamburg)

BDA Studienförderpreis 2018

Der Studienförderpreis wird vom Bund Deutscher Architekten (BDA) Schleswig-Holstein in Kooperation mit den Bundesländern Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt und unter allen Studierenden der Architektur-Hochschulen dieser drei Bundesländer ausgelobt. Der Preis wird einer besonders bemerkenswerten Seminar-/Studienarbeit, einem studentischen Wettbewerbsbeitrag oder einer Bachelor-/Masterthesis zuerkannt.

1. Platz: Felix Behnecke und Paul Schneider (Architektur, HCU Hamburg, Betreuer: Prof. Florian Fink): Entwurf "Schule Elbinselquartier": Neuer Schulkomplex aus vier Schulteilen, der als Ort der Begegnung in den Stadtteil hineinwirkt. (Preisgeld: 1500 Euro)

2. Platz: Leonie Kümpers und Matthis Gericke (Architektur, HCU Hamburg, Betreuer: Prof. Christoph Heinemann/Marieke Behne): Entwurf "Kosmos Kreuzberg": Ganzheitliches Konzept für Wohnen und Arbeiten im Stadtteil Kreuzberg in Berlin.

3. Platz: Carolina Hanna Marutt und Tara Malek (Architektur, HCU Hamburg, Betreuerin: Prof. Gesine Weinmiller): Entwurf "Architekturmuseum München".

Nachwuchspreis des Heinze ArchitektenAWARD 2018

Der Nachwuchspreis des diesjährigen Heinze ArchitektenAWARD geht an die Architekturstudenten Jonas Käckenmester, David Lüken und Daniel Pehl (alle HCU Hamburg) für ihre "Vision für den Ernst-Reuter-Platz" in Berlin. Der Heinze ArchitektenAWARD richtet sich an Architektinnen und Architekten und Planerinnen und Planer ebenso wie an den Nachwuchs und wird von der Heinze GmbH ausgelobt. Betreut wurde der Wettbewerbsbeitrag der Preisträger von der HCU-Professorin Gesine Weinmiller.

Xella Studentenwettbewerb 2018

Der dritte Preis beim Xella Studentenwettbewerb 2018 ging an Leon Dünkel und Clemens Becker (Architektur, HCU Hamburg), betreut von Prof. Gesine Weinmiller, für ihren Entwurf für ein Architekturmuseum in der Münchener Maxvorstadt auf dem Grundstück der heutigen Mensa der TU München. Der Xella Studentenwettbewerb ist ein bundesweit ausgelobter Wettbewerb für Studierende aus Architektur und Bauingenieurwesen höherer Fachsemester und wird vom Baustoffhersteller Xella ausgelobt.

Social Design Award

Beim Social Design Award von SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL Wissen, in Kooperation mit der Baumarktkette BAUHAUS, der in diesem Jahr zum fünften Mal ausgeschrieben wurde, wurden Ideen gesucht, die das nachbarschaftliche Zusammenleben verbessern. Der Jurypreis (dotiert mit 2500 Euro) ging an eine Gruppe aus sechs Architekten, Designern und Künstlern, Studierende und Lehrende, von der HCU Hamburg und der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) für ihre Initiative "Mikropol", ein Stadtteilzentrum in Rothenburgsort (Hamburg) im Mikroformat.

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Im Rahmen der Absolventenfeier des Studienprogramms Bauingenieurwesen der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) am 7. Dezember wurden mehrere Studierende für ihre besonders guten Bachelor- und Masterabschlüsse ausgezeichnet. Bei der feierlichen Preisverleihungen erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger des Förderpreises der Stiftung der Bauindustrie, der Prof. Dr. Egon Peter Stiftung und des WTM Architectural Engineering Preises 2018 ihre Auszeichnungen.

Der erste Förderpreis der Stiftung der Bauindustrie für gute Leistungen beim Bachelor-Abschluss ging an Laura Peters (Preisgeld 1000 Euro). Wegen gleicher Leistungen im Bachelor wurde der 2. und 3. Preis auf Paul Biller und Matthias Greggers zu gleichen Teilen aufgeteilt (Preisgeld je 800 Euro).

Der erste Preis der Prof. Dr. Egon Peter Stiftung für einen guten Masterabschluss ging an Maren Zywietz (Preisgeld 1000 Euro). Sebastian Jansen erhielt für seine Master-Leistungen den 2. Preis (Preisgeld 800 Euro). Aufgrund seiner guten Bachelor-Leistungen wurde Julius Hartmann mit dem 3. Preis (Preisgeld 600 Euro) ausgezeichnet. Der Sonderpreis der Prof. Dr. Egon Peter Stiftung in Würdigung besonderer Studienleistungen ging an Ahmad Alali (Bachelor BIW).

Den WTM Architectural Engineering Preis 2018 des Unternehmens WTM Engineers für eine ausgezeichnete Masterthesis mit dem Titel "Numerische Simulation geschraubter Scherlochleibungs-Verbindungen für GFK-Profile mit der Finite-Elemente-Methode" erhielt Lucas Lüning (Preisgeld 2000 Euro).

Die Stiftung der Bauindustrie, die Prof. Dr. Egon Peter Stiftung und das Unternehmen WTM Engineers fördern im Studienprogramm Bauingenieurwesen an der HCU Hamburg den Nachwuchs an Bauingenieurinnen und Bauingenieuren, indem sie jährlich Preise für besonders gute und zügig erbrachte Studienabschlüsse und Leistungen verleihen.

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Bei der Verleihung des diesjährigen BDA Studienförderpreises Schleswig-Holstein gingen die Plätze eins bis drei an Studierendenteams der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg). Felix Behnecke und Paul Schneider (Master Architektur) erzielten mit ihrem von Prof. Florian Fink (Entwurf und Baukonstruktion, Architektur) betreuten Entwurf „Schule Elbinselquartier“ den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis. Der entworfene Schulkomplex besteht aus vier Schulteilen und soll als Ort der Begegnung in den Stadtteil hinein wirken. In diesem Jahr waren unter den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie in der engeren Auswahl Studierende der HCU Hamburg, der Technischen Hochschule Lübeck und der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Bild: BDA

Der zweite Platz ging an Leonie Kümpers und Matthis Gericke (Bachelor Architektur) für ihren Entwurf "Kosmos Kreuzberg" für ein ganzheitliches Wohn- und Arbeitskonzept im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Prof. Christoph Heinemann (Architektur und Stadt, Architektur) und Marieke Behne (M.A. Architektur/Urban Design) betreuten den Entwurf. Das Studierendenduo erhielt je ein Designmöbelstück von Republic of Fritz Hansen als Auszeichnung.

Der dritte Platz wurde zweimal vergeben. Mit ihrem Bachelor-Thesis-Entwurf für ein Architekturmuseum in München belegten Carolina Hanna Marutt und Tara Malek (beide Bachelor Architektur) den dritten Platz. Prof. Gesine Weinmiller (Entwerfen und Gebäudelehre, Architektur) betreute die Arbeit. Die Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen in der VR-Bank Neumünster statt.

Der Studienförderpreis wird vom Bund Deutscher Architekten (BDA) Schleswig-Holstein in Kooperation mit den Bundesländern Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt und unter den Studierenden der Architektur-Hochschulen dieser drei Bundesländer ausgelobt. Der Preis wird einer besonders bemerkenswerten Seminar-/Studienarbeit, einem studentischen Wettbewerbsbeitrag oder einer Bachelor-/Masterthesis zuerkannt. Der in diesem Jahr zum zehnten Mal vergebene Preis wurde von den Architektursoftwarefirmen CADLIFE und Vectorworks, dem dänischen Möbelhersteller Republic of Fritz Hansen sowie der VR Bank Neumünster eG unterstützt.

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Das Forschungsprojekt BEMUDA an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) entwirft ein Rahmenkonzept, das Erfassung, Speicherung und Visualisierung der Unsicherheitsinformationen von raumbezogenen Daten darstellt. Ziel ist die prototypische Umsetzung in ein Open-Source Software-Tool, das auch Nutzerinnen und Nutzern ohne Geoinformatik-Expertise eine einfache Berücksichtigung von Unsicherheitsinformationen ermöglichen soll. Das einjährige Projekt wird im Rahmen der mFUND-Förderlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Das Projekt leitet Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe und Martin Knura bearbeitet das Forschungsvorhaben. BEMUDA steht für „Besser entscheiden mit unsicheren Daten“.

Bild: Pexels (CC0-Lizenz)

Raumbezogene Daten werden zu vielfältigen Entscheidungen herangezogen. Dabei werden die Ergebnisse meist als eindeutige Werte dargestellt, wie z. B. die Anzahl der von einer Überflutung betroffenen und zu evakuierenden Personen. Andererseits ist Expertinnen und Experten sowie Nutzerinnen und Nutzern (mehr oder minder) bewusst, dass die Daten auch Unsicherheiten enthalten: Dies können z. B. Lagefehler von Hochwasserpegeln, oder auch ungenaue Ablesungen sein. Unsicherheiten entstehen aber nicht nur während der Datenerfassung, sondern auch bei der weiteren Prozessierung, der Verknüpfung mehrerer Datensätze oder bei der Darstellung in Karten. Letztlich haben diese Unsicherheiten einen wichtigen Einfluss auf die finale Entscheidungsfindung.

Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe, Professur für Geoinformatik und Geovisualisierung, HCU Hamburg: "So paradox es klingen mag: Die Berücksichtigung von unsicheren Daten erlaubt am Ende sicherere Entscheidungen. Wir freuen uns, dass wir diese Herausforderung exemplarisch mit mFUND-Partnerprojekten angehen können."

Die Förderlinie mFUND - Mobilitätsfonds des BMVI

Das BMVI hat die Förderlinie mFUND initiiert, um eine breite Nutzung und intelligente Vernetzung seiner Daten in innovativen Anwendungen zu ermöglichen. Es handelt sich hierbei vor allem um Geodaten mit thematischer Zuordnung zu den Themenfeldern des BMVI (z. B. Mobilitäts-, Umwelt- und Klimadaten). Ziel des Forschungsprogramms ist es, auf Basis der vom BMVI bereitgestellten Daten innovative Lösungsansätze und Anwendungen zu entwickeln und so die ökonomischen und gesellschaftlichen Potenziale für Anwendungen im Sinne "von Big Data zu Smart Data" zu nutzen.

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt BEMUDA.

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Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe, Geoinformatik und Geovisualisierung
Tel.: +49 (0)40/42827-5442
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Der Nachwuchspreis des diesjährigen Heinze ArchitektenAWARD geht an die Architekturstudenten Jonas Käckenmester, David Lüken und Daniel Pehl der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg). Ihre „Vision für den Ernst-Reuter-Platz“ in Berlin überzeugte die Jury. Der Entwurf integriert die Räumlichkeiten der Zentral- und Landesbibliothek von Berlin in die Gestaltung des Verkehrsknotenpunktes. In der Nachwuchssparte des Heinze Award waren Entwürfe aus allen Bereichen des Wohnungs- und Nichtwohnungsbau gefragt. Betreut wurde der Wettbewerbsbeitrag der Preisträger von der HCU-Professorin Gesine Weinmiller (Entwerfen und Gebäudelehre, Architektur).

Bild: Jonas Käckenmester, David Lüken & Daniel Pehl

In ihrem Entwurf für den Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg verlegen die Studierenden die Zentral- und Landesbibliothek der Hauptstadt an den Verkehrsknotenpunkt. Die Lesesäle und Arbeitsplätze der Bibliothek befinden sich unter dem Kreisverkehr und blicken auf die abgesenkte Grünfläche der Verkehrsinsel. Die Master-Studierenden Jonas Käckenmester, David Lüken und Daniel Pehl haben bereits im Juli 2017 mit diesem Entwurf den ersten Platz im Ideenwettbewerb des Berliner Werkbundes e.V. belegt.

Der Heinze ArchitektenAWARD richtet sich an Architektinnen und Architekten und Planerinnen und Planer ebenso wie an den Nachwuchs und wird von der Heinze GmbH ausgelobt. Beim Nachwuchspreis waren in diesem Jahr Studierende, Studien- und Seminargruppen deutscher Architekturfakultäten und -fachbereiche eingeladen, Entwürfe und Konzepte aus allen Bereichen des Wohnungs- und Nichtwohnbaus einzureichen. Eine Fachjury, deren Vorsitz Prof. Ritz Ritzer (bogevischs buero architekten & stadtplaner gmbh) übernahm, bewertete die Einreichungen und vergab insgesamt drei Nachwuchspreise. Die feierliche Preisverleihung fand am 21. November im Rahmen des Heinze ArchitekTOUR Kongresses im Landschaftspark Duisburg statt.

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Der Basiskurs zu Building Information Modeling (BIM) der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist zertifiziert nach den gemeinsam von buildingSMART und dem Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI) festgelegten Standards. Künftig dürfen Studierende der HCU Hamburg die Prüfung nach dem „Learning Outcome Framework“ von buildingSMART ablegen und erhalten eine Urkunde über Basiskenntnisse in digitalem Bauen, Planen und Betreiben von Gebäuden. Mit der Zertifizierung gewährleistet die HCU Hamburg in ihren BIM-Basiskursen die Einhaltung von Lernzielen und die Vermittlung von Lehrinhalten nach Qualitätskriterien und Maßgaben von buildingSMART und VDI.

Bild: buildingSMART

Das von buildingSMART und VDI an Weiterbildungseinrichtungen vergebene Zertifikat zur Ausbildung in BIM übernimmt die Vorgaben von buildingSMART International. Durch die Listung als Ausbildungsinstitution für BIM ermöglicht die HCU Hamburg ihren Studierenden, eine Qualifikation in Building Information Modeling nach internationalen Standards zu erwerben. Zertifizierte Institutionen verpflichten sich, die Online-Abschlussprüfung von buildingSMART International zu nutzen. In diesem Jahr haben buildingSMART und VDI erstmalig deutschlandweit 14 Weiterbildungseinrichtungen als qualifizierte BIM-Ausbilder zertifiziert. Die gelisteten Institutionen sind berechtigt, ihren Kursteilnehmenden künftig das "buildingSMART/VDI Zertifikat BIM-Qualifikationen - Basiskenntnisse" auszustellen.

Prof. Daniel Mondino, Professur für Digitales Integriertes Prozessmanagement - Planen, Building Information Modeling (BIM), HCU Hamburg: "Für die HCU Hamburg ist die Listung ein wichtiger Meilenstein im Aufbau unserer BIM-Kompetenz. Wir wollen mit den Kursen nicht nur unseren Studierenden das erforderliche Basiswissen im Bereich des Building Information Modeling vermitteln, sondern darüber hinaus auch externen Interessentinnen und Interessenten Kurse anbieten, die sie mit einem Zertifikat abschließen können."

Hintergrund:

Im Juli 2018 wurde das BIMLab@HCU feierlich eröffnet. Das neue Lehr- und Forschungslaboratorium für BIM erarbeitet vielfältige Themen zu digitalen integrierten Prozessen und neue Perspektiven sowie praxisnahe Möglichkeiten des Bauens, Planens und Betreibens von Gebäuden. BIM bezeichnet dabei eine kooperative, modellbasierte Planungsmethodik und nutzt digitale Prozesse und Strategien. Das BIMLab@HCU wird von Bauingenieur-Professorin Dr.-Ing. Annette Bögle, Architektur-Professor Dipl.-Ing. Reinhold Johrendt und dem Architekten Prof. Daniel Mondino (Stiftungsprofessur der EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung) geleitet. Künftig soll das BIMLab@HCU der Metropolregion Hamburg als Laboratorium für die Anwendung von BIM und als Plattform für die Weiterentwicklung der Methode dienen.

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Prof. Daniel Mondino, Digitales Integriertes Prozessmanagement (BIM)
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Eine Gruppe von Architekten, Designern, Planern und Künstlern von der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) und der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) hat für ihre Initiative „Mikropol“ den mit 2.500 Euro dotierten Jury-Preis beim diesjährigen Social Design Award gewonnen. „Mikropol“ ist das neue Stadtteilzentrum in Rothenburgsort. Die Initiative hat Pläne für den Umbau eines ungenutzten Toilettenhäuschens in Rothenburgsort entwickelt, nachdem das bestehende Stadtteilzentrum ersatzlos abgerissen wurde. Finanzielle Unterstützung für die Gestaltung des neuen Stadtteilzentrums erhält „Mikropol“ von der Behörde für Kultur und Medien und vom Kulturausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft.

Bild: Katrin Würtemberger

Die Gruppe "Mikropol": "Vor zwei Jahren wurde die "RothenBurg", das Stadtteilzentrum, ersatzlos abgerissen. Wir fanden, es muss wieder einen Ort geben, wo sich die Initiativen des Stadtteils treffen können. Das Toilettenhäuschen steht auf dem alten Marktplatz von Rothenburgsort. Wir sehen ihn als zentralen Punkt, an dem sich die Nachbarschaft über den Weg läuft."

Zurzeit bestehen mehrere Kooperationen mit der HCU Hamburg. So wird im laufenden Wintersemester 2018/19 unter anderem das Seminar "Project Management in Urban Design" als Koproduktion zwischen "Mikropol" und dem Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design angeboten.

Beteiligte: Steffen Albrecht, Mika Lauri Hasselbring, Julian Hees, Torben Körschkes, Ina Römling, Marius Töpfer, Rebecca Wall, Lisa Marie Zander

Mit dem Social Design Award werden kreative Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens in der Nachbarschaft ausgezeichnet. Er wird von Spiegel Online und Spiegel Wissen ausgelobt und wurde in diesem Jahr in Kooperation mit der Baumarktkette Bauhaus zum fünften Mal vergeben.

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Der Entwurf der HCU-Studierenden Leon Dünkel und Clemens Becker (beide Bachelor Architektur) überzeugte die Jury des diesjährigen Xella Studentenwettbewerb zum Thema „Architektur Museum München. Ein Forum für Architektur im Kunstareal“ und gewann den dritten Preis. Gefragt war ein Entwurf für ein Architekturmuseum in München in der Max-Vorstadt auf dem Gelände der heutigen Mensa der Technischen Universität München, der der Besonderheit des Areals mit zahlreichen Museumsbauten und historischen Gebäuden gerecht wird und zugleich einen der Sammlung angemessenen Raum bietet. Die Wettbewerbsarbeit betreute HCU-Professorin Prof. Gesine Weinmiller.

Der Xella Studentenwettbewerb ist ein bundesweit ausgelobter Wettbewerb für Studierende aus Architektur und Bauingenieurwesen höherer Fachsemester und wird vom Baustoffhersteller Xella ausgelobt. Zum 30-jährigen Jubiläum wurde der Wettbewerb in diesem Jahr in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Städtische Architektur der Technischen Universität München unter der Leitung von Prof. Dietrich Fink und dem Leonhard Obermeyer Center ausgeschrieben. Erstmalig in diesem Jahr wurde zusätzlich auch eine Wettbewerbsaufgabe für Building Information Modelling (BIM) gestellt.

Prof. Gesine Weinmiller, Entwerfen und Gebäudelehre, HCU Hamburg: "Bei einem solchen Wettbewerb kann man nicht damit rechnen eine Platzierung zu erringen, die Konkurrenz war stark, auch innerhalb des Entwurfskurses. Umso mehr freut es mich, dass ein Entwurf von uns in den Preisrängen ist. Die Aufgabe war sehr schwierig, weil man einen Solitär in der zweiten Reihe bauen sollte, was städtebaulich befriedigend kaum lösbar ist. Deshalb ist es schön, hier so viele gute Arbeiten zu sehen."

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Prof. Gesine Weinmiller, Entwerfen und Gebäudelehre
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Am 7. November wurde das Helmut-Schmidt-Studierendenhaus gegenüber der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) feierlich eröffnet und symbolisch der Schlüssel an das Studierendenwerk Hamburg übergeben. Von den insgesamt 128 Plätzen gingen 40 Plätze an HCU-Studierende. Das Studierendenhaus ist die neueste Wohnanlage des Studierendenwerks Hamburg und benannt nach Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Beim Bau des Gebäudekomplexes, in dem sich neben einem Hotel auch Mietwohnungen befinden, wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.

Bild: Studierendenwerk

In dem Studierendenhaus wohnen seit Anfang Oktober 128 Studierende Hamburger Hochschulen, darunter 45 internationale Studierende. Die Einweihungsfeier fand in einem feierlichen Rahmen in Anwesenheit von Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Jürgen Allemeyer (Geschäftsführer Studierendenwerk Hamburg), Prof. Jürgen Bruns-Berentelg (HafenCity GmbH), Falko Droßmann (Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte), Dr. Eva Gümbel (Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung), Matthias Kock (Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und Dr. Susanne Schmidt (stellv. Vorsitzende des Kuratoriums der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung) statt. Die Helmut-Schmidt-Stiftung hat das Studierendenwerk mit Fotos und Texten über Altbundeskanzler Helmut-Schmidt versorgt, aus denen Informationstafeln zur Biographie von Helmut Schmidt entstanden sind.

Das Studierendenhaus bietet Studierenden möblierte 1-Zimmer-Appartments oder Zimmer in Vierer-oder Fünfer-Wohngemeinschaften für eine monatliche All-inclusive-Miete von 399 Euro. Zu den gemeinschaftlich nutzbaren Räumen zählen unter anderem eine Bar, eine Dachterrasse und ein Fitnessraum.

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Anfang Juni diesen Jahres unterzeichneten die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) und das renommierte Illinois Institute of Technology Chicago (IIT) in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher, eine Kollaborationsvereinbarung. Seitdem läuft der inhaltliche Austausch und die wissenschaftliche Zusammenarbeit im langfristig angelegten gemeinsamen Lehr- und Forschungsprojekt „urban waters: CHICAGO - HAMBURG“ intensiv. Lehrende und Studierende beider Universitäten analysieren und entwickeln Projekte, die sich mit der Schnittstelle Stadt und Wasser in beiden Metropolen beschäftigen.

Nachdem im Sommer Studierende aus Chicago zu Besuch in Hamburg waren, reisten Anfang Oktober 20 Studierende der HCU Hamburg nach Chicago, um dort in der Crown Hall des IIT Chicago die Ergebnisse des interdisziplinären "Design Studio 1: Designing the Future of the Chicago River South Branch" (Prof. Klaus Sill, Prof. Paolo Fusi, Dr. Giacomo Calandra di Rocolino, Uwe Brost, Alexandra Schmitz und Studierende der HCU Hamburg), auszustellen, das sich mit dem industriell geprägten Gebiet am südlichen Teil des Chicago River beschäftigt.

Mitte September eröffneten US-Generalkonsul Richard Yoneoka, Susanne Metz (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Leiterin Amt für Landesplanung und Stadtentwicklung) und Dr.-Ing. Walter Pelka (Präsident der HCU Hamburg) die Wanderausstellung im Foyer der HCU Hamburg feierlich. Als Keynote-Speaker konnte Prof. Martin Felsen (IIT Chicago) gewonnen werden. Neben den Ergebnissen des "Design Studio 1" waren auch die Entwürfe zwei weiterer abgeschlossener Teilprojekte "Current challenges and developments of European Water-Cities" (Prof. Martin Kläschen und Studierende des IIT Chicago) und "Bille Land: Wasser als sozialer Raum im Hamburger Osten" (Prof. Antje Stokman, Dagmar Pelger und Studierende der HCU Hamburg) zu sehen. Die Auftaktveranstaltungen auf beiden Seiten des Atlantiks stehen am Anfang einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen des urban waters Projektes, wie dem Architektursommer 2019 in Hamburg oder der Architekturbiennale 2019 in Chicago.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "waterfront dialog" lädt waterfront e.V., der Förderverein der HCU Hamburg, am 29. November zum "Amerikanischen Abend" in die HCU Hamburg ein. Das "urban waters"-Projekt präsentiert sich unter anderem um 18:00 Uhr in der HCU-Cafeteria (EG).

Das Team urban waters: CHICAGO (IIT) - HAMBURG (HCU Hamburg):

Antonia Banduch, Uwe Brost, Cristina de la Cruz, Prof. Maria Debije, Mahmoud Ghazala Einieh, Prof. Martin Felsen, Prof. Paolo Fusi, Prof. Martin Kläschen, Prof. Dr. Jörg Knieling, Prof. Verdank Mimica, Dagmar Pelger, Jette Pfeiffer, Dr. Giacomo Calandra di Rocolino, Amelie Rost, Michelangelo Sabatino, Alexandra Schmitz, Prof. Klaus Sill, Susanne Stellwagen, Prof. Antje Stokman, Frithjof Vogelsang

Der Deutsche Werkbund Berlin e.V. lobt jährlich einen studentischen Ideenwettbewerb zur Um- und Neugestaltung der City West in Berlin aus. Im Fokus der diesjährigen Ausschreibung standen die Flächen an der Urania im östlichen Teil der Berliner City West. Gefragt waren integrative Planungsansätze und die Erarbeitung von Zukunftsvisionen für das Gebiet. Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung hat die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bezirke, der Verwaltung, der AG City und den Fachpreisrichterinnern und -richtern, drei erste Plätze vergeben. Auf der Preisverleihung am 18. Oktober im Foyer der Urania in Berlin wurden zwei Entwürfe von Studierenden-Teams der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Ein weiterer Entwurf von zwei HCU-Studierenden erhielt den künstlerischen Sonderpreis.

Bild: Felix Behnecke, Paul Schneider und Timo Volkmann

Prämiert wurde der Entwurf von Felix Behnecke, Paul Schneider und Timo Volkmann sowie die Arbeit von Andrei Jugarean und Andreas Kuhn. Der Beitrag von Finn Martens und Lisa Prochnow erhielt den Sonderpreis. Alle drei Teams hat Prof. Gesine Weinmiller (Entwerfen und Gebäudelehre, Architektur) betreut. In der Ausschreibung zum studentischen Ideenwettbewerb wurden zukunftsweisende architektonische, freiraumplanerische, verkehrsplanerische und städtebauliche Sichtweisen gefordert. Die Entwürfe sollten vor allem eine stärkere städtebauliche Anbindung des Gebiets an die City West realisieren, den Rückbau der autogerechten Stadt berücksichtigen und im Gegenzug Freiflächen weiter entwickeln, um so das Areal zu einem lebendigen Zentrum zu gestalten. Die Wettbewerbsarbeiten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstanden bei Prof. Gesine Weinmiller (HCU Hamburg), Prof. Jan Kleihues (Fachhochschule Potsdam) und bei Prof. Johannes Modersohn sowie Prof. Ingemar Vollenweider (beide TU Kaiserslautern).

Prof. Gesine Weinmiller, Entwerfen und Gebäudelehre, HCU Hamburg: "An einer derart komplizierten städtebaulichen Stelle ist es wichtig konzeptionell weitgreifend zu arbeiten. Das haben die Studierenden getan und damit Diskussionsgrundlagen geschaffen, die weit über das Tagesgeschäft des Planens und Bauens in der Stadt hinausgehen, indem sie die Frage des "Was wäre wenn...?" nicht nur stellen, sondern deren Konsequenzen klar, strukturell und in atmosphärischen Bildern darstellen."

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Prof. Alicia Gerscovich hat das von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderte Fellowship für Stadtforschung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) erhalten. Zusammen mit dem Team um HCU-Stadtsoziologin Prof. Dr. Ingrid Breckner forscht sie zu aktuellen Fragen der Wohnpolitik und –praktiken in den Städten Buenos Aires und Hamburg. Ihr Forschungsaufenthalt an der HCU Hamburg dauert drei Monate und geht von Oktober bis Ende Dezember 2018.

Prof. Alicia Gerscovich ist Architektin und Expertin für "Habitat Technology and Production". Zudem ist sie Professorin für Architektur an der Universität Buenos Aires. Sie war Generaldirektorin der Wohnungsbaukommission der Stadt Buenos Aires und Beraterin für Fragen des urbanen Lebensraums. Ihre Forschungsthemen sind urbane Lebensräume und deren Transformationen sowie die Erhaltung und Aufwertung von sozialen Wohnsiedlungen.

Ziel des Fellow-Programms ist ein wissenschaftlicher Austausch. Alicia Gerscovich und Ingrid Breckner haben im März 2017 zum Thema "Urban Voids. Europäische und lateinamerikanische Städte im Wandel" einen internationalen Forschungsworkshop in Buenos Aires durchgeführt, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurde. Ziel des Projektes war eine längerfristig angelegte wissenschaftliche Kooperation zum Themenfeld urbaner Transformationen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Die Diskussion und der Wissensaustausch aus verschiedenen Disziplinen zwischen Hamburg und Buenos Aires sind von zentraler Bedeutung, um die angesprochenen Wandlungsprozesse in beiden Städten besser verstehen zu können, alternative Empfehlungen zu formulieren oder Fragen in den Prozessen der (Re-) Urbanisierung aufzuwerfen. Die Unterstützung durch das von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderte Fellow-Programm ermöglicht es den beteiligten Forschenden anhand unterschiedlicher fachlicher Erfahrungen neue Perspektiven für das Themengebiet aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam zu erschließen und zu vertiefen.

Die "Public Lecture" von Prof. Alicia Gerscovich mit dem Titel "Social production of habitat in Buenos Aires. Lessons learnt from an enduring housing deficit" findet am 4. Dezember um 17 Uhr in Raum 2.101. an der HCU Hamburg statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr. Ingrid Breckner, Stadt- und Regionalsoziologie
+49 (0)40/42827-4585/4567
ingrid.breckner(at)hcu-hamburg.de   

Das Forschungsvorhaben, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, präzisiert die Zustandsbewertung von Wärmenetzen für eine bessere Instandhaltungsstrategie für Energieinfrastrukturen. In dem auf drei Jahre ausgerichteten Forschungsprojekt sollen erstmals verschiedene Theorien für die Einschätzung der Nutzungsdauer von Wärmenetzen zusammengeführt werden. Anhand der Ergebnisse sollen wirtschaftliche Risiken bei allen Netzbetreibern minimiert werden. Ziel ist es die kostenintensive Infrastruktur „Wärmenetze“ langfristig zu sichern und Instandhaltungsmaßnahmen effizienter planen zu können. An der HCU Hamburg bearbeitet Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich im Bereich „Technisches Infrastrukturmanagement“ (Bauingenieurwesen) das Projekt in Kooperation mit dem Fernwärmeverband AGFW und dem Ingenieurbüro 3s-consult.

Es besteht derzeit eine große Unsicherheit bei der Einschätzung der Nutzungsdauer von Fernwärmeleitungen. Jegliche Instandhaltungsstrategien für Wärmenetze sind deshalb mit solchen Unsicherheiten behaftet. Gleiches gilt damit auch für die Haushaltsplanung der betroffenen Unternehmen und Einrichtungen. Je größer das Wärmenetz desto größer sind diese Unsicherheiten für die Planung der Unternehmen, je dringlicher werden zuverlässige Instandhaltungsstrategien benötigt. Gleichzeitig sind die Unsicherheiten bei kleinen Wärmenetzen genauso vorhanden. Eine durch Regelwerke gestützte Instandhaltungsstrategie für Nahwärmenetze ist bisher nicht etabliert.

Seit einigen Jahren wird seitens des Fachverbands AGFW eine Schadensstatistik für Wärmenetze aufgebaut, die bereits erste Aussagen für eine Instandhaltungsstrategie erlaubt. Es ist die einzige bekannte Schadensstatistik für Wärmenetze in Deutschland. Die Nutzung der AGFW Schadensstatistik ist integrativer Bestandteil des Forschungsvorhabens und soll zu verbesserten Methoden und Konzepten für Instandhaltungsstrategien führen.

Mit dem Forschungsprojekt "Entwicklung von neuen und verbesserten Instandhaltungsstrategien für kleine und große Wärmenetze durch Kombination statistischer Alterungsmodelle mit materialbasierten Nutzungsdauermodellen" werden nun statistische Auswertungen vorhandener Schadens- und Störungsdaten durch zusätzliche Stützpunkte zum Beispiel aus thermischen Alterungsmodellen für die Dämmung, als auch Schadensakkumulationstheorien ergänzt. Die Anwendungsmöglichkeiten neuer und verbesserter Fernwärme-Instandhaltungsstrategien erstrecken sich über die gesamte Wärme-Infrastruktur. Ziel ist es diese verbesserten Instandhaltungsstrategien zu entwickeln. Die Algorithmen werden an realen Wärmenetzen getestet und weiterentwickelt.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich, Technisches Infrastrukturmanagement
+49 (0)40/42827-5700
ingo.weidlich(at)hcu-hamburg.de 

Wie sieht die Mobilität von morgen aus? Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Wie wollen wir uns in Zukunft bewegen? Studierende aus verschiedenen Disziplinen haben im Rahmen des sogenannten Mobilitätslabors die Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen zu finden. Mit der heutigen Auftaktveranstaltung an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) fällt der Startschuss. Auf einem interaktiven Mobilitätsparcours können die Teilnehmenden über die Hebel einer nachhaltigen Mobilitätswende diskutieren. Mehr als 100 Studierende der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) und der TUHH diskutieren heute auf der Auftaktveranstaltung des Mobilitätslabors an der TUHH über ihre Visionen einer nachhaltigen städtischen Mobilität.

Bild: Pexels (CC0-Lizenz)

Staatsrat Michael Pollmann informiert sich über die ersten Ergebnisse und erklärt: "Mobilität ist ein Thema, das alle Hamburgerinnen und Hamburger bewegt. Wir wissen, dass es schon aus Umwelt- und Klimagründen eine umfassende Neuorientierung in der Mobilität braucht. Dabei ist wichtig, dass auch die junge Generation mit ihren Wünschen für die Zukunft der Stadt gehört wird und Vorschläge macht. Im Rahmen des Mobilitätslabors wollen wir die Chance nutzen und einen Einblick in die unterschiedlichen Perspektiven junger Menschen zum Themenfeld Verkehr erhalten. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!"

Unter der Federführung der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und in Zusammenarbeit mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), der HCU Hamburg, vertreten durch das Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung und das CityScienceLab, der Technischen Universität Hamburg (TUHH), vertreten durch das Institut für Verkehrsplanung, sowie der Hamburger Hochbahn AG wurde ein Mobilitätslabor entwickelt, das heute startet. Junge Hamburgerinnen und Hamburger können sich hier aktiv zu Themen der Verkehrswende einbringen. Zielgruppe sind zunächst Studierende aller Disziplinen. Eine mögliche Erweiterung auf Auszubildende sowie junge Familien ist angestrebt. Die Umsetzung des Mobilitätslabors wird in die Lehrpläne interessierter Universitäten und Hochschulen in Hamburg eingebunden. Der modulare Aufbau sieht auch die Durchführung von sogenannten Design Thinking Laboren und regelmäßigen Veranstaltungen vor. Hier haben die Teilnehmenden auch Gelegenheit, sich mit relevanten Akteuren aus dem Mobilitätsektor sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen auszutauschen. Die Ergebnisse des Mobilitätslabors sollen in die Verkehrsentwicklungsplanung (VEP) einfließen sowie weitere Impulse für den ITS-Weltkongresses in 2021 bringen.

Hintergrund: Sustainable Development Goals für Hamburg

2015 haben die Vereinten Nationen mit der "Agenda 2030" ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Botschaft: Nachhaltige Entwicklung geht alle etwas an! Verantwortung für Themenfelder wie Klimaschutz und Gerechtigkeit tragen insbesondere die Industrieländer. Städten kommt hier eine besondere Rolle zu, da sie sowohl Verursacher von Problemen sind als auch der Ort, an dem Lösungen erprobt und umgesetzt werden.

Am 4. Juli 2017 hat der Senat mit der Drucksache "Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg" (21/9700) den Fahrplan für die nächsten Jahre beschlossen. Neben einer Bestandsaufnahme - wo passt die Senatspolitik bereits mit den Zielsetzungen der Agenda 2030 überein - werden die Themen benannt, an denen in den nächsten Jahren konkret weitergearbeitet werden soll. Diese umfassen Projekte vor Ort in den Bereichen Umweltschutz und Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Bildung und Wissenschaft.

Hamburg setzte mit der Drucksache ein Zeichen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Gerechtigkeit und globale Solidarität. Weitere Infos: www.hamburg.de/agenda2030 

Der Auftrag zur Umsetzung eines Mobilitätslabors geht auf den Beschluss der Drucksache zur "Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg", in 2017 zurück. Das Mobilitätslabor ist eines der konkreten Projekte vor Ort, die einen Beitrag zum Bewusstseinswandel sowie die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft ermöglichen.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr. Jörg Knieling
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In der Berliner Morgenpost werden die drei Siegerentwürfe des studentischen Wettbewerbs vom Deutschen Werkbund Berlin vorgestellt, darunter zwei Arbeiten von Studierendenteams der HCU. Gefragt waren Entwürfe zur Umgestaltung des Areals an der Urania am Eingang zur Berliner City West.

Berliner Morgenpost: "Archtikturstudenten entwerfen neuen Eingang zur City West"

Datum: 23.10.2018

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Die aktuelle Ausgabe des Newsletters versammelt zum vierten Mal in diesem Jahr Themen aus der Forschung, Lehre und dem Hochschulleben an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg). In dieser Ausgabe: Drei Forschende der HCU Hamburg sind an einem kürzlich geförderten Exzellenzcluster (Exzellenzstrategie) beteiligt, das CityScienceLab und das MIT Media Lab verlängern ihre Zusammenarbeit und wir stellen weitere aktuelle und spannende HCU-Forschungsprojekte vor und berichten über Neuigkeiten aus dem HCU-Förderverein, waterfront e.V. Zudem verabschieden wir Prof. Dr. Alexa Färber, die zur Universität Wien wechselt, und sprechen im 3-Fragen Interview mit einer internationalen HCU-Studierenden aus Tansania. Wie immer haben wir auch aktuelle Veranstaltungstipps und interessante Beiträge aus den Medien für Sie zusammengestellt.

Bild: Robert Hübner

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Newsletter der HafenCity Universität Hamburg - Nr. 4/2018 (Oktober 2018)

Am 13.10.2018, fand mit „Landezine 4 Live / Attitudes“ ein internationales Landschaftsarchitektur-Symposium an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) mit über 150 Teilnehmenden statt. „Landezine LIVE“ ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, die die weltweit meistbesuchte Internetplattform für Landschaftsarchitekten, Landezine, organisiert. Auf dieser Veranstaltung trafen sich Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten, um sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen auseinanderzusetzen und diskutierten in diesem Jahr über aktuelle Haltungen in der Landschaftsarchitektur. Die international renommierten Referentinnen und Referenten kamen aus den USA, Russland, Frankreich, Schweden, den Niederlanden, Kenia und Deutschland.

Der LILA - Landezine International Landscape Award, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Landschaftsarchitektur- und Planung wurde in den Kategorien bestes Büro, bestes öffentliches Landschaftsprojekt und bester Garten des Jahres präsentiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Jurorinnen und Juroren präsentierten und diskutierten die eingereichten Beiträge und betteten sie im Rahmen des Symposiums in einen größeren Kontext von Planungspraxis und Theorie ein.

Als bestes Büro wurde "Strelka", ein russisches Landschaftsarchitekturbüro, ausgezeichnet, welches das Image der öffentlichen Räume im ganzen Land verändert und interessante Tools entwickelt, um Städte besser zu verstehen. Für seine experimentellen Gestaltungsprozesse und als bestes öffentliches Landschaftsprojekt wurde der renommierte Landschaftsarchitekt Georges Descombes prämiert.

Prof. Antje Stokman, Architektur und Landschaft (HCU Hamburg): "Wir freuen uns sehr, dass unser Fachgebiet Gastgeber für renommierte Landschaftsarchitekten und Gäste aus aller Welt sein durfte. Gerade in Zeiten von Klimawandel, Urbanisierung und wachsenden sozialen Herausforderungen kommt der Landschaftsarchitektur eine zunehmend wichtigere gesellschaftliche Bedeutung zu und wir freuen uns, diese Themen an der HafenCity Universität und in Hamburg mit unseren Gästen und Studierenden diskutieren zu können."

Zaš Brezar, Chefredakteur Landezine: "Das ist bereits das dritte Landezine-Award Event. Die Beiträge zeigen ein großes Spektrum an bahnbrechender Landschaftsarchitektur und Freiraumgestaltung auf. Sowohl ökologische als auch soziale Aspekte der urbanen Regeneration waren vertreten, sowie das Projekt "L'Aire", in dem ein renaturierter Fluss als Park für Natur- und Hochwasserschutz umgestaltet wurde oder die interdisziplinäre und strategische Herangehensweise des Landschaftsarchitekturbüros "Strelka", das den Raum von Moskau nachhaltig verändert."

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Prof. Antje Stokman, Architektur und Landschaft
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antje.stokman(at)hcu-hamburg.de 

In dem von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Forschungsprojekt „Interessenvertretung im Kulturbereich“ untersucht die Soziologin Dr. habil. Alexandra Manske an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) die Ausbildung von Interessenvertretungen in einem Arbeitsmarktsegment, das als Prototyp der neuen Arbeitswelt gilt: der Kulturbereich. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Formen der Interessenvertretung der freien Kulturszene in Hamburg und Berlin in den Bereichen darstellende Künste und Musik. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Strategien und Ziele von Interessenvertretungen im Kulturbereich zu untersuchen sowie ihre politische und gesellschaftliche Wirkmacht zu beurteilen. Das Forschungsprojekt läuft bis zum Jahr 2020.

Bild: Pexels (CC0-Lizenz)

Zentrale Fragen des Forschungsprojekts sind: Wie gestaltet sich die kollektive Interessenvertretung in den Kulturberufen? Welche Rückschlüsse lassen die Formen der Arbeitsregulation im Kulturbereich für den Wandel der industriellen Beziehungen in Deutschland zu? Kristallisiert sich hier womöglich ein Prototyp für die Interessenvertretung der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts heraus? Neben Dokumentenrecherchen werden Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Interessenverbände, mit Künstlerinnen und Künstlern aus der freien Kulturszene, aber auch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern geführt.

Dr. habil. Alexandra Manske: "Lange galt der Kulturbereich als eine Grauzone der Interessenvertretung, die auch aufgrund der habituellen Disposition von Kulturschaffenden interessenpolitisch kaum zugänglich schien. Doch in jüngerer Zeit vollzieht sich hier ein sozialer Wandel. Auf der Schnittstelle von solidarpolitischem und professionspolitischem Interesse zeichnet sich eine Pluralisierung von Interessenvertretungsformen ab, die sich als wegweisend für die Interessenvertretung der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts erweisen könnten."

Dr. habil. Alexandra Manske ist Soziologin und erforscht den Wandel von Arbeit und Gesellschaft mit einem Fokus auf Kultur- und Kreativarbeit. Sie wurde 2007 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert mit einer Arbeit über Alleinunternehmer in der IT-Branche mit dem Titel "Prekarisierung auf hohem Niveau". Anschließend untersuchte sie die Arbeits- und Soziallage von "Kreativen in Berlin", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ihre Habilitationsschrift wurde 2016 als "Kapitalistische Geister in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Kreative zwischen wirtschaftlichen Zwang und künstlerischem Drang" im Transcript-Verlag veröffentlicht. Sie lehrte und forschte unter anderem an der TU Berlin, der HU Berlin und der Columbia University (New York). Zuletzt war sie Professorin für Soziologie an der Universität Hamburg. Ihr aktuelles Forschungsprojekt "Interessenvertretung im Kulturbereich" verfolgt sie an der HCU Hamburg bei Prof. Dr. Gernot Grabher (Stadt- und Regionalökonomie, Stadtplanung). Sie lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg.

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Dr. habil. Alexandra Manske
alexandra.Manske(at)hcu-hamburg.de 

Im Rahmen des EU-Horizon2020 Projektes „Resource management in Peri-urban Areas: Going beyond urban metabolism“ (REPAiR) fand vom 10.-12. Oktober die Konferenz „Ressourcenmanagement und Kreislaufwirtschaft in Stadtregionen – Beiträge zu Klimaschutz und nachhaltiger Raumentwicklung“ an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) statt. Expertinnen und Experten aus Hamburg und verschiedenen Teilen Europas berieten über Ansätze und Strategien zu Abfallvermeidung, -management und der verbesserten Einbindung der Kreislaufwirtschaft in der Stadt- und Regionalplanung. REPAiR ist ein europaweites Projekt zur Verbesserung von Abfall- und Stoffkreisläufen in Stadtregionen und wird von der EU Kommission im Rahmen der Forschungsförderung HORIZON 2020 finanziert. Das Projekt wird von der TU Delft koordiniert und läuft bis Ende August 2020.

Bild: Copyright: Andrea Lopes (TU Delft)

Zu den Vortragenden zählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter von Abfallbetrieben und Initiativen zur Abfallvermeidung. Auf dem Programm standen Berichte über den Status Quo der Fallstudien von REPAiR in den sechs europäischen Stadtregionen Amsterdam, Gent, Hamburg, Łódź, Neapel und Pécs, Vorträge über Ansätze aus weiteren Hamburger Projekten sowie Beiträge über Initiativen zu Klimaschutz und Müllvermeidung aus Hamburg. An der HCU Hamburg bearbeitet das Team aus dem Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung um Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Andreas Obersteg und Alessandro Arlati REPAiR.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung, HCU Hamburg: "Städte und Stadtregionen stehen vor der Herausforderung, die zunehmend begrenzteren natürlichen Ressourcen effizienter zu nutzen. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft bzw. Circular City hat deshalb neu an Aktualität gewonnen. REPAiR sucht hierfür nach innovativen Lösungen, die Stadt und Umland verknüpfen."

Seit September 2016 arbeiten im Rahmen von REPAiR in der Metropolregion Hamburg die HCU Hamburg, die Stadtreinigung Hamburg, die Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Kreis Pinneberg an zwei Fallstudien aus der Abfallwirtschaft zusammen. Eine Fallstudie entwickelt Ansätze, wie sich das Aufkommen und die Qualität von Bioabfällen aus Privathaushalten im Bezirk Altona steigern lässt. Öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Akteure arbeiten in verschiedenen Schritten von der Problemfindung bis zur Lösung zusammen. Im Landkreis Pinneberg entwickelt eine zweite Fallstudie Lösungen für eine effiziente nachhaltige Entsorgung von Bio- und Grünabfällen aus Baumschulbetrieben. An diesem Teilprojekt sind neben der HCU Hamburg der Kreis Pinneberg, der Baumschulverband, die Pinneberger Abfallgesellschaft GAB und einzelne Baumschulen beteiligt.

Weitere Informationen zum Projekt REPAiR: www.h2020repair.eu 

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Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Stadtplanung und Regionalentwicklung
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Im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder hat der Hamburger Exzellenzcluster "Climate, Climatic Change, and Society", kurz CliCCS, den Zuschlag von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. An CliCCS, ein Forschungscluster unter Leitung der Universität Hamburg, arbeiten über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre jeweiligen Forschungsteams aus verschiedenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Metropolregion Hamburg zusammen. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist mit Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Prof. Dr. Martin Wickel und Dr. Cathrin Zengerling an CliCCS beteiligt.

CliCCS erforscht, wie sich das Klima ändert und mit ihm die Gesellschaft, die auf das Klima zurückwirkt. Der Cluster setzt sich aus drei Forschungsfeldern mit insgesamt 13 Projekten zusammen: Die HCU Hamburg arbeitet im Bereich der Dynamiken von Klima-Governance, zu Normen, Konflikten und entsprechenden Politikansätzen, zum Umgang mit klimabezogenen Unsicherheiten sowie zu Szenarien nachhaltiger Klimaanpassung in Stadtregionen und Küstenräumen. CliCCS wird einen "Hamburg Climate Futures Outlook" veröffentlichen, der Fachwissen zu den wichtigen Klimathemen für Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zur Verfügung stellt.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling: "CliCCS eröffnet der HCU Hamburg sieben weitere Jahre ambitionierte Forschung zu Klimawandel in Städten und Stadtregionen. Das Team der HCU Hamburg knüpft dabei an erfolgreichen Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre an und freut sich auf eine engagierte Zusammenarbeit mit den Partnern aus dem Exzellenzcluster. Ein besonderes Augenmerk liegt für die HCU Hamburg darauf, welche innovativen Ansätze die Stadt- und Regionalplanung zur Governance des Klimawandels beisteuern kann und welche Szenarien und Lösungsansätze für die Klimaanpassung, besonders im Bereich Wasser, denkbar sind."

Prof. Dr. Martin Wickel: "Wir sind besonders froh, dass wir unsere Expertise für das Umwelt- und Planungsrecht in den Cluster einbringen können. Wir arbeiten schon seit längerem im Feld des Klimaschutzrechts, ein Rechtsgebiet, das noch im Entstehen begriffen ist. Der Austausch zwischen den beteiligten Disziplinen ermöglicht Erkenntnisse, die ansonsten nicht zu erzielen sind. Dabei nimmt die Fruchtbarmachung der Ergebnisse für die Praxis in Politik und Verwaltung einen zentralen Raum ein."

Für die HCU Hamburg ermöglicht CliCCS, ambitionierte Forschungsfragen, die sich aus der eigenen langjährigen, erfolgreichen Klimaforschung ableiten, zu vertiefen und aus dem inter- und transdisziplinären Rahmen des Clusters zusätzliche Impulse aufzunehmen. Die HCU Hamburg ist Mitglied im KlimaCampus Hamburg, der Hochschulen, Forschungsinstitute, Bundes- und Landesbehörden mit Sitz in Hamburg und der Metropolregion vernetzt und Ausgangspunkt der Zusammenarbeit im Exzellenz-Cluster CliCCS ist. Beteiligt sind neben der Universität Hamburg und der HCU Hamburg, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, das Deutsche Klimarechenzentrum und weitere wissenschaftliche Einrichtungen. Bei dem Projekt "Sustainable adaptation scenarios for urban areas - water from four sides" liegt die Co-Leitung bei der HCU Hamburg.

CliCCS geht aus dem ehemaligen Klima-Exzellenzcluster "Integrated Climate System Analysis and Prediction" (CliSAP) der Universität Hamburg hervor. Die "Exzellenzstrategie", kurz ExStra, ist ein Forschungsförderungsprogramm des Bundes und der Länder, das den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern soll. Der Wettbewerb soll Hochschulen bei der wissenschaftlichen Spitzenforschung unterstützen und zur Profilbildung und Kooperation im Wissenschaftssystem beitragen.

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Vier Tage (9.-12. September) diskutierten 250 Teilnehmende aus 28 Ländern auf dem 16. Internationalen Symposium für Wärme- und Kälteversorgung („International Symposium on District Heating and Cooling”, DHC2018) an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) über städtische Energiesysteme, Ressourceneffizienz, Fernwärme- und Fernkältesysteme sowie hybride Energienetze. Neben Jens Kerstan, Hamburger Senator für Umwelt und Energie, der das Symposium mit einer Rede eröffnete, gab insbesondere Henrik Lund (Aalborg University, Dänemark), Experte im Bereich der Temperaturabsenkung im Wärmenetz neue Impulse für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen der Branche in der Wärmewende.

Prof. Henrik Lund (Aalborg University, Dänemark): „Niedertemperaturwärme wird in naher Zukunft das zentrale Thema bei der Wärmeversorgung von Gebäuden sein. Dabei muss müssen sich die Systembereiche Strom und Wärme aufgrund der Sektorenkopplung gegenseitig stützen."

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (HCU Hamburg): „Die Fernwärmebranche kann die Energiewende durch die Wärmewende signifikant stützen und einen entscheidenden Beitrag leisten. Dies kann nur gelingen, wenn den erforderlichen Transformationsprozessen durch die entsprechenden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Weg bereitet wird. Es gilt die Endkunden zu überzeugen, dass auch sie eine Verantwortung für die Energiewende tragen. Nur wenn sich der Kunde auch mit der Versorgungstechnologie auseinandersetzt, können neue "smarte" Konzepte greifen."

Die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Industrie, zu denen auch Startups aus Hamburg zählten, tauschten sich außerdem über die Digitalisierung, politische Regulierung und Flexibilitätsoptionen in Energiesystemen und über "Kauf und Verkauf von Energienetzen" aus.

Das Symposium DHC2018 wurde unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (HCU Hamburg) gemeinsam mit dem Energieeffizienzverband für Wärme und Kälte e.V. (AGFW) organisiert. Die Schirmherrschaft trägt der Bereich DHC der International Energy Agency (IEA).

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Anfang September begann mit einem Kick-off Treffen in Leipzig das Forschungsprojekt StadtLandNavi, das von der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) koordiniert wird. Das Projekt entwickelt den Ansatz einer strategischen Navigation für eine ressourcenschonende Landnutzung am Beispiel der Stadtregion Leipzig und erprobt diesen. Dazu werden zusammen mit den regionalen Akteuren Geodaten sowie Planungs- und Kooperationsprozesse analysiert und weiterentwickelt. Damit soll ein gemeinsames, flexibles Handeln über administrative Grenzen hinweg ermöglicht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert StadtLandNavi bis zum Jahr 2023 mit insgesamt 2,3 Mio. Euro im Rahmen der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus. Beteiligt sind neben der HCU Hamburg der Grüne Ring Leipzig, die Hochschule Anhalt, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen, die Stadt Leipzig und die Technische Universität Dresden.

Bild: Peter Radke

Die Ungewissheit darüber, was in der Zukunft geschehen wird, ruft beim Menschen Verunsicherung und Ängste hervor. Eine vorausschauende Planung der räumlichen Entwicklung ist eine Strategie, um Unsicherheiten entgegenzuwirken. In der Regel ist es jedoch schwierig, in formellen Planungsprozessen flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren. StadtLandNavi entwickelt und erprobt daher einen Planungsansatz, der mit einem Navigationsgerät vergleichbar ist. Er ermöglicht, bei geänderten Rahmenbedingungen und Entwicklungen die Route zur Erreichung des Ziels neu zu berechnen.

Die Herausforderungen der Stadtregion Leipzig und deren Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen 30 Jahren mehrfach grundlegend geändert. Nach drastischen Einwohnerverlusten in den 1990er Jahren stagnierte die Einwohnerentwicklung in der Stadtregion. Seit dem Jahr 2011 wächst sie wieder rasant. Damit gehen Angebotsengpässe im Wohnungsmarkt sowie damit verbunden steigende Mieten einher. Der Druck auf Grün- und Freiflächen steigt. Kern von StadtLandNavi ist ein regionales Konzept für die Kulturlandschaft, dass heißt die natürlich erlebbare, kulturell gewachsene und identitätsstiftend wirkende Landschaft. Es soll Möglichkeiten für die Entwicklung der Kulturlandschaft sowie von Siedlungen und Wohnflächen aufzeigen und damit einen Interessenausgleich zwischen Stadt und Land fördern. Dazu werden unter anderem Grundlagen für ein regionales Wohnflächenkonzept entwickelt, das neue Standorte für den Wohnungsbau verortet. In den kooperativen Prozess, der in enger Zusammenarbeit mit dem ebenfalls vom BMBF-geförderten Projekt Interko² erfolgt, werden die regionalen Akteure einbezogen. Umsetzungsprojekte dienen dazu, Freiräume aufzuwerten und Siedlungsflächen zu aktivieren. Ein Monitoringsystem zeigt auf, wenn sich Entwicklungen oder Rahmenbedingungen ändern, sodass die regionalen Akteure ihre Strategien anpassen können.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung an der HCU Hamburg und Leiter des Forschungsprojekts StadtLandNavi: „In einer engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis entwickelt und erprobt StadtLandNavi ein Instrumentarium für das Planungsmanagement, das es der Stadtregion Leipzig ermöglicht, auf die Herausforderungen ungewisser Zukünfte flexibel zu reagieren."

Dr. Thomas Zimmermann (HCU Hamburg), neben Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling Leiter des Forschungsprojekts StadtLandNavi: „Im Gegensatz zum vorherrschenden Planungsmodus, der mit dem Fahren nach einem Autoatlas vergleichbar ist, erfordert eine nachhaltige Flächennutzung ein Vorgehen, das einem Navigationsgerät ähnelt und ständig die Route neu berechnet. Um ein gewisses Ziel zu erreichen ist es erforderlich, sich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen."

Heiko Rosenthal, Bürgermeister der Stadt Leipzig für Umwelt, Ordnung, Sport sowie Sprecher des Grünen Ringes Leipzig: „Die grüne und blaue Infrastruktur sind wesentliche weiche Standortfaktoren, die zur hohen Lebensqualität der Stadtregion Leipzig beitragen und deshalb geschützt und gestärkt werden müssen. Durch das Bevölkerungswachstum beobachten wir einen immer stärkeren Nutzungsdruck auf die Freiflächen, was eine Neuausrichtung von Planungsansätzen notwendig macht. Mit dem Grünen Ring Leipzig verfügen wir in der Stadtregion Leipzig seit 1996 über ein funktionierendes interkommunales Arbeitsnetzwerk, das sich vor allem über die Umsetzung des bestehenden Strategiepapieres "Regionales Handlungskonzept des Grünen Ringes Leipzig" in das Forschungsprojekt StadtLandNavi einbringen wird, um daraus Rückschlüsse und neue Impulse für die künftige Entwicklung ableiten sowie Pilotprojekte umsetzen zu können."

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Im Rahmen einer Delegationsreise der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Katharina Fegebank, unterzeichneten die Vizepräsidentin für Forschung der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), Prof. Dr. Gesa Ziemer, und der Direktor des MIT Media Lab, Kent Larson, einen neuen Kooperationsvertrag in Boston. Darin verständigen sich die Partner, ihre Zusammenarbeit auszubauen und in den kommenden drei Jahren zu intensivieren. Die Kooperation zwischen der HCU Hamburg und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) besteht bereits seit der Gründung des CityScienceLab im Jahr 2015 und fördert einen fortlaufenden wissenschaftlichen Austausch. Die Zusammenarbeit wird nun für drei weitere Jahre bis Ende 2021 verlängert und seit ihrem Bestehen im Rahmen der Strategie der Digitalen Stadt von der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Leiterin des CityScienceLab, HCU Hamburg: "Mit der Verlängerung der Vereinbarung zwischen MIT und HCU Hamburg können wir die Zukunft der Städte weiter an unseren digitalen Stadtmodellen visualisieren und mit unterschiedlichen Stakeholdern konstruktive Dialoge über Stadtentwicklung führen."

Kent Larson, Direktor MIT Media Lab: "Die CityScience Gruppe am MIT Media Lab freut sich, die Kooperation mit der HCU Hamburg zu verlängern und spannende Projekte in Hamburg zu bearbeiten. Gemeinsam mit der HCU Hamburg entwickeln wir datenbasierte Stadtmodelle, mit denen man urbane Umgebungen und Städte verbessern und mehr Lebensqualität schaffen kann."

Die feierliche Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem MIT und der HCU Hamburg fand im Rahmen eines einwöchigen Forschungsaufenthaltes des CityScienceLab-Teams am MIT Media Lab statt. Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit sind unter anderem digitale Partizipationsmethoden im Bereich der Wohnraumplanung, neue Mobilitätsformen in urbanen Quartieren, E-Culture sowie die Integration städtischer Daten auf einer zentralen Plattform (Urban Data Hub) mit digitalen Anwendungen für verschiedene Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Über das CityScienceLab:

Das CityScienceLab der HCU Hamburg ist eine Kooperation mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dient als Forschungseinheit zur Untersuchung von Städten in der digitalen Zeit. Zur Diskussion von komplexen städtischen Zusammenhängen wurden im Rahmen der Kooperation mit dem MIT Media Lab 2015 erstmals so genannte "City Scopes" nach Deutschland geholt, die zunächst für das Projekt "FindingPlaces" weiterentwickelt wurden.

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Der Experte für Architekturgeschichte Prof. Jörn Düwel, gibt auf Spiegel Online Einblicke in die Entwicklungen des sowjetischen Machteinflusses auf die Architektur der DDR und erklärt den Einfluss des Stadtarchitekten Kurt Liebknecht auf die Architektur und den Städtebau in der Ära des Stalinismus.

SPIEGEL Online: "Moskaus kleine Schwestern"

Datum: 31.08.2018

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

„In den meisten Städten ist viel zu viel Fläche durch Beton, Asphalt und Pflaster versiegelt“, so Prof. Jörg Knieling im Interview mit dem Handelsblatt über Stadtklima und Hitzestress. Der Stadtplanungsexperte ist überzeugt: „Wenn wir unsere Städte intensiver begrünen und die Gebäude und Verkehrsflächen an die Hitze anpassen, können wir in den verdichteten Stadtteilen die Temperatur an heißen Tagen um drei bis fünf Grad senken.“

Handelsblatt: "Gegen Hitzestress in der Stadt hilft nur mehr Grün"

Datum: 26.08.2018

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Im Juni startete die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) zusammen mit der Freien und Hansestadt Hamburg als Koordinatorin und dem Bezirk Harburg als Projektträger, dem Hamburger Weltwirtschaftsinstitut, der Stadtenwicklungsgesellschaft Hamburg (STEG) sowie der Technischen Universität Hamburg (TUH) und in Kooperation mit 33 weiteren Städten und Institutionen aus Europa, Südamerika und China das EU-geförderte Projekt CLEVER Cities. Mit einem interdisziplinären Team ist die HCU Hamburg in den Bereichen Bürgerbeteiligung, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur beteiligt. Modellstädte des Projekts sind unter anderem Hamburg, London und Mailand. Dort sollen naturbasierte Lösungen und Methoden der Stadtplanung zur Aufwertung und Regenerierung benachteiligter Stadtteile beitragen. In die Gestaltungsprozesse werden neben den Expertinnen und Experten auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile eingebunden. Das Projekt läuft bis ins Jahr 2023.

Bild: Pexels (CC0-Lizenz)

Zur Behebung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Probleme in ausgewählten Stadtteilen setzen die teilnehmenden Städte auf naturbasierte Interventionen, wie etwa die Errichtung von grünen Korridoren oder die Gestaltung von Fassaden- und Dachbegrünung. Dabei werden auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile sowie lokale Unternehmen und bürgerschaftliche Initiativen in die Planungsprozesse einbezogen. Zu den grünen Interventionen, die im Rahmen von CLEVER Cities in Hamburg umgesetzt werden, zählt die Entwicklung von naturbasierten Lösungen im Harburger Stadtteil Neugraben-Fischbek, in dem die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat. Hier sind Wohnbauprojekte geplant, die auch Asylunterkünfte beinhalten.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung und Koordinator des HCU-Teams: "Im Rahmen von CLEVER Cities entwickelt die HCU Hamburg in enger Kooperation mit der Stadt Hamburg innovative naturbasierte Lösungen, um die Lebensqualität im Bezirk Harburg zu steigern. Die Lösungen sollen Vorbildcharakter haben."

Prof. Dr.-Ing. Jörg Noennig, Professor für Digital City Science am CityScienceLab der HCU Hamburg: "Die Digitalisierung bietet neue Ansätze und Lösungen für Bürgerbeteiligungsprozesse im Projekt CLEVER Cities. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Bürgerinnen und Bürgern."

Prof. Antje Stokman, Professorin für Landschaftsarchitektur an der HCU Hamburg: "Naturbasierte Lösungen bieten eine Bandbreite an Möglichkeiten zur kreativen Intervention im öffentlichen Raum. CLEVER Cities wird von diesen innovativen Ansätzen, die sich in andere teilnehmende Städte transferieren lassen, profitieren."

Thomas Jacob, Projektkoordinator CLEVER Cities, Senatskanzlei Hamburg: "Die Bebauung in Neugraben-Fischbek stammt zu einem erheblichen Teil aus den 1960er und 1970er Jahren. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit in Neugraben-Fischbek deutlich höher als in anderen Stadtteilen Hamburgs. Neugraben-Fischbek gehört zu den am schnellsten wachsenden Gebieten in Hamburg und die multikulturelle Bevölkerung birgt große Potentiale. Ich bin sicher, dass wir naturbasierte Lösungen finden werden, durch die wir gemeinsam Probleme lösen können."

Weitere europäische Teilprojekte von "CLEVER Cities" sind die Anlage eines Grünkorridors entlang einer Bahnstrecke in Mailand und die Neugestaltung des Gebiets Thamesmeade in London. Neben Hamburg, London und Mailand gehören mit Belgrad, Larissa, Madrid, Malmö, Quito und Sfantu Gheorghe sechs weitere Städte in Europa und Südamerika zum Projekt. Beteiligt sind darüber hinaus Forschungseinrichtungen und Städte in China.

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An der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist am 9. Juli 2018 im Holcim Auditorium vor rund 100 Gästen und Interessierten aus Architektur- und Ingenieurbüros und aus Hamburger Behörden sowie mit zahlreichen Lehrenden und Studierenden die Auftaktveranstaltung für das Building Innovation Lab (BIMLab@HCU) begangen worden. In dem neuen Lehr- und Forschungslaboratorium für BIM – Building Information Modeling – sollen vielfältige Themen zu digitalen integrierten Prozessen und neue Perspektiven sowie praxisnahe Möglichkeiten erarbeitet werden. BIM bezeichnet dabei eine kooperative, modellbasierte Planungsmethodik und nutzt digitale Prozesse und Strategien für Planung, Bau und Betrieb von Gebäuden. Das BIMLab@HCU wird von Bauingenieur-Professorin Dr.-Ing. Annette Bögle, Architektur-Professor Dipl.-Ing. Reinhold Johrendt und dem Architekten Prof. Daniel Mondino geleitet. Künftig soll das Lab der Metropolregion Hamburg als Laboratorium für die Anwendung von BIM und als Plattform für die Weiterentwicklung der Methode dienen.

Die Digitalisierung des Alltags schreitet mit großen Schritten voran, der digitale Wandel verändert auch das Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken. BIM als digitales integriertes Prozessmanagement zur Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken, auch "Bauwerksdatenmodellierung" genannt, ist dabei unerlässlich. Das neu gegründete BIMLab@HCU findet an der HCU Hamburg mit ihrem inter- und transdisziplinären Ansatz ein ideales Umfeld für Building Information Modeling als Querschnittsdisziplin. Die kooperative Arbeitsmethodik zur digitalen Verwaltung der Informationen und Daten von Bauwerken soll an der HCU Hamburg künftig gemeinsam mit allen Akteuren des Planens, Bauens und Betreibens weiterentwickelt werden. Mit der Besetzung der neuen Stiftungsprofessur für Digitales Integriertes Prozessmanagement durch den Architekten Prof. Daniel Mondino wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Planungswerkzeugen und der interdisziplinäre Austausch an der HCU Hamburg gestärkt. Ermöglicht wurde die Professur durch die EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: "BIM ist geeignet die allgegenwärtigen "7 Plagen des Bauens" zu beherrschen - angefangen von der präzisen und realistischen Definition des Bauvorhabens über die intensive Kommunikation und einen aktuellen Informationsaustausch bis hin zum Management von Planung und Bau. BIM ist eine zeitgemäße Methodik, eine Philosophie, Sichtweise und Handlungsgrundlage für alle Baubeteiligten. Das BIMLab@HCU soll für die Lehre, die Forschung und den intensiven Austausch aller Interessierten die Plattform des Nordens werden."

Uwe Heinrich Suhr, EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung: "Als Praktiker, der täglich mit Architekten, Bauherren und Investoren zu tun hat, weiß ich, wie wichtig eine verifizierte Datengrundlage für große Projekte ist. BIM sollte für alle Bauherren relevant sein und hilft Lösungsansätze zu finden. Ich wünsche mir, dass Hamburg und die HCU Hamburg in Zukunft bei BIM eine Vorreiterrolle einnehmen."

Dr. Alexander Rieck, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart und LAVA (Laboratory For Visionary Architecture), Stuttgart: "BIM ist im Wesentlichen eine digitale Verknüpfung einer objektorientierten dreidimensionalen Planung mit einem Attribut. Diese Attributisierung gibt uns anhand von Bestellvorgängen und Produktionsprozessen neue Möglichkeitsräume. BIM ist der Hauptkern und der digitale Link zwischen realer und virtueller Planung. In der Verbindung mit weiteren digitalen Technologien wie Blockchain und K.I. ermöglicht BIM Planungsprozesse digital zu gestalten."

Prof. Daniel Mondino, Professur für Digitales Integriertes Prozessmanagement - Planen, Building Information Modeling (BIM), HCU Hamburg: "Wir müssen uns bewusst sein, dass die Menschen, die wir heute ausbilden am Ende des Studiums einer völlig anderen digitalen Welt begegnen. Darauf muss unsere Ausbildung reagieren. Wir verstehen das BIMLab als Hotspot für die Digitalisierung im Bauen, Planen und Betreiben der Metropolregion Hamburg."

Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Professur für Entwurf und Analyse von Tragwerken, HCU Hamburg: "Wir müssen über die Grenzen der Disziplinen hinaus kommunizieren, da BIM eine Querschnittsdisziplin ist. Wir wollen in Zukunft das dazugehörige Kompetenzzentrum sein."

Prof. Dipl.-Ing. Reinhold Johrendt, Professur für Bauökonomie, HCU Hamburg: "Auch in der Grundlagenforschung zu BIM sind wir bestens aufgestellt. 75 % unserer Masterstudierenden belegen bereits eines unserer BIM-Seminare. Für unsere Studierenden hat sich gezeigt, dass BIM ein Modell für die Zukunft ist."

Die Vorbereitungen für die Einrichtung des Lab haben drei Jahre in Anspruch genommen. Das Lab hat bereits im Januar 2018 die Arbeit aufgenommen. Das BIM Lab@HCU soll zu einer ersten Adresse bei der Erforschung und Weiterentwicklung modellbasierter Planung und Bearbeitung von Bauprojekten in Hoch- und Tiefbau sowie in der Infrastrukturplanung werden. Darüber hinaus wird die Digitalisierung von Bauplanung, Ausführung und Instandsetzung auch die Berufsbilder in Architektur und Bauingenieurwesen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nachhaltig verändern. Die HCU Hamburg und das BIMLab@HCU wollen in Forschung und Lehre diese Entwicklung mitgestalten und in Bezug auf die Methode BIM und den damit verbundenen Qualifikationsmöglichkeiten die Studierenden, Absolventinnen und Absolventen zeitgemäß und zukunftsorientiert auf die Praxis und spätere Berufswelt vorbereiten.

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Die Potenziale städtischer Daten in Hamburg werden künftig noch besser erschlossen: Daten aus den Bereichen Verkehr, Umwelt, Soziales und Wirtschaft sollen auf einer urbanen Datenplattform miteinander verknüpft und auch in Echtzeit auswertbar werden. Der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) und die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) bilden die gemeinsame Kompetenzstelle für urbanes Datenmanagement, den „Urban Data Hub Hamburg (UD-HUB)“, der im Rahmen der Senatsstrategie „Digitale Stadt“ umgesetzt wird.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat die Strategie "Digitale Stadt" und das Vorhaben "Digital First" auf den Weg gebracht. Damit möchte Hamburg bundes- und europaweit eine führende Rolle im Bereich der Digitalisierung einnehmen. Eines von mehreren Digitalisierungsvorhaben ist die in Abstimmung mit der Leitstelle Digitale Stadt der Senatskanzlei erfolgte Einrichtung der Organisationseinheit UD-HUB und die dafür nötige technische Infrastruktur.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: "Anstehende Projekte und Aktivitäten zum Ausbau und Aufbau der Digitalen Stadt Hamburg erfordern ein zusammenfassendes Konzept für eine urbane Datenplattform als zentrale urbane Datendrehscheibe. Das Koordinierungsteam des Urban Data Hub baut als Kompetenzzentrum die urbane Datenplattform Hamburgs aus. Es treibt damit die Integration und Vernetzung von standardisierten Daten und Schnittstellen voran und unterstützt die Stadt Hamburg auf dem Weg zur Digitalen Stadt."

Die urbane Datenplattform UD-HUB soll städtische Daten so miteinander verknüpfen, dass sie vielfach sogar in Echtzeit im Internet abgefragt werden können. Darüber hinaus erforschen die beiden Partner unter der Leitung des LGV weitere Entwicklungsbedarfe und konzipieren innovative, digitale Dienste, die verschiedene Nutzergruppen von der Zivilgesellschaft über die Wirtschaft bis hin zu Wissenschaft und Verwaltung unterstützen können. Der einfache Zugang und die hohe Aktualität der Daten ermöglichen den Nutzerinnen und Nutzern künftig jederzeit schnelle Analysen und damit zügige Entscheidungen.

Ein Beispiel für integrierte Anwendungen, die der LGV auf Basis der Urban Platform bereits entwickelt hat, ist der webbasierte Kartenservice Geo-Online der Freien und Hansestadt Hamburg. Abgefragt werden können beispielsweise die aktuelle Verkehrslage, Bebauungspläne, Bildungseinrichtungen oder Standort und aktueller Belegungszustand von Elektroladestationen.

ELBE+ ist eine weitere bereichsübergreifende Datenanwendung. Dort können Leitungsanfragen in Hamburg elektronisch bearbeitet werden. Auch das aktuell unter der Regie der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen entwickelte digitale Partizipationssystem (DIPAS) wird die urbane Datenplattform als Grundlage nutzen. Diese Technologie basiert auf den im CityScienceLab der HCU Hamburg entwickelten "City Scopes". Die datengestützten interaktiven Stadtmodelle ermöglichen eine informelle Bürgerbeteiligung bei städtischen Planungsvorhaben.

"Wir freuen uns, dass unsere zentrale Geodateninfrastruktur für Hamburg als Kern der Urban Platform genutzt wird. Mit den Komponenten der Geodateninfrastruktur ist der LGV bereits in vielen Projekten zum Ausbau der Digitalen Stadt involviert", erklärt Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer des LGV.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig, Professor für Digital City Science am CityScienceLab der HCU Hamburg: "Die urbane Datenplattform eröffnet uns neue Perspektiven in der digitalen Stadtforschung. Wir freuen uns, nicht nur unsere Expertise über datenbasierte, interaktive Stadtmodelle mit einfließen lassen zu können, sondern auch die benötigte übergeordnete Dateninfrastruktur des Urban Data HUB mitzugestalten."

Der LGV und die HCU Hamburg bilden gemeinsam das Managementteam des UD-HUB und sind die Ansprechpartner für alle Aktivitäten zum Aus- und Aufbau der zentralen Datenplattform. Es berät bei datenbezogenen Fragestellungen wie zum Beispiel Datenformate, Schnittstellen und Ausschreibungen neuer datengetriebener IT-Systeme. Auch die Analyse der Möglichkeiten und Anforderungen seitens der Behörden, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie der Vereine gehört zum Leistungsspektrum.

Der UD-HUB ist in den Räumen des LGV, Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg zu erreichen. Ansprechpartner ist Sascha Tegtmeyer, Leiter des Urban Data HUB Hamburg, sascha.tegtmeyer(at)gv.hamburg.de.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig, Professor für Digital City Science
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Zum zehnten Mal haben die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) und die Hamburger Hochschulen mit dem Hamburger Lehrpreis Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für herausragende und exzellente Lehre ausgezeichnet. Vergeben wurden insgesamt 16 Einzelpreise, die sich einige der Preisträgerinnen und Preisträger teilen. Dieses Jahr wurden zwei Professorinnen der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) als Preisträgerinnen auszeichnet: Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker und Prof. Dr. Monika Grubbauer erhielten in einem feierlichen Rahmen die Auszeichnung von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky. Mit dem Preis werden innovative Lehrleistungen von Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen prämiert.

Die Qualität der Lehre stetig zu verbessern und Vorlesungen, Seminare oder Übungen so zu gestalten, dass Studierende sie als spannend und lehrreich empfinden, ist eine große Herausforderung. 16 Hamburger Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern ist es im letzten Jahr besonders gut gelungen, Studierende für wissenschaftliche Themen zu begeistern. Für ihre außerordentlichen fachlichen und didaktischen Leistungen werden die Lehrenden mit  Einzelpreisen von bis zu 10.000 Euro ausgezeichnet. Das Vorschlagsrecht für den Lehrpreis liegt ausschließlich bei den Studierenden. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden bewertet die Nominierungsvorschläge.

Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker ist Professorin für Geodäsie und Ausgleichsrechnung sowie stellvertretende Studiendekanin im Bachelor-Programm der Geodäsie und Geoinformatik . Sie wird für ihr Engagement im mathematischen Bereich ausgezeichnet. Gemeinsam mit einer Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelt Eicker momentan unter Einbeziehung von Satellitendaten ein hydrologisches Modell, um globale Wasserkreisläufe- und mengen besser quantifizieren zu können. Laut Begründung der Jury schaffe Eicker es, die Neugier der Studierenden für ein komplexes mathematisches Fachgebiet zu wecken und durch interdisziplinäre, aktuelle sowie zukunftsorientierte  Inhalte in ihren Lehrveranstaltungen die Motivation, Eigenständigkeit und Kreativität der Studierenden zu stärken. „Der Lehrpreis bedeutet mir sehr viel und ist für mich ein tolles Feedback, wie sehr sich der Aufwand lohnt. Mir macht die Lehre wirklich viel Spaß und es ist sehr schön zu sehen, dass ich die Studierenden damit erreiche“, resümiert Eicker.

Prof. Dr. Monika Grubbauer ist Architektin und promovierte Stadtsoziologin. Ihr Arbeitsgebiet umfasst die Geschichte und Theorie der Stadt in den Studienprogrammen Stadtplanung, Urban Design und Kultur der Metropole. Die Schwerpunkte ihrer Forschung liegen auf Stadtentwicklung und Strukturwandel, Stadt- und Wohnungspolitik sowie transnationalen Wissenspraktiken in Architektur und Planung. „Ich bedanke mich für diese Anerkennung und die damit zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung, die mir viel bedeutet“, betont Grubbauer. Die Ausrichtung der Lehre an den Bedürfnissen und Interessen der Studierenden, der hohe Praxisbezug, ihre Begeisterung für das Fach und die Stärkung des gemeinschaftlichen Lernens förderten die Anregung zum Selbststudium, so die Begründung der Jury. In der Begründung der Studierenden wird zudem ihre Funktion als Ansprechpartnerin und ihr großes Interesse am Feedback der Studierenden hervorgehoben. Der Dank Grubbauers richtet sich nicht nur an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Nicht nur die Studierenden lernen von und durch uns, sondern wir auch mit und von ihnen. Räume für Diskussionen und kritische Reflexionen sind von entscheidender Bedeutung, will man Universität nicht nur als Ausbildungs- sondern als Bildungsinstitution in einem umfassenden Sinn begreifen."

Bereits zum 7. Mal verlieh die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) im Juni das Deutschlandstipendium. In diesem Jahr ging das Stipendium an insgesamt 44 Studierende. Seit das Stipendium erstmalig vergeben wurde, hat sich die Zahl der Förderungen an der HCU Hamburg vervierfacht: Waren es 2011 noch 11 Stipendiatinnen und Stipendiaten, so freuten sich 2017 bereits 44 Studierende über die Auszeichnung. Über einen Zeitraum von zwei Semestern erhalten besonders leistungsstarke und engagierte Studierende der HCU Hamburg eine monatliche Förderung von 300 Euro. Die einkommensunabhängigen Stipendien finanzieren zu gleichen Teilen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), sowie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen.

Auf der feierlichen Vergabefeier überreichten Axel Kiel (Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung) und Liane Göbel (Ingeborg Suhr Stiftung) als Vertreterinnen und Vertreter der Fördererinnen und Förderer sowie Jost Backhaus, Koordinator des Deutschlandstipendiums an der HCU Hamburg, den Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Urkunden. Von den 2.300 Studierenden der HCU Hamburg haben sich insgesamt 120 Bewerberinnen und Bewerber für das diesjährige Deutschlandstipendium beworben. Mit einer Förderquote von ca. 2,5 % liegt die HCU Hamburg über dem Bundesdurchschnitt und erzielt einen Spitzenwert unter den staatlichen Hamburger Hochschulen. Nach der Vergabe konnten sich die „alten“ und „neuen“ Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie ihre Förderinnen und Förderer in geselliger Runde kennenlernen und austauschen.

Mit ihrer vierten Teilnahme an dem Programm fördern die Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung und die Ingeborg Suhr Stiftung insgesamt sechs Studierende. Zum dritten Mal engagieren sich mit je einem Stipendium in diesem Jahr WTM Engineers sowie PRISMA Projektingenieure. Wie auch im Vorjahr unterstützt mit Heinke Sanders auch eine Privatperson zwei Studierende. Erstmalig als Förderer dabei sind in diesem Jahr die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG sowie das IB & T Ingenieurbüro Basedow Tornow GmbH mit jeweils zwei Stipendien.

Neben der finanziellen Unterstützung bietet das Deutschlandstipendium die Möglichkeit zum Dialog zwischen Fördererinnen und Förderern sowie Geförderten aller Fachrichtungen und belebt die Vernetzung von Unternehmen, Gesellschaft und Hochschule. Ein Begleitprogramm und regelmäßige Stammtische ermöglichen den Stipendiatinnen und Stipendiaten einen intensiven Austausch. Die Geförderten nehmen regelmäßig gemeinsam an karikativen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem HSH Nordbank Run, teil.

Das einkommensunabhängige Deutschlandstipendium unterstützt begabte Studierende aller Nationalitäten. Zu den Förderkriterien zählen neben guten Noten und Studienleistungen auch soziales und gesellschaftliches Engagement, sowie biographische Besonderheiten und Hindernisse im Lebens-und Bildungsweg, die erfolgreich gemeistert wurden. Mit dem Deutschlandstipendium baut die Bundesregierung die Förderung von akademischem Nachwuchs aus. Die HCU Hamburg trägt mit ihrer Beteiligung dazu bei, dass begabte Studierende aus allen Nationen und Teilen der Gesellschaft die Chance bekommen, sich auf ihr Studium zu konzentrieren und Kontakte zu knüpfen.

Kontakt Deutschlandstipendium:
Jost Backhaus, Teamleitung Referat Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus@vw.hcu-hamburg.de

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) hat wie in den vergangenen Jahren an der Segelregatta der Hamburger Hochschulen teilgenommen. Stürmisches Wetter herrschte bei der 18. Auflage der Segelregatta am 22. Juni. Am Freitagnachmittag starteten 10 Crews aus Vertreterinnen und Vertretern der Hamburger Hochschulen auf der Außenalster. Bei stürmischen Böen und einem Mix aus Sonne und Wolken war auf der Alster das ein oder andere waghalsige Manöver für die Zuschauerinnen und Zuschauer sowie eine spannende Regatta zu sehen.

Segelcrew der HafenCity Universität

Auch in diesem Jahr waren wieder mehrere Präsidiumsmitglieder der HCU Hamburg mit Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka, Kanzlerin Stephanie Egerland sowie Vizepräsident Prof. Dr. Harald Sternberg im HCU-Team vertreten. Die HCU-Segelcrew war auch sonst sehr gemischt aufgestellt: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung waren mit an Bord.

Auf dem Segelsteg der Universität Hamburg wurden die Segelboote verteilt und die Besprechung des Regelwerks sowie die Steuermannsbesprechung vorgenommen. Dabei sieht die Regelkunde vor, dass nach jeder Runde die Bootsbesatzung wechselt und stets ein Mitglied der jeweiligen Hochschulleitung in einer Segelcrew sein muss. Insgesamt wurden fünf Runden gesegelt. Reichlich Wind sorgte für beste Bedingungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und einen attraktiven Wettbewerb. Die Böen von bis zu 6-7 Windstärken und auch die schwierigen Manöver an den Wechselstationen trugen dazu dabei, dass einige Boote kenterten.

Auch in diesem Jahr hat die Hochschule für bildende Künste (HfbK) vor der Universität Hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) den Alstercup gewonnen und konnte somit den Titel des Vorjahres verteidigen. Gratulation an die Sieger, aber auch an die HCU-Crew, die den guten 5. Platz belegte. Zur Siegerehrung mit einem tollen Catering vom Studierendenwerk kam dann auch die Sonne wieder etwas heraus.

Team: Kai Schramme, Hans-Jörg Klausnitzer, Tom Kniephoff, Johanna Manske, Björn Bonna, Prof. Dr. Harald Sternberg, Adrian Bachmann, Stephanie Egerland, Dr.-Ing. Walter Pelka, Simon Meyer

Dunkelroter Backstein und vielfältige Grün- und Freiraumstrukturen prägen das Gesicht von Hamburgs flächenmäßig kleinstem Stadtteil Dulsberg. Das Stadterweiterungsgebiet im Osten von Barmbek wurde in den 1920er-Jahren nach einem Bebauungsplan des damaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher entwickelt. Rund 100 Jahre später laden eine Ausstellung, Stadtrundgänge und Publikationen aktuell dazu ein, die Entwicklungsgeschichte Dulsbergs kennenzulernen. Im Rahmen eines zweisemestrigen Seminars organisieren Bachelor-Studierende des Studienprogramms Kultur der Metropole und Lehrende der HCU Hamburg das stadtlabor.dulsberg.

Gäste im stadtlabor.dulsberg

Bild: Nina Szkolka

Während der Jubiläumswochen anlässlich von „100 Jahren Schumacher Stadtplanung für den Dulsberg“ wenden sich die Studierenden auf Einladung des Stadtteilbüros Dulsberg mit dem Stadtlabor an die Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Dulsberg. Seit Eröffnung der Jubiläumswochen Anfang Juni und noch bis Anfang Juli tauschen sich die Studierenden mit den Menschen aus, die im Stadtteil leben und arbeiten. Sie sammeln Geschichten, Fotos und Gegenstände der Menschen, um mehr über das Leben der unterschiedlichen Generationen im Stadtteil zu erfahren. Unterstützung erhalten die Studierenden dabei von Prof. Dr. Lisa Kosok und Kerstin Niemann.

Die Erkenntnisse der Studierenden fließen ein in eine Ausstellung, die am 5. Juli eröffnet wird. Bis dahin sind Gäste im Stadtlabor herzlich Willkommen. 

Die Öffnungszeiten des ehemaligen Ladengeschäftes sind: Mittwochs, 15 bis 19 Uhr und freitags, 11-18 Uhr.

Zur Ausstellungseröffnung am 5. Juli bieten die Studierenden den Stadtteilrundgang „Wer wohnt auf dem Dulsberg?“ an. Treffpunkt: 5. Juli, 18 Uhr, Straßburger Platz.

Facebookseite des stadtlabor.dulsberg

Prof. Dr. Wolfgang Willkomm forscht und lehrt seit 2006 an der HCU Hamburg, unter anderem in den Studienprogrammen Architektur und Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP). Willkomm hatte wesentlichen Anteil am Aufbau des englischsprachigen Master-Studienprogramms und Forschungsgebietes REAP. Nun geht er nach über einem Jahrzehnt Engagement in Forschung, Lehre und Hochschulpolitik an der HCU Hamburg in den Ruhestand.

Prof. Dr. Wolfgang Willkomm

Das Interesse an den Bedingungen und der Nachhaltigkeit des Bauens und Planens durchzieht die Laufbahn von Wolfgang Willkomm: „Nachhaltigkeit ist in meinem Verständnis überlebensnotwendig, und damit auch alle Beiträge dazu durch Planung und Entwerfen.“

Nach einem Architektur- und Philosophiestudium an der Universität Hannover forschte Willkomm für seine Doktorarbeit über Sozialwohnungsbau in Entwicklungsländern, und befasste sich in seiner Habilitation mit der Wiederverwertung von Baumaterial. Neben seinen Tätigkeiten als freischaffender Architekt in der Projektplanung, Bauüberwachung und Beratung, war er Gastprofessor an Hochschulen in Brasilien, Indien, Mexiko, Paraguay und Tansania.

Wolfgang Willkomm folgte 1996 einem Ruf an die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg auf eine Professur für Baukonstruktion und Baustoffe. Von dort wechselte er zehn Jahre später mit den Kolleginnen und Kollegen der Architektur an die neugegründete HafenCity Universität. Willkomm forschte und lehrte an der HCU Hamburg mit den Schwerpunkten: Klimagerechtes Bauen, Materialkreisläufe und Recycling, Solarenergie und architektonische Integration sowie Planen und Bauen in der Entwicklungszusammenarbeit. Willkomm ist des Weiteren Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklungspolitik des Hamburger Senats sowie im Hochschulrat der HCU Hamburg. 

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: „Wolfgang Willkomm hat als einer der Gründungsprofessoren das interdisziplinäre Profil der HCU in Forschung und Lehre von Beginn an mitgetragen. Als Mitglied des Hochschulrates unterstützt er uns weiterhin dabei, die Zukunft der HCU Hamburg zu gestalten.“

Unter Willkomms Mitwirkung entstand auch der erste interdisziplinäre Forschungsbereich an der HCU Hamburg. Die Forschungsgruppe „Ressourceneffizienz in Architektur und Planung“ (REAP) und das zugehörige Master-Studienprogramm sind Willkomm ans Herz gewachsen: „Das Besondere am Studienprogramm REAP sind die internationalen Gruppen junger Menschen und ihr multikultureller Zugang zu Planungsaufgaben. Persönlich bin ich stolz, als einer der Gründerinnen und Gründer der Forschungsgruppe und des Masterstudienprogrammes, dass unser Konzept voll aufgegangen und so erfolgreich ist.“

Mit dem Ausscheiden aus der HCU Hamburg widmet sich Willkomm nun freiberuflichen Tätigkeiten sowie der Lehre im englischsprachigen Masterstudiengang „Real Estate & Leadership“ an der Hamburg School of Business Administration.

Seine letzte Vorlesung an der HCU Hamburg hält Wolfgang Willkomm vor aktuellen und ehemaligen Studierenden, Kolleginnen und Kollegen am Donnerstag, den 14. Juni 2018 um 18.30 Uhr im Hörsaal 200. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Henri Benthack Stiftung.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher ist am Montag gemeinsam mit dem Präsidenten der HCU Hamburg, Dr.-Ing. Walter Pelka, in Hamburgs Partnerstadt Chicago gereist, um den transatlantischen Austausch zur Stadtentwicklung zu verstärken. Im Rahmen der dreitägigen Reise hat Walter Pelka am Mittwoch, den 6. Juni, eine Absichtserklärung zur weiterführenden Kooperation zwischen der HCU Hamburg und dem renommierten Illinois Institute of Technology (IIT) unterzeichnet. Die gemeinsame Lehr- und Forschungskooperation „urban waters“ der beiden Hochschulen ist bereits gestartet. Im Rahmen der Chicago-Reise besucht die Delegation um den Ersten Bürgermeister außerdem die Stadtentwicklungs-Konferenz „Chicago Forum of Global Cities“.

Bild: Christopher Harms, Senatskanzlei FHH

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung durch den HCU-Präsidenten Dr.-Ing. Walter Pelka und den Kanzler des IIT Chicago,  Russell Betts, PhD., werden die Weichen für einen langfristigen und nachhaltigen Ausbau des transatlantischen Kooperationsprojektes „urban waters“ gestellt.  Sowohl wissenschaftlich fundierte Untersuchungen und Forschungsarbeiten sowie komplexe Entwurfsprojekte sind für das Jahr 2019 und darüber hinaus vorgesehen. 

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Hamburg-Chicago und das Deutschlandjahr in den USA im Jahr 2019 sind ein guter Anlass, die transatlantische Zusammenarbeit durch eine wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Architektur und Stadtentwicklung zu ergänzen. Unsere HafenCity-Universität und das Illinois Institute of Technology in Chicago sind zwei hervorragende wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit den Problemen und Chancen großer wirtschaftsstarker Metropolen am Wasser beschäftigen und viele Projekte gemeinsam bearbeiten können.“

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: „Mit dem renommierten Illinois Institute of Technology aus Chicago haben wir einen Partner gewonnen, mit dem wir den Diskurs zu Fragen der nachhaltigen Stadtentwicklung an und mit dem Wasser vertiefen können. Ich wünsche den Lehrenden und Studierenden beider Universitäten einen intensiven, erfolgreichen Austausch und eine spannende Zeit in Hamburg und Chicago.“

Die Lage am Wasser ist in den beiden Partnerstädten Hamburg und Chicago bedeutend für ihre historische und wirtschaftliche Entwicklung sowie die Lebensqualität ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Der Rückgang und die Verlagerung des flächenintensiven Hafengewerbes und der Industrieanlagen am Wasser setzen vielfältige Flächenpotenziale frei. Wie diese zugunsten integrierter Arbeits- und Wohnformen neu definiert werden können, damit beschäftigen sich Studierende und Forschende der Fachbereiche Architektur und Stadtplanung von der HCU Hamburg und dem IIT Chicago im Rahmen der Forschungs- und Lehrkooperation „urban waters“, die bereits im Mai in Hamburg gestartet ist. 

Bis Mitte Juni sind 13 Studierende und Lehrende vom IIT Chicago zu Gast in Hamburg. Im Rahmen mehrerer Seminare, Workshops und Experimente erforschen die Studierenden der HCU Hamburg gemeinsam mit den Gästen aus Chicago unterschiedliche Wasserräume in Hamburg. Auf den Besuch der Studierenden und Lehrenden aus Chicago folgt anschließend ein Gegenbesuch von drei Hamburger Professorinnen und Professoren sowie rund 45 Studierenden im Oktober in Chicago. 

Ergebnisse des Kooperationsprojektes zu den beiden Wasserstädten sollen unter anderem im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2019, dem 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses und der Chicago Architecture Biennale 2019 ausgestellt, diskutiert und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. 

Wer heute forscht, muss sich mit viel mehr als dem Forschungsgegenstand auseinandersetzen. Die Komplexität von Themen wie Drittmittelakquise, Habilitation, Promotion oder Möglichkeiten für außeruniversitäre Karrierewege erfordern einen guten Überblick. Die neu gegründete „Hamburg Research Academy“ soll Promovierende, Postdocs, Juniorprofessorinnen und -professoren in diesen Fragen zielgruppengerichtet informieren und umfassende Hilfestellung geben, die Sichtbarkeit der Hamburger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler stärken und Hamburg als Wissenschaftsstadt auch für internationale Talente noch attraktiver machen.

Die Hamburg Research Academy hat als gemeinsame Einrichtung von neun Hochschulen unter der Leitung des wissenschaftlichen Direktors, Prof. Dr. Marc Föcking, ihren Betrieb aufgenommen. Ab Herbst sollen unterstützende Beratungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsmöglichkeiten gebündelt und in Ergänzung zu den bereits bestehenden Programmen der Hochschulen angeboten werden. Die Homepage www.hra-hamburg.de gibt bereits jetzt zahlreiche Informationen zur Hamburger Forschungslandschaft und Hilfestellungen rund um wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Karrierewege an den Hamburger Hochschulen. 

Mitglieder-Hochschulen der Hamburg Research Academy:

Universität Hamburg (UHH); Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) Technische Universität Hamburg (TUHH); HafenCity Universität Hamburg (HCU); Helmut-Schmidt-Universität (HSU); Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HFMT); Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK); Bucerius Law School (BLS); Kühne Logistics University (KLU)

Seit Montag ist eine Gruppe von 13 Studierenden und Lehrenden des Illinois Institute of Technology für rund einen Monat zu Gast an der HCU Hamburg. Gemeinsam mit HCU-Studierenden erkunden die Gäste urbane Wasserräume in Hamburg und ziehen Vergleiche mit der Hamburger Partnerstadt Chicago. Ein langfristiger Ausbau der transatlantischen Kooperation ist geplant.

Begrüßung der Studierenden und Lehrenden des Illinois Institute of Technology Chicago (IIT) an der HCU Hamburg

Bild: HCU Hamburg

Auf den Besuch der Studierenden und Lehrenden aus Chicago folgt anschließend ein Gegenbesuch von fünf Hamburger Professorinnen und Professoren sowie rund 45 Studierender im Oktober in Chicago.  Die teilnehmenden Lehrenden, Studierenden und Kooperationspartner übernehmen verschiedene Rollen und fungieren als Gastgeber und Gäste. Im Rahmen eines Entwurfsprojektes sowie eines Seminars erforschen die Studierenden der HCU Hamburg aktuell gemeinsam mit den Gästen aus Chicago unterschiedliche Wasserräume in Hamburg. In dem Seminar mit dem Titel „BILLE-LAND – Wasser als sozialer Raum“ steht beispielsweise die Erkundung des Billebogens mit Booten und die Erarbeitung von Mappings des Gebiets sowie die Erstellung von Geräuschkulissen der vielfältig genutzten urbanen Wasserlandschaft des Areals auf dem Programm. Die internationale Studierendengruppe präsentiert am 26. Mai erste Ergebnisse während der „Hallöchen Wasserparade“ der Hallo Festspiele im Kraftwerk Bille. 

Die unmittelbare Lage am Wasser hat in den beiden Partnerstädten Chicago und Hamburg eine wichtige Bedeutung für ihre historische und wirtschaftliche Entwicklung sowie ihre Lebensqualität. Der Rückgang und die Verlagerung des flächenintensiven Hafengewerbes und der Industrieanlagen am Wasser setzen erhebliche Flächenpotenziale frei. Inwieweit diese zugunsten integrierter Arbeits- und Wohnformen neu definiert werden können, damit beschäftigen sich Studierende und Forschende von der HCU Hamburg und dem Illinois Institute of Technology (IIT) in Chicago in den kommenden Wochen und Monaten.

Das Projekt urban waters wurde von Prof. Paolo Fusi (HCU, Städtebaulicher Entwurf und Urban Design), Prof. Jörg Knieling (HCU, Stadtplanung und Regionalentwicklung), Prof. Klaus Sill (HCU, Studiendekan Architektur), Prof. Antje Stokman (HCU, Architektur und Landschaft) und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka in enger Zusammenarbeit mit Prof. Martin Kläschen (IIT, Architektur) sowie Michelangelo Sabatino (IIT, Dekan) und  Martin Felson (IIT Director) ins Leben gerufen und verknüpft verschiedene Lehr- und Forschungsformate der Kooperationspartner miteinander.

Das transatlantische Kooperationsprojekt startet im Sommersemester 2018 mit gemeinsamen Lehrveranstaltungen in Hamburg und Chicago, und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Die Ergebnisse des Kooperationsprojektes sollen im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2019, dem 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses und der Chicago Architecture Biennale 2019 ausgestellt, diskutiert und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Antje Stokman, Architektur und Landschaft
+49 (0)40 42827 4313
antje.stokman(at)hcu-hamburg.de

Vom 9. bis 12. September 2018 findet das 16. Internationale Fernwärme- und Fernkältesymposium („International Symposium on District Heating and Cooling”, DHC2018) an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) statt. Das zum ersten Mal in Hamburg stattfindende Symposium ist der weltweite Treffpunkt für Fernwärme- und Fernkälteexpertinnen und -experten aus Wissenschaft und Industrie. DHC2018 bietet Lösungen, Innovationen und Best-Practice-Beispiele, die die Energie aus den Regionen zu einem Eckpfeiler einer nachhaltigen Energiezukunft machen.

Bild: HCU Hamburg

Die beim Symposium präsentierten Themen umfassen unter anderem städtische Energiesysteme, Planung und Entwicklung, Ressourceneffizienz und Umweltbezug, Fernwärme und Fernkältesysteme, Sektorkopplung und hybride Energienetze. Des Weiteren wird über Digitalisierung, Politik und Regulierung, Kundenbeziehungen und Markt sowie Flexibilitätsoptionen in Energiesystemen im Bereich der Fernwärme und Fernkälte diskutiert. Das Programm enthält mehr als 80 Vorträge und Präsentationen, 250 Teilnehmende aus der ganzen Welt werden erwartet. Für die Eröffnung der Veranstaltung sind mit Impulsvorträgen eingeladen: Prof. Henrik Lund (Aalborg Universität, Dänemark), Prof. Bruno Lacarriére (IMT Atlantique, Frankreich) und Paul Voss (Geschäftsführer des Europäischen Dachverbandes Euroheat & Power für Fernwärme und Kraftwärmekopplung). Neben Vorträgen und Posterpräsentationen von Forschenden aus der ganzen Welt findet eine Podiumsdiskussion zu einem aktuellen Thema des Energiebereichs statt. Messestände von Branchenvertretern sowie Netzwerk-Veranstaltungen ergänzen die Veranstaltung. 

Das Symposium DHC2018 wird unter der Leitung von  Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (HCU Hamburg) gemeinsam mit dem Energieeffizienzverband für Wärme und Kälte e.V. (AGFW), an der HCU Hamburg organisiert. Die Schirmherrschaft trägt der Bereich DHC der International Energy Agency (IEA). Seit mehr als drei Jahrzehnten ist das Internationale Fernwärmesymposium (DHC) eine der wichtigsten internationalen Veranstaltungen für den Austausch der Erkenntnisse industrieller und akademischer Forschung auf dem Gebiet der Fernwärme und Fernkälte. Das alle zwei Jahre stattfindende Symposium fand zuletzt 2016 in Seoul, Südkorea, statt. 

Eine Registrierung für das Symposium ist noch bis Ende August möglich. Für weitere Informationen und Neuigkeiten besuchen Sie bitte die offizielle Website: https://www.dhc2018.eu 

Kreativberufe gelten heute als Paradebeispiel für selbstbestimmtes Arbeiten jenseits von festen Anstellungsverhältnissen und Pflichterfüllung. Einen Bruch erfährt dieses Ideal jedoch durch die prekären Verhältnisse, in denen viele Angehörige der Kreativbranche leben, erläutert Alexandra Manske in ihrem Beitrag für die taz. An der HCU forscht die Sozialwissenschaftlerin in einem von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Forschungsprojekt zu „Interessenvertretungen im Kulturbereich“.

taz Online: "Schuften im Namen der Freiheit"

Datum: 21.04.2018

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In langer Tradition zeichnete gestern Abend die Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung zum 16. Mal Studierende der Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) aus. Der Förderpreis ist in diesem Jahr mit der Rekordsumme von insgesamt über 12.000 Euro dotiert.

Verleihung der Förderpreise der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung in Tostedt

Bild: Roman Jupitz

Die Stiftung honorierte die neun besten Master-Arbeiten des Jahres 2017 mit je 750 Euro sowie ebenfalls die neun besten Bachelor-Absolvierenden mit je 500 Euro. Darüber hinaus wurde ein Studienprojekt mit 1.000 Euro ausgezeichnet. Nach Gruß- und Dankesworten von Prof. Thomas Krüger, Arbeitsgebiet Projektentwicklung und Projektmanagement in der Stadtplanung an der HCU, wurden die Studienpreise des Jahres 2017 in Tostedt verliehen. 

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung wieder besonders gute Studierende der HCU in einem so großen Umfang prämiert. Die diesjährigen Arbeiten zeigen in der Vielfalt ihrer thematischen Ansätze – kommunal und international, ingenieur- und gesellschaftswissenschaftlich, Problem- und Berufsfeldbezogen – dass das Konzept der engen Zusammenarbeit von Disziplinen an der HCU in  Studium und Lehre umgesetzt wird. Die Themen haben sowohl konkreten als auch visionären Zuschnitt“, sagte Thomas Krüger.

In weiteren Grußworten würdigten Anette Randt, Stellvertretende Landrätin des Landkreises Harburg und Wilfried Uhlmann, Vorstandsvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) die Leistungen der HCU-Absolventinnen und Absolventen. Übergeben wurden die Preise im feierlichen Rahmen durch Irene Vorwerk, Vorstand der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung und Hanjürgen Grabner, Mitglied des Stiftungsrates.

„Diese nunmehr 16. Preisverleihung bedeutet für die Irene und Friedrich Vorwerk Stiftung und natürlich auch für die Firmengruppe VORWERK eine Kontinuität, die ich persönlich sehr schätze. Bei der Durchsicht der Arbeiten komme ich zwangsläufig immer wieder mit Fragen und Gedanken in Berührung, die junge Menschen beschäftigen. Dadurch ist dieser Preis nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen – was für mich interessanten Input bei hochaktuellen Themen bedeutet“, erläuterte Hanjürgen Grabner.

Die Preisträger des Förderpreises der Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung 2017


Master of Science-Förderpreise 2017

 

Nils Böttcher
„Building Information Modeling – Stand der Anwendung und Bedeutung für den Berufsstand des Architekten“
Gutachter: Prof. Dipl-Ing. Reinhold Johrendt, Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger
Note der Masterthesis: 1.0

Farina Bohnsack
„Das Urbane Gebiet. Untersuchung der neuen Baugebietskategorie anhand eines Planspiels für das Areal 'Alte Muthesius Kunsthochschule' in Kiel“
Gutachter: Prof. Dr. Jörg Pohlan, Prof. Dr. Martin Wickel
Note der Masterthesis: 1.0

Patrick Dehn
„Integrierte Unterbringung von Geflüchteten. Politischer und konzeptioneller Integrationsanspruch im Rahmen von Unterbringungskonzepten in Norddeutschland”
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling M.A., Nancy Kretschmann M. Sc.
Note der Masterthesis: 1.0

Astrid Großmann
„Innovative Prozesse unter der Lupe. Neue Wege an der Schnittstelle Planungsinstitution und Zivilgesellschaft“
Gutachter: Prof. Dr. Gernot Grabher, Dr. Joachim Thiel
Note der Masterthesis: 1.3

Sonja Hirt
„Urbane Ruhe- und Erholungsräume. Eine Untersuchung der Funktion und Bedeutung urbaner Ruhe- und Erholungsräume am Beispiel der Städte Herne und Paderborn in Anbetracht einer gesundheitsfördernden Stadtplanung“
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger, Dipl.-Ing. Stefan Kreutz
Note der Masterthesis: 1.0

Victoria Mutzek
“Urban Food Revolution. Städtische Ernährungsstrategien und Food Pioniere für die Nachhaltigkeitstransformation des Ernährungssystems”
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling M.A., Dipl.-Ing. Toya Engel

Note der Masterthesis: 1.0
Marie Malchow
“The transformation of squatter settlements and its impacts on the daily life of the inhabitants. The case of the redevelopment of Dikmen Valley, Ankara”
Gutachter: Prof. Dr. Monika Grubbauer, Dipl. Soz. Hazal N. Budak-Kim
Note der Masterthesis: 1.0

Ann-Sophie Ort
„Kommunale Wärmeplanung – Umsetzung der Wärmewende auf kommunaler Ebene“
Gutachter: Prof. Dr. Martin Wickel, Dr. Cathrin Zengerling
Note der Masterthesis: 1.0

Evgenia Yosifova
„The Challenge Of Urban Transformation In Post-Socialist Countries. How can policymakers slow down the process of urban shrinking in Bulgaria?“
Gutachter: Prof. Irene Peters Ph.D., 2. Galya Vladova, M.Sc.
Note der Masterthesis: 1.3

 

M2 Studienprojekt-Förderpreise 2017

 

Antonia Bock, Lena Faster, Anna Hensel, Lukas Jahreis, Konstantin Niewelt, Katharina Sinnigen
Thema des Studienprojektes:
„Klimaanpassung im Holzhafenquartier Schwerin“
Projektbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling
Note: 1.3

 

Bachelor of Science-Förderpreise 2017


Mareike Eva Duncker
„Planungsrechtliche Situation von Ferienwohnungen nach der Novelle der BauNVO 2017“
Note der Bachelorthesis: 1,0

Anna Desiree Holzinger
„Städtebaulicher Entwurf Holstenbrauerei Hamburg“
Note der Bachelorthesis: 1,3

Helena Bernhardt
„Die Zukunft des Veringkanals als Kulturkanal? Von der Entwicklung eines ehemaligen Industriekanals“
Note der Bachelorthesis: 1,3

Melina Karsupke
„Innenentwicklung ohne Grenzen? Ansätze für die Weiterentwicklung rechtlicher Instrumente zur planerischen Umsetzung qualifizierter, doppelter Innenentwicklung“
Note der Bachelorthesis: 1,0

Philipp Rosenow
„Hopfenviertel - Städtebaulicher Entwurf zur Konversion der Holsten Brauerei in Hamburg Altona“
Note der Bachelorthesis: 1,3

Johanna Carstensen
„Einheimische Pflanzen für das Hamburger Straßengrün“
Note der Bachelorthesis: 1,3

Naomi Sam
„Kultur in der neoliberalen Stadt: Die aktuelle Debatte um den Ausverkauf der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin“
Note der Bachelorthesis: 1,3

Johanna Svenja Fuhlendorf
„Das Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und Projektentwicklung am Beispiel des Commerzbankareals am Neß in der Hamburger Altstadt“
Note der Bachelorthesis: 1,3

Lukas Hoberg
„Generationenwechsel im Zuge des demografischen Wandels - Chancen und Herausforderungen für die Stadtentwicklung“
Note der Bachelorthesis: 1,7

 

Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung

Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung wurde am 9. Oktober 1997 von Irene und Friedrich Vorwerk ins Leben gerufen. Sie ist Ausdruck der tief empfundenen moralischen Verpflichtung der Eheleute, einen Teil ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Mit der Stiftung wurden alle ihre vielfältigen sozialen Aktivitäten unter einem Dach gebündelt. Ihre Aufgabe ist die Förderung von mildtätigen, kulturellen und wissenschaftlichen Projekten sowie der Jugend- und Altenhilfe. Die Philosophie von Friedrich Vorwerk, hilfsbedürftige Personen und gemeinnützige Projekte schnell und unbürokratisch zu unterstützen, wird von den Vertretern der Stiftung weiterhin konsequent umgesetzt.

 

Kontakt:

Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung
Stiftungsrat
Lilian Bormann
+49 (0)4182 1047
stiftung(at)friedrich-vorwerk.de

HafenCity Universität Hamburg (HCU)
Jost Backhaus, Referat Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus(at)vw.hcu-hamburg.de

Vom 15. bis zum 21. April 2018 nehmen 28 Studierende der Cairo University bereits zum dritten Mal an einem vom DAAD unterstützten Workshop zur „ressourceneffizienten und klimagerechten Quartiersentwicklung“ teil. Auch in dieser Woche werden wieder ägyptische Studierende des Department of Architecture der Faculty of Engineering der Cairo University mit Studierenden des Master-Studienprogramms Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP) der HCU Hamburg erste Projektideen erarbeiten, die im Laufe des Sommersemesters weiterentwickelt werden.

Die Teilnehmenden der Cairo University werden während der Woche Beispiele nachhaltiger Stadtentwicklung in Hamburg kennenlernen, Strategien und Lösungsansätze ressourceneffizienter Stadtentwicklung erörtern und gemeinsam mit REAP-Studierenden des zweiten Semesters einzelne Nachbarschaften daraufhin analysieren.

Die Veranstaltung basiert auf einer langjährigen Kooperation zwischen Prof. Sahar Attia und Prof. Heba Khalil des Departments of Architecture der Faculty of Engineering der Cairo University und  Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut im Rahmen des REAP-Masterprogramms an der HCU, und ist Teil eines Austauschprojektes, das  Studierenden und wissenschaftlichem Personal beider Fachbereiche Forschungsaufenthalte an der jeweiligen Partneruniversität ermöglicht. Seit 2016 finden darüber hinaus sowohl in Hamburg als auch in Kairo gemeinsame Workshops statt, die auf beiden Seiten in bestehende Lehrveranstaltungen integriert sind. Die Ergebnisse der letzten beiden Projekte, die in Kairo durchgeführt wurden, haben die Studierenden in Broschüren zusammengefasst

Das Projekt der HCU ist Teil des DAAD Förderprogramms „Hochschuldialog mit der islamischen Welt“, in dem neben dem wissenschaftlichen auch der kulturelle Austausch im Mittelpunkt steht. 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Dipl.-Ing. Sonja Schlipf
Tel.: 040 42827 5347
sonja.schlipf(at)hcu-hamburg.de

Der Architekt Daniel Mondino wurde zum 1. Februar 2018 im Rahmen einer Stiftungsprofessur an die HafenCity Universität Hamburg (HCU) berufen. Er übernimmt die erste von zwei neu geschaffene Stiftungsprofessuren für Digitales Integriertes Prozessmanagement mit dem Schwerpunkt Planen, die durch die EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung gefördert wird. Die neue Stiftungsprofessur soll vor allem die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Planungswerkzeugen wie „Building Information Modeling“ (BIM) fördern und den interdisziplinären Austausch stärken.

Prof. Daniel Mondino mit Förderern Uwe Heinrich Suhr und Lutz Basse

Bild: HCU Hamburg

Prof. Daniel Mondino freut sich auf die neue Herausforderung an der HCU Hamburg: „Ich möchte die HCU Hamburg zu einem Hotspot für modellbasierte Planungs- und Bauprozesse in Deutschland entwickeln und mit Hamburg als digitalen Standort im bundesweiten Vergleich stärken.“

Building Information Modeling („Bauwerksdatenmodellierung“), kurz BIM, bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. Das Bauwerk wird dabei als virtuelles Modell auch geometrisch visualisiert. Als grundlegende Innovation wird Building Information Modeling bereits heute im Bauwesen, zur Bauplanung und Bauausführung angewandt. 

„BIM ist eine kooperative Arbeitsmethodik auf der Grundlage von Transparenz und Offenheit. Genau das wünsche ich mir für meinen Start an der HCU: Eine Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen auf der Grundlage von Offenheit und Interdisziplinarität. BIM ist eine Querschnittsdisziplin und kann nur in einem kooperativen Ansatz entwickelt werden. BIM passt perfekt zu dem interdisziplinären Ansatz der HCU“, so Mondino.

Hamburg und die HCU stellen für Mondino ein perfektes Lehr- und Forschungslabor dar, um neue Projekte rund um das Thema BIM zu steuern: „Mit der Initiative planen-bauen 4.0 und dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung werde ich an einer Plattform für modellbasierte Bauanträge arbeiten. Darüber hinaus werde ich zusammen mit Prof. Dr. Annette Bögle und Prof. Dr. Reinhold Johrendt den Gedanken eines interdisziplinären BIM-Hotspots für Hamburg weiterentwickeln und etablieren“, so Mondino. „Darüber hinaus möchte ich die zukünftige Ausrichtung der planenden Berufe erforschen, denn in fünf bis zehn Jahren werden wir durch die Digitalisierung in einem vollkommen anderen Berufsumfeld arbeiten als heute. Dementsprechend müssen wir auch unsere Lehre neu ausrichten. Künstliche Intelligenz und Robotik sind dabei nur zwei wesentliche Stichworte.“

Der Stifter Uwe Heinrich Suhr beglückwünscht und erläutert: " Herzlichen Glückwunsch zur Berufung von Prof. Daniel Mondino zur Übernahme der Stiftungsprofessur für Digitales Integriertes Prozessmanagement an der HCU. Den Dialog und den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Forschung und Praxis zu fördern ist ein Kernanliegen unserer Stiftung. Dazu bieten wir neben der Förderung dieser Stiftungsprofessur insbesondere auch engagierten Studenten die Möglichkeit im Rahmen von studienbegleitenden Praktika an Planung und Bau von anspruchsvollen Bauvorhaben unter BIM-Konventionen mitzuwirken."

Daniel Mondino hat bis 1986 Architektur an der ETH Zürich studiert. und anschließend bis 1991 für verschiedene Architekturbüros in Basel und St. Gallen gearbeitet. Nach seinem Umzug 1991 nach Hamburg arbeitete er für die Architekturbüros GRS und P+R. Seit 1996 ist Mondino selbständig als Architekt tätig, zunächst im Büro mh architekten und ab 2008 mit dem Büro Mondino Architekt BDA. 2006 wurde Mondino  in den Bund Deutscher Architekten BDA berufen. 2013 folgte die Gründung von Core architecture, Kölln & Mondino GbR. Das Büro beschäftigt sich intensiv mit modellbasierten Planungswerkzeugen. Er ist Initiator des BIM-Arbeitskreises an der Hamburgischen Architektenkammer und Mitinitiator des BIM HUB Hamburg. 2015 war Mondino Mitglied der Autorengruppe des Stufenplans zur Einführung von BIM in Deutschland, im Rahmen seiner Tätigkeit für planen-bauen 4.0 GmbH; Mondino arbeitet in verschiedenen Arbeitsgruppen zum Thema digi¬tales Planen und Bauen, wie z.B. bei der Bundesarchitektenkammer, dem VDI und im DIN.

Die 1999 gegründete EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung fördert soziale und gesellschaftliche Aufgaben und unterstützt Wissenschaft und Forschung. Neben der Schaffung der Stiftungsprofessur unterstützt die Stiftung an der HCU Hamburg regelmäßig Projekte und fördert mehrere Studierende mit dem Deutschlandstipendium. Zudem trägt die Stiftung einen engen Bezug zur EUROPA-CENTER AG. Das Unternehmen wurde 1972 von Uwe Heinrich Suhr gegründet und ist zu einer erfolgreichen Immobiliengruppe herangewachsen. Unter der eingetragenen Marke EUROPA-CENTER vereint das Unternehmen 24 anspruchsvolle Gewerbeprojekte in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Berlin und Essen sowie demnächst auch in Frankfurt am Main und Barcelona.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Daniel Mondino
Tel. 040 42827 4065
daniel.mondino(at)hcu-hamburg.de

Der Beitrag auf Spiegel Online behandelt einen möglichen Abriss des Flughafens Berlin. „Der reinen Lehre nach sei ein Abriss dann sinnvoll, wenn der Zweck für die Errichtung des Bauvorhabens nicht erfüllt werden kann“, zitiert Spiegel Online den Bauökonom und HCU-Prof. Reinhold Johrendt. Im Fall des Flughafens Berlin sei das die Aufnahme des Flugbetriebs. Solange der sichere Transport von Passagieren und Fracht, etwa wegen Mängeln im Brandschutz nicht aufgenommen werden kann, ist ein Abriss, zumindest theoretisch, möglich.

SPIEGEL Online: "Ein Abriss wäre ein Eingeständnis des Scheiterns"

Datum: 01.04.2018

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Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt, traf am Donnerstag (22. März 2018) Vertreterinnen und Vertreter der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der Stadt Hamburg. Ansip informierte sich im CityScienceLab der HCU Hamburg über die digitale Strategie der Stadt Hamburg sowie aktuelle Lösungen aus der Forschung zur Digitalisierung von Städten.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Gesa Ziemer (Vize-Präsidentin Forschung und Direktorin des CityScienceLabs der HCU Hamburg), stellte Matthias Wieckmann (Leitstelle Digitale Stadt der Hamburger Senatskanzlei) Hamburgs Pläne zur Digitalisierung vor. Mit der Strategie der Digitalen Stadt möchte der Hamburger Senat die Chancen des technologischen Fortschritts zur Verbesserung von Hamburgs Lebensqualität und wirtschaftlicher Attraktivität nutzen. Wie der Einsatz innovativer Technologien das Verkehrsmanagement in Hamburg weiterentwickeln kann, präsentierten im Anschluss Sebastian Hetzel (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) sowie Jeff Marengwa (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer). Prof. Dr. Gesa Ziemer, Astrid Köhler (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) sowie Matthias Kuhr (Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg) zeigten den Gästen praktische digitale Lösungen zur Vermittlung von Prozessen der Stadtentwicklung, darunter der Location-Finder und das Projekt „FindingPlaces“ des CityScienceLabs und eine Virtual Reality Anwendung der HAW aus dem Gesamtprojekt „Speicherstadt Digital“ der Behörde für Kultur und Medien.

Prof. Dr. Gesa Ziemer: „Hamburg setzt konsequent darauf, digitale Lösungen in allen Lebensbereichen einzusetzen. Das ist kein Selbstzweck – ob in der Bildung, der Mobilität oder Stadtplanung. Wir wollen damit mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger erreichen. Projekte wie FindingPlaces und Technologien wie die interaktiven Location-Finder ermöglichen neue Formen der digitalen Bürgerbeteiligung. Darüber hinaus bieten offene, urbane Datenplattformen eine besondere Chance für die Transparenz in der Stadtentwicklung und unterstützen weitere Innovationen.“

FindingPlaces, die interaktive Flächensuche für Flüchtlingsunterkünfte wurde im Auftrag der Stadt Hamburg vom CityScienceLab der HCU Hamburg von Februar bis September 2016 entwickelt und umgesetzt. Im vergangenen Sommer hatte das EU-Programm URBACT Hamburg für das Projekt „FindingPlaces“ als „Good Practice“-Stadt ausgezeichnet. Die EU-Auszeichnung als Good Practice-Stadt ermöglicht den 97 ausgezeichneten Städten einen breiten Erfahrungsaustausch im Bereich der nachhaltigen, integrierten Stadtentwicklung. Der Besuch Ansips in Hamburg intensiviert den europaweiten Dialog zum Thema. Ansip war von 2005 bis 2014 Ministerpräsident Estlands, das als Vorreiter für gelebte Digitalisierung gilt.

Wie kann die Lebensqualität in den Quartieren einer wachsenden Stadt erhalten bleiben? Mit dem Projekt „Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Quartier“ entwickelt ein interdisziplinärer Forschungsverbund Maßnahmen, mit denen die Gesundheit und Lebensqualität in ausgewählten sozial benachteiligten Quartieren verbessert werden kann. Diese werden mit den Betroffenen gemeinsam entwickelt. Prof. Dr. Jörg Pohlan, Professor für Stadtentwicklung und Quantitative Methoden der Stadt- und Regionalforschung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU), unterstützt den Forschungsverbund.

Gesundheit im kleinräumigen Gebiet ist ein hochaktuelles Thema. Allein in Hamburg befassen sich rund 40 Projekte mit Gesundheit – oder Krankheit – im Quartier. Bundesweit sieht der Trend ähnlich aus. In dem Verbundprojekt „Gesunde Quartiere“ gehen Forscherinnen und Forscher unter anderem folgenden Fragen nach: Welche Indikatoren sind geeignet, die gesundheitliche Lage verschiedener Quartiere abzubilden? Wie ist die gesundheitliche Situation vor Ort und welcher Bedarf ergibt sich daraus für die Gesundheitsförderung und Prävention? Können gesundheitsförderliche Maßnahmen, die auf Quartiere ausgerichtet sind, zu einer Reduzierung von gesundheitlicher Ungleichheit beitragen? Wie kann eine quartiersbezogene Gesundheitsförderung partizipativ gestaltet werden?

Diese Themenfelder bearbeitet ein hochschulübergreifender Forschungsverbund, in dem Forscherinnen und Forscher von vier Hochschulen beteiligt sind, beispielhaft in sechs Hamburger Quartieren mit unterschiedlichem Sozialstatus. Die Freie und Hansestadt fördert das Projekt im Rahmen der Landesforschungsförderung für dreieinhalb Jahre. Projektstart war im Juli 2017. Im Sommer 2018 startet eine Befragung zufällig ausgewählter Einwohner der Quartiere zu verschiedenen Einflussfaktoren auf ihre gesundheitliche Situation. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen Aufschluss über die gesundheitliche Lage in den Quartieren geben und Ansatzpunkte für Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die Verbundpartner sind: Prof. Dr. Joachim Westenhöfer, Professor für Ernährungs- und Gesundheitspsychologie und Prof. Dr. Susanne Busch, Professorin für Gesundheitsökonomie und -politik, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck, Direktor des Instituts für Medizinsoziologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, PD Dr. Enno Swart vom Institut für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Prof. Dr. Jörg Pohlan, Professor für Stadtentwicklung und Quantitative Methoden der Stadt- und Regionalforschung an der HCU Hamburg. 

Weitere Informationen: www.gesundequartiere.de

37 Neuntklässlerinnen vom Matthias-Claudius-Gymnasium, Albrecht-Thaer-Gymnasium und Gymnasium Buckhorn in Hamburg erhielten am Dienstag und Mittwoch im Rahmen der Initiative mint:pink einen Einblick in die Arbeitswelt von Wissenschaftlerinnen an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Begleitet durch Architektinnen im Fachbereich Tragwerksentwurf entwarfen und bauten Schülerinnen eigene Brücken. Eine zweite Gruppe Schülerinnen programmierte im CityScience Lab digitale Karten, um die Wechselwirkungen von Stadt und Digitalisierung besser verstehen zu können.

Bild: Initiative NAT, Claudia Höhne

Die Initiative NAT (kurz für Initiative Naturwissenschaft & Technik) will mit dem im Jahr 2013 entwickelten Programm „mint:pink“ Mittelstufenschülerinnen Mut machen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) in der Oberstufe, und sie für naturwissenschaftliche und technische Berufe begeistern. Das Projekt begleitet Mädchen von der Mittelstufe bis zum Abitur und wird mit über 50 Kooperationspartnern umgesetzt. Die Schülerinnen besuchen an unterschiedlichen Programmtagen in Kleingruppen Unternehmen, Hochschulen und andere wissenschaftliche Institutionen, befragen Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen, experimentieren und analysieren. Die HCU Hamburg zählt ebenfalls zu den Projektpartnern und bietet regelmäßig Labor- und Praxistage im Rahmen von mint:pink für die Schülerinnen an.

Einen ausführlichen Beitrag über den Besuch der Schülerinnen im CityScience Lab hat die Inititative NAT veröffentlicht.

E-Mobility zur Bewahrung der Schöpfung: Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein erstellt als bundesweit erste kirchliche Einrichtung ein kommunales Elektromobilitätskonzept. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) untersucht dabei ab sofort als Forschungspartner, welche Strukturen für Elektromobilität im Kirchenkreis aufgebaut werden können.

Bild: Pexels, CC0-Lizenz

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut und Thomas Prill werden im Rahmen des Projektes Standortuntersuchungen im Hamburger Westen durchgeführt und die Mitarbeitenden des Kirchenkreises zu ihrem Mobilitätsverhalten und der Akzeptanz von Elektromobilität befragt.

23 Kirchengemeinden, fünf diakonische Einrichtungen und zwei Kindergärten beteiligen sich am Forschungsprojekt des Kirchenkreises, der bereits zwei Elektroautos in Hamburg-Lokstedt besitzt. Durch seine zahlreichen Standorte und Flächen im städtischen und ländlichen Raum bietet der Kirchenkreis großes Potenzial für den weiteren Ausbau der Elektromobilität. 

Ende November 2018 sollen die Untersuchungsergebnisse der HCU Hamburg vorliegen. Das daraus entwickelte Elektromobilitätskonzept soll dann konkrete Vorschläge liefern, zum Beispiel an welchen Orten Aufladestationen platziert oder wie Elektroautos und -fahrräder in Sharing-Konzepten genutzt werden können.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie „Elektromobilität vor Ort“ mit rund 80.000 Euro. Das Projekt ist Teil der Aktivitäten des Kirchenkreises zum Klimaschutz: Bis zum Jahr 2050 soll der Kirchenkreis klimaneutral sein, dieses Ziel beruht auf dem Klimaschutzgesetz der Nordkirche. 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Thomas Prill
Tel. 040 42827-4586
thomas.prill(at)hcu-hamburg.de 

Wie wirkt Star-Architektur auf eine Stadt? Im spanischen Bilbao hat das Guggenheim-Museum von Architekt Frank Gehry zu einer Wandlung der Stadt in eine kulturelle Metropole beigetragen. Andernorts hoffen Städte nun ebenfalls auf den „Bilbao-Effekt“ – durch attraktive Bauten will man die eigene Stadt ökonomisch und sozial besser positionieren. Ein Team des Fachbereichs Städtebau und Quartiersplanung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) um Prof. Dr. Michael Koch und Dipl.-Ing. Timothy Pape hat im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes die Auswirkungen von drei prominenten Bauprojekten untersucht.

Bild: Georg Mittenecker, CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/

Unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) und in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin (TU) untersuchten die Forschenden der HCU Hamburg in Fallstudien anhand von drei Gebäuden, ob die erhofften Effekte eintreten: Das Kunsthaus Graz, das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) und das Wissenschaftszentrum phaeno in Wolfsburg standen im Mittelpunkt des zweijährigen Forschungsprojektes "Star Architecture and its role for re-positioning small and medium sized cities".

Ziel des Forschungsprojektes war es, das Verständnis für die Architektur dieser Projekte in einen breiteren soziokulturellen und politischen Kontext einzubetten. Bei den untersuchten Beispielen konnten positive ökonomische Auswirkungen wie ein wachsendes touristisches und kulturelles Angebot festgestellt werden, die jedoch keine Neupositionierung der Städte bewirkten. Auch konnten die Forschenden keine nachhaltige Abhängigkeit zwischen den wirtschaftlichen Effekten der Star-Architektur und sozioökonomischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie im Tourismus erkennen. Als besonders nachhaltige Effekte der drei Bauwerke erwiesen sich die strukturellen und räumlichen Veränderungen im Stadtbild, die jedoch weniger mit dem Status der Gebäude als „Star-Architektur“ in Zusammenhang standen.

Der zum fünften Mal stattfindende Schulbau-Wettbewerb wurde in diesem Jahr erstmals interdisziplinär angelegt: Gemischte Teams aus Architektur-Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU) sowie Pädagogik-Studierenden der Universität Hamburg haben gemeinsam Entwürfe für ein Schulbau-Vorhaben der Stadt Hamburg erstellt, die beim internationalen Schulbau Salon 2018 am 7. und 8. Februar 2018 im Hamburg Cruise Center Altona präsentiert wurden.

Gewinner-Team der HCU Hamburg und der Universität Hamburg beim Schulbau Wettbewerb 2018

Bild: Cubus Medien Verlag GmbH/Pro Pictures Dirk Ewald

Für den Wettbewerb 2017/18 wurde die Neuerstellung einer Grundschule und einer weiterführenden Schule im Elbinselquartier in Wilhelmsburg ausgewählt. Neun interdisziplinäre Teams beschäftigten sich mit dem realen, zur Umsetzung anstehenden Schulbauprojekt, das von den Kooperationspartnern Schulbau Hamburg (SBH) und der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ausgewählt wurde. 

Mit dem ersten Preis und 1.200 Euro wurde das Team Felix Behnecke (HCU), Paul Schneider (HCU), Anne-Lena-Hennings (UHH) und Elisabeth Gajare (UHH) ausgezeichnet. Ihr Entwurf verbindet architektonisch und im pädagogischen Konzept die Ansprüche der verschiedenen Schulformen und Altersgruppen unter den Bedingungen von Inklusion und Ganztagesbetreuung. Der zweite Preis (800 Euro) ging an Veronika Rehwinkel (HCU), Christine Dold (UHH) und Mary Muhsal (UHH). Der dritte Preis (600 Euro) wurde an Candy Lück (HCU), Marina Schröder (HCU), Lisa-Marie Brinkmann (UHH) und Jana Evers (UHH) verliehen. Eine Anerkennung für ein besonderes pädagogisches Konzept (300 Euro) erhielten Johanna Dorn (HCU), Finn Martens (HCU), Haithem Ouaja (UHH) und Matthias Dolezyk (UHH).

Initiiert und ausgelobt wurde der Studentische Architektur Wettbewerb Schulbau vom Cubus Medien Verlag. Fachlich begleitet wurden die Studierenden durch Prof. Florian Fink, Professor für Entwurf und Baukonstruktion an der HCU Hamburg sowie Prof. Dr. Angelika Paselka, Erziehungswissenschaftlerin der Universität Hamburg.

Die Bevölkerung Äthiopiens hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr als verdreifacht. Städteplaner haben nun eine Lösung gefunden und wollen mit einem Stadtentwicklungsprojekt die Landflucht in dem afrikanischen Land eindämmen: 8.000 neue Städte sollen im ländlichen Gebiet von Äthiopien entstehen. Die Regierung in Addis Abeba ist bereits überzeugt und will tausende neue Kleinstädte bauen. Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Dieter Läpple (HCU Hamburg), Prof. em. Franz Oswald (ETH Zürich) und dem Äthiopier Dr. Zegeye Cherenet, der 2016 an der HCU Hamburg promovierte. Cherenet skizziert im Spiegel Online-Artikel, wie eine Urbanisierung ohne Landflucht gelingen kann.

Bild: Pexels

SPIEGEL ONLINE: "Äthiopien will 8000 neue Städte bauen"

Datum: 04.02.2018

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Im Rahmen des internationalen Workshops “¿Urban Voids? Buenos Aires – Hamburg”, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), haben sich vom 12. bis 19. März 2017 in Buenos Aires jeweils acht deutsche und argentinische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zu urbanen Fragen in beiden Metropolen ausgetauscht. Veranstaltet wurde der Workshop von Prof. Dr. Ingrid Breckner von der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit Prof. Alicia Gerscovich von der University of Buenos Aires. Die Ergebnisse des Workshops sind ab sofort online verfügbar.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Workshops “¿Urban Voids? Buenos Aires – Hamburg” in Buenos Aires

Bild: HCU Hamburg

Ziel des Projektes war der Start einer längerfristig angelegten interdisziplinären wissenschaftlichen Kooperation zum Themenfeld urbaner Transformationen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Wirklichkeiten in Buenos Aires und Hamburg boten dabei Gelegenheit, im bilateralen Austausch anhand konkreter Aufgaben voneinander zu lernen und mit unterschiedlichen fachlichen Erfahrungen neue Perspektiven für Wissenschaft und Praxis gemeinsam zu erschließen.

Die englischsprachige Dokumentation des Workshops steht für die Öffentlichkeit auf dem Hochschulschriftenserver der HCU ab sofort frei zur Verfügung. Die Publikation informiert über die Notwendigkeiten einer solchen wissenschaftlichen Kooperation in konkreter fachlicher Zusammenarbeit und bietet textliche und visuelle Einblicke in die Arbeitsweise, Untersuchungsgebiete und Arbeitsergebnisse des Workshops. In einem ausführlichen Anhang werden die unterschiedlichen fachlichen Hintergründe und Kompetenzen der Teilnehmenden und der unterstützenden Partner erläutert.

Dokumentation: ¿Urban Voids? Buenos Aires - Hamburg. Report of the international workshop in Buenos Aires, March 2017.

Das Verständnis der Wasserflüsse auf der Erde spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Problemen wie den Veränderungen des Meeresspiegels, Wasserverfügbarkeit, Dürren oder Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels. Die Geodätin Prof. Dr. Annette Eicker der HafenCity Universität Hamburg (HCU) beteiligt sich an einer neuen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschergruppe, die unter Einbeziehung von Satellitendaten ein hydrologisches Modell weiterentwickeln will, um globale Wasserkreisläufe und -mengen besser zu quantifizieren.

Bild: Pexels, CC0-Lizenz

Globale hydrologische Modelle gibt es zwar bereits, doch die gleichzeitige Verwendung einer Vielzahl von Satellitendaten zur Modellverbesserung ist einzigartig: Eickers Teilprojekt an der HCU Hamburg trägt mit optimierten Datensätzen der GRACE-Satelliten (Gravity Recovery and Climate Experiment) zur Forschergruppe bei. Die 2002 gestartete Satellitenmission GRACE misst Gravitationsänderungen auf der Erde, wie sie beispielsweise beim Schmelzen von Eis, durch Niederschlag oder Verdunstung auftreten.

Die Forschergruppe mit dem Titel „Understanding the Global Freshwater System by Combining Geodetic and Remote Sensing Information with Modelling Using a Calibration/Data Assimilation Approach (Global CDA)” wird von der Hydrologin Prof. Petra Döll, Goethe-Universität Frankfurt, und dem Geodäten Prof. Dr. Jürgen Kusche, Universität Bonn, koordiniert. Die Forschergruppe erhält für die ersten drei Jahre insgesamt rund 2,9 Millionen Euro. Am Projekt sind insgesamt sieben Gruppen aus der Bundespublik beteiligt sowie je eine aus der Schweiz und aus Luxemburg.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Annette Eicker, Geodäsie und Ausgleichungsrechnung
+49 (0)40 42827 5216
annette.eicker@hcu-hamburg.de

Fahrzeuge bewegen sich autonom, die Auslastung von Verkehrsmitteln wird von Sensoren automatisch erfasst, Computer senden Empfehlungen zum staufreien Reisen auf Smartphones – digitale Technologien machen urbane Infrastrukturen zu intelligenten Systemen, Städte werden zu „Smart Cities“. Global agierende IT-Unternehmen sehen in der Digitalisierung von Infrastrukturen einen wachsenden Markt für ihre Hard- und Softwareprodukte. Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Smart Cities: Die Standardisierung der Stadt?“ unter der Leitung von Prof. Dr. Gernot Grabher und Dr. Joachim Thiel an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) untersucht in den kommenden drei Jahren den Prozess der globalen Ausbreitung von Smart City-Projekten.

Singapur ist eine der führenden Städte beim Einsatz von digitalen Technologien in der Stadtentwicklung.

Bild: Pexels, CC0-Lizenz

Das Forschungsvorhaben untersucht die Auswirkungen der in der Vermarktung von IT-Produkten liegenden Standardisierungsdynamik auf Städte. Zugespitzt formuliert: Wenn Stadtverwaltungen und Stadtwerke zukünftig ihre Infrastruktursysteme gewissermaßen von der Stange einkaufen können, bedeutet dies, dass sich Städte weltweit zunehmend angleichen?

Zur Beantwortung dieser Frage fokussiert die Untersuchung vor allem drei Spannungsfelder, in denen die Standardisierung ‚gebrochen’ wird: Erstens steht dem Wunsch der Technologieanbieter nach globaler Vermarktung die Notwendigkeit der Anpassung der jeweiligen Systeme an lokale Spezifika entgegen. Zweitens wird die Einbindung privatwirtschaftlicher Technologieanbieter in die Modernisierung urbaner Infrastrukturen aufgrund ihrer Expertise zwar dringend benötigt; dabei stellt sich jedoch die Frage, wie eine möglichst breite Zugänglichkeit zu öffentlichen Gütern gewährleistet bleiben kann. Drittens folgt die weltweite Ausbreitung von Smart City-Projekten einem widersprüchlichen geografischen Muster: Während die Technologien größtenteils aus den Industrieländern stammen, finden Pilotanwendungen überwiegend in Schwellenländern statt.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich das Ausmaß der Standardisierung nur konkret - auf Grundlage von lokalen Fallstudien - erfassen lässt.

Prof. Dr. Gernot Grabher: „Wie sehr sich die globale Standardisierungslogik durchsetzt, hängt von den jeweiligen konkreten Verhandlungen zwischen Technologieanbietern und städtischen Entscheidern vor Ort ab. In diesen Aushandlungsprozessen werden die Konflikte zwischen global und lokal, zwischen privat und öffentlich sowie zwischen Industrie- und Schwellenländern ausgetragen.“

Im Zentrum der Forschungsarbeit stehen die beiden Städte Amsterdam und Singapur. Beide Städte sind führend beim Einsatz von digitalen Technologien in der Stadtentwicklung. Darüber hinaus bilden sie auf idealtypische Weise den Unterschied zwischen Industrie- und Schwellenländern ab.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Gernot Grabher, Urban and Regional Economics
+49(0)40/42827-4568
gernot.grabher@hcu-hamburg.de 

Studierende und Lehrende des interdisziplinären Projekts "Places en relation" der Master-Studienprogramme Architektur und Urban Design der HafenCity Universität Hamburg (HCU) zeigen im Centre Pompidou, Paris, ihre Arbeit zu zehn öffentlichen Plätzen in Hamburg. Die vergleichende Forschung zu Platzpotenzialen wird vom 19. Januar bis zum 4. Februar 2018 im Zusammenhang mit der Ausstellung „La Nation et ses Fictions" in Paris zu sehen sein.

HCU-Studierende stellen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hors pistes #13: La Nation et ses fictions" im Centre Pompidou, Paris, aus.

Bild: Alexa Färber, Mona Mahall & Nora Unger

Die Initiatoren des internationalen Projekts, Ruedi und Vera Baur vom Institut für Designrecherche Civic City, haben insgesamt zehn Hochschulen weltweit eingeladen, das Potenzial von Plätzen auszuloten, gesellschaftliche Anliegen zu versammeln und über nationalstaatliche Grenzen und Politiken hinaus zu artikulieren. Im interdisziplinären Projekt "Places en relation" haben Master-Studierende der Studienprogramme Architektur und Urban Design der HCU Hamburg daraufhin zehn Plätze in Hamburg untersucht.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hors pistes #13: La Nation et ses fictions" stellen Studierende und Lehrende die ersten Ergebnisse im Centre Pompidou vor und bereiten die für das Frühjahr 2018 geplante Ausstellung im Genfer Theater Saint-Gervais vor. Die Projektleitung an der HCU Hamburg haben Prof. Dr. Alexa Färber, Prof. Dr. Mona Mahall und Nora Unger übernommen, das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Christopher Dell und Prof. Bernd Kniess durchgeführt.

Die zunehmende Vermarktung und Institutionalisierung von Mikrokrediten führt derzeit dazu, dass immer mehr Haushalte in Entwicklungs- und Schwellenländern Kredite aufnehmen, um ihre Selbstbauhäuser zu renovieren und umzubauen. In einem neuen, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Grubbauer werden an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) am Beispiel Mexiko die Effekte erforscht, die die zunehmende Aufnahme der Mikrokredite auf die Praktiken des Selbstbaus in Haushalten mit geringem Einkommen hat.

Ecatepec - eine informelle Siedlung in Mexiko City

Bild: Monika Grubbauer

Egal ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika – Urbanisierungsprozesse im globalen Süden vollziehen sich in hohem Maße in Form informeller Stadtentwicklung, mit hohen Anteilen von im Selbstbau errichteten Unterkünften und Häusern. Mikrokredite sollen Haushalte mit geringen Einkommen bei ihren Bauprozessen unterstützen und ihnen so auch helfen, sich eine Existenz aufzubauen. Mikrokredite als Instrumente zur Armutsbekämpfung gelten jedoch als umstritten, da sie die Armut ausnutzen oder sogar verfestigen können. Welche positiven oder negativen Konsequenzen Mikrokredite für den informellen Selbstbau haben, ist derzeit eine wichtige Forschungsfrage.

Das durch die DFG für drei Jahre geförderte Forschungsprojekt an der HCU Hamburg widmet sich dem Thema der Mikrokredite aus zwei sich ergänzenden Perspektiven: Anhand von Dokumentenanalysen und Experteninterviews werden die Rolle von Mikrokrediten innerhalb der nationalen, regionalen und lokalen Wohnungspolitiken, die Akteure auf diesem Markt und die anvisierten Zielgruppen untersucht. Zum anderen wird erfasst, welche Konsequenzen die Ausweitung von Mikrokrediten auf Praktiken des Selbstbaus in Haushalten mit geringen Einkommen in Mexiko hat. Hierzu werden Bauprojekte und -aktivitäten von ausgewählten Haushalten in der Metropolregion Mexico City und der Küstenregion des Staates Quintana Roo im Rahmen von qualitativen Fallstudien und Tiefeninterviews evaluiert.

Prof. Dr. Monika Grubbauer: „Das Projekt verspricht in zweifacher Weise neue Erkenntnisse: Es trägt dazu bei, das Konzept der Finanzialisierung zu schärfen, also den wachsenden Einfluss der Finanzmärkte auf die Realökonomie. Dies geschieht wiederum in einem geografischen, ökonomischen und kulturellen Kontext, der aus den euro- und USA-zentrierten Perspektiven in der Stadt- und Planungstheorie bislang vernachlässigt wurde.“

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Monika Grubbauer, Geschichte und Theorie der Stadt
Tel. +49 (0)40 42827-5223
E-Mail: monika.grubbauer(at)hcu-hamburg.de

"Wir müssen damit rechnen, dass wir immer mehr Klimaanpassung brauchen, je weniger Klimaschutz wir betreiben. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen." Stadtplaner Prof. Dr. Jörg Knieling gemeinsam mit Metereologin Daniela Jacob im Interview mit Deutschlandfunk Kultur über das richtige Verhältnis von Klimaschutz und Klimaanpassung bei der Vorbereitung von Städten und Bürgerinnen und Bürgern auf den Klimawandel.

Deutschlandfunk Kultur (Radio/Podcast): "Stürme, Hitze, Fluten - Wie können wir uns an den Klimawandel anpassen?"

Datum: 02.12.2017

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Jörg Knieling
Tel.: 040 42827-4515
E-Mail: joerg.knieling(at)hcu-hamburg.de

Am Poppenbütteler Berg entsteht ein neues, sozial gemischtes Quartier mit insgesamt 308 Wohneinheiten. Ein Begegnungshaus soll dem Miteinander von alten und neuen Nachbarn Raum geben. Unter der Leitung der HCU Hamburg kamen in Summer Schools 2016 und 2017 internationale Studierende, Geflüchtete mit Bau-Know-how und Nachbarinnen und Nachbarn auf dem Baustellengelände am Poppenbütteler Berg zusammen, um in einem von f & w fördern und wohnen AöR ausgeschriebenen Wettbewerb gemeinsam mit Architekten Ideen zu entwickeln. Jetzt ist der Siegerentwurf für das Begegnungshaus im Beisein von dessen Schirmherr, Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz, vorgestellt worden: Das Architekturbüro Atelier Bow-Wow aus Zürich hat die Jury mit dem Entwurf „The Bazaar X The Living Rooms“ überzeugt.

Gäste der Präsentation werfen einen Blick auf den Siegerentwurf von "Atelier Bow-Wow" für das Begegnungshaus in Poppenbüttel

Bild: HCU Hamburg

Architekt Tamotsu Ito und sein Team erarbeiteten ihren Entwurf gemeinsam mit den rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der diesjährigen Summer School am Poppenbütteler Berg. Ihr Entwurf sieht ein Gebäudearrangement vor, bei dem neun „Wohnzimmer“ über ein Forum locker miteinander verbunden sind. Eine modulare Ausstattung macht es möglich, die Räume für vielfältige Aktivitäten zu nutzen und die umgebenden Außenflächen einzubeziehen. Das Architekturbüro konnte die Jury vor allem mit der Idee überzeugen, dass den künftigen Nutzerinnen und Nutzer das Begegnungshaus nicht fertig vor die Tür gestellt wird, sondern sie sich weiter am Bau beteiligen. 

Prof. Bernd Kniess, Arbeitsgebiet Urban Design und Projektleitung an der HafenCity Universität Hamburg: "Die besondere Idee des erstgereihten Gutachtens ist, dass Studierende, Geflüchtete, Gewerbeschülerinnen und -schüler sowie Nachbarinnen und Nachbarn im Projektbüro unter professioneller Anleitung weiter gemeinsam arbeiten werden. Die Summer Schools haben gezeigt, dass alle Beteiligten durch die intensive Zusammenarbeit viel voneinander lernen können und durch das Selbermachen eine hohe Identifikation mit dem Ergebnis - einem Begegnungshaus für alle - entsteht."

Das neue Quartier am Poppenbütteler Berg umfasst insgesamt 21 zwei- bis viergeschossige Wohngebäude mit zwei Kindertagesstätten. f & w investiert an dem Standort rund 70 Mio. Euro und wird alle Wohneinheiten selbst betreiben und belegen. Das Projekt Begegnungshaus wurde 2015 von Poppenbüttel Hilft e.V. initiiert und seit Ende desselben Jahres wissenschaftlich und organisatorisch durch das Studienprogramm Urban Design der HCU Hamburg begleitet. Das Projekt wird aus dem Hamburger Integrationsfond gefördert, und als Pilotprojekt mit den Schwerpunkten „Integration durch Arbeit“ und „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt. Unter der Schirmherrschaft von Olaf Scholz soll das Projekt mit Modellcharakter unter der größtmöglichen Beteiligung von alten und neuen Nachbarinnen und Nachbarn sowie und weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern umgesetzt werden.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) haben sich in einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zusammengetan: Das Online-Beteiligungstool der Stadt soll mit dem vom CityScienceLab entwickelten Stadtmodell CityScope zusammengeführt und zu einem integrierten, online und vor Ort einsetzbaren digitalem Partizipationssystem (DIPAS) ausgebaut werden.

Workshop-Situation am interaktiven Stadtmodell im CityScienceLab

Bild: Moritz Hagedorn

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Hamburg ist eine dynamische Stadt, in der laufend gebaut und geplant wird. Dabei binden wir die Menschen vor Ort ein und gehen bei der Bürgerbeteiligung neue Wege, sei es bei der Öffnung von städtebaulichen Wettbewerben wie aktuell in Oberbillwerder oder bei der Online-Beteiligung. Ich freue mich, dass wir mit dem Projekt DIPAS nun weitere Kräfte bündeln können und gemeinsam mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung sowie der HafenCity Universität einen großen Schritt hin zu einer verbesserten Planungs- und Beteiligungskultur machen. Mit diesem Projekt investiert Hamburg in eine zeitgemäße und moderne Bürgerbeteiligung. “

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Leiterin CityScienceLab: „Am CityScienceLab der HCU entwickeln wir datenbasierte, interaktive Modelle, die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. Nach FindingPlaces freuen wir uns besonders, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BSW und dem LGV fortzuführen. Das Projekt DIPAS ist eine einzigartige Gelegenheit, Expertise und die Erfahrung zusammenzuführen und in Hinblick auf stärkere Einbeziehung digitaler Technologien weiterzuentwickeln."

Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf: „Die Bürgerbeteiligung in allen kleinen und großen Planungsprozessen ist, insbesondere in der Bezirksverwaltung, von größter Bedeutung. Durch das DIPAS-Projekt wird die Möglichkeit einer direkten und zeitgemäßen Partizipation aller interessierten Akteurinnen und Akteure unkompliziert und direkt ermöglicht. Ich freue mich besonders darüber, dass wir derzeit mit der Fachbehörde über weitere Einsatzmöglichkeiten sprechen.“

Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung:
„Damit die Bürgerinnen und Bürger leichter ihre Hinweise, Vorschläge, Fragen und Kritik zu den städtebaulichen Planungen der Stadt Hamburg abgeben können, entwickeln die BSW und der LGV schon seit langem digitale Online-Anwendungen, deren Grundlage die Hamburger Geodaten sind.  Wir freuen uns, dass die bestehenden Online-Beteiligungsplattformen im Rahmen des Projekts  DIPAS zusammengeführt sowie weiterentwickelt werden können. Dabei stellen wir gerne sicher, dass alle notwendigen Geo-Daten technologisch verfügbar sind und so eine schnelle, transparente und umfassende Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei städtischen Planungen möglich wird. Zusammengefasst bedeutet dieses, DIPAS wird die Grundlage für die digitale Vernetzung verschiedenster Online-Anwendungen im urbanen Raum sein, und alle Projektbeteiligten setzen dadurch auch einen Teil des Hamburger Urban Data Konzepts um.“

Seit 2016 ist das Online-Beteiligungstool der Stadt im Einsatz und wurde bereits in elf Verfahren erfolgreich angewendet, um Hamburgerinnen und Hamburgern die Teilhabe an Planungsprozessen zu erleichtern. Parallel hat das CityScienceLab im vergangenen Jahr mit dem Projekt „Finding Places“ zur Identifizierung möglicher Flächen für Flüchtlingsunterkünfte im Auftrag der FHH erstmals sein interaktives Stadtmodell auf der Ebene der Gesamtstadt angewandt. Mit dem Zusammenführen der beiden Instrumente im Projekt DIPAS soll ein integriertes Partizipationswerkzeug entstehen, das im Rahmen von informellen Beteiligungsverfahren sowohl vom individuellen Nutzer (über Desktop-PC, Tablet oder Smartphone) als auch mit Hilfe digitaler Datentische (sogenannter Multi-Touch-Tables), in Workshops von Gruppen gemeinsam verwendet werden kann.

Zunächst wird das Beteiligungstool für den Einsatz auf Multi-Touch-Tables angepasst. Anschließend werden schrittweise u.a. ein 3D-Modell der Stadt, digitale Planwerke, 3D-Visualisierungen von städtebaulichen Entwürfen eingebunden und schließlich Simulationen (z.B. von Verkehr, Schall oder Schattenwurf) ermöglicht werden. Ziel ist es, den großen Schatz von Geodaten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so nutzerfreundlich aufzubereiten, dass eine Diskussion auf Augenhöhe mit den Fachleuten möglich wird. Bürgerinnen und Bürger sollen durch erweiterte Nutzungsmöglichkeiten und Informationstiefe dabei unterstützt werden, sich noch besser als bisher mit ihren Ideen, Fragen, Ortskenntnissen und Kritik in Planungsvorhaben einzubringen. Den Planungsverantwortlichen wird zudem die Auswertung und weitere Verarbeitung des Bürgerfeedbacks erleichtert, da dieses künftig nicht nur im Rahmen von Online-Beteiligung, sondern auch aus Veranstaltungen vor Ort automatisch digital erfasst wird. Es ist geplant, das System in einer ersten Pilotierungsrunde im Frühsommer 2018 bei der Erstellung eines Bezirksentwicklungsplans in Bergedorf einzusetzen.

Das Projekt DIPAS ist auf drei Jahre angesetzt, die Projektleitung übernimmt die Stadtwerkstatt in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Bereits 2018 soll ein erster Prototyp im Rahmen eines Pilotierungsvorhabens erprobt werden. DIPAS ist ein Projekt im Rahmen der Senatsstrategie Digitale Stadt und des Vorhabens „Digital First - Chancen der Digitalisierung für eine bürgerfreundliche und moderne Verwaltung nutzen“. 

Mehr Informationen unter www.hamburg.de/dipas.

Mit dem neuen Planungs-Werkzeug Projekt-Check können Kommunen, Planungsbüros, Bürgerinnen und Bürger sowie Politik künftig Flächenplanungen frühzeitig vorprüfen: Wohnungsbauprojekte, Lebensmittel-Einzelhandel und Gewerbeansiedlungen. Das innovative Instrument, das die HafenCity Universität Hamburg (HCU) im Forschungsverbund mitentwickelte, wurde am 9. November auf der Fachveranstaltung „Neue Methoden der Entscheidungsunterstützung in der Siedlungsplanung“ in Dortmund der Öffentlichkeit präsentiert.

Neue Methoden der Entscheidungsunterstützung - das Beispiel Projekt-Check

Wenn Kommunen im ländlichen oder vorstädtischen Raum neue Wohn- oder Gewerbeflächen ausweisen, wirkt sich dies wirtschaftlich, ökologisch und sozial auf die Umgebung oder sogar auf die benachbarten Gemeinden aus.

Anwender können zwischen zwei Varianten von Projekt-Check wählen: Web-Check ist eine schnelles, auch von Laien einfach nutzbares online-Werkzeug, das direkt auf der Website www.projekt-check.de angewendet werden kann. Profi-Check ist ein ArcGIS Add-In, das vertiefende Untersuchungen für Fachleute ermöglicht. Zudem bietet die Website einen Info-Pool zu den Wirkungsbereichen, die von Projekt-Check untersucht werden sowie zu weiteren wichtigen Aspekten nachhaltiger Siedlungsplanung.

Projekt-Check wurde im Rahmen des Programms „Nachhaltiges Landmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt. Erarbeitet wurden die Werkzeuge von dem Forschungsverbund bestehend aus der HafenCity Universität Hamburg (HCU), dem ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (Dortmund) und dem Büro GGR Gertz Gutsche Rümenapp (Hamburg). Ziel des Projektes war die Abschätzung von u.a. wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von Planungsvorhaben. Fehlplanungen sollen dadurch möglichst vermieden werden, dem Flächenverbrauch soll entgegen gewirkt werden und die Standort-Debatten sollen versachlicht werden.

Im Film erhalten Sie weitere Informationen zu Projekt-Check (Youtube-Video).

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger, Projektentwicklung und Projektmanagement
projekt-check(at)hcu-hamburg.de

In einer öffentlichen Veranstaltung wurden am vergangenen Samstag, den 4. November 2017, fünf Auszeichnungen des ICOMOS-Studierendenwettbewerbs „60plus XXL“ verliehen. Nina Pfeil und Pauline Timper, Stadtplanungs-Studierende der HafenCity Universität Hamburg (HCU) erhielten einen der Preise für ihre Arbeit „Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg“.

Nina Pfeil und Pauline Timper (Mitte), mit Jury-Mitgliedern und Preisträgerinnen beim ICOMOS Nachwuchspreis. Foto: Architektenkammer M-V

Anlässlich der internationalen Fachtagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS vom 5. bis zum 7. November 2017 in Schwerin hatten die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, die Hochschulen Trier und Wismar, der Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V. sowie die Wüstenrot Stiftung einen Wettbewerb in Plakatform für Studierende der Architektur, der Innenarchitektur, der Stadtplanung, der Kunstgeschichte, der Archäologie oder einer anderen Denkmalpflegedisziplin ausgelobt. Unter dem Titel des Wettbewerbs „60 plus XXL“ erhielten die Studierenden die Aufgabe, sich wissenschaftlich mit der Denkmalwertig- und -würdigkeit von baulichen Großstrukturen aus den 1960er bis 1980er Jahren zu beschäftigen.

Aus insgesamt 27 Einreichungen wählte ein Preisgericht die fünf besten Arbeiten aus. Die Arbeiten wurden gleichranging prämiert und erhielten von der Wüstenrot-Stiftung eine Anerkennung in Form eine Geldprämie. Alle eingereichten Arbeiten wurden während der ICOMOS-Tagung im Schweriner Schloss, Sitz des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, präsentiert.

Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer M-V und Jurymitglied: „Es war spannend zu erfahren, wie sich Studierende mit so speziellen Zeugnissen der Architektur- und Stadtbaugeschichte wissenschaftlich fundiert – und zugleich emotional und engagiert – befasst haben, mit dem Ergebnis einer zusammenfassenden, öffentlichkeitswirksamen plakativen Bewertung und Darstellung. Es lohnt sich daher, junge angehende Architekten und Planer mit dieser Auszeichnung in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und deren Arbeiten einem breiteren Publikum vorzustellen.

Preisträger des Studentenwettbewerbs „60plus XXL“ sind:

Nina Pfeil und Pauline Timper, HafenCity Universität Hamburg

Plädoyer: Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg, Hamburg

Vivien Bögelsack, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim
Plädoyer: Autobahn-Überbauung Schlangenbader Straße, Berlin

Alexa Linde, Bauhaus-Universität Weimar

Plädoyer: Suhl rettet die Moderne, Am Rennsteig


Paulin Kriegel, Bauhaus-Universität Weimar
Plädoyer: Stadtpromenade Cottbus

Barbora Lichtmanová, Hochschule Wismar / Slowakische Technische Universität Bratislava
Plädoyer: Terrassenhaus Girondelle, Bochum

Auslober und Jurymitglieder des Wettbewerbs:

Luise Rellensmann M.Sc. (ICOMOS Deutschland)
Philip Kurz (Wüstenrot Stiftung)
Prof. Dipl.-Ing. Oskar Spital-Frenking (Hochschule Trier, Fachrichtung Architektur)
Prof. Dipl.-Ing. Matthias Ludwig (Hochschule Wismar, Fakultät Gestaltung)
Joachim Brenncke (Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern)
Prof. Dr. Gerhard Vinken (Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V.)

ICOMOS

ICOMOS ist der internationale Rat für Denkmäler und historische Stätten mit Sitz in Paris. Er wurde 1965 als Unterorganisation der UNESCO in Warschau gegründet. Das Deutsche Nationalkomitee von ICOMOS fördert das Anliegen von Denkmalschutz und Denkmalpflege auf nationaler und internationaler Ebene und pflegt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Nationalkomitees sowie wissenschaftlichen Komitees von ICOMOS.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der ambitionierten internationalen und nationalen Klimaschutzziele ist die Energiewende eine der größten Herausforderungen für die Städte und Regionen im Ostseeraum. Beim Projekt „AREA 21 - Baltic Smart City Areas for the 21st Century“ entwickeln Partner aus sechs Ländern unter der Leitung der HafenCity Universität Hamburg (HCU) Strategien und Maßnahmen, um Energiesparpotenziale in Bestandsquartieren besser zu nutzen und so zu einem klimaneutralen Gebäudebestand und emissionsarmen Städten beizutragen.

Im Mittelpunkt von AREA 21 steht die Energieeffizienz von Bestandsquartieren. Der Fokus liegt dabei auf Mitwirkung und Kooperation der verschiedenen Beteiligten in den Planungs- und Umsetzungsprozessen. Die Partnerregionen und -städte entwickeln Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung der kooperativen Energieplanung. Dabei werden bestehende Kooperationsmodelle und Governanceansätze zwischen öffentlicher Verwaltung und Energieversorgern analysiert und innovative Instrumente und Formate für die Mitwirkung von Gebäudeeigentümern und Bevölkerung in der Energieplanung und Umsetzung erprobt. Zu innovativen Kooperations- und Kommunikationsformen tragen unter anderem neue Informations- und Kommunikationstechnologien bei. Der Einsatz dieser „Smart Technologies“ bietet die Chance, eine aktivere und effizientere Beteiligung und Mitwirkung von Stakeholdern und Bevölkerung zu erreichen.

Projektpartner von AREA 21 sind Städte, Regionen, Forschungseinrichtungen und Energieunternehmen aus sechs Ostseestaaten: Die Fachhochschule Tampere (Finnland), die St. Petersburger Staatsuniversität „Peter the Great“ (Russland), die Stadt Kohtla-Järve (Estland), die Regionale Energieagentur Tartu (Estland), die Stadt Tampere (Finnland), die Region Skåne (Schweden), der Energieversorger Öresundkraft AB (Schweden), die Freie und Hansestadt Hamburg mit dem Bezirk Wandsbek (Deutschland) und die Stadt Lublin (Polen). Alle Partner bringen Erfahrungen aus den Bereichen Energieplanung, Bürgerbeteiligung und Strategieentwicklung in das Projekt ein. 

AREA 21 startet mit einer Auftaktveranstaltung am 15. und 16. November an der HCU Hamburg. Die Vertreterinnen und Vertreter aus der Partnerinstitutionen und von assoziierten Organisationen werden sich über den Stand der Energiewende in den einzelnen Ländern und die damit verbundenen Herausforderungen für Strategien zur Energieeffizienz austauschen.

AREA 21 wird im Rahmen von INTERREG Baltic Sea Region gefördert, dem Programm der Europäischen Union zur Stärkung der europäischen territorialen Zusammenarbeit im Ostseeraum. Das Projekt AREA 21 läuft über drei Jahre bis 2020. Insgesamt beträgt das Budget 2,5 Millionen Euro. AREA 21 erhält Kofinanzierungen durch das finnische Umweltministerium und durch das Programm Territoriale Zusammenarbeit des deutschen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.   

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Stadtplanung und Regionalentwicklung
Tel. +49 (0)40 42827-4519
joerg.knieling(at)hcu-hamburg.de

Mit Unterstützung von Architektur-Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU) wird der Rendsburger Ruderverein ein neues Bootshaus erhalten. Anstelle des baufälligen Vereinsgebäudes aus dem Jahre 1921 soll ein neues Sport- und Tourismuszentrum entstehen. Zwei Entwürfe der HCU-Studierenden wurden nun von der Jury ausgewählt.

Kim Ina Borchert und Anne Ruff mit der Jury des Studierendenwettbewerbs Bootshaus +

Bild: HCU Hamburg

Die Vorgaben für das neue Bootshaus des Rendsburger Rudervereins: In Modulbauweise sollen ca. 1.200 Quadratmeter Nutzfläche entstehen, die Platz für ein Vereinsheim, einen Gastronomie-Bereich und 14 Doppelzimmer für Gäste bieten. Eine Jury, in der neben HCU-Lehrenden Prof. Klaus Sill und Dipl.-Ing. Gerd Streng vom Arbeitsgebiet „Konzeptionelles Entwerfen und Gebäudelehre“ auch Ruder-Olympiasieger Lauritz Schoof saß, bewertete insgesamt zehn Beiträge von HCU-Studierenden. Gleich zwei Gewinner-Entwürfe wurden in der Jury-Sitzung am 7. November ausgewählt. Ob am Ende der Entwurf von Kim Ina Borchert und Anne Ruff oder Jonas Janke und Thorsten Hansen umgesetzt wird, ist derzeit noch offen.

Am 3. November 2017 wurde vor gut 200 Gästen an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) bereits zum zehnten Mal der Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit im Wert von insgesamt 7.000 Euro an Master- und Bachelor-Absolventen verliehen. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Eröffnung der diesjährigen Jahresausstellung der Universität.

Preisträgerinnen des HOLCIM-Preises 2017

Bild: Moritz Hagedorn

Prämiert wurde die gemeinsam verfasste Bachelorarbeit von Franziska Dehm und Janna Kampers zum Thema “The City Above Eye Level - Integrating the Hötorgsterrassen into the public realm”. Das Preisgeld betrug 2.000 Euro. Die im Studiengang Stadtplanung verfasste Arbeit über die Integration eines Gebäudeensembles in den öffentlichen Raum der Stadt Stockholm betreuten Prof. Dr. Michael Koch und Dipl.-Ing. Renée Tribble.

Zudem wurden zwei Masterarbeiten mit je 2.500 Euro ausgezeichnet: Paula Andrea Callaú Poduje überzeugte die siebenköpfige Fachjury mit dem Thema “Sustainable and climate responsive architecture for areas frequently affected by tropical cyclones. A case study for the Republic of Fiji”. Sie widmete sich in ihrer Arbeit der nachhaltigen und klimaangepassten Architektur einer Extremwetterregion - den Fiji-Inseln. Betreut wurde die Arbeit im Studiengang REAP von Prof. Dr. Wolfgang Willkomm und Prof. Dr. Udo Dietrich.

Außerdem wurde die Masterarbeit von Kathrin Meyer aus dem Studiengang Architektur mit dem Thema “Strohparasit mit kleinem Fußabdruck - ein nachhaltiges Bausystem aus nachwachsenden Rohstoffen” prämiert. Kathrin Meyer überzeugte die Jury durch die gelungene Verbindung von Konstruktion, Technologie und Entwurf. Ihre Arbeit betreuten Prof. Dr. Wolfgang Willkomm und Prof. Peter O. Braun.

Markus Rentsch, Director AGG & RMX und Mitglied des Management-Teams der Holcim (Deutschland) GmbH, überreichte gemeinsam mit HCU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg die Auszeichnungen im Holcim Auditorium.

“Wir hatten auch in diesem Jahr wieder ein erfreulich hohes Niveau der Arbeiten mit einer breiten inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Nachhaltigkeit”, so Prof. Sternberg.

“Die eingereichten Arbeiten waren recht divers und es zeigt sich, dass die Zeiten, in denen sich die Nachhaltigkeit eines Bauprojektes an Einzelmaßnahmen festmachen ließ, vorbei sind. Nachhaltiges Bauen ist heute gleichermaßen systemisch und spezifisch”, so Markus Rentsch.

Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit

2007 entwickelten der Baustoffproduzent Holcim (Deutschland) GmbH und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) einen Wettbewerb für Studierende, bei dem jährlich die besten Arbeiten zum Thema nachhaltiges Planen und Bauen an der HCU ausgezeichnet werden. Wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung sollen durch den Wettbewerb in allen Studiengängen der HCU gefördert werden. Insbesondere in den ersten Jahren hat zudem die weltweit agierende LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction die HCU im Hinblick auf die Entwicklung der Lehr- und Forschungspläne im Bereich Nachhaltigkeit unterstützt. Nach der zehnten Preisverleihung wurden damit von Holcim bislang insgesamt 24 Abschlussarbeiten von 28 Preisträgern mit einem Gesamtbetrag von 37.000 Euro prämiert. 

Kontakt Holcim Deutschland:

Dr. Jens Marquardt, Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +49 (0)40 36002312
jens.Marquardt(at)lafargeholcim.com

Unter dem Motto „Science and the City - neue Ideen für die gebaute Umwelt" eröffnete HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka gemeinsam mit Kuratorin Prof. Dr. Lisa Kosok und dem neuen Hamburger Oberbaudirektor Franz-Josef Höing am heutigen Abend vor rund 300 geladenen Gästen die diesjährige Jahresausstellung der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Noch bis zum 9. November präsentieren die Studierenden der HCU Hamburg ihre aktuellen Arbeiten und Projekte. Ob ökologisch, sozial, baulich, technisch oder kulturell – die Perspektiven und Ideen sind dabei so vielfältig wie das Bauen selbst.

Eröffnung der HCU Jahresausstellung 2017

Bild: Moritz Hagedorn

Vor der feierlichen Eröffnung der Jahresausstellung wurde der Holcim Studienpreis zur Förderung wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung für die gebaute Umwelt und Metropolenentwicklung durch Prof. Dr. Harald Sternberg, Vizepräsident Lehre, vergeben. Im Anschluss an die Eröffnung führte Kuratorin Prof. Dr. Lisa Kosok die geladenen Gäste durch die Ausstellung. Die ehemalige Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte ist seit Oktober 2016 als Professorin für „Kulturerbe und Museumswissenschaften“ an der HCU Hamburg tätig und hat in diesem Jahr zum ersten Mal die Kuration der Ausstellung übernommen.

Dipl.-Ing. Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Ersten und Freien Hansestadt Hamburg:
„Die Herausforderungen und Fragen der zukünftigen Großstadtentwicklungen sind heute und in absehbarer Zeit so groß, dass es absolut zwingend ist, über die Stadt als Ganzes, als bauliches und gesellschaftliches Konstrukt gleichermaßen intensiv und grundsätzlich nachzudenken. Dabei spielen die Hochschulen aus  meiner Sicht eine entscheidende Rolle.“

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg:
„Die Jahresausstellung der HCU Hamburg spiegelt nicht nur den hohen Leistungsstand unserer Studierenden sondern auch den fachübergreifenden Ansatz der HCU in der Lehre und Forschung wider. Für Hamburg ist die Jahresausstellung auch eine willkommene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Universität zu werfen und frische Ideen für aktuelle Problemstellungen in Bauen und Stadtentwicklung zu sehen.“

Prof. Dr. Lisa Kosok, Kuratorin der Jahresausstellung der HafenCity Universität Hamburg:
„Die Jahresausstellung gibt einen repräsentativen Einblick in die Themenvielfalt der HCU: Wir zeigen Studierendenprojekte aus dem letzten Jahr von der Planung für Wohnraum in Flughafennähe, über partizipative Wohnprojekte mit Geflüchteten und Anwohnern, Entwürfe für den Erhalt von bedrohten Baudenkmälern wie dem City-Hof bis hin zu einem Kooperationsprojekt zu innovativen Ernährungsweisen in der Großstadt.“ 

Noch bis kommenden Donnerstag, den 9. November ist die Jahresausstellung an der HCU Hamburg wochentags zwischen 8 und 19 Uhr für interessierte Besucherinnen und Besucher geöffnet. Am Donnerstag, den 9. November findet eine öffentliche Finissage mit einer Party ab 18.30 Uhr an der HCU Hamburg statt. Die Jahresausstellung ist dieses Jahr zum ersten Mal Teil des Programms der „Nacht des Wissens“ am Samstag, den 4. November von 17-24 Uhr.

Öffnungszeiten und Führungen

Jahresausstellung bei der Nacht des Wissens: Sa., 4. November 2017, 17-24 Uhr 

Reguläre Öffnungszeiten: Mo.-Do., 6.-9. November 2017, 8-19 Uhr

Öffentliche Finissage und Party: Donnerstag, 9. November 2017, 18.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Führungen: Termine der Führungen werden hier bekannt gegeben.

Adresse: 

HafenCity Universität Hamburg, Foyer Ost und West (EG und 1. OG)

Überseeallee 16, 20457 Hamburg 

U-Bahnhaltestelle: U4 HafenCity Universität

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Lisa Kosok, Kuratorin der Jahresausstellung 2017
Tel. +49 (0)40 42827-4579
lisa.kosok(at)hcu-hamburg.de

Am 4. November ist es wieder soweit: Alle Hamburger Hochschulen und mehr als 50 weitere Wissenschaftseinrichtungen öffnen ihre Türen in der „Nacht des Wissens“ für eine nächtliche Entdeckungstour durch die Wissensmetropole Hamburg! Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen in über 1.000 Programmpunkten, woran sie forschen. Auch die HCU Hamburg lädt von 17 bis 24 Uhr zu Experimenten, Vorträgen, Mitmachaktionen und einem Kinder-Programm ein. Hörsäle, Baulabore und Werkstätten sind an diesem Abend für alle interessierten Besucherinnen und Besucher geöffnet und die Studienprogramme präsentieren spannende Projekte.

Nacht des Wissens am 4. November an der HCU

Egal ob Wellenexperimente oder Vorlesungen für Kinder, der Brückentest im Baulabor, spannende Führungen samt Experimenten durch die Labore und die Holzwerkstatt , digitale und interaktive Stadtmodelle im CityScienceLab, 3D-Drucker in Aktion oder die Highlights der Jahressausstellung der HCU, in der Studierende ihre Arbeiten und Projekte in Modellen, Plakaten und Installationen den Besucherinnen und Besuchern  präsentieren - die HCU freut sich auf alle experimentierfreudigen und wissenshungrigen Besuchern, ob groß oder klein!

Der Eintritt zur Nacht des Wissens sowie die Nutzung der speziell eingesetzten Shuttle-Busse ist für Besucherinnen und Besucher kostenlos.

Zum Programm der HafenCity Universität

Aktuelle Programmhinweise zur Nacht des Wissens finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender.

Wie können Städte mehr Verantwortung im Klimawandel und für den Ressourcenschutz übernehmen? Dieser Frage widmet sich das neue HCU-Forschungsprojekt „Urban Footprints“ unter der Leitung von Dr. Cathrin Zengerling. Obwohl in Städten weltweit 75 Prozent des globalen Energie- und Rohstoffverbrauchs anfallen, sind Aktivitäten zur zuverlässigen Regulierung bislang freiwillig. Im Radio-Interview mit dem Wissenschaftsmagazin Logo auf NDR Info erläutert Zengerling, wie sie mit ihrem Projekt ein Umdenken in der Stadtplanung bewirken möchte.

Städte können zu verantwortungsvollen Akteuren im Klimawandel werden.

Bild: Pexels.com

NDR Info: "Stadtplanung mit Klimaschutz"

Datum: 20.10.2017

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Dr. Cathrin Zengerling
E-Mail: cathrin.zengerling@hcu-hamburg.de 

Wie können die Metropolen der Zukunft gestaltet werden? Vom 3. bis 9. November lädt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) zur Jahresausstellung ein: Unter dem Motto „Science and the City - neue Ideen für die gebaute Umwelt" präsentieren Studierende ihre Arbeiten und Projekte aus dem letzten Jahr. Wer sich für Bauen und Stadtentwicklung interessiert, hat Anfang November gleich zwei Gründe für einen Besuch in der HafenCity: Zum ersten Mal findet die HCU-Jahresausstellung zeitgleich mit der Nacht des Wissens am 4. November statt.

Die Studienprogramme Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Geodäsie und Geoinformatik, Kultur der Metropole, Urban Design und Resource Efficiency in Architecture and Planning präsentieren Modelle, Plakate, Renderings, Magazine, Filme, Performances und Installationen der letzten Semester. Ob ökologisch, sozial, baulich, technisch oder kulturell – die Perspektiven sind dabei so vielfältig wie die Städte selbst.

Kuratiert wird die Jahresausstellung von Prof. Dr. Lisa Kosok, die seit Oktober 2016 als Professorin für „Kulturerbe und Museumswissenschaften“ an der HCU Hamburg tätig ist. Die ehemalige Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte konzipiert an der HCU Hamburg ein Forschungs-, Informations- und Ausstellungszentrum für Architektur und Stadtentwicklung in Hamburg und blickt mit Vorfreude auf die Jahresausstellung: „Die Jahresausstellung gibt einen Einblick in die Themenvielfalt der HCU: Wir zeigen Studierendenprojekte aus dem letzten Jahr von der Planung für Wohnraum in Flughafennähe, über partizipative Wohnprojekte mit Geflüchteten und Anwohnern, Entwürfe für den Erhalt von bedrohten Baudenkmälern wie den City-Hof bis hin zu einem Kooperationsprojekt zu innovativen Ernährungsweisen in der Großstadt.“ 

Eröffnet wird die Jahresausstellung mit einer Vernissage für geladene Gäste am 3. November im Beisein des neuen Hamburger Oberbaudirektors Franz-Josef Höing. 

Öffnungszeiten und Führungen:

Jahresausstellung bei der Nacht des Wissens: Sa., 4. November 2017, 17-24 Uhr 

Reguläre Öffnungszeiten: Mo.-Do., 6.-9. November 2017, 8-19 Uhr

Öffentliche Finissage und Party: Donnerstag, 9. November 2017, 18.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Führungen: Termine der Führungen werden im Veranstaltungskalender auf der Website der HCU Hamburg bekannt gegeben.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Lisa Kosok, Kuratorin der Jahresausstellung 2017

Tel. +49 (0)40 42827-4579

Zum Wintersemester 2017/18 verstärkt Prof. Matthias Ballestrem die Architektur an der HCU Hamburg , er wird im Fachgebiet „Experimentelles Entwerfen“ forschen und lehren.

Prof. Matthias Ballestrem

Bild: HCU Hamburg

Matthias Ballestrem studierte Architektur an der TU Berlin und dem SCI-Arc in Los Angeles. Nach der Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros ist er seit 2006 in der Entwurfslehre tätig, unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin, als Dozent im Programm „Global Architecture and Design“ der CIEE in Berlin, als Gastprofessor der Cornell University in New York, USA und am Institut für Architektur der TU Berlin. 2011 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom.

Matthias Ballestrem beschäftigt sich mit der Wechselbeziehung zwischen Architektur und menschlichem Nervensystem. Er hat über implizit visuelle Raumwahrnehmung promoviert: „Ich bin davon überzeugt, dass Entwerfen bislang zu wenig als eine Methode der Wissensgenerierung und Lösungsfindung qualifiziert wurde. Insbesondere das experimentelle Entwerfen bietet die Möglichkeit, Lösungen für Problemstellungen intuitiv über die spezifische Sprache der Architektur, den Raum, zu entwickeln. Dafür gilt es in den nächsten Jahren in internationaler Zusammenarbeit mit anderen Architekturhochschulen geeignete Kategorien und Qualitätskriterien weiter zu entwickeln. Dieses Profil der Professur will ich an der HCU in Lehre und Forschung stärken.“ 

Das gesellschaftliche Bewusstsein, den innerstädtischen Schadstoffausstoß senken und hierzu emissionsfreie Mobilität flächendeckend etablieren zu müssen, ist so groß wie nie zuvor. Dass hierbei insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner städtischer Quartiere von neuen Mobilitätskonzepten profitieren können und an welchen Kriterien solche Konzepte dann ausgerichtet sein sollten, hat das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Modellvorhaben e-Quartier Hamburg untersucht, an dem die HCU Hamburg als wissenschaftlicher Partner beteiligt war.

In Anwesenheit von Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Freien und Hansestadt Hamburg wurden am 12. Oktober Methodik, Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes an der HCU Hamburg vorgestellt. Zentrales Ergebnis: Das Potenzial zur Elektrifizierung von Quartiersmobilität ist grundsätzlich hoch und wird begünstigt durch einen möglichst breiten Nutzungsmix von Wohnen und Gewerbe, durch eine gute ÖPNV-Anbindung und Nahversorgung des betreffenden Quartiers sowie bestimmte demografische und städtebauliche Faktoren.

Untersucht wurde die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen im stationsgebundenen Carsharing der jeweiligen Haus-und Quartiersbewohner mit einem besonderen Fokus auf dem Einsatz von Elektrofahrzeugen. Hierbei wurde festgestellt, dass aus Nutzersicht bestehende Vorbehalte sich dahingehend auswirken, dass Elektroautos zwar gleich häufig genutzt wurden wie konventionell angetriebene Fahrzeuge, die Mietdauer und die absolvierte Streckenlänge aber deutlich geringer waren als bei konventionellen Vergleichsfahrzeugen. Dies legt die Vermutung nahe, dass offenbar den E-Autos hinsichtlich deren Reichweite subjektiv nicht das „zugetraut“ wurde, was sie objektiv leisten können, sie also unterhalb der tatsächlichen Möglichkeiten genutzt wurden. Und auch eine weitere Hypothese überrascht: Die unterschiedlichen Carsharingsysteme mit stationsgebundenem Zugang oder Zugang ohne Stationsbezug („freefloating“) werden im Quartier nicht als Konkurrenz erlebt, sondern können sich dort sinnvoll ergänzen.  

In dem mehrjährigen Vorhaben wurde zunächst eine Differenzierung unterschiedlicher Typologien von Stadtstrukturen vorgenommen, sodann eine Kriterien geleitete Bewertung (Präqualifizierung) einer Vielzahl einzelner Quartiere durchgeführt und schließlich die quartiersgenaue Konfiguration und Flächenallokation analysiert. An insgesamt 14 Quartierstandorten in Hamburg (10) und der Metropolregion (4) wurden Mobilitätsangebote mit batterieelektrischen und konventionellen Fahrzeugen umgesetzt. Hieran waren bis zu 400 Nutzerinnen und Nutzer beteiligt, von denen einige  in einem eigens entwickelten Mobilitätsmanagement in Workshops und über sogenannte Mobilitätstagebücher in die Untersuchung einbezogen wurden. Ein wichtiger Fokus der Untersuchung lag auf dem Zusammenspiel zwischen Wohnungswirtschaft und den Anbietern der Mobilitätsdienstleistungen. Bestehende Defizite wurden benannt, Ansätze zur Verfahrensoptimierung entwickelt sowie strategische Ableitungen für künftiges Handeln vorgenommen.

An dem vom Bund mit insgesamt rund 2,2 Mio. Euro und aus Klimaschutzmitteln der FHH mit 460 Tsd. Euro geförderten Projekt haben eine Vielzahl assoziierter Partner und zuletzt sechs feste Projektpartner mitgewirkt. Neben der HCU Hamburg waren beteiligt: cambio CarSharing, D&K Drost Consult GmbH, GfG Hoch-Tief-Bau, Starcar und die Projektleitstelle hysolutions.

Steigen bei Sturmfluten die Pegel in Hamburg höher als früher? Sind die Sommer trockener oder nasser und müssen Hausbesitzer sich stärker gegen Wolkenbrüche schützen? Was bedeuten milde Winter für die Heizperiode? Ist die Tigermücke schon nach Hamburg eingewandert? Antworten auf diese Fragen liefern – erstmals aufbereitet für die breite Bevölkerung – das Klimafolgen-Monitoring der Umweltbehörde und das Projekt KLiQ der HafenCity Universität (HCU).

Umweltsenator Jens Kerstan hat heute gemeinsam mit Prof. Wolfgang Dickhaut von der HCU aktuelle Forschungsergebnisse und Empfehlungen vorgestellt. Beides wurde im Rahmen einer Lernwerkstatt der Klimabildungswoche „Wetter Wasser Waterkant“  in der Katharinenschule präsentiert. Es ist ab sofort möglich, mit einem Mausklick nicht nur das Klima für Hamburg anzuzeigen – und zwar sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft (Projektionen) – sondern auch die wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels in Hamburg, und zwar im Hamburger Klimamonitor und im Norddeutschen Klimamonitor. 

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, erklärte dazu: „Der Klimawandel kommt nicht erst, er ist bereits da. Mit dem neuen Klimafolgen-Tool können wir im Einzelnen sehen, wo und wie der Klimawandel sich in Hamburg auswirkt, wie er unser Leben beeinträchtigt oder welche Gefährdung droht. Das Tool bietet eine neue und wichtige Grundlage um zu entscheiden, wann welche Vorkehrungen in unserer Stadt getroffen werden müssen. “

„Ist die Anpassung von Städten an die Folgen des Klimawandels planbar?“ Unter dieser Fragestellung hat sich das HCU-Projekt KliQ (Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere) mit den Herausforderungen in besonders versiegelten Bereichen der Stadt befasst und liefert konkrete Handlungsvorschläge. Prof. Wolfgang Dickhaut von der HafenCity Universität erklärt: „,Überflutungs- und Hitzevorsorge flächendeckend, kontinuierlich und systematisch einplanen‘. Das muss das neue Motto für private und öffentliche Bauträger sein.“ Die KLiQ-Ergebnisse wurden hier für die Fachwelt und hier für die Allgemeinheit aufbereitet.

In einem Monat beginnt die Welt-Klimakonferenz COP23 in Bonn. Dort wird um Maßnahmen gerungen, wie das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen ist. Was Hamburg durch den Klimawandel bis 2050 zu erwarten hat, hatten das Norddeutsche Klimabüro und der Deutsche Wetterdienst DWD bereits berechnet: Mehr Starkregen, mehr Hitzetage, mildere und feuchtere Winter. 

Wetter.Wasser.Waterkant ist die größte Klima-Bildungsveranstaltung Deutschlands und bietet diverse Lernwerkstätten für Kinder und Jugendliche an und wird von der Umweltbehörde gefördert. Frank Böttcher, Wetterexperte und Initiator der Bildungswoche, erklärt: „Es ist jetzt eine vordringliche Aufgabe der Gesellschaft, die nächste Generation mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz vertraut zu machen und gleichzeitig die Chance des Wandels aufzuzeigen. Deutschland droht die gesteckten Klimaziele 2020 zu verfehlen. Umso wichtiger ist, das wir unser Verhalten ändern. Dafür ist  der breite Zugang zu unabhängigen wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders wichtig und das gilt für jede Generation.“ 

Auf der ExpoReal 2017, Europas größter Business-to-Business (B2B) Fachmesse für Immobilien und Investitionen, hat das CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg das neue Tool „LocationFinder“ vor einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Das auf einem interaktiven Touchtisch basierende Werkzeug ermöglicht die zielgenaue Suche von urbanen Standorten für Entwicklungsprojekte der Immobilienwirtschaft.

Flächensuche mit dem LocationFinder auf der ExpoReal 2017 in München

Bild: HCU Hamburg

Organisiert von der Hamburger Wirtschaftsförderung (HWF), präsentiert sich die Stadt Hamburg alljährlich mit einem Gemeinschaftsstand auf der Münchner "ExpoReal", Europas größter Business-to-Business (B2B) Fachmesse für Immobilien und Investitionen (8.-10. Oktober 2017). Rund 30 Hamburger Aussteller – darunter renommierte Unternehmen und Einrichtungen wie die HafenCity GmbH – präsentierten drei Tage ihre Produkte und Dienstleistungen gegenüber Geschäftskunden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Rainer Noennig führte das Team des HCU CityScienceLabs an einem interaktiven Touchtisch das im letzten Vierteljahr konzipierte Softwaretool „LocationFinder“ live vor. Als konkreter Anwendungsfall wurde im Vorfeld mit den Fachleuten der HWF die „Standortsuche für ein Kongresshotel“ ausgearbeitet.

Das Tool „LocationFinder“

Der LocationFinder ist eine interaktive Suchmaschine für Projektstandorte: Mit ihm kann die optimale Platzierung für ein Entwicklungsprojekt im Flächenportfolio von Kommunen oder anderen Flächenanbietern gefunden werden. Dazu wird am Touchtisch eine streng choreographierte Abfolge von 5 Suchschritten durchlaufen:

Schritt 1 definiert das „innere“ Nutzungsprogramm des Projektes und filtert eine Shortlist möglicher Standorte aus dem verfügbaren Flächenportfolio. Schritt 2 definiert die angestrebten Umgebungsqualitäten des gesuchten Standortes und etabliert ein qualitatives „Zielprofil“. Im Schritt 3 können die Standorte der Shortlist mit dem „PlaceInspector“ eruiert werden. Hier werden die tatsächlichen Standortprofile mit dem vorher etablierten Zielprofil überlagert und geeignete Standorte können für eine Endauswahl vorgemerkt werden. Schritt 4 stellt diese Endauswahl als übersichtliches Tableau zusammen und unterstützt die Entscheidung für den optimalen Standort. Diese Entscheidung wird im abschließenden Schritt 5 mit einem algorithmisch ermittelten Optimalergebnis abgeglichen.

Der LocationFinder war der Besuchermagnet am Hamburger Gemeinschaftsstand: Die Möglichkeiten, mit einfach zu handhabenden Suchsteinen den Touchtisch selbst auszuprobieren, erzeugte erhebliche Aufmerksamkeit. Deutlich wurde das konkrete Anwendungsinteresse: Nutzungsanfragen kamen sowohl von Stadtplanungsämtern, die im Tool eine Möglichkeit zur partizipativen Standortentwicklung sahen, als auch von privaten Entwicklern und Investoren, die den LocationFinder als Werkzeug zur Vereinfachung der oft wenig zielgerichteten, dennoch aufwändigen Standortsuche und -bewertung erkannten. 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

CityScienceLab @ HCU
E-Mail: csl(at)hcu-hamburg.de
Website: www.hcu-hamburg.de/research/citysciencelab

Im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung durch das Präsidium am 9. Oktober überreichte Prof. Dr. Harald Sternberg, Vizepräsident Lehre, den mit 1.000 Euro dotierten „DAAD-Preis für herausragende Leistungen internationaler Studierender“ an Noriko Kakue. Der DAAD-Preis wird jährlich, und in diesem Jahr bereits zum achten Mal vergeben. Der „Internationale HCU Buchpreis“ ging in diesem Jahr an Maja Momić.

DAAD-Preisträgerin Maja Momić mit den Jury-Mitgliedern Prof. Dr. Harald Sternberg, Damla Sahin und Christiane Brück

Bild: HCU Hamburg

Noriko Kakue ist Preisträgerin des DAAD-Preises 2017

Noriko Kakue ist Japanerin mit US-amerikanischem Bildungs- und Arbeitshintergrund, sie studiert REAP an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Die Jury des DAAD- und Buchpreises, bestehend aus dem Vizepräsidenten für Lehre und Studium, Prof. Dr. Harald Sternberg, studentischen Vertretern und dem International Office, würdigte, dass sich Noriko Kakue in besonderer Weise für die interkulturelle Verständigung einsetze. Mit hoher Leistungsbereitschaft unterstütze sie bei der Planung und Organisation internationaler Veranstaltungen und engagierte sich darüber hinaus im hochschulpolitischen Bereich mit viel Engagement für neuankommende Studierende und ihre Kommilitonen. 

Maja Momić ist Preisträgerin des Internationalen HCU Buchpreises 2017

Maja Momić stammt aus Bosnien und Herzegowina und kam als Studierende im Rahmen des Erasmus Placement-Programms an die HCU Hamburg. Momić promoviert zum Thema „Flucht und Migrationsforschung“ und begleitet ehrenamtlich Geflüchtete in ihrem Alltag. Prof. Dr. Harald Sternberg betonte in seiner Laudation: „Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums trug sie zunächst als Lehrbeauftragte und nun als Doktorandin im Bereich Urban Design an der HCU Hamburg mit ihrem Engagement, ihrem Wissen und ihrer aufgeschlossenen Art in besonderem Maß zu einem konstruktiven Lernklima bei.“ 

Über den DAAD-Preis

Der DAAD-Preis wird jährlich vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) ausgelobt. Mit diesem Preis sollen ausländische Studierende mit besonderen akademischen Leistungen und bemerkenswertem gesellschaftlich-interkulturellen Engagement ausgezeichnet werden. Die Wahl der Preisträgerin/des Preisträgers erfolgt in Verantwortung der Hochschule. Mit der Verleihung des DAAD-Preises soll zugleich einer breiteren Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, welche Bereicherung ausländische Studierende für die Hochschulgemeinschaft darstellen.

Über den Internationalen HCU-Buchpreis

Der Buchpreis wird jährlich in Anlehnung an den DAAD Preis an internationale Studierende und Doktoranden verliehen, die sowohl herausragende akademische Leistungen erbracht als auch besonderes interkulturelles Engagement gezeigt haben.

Die Gründungsidee der HafenCity Universität – die Disziplinen übergreifende Zusammenarbeit der baubezogenen Fächer in einer Hochschule – ist ein tragfähiges Konzept, das national und international einzigartig ist. Zu dieser Einschätzung ist eine fünfköpfige Expertenkommission unter der Leitung von Frau Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, gekommen. Das Gutachten wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Hamburger Rathaus vorgestellt.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst (v.l.n.r.)

Bild: BWFG

Weitere Informationen in der Presseinformation der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) auf Hamburg.de.

Einblicke in Stadt-Land-Kooperationen in den Niederlanden und erste Erfahrungen im Projekt RUMORE – darum ging es beim zweiten Vernetzungstreffen des von der HCU geleiteten EU-Projektes RUMORE am 28. und 29. September in der Region Twente. RUMORE steht für „Rural-Urban Partnerships Motivating Regional Economies“. Erforscht wird, wie regionale Innovationsketten und Wertschöpfungscluster verbessert werden können, indem sich städtische und ländliche Akteure intensiver vernetzen.

Das überregionale Vernetzungstreffen ist mit rund 40 Gästen auf großes Interesse gestoßen. Neben den Projektpartnern nahmen auch lokale Akteure aus den verschiedenen Regionen an dem Treffen teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten verschiedene lokale Projekte. Dazu gehörte beispielsweise die „Green and Edible City“, ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Wageningen, dem Knowledge Portal Twente und der Stadt Goor, das der Frage nachgeht, wie man Nahrungsproduktion in die Städte bringen und diese grüner machen kann. Ein weiteres Projektbeispiel war das „Biological Knowledge Centre de Viermarken“, ein Reallabor zur Erprobung neuer Agrarprodukte. 

Ziel des vor einem halben Jahr gestarteten Projektes RUMORE ist es, den Wissensaustausch zwischen Stadt und Land und damit die Innovationskraft in den ländlichen Räumen zu stärken. Projektpartner sind Behörden und Agenturen für Regionalentwicklung aus Bulgarien, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Deutschland. Die HCU Hamburg mit Prof. Dr. Jörg Knieling als Teamleiter und Galya Vladova als Projektmanagerin leitet das Projekt. Gefördert wird RUMORE im Rahmen von INTERREG Europe, dem Programm der Europäischen Union zur Förderung der europäischen territorialen Zusammenarbeit. Das Programm ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der EU und fördert Aktivitäten im Gebiet der EU für innovative, nachhaltige und integrative Entwicklungen.  

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Galya Vladova (M.Sc.), Projektmanagerin RUMORE

Tel.: +49 (0)40 - 428 27 4530

Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank ist heute gemeinsam mit Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Prof. Kent Larson, Media Lab des Massachusetts Institute for Technology (MIT) und weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Labs zu Gast im Hanse-Office in Brüssel. Sie stellen einem interessierten Publikum in der ständigen Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg bei der Europäischen Union neue Ansätze und Werkzeuge vor, um den Herausforderungen der Städte der Zukunft zu begegnen.

Workshop-Situation im CityScienceLab

Bild: HCU Hamburg

Die Showcase-Veranstaltung richtet sich an Städte und Gemeinden, Forschungsnetzwerke und digitale Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von Smart City und dem urbanen Internet der Dinge beschäftigen. In der Veranstaltung werden die im CityScienceLab entwickelten Ansätze für Bürgerbeteiligung im digitalen Zeitalter sowie die Möglichkeiten zur Nutzung städtischer Daten in der Stadtentwicklung aufgezeigt. In thematischen Einführungen, einer interaktiven Demonstration und einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission werden die „CityScopes“ des CityScienceLabs präsentiert.

Die CityScopes sind interaktive, digitale Stadtmodelle, die vom CityScienceLab in Kooperation mit dem Massachusetts Institute for Technology (MIT) entwickelt worden sind. Mit ihnen können urbane Zusammenhänge analysiert und Entwicklungsszenarien simuliert werden. Die anschauliche und interaktive Darstellung dieser Szenarien ermöglicht die Wissensvermittlung und den Austausch auch mit Nicht-Fachleuten.

Prof. Dr. Gesa Ziemer: „Mit den CityScopes haben wir gemeinsam mit dem MIT ein technisch ausgefeiltes, datengestütztes Modell entwickelt, das auch Laien Lust macht, sich am Diskurs rund um die Entwicklung der eigenen Stadt zu einzubringen. Sein Potenzial zur politischen Meinungsbildung entfaltet sich erst durch eine konstruktive Beteiligung an den Diskussionen.“

Erfolgreich eingesetzt wurde das Tool in Hamburg in 2016, als Hamburgerinnen und Hamburger im Projekt „FindingPlaces“ Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gefunden haben. Das Projekt wurde im Juli mit dem „UrbAct Good Practice Award“ der Europäischen Kommission ausgezeichnet.

Über das CityScienceLab:

Das CityScienceLab der HCU Hamburg ist eine Kooperation mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dient als Forschungseinheit zur Untersuchung von Städten in der digitalen Zeit. Zur Diskussion von komplexen städtischen Zusammenhängen wurden im Rahmen der Kooperation mit dem MIT Media Lab 2015 erstmals so genannte „City Scopes“ nach Deutschland geholt, die zunächst für das Projekt „FindingPlaces“ weiterentwickelt wurden. 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs
Tel.: 040 42827 5665
E-Mail: gesa.ziemer(at)hcu-hamburg.de

Das digitale Kooperationsprojekt Hamburg Open Online University (HOOU) aller staatlichen Hamburger Hochschulen und des UKE geht heute (19. September 2017) mit einer ersten prototypischen Version ans Netz. Die Kernidee der HOOU ist, dass die Hamburger Hochschulen auf einer gemeinsamen Plattform innovative digitale Lernformate entwickeln, die Studierenden und interessierter Öffentlichkeit gleichermaßen zur Verfügung stehen.

Bild: Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

​​​​​​​Der Prototyp dieser selbst entwickelten digitalen Hamburger Wissenschaftsplattform stellt nach einem halben Jahr Entwicklungsarbeit an dieser öffentlichen Version nun erste konkrete Projekte zur Verfügung. Das Angebot des digitalen Campus soll jetzt von und mit den Nutzerinnen und Nutzern weiterentwickelt werden.

Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz: „Im Herbst 2014 legten wir den Grundstein für eine große Idee: Ein gemeinsamer digitaler Campus für ganz Hamburg. Heute feiern wir das Richtfest. Unter dem Dach der Hamburg Open Online University versammelt sich die vielfältige Hamburger Hochschullandschaft und bietet Studierenden aller Hochschulen die Möglichkeit, miteinander in interaktiven Projekten zu lernen, zu forschen, zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Sie nutzt die neuen Freiräume der Digitalisierung für innovative eLearning-Formate und vertieft so auch den Austausch der Hamburger Hochschulen und der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen untereinander. Zugleich macht die HOOU Lehrangebote für jedermann zugänglich. Es ergeben sich neue Bildungschancen und Wissenszugänge. In einer Zeit, in der vielerorts die ideologische Abschottung auf dem Vormarsch ist, setzen wir gezielt auf wissenschaftlichen Fortschritt durch Zusammenarbeit und Offenheit. Die HOOU bietet uns zudem die Chance, den Wissenschafts- und Forschungsstandort Hamburg auch international weiter zu profilieren.“

Die HOOU soll die klassische Präsenzlehre der Hamburger Hochschulen um die Möglichkeiten digitaler Technologien bereichern. Bei den ersten Lehrprojekten, die bereits erfolgreich im Rahmen der HOOU liefen, ging es um Themen (u.a.) wie innovatives Filme machen (HFBK), Entwicklung eines anonymen Typ 2-Risiko-Diabetestests (UKE), Dialog und Auseinandersetzung mit musikalischem Spezialwissen (HFMT), Entwicklung und Benutzung eines eManual für Alte Geschichte (UHH), Praktische Lösungshilfen für die nachhaltige Gestaltung ländlicher Räume (TUHH), Nachhaltige Energieerzeugung für kleine Inselstaaten (HAW) und Wissenschaftliches Arbeiten (HCU).

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Das HOOU-Projekt ist eine erfolgreiche Kooperation der staatlichen Hamburger Hochschulen und des UKE, das sich bundesweit schon jetzt einen Namen gemacht hat. Es ist nicht nur Ausdruck der voranschreitenden Digitalisierung, sondern befördert auch innovative Lehre in ihrer ganzen Fächerbreite, gibt Impulse und macht die gute und innovative Arbeit der Einrichtungen nach außen sichtbarer. Wissenschaftliche Fragestellungen können nun Dank der HOOU auch außerhalb von Laboren und Hörsälen erörtert werden – von allen, die sich dafür interessieren. Durch die digitalen Möglichkeiten bewegt sich die Wissenschaft noch mehr in Richtung Stadtgesellschaft. Mein Dank gilt den Hochschulen, dem UKE und dem Multimedia Kontor Hamburg, die gemeinsam dieses großartige Projekt mit großem Engagement und vorbildlichem gemeinsamen Geist tragen und voranbringen.“

Die Lehr- und Lernangebote der HOOU richten sich auch an Interessierte außerhalb der Hochschulen. Mit dieser Öffnung können sich neue Möglichkeiten für individuelle Bildungschancen und Bildungskarrieren sowie für die berufliche Fortbildung erschließen. Das Projekt soll damit dem in der Gesamtstrategie der „Digitalen Stadt“ formulierten Anspruch des Senats Rechnung tragen, den Zugang zu Bildung für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Außerdem kann damit beispielsweise der Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtert werden.

Der Senat unterstützt die HOOU auch in ihrer weiteren Projektphase von 2017 bis Ende 2018 mit rund 8,86 Millionen Euro. Für die erste Projektphase von 2015 bis 2016 hat der Senat 3,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

An der HCU sind die folgenden drei Projekte bereits auf der Plattform www.hoou.de vertreten, sieben weitere werden aktuell noch bearbeitet und sollen in den nächsten Monaten folgen:

Wissenschaftliches Arbeiten

Eine der größten Herausforderungen für junge Studierende ist die Orientierung innerhalb der Wissenschaft als Diskurs mit spezifischen Verhaltens- und Denkmustern. Von der Schule kommend sehen sich viele an den Universitäten zum ersten Mal mit den geforderten Standards des wissenschaftlichen Arbeiten konfrontiert. In kurzen und frei wiederholbaren Blöcken vermittelt das Lernszenario die zentralen Fragestellungen, mit denen Studierenden in der Wissenschaft konfrontiert sein werden: Von der Themenfindung, Recherche und Quellenbewertung, der Präsentation eines Referats, bis zur Strukturierung und Argumentation einer Hausarbeit.

Project Management in Urban Design

Mit der Veränderung von Arbeitsformen, ihrer zeitlichen und räumlichen Entgrenzung, gehen auch Entgrenzung und Flexibilisierung standardisierter Beschäftigungsverhältnisse und Erwerbsstrukturen einher. Tätigkeiten unterschiedlichster Art im Rahmen von zeitlich befristeten „Projekten“ strukturieren zunehmend den Alltag vieler Menschen. Was jedoch unter einem Projekt verstanden wird und wie die verschiedensten Projekte entwickelt, organisiert, umgesetzt und gesteuert werden, interessiert uns in diesem Lernszenario. Welche Zutritte zu Projektmanagement zeigen sich in der planerischen, ökonomischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Praxis? Wie gestalten und implementieren Wissenschaftler*innen, Akteur*innen der urbanen Praxis und alternativer Wirtschafts­formen ihre Projekte? Beiträge von Expert*innen aus den Bereichen Planung, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst & Kultur erlauben einem breiten Publikum sich mit ihrer eigenen Art und Weise der Organisation ihres beruflichen oder privaten Alltags auseinanderzusetzen.

Was ist Gender?

Gender Mainstreaming, Genderismus, Geschlechterrollen (gender roles) oder Gender Bender – in vielfältigen Kontexten, und auch zunehmend in den Medien, begegnet uns der Begriff Gender. Doch auf die Frage, was Gender eigentlich heißt, wissen die allermeisten keine Antwort. Das Lernszenario zeigt auf, wie der Begriff Gender entstanden ist, wie sich seine Bedeutung über die Jahrzehnte verändert hat und welche verschiedenen Konzepte sich mit dem Begriff heute noch verbinden. Es werden analytische Unterscheidungen zwischen dem sozialen und biologischen Geschlecht behandelt und wie diese damit zusammenhängen, wen wir begehren (dürfen). Außerdem wird gefragt, wie Rassismus, Klassenzugehörigkeit oder körperliche und geistige Fähigkeiten beeinflussen, wer wann wie und wo aufgrund von Geschlecht privilegiert oder benachteiligt wird.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Lars Schmeink 

Koordination - Hamburg Open Online University

+49 (0)40 42827-5217

lars.schmeink(at)hcu-hamburg.de

Bei der diesjährigen Konferenz “Smart Energy Systems and 4th Generation District Heating” repräsentierte Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich gemeinsam mit Maria Grajcar und Ivan Dochev die HafenCity Universität Hamburg (HCU). Die Konferenz am 12. und 13. September in Kopenhagen wurde von der Aalborg University organisiert und war die dritte Veranstaltung dieser Art. Der internationale Austausch über Wärmenetze wird im kommenden Jahr beim „16. International Symposium on District Heating and Cooling“ an der HCU Hamburg fortgesetzt.

In einer Podiumsdiskussion diskutierten Eva Hoos, Katrina Folland, Ingo Weidlich, Søren Djørup und Brian Vad Mathiesen über die unterschiedlichen Liegenschaftsmodelle für Wärmenetze – auch die Hamburger Situation wurde thematisiert. Die Privatisierung der Energienetze vor rund 17 Jahren wird in der Stadt seit einem positiven Volksentscheid im Jahr 2013 schrittweise rückgängig gemacht. Die Präsentation weiterer Modelle mit unterschiedlichen lokalen Rahmenbedingungen in Dänemark und Schweden führte zu einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum und gaben einen Ausblick auf das „16. International Symposium on District Heating and Cooling“ vom 9. bis 12. September 2018 an der HCU Hamburg (Save-the-Date! Weitere Informationen folgen in Kürze.)

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich, Infrastructural Engineering
Tel.: 040 42827 5700
E-Mail: ingo.weidlich(at)hcu-hamburg.de

Das Projekt „Der Gap Filler - Ein innovativer Beitrag zur Barrierefreiheit“ der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Zusammenarbeit mit der Hamburger Hochbahn AG wurde mit dem 3. Preis des DVW Best Practice Award 2017 der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement ausgezeichnet. Der Gap Filler hilft, den Abstand zwischen Zug und Bahnsteig zu minimieren und durch diesen „Lückenfüller“ die Barrierefreiheit an Haltestellen zu verbessern.

Bereits zum zehnten Mal wurde 2017 der DVW Best Practice Award ausgelobt, um die Aufmerksamkeit auf erfolgreich realisierte Projekte zu lenken, die beispielgebend und innovativ für die Geodäsie und das Vermessungswesen sind. In diesem Jahr gab es erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Entscheidung über die vorderen Plätze des DVW Best Practice Award 2017. Alle Bewerber wurden dabei gemäß der Kriterien "technische Innovation, Wirtschaftlichkeit, gesellschaftliche Bedeutung, Weiterentwicklung des Berufsbildes, Erschließung neuer Anwendungsfelder und besondere Medienwirksamkeit" bewertet.

Die technisch sehr anspruchsvolle Aufgabe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HCU Hamburg im Austausch mit der Hamburger Hochbahn AG bestand darin, das Spaltmaß zwischen Zug und Bahnsteig auf einen Mindestabstand gesichert unter 5 cm zu reduzie­ren. Dazu wurden die Spaltmaße im Regelbetrieb über einen Zeitraum von drei Monaten mittels low-cost Ultraschalldistanzsensoren bestimmt, der Gap-Filler mit Biegesensoren gefertigt, installiert und über weitere sechs Monate überwacht. Das aufgebaute Monitoringsystem hat ausschließlich kosten­günstige Sensoren verwendet, der Gap-Filler hat die Zugänglichkeit der U-Bahn nachhaltig verbessert.

"Seit März 2017 lief der Probetrieb des Gap-Fillers an der U-Bahn-Haltestelle Klosterstern und eine Erweiterung auf weitere Haltestellen ist angedacht", sagt Eike Barnefske, der für das Projekt an der HCU Hamburg mitverantwortlich ist. Die Verleihung des Preises erfolgt Ende September auf der INTERGEO, der größten Fachmesse für Geodäsie und Geoinformatik in Berlin und wird von HCU-Professor Dr.-Ing. Harald Sternberg und Frau Dipl.-Ing. Ute Stein (Hochbahn AG) entgegengenommen.

Über den DVW:

Der DVW fördert seit seiner Gründung im Jahr 1871 als technisch-wissenschaftlicher Verein die Geodäsie, die Geoinformation und das Landmanagement in Wissen­schaft, Forschung und Praxis, wirkt mit bei der fachlichen Aus-, Fort- und Weiterbil­dung und pflegt in diesem Rahmen die internationale Zusammenarbeit. Er kooperiert mit technischen sowie wissenschaftlichen Vereinigungen, Hochschulen und Institu­tionen, wirkt bei Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene mit, die die Bereiche Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement betreffen, und stellt die Leistungen und die Bedeutung von Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement in der Öffentlichkeit dar. 

Bei der erstmaligen Austragung des Ironman Hamburg (13. August) erzielten die Studierenden Anne Ruff und Bent Meier der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) sehr gute Zeiten in ihrer Altersklasse (18 bis 24 Jahre). Bent Meier erreichte das Ziel nach 10 Stunden und 13 Minuten. Anne Ruff erreichte in ihrer Altersklasse bei den Frauen mit einer Zeit von 11 Stunden und 16 Minuten den 2. Platz und qualifizierte sich für den Ironman auf Hawaii, den weltweit bedeutendsten Triathlon über die Langdistanz und einer der weltweit anspruchsvollsten Ausdauerwettkämpfe.

Bild: HCU Hamburg

„Der Wettkampf war unglaublich und ich hatte mit so einer guten Zeit gar nicht gerechnet.  Aber jetzt freue ich mich natürlich sehr auf Hawaii und die Weltmeisterschaft“, sagt die 23-jährige Anne Ruff, die an der HCU Hamburg Architektur im Bachelor studiert und erst seit 2014 an nationalen und internationalen Triathlon-Wettkämpfen teilnimmt. Bei den Ironman-Wettkämpfen müssen die Teilnehmenden 3,86 Kilometer schwimmen, anschließend 180,2 Kilometer Rad fahren und einen Marathonlauf von 42,2 Kilometern überstehen. Aktuell gibt es weltweit 40 Ironman-Wettkämpfe, bei denen eine Qualifikation zum Ironman Hawaii möglich ist.  

Ihr Freund und Trainingspartner Bent Meier studiert an der HCU Hamburg Stadtplanung im Bachelor und hat erst im letzten Jahr seine Leidenschaft für den Triathlon entdeckt: „Wir haben natürlich eine hohe Doppelbelastung durch unser Studium und unser Hobby, aber durch Disziplin, Ausdauer und Durchhaltevermögen meistern wir das.“ Die beiden Extremsportler trainieren zusammen meist sechs Tage die Woche. Zudem achten die HCU-Ausdauersportler auf ihre Ernährung, Regeneration und Trainingspläne. Alles ohne Trainer und in Eigenregie. Anne Ruff hat ihre Bachelor-Thesis während der Vorbereitung geschrieben und kann sich nun auf den Ironman auf Hawaii fokussieren, während ihr Trainingspartner zur Zeit noch an seiner Bachelor-Thesis schreibt.

Die beiden werden zusammen im Oktober über zwei Wochen auf Hawaii sein. Während Anne Ruff an dem Wettbewerb teilnimmt, wird Bent Meier mit ihr trainieren und seine Trainingspartnerin tatkräftig unterstützen. Knapp 2500 Teilnehmer aus aller Welt nehmen an dem härtesten Triathlon der Welt teil und ca. 10 % des Teilnehmerfeldes stammt aus Deutschland. Der Start ist mit einem finanziellen Kraftakt verbunden, da allein das Startgeld knapp 900 Euro beträgt. Die Gesamtkosten betragen über 5000 Euro und die Suche nach Sponsoren und Unterstützern läuft aktuell. Anne Ruff schaut positiv, aber realistisch auf ihre Ironman-Premiere im fernen Hawaii: „Ich fahre nicht mit der Ambition nach Hawaii, um dort zu siegen. Ich möchte einfach die Wochen und alles auf Hawaii genießen. Das ist auch unser Urlaub für all die Anstrengungen des gesamten Jahres.“

Starkregen, Stürme und Überflutungen - der Klimawandel stellt die Stadtplanung vor große Herausforderungen. Expertinnen und Experten raten: Mit dem Wasser leben! Stadtplaner Prof. Dr. Jörg Knieling im Gespräch mit Wired.de.

Bild: Fotobox / pixelio.de

Wired.de: "Warum Stadtplaner Hochwasser hereinlassen statt aussperren wollen"

Datum: 04.09.2017

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Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr. Jörg Knieling
Tel.: 040 42827-4515
E-Mail: joerg.knieling(at)hcu-hamburg.de

Zum zweiten Mal findet die Summer School „Strategies of climate adaptation and resource efficiency for new urban neighborhoods: a comparison between Hamburg and Cairo“ des Studienprogramms REAP („Resource Efficiency in Architecture and Planning”) in Kooperation mit der Cairo University an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) statt. Vom 4. bis zum 8. September setzen sich 30 Studierende der Cairo University und 15 Studierende der HCU Hamburg mit Strategien der klimaangepassten und ressourceneffizienten Entwicklung beider Städte auseinander. Ziel der Summer School ist es, Anwendungsbeispiele aus Hamburg zu entwickeln und die Übertragbarkeit einzelner Ideen und Strategien auf eine Megacity wie Kairo zu diskutieren.

Bild: Vergara, A.

Cairo, als eine der größten Megacities der Welt, hat mit einem extremen Bevölkerungswachstum zu kämpfen, das die Stadt an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Eine Strategie zur Entwicklung des benötigten Wohnraums sieht vor, neue Siedlungen und Städte in der Wüste um  Cairo zu entwickeln. Im Zuge anhaltender Urbanisierungstendenzen in Europa werden auch in Hamburg Planungen zur Entwicklung neuer Wohnbauflächen bzw. ganzer Stadtteile aufgestellt. In der Workshop-Woche werden die Teilnehmenden der HCU Hamburg die Gelegenheit haben, sich mit Studierenden der Cairo University auszutauschen und gemeinsam Strategien und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Externe Fachvorträge vom Climate Service Center Germany Hamburg, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg sowie vom Urban Climate Labs der FU Berlin gehören ebenso zum Programm der Summer School, wie intensive Gruppen- und Workshoparbeiten an exemplarischen Quartieren in Hamburg zum Thema Klimaanpassung mit dem Fokus auf Überflutungs- und Hitzevorsorge sowie Exkursionen im Hamburger Stadtgebiet.

Die öffentlichen Abschlusspräsentationen finden am Freitag (8.9.) zwischen 9 und 14 Uhr im Raum 2.104 der HCU Hamburg statt. Die Summer School findet im Rahmen eines  Kooperationsprojekts zwischen der HCU Hamburg und der Cairo University statt und wird durch das DAAD-Programm “Hochschuldialog mit der islamischen Welt“ unterstützt.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Dipl-Geogr. Annegret Repp, Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung
M.Sc. Programme "Ressource Efficiency in Architecture and Planning" (REAP)
Tel: +49 (0)40-42827-5347
annegret.repp(at)hcu-hamburg.de

Zusammen mit dem Archäologischen Museum Hamburg wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HCU mit dem Projekt "SmartSquare" die Bedeutung des Hamburger Domplatzes wieder ins Bewusstsein der Hamburger bringen und gleichzeitig diesen vernachlässigten Ort neu beleben. Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss erläutert auf Abendblatt.de die Hintergründe des Projektes.

Bild: Walter Schießwohl

Hamburger Abendblatt: "Die Geschichte des Domplatzes mit Neuen Medien erzählen"

Datum: 29.08.2017

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Kontakt zur HafenCity Universität (HCU):

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs
Tel.: 040 42827 4381
E-Mail: gesa.ziemer(at)hcu-hamburg.de

Urbane Infrastrukturen und Lebensstile verursachen den Großteil weltweiter Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbräuche. Sie hinterlassen globale Fußabdrücke. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute bereits in Städten, bis zum Jahr 2050 ist ein Anstieg auf etwa zwei Drittel zu erwarten. Dabei sind Städte als Orte der Innovation nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung im Klima- und Ressourcenschutz. Ein neues Forschungsprojekt der Rechtswissenschaftlerin Dr. Cathrin Zengerling an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) erkundet verantwortliche Steuerungsmodelle urbaner ökologischer Fußabdrücke. Acht Städte in acht Ländern erforscht die Wissenschaftlerin mit einem interdisziplinären Team vor Ort. Das innovative Projekt wird durch ein Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung gefördert.

Dr. Cathrin Zengerling leitet das Forschungsprojekt "Urban Footprints" an der HCU Hamburg

Bild: HCU Hamburg

Der Klimawandel und die voranschreitende Ausbeutung natürlicher Ressourcen stellen die gesamte Welt vor enorme Herausforderungen. Internationale Vereinbarungen weisen städtischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und Ressourcenverbrauchs eine immer größere Bedeutung zu. Doch trotz dieses Bedeutungsgewinns der Städte als Akteure, gibt es international weder etablierte Steuerungsmodelle noch weithin akzeptierte Bilanzierungsmethoden.

„Städte werden als Akteure in der Klima- und Ressourcenpolitik immer wichtiger und präsenter. Um sie zuverlässig in Steuerungsprozesse einbinden zu können, ist es wichtig, international stark unterschiedliche Handlungsspielräume zu verstehen“, so Zengerling. 

Disziplinäre Grenzen der Rechtswissenschaften und Stadtforschung überwindend, soll das Forschungsprojekt „Urban Footprints – Towards Greater Accountability in the Governance of Cities' Carbon and Material Flows“ (Urban Footprints – Auf dem Weg zu mehr Verantwortung in der Steuerung städtischer Kohlenstoff- und Materialflüsse) sowohl eine Wissensbasis, eine Analyse von Chancen und Herausforderungen sowie Empfehlungen für gestärkte, verantwortungsvolle Steuerungsprozesse urbaner Fußabdrücke erarbeiten. Die Vision des interdisziplinären Forschungsprojektes sind Städte, die zukünftig mehr Verantwortung für ihre ökologischen Fußabdrücke übernehmen und klima- und ressourcenbewusst handeln. 

In fünf Projektjahren untersucht das Team der HCU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die urbanen Fußabdrücke von acht – bisher vorläufig ausgewählten - Städten in acht Ländern vor Ort: Shanghai (China), Delhi (Indien), Los Angeles (USA), São Paulo (Brasilien), Lagos (Nigeria), Kairo (Ägypten), Toronto (Kanada) und Hamburg.

Unterstützung erhält das Team um Zengerling über den Projektzeitraum hinweg durch das renommierte Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung in Höhe von rund 800.000 Euro.

„Das Freigeist-Fellowship ermöglicht es uns, ein kleines interdisziplinäres und interkulturelles Forschungsteam aufzubauen und mehrmonatige Forschungsaufenthalte für Interviews, Erhebungen und Austausch vor Ort zu realisieren. Wir werden mehr als zwei Jahre auf fünf Kontinenten unterwegs sein“, so Zengerling.

Zur Person: Dr. Cathrin Zengerling

Cathrin Zengerling studierte Rechtswissenschaften in Münster, Madrid und Hamburg mit den Schwerpunkten Umwelt- und Planungs-, Europa- und Völkerrecht. Sie war als Referendarin unter anderem im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie bei den Vereinten Nationen in Genf tätig. 2006 erwarb sie den Abschluss Master of Laws an der University of Michigan, Ann Arbor, USA. Zwischen 2008 und 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HCU Hamburg und promovierte zu einem internationalen umweltrechtlichen Thema an der Universität Hamburg. Seit Mai 2011 ist sie Rechtsanwältin und betreute zunächst in der Hamburger Kanzlei Günther Rechtsanwälte vor allem Mandate in den Bereichen des Energie-, Bau- und Umweltrechts. Seit November 2015 ist sie Habilitandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HCU Hamburg. Sie lehrt in den Studiengängen Stadtplanung und Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP) und forscht an der Schnittstelle von Recht, Umweltschutz und Stadtentwicklung.

Freigeist Fellowship der VolkswagenStiftung 

Die gemeinnützige VolkswagenStiftung fördert Forschungsvorhaben in allen Disziplinen. Im Rahmen wechselnder Förderinitiativen gibt sie der Wissenschaft gezielt Impulse. Ein Freigeist-Fellow – das ist für die Volkswagen-Stiftung eine junge Forscherpersönlichkeit, die neue Wege geht, Freiräume zu nutzen und Widerstände zu überwinden weiß. Ein Freigeist-Fellow erschließt neue Horizonte und verbindet kritisches Analysevermögen mit außergewöhnlichen Perspektiven und Lösungsansätzen. Das Angebot richtet sich an außergewöhnliche Forscherpersönlichkeiten, die sich zwischen etablierten Forschungsfeldern bewegen und risikobehaftete Wissenschaft betreiben möchten. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit bis zu vierjähriger Forschungserfahrung nach der Promotion erhalten mit diesem flexiblen Förderangebot die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Tätigkeit mit maximalem Freiraum und klarer zeitlicher Perspektive optimal zu gestalten.

Youtube-Film über das Forschungsprojekt "Urban Footprints"

 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Dr. Cathrin Zengerling, Forschungsprojekt „Urban Footprints“
Tel. +49 (0)40 42827-4589
cathrin.zengerling(at)hcu-hamburg.de

Thematische Karten waren schon immer ein wichtiges Hilfsmittel, um Daten anschaulich darzustellen. Angesichts wachsender Datenbestände und vielfältiger räumlicher Problemstellungen steigt die Bedeutung so genannter Choroplethenkarten (Flächenkartogramme) aktuell immer weiter an. Am Labor für Geoinformatik und Geovisualisierung (g2lab) der HafenCity Universität Hamburg (HCU) startet nun ein neues Projekt, das die Erzeugung aussagekräftigerer Karten zur Darstellung unterschiedlicher Themengebiete zum Ziel hat.

In thematischen Karten, z. B zur Darstellung der Bevölkerungsdichte, werden die Werte der einzelnen Gebiete (z. B. Bundesländer) aus Gründen der Übersichtlichkeit häufig in Klassen eingeteilt und diesen eine eindeutige Farbe zugewiesen. Für diese Klasseneinteilung gibt es eine Reihe von Verfahren, die allerdings zu sehr unterschiedlichen Visualisierungen und damit zu unterschiedlichen Interpretationen und Entscheidungen führen können. Des Weiteren arbeiten diese Methoden rein datengetrieben und vernachlässigen somit möglicherweise vorhandene räumliche Zusammenhänge. Wird zum Beispiel ein Bundesland, das einen lokalen Ausreißer-Wert beinhaltet, in dieselbe Klasse wie einige seiner Nachbarländer eingeteilt, geht diese wichtige Information verloren. 

Statt der datengetriebenen Vorgehensweise geht das neue Projekt der „aChor“ der HCU Hamburg den umgekehrten Weg: Es werden als Erstes die räumlichen Parameter, wie z. B. die Erhaltung lokaler Ausreißer-Werte, vorgegeben. Hierfür – aber auch zur Erhaltung großer Werteunterschiede, von Hot Spots oder so genannten Clustern – entwickeln, implementieren und testen die Forscherinnen und Forscher um Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe neue Algorithmen. Außerdem erforschen sie, wie die Werteunterschiede zwischen den erzeugten Klassen für die Kartendarstellung am besten in entsprechende Farbunterschiede übersetzt werden können, um den Nutzerinnen und Nutzern eine schnelle und korrekte Wahrnehmung ermöglichen zu können.

Das Projekt aChor wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit insgesamt rund 250.000 € für einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe, Geoinformatik und Geovisualisierung, g2lab
+49 (0)40 42827 5442
jochen.schiewe(at)hcu-hamburg.de

Von deindustrialisierten Hafenarealen über das wachsende östliche Stadtgebiet rund um die Elbbrücken bis hin zu einem interkulturellen Zentrum für Geflüchtete und die Nachbarschaft in Poppenbüttel – gleich drei internationale Summer Schools an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) richten im August und September ihren Blick auf Herausforderungen in Hamburgs Stadtentwicklung. In mehrtägigen Workshops der Baltic International Summer School (BISS, 11. bis 19. August), der „Hamburg-Copenhagen Urban Challenge“ (7. bis 15. August), und der Summer School „Building a Proposition for Future Activities“ (8. bis 17. September) kommen an der HCU Hamburg auch in diesem Sommer wieder internationale Studierende, Promovierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zusammen.

Archtitektur-Workshop während der Summer School "Building a Proposition for Future Activities" 2016

Bild: HCU Hamburg

In interdisziplinären Teams entwickeln die Summer School-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer aus Stadtplanung, Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Disziplinen Entwicklungsperspektiven für aktuelle Herausforderungen von Städten – am Beispiel Hamburgs. Die Summer Schools werden durch ein Rahmenprogramm mit öffentlichen Vorträgen und Präsentationen der Arbeitsergebnisse begleitet, zu denen die Hamburger Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. 

„Think the Link“: städtebauliche Lösungen für den Sprung über die Elbe

Mitte August bringt die HCU Hamburg im Rahmen ihrer ERASMUS+ geförderten „Baltic International Summer School“ unter der diesjährigen Schirmherrschaft von Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, bereits im dritten Jahr mehr als 70 internationale Master-Studierende und Doktoranden renommierter Universitäten rund um die Ostsee für einen zehntägigen internationalen Workshop in der östlichen HafenCity zusammen. 

Unter dem Motto „Think the Link“ und dem diesjährigen Fokus „City Elements – Infrastructure and Networks shaping Harbour Areas“ erarbeiten die Teilnehmenden aus Kopenhagen, Göteborg, Helsinki, Danzig, Tallinn, St. Petersburg, Riga und Hamburg unter  der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle  Konzepte zur künftigen Gestaltung des Quartiers der östlichen HafenCity rund um die „Elbbrücken“, das mit spektakulären Hochhäusern und den umgebenden Wasserflächen als ein attraktives, urbanes Zentrum Hamburgs geplant ist und derzeit noch viel Entwicklungspotenzial aufweist. Gleichzeitig steht die Stadt Hamburg wie viele europäische Großstädte vor der Herausforderung, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern weiterhin eine hohe Lebensqualität und bezahlbaren Wohnraum zu bieten. In diesem Spannungsfeld entwickeln die B.I.S.S.-Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen, Entwürfe und Modelle, die den Anspruch haben, für ihre Heimatstädte gleichermaßen aktuell wie übertragbar zu sein.

Die studentischen Arbeiten präsentiert die HCU am Sonnabend, den 19. August der Hamburger Öffentlichkeit in einer Ausstellung mit anschließender Feier auf der Elbterrasse in der HafenCity Universität.

Öffentliches Welcome-Event und Keynote-Lecture „4 Rivers“ von Sheila Kennedy, MIT

Freitag, 11. August 2017, 18.30 Uhr, Hörsaal 200/Terrasse der HCU Hamburg, Überseeallee 16, 20457 Hamburg, Anmeldung erforderlich unter: biss(at)hcu-hamburg.de

Öffentliche Vorträge:

Sonntag, 13. August 2017, 18.30 Uhr, Hörsaal 200: Bastian Wibranek, TU Darmstadt: „Digital Design Unit - Designing for and with digital Machines“

Dienstag, 15. August 2017, 18.30 Uhr, Hörsaal 200: Nina Rappaport, New York: „Vertical Urban Factory“     

Öffentliche Abschlussveranstaltung mit Ausstellung und Party:

Samstag, 19. August 2017, 19.00 Uhr, Holcim Auditorium, Cafeteria und Terrasse der HCU Hamburg
Anmeldung erforderlich unter: biss@hcu-hamburg.de

Weitere Informationen: www.hcu-hamburg.de/biss

Urban Challenge: Ideen für deindustrialisierte Hafengebiete in Hamburg und Kopenhagen

Bei der „Hamburg-Copenhagen Urban Challenge“ im August reist eine internationale Gruppe Studierender der HCU Hamburg, der Technischen Universität von Dänemark und der Business School von Kopenhagen für zwei Wochen nach Kopenhagen und für zwei Wochen nach Hamburg. Gemeinsam und interdisziplinär nähern sich die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Beispielen der beiden Hafenstädte einer der wichtigsten Fragen der Stadtplanung des 21. Jahrhunderts: Wie können Städte so gestaltet werden, dass sie Wachstum ermöglichen, ohne ökologische und soziale Aspekte aus den Augen zu verlieren? 

Begleitet durch HCU-Professor Prof. Dr. Jörg Knieling, führen die Studierenden vor Ort eine vergleichende Studie der deindustrialisierten Hafengebiete in Hamburg und Kopenhagen durch und entwickeln nachhaltige Lösungsvorschläge und Handlungsempfehlungen. Die Erasmus+-geförderte „Urban Challenge“ findet 2017 bereits zum zweiten Mal statt, und nimmt aktuelle städtebauliche und regionale Entwicklungen in den Blick. 

Plakatausstellung: Dienstag, 15. August 2017, 10-12 Uhr, Ort: Foyer im 1. OG der HCU Hamburg

Weitere Informationen: http://www.urbanchallengealliance.com

Bau eines Begegnungshaus am Poppenbütteler Berg

Im September wird in der Fortsetzung der internationalen Summer School „Building a Proposition for Future Activities“ weitergearbeitet am Konzept „CBP 43“ - Community Building Poppenbüttel 43, einem Projekt unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz. Auf dem Gelände Poppenbütteler Berg/Ohlendieck entsteht momentan eine Flüchtlingsunterkunft. Bereits während der Summer School 2016 haben neue und alte Nachbarinnen und Nachbarn, Gewerbeschülerinnen und -schüler sowie internationale Studierende einen Prototypen für das Begegnungshaus im Maßstab 1:1 sowie eine Minigolf-Anlage gebaut. Auch Entwürfe für die räumliche Organisation des Gebäudes sowie Ideen für die Umsetzung im Selbstbau wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erarbeitet und während eines abschließenden Sommerfestes dem Schirmherr präsentiert. Die Hamburgische Bürgerschaft bewertete das Konzept als gelungen und sagte daraufhin einen Kostenzuschuss von 600.000 Euro für die weitere Konzeption und den Bau des Gemeinschaftsgebäudes zu. 

In der Summer School 2017 kommen rund 60 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um angeleitet von den Büros ConstructLab (Berlin), In situ (Basel), Bromsky Architekten (Berlin/Hamburg), Assemble (London) und Atelier Bow Wow (Tokyo) sowie Prof. Bernd Kniess von der HCU Hamburg gemeinsam an Entwürfen für die weitere Umsetzung des Projektes zu arbeiten. Neben der Arbeit an den Entwürfen wird auch darüber diskutiert, wie die Nachbarschaft, Gewerbeschülerinnen und -schüler sowie die Studierenden künftig die Planung, Umsetzung und Nutzung des Begegnungshauses Poppenbütteler Berg begleiten können.

Öffentliche Präsentation der Workshop-Ergebnisse und Sommerfest: Samstag, 16. September 2017, 17.00 Uhr, Ort: Community Building Poppenbüttel 43 (CBP43), Poppenbütteler Berg/Ohlendieck, 22399 Hamburg

Weitere Informationen: www.ud.hcu-hamburg.de

Kontakt Hamburg-Copenhagen Urban Challenge:

Kimberly Tatum 

+49 (0)40 42827 4532

Kimberly.tatum@hcu-hamburg.de

Kontakt Baltic International Summer School (BISS):

Frauke Kasting

+49 (0)40 42827 2736

frauke.kasting@vw.hcu-hamburg.de

Kontakt Building a Proposition for Future Activities:

Dominique Peck 

+49 (0)40 42827 5202

ud-master@hcu-hamburg.de

Was gibt es Neues aus der Hamburger Wissenschaft? Was ist los an den wissenschaftlichen Institutionen Hamburgs? Ab sofort genügt ein Touch, und alle Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise erscheinen auf dem Smartphone und auf dem Tablet.

„Hafen der Wissenschaft“: Neue App für aktuelle Infos aus der Hamburger Wissenschaft

Die iOS-App „Hafen der Wissenschaft“ informiert kontinuierlich und gebündelt über die Aktivitäten in den wissenschaftlichen Institutionen in Hamburg. Zudem stellt sie die Hamburgische Wissenschaftslandschaft auf einer Kartenansicht dar und integriert Inhalte der Hamburg Open Online University. Die App ist gedacht für alle an Wissenschaft interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, die Wissenschaft in Hamburg noch stärker miteinander und mit der interessierten Öffentlichkeit zu vernetzen.

Die iOS App „Hafen der Wissenschaft“ kann kostenlos über den Apple-AppStore bezogen werden. Sie ist aus dem Lern- und Innovationsprojekt M-Lab des Fachbereichs Informatik an der Universität Hamburg hervorgegangen und im Auftrag des Senats weiterentwickelt worden. Auch die HafenCity Universität Hamburg (HCU) war gemeinsam mit den Hamburger Hochschulen an der Entwicklung beteiligt und präsentiert aktuelle Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise in der App.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Mit der App tragen wir die Wissenschaft noch stärker in die Stadt und informieren Bürgerinnen und Bürger noch besser darüber, was es alles in den wissenschaftlichen Institutionen Hamburgs zu entdecken gibt. Damit kann man jetzt auch digital von überall mit einem Klick in die Wissenschaft der Stadt eintauchen. Der digitale Wandel erfasst nahezu alle Lebensbereiche. Wir gestalten diesen Wandel, nutzen seine Chancen und stärken die Schlüssel-Disziplin der Digitalisierung: die Informatik.“ 

Hier geht's zum Download der iOS-App!

Saubere Luft, schattige Parks, die Bestäubung von Pflanzen, Trinkwasser: Die biologische Vielfalt schafft zahlreiche Leistungen, die der Mensch jeden Tag nutzt – und die durch Auswirkungen des Klimawandels gefährdet sind. Solche Ökosystemleistungen brauchen gerade Stadtbewohnerinnen und -bewohner für ihr Wohlbefinden und die Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit. In der derzeitigen Praxis der Stadtplanung wird ihre Bedeutung jedoch unzureichend in Entscheidungsprozessen berücksichtigt. Schwerpunkte des neuen Forschungsprojekts ÖSKKIP unter der Leitung der HafenCity Universität Hamburg (HCU) liegen daher in der Kommunikation und Einbindung des Konzeptes der Ökosystemleistungen in Planungsverfahren und Prozesse der Stadt- und Regionalentwicklung. Gleichzeitig soll das Projekt den Schutz der biologischen Vielfalt in Stadtregionen unter dem Einfluss des Klimawandels stärken. Auch wird untersucht, inwiefern durch den sinnvollen Einsatz von Ökosystemleistungen den Folgen des Klimawandels in Stadtregionen begegnet werden kann.

Die Bestäubung von Pflanzen ist eine von vielen Ökosystemleistungen, die dem Menschen jeden Tag zu Gute kommt - und die durch den Klimawandel bedroht sind.

Wenn es darum geht, Wirtschaft und Politik von der Notwendigkeit zu überzeugen, die biologische Vielfalt stärker zu schützen, ist die Erhaltung von Ökosystemleistungen ein überzeugendes Argument: Beim Schutz der Vielfalt des Lebens auf der Erde geht es nämlich nicht ausschließlich darum, Arten und Lebensräume um ihrer selbst willen zu schützen. Es geht auch darum, die Fähigkeit der Natur zu erhalten, diejenigen Leistungen herzustellen, von denen der Mensch existenziell abhängig ist. Die im Mai 2011 verabschiedete EU-Biodiversitätsstrategie 2020 legt die Erhaltung von Ökosystemen und Ökosystemleistungen durch Maßnahmen und Ziele fest. Das Projekt ÖSKKIP ist als Teil der Nationalen Strategie zum Schutz der Biologischen Vielfalt (NBS) Anfang 2017 gestartet und wird für rund 4 Jahre an der HCU Hamburg mit  1,26 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Weitere Projektbeteiligte sind neben der HCU Hamburg das Institut für Physische Geographie und Landschaftsökologie der Leibniz Universität Hannover sowie das Institut für Umweltplanung und Raumentwicklung (ifuplan), München. 

Dr.-Ing. Sonja Deppisch nimmt an der HCU Hamburg die Verbundkoordination wahr: „Im Projektteam haben wir eine sehr gewinnbringende Zusammensetzung sowohl aus unterschiedlichen Disziplinen, als auch aus anwendungs- und  forschungsorientierten Partnerinstitutionen, die sich sehr gut bei der Bearbeitung der Fragestellung sowie der Zusammenarbeit mit der Praxis in ausgewählten Stadtregionen ergänzen.“ 

Das Forschungsprojekt erfasst Ökosystemleistungen beispielhaft in den Regionen Rostock und München sowie ausgewählten umliegenden Städten kleiner und mittlerer Größe. Mittels vorhandener Daten und partizipativer räumlicher Erhebungen und Bewertungen werden die Bereitstellung von Ökosystemleistungen sowie mögliche Einflüsse des Klimawandels auf die Ökosystemleistungen und die Biodiversität skizziert. Um die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit in der Planung sowie Stadt-Umland-Kooperationen zu fördern, entwickelt das Projektteam Kommunikationsinstrumente. Diese sollen auch dazu beitragen, den gesellschaftlichen Stellenwert von Ökosystemleistungen und Biodiversität zu erhöhen. ÖSKKIP steht daher als Abkürzung für „Ökosystemleitungen von Stadtregionen – Kartieren, Kommunizieren und Integrieren in die Planung zum Schutz der biologischen Vielfalt im Klimawandel“. 

Deppisch: „Mit den am Ende herausgearbeiteten konkreten Handlungsempfehlungen für die räumliche Planungspraxis zur Integration von Ökosystemleistungen leistet ÖSKKIP einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Stadtregionen.“ 

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Dr.-Ing. Sonja Deppisch, Verbundkoordination ÖSKKIP

+49 (0)40 42827 5409

sonja.deppisch@hcu-hamburg.de

Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)40 42827 2733

marina.brink@vw.hcu-hamburg.de

Unter dem Motto „Visionen für den Ernst-Reuter-Platz“ haben die HCU-Studierenden Jonas Käckenmester, David Lüken und Daniel Pehl einen von zwei visionären Siegerentwürfen für die Umgestaltung des denkmalgeschützten Platzes beim Wettbewerb des Berliner Werkbundes eingereicht. Der Berliner Tagesspiegel zeigt die Entwürfe.

Bild: Jonas Käckenmester, David Lüken, Daniel Pehl

Tagesspiegel.de: "Studenten wollen den Ernst-Reuter-Platz tieferlegen"

Datum: 28.07.2017

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Der Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg ist zugleich Verkehrsknoten und Eingangstor zur City West. Der Platz aus den 1950er-Jahren, seine Freiflächen, der U-Bahnhof und ein Großteil der ihn umgebenden Gebäude bilden ein denkmalgeschütztes städtebauliches Ensemble. Die Revitalisierung und Verdichtung seines Umfelds hat bereits begonnen. Der Berliner Werkbund hat als Beitrag zur weiteren strategischen Entwicklung im Sommersemester einen studentischen Ideenwettbewerb unter drei Universitäten ausgelobt. Zwei erste Preise wurden bei der Preisverleihung am 27. Juli an die HCU Hamburg vergeben.

Gewinner-Entwurf zum Berliner Ernst-Reuter-Platz von HCU-Studierenden Jonas Käckenmester, David Lüken und Daniel Pehl

Bild: Jonas Käckenmester, David Lüken, Daniel Pehl

Mit einem Entwurf, der laut Jury-Urteil zukunftsweisend sei und respektvoll mit Realitäten umgehe, belegten Jonas Käckenmester, David Lüken und Daniel Pehl den ersten Platz. Ihre Idee sieht vor, den Ernst-Reuter-Platz dreigeschossig abzusenken. In belichteten Raumkanten sollen die Leseplätze einer Bibliothek untergebracht werden. „Als Eingang zur Berliner Weststadt muss der Ernst-Reuter-Platz für die Gesellschaft mehr leisten als eine reine Infrastruktur. Der Platz braucht einen Nutzen, der den Anforderungen einer Wissensgesellschaft von morgen begegnet und ihm so die Bedeutung verleiht, ein Zentrum Berlins zu sein“, kommentieren die HCU-Studierenden ihren Entwurf.

Die ebenfalls erstplatzierte Arbeit der HCU-Studierenden Marc-Anton Jordan, Martin Tikvic und Annika Winkelmann wurde von der Jury als der „gelungenste Vorschlag“ bewertetet, „das Verkehrsrund des Platzes zu eliminieren und eine klare Ost-West-Betonung baulich zu formulieren“. Die bereits an dieser Achse orientierten Bestandsbauten wurden im Entwurf durch weitere freistehende Baukörper ergänzt, und neue, angemessen dimensionierte Plätze aus dieser baulichen Ordnung geschaffen.

Jährlich ruft der Berliner Werkbund die junge Architektur- und Planungs-Generation auf, sich mit aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung auseinanderzusetzen und für ausgewählte Situationen an verschiedenen Orten der Berliner City West visionäre Ideen und strategische Konzepte zu entwickeln. Die Aufgabenstellung, die den Studierenden der TU München, der  TU Dresden und der HCU Hamburg in diesem Jahr gestellt wurde, war komplex: Es ging um das Weiter- und Neudenken des Bisherigen unter Berücksichtigung des Denkmalcharakters des Ernst-Reuter-Platzes. 

Die Jury des Wettbewerbs bestand aus Architekten, Stadtplanern und Verwaltungsfachleuten. Begleitet und unterstützt wurden die HCU-Studierenden von Prof. Dr. Gesine Weinmiller und Prof. Dott. Arch. Paolo Fusi. 

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden am 28. Juli von 12 bis 15 Uhr, sowie vom 31. Juli bis zum 3. August von 12 bis 17 Uhr im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin ausgestellt.

In der S-Bahn-Zentrale in Hammerbrook wurden die Preisträger eines Wettbewerbes ausgezeichnet, den die S-Bahn Hamburg GmbH in Kooperation mit der HafenCity Universität (HCU) ausgeschrieben hat. Die Architektur-Studierenden bekamen im Rahmen eines Master-Seminars die Aufgabe einen denkmalgeschützten Wasserturm auf dem Werksgelände der S-Bahn in Hamburg-Ohlsdorf zu einer neuen Landmarke mit multifunktionaler Nutzung zu transformieren.

Bild: Lisa Knauer

Thorsten Harder, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg GmbH und Wettbewerbsjury-Mitglied, lobte das hohe Niveau der insgesamt 15 Entwürfe und gratulierte den drei Preisträgern und zwei Anerkennungen. Den insgesamt 3.000 Euro dotierten Wettbewerb gewannen:

1. Preis: Minah Kim und Tim Liedke

2. Preis: Thorsten Hansen und Jonas Janke 

3. Preis: Dimitrios Traianos und Christian Behrens 

Anerkennung: Jana-Fee Immig und Marc Sommer

Anerkennung: Laura Kneiss und Hannes Voß

Das Projekt wurde an der HCU Hamburg von Prof. Klaus Sill und Dipl.-Ing. Gerd Streng betreut. Die Wettbewerbsentwürfe sind bis Mitte August in der Zentrale der S-Bahn Hamburg GmbH in der Hammerbrookstraße 44 zu sehen. Nach vier Wochen werden die Arbeiten im Werk Ohlsdorf ausgestellt und sind auch dort für die Öffentlichkeit zugänglich. 

Die HCU Hamburg hat einen neuen, dritten Hochschulrat: In seiner konstituierenden Sitzung am 10. Juli 2017 wurde Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel einstimmig zur Ersten Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Prof. Dr.-Ing Sabine Baumgart von der TU Dortmund zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Hochschulrat ist das Aufsichtsgremium der HCU Hamburg, seine Amtszeit beträgt vier Jahre.

Weitere Informationen zu den Mitgliedern des dritten Hochschulrats der HCU Hamburg.

Die Architektur-Studierenden Dimitrios Traianos und Christian Behrens der HafenCity Universität (HCU) haben mit ihrem Entwurf den unter norddeutschen Hochschulen ausgeschriebenen Wettbewerb „Holz on Top“ der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie gewonnen. Ihre Idee: Ein Hostel mit begehbarem, tribünenartigen Dach über dem Musikclub „Docks“ mitten auf der Reeperbahn – ein Traum für Musikfans und Hamburg-Besucher! Alle Entwürfe sind noch bis zum 15. Juli 2017 in der Europapassage zu sehen.

Bild: Behörde für Umwelt und Energie

Bei „Holz on Top“ waren Architektur-Studierende der HCU Hamburg, der Fachhochschule Lübeck und der Hochschule 21 in Buxtehude eingeladen, dem Docks auf St. Pauli ein einfallsreiches, nutzungsreiches Dach aufzusetzen. Einzige Bedingung: Es musste aus Holz sein. Der Wettbewerb sollte zeigen, welche Vorteile der Baustoff im innerstädtischen Wohnungsbau hat, auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Verdichtung der Stadt Hamburg.

Der Siegerentwurf einer zuschauertribünenartigen Kombination aus Dachterrasse und Sitzstufen von Dimitrios Traianos und Christian Behrens überzeugte die Jury durch dessen „markantes und stadträumlich ansprechendes Erscheinungsbild“. Der Entwurf sei „optisch und konzeptionell gut strukturiert“.

Auch Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Willkomm war mit der Umsetzung der HCU-Studierenden zufrieden und verdeutlichte: „Die Profis der Zukunft bauen natürlich mit Holz - dafür schulden wir ihnen die beste Qualifikation in der Ausbildung für Entwurf, Planung und Bauausführung."

Das Docks wurde für den Wettbewerb ausgewählt, weil es ein zentrales, beliebtes Hamburger Clubhaus auf einer berühmten Meile ist – allerdings ohne Dach. Zwar ist eine Umsetzung der Planung vorerst nicht angedacht, doch falls es in der Zukunft zu Umbaumaßnahmen kommen sollte, kann auf die vorhandene Idee der HCU-Studierenden zurückgegriffen werden.

Unter der Leitung von Prof. Jens Uwe Zipelius untersuchen und planen Architektur-Studierende der HCU Hamburg in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit Hamburger Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden die Instandsetzung der denkmalgeschützten Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege. Die Architektur-Studierenden haben bereits den Bauzustand analysiert und innovative Konzepte für den Umbau eingebracht, der im Herbst 2017 beginnen soll.

Studierende der HCU Hamburg sind an der Instandsetzung der "Villa Mutzenbecher" im Niendorfer Gehege beteiligt.

Bild: Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Im April 2012 erfuhr Prof. Jens Uwe Zipelius durch einen Zufall, dass die Jugendstil-Villa „Mutzenbecher“ im Stadtteil Niendorf kurz vorm Abriss steht und reagierte sofort: „Für mich war die Villa, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Jugendstil erbaut wurde, ein idealer Übungsort für meine Studierenden. Ich habe sofort den Kontakt zum Denkmalschutzamt Hamburg gesucht und ein gemeinsames Projekt vorgeschlagen.“

Bisherige Bemühungen, das Haus zu erhalten, sind mehrmals gescheitert. Doch das Engagement von Zipelius und der sich kurz darauf gebildeten Projektgruppe aus verschiedenen Unterstützern in Hamburg hat sich gelohnt: Ab dem Wintersemester 2012 führten die HCU-Studierenden weitestgehend alle wesentlichen gutachterlichen Bauzustandsanalysen des in die Jahre gekommenen Gebäudes durch. Verschiedene Mess- und Prüfverfahren, Substanzuntersuchungen, sowie konstruktive und bauphysikalische Erhebungen wurden seitdem am Praxisobjekt erprobt, beispielsweise Feuchtigkeitsmessungen, Risskartierungen, Endoskopien in den Außenwänden, Thermographien und baubiologische Erhebungen. Die Studierenden lernen in der Villa Mutzenbecher praxisnah, wie eine Treppe oder ein ganzer Gebäudebereich konstruiert und wieder hergerichtet werden kann.

HCU-Professor Zipelius ist begeistert von der praktischen Arbeit an dem einst sehr prächtigen Bauwerk und über den Einsatz der beteiligten Studierenden: „Wir lernen alle miteinander das Gebäude mehr und mehr kennen. Die Studierenden nehmen das Praxisseminar begeistert an und sind mit großer Euphorie dabei. Die Chance, die Villa Mutzenbecher wieder in Stand zu setzen, ist für die Studierenden einmalig. Es sind bereits knapp 50 Semester- und Projektarbeiten über die Villa entstanden und es werden noch mehr hinzukommen.“ 

Das sponsorengestützte Denkmalinstandsetzungsprojekt wird in Kooperation mit dem Verein Werte erleben e.V., der Hamburger Kulturbehörde und dem Wohnungsunternehmen SAGA durchgeführt. Das Projekt rund um das Backsteingebäude wird bis 2020 für 1,3 Millionen Euro unterstützt und zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte umgebaut. Neben einer Geschichtswerkstatt sind ein Stadtteilarchiv, biologische Forschungsprojekte für Schüler sowie Projekte mit Geflüchteten geplant.

„In der Villa Mutzenbecher wollen wir in Zukunft junge Menschen coachen, Handwerksausbildung fördern und einen öffentlichen Ort des Austausches gemeinsam verwirklichen. Wir haben mit der Neuorientierung auch eine soziale Verantwortung und wollen keinen Jugendlichen zurücklassen“, erläutert Zipelius. Im kommenden Herbst werden zunächst die Fassaden bearbeitet, wahrscheinlich im Jahr 2017 noch die Veranda erneuert und das Dach in Stand gesetzt. Ende 2020 sollen voraussichtlich alle Arbeiten an dem Gebäude abgeschlossen sein und die Begegnungsstätte für die Öffentlichkeit vollständig zugänglich sein.

Zur Visualisierung von Statistiken wie gefährdeten Überflutungsflächen oder Lärmbelastungen für Wohngebiete müssen aufwändig geografische Datensätze miteinander verrechnet werden. Eine Vielzahl an Methoden und Algorithmen führen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Wahl der Methode ist Anwenderinnen und Anwendern selbst überlassen, es fehlen fundierte Empfehlungen. Diese sind künftig nur wenige Mausklicks entfernt: Die Geoinformatik der HafenCity Universität Hamburg (HCU) entwickelt unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe ein Detailkonzept für eine Open Source-Software mit dem Titel „UeGeo“ zur Überlagerung von Geodaten mit unterschiedlichen Bezugsräumen. Die Vorstudie wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

UeGeo: Software zur Überlagerung von Geodaten mit unterschiedlichen Bezugsgeometrien

Bild: HCU Hamburg/Jochen Schiewe

Deutsche Behörden wie das BMVI verfügen über große und inhaltlich reichhaltige Bestände raumbezogener Daten, die künftig weiter anwachsen werden. Oft können jedoch erst durch die Verknüpfung der unterschiedlichen Datensätze neue Zusammenhänge und Schlussfolgerungen generiert werden. Geodaten werden nicht nur im Journalismus, der Städteplanung oder Ver- und Entsorgung verwendet, sondern unter anderem auch im Katastrophenschutz, Tourismus oder Sport – das Potenzial ihrer Einsatzmöglichkeiten ist groß.

Das Problem: Neben der rein geometrischen Verschneidung müssen auch Attributwerte zwischen gegebenenfalls unterschiedlichen Bezugsgeometrien (z.B. Landkreis- und Postleitzahlebene) neu zugeordnet werden. Es existieren zwar bereits eine Reihe von Überlagerungs-Algorithmen, doch fehlt eine leicht handhabbare Software, die die notwendigen Methoden kompakt zusammenstellt, wissenschaftlich fundiert die fallspezifische Methoden-Auswahl begründet sowie das Überlagerungs-Ergebnis bewertet.

Die Vorstudie der HCU Hamburg, die mit rund 84.000 Euro aus dem Modernitätsfonds des BMVI gefördert wird, greift dieses komplexe Problem nun auf. Das Team um Jochen Schiewe entwickelt ein Detailkonzept für eine Open Source-Software zur Überlagerung von BMVI- und anderen Geodaten mit unterschiedlichen Bezugsräumen und realisiert Teile dieser prototypisch. Das Konzept soll nicht nur unterschiedliche Algorithmen integrieren, sondern auch einen aufgabenorientierten bzw. datenbasierten Regelapparat zur Methodenauswahl sowie numerische und grafische Darstellungen der Überlagerungs-Genauigkeiten enthalten. 

Die hohe Praxisrelevanz der Kombination von Geodaten zum Beispiel im Datenjournalismus wurde von den Forschenden der HCU Hamburg bereits im vergangenen Jahr in einem Kooperationsprojekt mit der Tageszeitung Berliner Morgenpost festgestellt. Das erstellte Open Source Software-Tool „CoGran“ soll im Rahmen dieses Folgeprojektes verfeinert, in der Praxis getestet und weiterentwickelt werden.

mFund – Mobilitätsfonds des BMVI

Das BMVI hat den Modernitätsfonds initiiert, um eine breite Nutzung und intelligente Vernetzung seiner Daten in innovativen und fortschrittlichen Anwendungen zu ermöglichen. Der Modernitätsfonds ist das datenbasierte FuE1 -Förderprogramm des BMVI und ein wesentlicher Beitrag zur Digitalen Agenda der Bundesregierung. Ziel des Programms ist, auf Basis bestehender und künftiger Daten und unter Mitwirkung externer Akteure geeignete, sekundäre Anwendungs- und Vernetzungsmöglichkeiten über die bisherige Nutzung hinaus systematisch zu identifizieren und datenbasierte Anwendungen zu entwickeln. Es handelt sich hierbei vor allem um Geodaten sowie andere Fachdaten im Kontext des BMVI mit thematischer Zuordnung zu den Themenfeldern und zum Arbeitsbereich des BMVI (z. B. Mobilitäts-, Umwelt- und Klimadaten). Ein Leitgedanke des Förderprogramms besteht darin, allen interessierten Akteuren – im Sinne eines Open Data Ansatzes – breiten Zugang zu den Daten des BMVI und seines Geschäftsbereichs zu gewähren und damit Innovationen und umsetzungsnahe Anwendungsfälle für die Datennutzung zu ermöglichen. Ziel des Forschungsprogramms ist es, auf der Basis der vom BMVI bereitgestellten Daten innovative Lösungsansätze und Anwendungen zu entwickeln und so die ökonomischen und gesellschaftlichen Potenziale für moderne Anwendungen im Sinne „von Big Data zu Smart Data“ zu nutzen. 

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe, Labor für Geoinformatik und Geovisualisierung
Tel.: +49 (0)40 428 27 - 5442
E-Mail: jochen.schiewe@hcu-hamburg.de

Am Donnerstag, den 6. Juli, fand erstmalig ein gemeinsames Sommerfest für die Studierenden des Deutschlandstipendiums an den Hamburger Hochschulen auf der Elbterrasse der HafenCity Universität Hamburg (HCU) statt. Die Veranstaltung bot den Studierenden Gelegenheit zum Austausch und der Vernetzung mit Studierenden der anderen Hamburger Hochschulen und Fachbereiche. Rund 100 Gäste fanden trotz Verkehrsbehinderungen durch den G20-Gipfel den Weg zur HCU Hamburg.

Bild: HCU Hamburg

Beim Deutschlandstipendium werden Studierende einkommensunabhängig mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die Hälfte des Betrags finanzieren private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen, die andere Hälfte der Bund. Seit der Aufnahme der ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten im Sommersemester 2011 haben auch die Hamburger Hochschulen erfolgreich Strukturen für die Stipendienvergabe aufgebaut.

Lukas Kellermeier, Deutschlandstipendiat an der Universität Hamburg, freut sich über die Unterstützung des Deutschlandstipendiums: „Für mich bietet das Deutschlandstipendium eine finanzielle Entlastung, und der Austausch mit interessanten Menschen ist äußerst gewinnbringend.“ Ähnlich bewertet dies Laura Garcia Rios, Deutschlandstipendiatin an der HCU Hamburg: „Ich komme aus Kolumbien und das Deutschlandstipendium ermöglicht es mir und gibt mir die Zeit, die deutsche Sprache zu erlernen, Deutschland kennenzulernen und mich auf meine Studienprojekte zu fokussieren.“

Die Hochschulen berücksichtigen bei der Stipendienvergabe nicht nur hervorragende Noten, sondern auch ehrenamtliches Engagement und die Überwindung von Hürden im Lebenslauf. Dieses ganzheitliche Verständnis des Leistungsbegriffs beim Deutschlandstipendium ermöglicht jungen Talenten Bildungschancen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Das Sommerfest organisierte die HCU Hamburg gemeinsam mit der Universität Hamburg, der Technischen Universität, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Hochschule für Musik und Theater. Für den musikalischen Rahmen spielte ein eigens für den Abend von Deutschlandstipendiaten gegründetes Ensemble mehrere musikalische Stücke, während das Mensa-Team der HCU Hamburg für Speis und Trank sorgte. Marcel Leisner, Deutschlandstipendiat von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, war begeistert vom erstmaligen Sommerfest: „Es macht großen Spaß an einem Abend wie diesem Leute aus verschiedenen Hochschulen und anderen Fachbereichen kennenzulernen und sich privat sowie fachlich auszutauschen. Ein sehr netter Abend und eine gute Möglichkeit zum Austausch.“

Zum bereits sechsten Mal vergab die HCU Hamburg am 29. Juni das Deutschlandstipendium für den Förderzeitraum von zwei Semestern. Die Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich soll besonders leistungsstarke und engagierte Studierende beim Studium unterstützen.

Bild: HCU Hamburg

Die HCU Hamburg konnte die Anzahl der Geförderten von zuletzt 24 auf 44 Studierende erneut erheblich steigern. Auf die Anzahl der Studierenden in Regelzeit bezogen, steht die HCU Hamburg mit einer Förderquote von ca. 2,5 % über dem Bundesdurchschnitt und erzielt gleichzeitig den Spitzenwert unter den staatlichen Hamburger Hochschulen. Die einkommensunabhängigen Stipendien werden zu gleichen Anteilen gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Förderern der HCU Hamburg zur Verfügung gestellt.

Maßgeblich und seit Beginn fördert die Henri Benthack Stiftung dreizehn Stipendien für die Studierenden der HCU Hamburg. Dr. Hesse und Partner Ingenieure stellen bereits zum vierten Mal ein Stipendium zur Verfügung. Mit ihrer dritten Teilnahme an dem Förderprogramm haben die Europa Center AG Uwe Heinrich Suhr Stiftung und die Ingeborg Suhr Stiftung ihr Engagement auf insgesamt acht Förderungen erhöht. Zum zweiten Mal engagieren sich mit einem Stipendium in diesem Jahr WTM Engineers sowie PRISMA Projektingenieure. Erstmalig unterstützt mit Frau Heinke Sanders auch eine Privatperson zwei Studierende.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus allen Studiengängen der HCU Hamburg erhielten im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Präsidium persönlich durch die Förderer und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka. Gefördert wird damit auch der nachhaltige Kontakt zwischen Stipendiaten und Förderern – ebenfalls ein Anliegen des Deutschlandstipendiums.

Für die Stipendien hatten sich insgesamt 100 Studierende beworben. In einer Jurysitzung wurden die Siegerinnen und Sieger gekürt. Ausschlaggebend waren neben gute Noten und Studienleistungen auch weiche Kriterien wie fachliches Engagement, die Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, Migration und internationale Mobilität sowie das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg.

Kontakt Deutschlandstipendium:
Jost Backhaus, Teamleitung Referat Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus@vw.hcu-hamburg.de

Zum neunten Mal zeichnete der Senat die Arbeit insgesamt 19 herausragender Hochschullehrerinnen und -lehrer mit dem Hamburger Lehrpreis aus - darunter Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle von der HCU Hamburg. Übergeben wurden die Preise am 27. Juni von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky. Mit dem Preis werden innovative Lehrleistungen von Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen prämiert.

Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle

Bild: HCU Hamburg

Vorlesungen, Seminare oder Übungen so zu gestalten, dass Studierende sie als interessant, packend und lehrreich empfinden, ist eine große Herausforderung. Dazu hat sich die Lehre an den Hochschulen in den vergangenen Jahren stark gewandelt. 

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Innovative Lehrmethoden anzuwenden und Strategien zu entwickeln für gute Lernergebnisse, das ist das große Verdienst aller Preisträgerinnen und Preisträger. Sie alle tragen dazu bei, dass sich die Qualität der Lehre immer weiter verbessert und auch viel stärker gewürdigt wird. Gute Lehre ist und bleibt eine Kunst. Es ist wichtig, dass diese Kunst anerkannt und prämiert wird. Deshalb liegt mir die Verleihung des Lehrpreises sehr am Herzen.“

Die 19 Preisträgerinnen und Preisträger werden wegen ihrer hohen fachlichen und didaktischen Kompetenz mit Urkunden und Einzelpreisen über 10.000 Euro ausgezeichnet, die sich einige Preisträgerinnen und Preisträger teilen. Das Vorschlagsrecht für den Lehrpreis liegt ausschließlich bei den Studierenden. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden hat die Nominierungsvorschläge bewertet. Die Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger wird den Hochschulen überlassen. Dies soll eine offene Diskussion zwischen Lehrenden und Studierenden darüber ermöglichen, was gute Lehre ausmacht. 

Annette Bögle ist promovierte Bauingenieurin, Professorin für Entwurf und Analyse von Tragwerken an der HCU Hamburg und aktuelle Dekanin des Studiengangs Bauingenieurwesen. Ihre Lehrtätigkeit umfasst im Bachelorstudiengang Ingenieurbaugeschichte, Baustatik und Tragwerksentwurf, im Masterstudiengang lehrt sie räumliche Tragwerke, CAE im konstruktiven Ingenieurbau und interdisziplinäre Entwurfsseminare. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Leicht- und Membranbau, der Ingenieurbaugeschichte, innovativen digitalen Entwurfsmethoden sowie in der interdisziplinärer Zusammenarbeit, wie aktuell im Forschungsprojekt BeInterBaltic mit der jährlich stattfindenden Baltic International Summer School. Darüber hinaus ist Bögle Autorin und Kuratorin für Themen der Ingenieurbaukunst. 

Annette Bögle ist von Ihren Studierenden für Ihre zukunftsorientierten Lehrveranstaltungen und ihr hohes fachliches Engagement für den Hamburger Lehrpreis vorgeschlagen worden. In ihrer Begründung nannten die Studierenden und der Fachschaftsrat Bauingenieurwesen, die von Bögle stets betonte interdiszplinäre Zusammenarbeit zwischen Bauingenieuren und Architekten im gesamten Spektrum des Bauens als besonders ausschlaggebend. Zudem würden in ihren Veranstaltungen die Teilnehmenden aktiv einbezogen und es gäbe immer Raum für Diskussionsbeiträge sowie Feedback zwischen Dozentin und Studierenden. Bögle zeige besonders großes Engagement und setze sich über das übliche Maß hinaus für Ihre Studierenden ein. Ihre Begeisterung und ihr Engagement für das Spektrum Bauen übertrage sich auf die Studierenden, fördere die interdisziplinäre Zusammenarbeit, rege den Wissensaustausch an und biete den Studierenden optimale Voraussetzungen für den Einstieg in den Beruf. 

Die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen von Städten, die sich durch ihre rasante Entwicklung ergeben, sind auf globaler und europäischer Ebene ähnlich. Warum also das Rad neu erfinden, wenn eine andere Stadt bereits eine Lösung entwickelt hat? Das EU-Programm URBACT hat Hamburg für sein Projekt „FindingPlaces“ nun als „Good Practice“-Stadt ausgezeichnet. Die interaktive Flächensuche für Flüchtlingsunterkünfte wurde im Auftrag der Stadt Hamburg vom CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU) von Februar bis September 2016 entwickelt und umgesetzt.

Interaktives Stadtmodell: FindingPlaces-Workshop an der HCU Hamburg

Bild: Walter Schießwohl

Die EU-Auszeichnung als Good Practice-Stadt ermöglicht den 97 ausgezeichneten Städten einen Erfahrungsaustausch im Bereich der nachhaltigen, integrierten Stadtentwicklung. Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Hamburg und der HCU Hamburg präsentieren ihren erfolgreichen Lösungsansatz bei einer internationalen Konferenz Ende September 2017 in Tallinn, Estland. Der URBACT „Good Practice City“-Wettbewerb stieß mit 270 Bewerbungen aus 29 Ländern auf eine sehr hohe Resonanz in Europa, Hamburg erhält als eine von fünf deutschen Städten die Auszeichnung.

Mit dem Projekt FindingPlaces begegnete Hamburg im vergangenen Jahr einer der zentralen Herausforderungen der Stadtentwicklung: Seit dem starken Anstieg der Zahl der Geflüchteten kämpfen viele Städte und Gemeinden darum, die ankommenden Geflüchteten unterzubringen und in die Gesellschaft zu integrieren. Der Bau von Flüchtlingsunterkünften in Hamburg wurde häufig begleitet durch intensive Diskussionen über Standorte, Größe und gerechte Verteilung der Unterkünfte im Stadtgebiet. Bei FindingPlaces wurden die Hamburger Bürgerinnen und Bürger vom Ersten Bürgermeister, Olaf Scholz, eingeladen, sich an der Suche nach geeigneten Standorten zu beteiligen. 

Im Auftrag der Stadt Hamburg wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Gesa Ziemer am CityScienceLab der HCU Hamburg ein interaktives Stadtmodell Hamburgs gebaut, an dem verschiedene Akteure zusammen kamen, um ihre Perspektiven und Vorschläge gemeinsam zu diskutieren. Konzipiert und moderiert wurden die Veranstaltungen gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft steg mbH. Wissenschaftlich fundiert, beförderte FindingPlaces eine objektive und sachliche Diskussion aufgrund von Daten und Möglichkeiten der Flächennutzungen in ganz Hamburg. Rund 400 Hamburgerinnen und Hamburger haben zwischen Mai und Juli 2016 am interaktiven Stadtmodell Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gesucht – und gefunden!

Das CityScienceLab der HCU Hamburg ist eine Kooperation mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dient als Forschungseinheit zur Untersuchung von Städten in der digitalen Zeit. Zur Diskussion von komplexen städtischen Zusammenhängen wurden im Rahmen der Kooperation mit dem MIT Media Lab erstmals so genannte „City Scopes“ nach Deutschland geholt, die für das Projekt FindingPlaces weiterentwickelt wurden. 

URBACT: Ein Programm der europäischen Zusammenarbeit

URBACT wurde 2002 gegründet. Es fördert eine nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung in den Mitgliedstaaten der EU sowie in Norwegen und der Schweiz. URBACT ist ein Instrument der Kohäsionspolitik und wird von der Europäischen Kommission sowie von den Mitglied- und Partnerstaaten finanziert. Es unterstützt Entscheidungsträgerinnen und –träger sowie Praktikerinnen und Praktiker aus dem Stadtentwicklungsbereich auf allen Regierungsebenen durch Netzwerkarbeit, Erfahrungsaustausch sowie die Vermittlung und das Teilen von Fachwissen.

Zum 17. Mal veranstaltete der Hochschulsport Hamburg am 23. Juni die Segel-Regatta der Hamburger Hochschulpräsidien. Neun Hamburger Hochschulen kämpften gegeneinander um den Alster-Cup und lieferten sich einen spannenden Wettkampf.

Die HCU-Segelcrew 2017

Bild: HCU Hamburg

In der Crew der HafenCity Universität Hamburg (HCU) traten Studierende, Mitarbeitende und Präsidiumsvertreter an. Den begehrten Alster-Cup sicherte sich in diesem Jahr souverän die Crew der Hochschule für bildende Künste (HFBK) vor den Teams der TU Hamburg und der Bucerius Law School. Die HCU-Crew erreichte den 8. Platz. Der gemeinsame Spaß an der Alster stand wie im jeden Jahr im Vordergrund und alle Teilnehmenden sowie Zuschauerinnen und Zuschauer genossen die gute Stimmung am Alstersteg und das anschließende Grill-Buffet des Studierendenwerks.  

Drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg diskutierten am Sonntag und Montag, den 18. und 19. Juni, Vertreterinnen und Vertreter von fast 200 Organisationen aus der Zivilgesellschaft ihre Forderungen an die Regierungschefs an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kam zum Gipfel und nahm die Abschlusserklärung entgegen, während auf der Elbe vor der Universität Greenpeace-Aktivisten in Booten für den Klimaschutz demonstrierten.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim Civil 20-Gipfel an der HCU Hamburg

Bild: HCU Hamburg

Die 350 Teilnehmenden von Organisationen der Zivilgesellschaft aus rund 50 Ländern diskutierten beim Civil20-Gipfel (C20) an der HCU Hamburg am Sonntag und Montag in Workshops und Gesprächsrunden ihre Positionen zu Themen wie Umwelt, Klima, Landwirtschaft, Gesundheit oder Geschlechter-Gerechtigkeit, die sie in der Abschlusserklärung für die G20-Regierungschefs zusammenfassten.

„Ich glaube, dass gerade in schwierigen internationalen Zeiten es eine Chance ist, gemeinsame Interessen zu finden“, kommentierte Angela Merkel ihre Erwartungen an den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli. „Das ist allemal besser, als in nationalen Alleingängen seine Möglichkeiten zu suchen.“ 

Derzeit hat Deutschland die G20-Präsidentschaft. Die Bundesregierung bat das Forum für Umwelt und Entwicklung sowie den Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe, den C20-Prozess zu koordinieren. Im Vorfeld dieses G20-Gipfels sei die Zivilgesellschaft mehr als jemals zuvor gefragt worden, sagte Maike Röttger, Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland (Hamburg) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir führen das auf den Einfluss der Kanzlerin zurück.“ Diese starke Einbeziehung sei etwas Besonderes. „Denn der Raum für Zivilgesellschaft in der Welt wird immer kleiner.“ Plan International hatte den Co-Vorsitz einer der sechs internationalen C20-Arbeitsgruppen übernommen, die ihre Empfehlungen zu globalen Problemen an die G20 erarbeiteten.

Zu den weiteren Teilnehmenden des Gipfels gehörten nach Angaben des Civil20-Sekretariats in Berlin der Naturschutzbund Deutschland, der Bund für Umwelt und Naturschutz, Greenpeace, die Kindernothilfe, Brot für die Welt und die Robert Bosch Stiftung. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien waren vor Ort.

Civil 20 ist eines von sieben Dialogforen der G20. Bis auf Science20 (Halle/Saale) fanden in diesem Jahr alle in Berlin statt. Der rot-grüne Hamburger Senat setzte sich dafür ein, dass das Dialogforum C20 direkt in der G20-Gipfelstadt stattfindet und hat die HCU Hamburg als Veranstaltungsort vorgeschlagen. 

Am Sonntagabend waren die Teilnehmenden zu einem Empfang ins Rathaus mit dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz (SPD) geladen.

Nach sieben Monaten Bauzeit war es am vergangenen Wochenende endlich so weit: Studierende der HCU Hamburg präsentierten ihr weißes Betonkanu „Hummel Hummel“ bei der 16. Deutschen Betonkanu-Regatta am 9. und 10. Juni am Fühlinger See in Köln.

16. Betonkanu-Regatta in Köln

Bild: Betonbild / Sascha Steinbach

Dass Beton „dem Auftrieb sei Dank“ auch hervorragend schwimmen kann, bewiesen die mehr als 1000 Studierenden und Auszubildenden mit ihren 80 selbstgebauten Rennkanus und sieben phantasievollen Wasserfahrzeugen. Bei diesem außergewöhnlichen Wettbewerb ging jeweils ein Herren- und Damenteam der HCU Hamburg mit ihrem 150 Kilogramm leichten Kanu an den Start. 

Die Kanus mussten so konstruiert sein, dass sie von zwei Personen mit Hilfe von Stechpaddeln kniend, sitzend oder stehend geführt werden können. Die Festigkeit und Steifigkeit der Kanus waren hierbei durch Formgebung, Bewehrung sowie durch den Beton zu erreichen, wobei Vorgaben zur Bindemittelzusammensetzung und zur Bewehrung gemacht wurden. Wie die HCU-Studierenden diese Vorgaben in einem schwimmfähigen Kanu umgesetzt haben, haben Sie auf einem Blog und im Video festgehalten. 

Beide Teams der HCU Hamburg absolvierten die Vorläufe souverän auf dem dritten und zweiten Platz und qualifizierten sich damit für die Zwischenläufe. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die HCU-Studierenden sich jedoch leider nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und schieden vor dem Halbfinale aus. Die Studierenden zeigten sich dennoch sehr zufrieden mit ihrer Leistung und feierten mit dem Gewinnerteam der HTWK Leipzig, das sich den Doppelsieg sicherte. Die zweiten und dritten Plätze gingen sowohl in den Damen- als auch in den Herrenfinalläufen an das Team der Universität Twente aus Enschede. 

Am Bau des HCU-Betonkanus beteiligt waren: Manuel Prischtscheptschuk, Eike Hinck, Arne Lordz, Frauke Seippel, Sven-Olav Daniel, Josef Bartl, Babje Rothe, David Rubio und André Feldmann. Weitere helfende Hände: Alina Witt, Jannik Erdmann, Lena Woidt, Ivan Chub, Bonnik Fach und Tobias Dyck. Betreut wurde die Umsetzung von Prof. Dr. Gesa Kapteina und Christoph Langer. Veranstalterin der 16. Betonkanu-Regatta ist die Deutsche Zement- und Betonindustrie, vertreten durch das InformationsZentrum Beton.

Im Rahmen des Festivals „Theater der Welt“ findet erstmalig der Hamburger HafenKongress statt. In der Zeit vom 26. Mai bis zum 2. Juni stellen an sechs Abenden jeweils vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hamburger Universitäten und Forschungsinstitute ihre Forschung zur Hafenstadt vor und diskutieren diese sowohl untereinander als auch mit dem Publikum. Als Hochschule, die den Hafen mit im Namen führt, ist die HafenCity Universität Hamburg (HCU) naturgemäß stark vertreten: Gleich acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HCU präsentieren ihre Forschung beim HafenKongress.

Hamburger Hafen

Die sechs Sektionen sind bezüglich der beteiligten Institutionen, vertretenen Fachrichtungen und gewählten Themen bewusst gemischt angelegt, um jeweils breit gefächerte Einblicke in die Forschung zu Hafen und Wasser an den Hamburger Hochschulen zu geben.

Sektion 1: 26.05.2017, 18.30 Uhr, Kampnagel (Jarrestraße 20), Themen unter anderem: „Der Hafen – noch ein Ort der Arbeit oder schon automatisierte Containerschleuse?", Prof. em. Dr. Dieter Läpple, Internationale Stadtforschung, HCU Hamburg

Sektion 2: 27.05.2017, 17.30 Uhr, Mittelrangfoyer (Alstertor), u. a. „Bauen im und am Wasser – Ingenieurkunst an der Waterkant“, Prof. Dr. Kerstin Lesny, Bauingenieurwesen/Geotechnik, HCU Hamburg

Sektion 3: 28.05.2017, 18.30 Uhr, designxport (Hongkongstraße 8), u. a. „Das Ländliche in der Stadt, ‚common grounds‘ entlang des Hafens“, Prof. Christiane Sörensen, Landschaftsarchitektur, HCU Hamburg und „Harbour Soundscape – Forschungen zu Stadt und Hafen“, Prof. Dr. Kathrin Wildner, Stadtethnologie, HCU Hamburg

Sektion 4: 30.05.2017, 17 Uhr, Kampnagel K4 (Jarrestraße 20), u. a. „Stadt und Hafen – Räumliche und funktionale Entkopplungen“, Prof. em. Dr. Dirk Schubert, Wohnen und Stadtteilentwicklung, HCU Hamburg

Sektion 5: 31.05.2017, 17.30 Uhr, Thalia Ballsaal (Gaußstraße 190), u. a. „Wie aus Hafen Stadt wird“, Prof. Dr. Ingrid Breckner, Stadt- und Regionalsoziologie, HCU Hamburg

Sektion 6: 02.06.2017, 18.30 Uhr, designxport (Hongkongstraße 8), u. a. „Chancen für die Innenentwicklung von Städten durch schwimmende Architektur“, Florentine-Amelie Rost, Städtebau und Quartierplanung, HCU Hamburg und „Hafenwirtschaft ohne Hafen. Ein Zwischenruf in die lokale Echokammer“, Prof. Dr. Gernot Grabher, Stadt- und Regionalökonomie, HCU Hamburg

Der Kongress richtet sich an die Hamburger Öffentlichkeit. Veranstaltungsorte sind die verschiedenen Spielstätten des Festivals, wobei die Lesung eines literarischen Textausschnittes zum Hamburger Hafen am Schluss der jeweiligen Vortrags- und Diskussionsrunde zugleich die Brücke zur nachfolgenden Theatervorstellung des Festivals „Theater der Welt“ schlägt.

Der Eintritt zu allen sechs Sektionen des HafenKongresses ist kostenfrei.

Das vollständige Programm des HafenKongresses unter: http://uhh.de/hafenkongress2017 (PDF)

Das Programm zum Festival „Theater der Welt“: http://www.theaterderwelt.de/de/program

In einem Festakt mit geladenen Gästen feierte die HafenCity Universität Hamburg (HCU) am Donnerstagabend, den 18. Mai den 250. Jahrestag des Beginns der akademischen Bauausbildung in Hamburg. Erst im vergangenen Jahr beging die HCU Hamburg ihr 10-jähriges Bestehen, doch blickt sie schon jetzt auf eine lange Tradition der Bauausbildung in Hamburg zurück.

Baum Quartett der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) beim Festakt

Nach Grußworten von Katharina Fegebank, Zweiter Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg sowie von Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka, hielt den Festvortrag des Abends der bekannte Hamburger Architekt und Ehrendoktor der HCU Hamburg, Prof. Dr.-Ing. h.c. Volkwin Marg. Er erläuterte die Entwicklungsgeschichte der Aufspaltung der Einheit von Baukunst und Stadtbaukunst in getrennte Fachdisziplinen und die Notwendigkeit interdisziplinären Gestaltens, insbesondere im internationalen Vergleich eigener städtebaulicher Großprojekte.

Musikalische Beitrage des Baum Quartetts der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) und ein Get-Together der rund 250 internationalen Gäste aus Wissenschaft und Bau-Praxis sowie der Stadt Hamburg führten zu einem gelungen Abend.

Die HCU Hamburg besinnt sich mit der Feier des Jubiläums von 250 Jahren Bauausbildung in Hamburg auf eine frühe, private Initiative der Patriotischen Gesellschaft von 1765 e.V. So gründete der Kirchenbaumeister und Gründungsmitglied der Patriotischen Gesellschaft, Ernst Georg Sonnin an Himmelfahrt 1767 eine Bauzeichenklasse zur höheren Ausbildung der Bauleute, in der zunächst perspektivisches Zeichnen, später dann Mathematik, Statik, Mechanik und Maschinenkunde gelehrt wurde. Nach einigen Umsiedlungen sowie einer ständigen Erweiterung des Curriculums übernahm 1865 die Stadt Hamburg die Bauausbildung in ihre Verantwortung mit der Gründung der Staatlichen Schule für Bauhandwerker. Von den frühen Wurzeln der Bauausbildung bis zur Gründung der auf Baukunst und Metropolenentwicklung fokussierten HCU Hamburg beinahe 250 Jahre später lässt sich eine direkte Verbindungslinie ziehen.

Ihre Entwicklungsgeschichte sowie ihre Ausrichtung auf Zukunftsfragen von Metropolen hat die 2006 gegründete HCU Hamburg in einer wissenschaftlichen Publikation aufbereitet, die unter dem Titel “Science and the City: Hamburg’s Path to a Built Environment Education“ im Jovis Verlag erschienen und seit Mai im Buchhandel erhältlich ist.

Dass die HCU inzwischen ein fester Bestandteil der Wissenschaftsstandortes Hamburg ist, verdeutlichten die geladenen Redner und Rednerin, die am Donnerstagabend der Einladung ins Holcim Auditorium der HCU folgten. 

Katharina Fegebank, Zweiter Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg: 

„Was 1767 in einer Bauzeichenklasse begann, ist 250 Jahre später in der HCU wieder zusammengekommen: eine integrierte baubezogene Ausbildung. Wir wollen gemeinsam dazu beitragen, dass die HCU nicht nur eine kurze Episode in der Geschichte der Hamburger Bauausbildung bildet, sondern eine lange Ära prägen kann. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen und gemeinsam am Zukunftskonzept der HCU feilen.“

Prof. Dr.-Ing. h.c. Architekt Volkwin Marg: 

 „Die wachsende Zahl der Spezialisten versteht von immer weniger mehr, die schrumpfende Zahl von Generalisten versteht von immer mehr immer weniger.“ […]

“Erst spaltete man die Fakultäten in Kunst und Technik, das heißt Architekten und Bauingenieure, danach auch noch den Städtebau von der Architektur. Diese Fehlentwicklung muss die HCU durch interdisziplinäre Lehre überwinden.“

Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765: 

„Die HCU Hamburg steht in einer langen Tradition der Entwicklung von handwerklicher, technischer und wissenschaftlich-künstlerischer Baukultur in Hamburg, die schon 1767 mit der Einrichtung einer Bauzeichenschule durch die Patriotische Gesellschaft begann und heute durch die interdisziplinäre Verbindung der Architektur-, Ingenieur- und Städtebaufächer in Forschung und Lehre der HCU weiterentwickelt wird. Das ist zugleich Aufgabe und Herausforderung dieses neuen Hochschultyps."

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: 

„Die private Gründung der Bauzeichenklasse vor  250 Jahren widerlegt den Ruf Hamburgs als bildungs- und wissenschaftsferner Stadt. Stadtgesellschaft und Hochschulen dürfen nicht aufhören sich gegenseitig zu fordern. Wenn man die zukunftsweisenden Projekte unserer Zeit betrachtet, liefern gerade die unkonventionellen Denkweisen und kreativen Techniken häufig die besten Ergebnisse. Dabei sind es die interdisziplinären Schnittstellen und manchmal auch die Reibung und Konkurrenz zwischen Technik, Architektur, Stadtplanung, Ingenieurwesen, Soziologie und Kunst, die wirkliche Innovationen entstehen lassen.“

Die Masterarbeit "Bedeutung der Einzelhandelssteuerung für die Erhaltung und Entwicklung von Zentren am Beispiel der Freien und Hansestadt Hamburg“ der HCU-Stadtplanungs-Studentin Franziska Dedekind wurde im Rahmen der Jahrestagung des „Arbeitskreis Geographische Handelsforschung“ in Würzburg am 12. Mai ausgezeichnet.

In ihrer Abschlussarbeit setzt sich Franziska Dedekind mit dem Einfluss der Stadtplanung auf die Erhaltung und Entwicklung von Zentren im Kontext der aktuellen Einzelhandelsentwicklung am Beispiel der Stadt Hamburg auseinander. Dedekind hat sich dabei mit dem gesamten Prozess der Einzelhandelssteuerung - von der Erfordernis, der Zielsetzung und Beschreibung der Instrumente auf theoretischer Ebene bis hin zur konkreten Anwendung in Hamburg beschäftigt. Auf Basis von Gesprächen bzw. schriftlichen Befragungen mit 26 Experten aus Verwaltung, Politik, Kammer, Einzelhandel und Gutachterwesen über die Hamburger Einzelhandelssteuerung, hat Dedekind die bisherigen Steuerungsinstrumente und -prozesse analysiert und evaluiert sowie auch die geplante Überarbeitung des Instrumentariums mit den Analyseergebnissen in Relation gesetzt. Insgesamt zeigt sich, dass die Einzelhandelssteuerung nach wie vor einen wesentlichen Beitrag für die Erhaltung und Entwicklung von  Zentren leistet. Die Master-Thesis wurde von Prof. Dr. Martin Wickel und Dipl.-Ing. Sascha Anders begleitet.

Der Arbeitskreis Geographische Handelsforschung im Verband der Geographen an Deutschen Hochschulen (VGDH) versteht sich als ein Forum von Wissenschaftlern und Praktikern, in dem aktuelle Fragen und Ergebnisse der Handelsforschung präsentiert und diskutiert werden. Der Arbeitskreis tagt ein- bis zweimal im Jahr an unterschiedlichen Standorten.

Der Förderkreis für Raum- und Umweltforschung e. V. (FRU) hat den renommierten Werner-Ernst-Preis 2017 verliehen: Sonja Hirt, Absolventin der Stadtplanung an der der HafenCity Universität Hamburg (HCU), hat den mit 1.000 Euro dotierten 2. Preis im Rahmen des Kongresses der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Potsdam am 11. und 12. Mai 2017 entgegen genommen.

Sonja Hirt (2.v.l.) mit Preisträger/innen des Werner-Ernst-Preises 2017

Bild: Nils Pajenkamp

Sonja Hirts Master-Thesis trägt den Titel "Urbane Ruhe- und Erholungsräume. Eine Untersuchung der Funktion und Bedeutung urbaner Ruhe- und Erholungsräume am Beispiel der Städte Herne und Paderborn in Anbetracht einer gesundheitsfördernden Stadtplanung". Die Masterarbeit, die von Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger und Dipl.-Ing. Stefan Kreutz begleitet wurde, umfasst eine Untersuchung der Bedeutung und Funktionen grüner Ruhe- und Erholungsräume im öffentlichen Raum zur Gesundheitsvorsorge und Stressminderung. Hirt hat öffentliche Grünflächen der Städte Herne und Paderborn als Untersuchungsareale herangezogen und deren gesundheitlichen Potenziale und Präventionsweisen für eine gesundheitsfördernde Stadtplanung herausgearbeitet. Seit ihrem Abschluss an der HCU Hamburg arbeitet Sonja Hirt als Stadtplanerin bei der Stadt Geseke (Nordrhein-Westfalen).

Der jährlich vom Förderkreis für Raum- und Umweltforschung ausgeschriebene internationale Werner-Ernst-Preis befasste sich in diesem Jahr mit gesundheitsfördernder Entwicklung und Planung auf den Ebenen Stadt und Region. Die Auszeichnung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aller raumrelevanten Disziplinen und fördert exzellente wissenschaftliche Arbeiten, die für die Forschung selbst oder für die praktische Anwendung bedeutsam sind. 

Am 18. und 19. Juni wird die HafenCity Universität Hamburg (HCU) zum Ort des Gedankenaustauschs über die G20: Der Civil20-Gipfel begleitet die Arbeit der G20 inhaltlich reflektierend und verleiht der internationalen Zivilgesellschaft zu global relevanten Themen eine gemeinsame Stimme. An beiden Tagen des internationalen Treffens an der HCU Hamburg arbeiten Teilnehmende von 150 Organisationen aus 50 Ländern in Workshops zusammen und erarbeiten Empfehlungen sowie Forderungen an die G20. Zur Abschlusspräsentation ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eingeladen.

Veranstaltungsort des Civil20-Gipfels am 18. und 19. Juni: Die HCU Hamburg.

Seit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vor rund einem Jahr bekanntgegeben hat, dass das G20-Gipfeltreffen am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfinden wird, diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der Bundesregierung nicht nur Aspekte der Organisation, inhaltlicher Ausrichtung, Finanzierung und Sicherheit, sondern auch Möglichkeiten der Beteiligung der Zivilgesellschaft am G20-Gipfel.

Eine solche Möglichkeit zur Beteiligung bietet das Civil20-Treffen: Die Civil20 (C20) sind ein unabhängiger Zusammenschluss nationaler und internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich bereits seit 2009 jährlich formieren, um die Arbeit der G20 inhaltlich reflektierend zu begleiten und der internationalen Zivilgesellschaft zu  global relevanten Themen eine gemeinsame Stimme zu verleihen. Ziel der Civil20 ist es, die internationale Zivilgesellschaft über die G20-Staaten hinaus stärker in den Prozess einzubinden.

Im Vorfeld des Civil20-Gipfels wurden bereits Schwerpunktthemen festgelegt, die im Präsidentschaftsjahr 2016 und 2017 besonders wichtig sind. Aus diesen Schwerpunktthemen entstanden sechs Arbeitsgruppen, in denen Empfehlungen und Forderungen an die G20 erarbeitet wurden. Diese Positionen der Civil20 werden während des Gipfels im Juni 2017 ausführlich diskutiert und der Öffentlichkeit präsentiert. Der Civil20-Gipfel am 18. und 19. Juni 2017 in Hamburg, zu dem auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eingeladen wurde, wird der Höhepunkt des Konsultations- und Beratungsprozesses der zivilgesellschaftlichen Akteure und der Abschluss des diesjährigen C20-Prozesses.

Das Universitätsgebäude der HCU Hamburg wird am Sonntag, den 18. Juni für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Civil20-Gipfels geöffnet. Am Montag, den 19. Juni, ist das Universitätsgebäude nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie für Universitätsangehörige geöffnet.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: „Wir halten es für wichtig, dass Hamburg nicht nur Gastgeber für das G20-Treffen sein wird, sondern dass auch die internationalen zivilgesellschaftlichen Organisationen in unserer Stadt einen angemessenen und geeigneten Ort haben um sich zu treffen und ihre verantwortungsvollen Aufgaben zu erfüllen.“

Weitere Informationen: civil-20.org

Hinweise für Medienvertreter/innen zur Presse-Akkreditierung: 

Bitte beachten Sie, dass eine Presse-Einladung mit Möglichkeit zur Akkreditierung als Medienvertreter/in ca. zwei Wochen vor dem Civil20-Gipfel durch den Veranstalter verschickt wird. Gerne leitet Ihnen Marina Brink, HCU Hamburg, bei Interesse die relevanten Informationen weiter.

Kontakt zu VENRO Verband für Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe:

Clemens Schwanhold, Referent Projekt Civil20
+49 (0)30 880608002
c.schwanhold(at)venro.org

Mit Prof. Dr.-Ing. Christiane Sörensen verlässt im Mai 2017 eine weitere Gründungs-Professorin die HCU Hamburg. Die Landschaftsarchitektin war bis zur Gründung der HCU Hamburg im Jahr 2006 an der Hochschule für bildende Künste (HfbK) tätig. 2003 bis 2004 reiste Sörensen als Gast-Professorin der Lady Davis-Foundation ans Technicon nach Haifa, Israel. Nach Ihrer Rückkehr war sie an der Entwicklung des interdisziplinären Forschungs- und Lehr-Konzepts der neugegründeten HCU Hamburg beteiligt.

Prof. Dr.-Ing. Christiane Sörensen

Mit ihrem Büro für Landschaftsarchitektur in Hamburg und Zürich beteiligte sich Sörensen in Projekten und Wettbewerben in interdisziplinären Arbeitsgemeinschaften. 1982 bis 2000 war Sörensen in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. In dieser Zeit konzipierte sie das Landschaftsprogramm der Stadt Hamburg, dessen Grundlagen bis heute bestehen. 

Sörensen fokussiert ihre Forschung auf die Verbindungen von Kunst, Wissenschaft und Technik für die raumordnerische und ästhetische Innovation neuer Landschaftsbilder sowie historischer Kulturlandschaften. Häufig mündet ihre Forschungstätigkeit in repräsentative Ausstellungen. Als ehemalige Professorin der künstlerisch geprägten HfbK Hamburg hat sie vor allem einen gestalterischen Zugang zur Architektur an die HCU Hamburg gebracht: „Mir ist es wichtig, Impulse zu setzen, sodass sich meine Studierenden kreativ ausprobieren, einfach machen und im Prozess dazu lernen.“ 

In der Summer School „Rural in the City“ widmete sich Sörensen für die HCU Hamburg in Kooperation mit dem Technion, der Technischen Universität Israels, Haifa, ländlichen Räumen im urbanen Kontext Hamburgs. Kleine Gruppen internationaler Studierender experimentierten im Sommer 2016 mit den unterschiedlichen Aspekten des Ländlichen: der Relevanz von Naturräumen in Zeiten des Klimawandels, dem ländlichen Raum als Ort der Identifikation und dem Potential stadtnaher Freiräume für das multikulturelle Zusammenleben.

Sörensens zentrales Anliegen in Forschung und Lehre ist das Schaffen eines Bewusstseins für die Vielfalt der Landschafts- und Gartenkulturen sowie das Wecken einer Sensibilität für die lebendigen Prozesse räumlicher Planung. Dazu gehören das Sichtbarmachen naturräumlicher Potenziale, das Wiederbeleben gartenhistorischer Traditionen und das Entwickeln neuer Konzepte im nachhaltigen Zusammenwirken von Architektur, Stadt und Landschaft. 

2013 organisierte Sörensen gemeinsam mit dem ECLAS, dem European Council of Landscape Architecture Schools, die internationale Landschaftsarchitektur-Konferenz „Specifics“. Da der Neubau der HCU Hamburg zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war, wurde ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort gewählt – die Hamburger Katharinenkirche.

Unter dem Titel „Wasserhorizonte“ hat Sörensen im Wintersemester 2015 eine interdisziplinäre Vorlesungsreihe initiiert, die in diesem Sommersemester in die vierte Runde geht. Im Mittelpunkt der hochkarätig besetzten Vorträge stehen dabei die Chancen und Konflikte im Umgang mit Wasser als natürliche Lebensgrundlage und als landschaftsgestaltende, formgebende Kraft. Weltweit drängen Städte ans Wasser, doch die Bedingungen, die dies ermöglichen sind von Ort zu Ort verschieden. Die Vorträge behandeln die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ingenieuren, Landschaftsarchitekten und Biologen, die sich angesichts des Klimawandels neuen Herausforderungen stellen.

Laut Sörensen ist der Klimawandel neben der Urbanisierung eines der zentralen Themen der Landschaftsarchitektur in den kommenden Jahren:

„Uns steht ein urbanes Jahrhundert mit massiven Umbrüchen bevor, nicht nur aufgrund des Klimawandels. Der kulturelle Mittelpunkt verlagert sich immer weiter in die Städte, gleichzeitig ist die Lebensqualität in den Städten nur über die Landschaftsarchitektur transportierbar.“

Mit der Ausstellung „Aufladung von Landschaften“ und einem Vortrag am 3. Mai ab 17.30 Uhr im Foyer Ost verabschiedet sich Sörensen von der HCU Hamburg. Zum Vortrag wurde Friedrich Meschede, Direktor der Kunsthalle Bielefeld, eingeladen, der mit seinem Vortrag „Robert Smithson und die entropische Landschaft“ eine Ikone der Land Art würdigt.

Bereits zum 15. Mal zeichnete gestern Abend die Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung Studierende der Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) aus. Zu diesem kleinen Jubiläum war der jährliche Förderpreis mit insgesamt über 10.000 Euro dotiert.

Die Preisträger des Vorwerk-Preises 2017 mit HCU-Professorinnen und -Professoren sowie Vertreterinnen und Vertretern der Vorwerk Stiftung

Die Stiftung honorierte die sieben besten Master-Arbeiten des Jahres 2016 mit je 750 Euro sowie die sechs besten Bachelor-Absolvierenden mit je 500 Euro. Darüber hinaus wurden zwei Studienprojekte mit je 1.000 Euro ausgezeichnet. Nach Gruß- und Dankesworten durch Prof. Gesa Ziemer, Vizepräsidentin Forschung der HCU Hamburg, wurden die Studienpreise des Jahres 2016 in Tostedt verliehen. 

„Wir freuen uns darüber, erneut den Vorwerk-Preis an besonders gute Studierende der Stadtplanung verleihen zu können. Es ist eine ganz besondere Auszeichnung, schon während des Studiums einen solchen Preis zu erhalten. Die diesjährigen Themen zeigen, dass das Konzept der engen Zusammenarbeit von Disziplinen an der HCU aufgeht. Die Themen sind zukunftsorientiert und gesellschaftlich relevant“, sagte Gesa Ziemer.  

In weiteren Grußworten würdigten Anette Randt, Stellvertretende Landrätin des Landkreises Harburg, Heiner Schönecke, Stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg, sowie Peter Dörsam, Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt, die Leistungen der HCU-Absolventinnen und Absolventen in der Stadtplanung. Übergeben wurden die Preise im feierlichen Rahmen durch Hanjürgen Grabner, Mitglied des Stiftungsrates, und Prof. Gesa Ziemer, Vizepräsidentin Forschung der HCU Hamburg.

„Diese nunmehr 15. Preisverleihung bedeutet für die Irene und Friedrich Vorwerk Stiftung und natürlich auch für die Firmengruppe VORWERK eine Kontinuität, die ich persönlich sehr schätze. Bei der Durchsicht der Arbeiten komme ich zwangsläufig immer wieder mit Fragen und Gedanken in Berührung, die junge Menschen beschäftigen. Dadurch ist dieser Preis nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen – was für mich interessanten Input bei hochaktuellen Themen bedeutet“, erläuterte Hanjürgen Grabner.

Die Preisträger des Förderpreises der Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung 2016


Master of Science-Förderpreise 2016:

Franziska Dedekind
„Bedeutung der Einzelhandelssteuerung für die Erhaltung und Entwicklung von Zentren. Eine Untersuchung und Diskussion der Einzelhandelssteuerung vor dem Hintergrund der aktuellen Einzelhandels- und Zentrenentwicklung am Beispiel der Freien und Hansestadt Hamburg”
Gutachter: Prof. Dr. Martin Wickel, LL.M. und Dipl.-Ing. Sascha Anders
Note der Masterthesis: 1.0

Maximilian Burger

„Reaktion ausgewählter Großstädte auf den Wohnungsmarktdruck: Die Handlungsspielräume der Kommunen. Eigenlogik der Städte oder einheitliche Reaktionsmuster?”

Gutachter: Prof. Dr. Jörg Pohlan und M. Sc. Michael Singler
Note der Masterthesis: 1.0

Sophia Lobinger und Isabell Sagasser
„Stadt Raum Integration. Forderungen und Strategien für integrative Räume“
Gutachter: Prof. Dr. Michael Koch und Frau Dipl.-Ing. Renee Tribble
Note der Masterthesis: 1.0

Attila Tihanyi

„Liegenschaften der Sparkassen als Potenzial für die Innenentwicklung“

Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger und Prof. Dr. Monika Dobberstein
Note der Masterthesis: 1.0

Clara Thomas
„Mietwohnungsbau in Märkten jenseits der Top-Städte. Die Beispiele Osnabrück, Oldenburg und Göttingen“
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger und Prof. Dr. Monika Dobberstein
Note der Masterthesis: 1.0

Fabian Löbach

„Die Aktivierung innerstädtischer Potenzialflächen als Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung am Beispiel von Bornheim „Auf dem Kallenberg““

Gutachter: Prof. Dr. Michael Koch und Dipl.-Ing. M.A. Amelie Rost
Note der Masterthesis: 1.3

Markus Nagel und Kaja Steffens
„Alternativlos? Die Rolle von Großprojekten in der Hamburger Stadtentwicklungspolitik“
Gutachter: Prof. Dr. Gernot Grabher und Dr. Joachim Thiel
Note der Masterthesis: 1.3

Bachelor of Science-Förderpreise 2016:

Daniel Kauder
 „Alte Mitte neu erfunden – Städtebaulicher Entwurf für die Weserinseln in Hameln“
Note der Bachelor-Thesis:1.0 

Bernadette Brunner

„Kreativ trotz Planung. Das Oberhafenquartier Hamburg als Experimentierraum. Zum planerischen Umgang mit Kreativquartieren“
Note der Bachelorthesis: 1.0

Finja Callesen
„Alte Mitte neu erfunden – Städtebaulicher Entwurf für die Weserinseln in Hameln“
Note der Bachelorthesis: 1.0 

Lennard Werner

 „Sukzessive Umgestaltung einer innerstädtischen Hauptverkehrsstraße am Beispiel des Straßenzuges Winterhuder Weg/Herderstraße“
Note der Bachelorthesis: 1.3

Lisa-Maria Homagk
„Volle Fahrt voraus?! Akteure des Hamburger Tourismusmanagements im Spannungsfeld zwischen Potentialen und Risiken für die Stadtentwicklung“
Note der Bachelorthesis: 1.7 

Annika Tiedemann
„Umnutzung denkmalgeschützter Gebäude in Hamburg. Auswirkungen der Belange des Denkmalschutzes auf den Erhalt raumprägender und erhaltenswerter Strukturen“
Note der Bachelorthesis: 1.7 

M2 Studienprojekt-Förderpreise 2016:

Nils Böttcher, Ramona Groß, Tobias Holtz, Leonie Kemper und Lara Ollmann
Thema des Studienprojektes:
“Digitale Stadt Hamburg. Die Rolle der Stadtplanung bei der Implementierung von Smart-City-Konzepten“
Gutachter: Dr. Joachim Thiel
Gesamtnote: 1.3 

Simon Altvater, Uta Feldhaus, Frederick Jensch und Laura Ohnesorge

“Oberding … Erwartet Dich“

Gutachter: Dr.-Ing. Rainer Johann

Gesamtnote: 1.7

Am bundesweiten Girls & Boys Day am 27. April gewannen Hamburger Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in das Berufsleben an einer Universität. An der HCU Hamburg hieß das: Entwerfen, vermessen und testen. 20 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 12 Jahren eroberten das Universitätsgebäude und probierten sich in der Architektur, dem Bauingenieurwesen und der Geomatik aus.

Vermessungsübung der Geomatik während des Girls & Boys Day an der HCU Hamburg

Nach einer kurzen Einführungsvorlesung im Bauingenieurwesen von Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle sowie von Dr.-Ing. Heinke Wiemer zum Thema Verkehrsplanung und Verkehrsregeln wurde es praktisch: Angehende Architektinnen und Architekten kreierten bunte Architekturmodelle. Entstehen sollte ein kreatives Wartehäuschen für die Bushaltestelle vor der HCU Hamburg, das die Zeit des Wartens vergessen lässt. Bauingenieurinnen und Bauingenieure in spe bestimmten Fließgeschwindigkeiten und Durchflüsse im Hydromechaniklabor. Unter Anleitung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HCU Hamburg untersuchten sie Überfallströmungen an einem Wehr, lernten das Heberprinzip kennen und testeten einen Wellengenerator. In der Geomatik konnten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Messmethoden und -instrumente kennenlernen und ausprobieren sowie ihr Geschick beim Kartenlesen unter Beweis stellen.

Jedes Jahr öffnen Unternehmen und Hochschulen ihre Türen, um Schülerinnen und Schülern Einblicke in Berufe anzubieten, die nicht den so genannten „Frauen- und Männerberufen“ entsprechen. Mädchen nutzen ihre technische Begabung weniger, Jungen streben in Berufe, in denen soziale Kompetenzen weniger gefragt sind. Am Boys & Girls Day können Mädchen erfahren, dass sie auch in technischen Berufen willkommen sind, und Jungen erhalten Angebote vor allem in den Bereichen Erziehung und Pflege.

Die HCU Hamburg hat für den Veranstaltungstag ein gemeinsames Programm für Jungen und Mädchen erstellt: „Bei uns kann jeder Junge und jedes Mädchen alle Angebote ausprobieren“, so HCU-Veranstaltungsmanager Peter Sitt.

Weitere Informationen: www.girls-day.de und www.boys-day.de

Mehr als 2.000 Menschen haben sich am vergangenen Samstag auf dem Rathausmarkt versammelt, um beim „March for Science“ für die Werte freier Wissenschaft zu demonstrieren – darunter auch zahlreiche Studierende und Mitarbeitende der HCU Hamburg.

March for Science auf dem Hamburger Rathausmarkt, Foto: Marko Landrath

Der Hamburger March for Science ist Teil einer weltweiten Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hat. In mehr als 600 Städten weltweit fanden am „World Earth Day“ am 22. April Märsche statt, um auf die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung als Grundlage für die gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen. In Deutschland gab es an 22 Orten Demonstrationen, zu denen nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen waren. Zahlreiche Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen unterstützen die Märsche. 

Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der HCU ist Teil des Organisationsteams des March for Science und hat die Kundgebungen moderiert: „Mit den Märschen wollen wir nicht nur zeigen, dass die Freiheit der Wissenschaft als demokratisches Grundprinzip gewährleistet bleiben muss. Wir wollen auch ein Zeichen der Solidarität gegenüber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern setzen, die durch politische Rahmenbedingungen in ihrem Grundrecht auf freie Lehre und Forschung beschränkt werden. Wir freuen uns sehr über die große Aufmerksamkeit und dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind!“

„Make Science, not War“, „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ oder „Forschen statt Faken“ – kreativ zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Gestaltung von Schildern und Bannern. Der Hamburger March for Science startete auf dem Hamburger Rathausmarkt und setzte sich dann über den Jungfernstieg und Gänsemarkt in Richtung Universität Hamburg fort. Nach der Abschlusskundgebung präsentierten dort  junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei einem Science Slam unterhaltsam und verständlich ihre aktuellen Forschungsprojekte.

Interdisziplinär, forschungsstark und dabei praxisnah – die HCU Hamburg hat im vergangenen Jahr sechs erfolgreiche Architektinnen und Architekten gesucht, die neue Perspektiven in Forschung und Lehre einbringen. Drei der Professuren konnten zum Sommersemester 2017 im Studienprogramm Architektur begrüßt werden: Prof. Christoph Heinemann übernimmt die Professur „Architektur und Stadt“, Prof. Mona Mahall „Architektur und Kunst“ und Prof. Antje Stokman „Architektur und Landschaft“.

Prof. Mona Mahall, Prof. Antje Stokman und Prof. Christoph Heinemann (von links nach rechts)

Christoph Heinemann ist neuer Professor für „Architektur und Stadt“

Prof. Christoph Heinemann beschäftigt sich mit den Fragen und Ansprüchen, die die Stadt politisch, sozial und räumlich an Architektur stellt: Wie muss Architektur beschaffen sein, um in der Stadt "aufgehen" zu können?

Neben der Professur „Architektur und Stadt“ arbeitet Christoph Heinemann in der Architektengruppe ifau (Institut für angewandte Urbanistik), die er 1998 direkt im Anschluss an sein Architekturstudium an der RWTH Aachen und der École d’Architecture de Paris la Villette gemeinsam mit Susanne Heiß und Christoph Schmidt gegründet hat. Bis 2009 war er zudem am Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen an der Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung der BTU Cottbus tätig.

Mit ifau hat Heinemann diverse Projekte für Kulturinstitutionen realisiert, so den Umbau des Palais Thinnfeld in Graz, The Showroom in London sowie Projekträume des Goethe-Instituts und den Umbau des Artists Space in New York. ifau beschäftigt sich zudem intensiv mit partizipativen Wohnformen und kostengünstigem Wohnungsbau. In Kooperation mit Jesko Fezer und Heide & von Beckerath konnte 2012 das gemeinschaftliche Wohnprojekt R50 realisiert werden, ein weiteres Wohnprojekt, das verschiedene Nutzungen und Wohnformen mischt wird derzeit fertiggestellt. 

Heinemann versteht Architektur als Ort alltäglicher Handlungen und Verhandlungen und entwickelt aneignungsoffene Räume, die vielfältige Interpretationen und unterschiedliche Gebrauchsmuster zulassen: „Alternativen für den Wohnungsbau zu schaffen bedeutet Verfahren und Räume zu entwerfen, die Akteuren und zukünftigen Nutzern Beteiligung und Teilhabe ermöglichen.“

Prof. Mona Mahall lehrt und forscht an der HCU zu Architektur und Kunst

Mona Mahall untersucht als Professorin für „Architektur und Kunst“ Architektur im Verhältnis zur kritischen und reflexiven Praxis der Kunst. In unterschiedlichen Medien und Formaten, vor allem in Ausstellungen, Installationen, Typologien und Texten entwickelte sie in der Vergangenheit bereits Projekte, die bestehende, künstlerische wie architektonische Positionen erfassen und in die technologische Gegenwart übersetzen. Mahalls Arbeiten werden international ausgestellt und publiziert, darunter die Istanbul Design Biennale (2016), das Art Center Los Angeles (2015) oder Shenzhen Bi-City Biennale of Urbanism/Architecture (2015). Als Co-Editorin gibt sie seit 2007 das internationale Magazin „Junk Jet. Magazine on Architecture, Art, and Media“ heraus. Mahall hat über spekulative Entwurfsstrategien in der Moderne promoviert. Sie hat als Professorin für Grundlagen der Gestaltung und Experimentelles Entwerfen an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sowie für Architektur an der Cornell University gelehrt. 

Ausgehend von ihrer Praxis beginnt Mona Mahall ihre Zeit an der HCU Hamburg mit einem Lehrprojekt, das sich mit flüchtigen Strukturen und prekären städtischen Prozessen auseinandersetzt. In Kooperation mit dem Architekturmuseum der Pinakothek der Moderne in München werden Studierende zeitgleiche, aber ungleiche temporäre Phänomene wie das Oktoberfest, einen thailändischen Markt auf einem Bahngleis oder das Burning Man Festival untersuchen. Ziel ist die Erforschung neuer Geschwindigkeiten der Architektur in der globalisierten Welt, sowie die Reflexion und Projektion damit verbundener Vorstellungen von Technik, Leben, Material und Gemeinsamkeit. 

Von großer Bedeutung ist Mahall der Austausch mit den Nachbardisziplinen Kultur der Metropole und Stadtplanung, um Perspektiven auf städtische Prozesse zu erweitern. In diesem Austausch liegt für Mahall das große Potential der HCU: „Die HCU hat als eine der wenigen Hochschulen Interdisziplinarität strukturell verankert, um komplexen urbanen Prozessen forschend wie entwerfend gerecht zu werden.“ 

Antje Stokman übernimmt die Professur „Architektur und Landschaft“

Ab dem Sommersemester 2017 wird Antje Stokman als Professorin für „Architektur und Landschaft“ Strategien der Gestaltung urbaner Landschaften an der HCU Hamburg entwickeln. Zuletzt war Stokman Professorin und Leiterin des Instituts für Landschaftsplanung und Ökologie an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart.  Als Forscherin, praktizierende Landschaftsarchitektin und Mitglied der interdisziplinären Plattform „Studio Urbane Landschaften“ entwickelt sie seit 2005 vielfältige nationale und internationale Forschung-, Praxis- und Lehrprojekte im Spannungsfeld von Klimawandel, Urbanisierungsdruck und Freiraumentwicklung in Städten wie Hamburg, Changde, Lima und Cairo. Für ihre Arbeiten erhielt sie im Jahr 2009 den Niedersächsischen Wissenschaftspreis als herausragende Nachwuchswissenschaftlerin und den 2011 den internationalen Topos Landscape Award. Wichtige Erkenntnisse aus ihren Forschungs-, Lehr- und Praxisprojekten präsentiert sie im Rahmen der von ihr ko-kuratierten laufenden Gruppenausstellung „draussen. Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain“in der Pinakothek der Moderne in München (bis August 2017).

Als Landschaftsarchitektin ist Antje Stokman der festen Überzeugung, dass eine zukunftsweisende Entwicklung urbaner Lebensräume bedeutet, die Anforderungen des ökosystemaren Landschaftshaushalts, die nachhaltige Entwicklung der Infrastruktursysteme und die ästhetische Stadt- und Landschaftsgestaltung zu integrieren. Hamburg stellt für Stokman als „grüne Stadt am Wasser" ein perfektes Lehr- und Forschungslabor für landschafts- und wasserbezogene Strategien des Bauens und der Metropolenentwicklung dar. „Die Landschaftsarchitektur bietet eine wichtige konzeptionelle Folie für die Suche nach neuen landschaftlichen Ausdrucksformen, Gestaltungslösungen und Organisationsstrukturen, die als ‚grüne Infrastruktur‘ eine zunehmend wichtigere gesellschaftlich-politische Bedeutung bekommen. Hier liegen große Zukunftsaufgaben vor uns - direkt vor unserer Haustür, wie auch international.“

Regelmäßige Gastro-Tipps in den Medien bestätigen: Das Angebot der HCU-Mensa ist beliebt – nicht nur aufgrund des tollen Ausblicks auf die Elbe. Doch was passiert eigentlich hinter der Theke? Sarah Michelmann, stellvertretende Leiterin der Mensa, erzählt aus dem Nähkästchen.

Das Team der HCU-Mensa mit Sarah Michelmann (2.v.r.)

Morgens um 6 Uhr, wenn das Universitätsgebäude noch leer ist, beginnt die Arbeit in der Mensa. Dann wird die Ware angeliefert, bevor um 7 Uhr die Produktion beginnt. Alle Gerichte des Mittagsangebotes werden frisch von den 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mensa zubereitet. Was gekocht wird, entscheidet das Studierendenwerk. Es gibt ein Grundgerüst für den Speiseplan in allen Hamburger Mensen,  „aber wir basteln uns das zurecht, je nachdem, was bei uns gut verkauft wird“, erklärt Sarah Michelmann. Mit einem Anteil von 30 Prozent vegetarischen oder veganen Gerichten ist die HCU-Cafeteria übrigens die führende vegetarische Mensa in Hamburg. Und was sind die beliebtesten Gerichte? Sarah Michelmann muss schmunzeln: „Burger, Currywurst und alles mit Pommes – das geht immer.“ Ihre persönlichen Lieblingsessen sind aber vor allem saisonale Gerichte wie Grünkohl. 

Studierende machen zwar den Großteil der Gäste aus, doch der günstige Mittagstisch ist nicht nur bei den HCU-Angehörigen beliebt: Geplant wurde die Mensa für 700 Essen täglich, mittlerweile sind es 1400. „Unser Rekord liegt bei 1860 Essen an einem Tag“, erinnert sich Sarah Michelmann, „aber das war bevor das neue Preissystem eingeführt wurde, mit dem Externe mehr bezahlen.“ 

In Essensmengen heißt das während des Semesters zum Beispiel: 45 bis 50 Kilo Rinderhackfleisch für  das Gericht Chili Con Carne, 30 bis 40 Liter Suppe und bis zu 50 Kilo Nudeln täglich. Und wenn es Pizza gibt, dann mindestens 200 Stück. Auf die Berechnung der Essensmengen ist Sarah Michelmann sichtlich stolz: „Wir sind ziemlich gut. So wenig Reste, wie wir jeden Tag haben, das glaubt uns keiner. Das liegt aber auch daran, dass wir just in time produzieren. Das Gemüse an der Gemüsebar kommt immer frisch aus dem Ofen. Dafür schiebt ein Mitarbeiter je nach Bedarf den ganzen Mittag neue Bleche in den Ofen. Und wenn wir morgens zum Beispiel 300 Würste geliefert bekommen, werden erst mal nur 200 Stück vorgebraten.“ 

Zufrieden ist sie nicht nur damit: „Es ist supergeil hier. Ein ganz tolles Team. Wir haben jeden Tag so viel Spaß zusammen, das ist unglaublich.“ Die Gäste können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit ansprechen. Feedback versucht Sarah Michelmann nach Möglichkeit immer umzusetzen. So wurde zum Beispiel auf Anregung von Gästen hin die „scharfe Ecke“ eingerichtet und mindestens ein veganes Gericht pro Tag angeboten.

Haben Sie am 22. April schon etwas vor? Machen Sie es wie die Menschen in 481 Städten weltweit und gehen Sie auf die Straße, um bei dem March for Science für den Wert von Wissenschaft, Wahrheit und Evidenz zu demonstrieren! Ein Aufruf von Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der HCU Hamburg und Mitglied des Organisationsteams des Hamburger March for Science.

March for Science Hamburg am 22. April

Die internationalen Marches haben ihren Ursprung in Washington D.C., wo sich im Januar 2017 eine lokale Initiative als Reaktion auf die wissenschaftsfeindliche Politik des neuen US-Präsidenten gegründet hat. Doch auch andernorts genießen wissenschaftliche Erkenntnisse oft nicht den angemessenen Stellenwert. Häufig verdrängen Meinungen, Emotionen, wirtschaftliche oder politische Interessen einen sachlichen und faktenbasierten Diskurs, und wissenschaftlich belegte Tatsachen werden geleugnet oder relativiert. Und so sind die mittlerweile 13 angemeldeten Demonstrationen in Deutschland nicht bloß eine weitere Reaktion auf die Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Die privat initiierten Marches sind ein Appell, dass die Freiheit der Wissenschaft als demokratisches Grundprinzip gewährleistet bleiben muss. Und sie sind ein Zeichen der Solidarität gegenüber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die durch politische Rahmenbedingungen in ihrem Grundrecht auf freie Lehre und Forschung beschränkt werden. 

Ich persönlich engagiere mich im Team des Hamburger March for Science, um mich für eine gestärkte Wissenschaftskommunikation einzusetzen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen nämlich nicht nur die Verantwortung, Wissen zu schaffen, sondern auch ihre Erkenntnisse in die Gesellschaft hineinzutragen und sich an gesellschaftlichen Diskursen zu beteiligen. Als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der HafenCity Universität Hamburg verstehe ich es als meine Aufgabe, bestmöglich dabei zu unterstützen, wissenschaftliche Erkenntnisse in geeigneten Formaten der breiten Bevölkerung näher zu bringen. Die Forderung nach einer langfristigen Stärkung der Wissenschaftskommunikation ist zentral, um das Vertrauen der Menschen in wissenschaftliche Methoden zu stärken.

Die March for Science-Initiatorinnen und Initiatoren wurden teilweise kritisiert, dass Demonstrationen nicht der richtige Weg seien, um diejenigen zu erreichen, die kritisch gegenüber der Wissenschaft eingestellt sind. Ziel der Demonstrationen soll aber zunächst sein, Aufmerksamkeit zu erzeugen – und das werden sie. Sie sind ein Anfang und ein Impuls für die Politik, aber auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst!

Die Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH hat in Kooperation mit der HCU Hamburg nach 2015 bereits zum zweiten Mal den studentischen Entwurfswettbewerb Edeka Award ausgeschrieben, der sich mit zukunftsgerichteten Einzelhandelskonzepten im urbanen Kontext auseinandersetzt. Als Sonderveranstaltung zum Edeka Award 2017 wurde bereits im Dezember 2016 der Stegreif Wettbewerb Edeka.Plug.In ausgelobt, in dem neuartige ADD.ON Funktionen als zukünftige Ergänzungen für Nahversorger entwickelt wurden. Fünf nominierte Arbeiten wurden nun beim Hauptwettbewerb ausgezeichnet.

Die Preisträger des Edeka Awards 2017

Ziel des Wettbewerbes war es, neue hybride Typologien zu entwickeln, die innovative Nahversorgungskonzepte mit städtischen Funktionen verbinden. Der Edeka Award 2017 mit dem Untertitel „Sports on top“ fokussierte sich auf die Nachverdichtung bestehender Sportflächen an drei Orten im Hamburger Zentrum. Die großformatigen Entwürfe zeigen neue Typologien multifunktionaler Gebäude mit einem Sportplatz auf dem Dach!

Die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit von Sofia Nembrini und Eva Seyfried überzeugte durch ihre hohe Funktionalität, ihre konsequente Baukörperkubatur und ihre gestalterische Signifikanz, die der Architektur beinahe eine  "museale Anmutung" verleiht.

Die offizielle Preisverleihung des Edeka Award 2017 fand am 29. März an der HCU Hamburg statt. Alle Preisträger:

1. Preis (Preisgeld: 1.250 Euro): Sofia Nembrini und Eva Seyfried

2. Preis (Preisgeld: 1.000 Euro): Viktoria Södermann und Amrita Burmeister

3. Preis (Preisgeld: 750 Euro): David Rösti und Antoine Gouachon

Anerkennungen (Preisgelder: je 350 Euro): Martin Tikvic und Marc-Anton Jordan, Claas Simon Ottrand und Jael Choppé sowie Mahmoud Al Kazzaz und Manuel Schicketanz

Sonderpreis (Preisgeld: 250 Euro): Leon Dünkel und Clemens Becker

Die hochkarätige Jury umfasste Repräsentantinnen und Repräsentanten der Edeka Nord, Vertreterinnen und Vertreter der Hansestadt Hamburg sowie renommierte Architektinnen und Architekten:

Carsten Koch, Geschäftsführer EDEKA Nord (Sprecher)

Rainer Wülbern, Leitung Expansion und Standortsicherung, EDEKA Nord

Michael Mathe, Amtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung – Bezirksamt Hamburg-Mitte

Richard Sprenger, Architekt, sprenger von der lippe architekten, Hamburg

Ir. Kristina Bacht M.Sc., Verlagsleiterin GKT, Leiterin / Kuratorin AIT-ArchitekturSalon

Juan Hidalgo, Architekt, SEHW Architekten, Hamburg

Alle Arbeiten des Edeka Award 2017 werden zusammen mit Auszügen der Inputveranstaltungen in einem repräsentativen Katalog zusammengestellt, der im Laufe des Sommers der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Der Wettbewerb wurde als einsemestriges Master-Entwurfsseminar im Fachgebiet Konzeptionelles Entwerfen und Gebäudelehre unter der Leitung von Prof. Klaus Sill, und Gerd Streng an der HCU Hamburg durchgeführt. Vorlesungen von Trendforschern und externen renommierten Architekten ergänzten die HCU-Vorträge.

Geomatikstudent Oliver Dalladas von der HafenCity Universität Hamburg (HCU) hat in seiner Master-Thesis die hamburgischen Wohngebäude anhand des amtlichen 3D-Stadtmodells auf Abstandsflächen und Gebäudehöhen analysiert und das baurechtliche Potenzial von Gebäudeaufstockungen festgestellt. Das Ergebnis: Baurechtlich wäre es in Hamburg möglich, durch Gebäudeaufstockungen insgesamt 75.000 neue Wohnungen zu schaffen!

Dalladas hat ein Computerprogramm entwickelt, das für jedes ausgewiesene Wohngebäude im amtlichen 3D-Stadtmodell die Abstandsflächen zur Straßenmitte und hieraus die zulässigen Abstandsflächen und Gebäudehöhen ermittelt. Verschiedene Parameter können im Computerprogramm verstellt werden: Ausschlusskriterien für die Analyse waren Gebäude, die nach der Aufstockung über 22 Meter hoch wären, um die Rettungswege für die Feuerwehr sicherzustellen, niedrige Gebäude unter neun Metern Höhe (da vermutlich Einfamilienhäuser) oder Gebäude, die durch die Entfernung von mehr als 25 Metern zur Straßenmitte vermutlich in Hinterhöfen liegen.

Das Ergebnis dieser digitalen Analyse wurde gebäudeweise in einer Hamburg-Karte dargestellt und ist eine neue und detaillierte Dokumentation der baurechtlichen Möglichkeiten, um Wohngebäude in der Hansestadt aufzustocken.

In der Hamburg-Karte dargestellt werden vorerst nur eingeschossige Erhöhungen von Wohngebäuden, da deren Bausubstanz hierfür meist ausreichend stabil ist, doch Bauten der Nachkriegszeit können im Regelfall sogar mehrgeschossig aufgestockt werden. So könnten zum Beispiel in Altona ca. 9.000 und in Eimsbüttel sogar ca. 14.000 neue Wohnungen entstehen!

Dr.-Ing. Bernd Dahlgrün, Betreuer der Master-Thesis an der HCU Hamburg: „Hamburg ist nur halb so dicht besiedelt wie München und wird bis 2030 voraussichtlich um 70.000 Haushalte anwachsen. Die Hansestadt kann ohne Verlust Ihrer Lebensqualität nachverdichtet werden und hat ein erhebliches Wohnraum-Potential auf ihren Dächern! Für Wohnungen in Gebäudeaufstockungen muss kein zusätzliches Bauland ausgewiesen, gekauft, erschlossen und versiegelt werden.“

Die Master-Thesis wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Jochen Schiewe (Arbeitsgebiet Geoinformatik und Geovisualisierung) und Dr.-Ing. Bernd Dahlgrün (Arbeitsgebiet Entwerfen und Baukonstruktion) begleitet.

Hier gibt's weitere Informationen und eine Kurzversion der Master-Thesis.

Nach über 70 Semestern und 35 Jahren Lehrtätigkeit im Bereich der Architektur wird Prof. Dr.-Ing. Bernd Kritzmann zum Ende des laufenden Wintersemesters in den Ruhestand verabschiedet. Kritzmann hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit hohem Engagement für die HafenCity Universität Hamburg (HCU), seinen Studiengang Architektur und seine Studierenden eingesetzt.

Im Bauwesen blickt Bernd Kritzmann auf über 50 Jahre Berufserfahrung zurück: 1951 in Tambach/Dietharz (Thüringen) geboren, legte Kritzmann nach einer Facharbeiterausbildung zum Maurer über den zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife ab. Nach dem Studium der Architektur in Münster und Hannover begann Kritzmann seine akademische Laufbahn in der Hansestadt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK). Nach der Promotion an der HfbK und einer Vertretungsprofessur, war er als Architekt in Hamburg, Hannover und Nordrhein-Westfalen tätig. Von 1990 bis ins Jahr 2006 war Kritzmann Professor für den Fachbereich Entwerfen und Baukonstruktion an der ehemaligen Fachhochschule Hamburg, die zur Hochschule für Angewandte Wissenschaften umbenannt wurde. 

Kritzmann hat des Weiteren die Gründung, den Aufbau und die Entwicklung der HCU Hamburg wesentlich mitgestaltet. Von der Namensgebung der HCU Hamburg als „Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung“ bis hin zum ersten Spatenstich für den Neubau in der HafenCity - Kritzmann war von Beginn an in verschiedenen Gremien und Kommissionen als wissenschaftlich Beteiligter und Entscheidungsträger mit an Bord. Von 2006 bis 2009 war er zudem Vizepräsident für Lehre und Studium und bis zuletzt Professor für „Entwerfen und Baukonstruktion“ im Studienprogramm Architektur. 

Mit großer Freude und Stolz blickt Kritzmann auf seine akademische Laufbahn und sein Wirken zurück: „Ich habe über 70 Semester und 35 Jahre in der Lehre gearbeitet. Durch meine Tätigkeit, hatte ich das Glück, die gesamte Entwicklung der Bauausbildung an den Hamburger Hochschulen in den letzten 25 Jahren - und natürlich speziell an der HCU - zu verfolgen und mitzugestalten.“ Kritzmann wird dem Studienprogramm Architektur in verschiedenen Funktionen weiter erhalten bleiben, sich in seiner Freizeit jedoch noch intensiver seinem größten Hobby, der Malerei, widmen. Er gehört seit 1998 der Hamburger Aquarellwerkstatt an und ist Mitglied in einem Gemeinschaftsatelier. Die Zeit an der HafenCity Universität Hamburg lässt er positiv Revue passieren: „Wichtig war mir in all den Jahren immer die Lehre an der HCU, für Studierende da zu sein und mich mit einzubringen. Gleichzeitig war es auch ein Ansporn für mich, stets die fachliche Expertise und Kompetenz zu behalten und ‚dranzubleiben‘. Das hat mir in den vielen Semestern eine Menge Spaß bereitet.“

Insbesondere durch sein unermüdliches und kontinuierliches Engagement in der Zusammenarbeit mit Studierenden und außeruniversitären Partnern hat sich der Studienbereich Architektur einen hervorragenden überregionalen Ruf bei der Ausbildung von Architekten erworben. HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka: „Wir bedanken uns herzlich bei Prof. Bernd Kritzmann für seine jahrelange Lehrtätigkeit und sein großes Engagement an der HCU. Er genießt sowohl durch seinen fachwissenschaftlichen Sachverstand als auch sein Verständnis für studentische Belange eine hohe Wertschätzung bei Kollegen und Studierenden gleichermaßen. Wir hoffen, dass Herr Kritzmann der HCU weiter erhalten bleibt.“ 

Eine feierliche Verabschiedung findet am 31. März 2017 um 17.30 Uhr im Kreise der HCU-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weiterer Gäste in der HCU Cafeteria statt. 

Studierende der interdisziplinären Veranstaltungsreihe der Arbeitsgruppe „A+I, Architekt und Ingenieur“ der HafenCity Universität Hamburg (HCU) haben auch in diesem Jahr wieder erfolgreich am Schinkelwettbewerb teilgenommen: Interdisziplinäre Teams mit Architektur- und Bauingenieurstudierenden entwarfen gemeinsam Beiträge für den Verkehrsknoten Westkreuz in Berlin. Christoph Berliner, Tilman Levine (beide Architektur), Marcel Marbes und Christoph Thiede (beide Bauingenieurwesen) erreichten mit ihrem interdisziplinären Entwurf einer „Stadtmaschine“ den 2. Sonderpreis in der Kategorie „Friendly Alien“. Die HCU-Teams wurden durch Prof. Dr.-Ing. Michael Staffa (Arbeitsgebiet Tragwerksentwurf) und Stefan Schwericke betreut.

Das Berliner Westkreuz ist mit seinen Trassen, Rampen, Brücken und Böschungen ein abweisendes, zu Fuß und mit dem Rad kaum zu durchdringendes Geflecht. Mittendrin befinden sich einer der wichtigsten S-Bahn-Umsteigebahnhöfe der Stadt, der Zentrale Omnibusbahnhof sowie der ICC-Messe-Komplex. Zu neuen Ideen für eine übergeordnete Planung hat der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) Studierende und junge Absolventinnen und Absolventen im Rahmen des jährlichen Schinkelwettbewerb ausgerufen. 

Über 300 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, China, Jordanien und Frankreich nahmen an dem Wettbewerb zum Berliner Westkreuz teil. Eingereicht wurden rund 150 Arbeiten, die städtische Visionen für das Gelände vorschlugen. Am 13. März wurden die Resultate bekannt gegeben.

Ziel des Wettbewerbs war es, Entwicklungspotentiale rund um den Berliner Verkehrsknotenpunkt Westkreuz zu erschließen. Dazu waren drei unterschiedliche Aufgabenstellungen vorgesehen: Neben einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Ort bildet der Themenschwerpunkt Transit/Ankunft/Migration eine zweite inhaltliche Klammer. Ein dritter Schwerpunkt greift das Potential von Großformen im Umgang mit diesem schwierigen Ort auf. 

Die Beiträge der teilnehmenden Studierenden werden am Donnerstag, den 30.3.2017 um 16:15 Uhr in der Galerie 4.OG präsentiert, ausgestellt werden die Entwürfe anschließend noch bis zum 6. April.

Der Klimawandel macht auch Hamburg zu schaffen und die Stadt sucht nach Lösungen: Im Rahmen des Forschungsprojektes „KLIQ“, unter der Leitung von HCU-Professor Wolfgang Dickhaut, entwickelt die HCU im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde gemeinsam mit Expertinnen und Experten Lösungsansätze zur Überflutungs- und Hitzevorsorge. Auf Welt.de kommentiert Dickhaut mögliche Strategien für Hamburg.

Bild: Pexels

Die WELT: "Hamburg gegen den Klimawandel" 

Datum: 23.03.2017

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut
Tel.: 040 42827-5095
E-Mail: wolfgang.dickhaut(at)hcu-hamburg.de 

Können die Folgen des Klimawandels bereits in der aktuellen Stadtplanung berücksichtigt werden? Veränderungen des Wetters im Jahresverlauf, die Dynamik der städtischen Entwicklung, die Veränderungen der Nutzungen – dies sind nur einige der vielen Unsicherheiten, die das Aufgabenfeld komplex machen. Eine Studie der HCU hat sich der Komplexität genähert, indem sie die Themenfelder der Überflutungs- und Hitzevorsorge in den Fokus der Betrachtung gestellt hat. Im Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie Hamburg (BUE), hat die HCU Lösungsansätze im Umgang mit dem Klimawandel anhand von zwei innerstädtisch stark verdichteten Hamburger Quartieren in St. Georg und Winterhude entwickelt – die auch auf andere Metropolen übertragen werden können.

Bereits heute sind viele hoch verdichtete Stadtquartiere in Hamburg aufgrund ihrer baulichen Dichte und ihres hohen Versiegelungsgrades der Böden von extremen Regenereignissen und sommerlicher Hitze betroffen. Die Entwicklung wird sich fortsetzen: Als Folge des Klimawandels muss sich Hamburg – wie viele Metropolen – künftig auf vermehrte Starkregenereignisse mit Überschwemmungen sowie erhöhte Temperaturen und längere Trockenperioden im Sommer einstellen. 

Forschungsprojekt KLIQ – „Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere“

Die HCU Hamburg wurde Ende 2014 von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) beauftragt, im Rahmen des Forschungsprojektes KLIQ – „Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere“ gemeinsam mit Hamburger Fachexperten Lösungsansätze zur Überflutungs- und Hitzevorsorge zu entwickeln. Präsentiert wurden diese am 23. März 2017 während einer eintägigen Konferenz an der HCU Hamburg. Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft und Forschung, eröffnete die Konferenz gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut vom Fachgebiet Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung der HCU Hamburg.

Lykke Leonardsen (City of Copenhagen), Daniel Goedbloed (Amsterdam Rainproof) und Jürgen Preiss (Stadt Wien) stellten den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Verwaltung internationale Beispiele der Überflutungs- und Hitzevorsorge aus Kopenhagen, Amsterdam und Wien vor. Anschließend präsentierten Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut und Zamna Rodriguez Castillejos vom Fachgebiet Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung HCU Hamburg konkrete Maßnahmen und Konzepte sowie Umsetzungspotenziale zur anhand von Hamburger Beispielquartieren in St. Georg und Winterhude. 

Lösungen zur Überflutungs- und Hitzevorsorge

Zentrale Lösungsansätze sind laut Forscherteam die Begrünung sowie die klimasensible Auswahl von Oberflächenmaterialien in Straßenräumen, auf Fassaden und auf Dächern. Durch Maßnahmen zur Erhöhung von Versickerungspotenzialen, temporärem Regenrückhalt, Verschattung und Verdunstung können der Überflutung und Überhitzung im Stadtquartier entgegen gewirkt und Schäden vermieden werden. 

Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut:  „Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge tragen oftmals auch zur Hitzevorsorge bei und umgekehrt. Wichtig ist, dass die Maßnahmen frühzeitig in die Planungsprozesse integriert werden und die unterschiedlichen Fachbehörden aus den Bereichen der Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung sowie der Wasserwirtschaft von Beginn an zusammen arbeiten. Nur so kann eine erfolgreiche Klimaanpassung in innerstädtischen Quartieren gelingen.“

Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Der Klimawandel ist auch in Hamburg längst angekommen. Wissenschaft, Forschung und Verwaltung setzen sich schon seit einigen Jahren intensiv mit der Frage auseinander, wie die Stadt sich darauf einstellen muss. In den hochverdichteten Innenstadtquartieren ist das eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Dazu hat die HCU im Projekt KLIQ erstmals Handlungsempfehlungen entwickelt. KLIQ ist ein wichtiger Schritt für eine Stadt, die auch unter wachsendem Klimastress funktionsfähig und lebenswert bleibt.“

Die Erkenntnisse des KLIQ-Forschungsprojektes münden in ein „Wissensdokument“, welches am 23. März 2017 bei der Konferenz an der HafenCity Universität vorgestellt wurde. Das Wissensdokument sowie konkrete Handlungsempfehlungen und Checklisten für die Verwaltung, Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen stehen ab Mai zum Download bereit:

https://www.hcu-hamburg.de/kliq

In der Stadt spielt das Leben und auf dem Land ist nichts los – ist das wirklich so? Innovationsstrategien und Wirtschaftscluster von Städten lassen ländliche Regionen und Akteure häufig außer Acht. Potenziale für Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplätze werden aber nicht ausgeschöpft, wenn Städte die Synergieeffekte mit der ländlichen Umgebung ungenutzt lassen. Sechs Regionen in Europa wollen das ändern und kooperieren dafür in dem EU-Projekt RUMORE unter der Leitung der HafenCity Universität.

RUMORE steht für „Rural-Urban Partnerships Motivating Regional Economies“ und befasst sich damit, wie regionale Innovationsketten und Wertschöpfungscluster verbessert werden können, indem sich städtische und ländliche Akteure intensiver vernetzen. Ziel des Projekts ist es, den Wissensaustausch zwischen Stadt und Land und damit die Wirtschaft in den ländlichen Räumen zu stärken. Dazu sollen mehr innovative Unternehmen in den Regionen und mehr Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen beitragen.

Projektpartner sind Behörden und Agenturen für Regionalentwicklung aus Bulgarien, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Deutschland, oder genauer die Bezirksregierung Burgas, die Region Zentralmakedonien gemeinsam mit der regionalen Entwicklungsagentur Anatoliki, die Region Lombardei, das Green Knowledge Portal Twente, die Stadt Amsterdam und das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg. Die HafenCity Universität Hamburg leitet das Projekt und unterstützt die Regionen. Es soll ein überregionaler und internationaler Lernprozess entstehen. Dafür werden Konferenzen und Workshops veranstaltet, sowohl vor Ort mit allen Akteuren innerhalb der jeweiligen Region als auch international mit den Partnerregionen und weiteren Akteuren sowie der EU. 

RUMORE startet mit einem Auftaktworkshop am 13. und 14. März an der HCU Hamburg und läuft über fünf Jahre. In den ersten drei Jahren überarbeiten die beteiligten Regionen ihre Regionalstrategien und Operationellen Programme und setzen Fördermittel gezielt für ausgewählte Projekte ein. Die darauf folgenden zwei Jahre sind der Umsetzung gewidmet. Insgesamt beträgt das Projektbudget 1,5 Millionen Euro. Gefördert wird RUMORE im Rahmen von INTERREG Europe, dem Programm der Europäischen Union zur Förderung der europäischen territorialen Zusammenarbeit. Das Programm ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der EU und fördert Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, im Gebiet der EU zu einer innovativen, nachhaltigen und integrativen Entwicklung zu gelangen. 

Weitere Informationen: www.interregeurope.eu/rumore

Die Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ist das 100. Mitglied im waterfront e.V. – der Förderverein unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung.

Bild: HCU Hamburg

Der Förderverein waterfront e.V. unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung. Dabei bringt er Menschen aus den Bereichen Bauen, Immobilien und Metropolenentwicklung in den Dialog. Die Mitglieder ermöglichen der HCU durch persönliches Engagement und materielle Förderung wichtige und innovative Projekte umzusetzen.

Die dänische Ramboll Group A/S ist ein weltweit agierendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen, in dem weltweit über 13.000 Expertinnen und Experten in der Ingenieur-, Planungs- und Managementberatung arbeiten. Seit über 40 Jahren erarbeitet die seit 2012 zum Ramboll-Konzern gehörende und in Hamburg ansässige Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH innovative Lösungen im Bereich Wasserbau & Häfen.

Wasserbau- und Hafenprojekte sind häufig von hoher Komplexität geprägt. Der Entwurf und die Planung dieser Projekte erfordern ein breites Spektrum an Kompetenzen. Ramboll ist führender Anbieter unabhängiger Beratungsleistungen im Bereich Häfen und Wasserstraßen sowie Küsten- und Hochwasserschutz.

HCU-Präsident und waterfront-Vorstand Dr.-Ing. Walter Pelka: „Wir freuen uns sehr, mit der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ein führendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen als 100. Mitglied für unseren Förderverein gewonnen zu haben. Unser erst vor vier Jahren gegründeter Förderverein ist erfreulich schnell gewachsen und zeigt die zunehmende Anerkennung für unsere Hochschule in der Stadt. Attraktive Mitglieder im waterfront e.V. verstärken das fachliche Netzwerk der HCU“.

Dr.-Ing. Peter Ruland, Direktor der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH: „Wir unterstützen sehr gerne die HCU. Darüber hinaus gibt es viele wechselseitige Interessen: Einerseits sind wir „Abnehmer“ der Absolventen, andererseits gibt es viele Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Die räumliche Nähe unseres Bürostandortes am Stadtdeich zur HCU wird diese Zusammenarbeit besonders leicht machen“.

Rückfragen und Kontakt ins Präsidium:
Jost Backhaus, HafenCity Universität Hamburg,
Teamleiter Referat für Kommunikation
+49 (0)40 / 42827-2730, Jost.Backhaus(at)hcu-hamburg.de

Download: Pressemitteilung

Kann die Geschichte des Hamburger Domplatzes mittels neuer Technologien erlebbar gemacht werden? Und kann die Attraktivität des Platzes durch kulturelles Storytelling und innovative Dienstleistungsangebote gesteigert werden? Auf Grundlage dieser Fragestellungen untersuchen Forschende der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit dem Archäologischen Museum Hamburg (AMH), dem Digitalnetzwerk Hamburg@work und eCulture.info die Revitalisierungspotenziale dieses zentralen Ortes in der Hamburger Innenstadt.

Bild: Archäologisches Museum Hamburg (AMH)

Der Hamburger Domplatz ist einstiger Standort der Hammaburg und war über Jahrhunderte hinweg geistig-kultureller Mittelpunkt der Stadt. Inmitten eines hochfrequentierten Geschäftsviertels – zwischen Mönckebergstraße und Speicherstadt – wird der Platz derzeit jedoch vor allem als Durchgangszone genutzt.  Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziertes Projekt im Rahmen des Forschungsprogramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ untersucht nun die Potenziale zur Revitalisierung des Platzes. Eine datenorientierte Bestandsaufnahme und Analyse des Platzes stellt dabei die Basis für die Modellierung verschiedener Nutzungsszenarien dar. Die darauffolgenden Maßnahmen der Entwicklung und prototypischen Implementierung von Dienstleistungsangeboten werden schließlich evaluiert und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf die Revitalisierung von Vergleichsorten überprüft.

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLab der HCU Hamburg: „Wir freuen uns, dass die Untersuchung am Domplatz nun beginnen kann. Wir sehen großes Potenzial darin, die vom MIT entwickelten CityScopes nach dem erfolgreichen Beteiligungsverfahren ‚FindingPlaces’  im Rahmen des Forschungsprojekts mit Partnern aus Forschung, Kultur und Digitalwirtschaft weiterzuentwickeln.“

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg: „Das Archäologische Museum Hamburg hat die Geschichte der Hammaburg und die Anfänge der Hansestadt gründlich erforscht und neu bewertet. Die spannenden Forschungsergebnisse sollen künftig vor Ort im Herzen der Stadt erlebbar gemacht werden. Zusammen mit der HCU Hamburg beschreiten wir neue Wege des kulturellen Storytellings und testen aus, wie Archäologie und Geschichte digital und smart Besucher und Passanten faszinieren können“.

Qualitative und quantitative Erhebung der Nutzung des Domplatzes

Ein zentraler Fokus des Verbundprojekts liegt in der Verschränkung qualitativer und quantitativer Forschungsansätze: die Bestandsaufnahme der Nutzungen des Platzes durch qualitative Methoden und deren Visualisierung sowie Analyse auf interaktiven Stadtmodellen, den so genannten  CityScopes, welche mit digitalen Daten gespeist werden, um ein möglichst umfassendes Bild zu erzeugen. Die Wechselwirkungen und Potenziale von Kultur, Tourismus, Mobilität und Handel für eine Revitalisierung kleinräumiger Quartiere werden auf diese Weise prototypisch am Domplatz untersucht. Eine besondere Rolle spielt die Nutzung und Einbindung von kulturellen Injektionen am Platz. Dabei wird gefragt, wie bedarfsgerechte, auf die lokalen Verhältnisse zugeschnittene Geschäftsmodelle und smarte Dienstleistungen im Quartier aussehen könnten und ob sie einen substantiellen Beitrag zur Belebung von Plätzen leisten können.

Uwe Jens Neumann, Geschäftsführer Hamburg@work GFM mbH: „In unserer Projektverantwortung liegt sowohl die Einbindung von Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft in die zukünftige Entwicklung der Dienste als auch die Kommunikation im Netzwerk. Das Ziel dabei ist, die Nachhaltigkeit der Ergebnisse des Projektes zu stärken.“

Jens Bley, Initiator „Smart Square“, eCulture.info: „In diesem hochkarätigen Partnerverbund wird die Rolle von kulturellem Storytelling, also dem Einsatz innovativer digitaler Erzählformen im Kontext einer digitalen Stadt, zur Steigerung der Attraktivität eines Platzes praxisnah wissenschaftlich untersucht. Die Erkenntnisse vom Domplatz sollen auf andere Plätze und Quartiere regional, national und international übertragbar werden.“

Entwicklung innovativer Kultur- und Dienstleistungsangebote

„Kulturelle Injektionen“, multimediale Installationen des Archäologischen Museums, knüpfen darüber hinaus an die spezifische Geschichte des Platzes an und machen diese erfahrbar. Unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteure, Anrainer, Platznutzer und Diensteanbieter werden verschiedene Platz-Szenarien entwickelt und darauf aufbauend integrierte digitale Dienstleistungsangebote aus den Bereichen Kultur, Tourismus, Mobilität und Handel erarbeitet. Der Einsatz neuer Technologien bietet dabei die Möglichkeit, die Attraktivität des Ortes für verschiedene Nutzergruppen erheblich zu steigern und gleichzeitig die lokale Ökonomie nachhaltig zu stärken. Wiederholte Messungen der Platznutzung und die Modellierung der Maßnahmen an einem CityScope werden im Laufe des Projekts Veränderungen identifizieren und Wechselwirkungen aufzeigen. Auf diese Weise sollen Indikatoren identifiziert werden, mithilfe derer die Veränderung des Hamburger Domplatzes operationalisiert werden und die (Wieder-)Belebung des Ortes anhand einzelner Faktoren überprüft werden kann.

Ein Pilotprojekt, das Schule machen wird

Die verschiedenen Maßnahmen und deren Evaluierung fließen in eine Methodenbox ein, durch deren Einsatz anschließend auch die Revitalisierung anderer öffentlicher Plätze ermöglicht werden soll, insbesondere durch lokal-relevantes kulturelles Storytelling. Das Forschungsprojekt bietet großes Potenzial, durch die datenorientierte Modellierung urbaner Szenarien mit digitalen Stadtmodellen und die Verknüpfung quantitativer mit qualitativen Daten neue Erkenntnisse für die Stadt- und Quartiersentwicklung zu erlangen. So schließt das Projekt mit der Entwicklung eines systematisierten Verfahrens, das eine Übertragung der für den Domplatz entwickelten Methodik auf   weitere kleinräumige Quartiere erlaubt.

Die Projektpartner

Das Team des CityScienceLab der HafenCity Universität begleitet seit nunmehr knapp zwei Jahren aktiv die Digitalisierung der Stadt Hamburg. Die interdisziplinäre Perspektive der am Projekt beteiligten ForscherInnen des CityScienceLab und des eCultureLab der HCU Hamburg wird im Projekt „SmartSquare“ ergänzt durch die Expertise des Archäologischen Museums Hamburg, dem Netzwerk der Digitalwirtschaft Hamburg@work und eCulture.info.

Kontakte

HafenCity Universität Hamburg (HCU)
Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)40 42827 2733
marina.brink(at)hcu-hamburg.de
www.hcu-hamburg.de

Archäologisches Museum Hamburg (AMH)
Stadtmuseum Harburg | Helms-Museum
Dr. Michael Merkel, Sammlungsleiter, IT-Koordinator
+49 (0)40 42871 3607
merkel(at)amh.de
www.amh.de

Hamburg@work GFM mbH
Uwe Jens Neumann, Geschäftsführer
+49 (0)40 8000463 19
ujn(at)hamburg-media.net
www.medianet.hamburg

 

 

 

 

 

Architektur-Studierende haben im Rahmen des Produktdesign-Wahlpflichtfachs „HCU Concierge“ Entwürfe für eine neue Eingangssituation an der HCU entwickelt, die die verschiedenen Funktionen des Foyers auf kreative Weise vereinen. Der von der HCU-Jury gekürte Gewinnerentwurf von Jonas Käckenmester, Ardiana Kastrati und Maria Mahinova wird umgesetzt.

Das sich über zwei Stockwerke erstreckende Foyer der HCU Hamburg ist ein lebendiger Ort, an dem vielfältige Veranstaltungsformate wie Seminare, Präsentationen und Ausstellungen stattfinden. Zusätzlich zur Nutzung im Rahmen von Veranstaltungen bietet der Eingangsbereich des öffentlich zugänglichen Gebäudes Besuchern auch Orientierung. 

Im Rahmen eines Produktdesign-Wahlpflichtfaches im aktuellen Wintersemester wurde die Aufgabe gestellt, einen Entwurf für eine neue Eingangssituation zu erstellen, der die verschiedenen Funktionen des Foyers vereint. Zentrales Element der Entwürfe sollte eine leistungsfähige Kommunikationszelle im Erdgeschoss sein, die Platz für einen Concierge bietet. Der Aufgabe, diese neue Pförtnerloge in die vorhandene Architektur einzupassen, haben sich rund 25 Architektur-Studierende unter der Leitung von Dipl.-Des. Dominik Lutz gewidmet.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Studierenden am 1. Februar vor einer Jury, bestehend aus HCU-Präsidenten Dr.-Ing. Walter Pelka, Kanzlerin Stephanie Egerland, Prof. Klaus Sill, Prof. Dr. Michael Staffa, Dipl.- Ing. Architekt Gerd Streng, Dipl.- Ing. Architektin Heike Hillebrand, Marina Brink aus dem Referat Kommunikation und AStA-Vorstand Björge Köhler. Die Jury-Mitglieder achteten bei den zehn Entwürfen neben dem Design vor allem auch auf die Funktionalität: Die künftige Pförtnerloge soll der Information und dem Empfang dienen, aber bei internen und externen Veranstaltungen auch als Repräsentations- und Informationsscharnier zwischen Eingangssituation und Veranstaltung  dienen. Der zu entwickelnde Tresen muss darüber hinaus flexibel an verschiedenen Orten eingesetzt werden können.

Der Siegerentwurf „Potential of an empty Space“ von Jonas Käckenmester, Adiana Kastrati und Maria Mahinova überzeugte durch seine Eleganz und hohe Flexibilität in der Nutzung. „Besonders gut gefällt uns die Einbindung der besonderen Architektur des Foyers mit Hilfe von Projektionen“, kommentierte Jury-Mitglied Prof. Klaus Sill die Entscheidung. Die Studierenden entwickelten einen schlichten Corian-Block, der in einen Willkommenstresen mit zwei Arbeitsplätzen verwandelt werden kann. Mit Hilfe eines zusätzlichen Beamers kann das gesamte Foyer in eine interaktive Präsentationsfläche verwandelt werden.

„Im nächsten Schritt geht es darum, den Entwurf nun baubar zu detaillieren, sodass wir anschließend eine Firma mit der Ausführung beauftragen können“, erläutert Jury-Mitglied Gerd Streng das weitere Vorgehen.

Auch die weiteren Platzierten bewiesen ein hohes Maß an Kreativität bei ihren Entwürfen und zeigten unterschiedliche Möglichkeiten der Umsetzung auf. Der Entwurf der Zweitplatzierten Emils Kepitis, Ulrich Hellmann und Christian Behrens gestaltet das Foyer als Aufenthaltsort mit Lounge-Möbeln, die als Sitzflächen dienen, sich aber auch als skulpturale Objekte in den Eingangsbereich einpassen.

Der dritte Platz ging an den Entwurf „Faltwerk“ von Gerrit Westermann, Mike Gauß und Kim Körner, die einen Empfangstresen entworfen haben, der durch Faltlamellen verschließbar ist und durch Rollen einfach bewegt werden kann.

Für ihre kreative Idee einer Tischtennisplatte in Doppelfunktion erhielten Christopher Löbig und Paul Pöthke einen Sonderpreis. Ihre Idee: Der Empfangstresen sollte tagsüber als Tischtennisplatte genutzt werden und abends in einen Empfangstresen zusammengeklappt werden können. 

Die Erstplatzierten erhielten einen Gutschein in Höhe von 300 Euro für den Campus-Shop, die Zweitplatzierten einen Gutschein in Höhe von 200 Euro, die Drittplatzierten und der Sonderpreis erhielten einen Gutschein in Höhe von 100 Euro. Die Gutscheine wurden vom Förderverein der HCU Hamburg, dem waterfront e.V. zur Verfügung gestellt. 

Eine grüne Oase zum Verweilen, ein Treffpunkt für Studenten, Wissenschaftler und Familien soll der Vorplatz des Zoologischen Museums werden. Und vor allem auch: ein Gelände, das einen geeigneten Lebensraum für bedrohte Wildbienen und andere Insekten bietet. Architektur-Studierende der HCU Hamburg haben in ihren Bachelor-Arbeiten Ideen für eine bienenfreundliche Umgestaltung des Martin-Luther-King-Platz entwickelt, die das Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg mit in die Planung einbeziehen möchte. Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt die Bepflanzung und Neustrukturierung der Fläche mit einer Spende von 20.000 Euro.

Rendering des neuen Vorplatzes des Zoologischen Museums

„Die topografisch gestalteten Grün- und Sandflächen sowie die Idee, einen Schaugarten als pädagogischen Außenraum in Ergänzung zur Ausstellung im Museum anzulegen, gefallen mir gut“, beschreibt Martin Husemann, Leiter der Insektenkunde am CeNak, seinen Eindruck von den Renderings der Bachelorarbeiten. „Insekten finden hier Nahrung und in den Sandkuhlen Nistmöglichkeiten. Wir werden definitiv einige der Gedanken in unsere konkrete Planung aufnehmen.“

Wo heute graue Pflastersteine der Natur nur wenig Raum lassen, sollen im Sommer heimische Blumen und Sträucher für Farbe sorgen und Insekten als Nahrungsquellen dienen. Freiflächen werden als Bildungsorte gestaltet, die von Bänken und Stufen eingerahmt zum Verweilen einladen. Das ganze Gelände zwischen Bundesstraße und Grindelallee soll ein kommunikatives, naturbezogenes Zentrum bekommen, zu dem baumbesäumte Wege führen. 

„Für unsere Architektur-Studierenden war diese Aufgabe eine große Herausforderung“, blickt Prof. Dipl. Ing. Christiane Sörensen zurück. „Sie mussten sich nicht nur  mit den schwierigen Gegebenheiten des Platzes auseinander setzen und Lösungen für eine Raumgestaltung finden, sondern die Lebensbedingungen von Tieren in der Stadt, insbesondere den Wildbienen mit in die Planung einbeziehen.“

„Ich habe sehr viel während dieser Arbeit gelernt“, sagt Luisa Martinez Valencia. „Wichtig war mir neben der topografischen Gestaltung, Menschen und Bienen zueinander zu bringen und zu zeigen, dass Insekten die Freunde der Menschen und nicht ihre Feinde sind.“

Die Planungsarbeiten für die Umgestaltung des  Außengeländes werden von Februar bis April von Amelie Radwe begleitet. Die Studentin der HCU Hamburg (Stadtplanung, 9. Semester) plant als Praktikantin im CeNak die Umsetzung und führt Aspekte der Gestaltung und des Umweltschutzes zusammen.

Gemeinsam mit der der Universität Hamburg, der TU Hamburg, der HAW Hamburg und der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG), baut die HCU Hamburg die Informatikplattform „ahoi.digital“ auf. Ziel der Plattform ist es, die Informatik auf Spitzenniveau auszubauen und Hamburg als Top-Informatikstandort zu etablieren. Das Projekt kann unter Berücksichtigung von weiteren Fördermitteln ein Gesamtfördervolumen von 32,9 Millionen erreichen. Geplant sind 35 neue Professuren und bis zu 1.500 zusätzliche Informatik-Studienplätze in Hamburg.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass ‚ahoi.digital‘ nun startet. Hamburg will im Digitalisierungsprozess eine aktive Rolle spielen. Dabei kommt der Wissenschaft eine Schlüsselfunktion zu: Ohne Wissen über digitale Technologien und ihre Anwendungsmöglichkeiten können wir den neuen Anforderungen, die vor uns liegen, nicht gerecht werden. Das Programm bietet die Chance, Fachkompetenz und Know-How im Bereich der Informatik zu bündeln, Talente zu gewinnen und Hamburg als attraktiven Informatikstandort auszubauen.“

Konzept Informatikplattform „ahoi.digital“

Das ganzheitliche Konzept der Informatikplattform ist deutschlandweit einzigartig. Die Plattform basiert auf den drei tragenden Säulen Bildung, Forschung und Transfer. Sie dient dabei als Katalysator, indem sie Forschung und Bildung stärkt und in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Verwaltung als Problemlöser wirkt. Als Kompetenzzentrum und Netzwerk gibt sie außerdem Impulse für Gründung und Innovation. Sie soll die Kooperation mit den städtischen Clustern stärken und die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu Unternehmen ausbauen. Dazu ist eine enge Abstimmung mit allen Akteuren geplant. 

Auch der Wissenschaftsstandort Hamburg profitiert: zusätzliche Professuren erhöhen die nationale und internationale Sichtbarkeit Hamburgs als Informatikstandort, wissenschaftliche Talente werden angezogen und größere Forschungsverbünde ermöglicht.

Vier Kernthemen bilden Schwerpunkte

Inhaltlich legt das Konzept den Fokus auf vier Kernthemen der Informatik, die hochschulübergreifend bearbeitet werden und die Schwerpunkte der Informatikaktivitäten der Hamburger Hochschulen bilden sollen: Der Schwerpunkt „Cognitive/Learning Systems“ beschäftigt sich mit komplexen Lernprozessen als Grundlage für neue Informatiksysteme, „Smart Systems / Cyber-Physical Systems“ behandelt die technischen und methodischen Verknüpfungen von Informatik mit smarten Infrastrukturen und Maschinen, „Information Governance Technologies“ befassen sich mit dem Umgang sensibler Daten als Grundlage für Verwaltungs-, Mitbestimmungs- und Wertschöpfungsprozesse. Das vierte Kernthema der geplanten Informatikplattform ist das Handling von Big Data, der Speicherung und Verarbeitung von heterogenen Datenquellen („Data Science“).

Beteiligung der HCU Hamburg: Das CityScienceLab der HCU Hamburg als Forschungseinheit für die „digitale Stadt“

Die daten- und wissensgetriebene Stadt – die Stadt als Big Data-Produzentin, bietet den Forscherinnen und Forschern des CityScienceLabs der HCU Hamburg ein spannendes Themenfeld.  Autonomes Fahren, Smart Lighting oder urbane Datenplattformen sind nur einige der aktuellen Themen, die im CityScienceLab untersucht werden. Als Forschungseinheit zur Untersuchung von Urbanisierungsprozessen im digitalen Zeitalter engagiert sich das CityScienceLab der HCU Hamburg daher beim Aufbau der Informatikplattform der Hamburger Hochschulen „ahoi.digital“. Hamburg als lebendiges Labor für die digitale Urbanisierung ist Gegenstand der Kooperation zwischen der HCU Hamburg und der Changing Places Group des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT), die durch die Freie und Hansestadt Hamburg gefördert wird. Das CityScienceLab untersucht an einer breiten Palette von Themen im Zusammenhang mit den Konzepten der „digitalen Städte“ und „Smart Cities“, wie diese theoretischen Ideen auf Hamburg praktisch angewendet werden können. Das Labor kooperiert dazu mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der anderen Hochschulen in Hamburg sowie mit Unternehmen und lokalen Initiativen, um neue Strategien für die Stadtentwicklung zu entwickeln und zu testen. 

Fokus der Projekte des CityScienceLabs ist häufig die Übersetzung großer Datenmengen und komplexer Zusammenhänge in anschauliche Modelle. Bekanntes Beispiel ist das Projekt „FindingPlaces“, bei dem im vergangenen Jahr Hamburgerinnen und Hamburger Flächen am interaktiven Stadtmodell des CityScienceLabs für Flüchtlingsunterkünfte gesucht und diskutiert haben. Eine datengestützte Analyse von Grundstücken im Hamburger Stadtgebiet hat bei FindingPlaces komplexe städtische Zusammenhänge für die Zusammenarbeit zwischen Experten und Nicht-Fachleuten veranschaulicht und die Teilhabe der Öffentlichkeit in den Planungen der Stadt mit Hilfe moderner Technologie ermöglicht.

Weitere Informationen zum CityScienceLab: https://www.hcu-hamburg.de/research/citysciencelab/

Weitere Informationen zu FindingPlaces: https://www.findingplaces.hamburg/

Das Internet hat die Welt verändert. Wie die fast 50-jährige Geschichte des Internets in einem Museum aufbereitet werden könnte – damit hat sich HCU-Studentin Julia Thielen in ihrer Abschlussarbeit beschäftigt. Garten + Landschaft zeigt ihre beiden unterschiedlichen Konzepte: eines für ein Museum am Hudson Bay in New York und ein anderes für die nordschwedische Kleinstadt Luleå.

Bild: Julia Thielen

Garten + Landschaft: Ein Museum fürs Internet

Datum: 23.01.2017

Die Verfügbarkeit dieses Inhalts ist unter Umständen zeitlich begrenzt.

Der Anfang 2013 mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg aufgebaute Energieforschungsverbund Hamburg (EFH) begleitet die Auswirkungen des Klimawandels und den Umbau der Energieversorgung wissenschaftlich, disziplinübergreifend und praxisnah. Er bündelt die Kompetenzen von fünf Hamburger Hochschulen und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag dazu, Hamburg weiter als Energie-Forschungsstandort mit überregionaler Ausstrahlung zu etablieren. Die gute Zusammenarbeit des Verbundes wird nun in einer weiteren Förderperiode fortgesetzt.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung:

„Ich freue mich sehr, dass der Energieforschungsverbund Hamburg seine erfolgreiche Arbeit fortsetzt. Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Umbau der Energieversorgung in Deutschland und ist ein gutes Beispiel dafür, wie Hochschulen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme und Herausforderungen beitragen können.“

Im EFH zusammengeschlossen haben sich die Universität Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Universität Hamburg, die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und die HafenCity Universität Hamburg. Sie vernetzen ihre unterschiedlichen Kompetenzen im Bereich Energieforschung untereinander, sorgen für eine stärkere Profilbildung, treten ein für eine stärkere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und sind erfolgreich in der gemeinsamen Einwerbung von Forschungs-Drittmitteln.

Als Schnittstelle zwischen den Hamburger Hochschulen übernimmt der EFH dabei in erster Linie koordinative Tätigkeiten, indem zu verschiedenen Forschungsideen potentielle Projektpartner identifiziert und zusammengebracht werden. Der Energieforschungsverbund Hamburg hat sich bereits mit mehreren Forschungsverbundvorhaben in nationalen und internationalen Ausschreibungen erfolgreich durchgesetzt. Durch eine enge Vernetzung mit der Wirtschaft wird zudem die Entwicklung innovativer Produkte vorangebracht und nachhaltiges Wirtschaftswachstum in der Stadt geschaffen.

Die Kosten des Energieforschungsverbundes werden zur einen Hälfte von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) und zur anderen Hälfte von den fünf beteiligten Hochschulen getragen; die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) finanziert eine Forschungskontaktstelle zwischen Wirtschaft und Hochschulen, und die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) unterstützt den Verbund fachlich.

Die Weiterentwicklung des Energieforschungsverbundes fügt sich in die Politik des Senats ein, Hamburg zu einem führenden Standort der Erneuerbaren Energien in Deutschland zu machen und den Technologietransfer auf diesem Gebiet zu stärken. Es sollen optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das hohe Innovationspotenzial des Standorts Hamburg für die Energiewende zu nutzen und die Vorreiterposition Norddeutschlands im Bereich Windenergie auszubauen. Dazu wird insbesondere auch mit dem Cluster Erneuerbare Energien Hamburg kooperiert.

Weiterführende Informationen auf der Webseite des Energieforschungsverbunds Hamburg (EFH):

http://www.energieforschungsverbund.hamburg/

Seit Beginn des Wintersemesters 2015 gibt es an der HCU Hamburg für Geflüchtete, die ihr Studium in ihrem Heimatland unterbrechen mussten, die Möglichkeit im Gasthörerprogramm ausgewählte Kurse und Lehrveranstaltungen zu besuchen. Die Gasthörer und -hörerinnen können damit erste Einblicke in den deutschen Studienbetrieb erhalten und Vorlesungs-Atmosphäre schnuppern. Zusätzlich wird jeder Geflüchtete von einem „Study Buddy“ unterstützt. Die persönliche Betreuung durch HCU-Studierende als Study Buddys soll die schnellere Integration in den Uni-Alltag erleichtern. Erfahrungsbericht eines Geflüchteten.

Moritz von Festenberg, Ansprechpartner für Flüchtlingsangelegenheiten im Präsidialbüro, ist mit den bisherigen Erfolgen des Study-Buddy-Programms sehr zufrieden: „Auch wenn das Gasthörerprogramm kein ‚echtes‘ Studium ist, da die Teilnehmer keinen ordentlichen Studierendenstatus innehaben und Prüfungen ablegen können, so trägt es doch dazu bei, dass Geflüchtete einen Einblick in das akademische Leben an der HCU erhalten. Mich begeistert auch, dass schon im dritten Semester in Folge seitens der Studierenden ein sehr hohes soziales Engagement besteht, sich als Studienbuddy zu engagieren. In jedem Semester konnten wir jeweils etwa 30 Studierende für dieses Ehrenamt gewinnen.“

Saeid, 26 Jahre, stammt aus dem Iran und ist seit Beginn des aktuellen Wintersemesters Gasthörer an der HCU. Er hat einen Bachelor-Abschluss im Iran erlangt, der in Deutschland noch anerkannt werden muss und besucht derzeit mit seinem Buddy verschiedene Vorlesungen im Bereich Architektur. Zudem arbeitet Saeid seit über einem Jahr in einem Elmshorner Architekturbüro, nachdem er dort ein dreimonatiges Praktikum absolvierte. „Ich profitiere sehr durch das Gasthörerprogramm und kann mich mit meinem Buddy regelmäßig vor und nach den Veranstaltungen austauschen“, sagt Saeid. Im Anschluss an das Gasthörerprogramm hofft Saeid, der sich im März für das kommende Sommersemester bewirbt, auf einen vollwertigen Studienplatz an der HCU.

Einer, der das HCU-Gasthörerprogramm von Beginn an durchlaufen hat, ist der 28-jährige Mahmoud Al Kazzaz. Mahmoud kommt aus der syrischen Hauptstadt Damaskus und ist seit August 2014 in Hamburg. Er hat dieses Wintersemester einen vollwertigen Studienplatz erhalten und studiert im Master Architektur. „Ich habe meinen Bachelor in Architektur im Jahr 2012 in Damaskus abgeschlossen. Für mich war schon vor Ausbruch des Krieges klar, dass ich irgendwann einmal in Deutschland studieren möchte“, erklärt Mahmoud in fließendem Deutsch. Mahmoud ist einer von drei ehemaligen Gasthörern, die mittlerweile eine Studienplatz erhalten haben und in den Masterprogrammen an der HCU studieren.

Mahmoud hat nicht nur in beeindruckend kurzer Zeit Deutsch gelernt, sondern arbeitet zudem bereits seit über einem Jahr in einem Hamburger Architekturbüro. Das Gasthörerprogramm beschreibt er als Glücksfall. Neben einem Intensiv-Deutschkurs, konnte er als Gasthörer und aktiver Teilnehmer mehrere Seminare und Vorlesungen besuchen. Nachdem er knapp zwei Semester Gasthörer an der HCU war, musste er noch ein inhaltliches Portfolio einreichen, sehr gute Deutsch-Kenntnisse nachweisen und erhielt daraufhin seinen Studienplatz. „Ich habe die Herausforderung gemeistert und wurde zum Studium zugelassen“, erklärt Mahmoud stolz. „Ich wollte unbedingt an der HCU bleiben und hier studieren.“ Maßgeblich geholfen hat ihm dabei der Flüchtlingsbeauftragte der HCU, Thies Eggert, der ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.

Dass der Unialltag für ausländische Studierende nicht immer einfach sind, gibt Mahmoud offen zu: „Zu Beginn war es für mich sehr schwierig, da nur wenige Kurse auf Englisch angeboten wurden. Ich habe immer noch einige Schwierigkeiten mit der Sprache und muss sehr viel arbeiten und nachholen. Die Dozenten, Kommilitonen und die Verwaltung sind aber wirklich alle sehr nett und helfen mir dabei.“

Auf die Frage wie es für Mahmoud weitergeht, antwortet er optimistisch: „Hamburg gefällt mir sehr gut und ich würde hier gerne länger leben und arbeiten. Natürlich würde ich gerne, wenn der Krieg in Syrien vorbei ist, in einem deutschen Unternehmen dabei helfen, Syrien wiederaufzubauen.“

Mit der Elbphilharmonie ist in Hamburg eines der architektonisch spektakulärsten Konzerthäuser weltweit entstanden. Im Vorfeld der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg am Mittwoch bestimmten, wie bei vielen Großprojekten der letzten Jahrzehnte, die Kritik an Budgetüberschreitungen, Zeitverzögerungen und Qualitätsmängeln den öffentlichen Diskurs. Ein durch die Landesforschungsförderung finanziertes Projekt der HafenCity Universität in Kooperation mit der TU Hamburg richtet den Blick nun auf eine weitere wichtige Facette von Großprojekten: Die Wahrzeichen der Metropolen haben oft auch Innovationen in der Bauwirtschaft zum Durchbruch verholfen.

Elbphilharmonie in der Bauphase, Foto: Jost Backhaus

Vier Einflussfaktoren für Innovationen

Innovationen in der Bauwirtschaft entstehen, so die Ausgangsthese der Forschenden, durch das Zusammenspiel von Kundenansprüchen, gestalterischem Ehrgeiz, den technischen Anforderungen des Bauwerks und der organisationalen Integration im Projekt. Diese vier Faktoren bilden den analytischen Rahmen für sechs Fallstudien. Neben der Hamburger Elbphilharmonie werden darin der EZB-Neubau in Frankfurt, der Hauptbahnhof Berlin, das Projekt Stuttgart 21, die Gümpentalbrücke auf der ICE-Strecke Erfurt-Bamberg und die Süderelbe-Brücke in Hamburg untersucht.

Ziel des Forschungsprojektes mit dem Titel „Großprojekte als Innovationstreiber in der Bauwirtschaft“ ist zu entschlüsseln, wie die genannten Faktoren in den betrachteten Großprojekten zusammenwirken. Damit sollen die spezifischen Bedingungen herausgearbeitet werden, unter denen Innovationen in der Bauwirtschaft entstehen und sich verbreiten. 

In dem Forschungsverbund arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Prof. Dr. Gernot Grabher, Projektsprecher, HCU Hamburg: „Indem wir in unseren Fallstudien sozi-alwissenschaftliche mit ingenieurwissenschaftlichen Perspektiven verschränken, erzielen wir ein besseres Verständnis für die Dynamik von Innovationsprozessen. Unsere Ergebnisse werden daher auch für das innovationsbezogene Management und stadtpolitische Strategien von Bedeutung sein“.

Interdisziplinäre Perspektive des Forschungsverbundes

Prof. Dr. Gernot Grabher vom Arbeitsgebiet Stadt- und Regionalökonomie der HCU Hamburg und Projekt-Sprecher untersucht gemeinsam mit Dr. Joachim Thiel die Anforderungen der Projektintegration. Drei weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind am interdisziplinären Forschungsverbund beteiligt: Prof. Dr. Cornelius Herstatt (TU Hamburg, Institut für Technologie- und Innovationsmanagement) untersucht den Anspruch, das Engagement und die Kompetenz des Kunden. Prof. Dr. Monika Grubbauer (HCU Hamburg, Geschichte und Theorie der Stadt) betrachtet die Rolle von Architektur- und Ingenieurbüros bei der Entwicklung und Umsetzung anspruchsvoller Gestaltung. Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle (HCU Hamburg, Entwurf und Analyse von Tragwerken) forscht zu den technischen Anforderungen des Bauwerks.

Das Forschungsprojekt ist eines von elf neuen Forschungsvorhaben, das die Hamburger Behörde für Wissen-schaft, Forschung und Gleichstellung mit einer Anschubförderung von 1,75 Millionen Euro für eine Laufzeit von 3,5 Jahren finanziert. Projektstart ist am 1. Juni 2017. Für das Abschlussjahr 2020 ist eine internationale Konferenz zur Präsentation der Ergebnisse und Diskussion mit internationalen Experten geplant.

Besucher des Stadtmuseums Bad Segeberg können dank Virtual Reality-Technologie künftig durch die Zeit reisen. In einer Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg werden in einem digitalen Stadtmodell die Straßen und Häuser der Stadt im Jahr 1600 rekonstruiert und laden zu Spaziergängen ein.

Bad Segeberger Siegesburg, Visualisierung: Ann-Christine Herzberg

Eine VR-Brille wird über den Kopf gezogen, je ein Controller in die linke und rechte Hand genommen und schon geht der Ausflug nach Bad Segeberg im Mittelalter los. „Mit einer VR-Datenbrille werden die historischen Spaziergänge auf die Siegesburg und an andere Orte im Maßstab 1:1 wieder möglich,“ erklärt der Museumsleiter des Alt-Segeberger Bürgerhauses Nils Hinrichsen.

Virtual Realities locken nicht länger nur Gamer und Technik-Enthusiasten: Besonders Museen bietet die Technologie die Chance, sich neu zu erfinden, etwa indem Ausstellungen um anschauliche 3D-Objekte erweitert werden oder Besucher an Orte geführt werden, die sie eigentlich niemals besuchen könnten.

Bereits seit fünf Jahren kooperieren Geomatiker der HCU Hamburg unter der Leitung von Prof. Thomas Kersten mit dem Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus. Studierende fotografierten und scannten das älteste Haus Bad Segebergs von außen und innen, und modellierten am Computer dreidimensionale Modelle. Diese sind nun die Grundlage für das 3D-Modell.

Nun soll ganz Bad Segeberg möglichst realistisch in der Virtual Reality erfahrbar werden. Seit Oktober ist der HCU-Mitarbeiter Simon Deggim im Auftrag des Fördervereins „Freundeskreis Segeberger Bürgerhaus von 1541“ bereits damit beschäftigt, nach Plänen des Museums die Stadt im Jahr 1600 als virtuelles Modell zu konstruieren. Zeitgenössische Darstellungen wie alte Stiche sind dabei hilfreich. Auch Schätzungen anhand ähnlicher Bauwerke in anderen Städten werden genutzt, wenn keine Vorlagen aus Bad Segeberg vorhanden sind.

Um das Projekt fortsetzen zu können, werden weitere Unterstützer gesucht. Weitere Informationen: www.museum-badsegeberg.de

Vom Modulhaus in Syrien bis hin zur Quartiersentwicklung in Oslos Filipstad, die 45 eingereichten Architektur-Projekte norddeutscher Architektur-Hochschulen beim BDA Studienförderpreis 2016 waren vielfältig. HCU-Studierende sicherten sich mit ihren Entwürfen den ersten und zweiten Platz.

Fassadenansicht und Anschnitt, Entwurf: Oskar Alberto Görg

Der Erstplatzierte Oskar Alberto Görg erhielt für seine Master-Arbeit „Haus des Films Zürich“ 1.500 Euro sowie einen Praktikumsplatz ein einem renommierten österreichischen Architekturbüro. Sein Entwurf für einen neuen kulturellen Mittelpunkt der Einkaufsmeile in Zürich stapelt Kinosäle übereinander und bildet dazwischen offene Räume und ein Forum, das die Funktion eines Foyers übernimmt. 

Die zweitplatzierten HCU-Bachelorstudenten Jonas Janke und Thorsten Hansen wollen mit ihrem Projekt „Trans-Port“ das urban geprägte Nord-Ufer mit dem industriell geprägten Süden verbinden. Zwischen die langen Lagerhallen am Hansahöft fügen sie ein 240 Meter langes, illuminiertes Gebäude ein, dessen begehbares Dach einen neuen Blick auf die Skyline Hamburgs zulässt. Eine hybride Nutzung sieht unter anderem ein Science Center vor.

Der BDA-Studienförderpreis wird jährlich an herausragende studentische Arbeiten vergeben, die besondere architektonische Qualität zeigen und sich intensiv mit dem Planen, Konstruieren und Gestalten auszeichnen. Die Fach-Jury bestand im Jahr 2016 aus vier Branchenexperten sowie drei Redakteuren regionaler Tageszeitungen.  

Die Entwürfe:

1. Preis: Haus des Films Zürich von Oskar Alberto Görg (HafenCity Universität Hamburg)

2. Preis: Trans.Port von Jonas Janke und Thorsten Hansen (HafenCity Universität Hamburg)

3. Preis: Vom Parkhaus zum Park-Haus von Julia Dankmer und Caroline Harke (Muthesius Kunsthochschule Kiel)

In der zweiten Runde der Landesforschungsförderung hat die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung insgesamt elf neue Forschungsvorhaben bewilligt – darunter ein Projekt unter Federführung sowie eines mit Beteiligung der HCU Hamburg. Jedes Projekt erhält eine Förderung von maximal 1,75 Mio. Euro. Das Gesamtfördervolumen beträgt 17,3 Mio. Euro bei einer Laufzeit von 3,5 Jahren.

Nicolas Böyer / Senatskanzlei FHH

Die Lebensqualität in städtischen Quartieren zu erhalten, gehört zu einer der größten Herausforderung in einer wachsenden Großstadt. Mit dem Projekt „Gesunde Quartiere in Hamburg“ entwickelt der Forschungsverbund unter der Führung der HAW Hamburg und unter HCU-Beteiligung von Prof. Dr. Jörg Pohlan Maßnahmen, mit denen die Gesundheit und Lebensqualität in ausgewählten sozial benachteiligten Quartieren verbessert werden kann.

Auch ein Forschungsteam um Prof. Dr. Gernot Grabher befasst sich in Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) mit der aktuellen und historischen Stadtentwicklung. Unter dem Titel „Großprojekte als Innovationstreiber in der Bauwirtschaft“ geht das Forscherteam anhand von Fallstudien der Frage nach, auf welche Weise Großprojekte zur Entstehung und Verbreitung von Innovationen im Bauwesen beitragen können.

Elf geförderte Hamburger Forschungsvorhaben

Die elf geförderten Forschungsvorhaben sind von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Hamburg, der HAW Hamburg, der TUHH, der HafenCity Universität und des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf eingereicht worden. Die Helmut-Schmidt-Universität und diverse außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind als Projektpartner ebenfalls beteiligt. Ziel der Landesforschungsförderung ist es, die Forschungs-Schwerpunkte an den staatlichen Hamburger Hochschulen und ihren Kooperationspartnern zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung zu unterstützen und sie in die Lage zu versetzen, erfolgreich Bundesmittel oder EU-Mittel einzuwerben.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Es freut mich, dass die Hochschulen wieder viele interessante und exzellente Themen eingereicht haben. Wir wissen aus der ersten Projektrunde, dass die Landesforschungsförderung ein erfolgreiches Instrument ist, um die Hochschulen in ihren Forschungsvorhaben und bei der Einwerbung von Geldern auf nationaler und internationaler Ebene zu unterstützen. Das stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen und somit auch den Wissenschaftsstandort Hamburg.“

Über die Landesforschungsförderung Hamburg

Ausgeschrieben waren in der aktuellen Förderrunde die „Anschubförderung von kooperativen Forschungsverbünden“. Dabei werden Verbünde der staatlichen Hamburger Hochschulen und deren Partner, die die Voraussetzung für die Beantragung von gemeinsamen Forschungsvorhaben auf überregionaler und internationaler Ebene erfüllen, gezielt gefördert. Insgesamt haben die Hochschulen 32 Projekte eingereicht. Die Ausschreibung erfolgte dabei themenoffen, um der Wissenschaft den erforderlichen kreativen Freiraum für das Aufgreifen neuer Forschungsthemen zu bieten. Die Entscheidungen basieren auf einem wissenschaftsgeleiteten Begutachtungsprozess, bei dem für jeden der Anträge mehrere schriftliche Gutachten von externen Gutachterinnen und Gutachtern eingeholt wurden.

Mit dem Instrument der 2013 gegründeten Landesforschungsförderung geht der Senat neue Wege in der Forschungsförderung. Ziel ist es, die Forschung an den staatlichen Hamburger Hochschulen und ihren Kooperationspartnern (andere Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Museen, Stiftungen u.a.), zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung mit weiteren Landesmitteln gezielt zu unterstützen. Die Landesforschungsförderung ist ein Förderinstrument der Freien und Hansestadt Hamburg, das durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung umgesetzt wird. Sie soll die koordinierte Entwicklung des vorhandenen wissenschaftlichen Potentials unterstützen, wissenschaftliche Stärken fördern und bereits vorhandene, vielversprechende Potentialbereiche weiterentwickeln und stärken. Damit sollen strategische Entwicklungen an den Hochschulen gezielt unterstützt werden und zu wachsender Wettbewerbsfähigkeit im überregionalen, auch internationalen, Vergleich führen. 

Ab dem 10. Januar bis Ende März wird im HCU Café und dem Holcim Auditorium Dienstags und Donnerstags das Tanzbein geschwungen , wenn die ersten vier Angebote des Hochschulsports Hamburg an der HCU starten!

Kursleitung Annabel Gleine und Gregor Körling, Bild: HSP

In Anfängerkursen können technische Grundlagen des Paartanzes erlernt werden.  Ob Rumba, Cha-Cha-Cha, Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Foxtrott, Samba oder Tango - ein Semester bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, die verschiedenen Tänze kennenzulernen oder die eigene Technik zu verbessern. Auch Fortgeschrittene kommen beim Kursangebot auf ihre Kosten und können Schrittkombinationen erweitern und verfestigen.

Die Kurse Gesellschaftstanz oder Standard Latein können kostenlos mit einer gültigen Sports Card besucht werden. Die Anmeldung erfolgt für jede Woche über die Vormerkliste auf der Website des Hochschulsports.

Am 30. November wurden im feierlichen Rahmen in Düsseldorf die diesjährigen Preisträger des Heinze Architekten Award bekannt gegeben. HCU Architektur-Studentin Denise Holterbosch sicherte sich den Sonderpreis für Studierende. Ihr Konzept für kostengünstige und schnelle architektonische Lösungsansätze für den aktuell hohen Bedarf an Wohnraum prämierte die Jury mit 1.500 Euro.

Denise Hollerboschs Entwurf wurde an der HCU Hamburg durch Prof. Gesine Weinmiller betreut und zeigt, wie preiswerter Wohnraum – unter dem Stichwort Microhousing – sozialverträglich in die Stadt eingeflochten werden kann. Dies ist nicht erst seit der Debatte um die Unterbringung von Geflüchteten relevant, denn viele finanziell Schwächere sind auf der Suche nach günstigem Wohnraum.

Die Jury unter der Leitung von Prof. Volker Staab urteilte über Denise Hollerboschs Entwurf:

„Durch die konsequente Ausnutzung von gestalterischen, konstruktiven und planungsrechtlichen Spielräumen kann ein Stadtbaustein von hoher Strahlkraft entstehen: Das Ziel, kompakten, seriellen und individuell gestaltbaren Wohnraum für Bewohner mit begrenzten Mitteln zu schaffen und dabei eine hohe Qualität im Wohnumfeld zu bieten, wird überzeugend verfolgt und umgesetzt. Die ausgetüftelte Schachtelung und Zonierung der Räume erlaubt es, sowohl quantitativ als auch qualitativ ein Plus zu generieren und die innerstädtische Verdichtung auch dazu zu nutzen, dass drumherum ein nutzbarer Freiraum entstehen kann. Die Besonderheit der gestapelten und geschichteten Kleinstwohnungen zeichnet sich dabei nicht plakativ im Stadtraum ab, vielmehr muss man hinter die aufgeräumte, elegant zurückhaltende Fassade blicken, um das dahinterliegende Angebot zu erkennen. Insgesamt ein hervorragender Beitrag zur Fragestellung eines kostengünstigen und attraktiven Wohnungsbaus im Kontext der begrenzten innerstädtischen Spielräume.“

Weitere Informationen und Denise Hollerbachs Entwurf auf heinze.de

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag „Neue Nachbarschaften in Hamburg. Quartiersmanagementansätze an Standorten für ‚Flüchtlingsunterkünfte mit der Perspektive Wohnen‘“ erreichten die HCU-Studierenden des Master-Studiengangs Stadtplanung Jella Humburg, Marie Malchow, Maximilian Rohland, Britta Sabin, Momke Sosna und Lara Tiede den dritten Platz beim diesjährigen GEWOBA-Preis für zukunftsgerechte Stadtentwicklung.

HCU-Preisträgerinnen des GEWOBA-Preises für zukunftsgerechte Stadtentwicklung, Foto: GEWOBA, Bremen

Den ersten Preis gewann Verena Strebinger, Master-Studierende der Universität Bremen für Ihre Fallstudie des Umzugs eines syrischen Geflüchteten in eine eigene Wohnung in Hamburg, „Du kannst nicht immer im Heim wohnen“. Auf Platz zwei kamen Klara-Maria Brandauer, Frida Ludwig, Benjamin Seidel, Nora Gersie und Carolin Seiberlich von der Universität Weimar. Sie reichten eine Projektarbeit zum Thema „Asylsuchende in Weimar“ ein.

Der „GEWOBA-Preis“ ist ein Ideenwettbewerb, den das Wohnungsunternehmen in Kooperation mit der Universität Bremen und der Jacobs University ins Leben gerufen hat. Er richtet sich bundesweit an Studierende der Sozialwissenschaften. Um vielfältigen kreativen Ideen und Lösungsansätzen Raum zu geben und neue Einsichten und Perspektiven zu gewinnen, sind die Aufgabenstellung und der Teilnehmerkreis bewusst weit gefasst. „Wir wünschen uns Impulse von den Studierenden zu aktuellen Themen, die unseren Alltag prägen“, erklärt Peter Stubbe, Vorstandsvorsitzender der GEWOBA. Zum diesjährigen Thema, „Das Wohnen der Flüchtlinge“, haben insgesamt elf Teilnehmer – Einzelpersonen und Gruppen – ihre Studien-, Bachelor- und Masterarbeiten eingereicht. Fünf von ihnen durften ihre Ergebnisse im November der Jury präsentieren. Unter dem Vorsitz von Professor Klaus Boehnke von der Jacobs University haben die Mitglieder – Professor Ulrich Kühnen (Jacobs University), Professor Olaf Groh-Samberg und Professorin Julia Lossau (Universität Bremen), Professor Carsten Keller (Universität Kassel), Professorin Christine Weiske (bis 2013 TU Chemnitz), Dr. Petra Kodré (Die Senatorin für Soziales) sowie Peter Stubbe, Thomas Scherbaum und Christine Dose (GEWOBA) – die drei Gewinner ermittelt. „Mich persönlich hat vor allem die methodische Breite und Qualität der vorgestellten Arbeiten beeindruckt“, resümiert Professor Klaus Boehnke. Der GEWOBA-Preis wird 2018 erneut ausgeschrieben.

Prof. Dr. Gesa Ziemer, Vizepräsidentin Forschung und Direktorin des CityScienceLabs an der HafenCity Universität Hamburg (HCU), wurde zum neuen Mitglied des Akkreditierungsausschusses des Wissenschaftsrats für private Hochschulen berufen. Bei der institutionellen Akkreditierung handelt es sich um ein Verfahren der Qualitätssicherung. Das Gremium bewertet, ob eine nicht-staatliche Hochschuleinrichtung in der Lage ist, Leistungen in Lehre und Forschung zu erbringen, die anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben entsprechen.

Prof. Dr. Gesa Ziemer

„Der Akkreditierungsausschuss des Wissenschaftsrates ist ein sehr wichtiges Verfahren zur Sicherung der Qualität der Hochschulen in Forschung und Lehre. Ich freue mich über das Vertrauen, das mir mit der Berufung geschenkt wird,“ so Ziemer über ihre neue Aufgabe. Die Mitgliedschaft im Akkreditierungsausschuss besteht für drei Jahre mit der Option auf Wiederberufung.

Der Wissenschaftsrat ist eines der wichtigsten wissenschaftlichen Beratungsgremien in Deutschland und unterstützt die Bundesregierung und Länderregierungen in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und Forschung.

Der Wissenschaftsrat übernimmt seit 2001 mit dem Verfahren der Qualitätssicherung eine die Aufnahme in das Hochschulsystem steuernde Funktion. Vornehmliches Ziel des Verfahrens ist sowohl die Sicherung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Hochschuleinrichtung als auch der Schutz der Studierenden sowie der privaten und öffentlichen Institutionen als künftige Arbeitgeber der Absolventinnen und Absolventen.

Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig ist zum November von der TU Dresden an die HCU Hamburg gewechselt. Er unterstützt künftig als Professor für Digital City Science das Team des bereits seit 2015 bestehenden CityScienceLabs um Direktorin Prof. Dr. Gesa Ziemer. Noennig freut sich auf die neue Herausforderung in der Hansestadt: „Die daten- und wissensgetriebene Stadt ist ein spannendes Entwicklungsthema und Hamburg bietet alle Möglichkeiten, zu einem umfassenden Testlabor für Smart City-Forschungen zu werden.“

Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig

Nach der erfolgreichen Umsetzung des ersten großen Projekts „FindingPlaces“, in dem Hamburgerinnen und Hamburger am digitalen Stadtmodell des CityScienceLabs auf Flächensuche für Flüchtlingsunterkünfte gegangen sind, werden die Modelle und Werkzeuge für weitere Projekte weiterentwickelt. Das H2020-Projekt „Urban Collective Design Environments“, das Noennig aus Dresden mitbringt, bietet eine neue spannende Möglichkeit zur Erforschung der datengestützten Bürgerbeteiligung in Stadtentwicklungsprojekten.

„Die Digitalisierung verändert rasant unsere Lebenswelt, vor allem die städtische Umgebung. Wie der urbane Raum mit der digitalen Welt sinnvoll verbunden und gestaltet werden kann, ist ein noch weitgehend unerschlossenes Forschungsgebiet, in das wir uns mit dem CSL hineinwagen wollen“, so Noennig. „Unser Ziel ist, das CSL zu einem forschungsstarken Zukunftslabor zu machen, das mit Pilotprojekten die Themen entdeckt und erkundet, die künftig unsere Stadtgemeinschaft, -umwelt und -wirtschaft bestimmen werden.“

Der gebürtige Weimarer hat von 1992 bis 1998 Architektur an der Bauhaus Universität Weimar, an der TU Krakau und der Waseda Universität Tokyo studiert. Zwischen 1996 und 2001 war Noennig als Student und praktizierender Architekt in Japan und hat dabei unter anderem in der Experimental Underground Architecture Factory von Osamu Ishiyama und für Arata Isozaki & Associates in Tokyo gearbeitet. Ab 2001 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberassistent an der TU Dresden. Noennig wurde im Jahre 2007 mit seiner Dissertation “Architektur-Sprache-Komplexität” an der Bauhaus Universität Weimar promoviert. 2009 wurde er zum Juniorprofessur für Wissensarchitektur an der TU Dresden berufen und leitete dort seit 2015 das Wissensarchitektur Laboratory of Knowledge Architecture. Lehraufträge führten ihn darüber hinaus an verschiedene Universitäten u.a. in Japan, USA, China, Italien, Schweiz und Angola. Noennig war Gastprofessor an der Universität l´Aquila in Italien und am ISEN Toulon in Frankreich und hat den Grand Prize of the European Association for Architecture Education (EAAE) gewonnen.

Das Buch „Cities in Crisis“ von Prof. Dr. Jörg Knieling und Prof. Dr. Frank Othengrafen hat die Auszeichnung Buch des Jahres 2016 der Regional Studies Association (RSA) erhalten. Die Auszeichnung geht jährlich an das Buch, das den besten Beitrag des Jahres in dem Forschungsfeld Stadt- und Regionalentwicklung und Politik geleistet hat. Die Jury wählte das Buch aus einer Shortlist von acht Titeln. Der Buchpreis wurde im Rahmen des RSA Jahrestreffens (Annual President's Event) in London bei einer feierlichen Gala überreicht.

Herausgeber Prof. Dr. Jörg Knieling erhält für "Cities in Crisis" den Preis für das Buch des Jahres beim RSA Annual President's Event

Bild: Regional Studies Association

„Cities in Crisis” analysiert die umfangreichen sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in südeuropäischen Städten und Regionen. Aufbauend auf der Analyse von ersten erfolgversprechenden Ansätzen in Südeuropa diskutieren die Autoren mögliche Lösungen zur Überwindung der Krise. Im Vordergrund steht die Diskussion über neue adaptive Governance-Formen, kollaborative Entscheidungsfindungsprozesse und die verstärkte Einbindung privatwirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure. „The identification of possible approaches, tools, and partnerships to tackle the effects of the crisis and to learn from it thus provides a solid ground when preparing European cities for future challenges”, so die Herausgeber.

Das Team des Labors für Geoinformatik und Geovisualisierung um Prof. Dr. Jochen Schiewe hat kürzlich für die Tageszeitung „Welt“ sprichwörtlich der Elbe das Wasser abgelassen. Eine von den Geomatikern erarbeitete multimediale Ansicht des Flussbettes der Unterelbe ist Teil eines Online-Specials auf welt.de/elbvertiefung. Das Special der Welt-Redakteure Daniela Jaschob und Olaf Preuß, das über die Pläne zur Elbvertiefung aufklären soll, wurde nun für den deutschen Reporterpreis nominiert. Vergeben wird der renommierte Preis am 5. Dezember 2016 in Berlin.

Foto: HCU Hamburg

Der HCU-Architekturstudent Tilman Levine (20) hat bei den Deutschen Meisterschaften im Tanzen in der Lateinformation mit seinem Verein Blau-Weiss Buchholz die Bronzemedaille gewonnen.

Foto: HCU Hamburg

Leidenschaft und Ehrgeiz, beide sind maßgeblich: im Studium der Architektur sowie im Tanzsport. Der HCU-Student Tilman Levine vereint beide Disziplinen unter einem Hut – mit Bravur. Neben guten Studienleistungen hat er am 11. November in Bamberg auch sportlich einen hervorragenden Erfolg erzielt: den 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

Eine Lateinformation besteht aus acht Paaren, die auf der Fläche zu einer Musik eine austrainierte Choreographie tanzen. Dabei müssen alle 16 Menschen im Team zu exakt jedem Zeitpunkt das Gleiche tun, und dies mit dem höchsten Anspruch an technischer Ausführung. Dafür sind dreimal die Woche vier Stunden Training mit dem Team erforderlich. Hinzu kommen weitere Trainingsstunden mit der Tanzpartnerin, beide zusammen sind im Paartanz in diesem Sommer in die 2. höchste Leistungsklasse Deutschlands aufgestiegen.

Derzeit studiert Tilman im 5. Semester Architektur. Das Studienfach empfindet er als Glücksgriff, und neben dem Tanzen ist es zu seiner zweiten großen Leidenschaft geworden. Zusätzlich ist er als Tutor im Fach Entwurf bei Prof. Florian Fink engagiert, und ist maßgeblich am Lernerfolg von Studenten im 1. und 2. Semester beteiligt.

Herzlichen Glückwunsch Tilman!

Anlässlich der feierlichen Eröffnung der Elbphilharmonie stellte Joachim Mischke im Rahmen des B.A.-Studiengangs „Kultur der Metropole“ sein im November erschienenes Buch "Elbphilharmonie - Das Buch zum Bau" vor.

Bild: HCU Hamburg

Joachim Mischke, Jourmalist und Autor, und Prof. Dr. Gesa Ziemer, Vizepräsidentin Forschung der HCU Hamburg, bei der Buchpräsentation "Die Elbphilharmonie" am 10. Oktober in der HCU Hamburg.  

 Mischke, der als Kulturjournalist des Hamburger Abendblatts seit den Anfängen um die Jahrtausendwende über das neue Konzerthaus berichtet, hat die Entstehungsgeschichte der Elbphilharmonie Hamburg bis ins Detail dokumentiert. Sein Buch liefert nicht nur Hintergründe zum vieldiskutierten Bau, sondern porträtiert auch die einzigartige Geschichte der Musikstadt Hamburg.

"Das neue Konzerthaus in der unmittelbaren HCU-Nachbarschaft ist endgültig fertiggestellt und wird im Januar 2017 den offiziellen Spielbetrieb aufnehmen. Das Buch "Elbphilharmonie" von Joachim Mischke beschreibt wie aus einer Skandalbaustelle ein weltweilt beachteter kultureller und städtischer Image-Verstärker entstand. Mischke las nicht nur spannende Passagen aus seinem Buch, sondern skizzierte auch die Entwicklungen und den Entstehungsprozess des Großprojektes der letzten 15 Jahre und diskutierte mit den Studierenden über die Kosten, Probleme und Risiken des neuen kulturellen Wahrzeichens der Hansestadt.


Die Elbphilharmonie gilt als das neue Wahrzeichen der Metropole und Kulturstadt Hamburg. Metropolen faszinieren seit jeher als Orte kultureller Auseinandersetzung und kultureller Innovation. So vielfältig der Gegenstand Stadt ist, so abwechslungsreich gestaltet sich das in Europa einzigartige Studium Kultur der Metropole. Als neuartige Verbindung von Theorie, Projektarbeit und Berufsorientierung, die in enger Kooperation mit Kulturinstitutionen erfolgt, wird der Bachelor-Studiengang seit dem Wintersemester 2009/2010 an der HafenCity Universität Hamburg angeboten.

Zu dem von der HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit der Stadt Essen initiierten städtebaulich-hochbaulichen Wettbewerb für das zentral gelegene Gebiet rund um den heutigen Sitz der WAZ der FUNKE Mediengruppe waren insgesamt neun Hochschulen deutschlandweit eingeladen. Ab dem 13.11.16 sind die Ergebnisse für die zukünftige Entwicklung des Gebiets unweit des Essener Hauptbahnhofs im neu eröffneten Novum Select Hotel Handelshof Essen für 2 Wochen ausgestellt.

Bild: HCU Hamburg

Foto: HCU Hamburg

Der städtebaulich-hochbauliche Wettbewerb setzt neue Entwicklungsimpulse für das zentral gelegene Gebiet zwischen Essener Norden und Essener Süden. Insgesamt zeigen 35 Entwürfe eine vielfältige Bandbreite von Ideen für die Stadt im urbanen Zeitalter auf. Ermöglicht wurde der Wettbewerb durch die Förderung der EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung und der Ingeborg Suhr Stiftung. Zu gewinnen gab es ein Preisgeld in Höhe von 5.100 EUR.

Über 100 Studierende haben im vergangenen Semester Vorschläge für das zentral gelegene Gebiet zwischen Essener Norden und Essener Süden entwickelt. Keine 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt sahen viele die Möglichkeit für ein urbanes, durchmischtes Quartier mit Wohnen, Dienstleistungen, Freizeitaktivitäten und Gewerbe. Zukünftige Produktionsweisen einer Industrie 4.0 wurden von den Studierenden ebenso vorgeschlagen, wie großzügige Parks und neue Plätze, um Orte mit Verweilqualitäten zu schaffen. Mit neuen Wegeverbindungen, die Brücken über die A40 und die Bahntrassen schlagen, werden die umliegenden Stadtteile in den Entwürfen miteinander vernetzt. Holsterhausen und die Südstadt rücken plötzlich an die Innenstadt.

„Die Arbeiten der Studierenden zeigen einen Blumenstrauß an Möglichkeiten für die Entwicklung des Gebiets auf“, zeigt sich Stadtdirektor Best beeindruckt, „wir haben heute gelernt: Essen ist halbfertig.“ Vier Arbeiten wurden von der Jury am 28.10.2016 für Preise ausgewählt und zwei Ankäufe vergeben. Studierende der HCU Hamburg bei Prof. Dr. Michael Koch, Prof. Dr. Bernd Kritzmann und Prof. Klaus Sill waren gleich zweimal erfolgreich – ein Entwurf wurde mit einem Ankauf, eine weitere Arbeit mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Der erste Preis ging verdient an den Entwurf mit dem Titel „mircoCITIES“ von vier Studierenden des „masterstudiengangs städtebaus nrw“ betreut von Prof. Andreas Fritzen, Prof. Kathrin Volk und Yasemin Utku.

Der Entwurf vernetzt und verknüpft auf gelungene Weise bestehende Strukturen im Norden und Süden durch Landschaftsachsen und mit der Überdeckelung des U-Bahnhaltes an der A40. Die funktionale und intelligente Gliederung in drei auch städtebaulich unterschiedliche Quartiere – Bert-Brecht Quartier (Bildung), Europa-Viertel (Gestaltung) und Schedernhof (Produktion) –  erzeugt eine klare Zielvision und bildet zugleich eine stabiles Gerüst für die Entwicklung des Gebiets. Den dritten Preis erzielte die FH Frankfurt, betreut von Prof. Dr. Maren Harnack und Prof. Jens Metz. Eine Gruppe der Hochschule Bochum, ebenfalls von Prof. Andreas Fritzen betreut, wurde mit einem Ankauf ausgezeichnet.

Mit der Ausstellung wird auch das traditionsreiche Hotel Handelshof in bester Lage in Essen unter dem Namen Novum Select Hotel Handelshof Essen wiedereröffnet. Die Arbeiten sind bis zum 25.11.2016 jeweils von Dienstag bis Freitag sowie sonntags zwischen 14:00 und 19:00 Uhr im Novum Select Hotel Handelshof Essen, Am Hauptbahnhof 2, 45127 Essen im 1. Obergeschoss zu besichtigen.

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU)


Die HCU wurde 2006 als Zusammenschluss von drei Hamburger Hochschulen gegründet und ist als Universität für Baukunst und Metropolentwicklung einzigartig in der Hamburger Hochschullandschaft. Die HCU vereint alle Aspekte des Bauens in Gestaltung und Entwurf, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften unter einem Dach. Alle Fachgebiete werden konsequent fachübergreifend und integriert gedacht. Im Jahr 2014 hat die HCU ihren Neubau in der HafenCity in Betrieb genommen und damit die Grundlagen für die interdisziplinäre Forschung und Lehre mit hohem Praxisbezug geschaffen. Rund 2.300 Studierende und 350 Mitarbeiter arbeiten hier heute zusammen. Die HafenCity als größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt Europas bietet den Wissenschaftlern dabei den besonderen Reiz eines Stadtlabors vor der eigenen Haustür.

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Unter der Fragestellung „Wer forscht wie?“ fand der vierte Forschungstag an der HCU Hamburg statt. Einmal im Jahr nutzen Forscherinnen und Forscher dieses Format, um sich über interdisziplinäre Fragen, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen auszutauschen. Der Forschungstag bietet eine große Auswahl an Forschungsprojekten in spannenden Kurzpräsentationen und richtet sich an alle Studierenden und Mitarbeiter der HCU.

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Im Profil der HCU ist die Forschung ein zentraler Bestandteil und laut der Begrüßung von Prof. Gesa Ziemer (Vizepräsidentin Forschung HCU) ist es ein prioritäres Ziel der HCU, die eigenen Forschungsschwerpunkte für die Öffentlichkeit noch sichtbarer zu gestalten und auf die eigenen Forschungsstärken aufmerksam zu machen. Die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation nimmt dabei laut Ziemer in Zukunft eine immer zentralere Rolle ein.

Viele einzelne Vorträge und Projektvorstellungen wie „Wohnen am Fluchtort Stadt“ und „Horizon 2020“ wurden vorgestellt und mit den Anwesenden diskutiert. Höhepunkt des diesjährigen Forschungstages war die Diskussionsrunde mit der freien Journalistin Anna-Lena Scholz (u.a. DIE ZEIT) über die Chancen und Möglichkeiten der Wissenschaftskommunikation.

Scholz präsentierte, wie Wissenschaftsjournalismus überhaupt arbeitet und welche Forschungsprojekte- oder auch Ergebnisse ihren Weg in die Medien finden. Zudem wurde  die wichtige Frage diskutiert: Wie kann ich meine eigene Forschung spannend kommunizieren? Scholz sieht dabei die Hochschulen auf einem guten Weg und berichtete von überwiegend positiven Kooperationen zwischen Wissenschaftlern und Journalisten.

Am 28. Oktober 2016 wurde an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) zum neunten Mal der Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit im Wert von insgesamt 6.000 Euro an Master- und Bachelor-Absolventen verliehen.

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Die sehr hohe, gleichmäßige Qualität sowie die Bandbreite der eingereichten Arbeiten führten bei der Preisvergabe in diesem Jahr zu einem Novum: Sowohl bei den Master- als auch bei den Bachelorarbeiten wurden zwei Arbeiten mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Den mit je 2.000 Euro dotierten Hauptpreis sicherten sich die Masterarbeiten von Lena Knoop im Studiengang REAP zum Thema „Streetscape Cloudburst Strategies. Climate Adaptation in High Density Urban Quarters. Barmbek-Süd, Hamburg” sowie  Christoph Langer im Studiengang Bauingenieurwesen zum Thema „Leichtbeton - Optimierung der Dichte und Sichtbetonqualität für die Erstellung von monolithischen Leichtbetonfertigteilen”.

Lena Knoops Arbeit beschäftigte sich mit wassersensibler Straßenraumgestaltung und wurde von Käthe Fromm vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer sowie von Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut und Dr. Elke Kruse (beide HCU) betreut. Die  Arbeit von Christoph Langer betreuten Herr Dr.-Ing. Andrei Walther sowie Malte Hausmann (beide HCU).

Bei den Bachelorarbeiten waren beide Arbeiten mit je 1.000 Euro dotiert: Bernadette Brunner wurde für ihre Arbeit zum Thema „Kreativ trotz Planung - Das Oberhafenquartier Hamburg als Experimentierraum - Über den planerischen Umgang mit Kreativquartieren” im Studiengang Stadtplanung ausgezeichnet. Diese wurde von Prof. Dr. Michael Koch sowie von Dipl.-Ing. Martin Kohler (beide HCU) betreut. Die Bachelor-Arbeit von Marie Florentine Sternberg im Studiengang Bauingenieurwesen zum Thema „Flächenkonkurrenz und Synergien von Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen” betreuten Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut und Prof. Dr. Udo Dietrich.

Alexander Winterling, Commercial Director und Mitglied des Management-Teams der Holcim (Deutschland) GmbH, überreichte gemeinsam mit HCU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg die Auszeichnungen im Holcim-Auditorium. „Den Masterarbeiten ist es in sehr guter Art und Weise gelungen, die relevanten Punkte zum urbanen Wassermanagement bzw. zu produkttechnischen Optimierungen für langlebige Bauteile darzustellen, dabei jeweils ausgewählte Aspekte des Leitbildes „Nachhaltigkeit” zu berücksichtigen sowie einen konkreten, hohen Anwendungsbezug herzustellen“, so Winterling.

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg, Vizepräsident der HCU, lobte die Bachelorarbeiten: „Beide Abschlussarbeiten sind praxisnah und sehr informativ gestaltet, haben in besonderer Art und Weise Nachhaltigkeitsaspekte herausgearbeitet und die Themen sowohl umfassend als auch gut verständlich und schlüssig dargestellt.”

Zum Abschluss kamen Preisträger, Unternehmens- und HCU-Vertreter sowie weitere Besucher in der Caféteria der HCU zusammen. Dabei sorgten Mitglieder der Jazz-Band Quartett Kinara für eine angenehme Begleitung der Veranstaltung.  .

Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit
2007 entwickelten der Baustoffproduzent  Holcim (Deutschland) GmbH und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) einen Wettbewerb für Studierende, bei dem jährlich die besten Arbeiten zum Thema nachhaltiges Planen und Bauen an der HCU ausgezeichnet werden. Wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung sollen durch den Wettbewerb in allen Studiengängen der HCU gefördert werden. In den vergangenen Jahren hat zudem die weltweit agierende LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction die HCU im Hinblick auf die Entwicklung der Lehr- und Forschungspläne im Bereich Nachhaltigkeit unterstützt.

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU)
Die HCU wurde 2006 als Zusammenschluss von drei Hamburger Hochschulen gegründet und ist als Universität für Baukunst und Metropolentwicklung einzigartig in der Hamburger Hochschullandschaft. Die HCU vereint alle Aspekte des Bauens in Gestaltung und Entwurf, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften unter einem Dach. Alle Fachgebiete werden konsequent fachübergreifend und integriert gedacht. Im Jahr 2014 hat die HCU ihren Neubau in der HafenCity in Betrieb genommen und damit die Grundlagen für die interdisziplinäre Forschung und Lehre mit hohem Praxisbezug geschaffen. Rund 2.300 Studierende und 350 Mitarbeiter arbeiten hier heute zusammen. Die HafenCity als größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt Europas bietet den Wissenschaftlern dabei den besonderen Reiz eines Stadtlabors vor der eigenen Haustür.

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Passion for the Built Environment, die zweite Ausgabe der Buchreihe Perspectives in Metropolitan Reseach der HCU Hamburg und der ZEIT Stiftung ist im jovis-Verlag erschienen. In den Mittelpunkt der Publikation stellen die Herausgeberinnen Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle und Prof. Dipl-Ing. Christiane Sörensen den aktuellen Diskurs um das Entwerfen, verstanden nicht allein als Kreation eines schönen Produkts, sondern als eine baukulturelle Aufgabe.

Unsere gebaute Umwelt ist das Ergebnis vielschichtiger und aufwendiger Denk- und Entwurfsprozesse. Alle an diesem Prozess beteiligten Disziplinen der Architektur, Landschaftsarchitektur und Ingenieurbaukunst verfügen über ein breites Spektrum an Entwurfsmethoden und eine jeweils eigene disziplinäre Kultur und Ideengeschichte. Gerade an den Schnittstellen dieser Disziplinen zeigen sich neue methodische Ansätze, die eine disziplinübergreifende Debatte über das Entwerfen erfordern.

Passion for the Built Environment, die zweite Ausgabe der Buchreihe Perspectives in Metropolitan Reseach ist im jovis-Verlag erschienen. Die Autoren des Sammelbandes fragen nach neuen Erkenntnissen und Positionen, und beleuchten die Vielfalt an methodischen Ansätzen und Gestaltungsmöglichkeiten, die unsere gebaute Umwelt bedingen – vom Entwurf über die Entstehung bis zum fertigen Objekt. In den Mittelpunkt der Publikation stellen die Herausgeberinnen Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle und Prof. Dipl-Ing. Christiane Sörensen den aktuellen Diskurs um das Entwerfen, verstanden nicht allein als Kreation eines schönen Produkts, sondern als eine baukulturelle Aufgabe.

Perspectives in Metropolitan Research ist ein gemeinsames Publikationsprojekt der HafenCity Universität Hamburg und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Die Ausrichtung der Reihe spiegelt das Zusammenspiel der Disziplinen und die geistige Haltung innerhalb der HCU Hamburg wider: Publiziert werden Themenbände, welche die geplante, gebaute, vermessene und gelebte Umwelt mit ihren sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten in Verbindung setzen und reflektieren. Einmal im Jahr erscheint ein Band mit jeweils wechselnden Herausgeberschaften.

Im Rahmen der Vernissage am 1. November um 18:30 Uhr in der HCU-Cafeteria hält Autor Prof. Georg Vrachliotis vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) einen Vortrag zum Thema „Frei Otto. Denken in Modellen.“ Georg Vrachliotis ist Kurator der gleichnamigen Ausstellung am ZKM - Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe (Eröffnung im November 2016).

Ab diesem Wintersemester wird an der HCU Hamburg zum ersten Mal ein komplett digitalisiertes Lern-Modul fachübergreifend für alle Studierenden angeboten. Das Pflicht-Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“ für Erstsemester vermittelt Grundlagen und soll Bachelor- und Master-Studierende während ihres gesamten Studiums unterstützen.

Bild: HCU Hamburg

Foto: HCU Hamburg

Worauf muss ich beim Schreiben einer Seminararbeit achten? Wie kann ich mein Semesterprojekt am besten präsentieren? Fragen wie diese stellen sich Bachelor- und Master-Studierende aller Disziplinen während ihres Studiums – zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

„Statt 400 Erstsemester-Studierende in sehr anonyme und schwer bewertbare Großvorlesungen zu setzen, wollen wir mit dem digitalen Angebot eine Grundlage schaffen, die jederzeit wieder aufgerufen werden kann und so ein Hilfsmittel für das gesamte Studium bis hin zur Bachelor- oder Master-Arbeit darstellen kann“, erläutert Prof. Dr. Lars Schmeink, der im Rahmen eines Drittmittelprojektes das Modul für die HCU Hamburg konzipiert hat.

In dem Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“ geht es um die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens – von der Frage, was „Wissenschaft“ ist bis hin zu Tipps zur Recherche, der Themenfindung und dem Schreiben einer Seminararbeit. Nutzerfreundlich aufbereitet und mit kurzen Einführungs-Videos versehen, ist das Modul eine spannende Alternative zu anderen Lehrmethoden.

Das Angebot ist auf der Moodle-Plattform der HCU Hamburg zu finden. Nach einer kurzen technischen Einführung in die praktische Handhabung, obliegt das Lernen der Inhalte nun keinen zeitlichen und räumlichen Beschränkungen mehr: „Wer möchte, kann auch im Wartezimmer des Zahnarztes lernen“, so Schmeink.

Studierende können im Verlauf des Semesters frei die Inhalte erforschen, sich mit für sie interessanten Inhalten vertiefend beschäftigen und so die notwendigen Fähigkeiten erlangen, um ihr Studium insgesamt einfacher und erfolgreicher machen. Dabei müssen sie als Teilnehmende des Pflicht-Moduls lediglich drei schriftliche Aufgaben zu festen Abgabezeiten im System hochladen, die ihren Fortschritt belegen und als Prüfungsleistung dienen. Die Aufgaben wiederum orientieren sich an den ersten Schritten zum Erstellen einer Hausarbeit, die hier exemplarisch eingeübt werden sollen – also Themenfindung, Recherche und Gliederung erstellen.

Zum Wintersemester starten zwei neue Professoren an der HCU Hamburg. Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker wird künftig im Fachbereich „Geodäsie und Ausgleichungsrechnung“ forschen und lehren, Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich beschäftigt sich mit dem Thema „Technisches Infrastrukturmanagement“.

Bild: HCU Hamburg

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich, Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker, HCU Hamburg. Foto: HCU Hamburg

Weidlich lehrt und forscht an der HCU im Fachbereich „Technisches Infrastrukturmanagement“

Prof. Dr. Ingo Weidlich studierte Bauingenieurwesen an der Leibniz Universität Hannover und spezialisierte sich in den Bereichen Tiefbau, Geotechnik und Leitungsbau. Über verschiedene beruflichen Stationen hinweg beschäftigte sich Weidlich u.a. mit aktuellen Themen, übergeordneten Fragestellungen und Forschung im Bereich der Wärmeverteilung, beginnend beim Leitungsbau bis hin zur thermohydraulischen Auslegung von Netzen und Wärmekonzepten für kleine Siedlungen und mittelgroße Städte. Die Bedeutung der Wärmeverteilung steigt stetig und für Weidlich ist klar: „Die Energiewende ist nur mit einer einhergehenden Wärmewende möglich.“ Nicht zuletzt deshalb schätzt Herr Weidlich die unlängst geschaffenen Strukturen an der HCU für den Bereich „Infrastructural Engieneering“ für sehr zukunftsorientiert und auch notwendig ein und freut sich auf den damit verbundenen Aufbau von Lehre und Forschung.

Eicker ist neue Geomatik-Professorin im Fachbereich „Geodäsie und Ausgleichungsrechnung“

Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker studierte Vermessungswesen und war wissenschaftliche Mitarbeiterin und bis zuletzt Akademische Rätin am Institut für Geodäsie und Geoinformation an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mehrere Forschungsaufenthalte führten Eicker in den letzten Jahren in die USA und nach Frankreich. Eickers Forschungsthema ist die Nutzung geodätischer (Satelliten-)Daten für ein verbessertes Verständnis des Systems Erde, insbesondere in Fragen des Klimawandels. Mit diversen Unis und Forschungseinrichtungen, die in dieser Richtung tätig sind, ist der Standort Hamburg für die Geowissenschaftlerin ideal. Eicker freut sich auf spannende Anknüpfungspunkte, beispielsweise durch die Beteiligung der HCU am KlimaCampus Hamburg. In den nächsten Monaten wird sie sich vor allem auf den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe und die Gestaltung ihrer neuen Vorlesungen konzentrieren.

Engagement im AStA, Welcome Buddy, Helfer beim International Office und nebenbei noch ein Masterstudium – für sein Engagement an der HCU Hamburg hat Parth Kumar aus Indien den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung zum Wintersemester verliehen bekommen. Der HCU Internationale Buchpreis geht in diesem Jahr an Ruth Coman aus Rumänien für ihr Engagement und ihre sehr guten Studienleistungen.

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HCU DAAD Preisträger Parth Kumar (li.) und Prof. Dr.-Ing Hrald Sternberg, Vizepräsident Lehre, HCU Hamburg

Mit dem „Preis des DAAD für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender“ zeichnen die HCU und der DAAD jährlich internationale Studierende aus, die sich sowohl gesellschaftlich in der Uni oder ihrem Umfeld engagieren als auch sehr gute akademische Leistungen erbringen. In diesem Jahr geht der zum 7. Mal verliehene Preis an Parth Kumar aus Indien, der an der HCU im Master Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP) studiert.

Besondere Auszeichnungen hat Parth Kumar schon aus seinem Heimatland vorzuweisen. Er hat mit seiner Bachelorarbeit seine Universität, die Integral University in Lucknow, beim nationalen Award for Excellence in Architectural Thesis 2012 vertreten und war unter anderem bei der National Women’s Foundation und der Cancer Aid Society engagiert. An der HCU Hamburg hat er sein vielfältiges Engagement neben dem Studium fortgesetzt.

Bei allen Einrichtungen zur Unterstützung internationaler Studierender ist Parth Kumar aktiv involviert. Als Tutor für die REAP-Studierenden hat er die Orientation Week 2015 mitgestaltet. Als Welcome Buddy hat er einen indonesischen und einen italienischen Studierenden begleitet. Als freiwilliger Helfer des International Office organisiert er Workshops und Veranstaltungen. Darüber hinaus ist er im Referat für Internationales des AStAs engagiert.

„Die HCU und das International Office sind stolz darauf, Parth Kumar für seine Leistungen hier an der HCU auszuzeichnen und ihn auf seinem weiteren Weg zu bestätigen und zu motivieren“, lobte Dr. Harald Sternberg, Vizepräsident für Lehre und Studium, in seiner Laudatio.

Als zweiter Preis wird jährlich in Anlehnung an den DAAD-Preis der HCU Internationale Buchpreis an Studierende aus dem Ausland verliehen, die sowohl herausragende akademische Leistungen erbringen als auch besonderes interkulturelles Engagement zeigen. In diesem Jahr geht der Preis an die Urban Design-Studentin Ruth Coman aus Rumänien. Mit einem Notendurschnitt von 1,5 konnte sie mit ihren sehr guten Leistungen überzeugen. Sie unterstützt den Lehr- und Forschungsbereich Urban Design als Tutorin und war Teil der Auswahlkommission der prospektiven Studierenden für dieses Studienjahr.

Des Weiteren ist Ruth Coman in internationalen Projekten engagiert und hat unter anderem in diesem Jahr an dem Projekt "Die AusLENDerbehörde" im Rahmen des 9. Lendwirbels in Graz teilgenommen, bei dem es um die aktuelle Thematik der Flüchtlinge an der slowenischen Grenze ging. In diesem Semester studiert sie im Rahmen des Erasmus-Programms an der Estnischen Kunstakademie in Tallin.

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Die Intergeo ist die weltweit führende Kongressmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Nach 13 Jahren machte die Messe vom 11. bis 13. Oktober 2016 in Hamburg Station. Mit dabei: Die Geomatik der HCU.

Bild: HCU Hamburg

Zahlreiche aktuelle Projekte präsentierten die Forscher und Forscherinnen in den Messehallen, darunter eine steuerbare Unterwasserkamera in einem Wasserbecken, das Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus als Virtual Reality, ein neues 3D-Innenraum-Aufnahmesystem auf Stativ, Videos und Fotos von Projekten der Hydrographie und Geodäsie sowie vom Projekt „FindingPlaces“, in dem zuletzt Hamburgerinnen und Hamburger an interaktiven Stadtmodellen Flächen für Flüchtlingsunterkünfte an der HCU diskutierten. Prof. Thomas Kersten hielt im Rahmen des Kogresses einen Vortrag mit dem Titel „Potenzial & Grenzen von Low-Cost 3D-Aufnahmesystemen“.

Die INTERGEO ist heute die weltweit größte und wichtigste Kommunikationsplattform der Geo-Branche. Mit über 17.000 Fachbesuchern, über 580 Ausstellern und mehr als 1.300 Kongressteilnehmern hat die Messe in Hamburg alle bisherigen Rekorde gebrochen.

Die Master-Studierenden der Stadtplanung Simon Altvater, Uta Feldhaus, Frederick Jensch und Laura Ohnesorge haben mit ihrem Entwurf „Oberding erwartet dich“ den ersten Preis beim Real Estate Award in München gewonnen. Der mit 5.000 dotierte Preis wurde vom Flughafen München in Kooperation mit der TU München auf der Expo Real in München verliehen.


Die HCU-Studierenden entwickelten einen planerisch, städtebaulich und wirtschaftlich integrierten Ansatz für den Bau neuer Wohnungen für Beschäftigte des Flughafens München in der benachbarten Kommune Oberding. Die Arbeit der Studierenden wurde im Rahmen eines M2-Projektes von Dr. Rainer Johann, Post-Doc im Arbeitsgebiet für Städtebau und Quartierplanung bei Prof. Dr. Michael Koch betreut.

Mit dem Real Estate Award – Flughafen München wurde erfolgreich eine Kooperation zwischen Hochschulen und dem Flughafen München etabliert. Mit der 5. Ausgabe des Awards wurde dieser Dialog zwischen den Hochschulen und dem Flughafen München weiter intensiviert. Gemeinsam sollte im kooperativen Verfahren ein Forum geschaffen werden, zukunftsweisende Ideen für reale Herausforderungen zu entwickeln und auf ihre Marktfähigkeit hin zu prüfen.

Als Untersuchungsobjekt für die konkrete Projektaufgabe des diesjährigen Awards diente die Gemeinde Oberding mit allen 5 Ortsteilen als angrenzendes Gebiet im Osten des Flughafen München. Hier befinden sich neben der östlichen Verkehrserschließung des Flughafens attraktive Standorte für Gewerbe, die in Symbiose mit den Funktionen des Flughafens florieren. Die Wohnraumsituation des Gebiets soll ausgebaut werden. Die teilnehmenden Hochschulen sollten idealerweise interdisziplinäre Teams aus ca. 5 Studierenden bilden, welche die Aufgabenstellung bearbeiteten. Ziel des Real Estate Awards war es, anhand eines realen Projektes interdisziplinär und innovativ zu denken, zu diskutieren, zu streiten und zu handeln – und letztendlich praktikable und realisierbare Lösungen zu finden.

Weitere Informationen: www.realestate-award.de/

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU), die Universität Hamburg (UHH), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und die hySOLUTIONS GmbH vertiefen ihre fachliche Zusammenarbeit mit der Universität Peking, der Shenzhen Graduate School und der Universität Tsinghua. Zum Start der Kooperation veranstalten die Universitäten vom 27. bis 29. September 2016 gemeinsam die Konferenz „E-Mobility: Challenges for Technology and Urban Infrastructure Development“. Die Veranstaltung ist Teil des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderten SINGER-Projekts (Sino-German Electromobility Research) und ist ein Beitrag zur Deutsch-Chinesische Partnerschaft für Elektromobilität zwischen dem BMVI und dem chinesischen Ministry of Science and Technology (MOST).

Bild: HCU Hamburg

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Rund 110 Experten und Politiker aus 15 europäischen und chinesischen Großstädten diskutieren an drei Tagen Politikinstrumente, Batterietechnologien und Stadtentwicklungsprojekte zum Zukunftsthema Elektromobilität an der HCU Hamburg. In wissenschaftlichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Posterausstellungen und Exkursionen stehen während der Konferenz die Fragen im Zentrum: Wie kann Elektromobilität zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen? Welche politischen und planerischen Instrumente zur Förderung der Elektromobilität sind erfolgreich? Und welche Herausforderungen ergeben sich für die künftige Technologieentwicklung?

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infra-struktur: „Die Elektromobilität wird den Straßenverkehr weltweit substantiell verändern. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch wird dazu beitragen, diese Technologie alltagstauglich zu machen und E-Fahrzeuge flächendeckend auf die Straße zu bringen. Das Memorandum of Understanding zwischen der NOW Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und dem China Automotive Technology and Research Center, CATARC, ist die Basis für weitere Kooperationsvorhaben der Universitäten auf diesem wichtigen Forschungsgebiet.“

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft Katharina Fegebank beschreibt Hamburg als Wissenschaftsstandort von internationaler Bedeutung und hebt die guten Beziehungen Hamburgs nach China hervor: „Es freut mich sehr, dass unsere Stadt mit der internationalen Konferenz und mit dem Projekt SINGER ihre guten wissenschaftlichen Beziehungen zu China unterstreicht sowie ihre Bedeutung als internationaler Wissenschaftsstandort ausbaut. Hamburg kommt eine besondere Rolle zu, Forschungsarbeiten im Bereich der Elektromobilität voranzubringen. Das ist ein wichtiger Beitrag für Innovationen, nachhaltigen Fortschritt und Umwelt – kurz: für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.“

HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka betont, das Thema Elektromobilität als wichtigen Baustein der Stadtentwicklung neu zu denken: „Elektromobilität hat das Potenzial, die Mobilitätstechnologien und die dafür notwendige Infrastruktur, beispielsweise durch die Verbindung mit der Nutzung erneuerbarer Energien oder verkehrsreduzierende Stadtstrukturen in deutschen und chinesischen Städten nachhaltig zu verändern. Sie ist ein wichtiger Bestandteil integrierter Konzepte der Stadt- und Regionalentwicklung und entfaltet ihr Potenzial dann, wenn sie sinnvoll in ein Gesamtkonzept der Mobilität integriert wird.“

Die Konferenz startet am heutigen 27. September mit aktuellen Berichten der ‚Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie‘ (NOW) GmbH und dem chinesischen ‚China Automotive Technology and Research Center‘ (CATARC) zum Status Quo der Elektromobilität in Deutschland und China. Beiträge aus der Modellregion Elektromobilität Hamburg und der südchinesischen Megacity Shenzhen verdeutlichen, dass bereits umfangreiche Strategien zur Elektromobilität entwickelt wurden. Mit der Umstellung der kommunalen Flotten im ÖPNV in Shenzhen bis 2020 und in Hamburg ab 2020, in Kombination mit einem starken Ausbau der Ladeinfrastruktur, gehen die beiden Städte weltweit voran. Auch die Modellregion Rhein-Ruhr mit ihrer Partnerstadt Wuhan sowie die Region Bremen-Oldenburg mit ihrer Partnerstadt Dalian haben erfolgreiche Kooperationsprojekte durchgeführt.

Am zweiten Konferenztag, dem 28. September, werden internationale Fallbeispiele aus Hamburg, Kopenhagen, und Amsterdam vorgestellt und Stadtentwicklungsprojekte in Shenzhen und Hamburg sowie die Herausforderungen bei der Integration von Ladeinfrastruktur in den Stadtraum diskutiert. In Technologieworkshops erörtern Wissenschaftler aus Hamburg, Newcastle, Eindhoven und Shenzhen den aktuellen Stand der Entwicklung bei Materialstandards für Lithiumionenbatterien und die Weiterentwicklung von Kathodenmaterialien bei der Schnellladung von Elektrofahrzeugen.

Am dritten und letzten Konferenztag, 29. September, findet eine Exkursion in das VW Werk Wolfsburg statt. Dies soll den Konferenzteilnehmern Einblicke in die Neuausrichtung des Konzerns im Bereich Elektromobilität ermöglichen.

Hintergrundinformationen:
Lauer, J. and Dickhaut, W. (2016): Shenzhen's New Energy Vehicles and charging infrastructure - policies, instruments and development, präsentiert bei der SBE16 Conference Hamburg, ZEBAU (Ed.), Druckerei in St. Pauli, Hamburg, pp. 1040-1049. Download: digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000051699

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Am interaktiven Stadtmodell „FindingPlaces“ haben seit Mai rund 400 Hamburgerinnen und Hamburger Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gesucht – und gefunden: 161 Flächen für mehr als 20.000 Unterbringungsplätze wurden in den Workshops an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) diskutiert und zur Prüfung an den Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) weitergeleitet. Am 15. September wurden alle Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung an der HCU Hamburg präsentiert.

Niemand kennt Hamburg besser als seine Bürgerinnen und Bürger: Egal ob an der Joggingstrecke, am Schulweg der Kinder oder beim täglichen Spaziergang – wer im Alltag die Augen offen hält, kennt die freien Flächen in seinem Stadtteil. Das Projekt FindingPlaces, eine Kooperation der Stadt Hamburg mit der HCU Hamburg, hat diese Beobachtungen mit den Statistiken und Daten der Stadt an einem digitalen Stadtmodell zur Flächensuche erfolgreich zusammengeführt. 44 der rund 160 in den Workshops vorgeschlagenen Flächen wurden nach Ersteinschätzung vom ZKF als geeignet bewertet – dies entspricht in etwa 6.500 Unterkunftsplätzen.

„Das interaktive Stadtmodell FindingPlaces setzt Maßstäbe in Sachen Beteiligungskultur. Es erzeugt ein hohes Maß an Transparenz und macht die Komplexität der Flächensuche anschaulich. Das Modell zeigt, wie man unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden und moderner Technik Beteiligungsprozesse organisieren kann. Es ist erfreulich, dass zahlreiche neue Flächen gefunden wurden, die jetzt geprüft werden können“, so Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Umsetzungsempfehlung für 6 Flächen in vier Bezirken

Alle 44 Flächen, die eine positive Ersteinschätzung erhalten haben, wurden nun weiter detailliert für eine Umsetzung geprüft. Zu diesen Flächen berät und entscheidet eine gesamtstädtische Lenkungsgruppe, in der die Staatsräte der zuständigen Fachbehörden, alle Bezirksamtsleitungen, der ZKF, f & w fördern und wohnen AöR und der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) vertreten sind. Inzwischen sind von den 44 Flächen insgesamt bereits 18 Flächen
priorisiert worden. Für 12 dieser Flächen sind umfangreichere Prüfungen und Vorbereitungen erforderlich. Für 6 Flächen jedoch wird schon jetzt die Umsetzung empfohlen. Diese Flächen verteilen sich auf vier verschiedene Bezirke. Auf ihnen können etwa 730 Plätze für Flüchtlinge errichtet werden. Im Anschluss an die Abschlussveranstaltung am 15. September werden der ZKF und das jeweilige Bezirksamt alle übrigen Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie die Bezirksversammlungen über die konkreten Bebauungsvorschläge für diese Flächen informieren.

Anselm Sprandel, Leiter des Zentralen Koordinierungsstabes Flüchtlinge: „Ich war beeindruckt von der Ernsthaftigkeit und der Detailtiefe der Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern. Aus meiner Sicht haben beide Seiten – Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger – viel voneinander gelernt und mehr Verständnis für die Probleme, Sorgen und Herausforderungen der jeweils anderen Seite entwickeln können.“

Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Stadtplanung

Neben konkreten Hinweisen auf Flächen hat FindingPlaces auch den Dialog zwischen Hamburgerinnen und Hamburgern und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Hamburg über die Unterbringung von Flüchtlingen befördert. Es hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, transparent und nachvollziehbar zu zeigen, wie die Stadt Hamburg bei der Prüfung von Standorten für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgeht. Der Einsatz des interaktiven Stadtmodells hat des Weiteren einen Eindruck davon vermittelt, wie die Teilhabe der Öffentlichkeit an den Planungen der Stadt mit Hilfe moderner Technologie vertieft werden kann.

„Das interaktive Stadtmodell verändert die Stadtplanung. Nicht nur, dass Daten für alle gleichermaßen transparent gemacht werden und Bürgerinnen und Bürger wichtige Anregungen geben – durch die CityScopes wird auch der Partizipationsprozess verbessert, da emotional aufgeladene Diskussionen auf eine Sachebene gebracht werden“, so Prof. Dr. Gesa Ziemer, Vize-Präsidentin For-schung und Direktorin des CityScienceLabs an der HCU Hamburg.

Eine Kooperation zwischen der HCU Hamburg und dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) brachte die interaktiven CityScopes erstmals nach Deutschland. An den rechner-gestützten Simulationssystemen werden komplexe städtische Zusammenhänge für die Zusam-menarbeit zwischen Experten und Nicht-Fachleuten veranschaulicht. Für das Projekt FindingPlaces wurde im CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg im Auftrag der Stadt Hamburg eines dieser Modelle weiterentwickelt und mit Daten zu den Grundstücken im Hamburger Stadtgebiet hinterlegt, um so einen sachlichen Dialog über Flächen für Flüchtlingsunterkünfte zu ermöglichen. Zwischen Mai und Juli fanden 34 Workshops im CityScienceLab der HCU Hamburg statt, die von der steg Hamburg mbH moderiert wurden.

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Die Tageszeitung „Welt“ und ein Team des Labors für Geoinformatik und Geovisualisierung unter Leitung von Prof. Dr. Jochen Schiewe haben gemeinsam eine multimediale Ansicht des Flussbettes der Unterelbe erarbeitet, basierend auf den Peildaten der Wasser- und Schifffahrtsämter sowie der Hamburg Port Authority. Das Special auf www.welt.de/elbvertiefung zeigt eine Visualisierung des kompletten Elbgrundes und der Uferzonen von Cuxhaven bis Hamburg. Diese könnte laut Welt zu einer Annäherung der Befürworter und Gegner der geplanten Elbvertiefung führen.

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Für die 21-jährige Architekturstudentin Charlotte Stapenhorst ist ein Traum wahr geworden: Die am Olympiastützpunkt Hamburg-Schleswig-Holstein betreute Hockey-Spielerin gewann bei den Olympischen Spielen in Rio mit der Damen-Hockeynationalmannschaft das Spiel um Platz drei. Das Damen-Team um Charlotte Stapenhorst, die einen Treffer erzielte, bezwang Neuseeland mit 2:1 und  gewann damit Bronze. Es ist die erste olympische Medaille für die Hockey-Frauen seit 2004 in Athen. 

Die Bauingenieurlabore der HCU Hamburg wurden ergänzt um ein weiteres Labor: In einem als Büro genutzten Raum der HCU Hamburg wird künftig die energetische Effizienz von Fassaden und die Interaktionen zwischen der Fassade und dem Raumklima mittels Messungen und Befragungen der Büro-Nutzer erforscht. Erste Projekte, gefördert durch das BMWi und den DAAD, sind bereits angelaufen.

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Wie können urbane Erneuerungsprozesse realistisch oder utopisch gedacht werden? Kann Hamburgs östlicher Stadtteil Rothenburgsort – mit seinen Potenzialen an Wasserläufen und Erholungsgrünzonen – ein Beispiel für andere Hafenstädte werden? Viele Themen der nahen Zukunft gebauter Umwelten wie „Urbane Funktion von Wassergebieten in der Stadt“, „Nahrungsmittelproduktion in der Stadt“ oder „Nachhaltigkeit in der Materialnutzung und im kreativem Design“ streifen die politischen, ökonomischen und klimatischen Rahmenbedingungen dieser globalen Herausforderungen.

Zu dem diesjährigen Thema „Hamburg 2030 – urban futures“  kommen vom 12. bis 20. August 2016 an der HafenCity Universität Hamburg mehr als 60 internationale Studierende und Lehrende aus dem Ostseeraum im Rahmen der Baltic International Summer School 2016 (B.I.S.S.) zusammen, um sich diesen thematischen Herausforderungen zu stellen. In interdisziplinären Teams  erarbeiten die Studierenden konkrete Aufgabenstellungen, deren Ergebnisse – Konzepte, Modelle, Filme, etc. – sie in einer Finissage am 20. August an der HCU  der Hamburger Öffentlichkeit präsentieren.  Während des 10-tägigen Workshops knüpfen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler somit nicht nur fachliche und persönliche Verbindungen untereinander, sondern tragen zu einem Wissensaustausch und Know-How-Transfer zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und anderen Hafenstädten und Ostseeanrainern wie Danzig, Göteborg, Tallinn, St. Petersburg, Kopenhagen und Helsinki bei.

Das Programm der Eröffnung:


Datum: 12. August 2016

Ort: HafenCity Universität Hamburg (HCU), Überseeallee 16, 20457 Hamburg, Hörsaal 200

18.30 Uhr
Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU, begrüßt die Teilnehmer der B.I.S.S. 2016

Schirmherrin Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg hält ein Grußwort

Prof. Dr. Annette Bögle, HCU, gibt eine kurze Retrospektive auf die B.I.S.S. 2015

19.00 Uhr         
Prof. Dr.-Ing. Harald Kloft (osd) hält die Keynote zum Thema „engineering urban future“

20.00 Uhr          
Barbecue auf der Terrasse der HCU


Harald Kloft ist Professor für Tragwerksentwurf an der Technischen Universität Braunschweig und leitet sein Ingenieurbüro osd (office for structural design) in Frankfurt. Er beschäftigt sich mit dem digitalen Workflow und aktuellen technologischen Entwicklungen. Mit dem Thema „engineering urban future“ bietet er den idealen Auftakt für die diesjährige B.I.S.S.

Die Baltic International Summer School findet 2016 bereits zum zweiten Mal an der HafenCity Universität Hamburg statt. Sie ist entstanden im Rahmen einer langfristig geplanten Hochschulkooperation zwischen den Universitäten Aalto University | Helsinki, Chalmers University of Technology | Gothenburg, Royal Academy of Fine Arts | Copenhagen, Technical University of Denmark | Copenhagen, Gdansk University of Technology | Gdansk, Tallinn University of Technology | Tallinn, St. Petersburg State University of Architecture and Civil Engineering | St. Petersburg und der HafenCity University | Hamburg.

Gold-Standard für den Neubau der HafenCity Universität

Im Rahmen der Eröffnung der B.I.S.S. wird dem 2014 bezogenen und vorzertifizierten Neubau der HafenCity Universität Hamburg von der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank das „Umweltzeichen HafenCity“ in Gold verliehen.  Das Zertifizierungssystem war die erste transparente und nachvollziehbare Auszeichnung für nachhaltige Gebäude in Deutschland und wird seit 2007 vergeben. Mit dem Gold-Standard werden das Engagement privater und öffentlicher Bauherren für nachhaltiges Bauen - die Herstellung von Gebäuden mit einem geringen Ressourcenverbrauch, niedrigen Betriebskosten und hohem Wohlbefinden der Nutzer -  sowie außergewöhnliche Leistungen bei der Realisierung nachhaltiger Hochbauten gewürdigt.

Zitat Katharina Fegebank: „Eine gute Lern- und Lehrumgebung fördert exzellente Wissenschaft, die sich in internationalen Tagungen wie der Baltic International Summer School nieder schlägt. In diesem Format eröffnet die HCU Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern schon zum zweiten Mal die Möglichkeit, sich interdisziplinär zu den Herausforderungen der Städte der Zukunft auszutauschen. Ich freue mich, dass ich in diesem Jahr noch einmal die Schirmherrschaft übernehmen durfte. Der schöne Anlass der Eröffnung wird durch die Verleihung des „Umweltzeichens HafenCity“ in Gold durch die Hafen City GmbH abgerundet. Es ist vorbildlich, dass auch der Bau der HCU so modern gestaltet wurde, dass er den heutigen Umweltstandards nicht nur entspricht sondern diese sogar übertrifft.“

Über die HafenCity Universität Hamburg (HCU):

Die HCU wurde 2006 als Zusammenschluss von drei Hamburger Hochschulen gegründet und ist als Universität für Baukunst und Metropolentwicklung einzigartig in der Hamburger Hochschullandschaft. Die HCU vereint alle Aspekte des Bauens in Gestaltung und Entwurf, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften unter einem Dach. Alle Fachgebiete werden konsequent fachübergreifend und integriert gedacht. Im Jahr 2014 hat die HCU ihren Neubau in der HafenCity in Betrieb genommen und damit die Grundlagen für die interdisziplinäre Forschung und Lehre mit hohem Praxisbezug geschaffen. www.hcu-hamburg.de

Kontakt:
HafenCity Universität Hamburg (HCU)
Jost Backhaus, Teamleiter Referat für Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
jost.backhaus(at)vw.hcu-hamburg.de

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Dr. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), eröffnete am 01.08. 2016 die "Urban Challenge" Summerschool. Bis zum 12. August sind 28 Studierende der Copenhagen Business School (CBS) und der Denmark Technical University (DTU) zu Gast an der HafenCity Universität. Gemeinsam mit Studierenden der HCU analysieren sie die Nachhaltigkeit der HafenCity, tragen vorbildliche Beispiellösungen zusammen und erarbeiten Vorschläge für die weitere Entwicklung. Im Anschluss daran arbeiten die Studierenden weitere zwei Wochen gemeinsam in Kopenhagen über den dort neu entstehenden Stadtteil Nordhavn.

Professor Jörg Knieling, Leiter des Fachgebiets Stadtplanung und Regionalentwicklung der HCU, betonte: „Der Vergleich von HafenCity und Nordhavn kann zu neuen Ideen für mehr Nachhaltigkeit in beiden Quartieren führen. Wenn die Studierenden die unterschiedlichen Ansätze von Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit erkunden, verspricht dies wertvolle Ergebnisse.“

Mehrere Partner aus Hamburg und Kopenhagen sind gemeinsam Träger der Summerschool. Neben den Universitäten HCU Hamburg, CBS und DTU, sind dies unter anderem die HafenCity Hamburg GmbH, die Handelskammer Hamburg und das Planungs- und Beratungsunternehmen Ramboll. Die Europäische Union fördert die Summerschool zudem aus dem ERASMUS+-Programm. Die Federführung liegt bei der CBS.

Die Zwischenpräsentation der Ergebnisse findet am 12.08 in der HCU Hamburg, 9.00 13.00 Uhr, 3. OG, Raum 3.104statt. Hierzu sind Gäste herzlich eingeladen. Die Abschlusspräsentation ist am 26. August in Kopenhagen. Die Summerschool "Urban Challenge" wird auch 2017 und 2018 wieder angeboten werden.

Hamburg, 27. Juli 2016. Der Wissenschaftsstandort Hamburg ist weltoffen und lebt vom internationalen Austausch. Mit großer Besorgnis beobachten die Hamburger Hochschulen daher die aktuellen Entwicklungen in der Türkei und ihre Auswirkungen für die einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort sowie in Hamburg und Europa.

Die Hamburger Hochschulen unterhalten seit vielen Jahren vielfältige, vertrauensvolle Beziehungen zu Hochschulen und Wissenschaftlern in der Türkei, sei es durch gemeinsame Forschungsprojekte, in Form von Auslandsaufenthalten oder durch gemeinsame Veranstaltungen wie Kongresse, Fachtagungen und Konferenzen.

„Als Hamburger wissen wir aus unserer vom Handel und der Seefahrt geprägten Tradition heraus, dass gesellschaftlicher Fortschritt nur durch freies Denken, offenen Dialog und den persönlichen Austausch über nationale Grenzen hinweg möglich ist.

Die aktuellen Restriktionen für die Angehörigen türkischer Hochschulen behindern nicht nur die Entfaltungsmöglichkeiten einzelner Wissenschaftler und Studierender sondern sie machen eine freie Forschung und Lehre vollständig unmöglich. Damit werden nicht nur die freiheitlichen Grundrechte der Menschen in der Türkei beschnitten, sondern es wird die Innovationskraft der Türkei und damit die positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung insgesamt leiden.“

Dr.-Ing. Walter Pelka, Sprecher der Landeshochschulkonferenz Hamburg und Präsident der HafenCity Universität Hamburg

Weitere Statements:

„Was an türkischen Hochschulen passiert, ist zutiefst beunruhigend. In Hamburg spüren wir bereits die ersten Auswirkungen staatlicher Eingriffe in die Autonomie und Freiheit der Hochschulen. Zahlreiche türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben aufgrund der aktuellen Restriktionen ihre Teilnahme an Kongressen in Hamburg absagen müssen. Ich habe das zum Anlass genommen, um dem türkischen Generalkonsul unsere tiefe Besorgnis über die Ausreisebeschränkungen mitzuteilen und ihn gebeten, dass türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Hamburg reisen und ihre Kooperationen fortsetzen dürfen.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Web-Link: Universität Hamburg zeigt sich solidarisch mit Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftlern aus der Türkei (22. Juli 2016)
Web-Link: Statement der HAW Hamburg zur Situation in der Türkei (26. Juli 2016)

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Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) lädt gemeinsam mit den Universitäten Innsbruck, Kassel und Liechtenstein zum diesjährigen 10.  Internationalen Doktorandenkolleg Nachhaltige Raumentwicklung (DoKoNaRa) vom 18. bis 21. Juli ein. Im Mittelpunkt steht die „Große Transformation – Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung als Herausforderung“.

Ein Multiplier-Event am 21. Juli bringt geladene nationale und internationale Gäste mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zusammen. Keynote-Speaker des Multiplier-Events ist Martin Kaiser, Leiter der internationalen Klimaarbeit bei Greenpeace Deutschland. Er wird über aktuellen Herausforderungen des Klimawandels referieren. Daneben gibt es einen „Posterwalk“ zu Doktorarbeiten im Themenfeld "Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung". Themen-Tische bieten Informationen zu „Klimagovernance“, „Energietransformation“, „Nachhaltige Quartiere“ und „Instrumente für die räumliche Transformation“.

Die DokoNaRa bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Stadt- und Regionalplanung/Raumplanung, Regionalwissenschaften, Geographie, Architektur, Soziologie, Sozial- und Kulturanthropologie und weiteren Fachrichtungen einen inspirierenden Rahmen, sich im interdisziplinären Dialog zu vernetzen, in Werkstattgesprächen ihre laufenden Dissertationsprojekte vorzustellen und im Austausch mit Professoren und Professorinnen sowie und anderen jungen Forschenden zu diskutieren. Die beteiligten Universitäten richten die DokoNaRa seit mehreren Jahren im Wechsel aus. Die Veranstaltungsprache ist Deutsch, es entsteht jeweils eine Publikation mit den vorgestellten und im Nachgang vertieft ausgearbeiteten Beiträgen.

Download: Pressemeldung (PDF)

Ein halbes Jahr ist erst vergangen, seit das Präsidium der HCU beschlossen hat, das Fachgebiet Architektur massiv zu stärken. Sechs Architektur-Professuren wurden ausgeschrieben. Was ist seitdem schon passiert und wie läuft so ein Berufungsverfahren überhaupt ab? Ein Zwischenbericht.

Das Anforderungsprofil: interdisziplinär, forschungsstark und dabei praxisnah. Die HCU sucht erfolgreiche Architektinnen und Architekten, die neue Perspektiven auf Forschung und Lehre einbringen können. Praktische Erfahrungen sollen die theoretische Reflexion ergänzen, weshalb im Januar dieses Jahres sechs halbe Stellen ausgeschrieben wurden: Die neuen Architektur-Professoren können neben der Tätigkeit an der Universität so ihre Büros weiter führen.  

Prof. Gesa Ziemer, Vize-Präsidentin Forschung: „Wir suchen Architekten und Architektinnen, die forschen. Das passiert traditionell in der Architektur an Hochschulen noch zu wenig, dabei eignet sich gerade diese Disziplin hervorragend für interdisziplinäres Forschen, da neben gestalterischen und technischen Aspekten auch immer kulturelle Fragen stehen. Jede dieser neuen Professuren erhält daher auch eine Qualifikationsstelle, auf der promoviert werden soll.“

Die Berufungskommission hat insgesamt 381 eingegangene Bewerbungen gesichtet. Architektur und Kunst, Architektur und Experimentelles Entwerfen, Architektur und Baukonstruktion, Architektur und Experimentelles Konstruieren, Architektur und Stadt sowie Architektur und Landschaft lauten die Denominationen der neuen Professuren. Fünf bis sechs Architektinnen und Architekten wurden pro Stelle eingeladen, hochschulöffentlich einen Berufungsvortrag sowie eine Lehrprobe zu halten. Auch wenn dies mit dem Ablauf des Sommersemesters bereits erfolgt ist, dauert es bis zu einer finalen Entscheidung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin noch etwas: Nach der Erstellung von Einzelgutachten und vergleichenden Gutachten wird eine Berufungsliste erstellt, die durch den Senat beschlossen wird. Erst nach den anschließenden Berufungsverhandlungen durch das Präsidium wird ein Ruf an die HCU erteilt.

„Sämtliche Kommissionsmitglieder – sieben in jeder Kommission einschließlich Kolleginnen und Kollegen anderer Universitäten, dazu 70 bis 80 aktive Studierende  in den Lehrproben, der Fachschaftsrat Architektur sowie die Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung der HCU engagieren sich intensiv, um die jeweils optimale Besetzung der einzelnen Stellen zu finden. Und dies so zeitnah wie möglich, damit die neuen Kolleginnen und Kollegen möglichst schon zum Wintersemester in das Lehrprofil der Architektur und die interdisziplinären Projekte der HCU integriert werden können“, so Prof. Klaus Sill, Dekan der Architektur und Leiter des Berufungsausschusses Architektur und Stadt. „Die neuen Berufungen sind ein guter Ausgangspunkt, um die Architektur an der HCU strategisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.“

Mit der Gründung der HCU und damit einhergehenden Neustrukturierung der Architektur-, Bau- und Stadtplanerausbildung in Hamburg, wurde auch ein starker Kapazitätsabbau geplant. Die Architektur traf die beabsichtigte Schrumpfung besonders hart: In den zehn Jahren seit der Gründung konnten keine neuen Berufungen vorgenommen werden. Der Altersdurchschnitt stieg so zwischenzeitlich auf rund 60 Jahre, das Professorenkollegium der Architektur umfasst aktuell 18 Personen. 

Zum achten Mal zeichnete der Hamburger Senat in der vergangenen Woche die Arbeit herausragender Hochschullehrerinnen und -lehrer mit dem Hamburger Lehrpreis aus. Übergeben wurden die Preise am 5. Juli von Wissenschafts-Senatorin Katharina Fegebank im Lichthof der Staatsbibliothek an die 17 Preisträgerinnen und Preisträger. Auch HCU-Hydrographin Tanja Dufek erhielt einen der Preise, der durch eine hochschulinterne Jury für innovative Lehrleistungen vergeben wird.

Eine Veranstaltung so zu gestalten, dass Studierende sie als interessant, packend und lehrreich empfinden, ist eine Herausforderung. Siebzehn Hamburger Hochschullehrerinnen und -lehrern ist es im letzten Jahr besonders gut gelungen, Studentinnen und Studenten für ihre wissenschaftlichen Themen zu begeistern. 

„Synthetische Biologie“, „Physiologie“, oder „Mechatronische Systeme“ sind Inhalte, die sich nicht auf Anhieb jedem erschließen. Den Preisträgerinnen und Preisträgern ist es jedoch gelungen, die vermeintlich „trockenen“ Themen mit Leben zu füllen. Katharina Fegebank: „Innovative Lehrmethoden anzuwenden und Strategien zu entwickeln für gute Lernergebnisse, das ist der große Verdienst aller Preisträgerinnen und Preisträger. Sie alle tragen dazu bei, dass sich die Qualität der Lehre immer mehr verbessert und auch viel stärker gewürdigt wird. Die gute Lehre ist und bleibt eine Kunst. Es ist wichtig, dass diese Kunst anerkannt und prämiert wird. Die Verleihung des Lehrpreises liegt mir daher sehr am Herzen.“

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden wegen ihrer hohen fachlichen und didaktischen Kompetenz ausgezeichnet. Das Vorschlagsrecht für den Lehrpreis liegt ausschließlich bei den Studierenden. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden hat die Nominierungsvorschläge bewertet. Die Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger wird den Hochschulen überlassen. Die soll eine offene Diskussion zwischen Lehrenden und Studierenden darüber ermöglichen, was gute Lehre ausmacht. 

Vergeben werden 16 Einzelpreise über 10.000 Euro, die sich einige Preisträgerinnen und Preisträger teilen. Insgesamt 17 Gewinnerinnen und Gewinner können sich über eine Urkunde und das Preisgeld freuen.

Prof. Dr. Silke Segler-Meßner Universität Hamburg, Fakultät für Geisteswissenschaften
Prof. Dr. med. Heimo Ehmke Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Jun.-Prof. Dr. Dipl.-Psych. Yvonne Nestoriuc Universität Hamburg, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft
Dr. phil. Mike Mösko Universität Hamburg, Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft
Dr. Julian Eckl Universität Hamburg, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Nora Markard Universität Hamburg, Fakultät für Rechtswissenschaft
Prof. Dr. Zoya Ignatova Universität Hamburg, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Prof. Dr. Christian-Mathias Wellbrock Universität Hamburg, Fakultät für Betriebswirtschaft
Prof. Dr. Katajun Amirpur Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft
Prof. Heike Mutter Hochschule für bildende Künste Hamburg
M. Sc. Tanja Dufek HafenCity Universität Hamburg
Montserrat Borreda Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Prof. Dr. oec. publ. Cornelius Herstatt Technische Universität Hamburg-Harburg
Jürgen Georg Brandt Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales
Prof. Dr. Klaus Jünemann Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Technik und Informatik
Dr. Arne Johannssen Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Life Sciences
Prof. Jürgen Frisch Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Design, Medien und Information

Bereits zum 16. Mal veranstaltete der Hochschulsport Hamburg am 30. Juni die Segelregatta der Hamburger Hochschulpräsidien. 12 Boote schickten die Hochschulen ins alljährliche Rennen. Die HCU – das einzige Team mit Beteiligung aller Präsidiumsmitglieder, die Universität Hamburg, die Technische Universität Hamburg (TUHH), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW Hamburg) und die privaten Hamburger Hochschulen lieferten sich einen spannenden Wettkampf. Als Erstes erreichte Boot 1 der Universität Hamburg das Ziel, die Jolle der HCU sicherte sich einen soliden fünften Platz. Am Ende waren alle Gewinner, denn das Studierendenwerk verwöhnte Teilnehmer und Zuschauer mit einem leckeren Grill-Buffet beim Sonnenuntergang über der Alster.

 

Historikerin Dr. Lisa Kosok wechselt ab dem Wintersemester 2016/17 als Professorin für „Kulturerbe und Museumswissenschaften“ an die HafenCity Universität Hamburg (HCU). Auch die Konzeption und Leitung eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Aus-stellungszentrums für Architektur und Stadtentwicklung gehört zum neuen Aufgabenfeld der ehemaligen Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte.

Lisa Kosok erforscht Hamburger Tradition der Architektur und Stadtentwicklung an der HCU

Hamburg verfügt über wegweisende Stadtentwicklungs- und Architekturprojekte, die in ihrer Zeit nicht nur für Hamburg prägend waren, sondern auch internationale Entwicklungen maßgeblich beeinflussten. „Die Hamburger Tradition einer sich sozial verpflichtenden Moderne zu erforschen, zu reflektieren und in die öffentlichen Debatten einzubringen, ist mir ein besonderes Anliegen – nicht zuletzt deshalb, weil es sich in der besten Kontinuität zu meinen bisherigen Aufgaben befindet“, so Prof. Lisa Kosok über ihren neuen Tätigkeitsbereich.

Die aus dem Ruhrgebiet stammende Lisa Kosok trat 2008 das Amt der wissenschaftlichen Direktorin des Museum für Hamburgische Geschichte an, zugleich wurde ihr die Leitung der neu gegründeten Stiftung Historische Museen Hamburg übertragen. Vor ihrem Wechsel an die HCU Hamburg, war sie zuletzt 2015 als Gründungsdirektorin des Europäischen Hansemuseums in Lübeck tätig.

HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka: „Dass wir mit Lisa Kosok eine so erfahrene und mit der Hamburger Geschichte bestens vertraute Historikerin gewinnen konnten, ist nicht nur eine sinnvolle inhaltliche Ergänzung, sondern eine persönliche Bereicherung des HCU-Professoriums. Auch der Aufbau eines Hamburger Archivs für Architektur und Stadtentwicklung an der HCU ist für uns ein wichtiger Schritt, der neue Impulse für die interdisziplinäre Forschung und Lehre an der Universität setzen wird.“

Eine Stimme des baukulturellen Erbes

Neben Ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der HCU Hamburg wird Lisa Kosok an der HCU auch mit der Konzeption eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Ausstellungszentrum für Architektur und Stadtentwicklung betraut. 

Lisa Kosoks Programm für den Start lässt sich am besten mit dem Stichwort ‚Vernetzung‘ beschreiben:  

"Es geht mir zunächst einmal darum, die vielfältigen Aktivitäten zur Hamburger Stadt- und Baukultur, zur Stadtentwicklung und zur Denkmalpflege zu verknüpfen und für sie eine Plattform zu errichten. Ein geeigneter Ort wird hoffentlich auch bald gefunden sein.

Die verschiedenen Hamburger Architekturarchive, Museen, Universitäten und andere Institutionen beheimaten namhafte Nachlässe und Sammlungen zur Bau- und Stadtgeschichte. Alle übernehmen wichtige Aufgaben für den Erhalt des baukulturellen Erbes, die jeweils für sich wichtig sind. Diese Vielfalt könnte jedoch anstelle des Nebeneinanders ein wenig mehr Miteinander gebrauchen, um eine wirksame Stimme in der Stadtdebatte zu entfalten.“

Am Freitag, den 17.06.2016 wurden die Gewinner des VDI-Wettbewerbes Integrale Planung 2015/2016 „Bahnhof Köln Messe/Deutz“ in Köln von einer interdisziplinär besetzten Fachjury gewählt. Aufgabe des Wettbewerbes war es, ein Konzept für die Umgestaltung des Bestandsbahnhofs Köln Messe/Deutz in einen zukunftsfähigen modernen Messe- und Umsteigebahnhof zu entwickeln. Dabei galt es im Besonderen die Umsteigezeiten zu optimieren, Aufenthaltsqualitäten zu schaffen und den Bahnhof in seiner Gesamtheit barrierefrei zu gestalten. Zudem sollten zwei zusätzliche S-Bahn Gleise in die Planung integriert und ein neuer Eingangsbereich zum geplanten Messegelände entworfen werden.

Zu den Gewinnern des Wettbewerbs zählen zwei Studierendenteams aus den Masterstudiengängen Architektur und Bauingenieurwesen. Den ersten, mit 4.000 € dotierten Preis gewannen Nicola Hülsmann, Linnea Jansson, Josefin Mattsson und Marc Polay mit ihrem Entwurf [T]rheinstation, der als bestes Gesamtkonzept die Jury überzeugte. Die Studierenden Robin Frantz, Janos Magyar, Mathias Mrohs und Hendrik Schwarz belegten mit ihrem Konzept einen erfolgreichen, mit 2.500 € dotierten zweiten Preis. Zwei weitere Teams der HCU erreichten mit ihren Arbeiten die Top 10-Auswahl von insgesamt 43 Wettbewerbsbeiträgen.

An der HCU wurde die Wettbewerbsbearbeitung im Rahmen des interdisziplinären Masterentwurfsseminars von Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kritzmann und Nils Ratschke M.Sc. betreut. Insgesamt haben acht Studierendenteams die Aufgabe bearbeitet und zum Wettbewerb eingereicht.
Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters ist in Kooperation mit dem VDI eine Ausstellung der Seminararbeiten an der HCU geplant. Weitere Einzelheiten folgen.

Weitere Informationen: www.vdi.de/bahnhof

Vor drei Wochen wurde das Projekt FindingPlaces im City Science Lab der HafenCity Universität (HCU) eröffnet. Ziel ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hamburg in ca. 40 Workshops öffentliche Flächen für temporäre Flüchtlingsunterkünfte (3 bis 5 Jahre) in Hamburg zu finden. Angeregt werden soll die gemeinsame Diskussion darüber, ob sich eine öffentliche Fläche für den Bau einer Unterkunft eignen könnte oder nicht. Gezeigt werden soll auch, wie komplex die Frage nach der Eignung eines Grundstückes rechtlich, baulich oder sozial ist und wie unterschiedlich die Interessen der Beteiligten sind. Aktuell werden Unterkunftsplätze für 20.000 Schutzsuchende gesucht.

Bis heute haben wir an den Modelltischen mit ca. 200 Bürgerinnen und Bürgern der sieben Bezirke gearbeitet und es ist Zeit, einen kurzen Erfahrungs- und Zwischenbericht zu liefern. Vorgeschlagen wurden dem Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) inzwischen 69 Flächen, auf denen knapp 11.000 Menschen untergebracht werden könnten. Die Gruppen in den Workshops bestehen aus gemischtem Publikum: Nachbarn, die ihre regelmäßigen Runden mit dem Hund drehen, Familienväter, die über die Schulwege ihrer Kinder gut informiert sind, Fachleute wie Architekten, Planerinnen und Behördenmitarbeiter, Sportbegeisterte, welche die Joggingstrecken der Stadt oder die Sportplätze kennen oder einfach Neugierige, die eher den Workshopverlauf beobachten und sich weniger selber aktiv einbringen. Die Lokalexpertise, die hier gefragt ist, basiert also auf sehr unterschiedlichen Alltagserfahrungen. Einige kommen mit konkreten Flächenvorschlägen, andere benennen eher Regionen, wieder andere haben gar keine genauen Vorstellungen.

Die Gruppe durchläuft in zwei Stunden drei Stationen, durch die man die Stadt immer stärker im Detail sieht: Erst gibt es auf einer Karte Informationen über die ganze Stadt Hamburg, dann wird ein Bezirk fokussiert und dann die konkreten Flurstücke eines Suchraumes, der knapp 4 km2 groß ist. Zu Beginn des Workshops formulieren einige durchaus forsch und generell ihre Kritik an der Veranstaltung und dem Modell, ohne, dass sie den Ablauf oder dessen Funktionsweise bereits genau kennen würden. Sie sind emotional und kritikfreudig. Einige haben eine Agenda im Hinterkopf, die sie durchsetzen wollen, sie misstrauen den Daten oder möchten gar keine Flüchtlinge mehr in Hamburg. Andere stehen der Wissenschaft per se misstrauisch gegenüber, sie halten Bürgerbeteiligung nur für Scheinbeteiligung oder kritisieren die städtische Politik generell. Viele gehen jedoch auch mit offener Geisteshaltung in so einen Prozess, sie sind selber in der Flüchtlingshilfe oder Stadtpolitik engagiert oder schätzen einfach das niederschwellige Angebot, sich genauer mit den Flächen der Stadt beschäftigen zu können.

An der zweiten Station, am Bezirkstisch, beginnt die erste Gruppenarbeit, indem drei Suchräume festgelegt werden müssen. Hier beginnt die Moderation, welche Mitarbeitende der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (steg) durchführen, und die Gruppe beginnt zu diskutieren. Wo soll der Suchraum genau gelegt werden? Dort, wo Infrastruktur wie Schulen und öffentliche Verkehrsanbindung vorhanden sind? Oder lieber dort, wo noch nicht so viele Geflüchtete wohnen und die Anbindungen oft auch schlechter sind? Sollen auch Grünflächen in Außenlage bebaut werden oder ist einen Ansiedlung in innerstädtischen Lagen besser, wo es viel enger ist, die Integration aber vielleicht besser funktionieren wird? Ist ein reicher Stadtteil integrationsfähiger oder ein weniger reicher, der aber schon viel mehr Erfahrungen mit Migration hat? In der Regel einigt sich die Gruppe nach ca. 10 bis 15 Minuten auf die drei Suchräume.

Spätestens am dritten Tisch, der dann die Grundstücke eines Suchraumes flurstückscharf aufruft, werden viele etwas nachdenklicher und sehr sachlich. Nun geht es darum, genau zu überlegen, ob die Gruppe beispielsweise Spielplätze, Grünflächen oder Sportplätze bebauen würde. Welcher Park stiftet eine höhere soziale Identität: der Bolivarpark oder der Innocentiapark in Harvestehude? Es ist wohl Letzterer sagt die Gruppe, denn der Innocentiapark ist sozialer Treffpunkt, der Bolivarpark eher Durchgangsort. Warum also nicht im Bolivarpark eine temporäre Unterkunft bauen? Wie groß sollte diese sein? Alle möchten eher kleine Unterkünfte, das ZKF gibt zu bedenken, dass die Unterkünfte auch betreut werden und dass die Bauten finanzierbar sein müssen. Aus diesen Gründen sind 200 Geflüchtete an einem Ort manchmal besser zu realisieren als nur 40. Jemand anders fragt, ob dieses Projekt nicht nur vorgibt, für temporäre Unterkünfte zu suchen, in Wirklichkeit aber bleiben die Bauten dann für immer? Diese Frage wird von einem Anwesenden des ZKF verneint und er gibt Beispiele von Unterkünften, die schon wieder aufgelöst wurden. Kann ein recht großer innerstädtischer Parkplatz aufgegeben werden, wenn es direkt daneben einen U-Bahn Anschluss gibt? Was ist mit den Kleingärten? Der Bezirksverantwortliche gibt zu bedenken, dass Kleingärten nicht angetastet werden sollen, da Hamburg diesbezüglich eine starke Tradition hat und wir das Grün in der Stadt brauchen. Oder: Kann es sich eine sich stetig verdichtende Stadt wie Hamburg noch leisten, einen Golfplatz in Groß Flottbek oder Poloplätze zu haben? Oder könnten die Benutzer dieser Sportanlagen vielleicht auch aus der Stadt fahren, um ihren Sport dort zu betreiben?

Diese Gesprächsverläufe sind Beispiele. Entsprechend anspruchsvoll ist die Moderation, denn oft haben stille Beteiligte, die in zweiter Reihe um den Modelltisch stehen, gute Ideen, trauen sich aber nicht, diese zu formulieren. Und wie bei jedem Gruppenprozess müssen wir schauen, dass nicht ein oder zwei Beteiligte die gesamte Diskussion dominieren. Interessant ist auch das unterschiedliche Engagement der Bezirke: Während die Workshops für Altona, Hamburg Nord und Eimsbüttel durchgehend gut besucht sind, sind die Workshops für Hamburg Mitte, Wandsbek und Harburg etwas weniger gut besucht. In Bergedorf besteht kaum eine Nachfrage. Wird in diesen Stadtteilen weniger über die hamburgweite Frage der Unterkünfte diskutiert?

Zurzeit prüft das ZKF die vorgeschlagenen Flächen. Das Ergebnis der Workshops wird jeweils zwei Wochen später auf der Homepage findingplaces.hamburg veröffentlicht. Der erste Workshop zum Bezirk Altona fand vor knapp drei Wochen statt. Die Gruppe schlug zehn Flächen vor, das ZKF hält zwei davon für geeignet und prüft diese nun eingehender. Dies ist eine gute Bilanz, wenn wir dieses Ergebnis auf 40 Workshops hochrechnen.

Über Bürgerbeteiligung wird viel diskutiert, geforscht und auch geklagt. Das Projekt FindingPlaces ist ein Tool, das erstaunlich konstruktive Diskussionen hervorbringt. Deutlich ist geworden, dass pauschale Aussagen im Verlauf der Workshops abnehmen und die Beteiligten realisieren, wie schwierig solche Flächendiskussionen in einer wachsenden Stadt wie Hamburg sind. Denn: Alle Anwesenden werden aufgefordert, nicht einfach nur Nein zu sagen, sondern vor allem Ja. Wenn dort keine Unterkunft gebaut werden soll, wo dann?

Gesa Ziemer (Prof. Dr. phil.) ist Professorin für Kulturtheorie und kulturelle Praxis (im Bereich Kultur der Metropole) und Vizepräsidentin Forschung an der HafenCity Universität Hamburg. Seit 2015 leitet sie das City Science Lab, eine Kooperation zum Thema Zukunft der Stadt mit dem MIT Media Lab in Boston. Sie ist Sprecherin des Graduiertenkollegs "Performing Citizenship". Weitere Informationen zu Gesa Ziemer.

Mit einer halben Milliarde Euro im Jahr wollen Bund und Länder künftig bis zu 50 Forschungsprojekte als so genannte Exzellenzcluster fördern, acht bis elf Hochschulen sollen Exzellenzuniversitäten werden. Damit ist die Fortführung der Exzellenzinitiative eine der wichtigsten wissenschaftspolitischen Entscheidungen der kommenden Jahre. Wie steht die HCU-Leitung zur Exzellenzinitiative? Im Interview nimmt Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka Stellung.

HCU News: Hamburg enthält als einziges Bundesland seine Stimme und blockiert so das Inkrafttreten der Exzellenzinitiative, der Hochschulrat der UHH distanziert sich in einer Stellungnahme davon– und im Foyer der HCU hängt ein Banner des AStA, der zu einer Demonstration gegen die Exzellenzinitiative aufruft. Wo steht die Leitung der HCU in diesem Streit? 

Pelka: Ich sehe das ähnlich wie unsere Studierenden und teile die Kritik in wesentlichen Punkten. Es reicht einfach nicht aus zu sagen, dass es immer gut ist, wenn irgendwo zusätzliches Geld in das deutsche Hochschulsystem fließt. Dies muss auch sinnvoll und mit einem hohen Wirkungsgrad und mit der erforderlichen Nachhaltigkeit geschehen.

HCU News: Wo sehen Sie diese Kriterien bei der Exzellenzinitiative verletzt?

Pelka: Deutschland steht in einem globalen Bildungs-Wettbewerb, egal ob wir diese Herausforderung annehmen wollen oder nicht. Gerade die Schwellenländer investieren massiv in Bildung und insbesondere in die tertiäre Bildung. Das gilt auch für eine ganze Reihe von unseren europäischen Nachbarn. Wir müssen deshalb das Bildungsniveau und die Qualität der Ausbildung insgesamt auf einer breiten Plattform kontinuierlich verbessern und anheben. Das gebietet allein schon die volkswirtschaftliche Vernunft. Durch die Schaffung einzelner Leuchttürme in vergleichsweise begrenzten Forschungsbereichen wird das nicht gelingen – wahrscheinlich wird eher das Gegenteil eintreten.

HCU News: Das ist eine sehr grundsätzliche Kritik. Können Sie diese konkretisieren und vielleicht an einigen Punkten der Initiative fest machen?

Pelka: Die Hochschulen haben zwei wesentliche, in meinen Augen gleichwertige und gleich wichtige Aufgaben: Lehre und Forschung. Wie man die Exzellenz einer Hochschule ausschließlich an einzelnen Forschungsclustern definieren kann, erschließt sich mir nicht. Die Förderung der Lehre fällt bei der Exzellenzinitiative schlichtweg  hinten herunter. Dies gilt auch für die durchaus wettbewerbsfähige, teilweise exzellente Forschung an kleinen Universitäten und die wichtige angewandte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit an Fachhochschulen.

HCU News: Denken Sie da vor allem an unsere thematisch fokussierte und vergleichsweise kleine Universität, die HCU?

Pelka: Natürlich mache ich mir als Präsident einer kleineren Universität über diese Entwicklung besonders Sorgen. Aber betroffen hiervon sind viele Hochschulen, in der Anzahl sogar die Mehrheit der deutschen Hochschulen, die einen wesentlichen Anteil der Forschung und Lehre erbringen. Exzellente Forschung hat nur ganz bedingt etwas mit Größe und das auch nur in bestimmten Forschungsbereichen zu tun. Forschung muss bunt und vielfältig sein. Wer will wirklich heute final entscheiden, was die drängenden Zukunftsprobleme in einigen Jahrzehnten sein werden?

HCU News: Die neue Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ nimmt doch genau diese Bedenken auf. Nach Aussage der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) stehen im Fokus der Förderung des Ideen-, Wissens- und Technologietransfers an Hochschulen insbesondere Fachhochschulen sowie die kleinen und mittleren Universitäten.

Pelka: Die Motivation und Ziele hinter diesen Initiativen sind aus meiner Sicht vollkommen richtig. Sie sind volkswirtschaftlich notwendig und sinnvoll, haben einen hohen Wirkungsgrad und sind nachhaltig. Ich verstehe jedoch nicht, wie man angesichts dieser Erkenntnisse und Prioritäten eine Exzellenzinitiative in der aktuellen Form überhaupt auf den Weg bringen kann.

HCU News: Wo setzt Ihre Kritik an der Initiative an, wenn Sie sagen, dass die Motivation und die Ziele richtig sind?

Pelka: Bedeutung, Ziele und Mittel müssen in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Die genannten Ziele der Initiative lassen sich mit den bereit gestellten Mitteln nicht einmal ansatzweise erreichen. Die Verteilung der Mittel zwischen der Förderung einzelner Spitzenforschungsthemen,  der Förderung der Innovationskraft der deutschen Hochschulen insgesamt und des Transfers dieser Innovationen in die Gesellschaft ist vollkommen unausgewogen. Die Initiative hat ein finanzielles Volumen von 550 Millionen Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren. Dies ist etwa so viel, wie innerhalb eines Jahres in die Förderung durch die Exzellenzinitiative geht. Das Verhältnis beträgt 1:10 - mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

HCU News: Was sind Ihre Forderungen an die Politik und insbesondere an den Hamburger Senat?

Pelka: Zunächst einmal finde ich es gut, dass der Hamburger Senat – wenn auch in allerletzter Minute – versucht, dass diese wissenschaftsstrategische und volkswirtschaftliche Fehlentwicklung nicht auch noch für die nächsten Jahrzehnte festgeschrieben wird. Als nächster Schritt wäre es notwendig, eine deutliche Kurskorrektur der Wissenschaftsförderung durch den Bund einzufordern: Erstens müssen Lehre und Forschung gleichberechtigt in die Exzellenzbeurteilung, Exzellenzbildung und Exzellenzförderung einbezogen werden. Zweitens müssen die Exzellenzinitiative und die Initiative „Innovative Hochschule“ zumindest gleichgewichtig und bedeutsam begriffen und deshalb auch finanziell gleich ausgestattet werden.

HCU News: Wird sich die HCU an der Initiative „Innovative Hochschule“ beteiligen?

Pelka: Die HCU ist eine kleine innovative Universität mit einem interessanten und aktuellen Forschungspotential.  Die Ausschreibungsbedingungen sind, soweit sie bisher bekannt sind, wie gemacht für unsere Hochschule. Ich sehe gerade für das Thema Stadtforschung sehr gute Chancen sich im Wettbewerb erfolgreich durchzusetzen. Hierfür haben wir, davon bin ich überzeugt, auch die volle Unterstützung der Stadt. 

Das Interview mit Walter Pelka führten Jost Backhaus und Marina Brink vom Referat für Kommunikation.

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Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) vergab am 25. Mai für das Sommersemester 2016 bereits zum fünften Mal das Deutschlandstipendium für den Förderzeitraum von zwei Semestern. Die Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich soll besonders leistungsstarke und engagierte Studierende beim Studium unterstützen.

Die HCU konnte die Anzahl der Geförderten von 2015 auf 2016 um 20% auf 24 Studierende erneut steigern. Auf die Anzahl der Studierenden in Regelzeit bezogen, steht die HCU mit einer Förderquote von 1,33% noch vor dem Saarland, das im letzten Jahr mit 1,22% den Spitzenreiter im Ländervergleich bildete. Die einkommensunabhängigen Stipendien werden zu gleichen Anteilen gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Förderern der HCU zur Verfügung gestellt.

Maßgeblich und seit Beginn fördert die Henri Benthack Stiftung 13 Stipendien für die Studierenden der HCU. Dr. Hesse und Partner Ingenieure stellen bereits zum dritten Mal ein Stipendium zur Verfügung. Mit ihrer zweiten Teilnahme an dem Förderprogramm haben die Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung (3 Stipendien) und die Ingeborg Suhr Stiftung (3 Stipendien) ihr Engagement um 2 Stipendien erhöht. Ebenfalls zum zweiten Mal engagiert sich die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG (2 Stipendien). Neu dabei sind in diesem Jahr WTM Engineers (1 Stipendium) sowie PRISMA Projektingenieure (1 Stipendium).

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus allen Studiengängen der HCU erhielten im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Präsidium der HCU ihre Urkunden persönlich durch die Förderer und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka. Gefördert wird damit auch der nachhaltige Kontakt zwischen Stipendiaten und Förderern – ebenfalls ein Anliegen des Deutschlandstipendiums. Durch ein stetig weiterentwickeltes online Bewerbungs- und Verwaltungstool sowie ein moderiertes Auswahlverfahren wird der Aufwand an der HCU extrem schlank gehalten, so dass an der HCU kein weiterer Verwaltungsaufwand entsteht.

Für die Stipendien hatten sich insgesamt 79 Studierende beworben. In einer Jurysitzung wurden die Siegerinnen und Sieger gekürt. Ausschlaggebend waren neben gute Noten und Studienleistungen auch weiche Kriterien wie fachliches Engagement, die Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen sowie das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg.

Rückfragen und Kontakt ins Präsidium:
Jost Backhaus
HafenCity Universität Hamburg
Referat für Universitätsentwicklung, Organisation und Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus(at)hcu-hamburg.de

Download: Pressemitteilung (PDF)

Im April dieses Jahres ist der Band „wohnen ist tat–sache. Annäherungen an eine urbane Praxis“  im Jovis Verlag  Berlin erscheinen, Herausgeber sind der wohnbund e. V. und die HafenCity Universität Hamburg.
 
Was bedeutet es, zu wohnen? Mit welchen Wünschen ist Wohnen verbunden, wo und wie lassen sich diese realisieren? Wie viel „Eigenes“ brauchen Wohnende – ob alleine, mit Partner, in Familien, WGs, generationsübergreifend oder alternativ? Wie lässt sich Zusammenleben organisieren? Welche ursprünglich dem Wohnen zugeschriebenen Tätigkeiten üben wir längst an anderen Orten aus, mit wem teilen wir diese ausgelagerten Wohnfunktionen?

Diesen und angrenzenden Fragen widmet sich wohnen ist tat–sache: Studierende und Lehrende des Mater-Studiengangs Urban Design an der HafenCity Universität (HCU) Hamburg untersuchen die Tätigkeiten, Wirkungsgefüge und Voraussetzungen des Wohnens und treten darüber in den Austausch mit Akteur*innen aus Forschung und Praxis. Gemein ist ihnen dabei ein Blick auf die Praktiken des Wohnens, der die gebaute Umwelt immer in Beziehung mit den Handlungen der Nutzer*innen setzt.

 

 

wohnen ist tat–sache. Annäherungen an eine urbane Praxis
wohnbund e. V. / HafenCity Universität Hamburg (Hg.)

Broschur, 21 x 29,7 cm,  240 Seiten, ca. 100 Abb., Deutsch
ISBN 978-3-86859-407-2, 04.2016, 28.00€


www.jovis.de/de/buecher/details/wohnen-ist-tatsache.html

Download Preview unter:
ud.hcu-hamburg.de/files/wohnen_ist_tatsache.pdf

Informationen zum Studiengang Urban Design (MA) an der HCU Hamburg finden Sie unter
www.ud.hcu-hamburg.de/

Die Preisträger des 6. Bülau-Wettbewerbs zum Thema „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg“ stehen fest. Der Ideenwettbewerb für Studierende und junge Absolventen deutschsprachiger Hochschulen der Fachrichtungen Architektur, Städtebau, Landschaftsplanung, Bauingenieurwesen und Denkmalpflege ist mit einer Preissumme von insgesamt 9.500 Euro dotiert, die auf drei Preise und drei Anerkennungen aufgeteilt wird. Mehr als 100 Studierende und junge Absolventen von Hochschulen aus ganz Deutschland haben mit ihren Entwürfen am 6. Bülau-Wettbewerb teilgenommen.

Die Jury unter dem Vorsitz von Ingrid Spengler (Spengler Wiescholek, Architekten und Stadtplaner) hat entschieden, drei 1. Preise zu vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro geht zu gleichen Teilen an die folgenden Preisträger: Baptiste Froger und Hugo Janvier von der HafenCity Universität Hamburg für ihren Entwurf „HH – Bäderwerk, Katharina Ern von der TU Dortmund für ihren Entwurf „Elbforum Hamburg“ und den Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“ von Joana Carvalho, Lukas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl von der Technischen Universität Berlin. Außerdem werden die Wettbewerbsbeiträge von Jonathan Fey (HafenCity Universität Hamburg), Theodora Topliyski (TU Dortmund) und Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover) mit jeweils einer Anerkennung und 500 Euro Preisgeld gewürdigt. Am Montag, dem 23. Mai 2016, um 11 Uhr werden die Preisträger von der Patriotischen Gesellschaft in ihrem Haus an der Trostbrücke ausgezeichnet und ihre Entwürfe vorgestellt.

„Das Parkdeck westlich des alten Elbtunnels gehört unbestritten nicht zu Hamburgs Aushängeschildern. Wenn angehende Stadtplanerinnen und Stadtplaner ihre Ideen frei von Auflagen und Zwängen entwickeln können, ist das ein Glücksfall nicht nur für die Teilnehmenden am Wettbewerb - der Blick über den Tellerrand tut gerade uns ‚alten Hasen‘ gut. Die eingereichten Konzepte zum 6. Bülau-Wettbewerb sind frisch und anregend, und es wird spannend sein zu sehen, was davon womöglich eines Tages realisiert werden wird“, sagt Oberbaudirektor und Jury-Mitglied Professor Jörn Walter.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, ergänzt: „Die Aufgabenstellung des diesjährigen Wettbewerbs widmet sich einem zentralen Gebiet der Hamburger Stadtentwicklung. Die zahlreichen intelligenten und fantasievollen Lösungsvorschläge werden sicherlich das Nachdenken und die Diskussion über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven des Gebiets anstoßen.“

Die Aufgabe des aktuellen Wettbewerbs bestand darin, das ca. 3 Hektar große Gebiet von den Landungsbrücken bis zum Hamburger Fischmarkt zwischen Hafenkante und Geesthang unter Berücksichtigung wichtiger Faktoren wie Tourismus und Verkehr neu zu planen. Das Thema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Unterstützt und gefördert wurde der Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg Wasser, der Sutor-Stiftung, der Architektenkammer Hamburg, Timm Ohrt und Hille von Seggern, Bernhard Garbe sowie dem Bund Deutscher Baumeister.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 richtet 2015/2016 den Bülau-Wettbewerb, der nach dem Hamburger Architekten ihres Hauses an der Trostbrücke Theodor Bülau (1800–1861) benannt ist, zum sechsten Mal aus. Mit dem Ideenwettbewerb möchte die Patriotische Gesellschaft junge Talente im Bereich von Planung und Architektur fördern. Der Wettbewerb behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur „Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks“, den internationalen Wettbewerb „Harbour Polis“ sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb „Harburger Schloss“ (2011) ausgelobt und durchgeführt.

Hamburg, 12. Mai 2016. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz eröffnete gestern einen breit angelegten Prozess zur Einbindung der Öffentlichkeit in die Suche nach geeigneten Flächen für Flüchtlingsunterkünfte: FindingPlaces.hamburg

FindingPlaces.hamburg ist ein Kooperationsprojekt der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der Stadt Hamburg. Im Rahmen angewandter Forschung nehmen die Hamburgerinnen und Hamburger in den kommenden Wochen mit Hilfe eines interaktiven und digitalen Stadtmodells aktiv an der Flächensuche für Flüchtlingsunterkünfte teil. Erprobt wird das Modell anhand der Aufgabenstellung, Flächen in Hamburg zu finden, die sich für die Errichtung von Unterkünften für 20.000 Flüchtlinge eignen.

Die Stadt erhofft sich durch das Projekt konkrete Hinweise auf noch unentdeckte Flächen, die sich zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften eignen und setzt dabei auf die Expertise und die Ortskenntnis der Hamburgerinnen und Hamburger.

An der Eröffnungsveranstaltung zum Projekt FindingPlaces an der HCU Hamburg nahmen neben Olaf Scholz auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg, Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs an der HCU Hamburg, Anselm Sprandel, Leiter des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge (ZKF) und der extra aus den USA angereiste Kent Larson, Direktor der Changing Places Group am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, teil. 

 

Olaf Scholz: „Finding Places ist das Hamburger Modell der digital informierten Bürgerbeteiligung in einer offenen Gesellschaft. Hier ist ein wahrhaft soziales und interaktives Modell entstanden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich zu beteiligen.“

Katharina Fegebank: „Die Digitalisierung durchmischt alle gesellschaftlichen Bereiche und ermöglicht neue Formen der Beteiligung. Die HafenCity Universität Hamburg ist durch ihren Zuschnitt prädestiniert, diese Erkenntnis auch in der Auseinandersetzung mit dem Wachstum und der Entwicklung von Städten zu nutzen. FindingPlaces ist ein Reallabor für Hamburgs Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Modell spielen wir nicht ‘SimCity‘ im Offline-Modus, es ist uns ernst damit.“

Walter Pelka: „Durch das CityScienceLab, der Kooperation der HCU Hamburg mit dem MIT Media Lab in Boston, wird Stadtplanung begreifbarer und interaktiver. Als wissenschaftliche Institution stellen wir gerne Werkzeuge und Plattformen für einen konstruktiven Stadtdialog zur Verfügung und öffnen unser Haus damit weit für die Hamburgerinnen und Hamburger.“

Gesa Ziemer: „Mit FindingPlaces präsentieren wir den Hamburgerinnen und Hamburgern ein technisch ausgefeiltes Modell, das Lust macht, mitzudiskutieren. Sein volles Potenzial zur politischen Meinungsbildung entfaltet sich durch eine konstruktive Beteiligung in den Workshops.“

Anselm Sprandel: „Flächen für Unterkünfte zu finden ist und bleibt eine Herausforderung in unserer Stadt, auch wenn derzeit weniger Schutzsuchende in Hamburg ankommen. Wichtig bleibt, dass wir integrationsfreundliche Lösungen für alle, das heißt insbesondere auch für die Bürgerinnen und Bürger, finden. Ich gehe fest davon aus, dass gemeinsam erarbeitete Ergebnisse helfen, den Integrationsprozess erfolgreich weiterzuführen.“

Kent Larson: „Städte nutzen in der Stadtplanung seit Jahrzehnten die gleichen Methoden. Wir haben mit den City Scopes eine Plattform geschaffen, um modernen Anforderungen mit modernen Methoden zu begegnen. Dieses Open Source-Modell wird bereits in vielen Städten genutzt, die HCU Hamburg stärkt mit ihren technischen Weiterentwicklungen die Bedeutung des Modells für die Stadtplanung noch weiter.“


In Workshops am Stadtmodell sollen städtische Flächen ab 1.500m² gefunden werden, für die zügig mit der Bauvorbereitung von Flüchtlingsunterkünften begonnen werden kann, die für eine Dauer von mindestens drei bis fünf Jahren errichtet werden sollen.

Die jeweils rund zweistündigen Workshops starten am 25. Mai und finden im CityScienceLab an der HCU Hamburg statt. Maximal 30 Personen können nach vorheriger Anmeldung pro Workshop teilnehmen und Flächen für Flüchtlingsunterkünfte in den sieben Hamburger Bezirken diskutieren. Die Stadt wird die gefundenen Flächen auf die tatsächliche Eignung zur Errichtung einer Unterkunft prüfen und das Prüfergebnis innerhalb von 14 Tagen veröffentlichen. FindingPlaces soll damit den Dialog zum Thema Flüchtlingsunterbringung fördern und zur Transparenz bei der Flächenprüfung durch die Stadt beitragen.

Das in den Workshops verwendete interaktive Stadtmodell ist ein so genanntes City Scope. Die Besonderheit der City Scopes ist die Übertragung von digitalen Informationen in physische Interaktion: Mit einfachen Bausteinen, die mit Datenmengen codiert sind, kann direkt an einem Arbeitstisch modelliert werden. Die Veränderungen werden mit Beamern und Kameras sofort im Datenmodell projiziert und erfasst. Diese interaktiven Stadtmodelle dienen der anschaulichen Darstellung der Ergebnisse und deren Vermittlung auch für Nicht-Fachleute. Entwickelt vom MIT in Boston, wurde das verwendete CityScope unter der Leitung von Prof. Gesa Ziemer an der HCU Hamburg weiterentwickelt und an die Anforderungen des Projektes FindingPlaces.hamburg angepasst.

Workshop-Termine, Anmeldung, weitere Informationen und FAQ zum Projekt unter www.findingplaces.hamburg

Pressekontakt HafenCity  Universität Hamburg:
Marina Brink
HafenCity Universität Hamburg
Referat für Universitätsentwicklung, Organisation und Kommunikation
+49 (0)40 42827 2733
marina.brink(at)hcu-hamburg.de

Download: Pressemitteilung (PDF)

Hamburg, 22. April 2016. Bereits zum 14. Mal zeichnete gestern Abend die Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung mit ihrem jährlichen Förderpreis Studierende der Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) aus. Die Stiftung honorierte die fünf besten Bachelor-Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2015 mit je 500 Euro sowie die sieben besten Master-Arbeiten mit je 750 Euro. Darüber hinaus wurde ein Studienprojekt mit 1.000 Euro ausgezeichnet. Nach Gruß- und Dankesworten durch Prof. Gesa Ziemer, Vizepräsidentin Forschung der HCU Hamburg, wurden die Studienpreise des Jahres 2015 verliehen.

„Für uns als Hochschule ist der Vorwerk-Preis sehr wichtig, weil er uns mit mittelständischen Unternehmen zusammen bringt, und diese Kooperationen werden auch konkret in der Forschung immer wichtiger. Der Preis ist auch deshalb von Bedeutung, weil er uns in der Stadtplanung und in der Metropolenforschung mit den Strukturen und Entwicklungspotentialen des ländlichen Raumes im Süden Hamburgs verknüpft“, sagte Gesa Ziemer. 

In weiteren Grußworten würdigten Heiner Schönecke, Stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg, sowie Peter Dörsam, Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt, die Leistungen der HCU-Absolventinnen und Absolventen. Übergeben wurden die Preise im feierlichen Rahmen in Tostedt durch Irene Vorwerk, Vorstand der Vorwerk-Stiftung, sowie Hanjürgen Grabner, Mitglied des Stiftungsrates.

„Ich habe die Arbeiten quergelesen: das waren sehr interessante Themen und hervorragende Leistungen. Bei Vorwerk ist uns Leistung sehr wichtig, und daher honorieren wir mit unserer Stiftung Leistung bei jungen Menschen sehr gern. Damit wollen wir auch deutlich machen, wie wichtig uns zukunftsorientiertes Denken ist. Die Verknüpfung von Tradition, Erfahrung und neuem Wissen ist nicht nur für unser Unternehmen maßgeblich, sondern für die ganze Gesellschaft“, erläuterte Hanjürgen Grabner.

Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung

Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung wurde am 9. Oktober 1997 von Irene und Friedrich Vorwerk ins Leben gerufen. Sie ist Ausdruck der tief empfundenen moralischen Verpflichtung der Eheleute, einen Teil ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Mit der Stiftung wurden alle ihre vielfältigen sozialen Aktivitäten unter einem Dach gebündelt. Ihre Aufgabe ist die Förderung von mildtätigen, kulturellen und wissenschaftlichen Projekten sowie der Jugend- und Altenhilfe. Die Philosophie von Friedrich Vorwerk, hilfsbedürftige Personen und gemeinnützige Projekte schnell und unbürokratisch zu unterstützen, wird von den Vertretern der Stiftung weiterhin konsequent umgesetzt.

Die Preisträger des Förderpreises der Irene und Friedrich-Vorwerk-Stiftung 2015

Master of Science-Förderpreise 2015:

Luise Letzner
Thema der Master-Thesis:
„Corporate Coworking. Potenziale und Grenzen neuer Modelle einer flexiblen Arbeitswelt”
Gutachter: Prof. Dr. Gernot Grabher und Dr. Joachim Thiel
Note der Master-Thesis: 1.0

Jakob Czech
Thema der Master-Thesis:
„Die Entstehung, Bedeutung und Perspektive von Fachmarktagglomerationen. Eine Untersuchung der Standorte Wedel (Holstein) und Henstedt-Ulzburg in der Metropolregion Hamburg“
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger und Dipl.-Ing. Sascha Anders
Note der Master-Thesis: 1.3

Jana-Louisa Heitmüller
Thema der Master-Thesis:
“Dichte, BauNVO und die Anforderungen dynamischer Stadtentwicklung. Eine Analyse der baulichen Dichte in der Baunutzungsverordnung im Hinblick auf die gegenwärtigen urbanen Entwicklungen und Verdichtungsziele am Beispiel der Stadt Hamburg”
Gutachter: Prof. Dr. Martin Wickel, LL.M. und Prof. Dr. Dirk Schubert
Note der Master-Thesis: 1.0

Magdalena Pudimat
Thema der Master-Thesis:
„Ordnungsrecht für den Masterplan? Integrierte Betrachtung eines Instrumentenmixes zur Förderung der Wärmeversorgung bestehender Wohngebäude durch erneuerbare Energien“
Gutachter: Prof. Dr. Martin Wickel, LL.M. und M.Sc. Katharina Klindworth
Note der Master-Thesis: 1.3

Dajana Schröder
Thema der Master-Thesis:
„Brasilien greift nach den Sternen. Die Umsetzbarkeit des institutionalisierten Rechts auf Stadt steht auf dem Prüfstand“
Gutachter: Prof. Dr. Michael Koch und Dipl.-Ing. Martin Kohler
Note der Master-Thesis: 1.7

Cathrin Christine Weidler
Thema der Master-Thesis:
„Entwickeln_Aneignen_Verstetigen. Entstehung städtebaulicher Qualitäten anhand der Praxisbeispiele HafenCity und Île de Nantes“
Gutachter: Prof. Dr. Michael Koch und Dr. phil. Jörg Seifert
Note der Master-Thesis: 1.3

Stephan Wanninger
Thema der Master-Thesis:
„Gestaltungsbeiräte als Instrument zur  nachhaltigen Stadtentwicklung – Eine empirische Untersuchung zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Plandiskussion in Gestaltungsbeiräten“
Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling M.A. und Dipl.-Ing. Nancy Kretschmann
Note der Master-Thesis: 1.3

Bachelor of Science-Förderpreise 2015:

Paul Gallep
Thema der Bachelor-Thesis:
„Privatunterkünfte in Hamburg. Rahmenbedingungen – Analysen – Bewertungen“
Gesamtnote: 1.4

Carolin Wolter
Thema der Bachelor-Thesis:
„PHOENIX UND HÖRDE. Integration des Neubauquartiers in den bestehenden Stadtteil“
Gesamtnote: 1.5

Lena Maria Horst
Thema der Bachelor-Thesis:
„Auswirkungen der Marktplatz Galerie Bramfeld auf den lokalen Einzelhandel“
Gesamtnote: 1.5

Christoph Johannes Pinkall
Thema der Bachelor-Thesis:
„Einsichten und Vorschläge zum Design der Zwischenevaluation des KfW-Programms 432 ‚Energetische Stadtsanierung: Zuschüsse für Energiekonzepte und Sanierungsmanager‘”
Gesamtnote: 1.6

Veronica Katrin Halama
Thema der Bachelor-Thesis:
„Interkommunale Kooperation im Bereich der Energiewende. Ziele, Formen, Rahmenbedingungen“
Gesamtnote: 1.6

M2 Studienprojekt-Förderpreis 2015:

Lema Dehsabzi, Sophia Lobinger, Markus Nagel, Isabel Sagasser, Kaja Steffens
Thema des Studienprojektes:
“Kulturhauptstädte Europas – Instrument der Stadtentwicklung zur Image- und Identitätsbildung in Second Cities – am Fallbeispiel der Kulturhauptstadt Linz 2009“
Gutachter: Dr. Joachim Thiel und Vertr.-Prof. Dr. Jorg Sieweke
Gesamtnote: 1.3

Kontakt zur Vorwerk-Stiftung:
Lilian Bormann
Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung
Stiftungsrat
+49 (0)4182 1047
stiftung(at)friedrich-vorwerk.de

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg:
Jost Backhaus
HafenCity Universität Hamburg
Referat für Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus(at)hcu-hamburg.de

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Seit Start des Sommersemesters stärken Prof. Martin Jäschke und Prof. Gesa Kapteina als neu berufene Professoren den Fachbereich Bauingenieurwesen sowie Honorarprofessor Friedrich-Karl Scholtissek den Bereich Architektur- und Baurecht der HCU. 

Martin Jäschke ist HCU-Professor für Immissionsreduzierung in urbanen Räumen

Jäschke studierte Physik (Georg-August-Universität zu Göttingen), Angewandte Umweltwissenschaften (Universität Koblenz-Landau) und Arbeits- und Organisationspsycholgie (Fern-Universität Hagen). Er promovierte berufsbegleitend am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und an der TU Dresden zum Thema „Lärmkartierung und Ruhige Gebiete“ (2014). Nach beruflichen Stationen bei der Stadt Göttingen sowie den Regierungspräsidien Darmstadt und Gießen war er seit 2005 am Hessischen Landesamt für Umwelt und Geolgie in Wiesbaden tätig. Insgesamt betreute er dort Projekte zum Umwelt-, Immissions- und Lärmschutz.  

Gesa Kapteina lehrt und forscht an der HCU zur Baustofftechnologie

Kapteina studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Aachen und schrieb ihre Diplomarbeit zum Thema Textilbeton. Seit 2000 arbeitete sie als Projektleiterin im Ingenieurbüro Schießl Gehlen Sodeikat GmbH in München. Dort  beschäftigte sie sich mit der Schadensanalyse und der Instandsetzung von Bauwerken und mit der Dauerhaftigkeit von Baustoffen. Berufsbegleitend promovierte sie an der TU München. Im Rahmen dieser Promotion entwickelte sie ein „Modell zur Beschreibung des Eindringens von Chlorid in Beton von Verkehrsbauwerken“ (2011). 

Friedrich-Karl Scholtissek ist der dritte Honorarprofessor an der HCU

Schon seit 2010 ist Scholtissek für „Architektur- und Baurecht“ als Lehrbeauftragter an der HCU. Sein Studium der Rechtswissenschaften schloss er an den Universitäten Hamburg, Lausanne, Genf und Köln ab, bevor er als Rechtsanwalt vor allem im Architekten-, Ingenieur- und Baurecht tätig wurde. Seine Kanzlei befasst sich schwerpunktmäßig mit diesen Rechtsgebieten. Er ist seit 2000 Vertrauensanwalt des Bundes Deutscher Architekten (BDA), seit 2005 Mitglied des Ausschusses über die Ernennung von Fachanwälten für Bau- und Architektenrecht der Hamburger Rechtsanwaltskammer, Mitglied des fachlichen Beirats des IWW-Instituts für Wissen in der Wirtschaft GmbH und ist Autor des im C.H.-Beck Verlages erschienenen HOAI-Kommentars. 

Vom 8. bis zum 11. März 2016 trafen sich 450 Experten aus über 40 Nationen zur SBE16 „International Conference on Sustainable Built Environment“ an der HafenCity Universität in Hamburg. Unter dem Motto „Strategies, Stakeholders, Success factors“ ging es in wissenschaftlichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops für Nachwuchswissenschaftler sowie Posterausstellungen um Nachhaltigkeit in der gebauten Umwelt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka eröffneten gemeinsam mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank die internationale Konferenz.

Hausherr und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka würdigte in seinen Grußworten die über 15-jährige Tradition der SBE-Veranstaltungen und attestierte: „Die Internationalität, mit 150 Beiträgen aus über 40 Ländern, und die interdisziplinäre Ausrichtung der Konferenz auf Nachhaltigkeit passen sehr gut zur HafenCity Universität Hamburg als Hochschule neuen Typs, an der diese Zuschnitte bereits erfolgreich implementiert sind.“

Dr. Barbara Hendriks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, bezeichnete klimaverantwortliches Bauen als verpflichtenden Ansatz für die  Zukunft: „Hamburg als Stadt an der Wasserkante ist von einem steigendem Meeresspiegel bedroht: das wird mit hohen Kosten verbunden sein. Ebenso werden Klimaflüchtlinge in der Zukunft eine wesentlich stärkere Herausforderung darstellen.“

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft Katharina Fegebank beschrieb Hamburg als „eine der führenden Städte in Bezug auf Nachhaltigkeit“ und ergänzte, dass „die HCU daher mit ihrem Ansatz zur richtigen Zeit in der richtigen Stadt angesiedelt ist“. Sie rief die großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gründung der HCU in Erinnerung: „Die HCU ist eine gelungene Umsetzung einer transdisziplinären Perspektive auf die gebaute Umwelt. Die HCU kooperiert zudem mit diversen Nachhaltigkeitsclustern und hat ihr Labor im größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekt Europas.“ Sie dankte der HCU mit ihrem CityScienceLab darüber hinaus für die Umsetzung eines Beteiligungsprozesses im Zusammenhang mit den Herausforderungen der Flüchtlingsunterbringung in Hamburg.

Im Fokus der SBE16 standen Strategien und innovative Konzepte nachhaltiger Stadt- und Projektentwicklung, Nachhaltigkeitsmethoden und -werkzeuge in der Bau- und Immobilienwirtschaft, Forschung zu Material- und Produktinnovationen sowie das Design der Nachhaltigkeit in der Aus- und Weiterbildung. Führungen, Exkursionen und ein abwechslungsreiches  Abendprogramm u.a. mit einem Welcome-Event in der Handelskammer sowie einem HCU-Abend mit der Verleihung der Holcim (Deutschland) GmbH Studienpreise für Nachhaltigkeit rundeten die Konferenz gelungen ab. 

wohnen ist tat–sache. Annäherungen an eine urbane Praxis
wohnbund e. V. / HafenCity Universität Hamburg (Hg.)

Broschur, 21 x 29,7 cm,  240 Seiten, ca. 100 Abb., Deutsch
ISBN 978-3-86859-407-2, 04.2016, 28.00€


www.jovis.de/de/buecher/details/wohnen-ist-tatsache.html

Download Preview unter:
ud.hcu-hamburg.de/files/wohnen_ist_tatsache.pdf

Am 9. März 2016 wurde an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) bereits zum achten Mal der Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit an einen Master- und zwei Bachelor-Absolventen verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der „SBE 16 - International Conference on Sustainable Built Environment“ vor rund 100 Gästen im Holcim Auditorium der HCU statt.

Die Masterthesis von Abdallah Tawfic aus dem Studiengang REAP - Ressourcen Effizienz in Architektur und Stadtplanung - erhielt den mit 2.000 Euro dotierten Hauptpreis. Seine Arbeit „Retrofitting Green Roofs to the Urban Morphology of Informal Settlements – Introducing Productive Green Roofs to Imaba, Cairo“ befasste sich mit einer nachhaltigen Nutzung von Gründächern in einem Stadtteil von Kairo. Betreut wurde die Arbeit an der HCU von Prof. Wolfgang Dickhaut.

Neben dem Studienpreis für die Masterthesis wurden im Wintersemester 2015/2016 gleich zwei Bachelorarbeiten mit einem ersten Preis ausgezeichnet: Georg Bosch aus dem Studiengang Bauingenieurwesen erhielt die Auszeichnung für seine an der HCU von Prof. Dr.-Ing. Manuel Krahwinkel betreute Arbeit, die sich mit der „Nachhaltigkeitsbewertung von Infrastrukturbauwerken“ befasste. Jasmin Jacob-Funck aus dem Studiengang Stadtplanung wurde mit einem Holcim Studienpreis für ihre Bachelor-Arbeit bedacht, die sich mit der Einbindung der Landwirtschaft in regionale Energiekonzepte beschäftigte. Betreut wurde die Arbeit an der HCU von Prof. Dr. Jörg Knieling. Die zwei Bachelorthesen wurden mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro prämiert.

Jens Diebold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Holcim (Deutschland) GmbH, überreichte gemeinsam mit HCU-Präsident Walter Pelka die Auszeichnungen. „Die Masterthesis von Herrn Tawfic ist inhaltlich sehr gut aufgebaut. Sie umfasst verschiedene Facetten der Nachhaltigkeit und ist auch grafisch hervorragend aufbereitet und visualisiert. Die Arbeit ist darüber hinaus bereits zum festen Bestandteil von Diskussionsprozessen vor Ort in Kairo geworden“, so Diebold.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU, lobte die Bachelorarbeiten: „Beide Abschlußarbeiten sind in der zur Verfügung stehenden Zeit sehr tief in die Themen eingestiegen. Sie sind gut strukturiert und haben stimmige Analysen und Vorschläge ergeben. Herr Bosch hat in seiner Arbeit in überzeugender Form eine Nachhaltigkeitsbewertung für Ingenieurbauwerke untersucht und vorhandene Konzepte erstmalig für diesen konkreten Bereich angewendet. Frau Jacob-Funk hat bei der Analyse regionaler Energiekonzepte sowohl das Thema Landwirtschaft als auch das Thema Landschaftsschutz als doppelten Ansatz in Bezug auf die Nachhaltigkeit eingebracht.”

Für ein gelungenes Rahmenprogramm sorgten der HCU Architektur-Student Clément Perrain am Klavier und ein Hamburger Buffet in der Mensa der HCU.

Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit

2007 entwickelten der Baustoffproduzent  Holcim (Deutschland) GmbH und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) einen Wettbewerb für Studierende, bei dem jährlich die besten Arbeiten zum Thema nachhaltiges Planen und Bauen an der HCU ausgezeichnet werden. Wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung sollen durch den Wettbewerb in allen Studiengängen der HCU gefördert werden. In den vergangenen Jahren hat zudem die weltweit agierende LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction die HCU im Hinblick auf die Entwicklung der Lehr- und Forschungspläne im Bereich Nachhaltigkeit unterstützt.

 

Rückfragen und Kontakt ins Präsidium:
Jost Backhaus
HafenCity Universität Hamburg
Referat für Universitätsentwicklung, Organisation und Kommunikation
Tel. +49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus(at)hcu-hamburg.de

Das geplante südliche Überseequartier in der Hamburger HafenCity bietet Potenziale für Shopping und Städtetourismus in neuen Dimensionen. Aber Großprojekte sind auch bekannt für Verzögerungen und Verteuerungen – nicht zuletzt in Hamburg. Rund 80 Experten aus Geographie, Stadtplanung und Immobilienwirtschaft werden am 4. und 5. März 2016 in der HafenCity Universität im Rahmen von Vorträgen, Diskussions-Panels und Exkursionen diskutieren. Veranstaltet wird die Fachtagung vom Deutschen Verband für Angewandte Geographie (DVAG e.V.) und der HafenCity Universität.

Das börsennotierte Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco möchte bis zum Jahr 2021 zwischen dem schon bestehenden nördlichen Überseequartier und der Norderelbe ein multifunktionales Quartier als das „kommerzielle Herz der HafenCity“ entwickeln und langfristig betreiben. Investiert werden insgesamt rund 860 Millionen Euro. Das geplante Großprojekt umfasst einen markanten Büroturm, ein neues Kreuzfahrtterminal, Hotels, Wohnungen, ein Multiplexkino und Gastronomie sowie vor allem ein neues Einkaufsquartier mit insgesamt 190 Mieteinheiten auf knapp 68.000 m² Verkaufsfläche – eine deutliche Ausweitung gegenüber der alten Planung. Nach wie vor ist eine weitgehend offene Mall-Struktur geplant, die sich in ein multifunktionales Stadtquartier integrieren soll. Ist das neue Projekt nun eine „Notlösung“? Oder angesichts der komplexen Rahmenbedingungen ein Glücksfall? Wie werden die City und andere Einzelhandelslagen auf die neue Konkurrenz reagieren – oder wird Hamburg insgesamt eine größere Strahlkraft erhalten, von der auch der Städtetourismus profitieren wird?

Nach den Grußworten von Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt wird Prof. Dr. Thomas Krüger von der HafenCity Universität Großprojekte im Kontext von Stadt und Handel vorstellen. Seine zentrale These: „Große Projekte für den Handel oder das Wohnen sind mit großen Risiken verbunden. Sie müssen heute als multifunktionale Quartiere entwickelt werden, die offen für zukünftige Veränderungen sind.“

In zwei parallelen Panels diskutieren die Teilnehmenden anschließend die Chancen und Risiken des südlichen Überseequartiers: Im Fokus der Fachdiskussion stehen die zukünftigen städtetouristische Erlebnisqualitäten sowie die Auswirkungen der neuen Einzelhandelslage auf die gewachsene Hamburger Innenstadt. Bei einem Abendempfang mit der Mitgliederversammlung des Deutschen Verbands für Angewandte Geographie wird Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Generalsekretär der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover, den „Walter-Christaller-Preis“ für herausragende praxisorientierte Diplomarbeiten und Dissertationen auf dem Gebiet der Angewandten Geographie verleihen. Bei den Exkursionen am Sonnabend in das geplante südliche Überseequartier, in die weitere HafenCity  und in die Hamburger Innenstadt können die Teilnehmenden vor Ort das Tagungsthema vertiefen.

Das detaillierte Programm sowie die Referenten entnehmen Sie bitte dem Tagungsprogramm.

Über den Deutschen Verband für Angewandte Geographie:

Der DVAG vertritt seit 1950 die Interessen der Angewandten Geographie und seiner etwa 1.600 Mitglieder, die in Unternehmen, Kommunen, Initiativen, Verbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen und vielen anderen Institutionen praxisorientiert arbeiten. Das „Netzwerk DVAG“ bietet seinen Mitgliedern Kontakte zu anderen, mit denen sie sich fachübergreifend und unabhängig vom Tagesgeschäft austauschen können. Das „Netzwerk DVAG“ bildet sich vor allem in Fachtagungen und Weiterbildungsveranstaltungen sowie in den Arbeitskreisen und Regionalforen ab. Viermal jährlich erscheint der STANDORT – Zeitschrift für Angewandte Geographie“.

Weitere Informationen: www.geographie-dvag.de

 

Pressekontakt Deutscher Verband für Angewandte Geographie:
Klaus Mensing
+49 (0)171 1245650
mensing(at)convent-mensing.de

Pressekontakt HafenCity  Universität Hamburg:
Marina Brink
HafenCity Universität Hamburg
Referat für Universitätsentwicklung, Organisation und Kommunikation
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marina.brink(at)vw.hcu-hamburg.de

The "Association of European Schools of Planning" (AESOP) has honoured the Master’s programme in Urban Planning offered by the HafenCity University Hamburg with the AESOP certificate of quality.

ASEOP president Francesco Lo Piccolo states that the study programme fulfils the European quality standards of planning programmes according to the AESOP Charter, complemented by an effective internationalisation of teaching and learning processes.

The Dean of Urban Planning, Professor Jörg Knieling emphasises that internationalisation is an important sign of quality for the Master’s programme. “The HCU already offers very attractive conditions for international students and scientists. Together with our committed International Office the Urban Planning study programme optimises its quality continuously. Along the way, the AESOP assessment gives us important stimuli for further improvement.”

AESOP is a network of European universities, their departments and affiliated schools that are engaged in teaching and research in the fields of urban and regional planning. Since its foundation in the year 1987 AESOP supports the development and cooperation in the fields.

 

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Marina Brink
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At the International Conference SBE16 Hamburg from 7-9 March 2016 scientists will present their strategies, frameworks and concepts on topics of sustainable construction, sustainable neighbourhoods and urban development.

­German environment minister Dr. Barbara Hendricks and HCU president Dr.-Ing. Walter Pelka will open the international conference on Tuesday, 8 March 2016. The organisation team around Prof. Dr. Mojib Latif (Helmholtz Centre) and Prof. Dr. Thomas Lützkendorf (KIT) is looking forward to welcome international and reputable experts from research, planning, housing industry and politics.

SBE16’s programme offers 150 scientific contributions from over 30 countries. The presented research findings cover topics such as “green building” in Nigeria, sustainable neighbourhood development in Asian cities, current investigations on the relationship between road construction and sustainable urban development in North America and findings on the life cycle approach in the construction sector. The programme will promote scientific and technical exchanges through lectures, workshops and special sessions as well PhD sessions for young scientists. 

SBE 16 Hamburg - International Conference on Sustainable Built Environment

7-11 March 2016HafenCity Universität Hamburg, Überseeallee 16, 20457 Hamburg
Further information, programme and registration:
www.sbe16hamburg.org

Organisation: HafenCity University Hamburg (HCU), ZEBAU GmbH, Karlsruhe Institute of Technology (KIT) and Munich University of Applied Sciences

Tickets: 1 day ticket 249 € (students 159 €) / 3 day ticket 699 € (students 449 €) if registrated until 15 February 2016

About SBE16 Hamburg:

The SBE16 Hamburg – Conference on Sustainable Built Environment is part of an international series of conferences focussing on sustainable building and construction. The series was launched by the International Council for Research and Innovation in Building and Construction (CIB) and the International Initiative for a Sustainable Built Environment (iiSBE), in cooperation with UNEP’s Sustainable Building and Climate Initiative (SBCI) and the International Federation of Consulting Engineers (FIDIC). 

About ZEBAU GmbH:

ZEBAU GmbH operates as an independent and semi-public network point between politics and administration, science and research and planning and construction. ZEBAU GmbH works for public authorities and the private sector, and provides a link to training and research activities of Hamburg-based universities. Drawing on considerable international experience, ZEBAU GmbH coordinates and supports projects from the concept phase through to final implementation and evaluation.

 

Press contact ZEBAU GmbH:
Nina Plate
+49 (0)40 38038422
nina.plate(at)zebau.de

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Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) hat im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 zum Thema Zukunftsstadt das Projekt „Gute Geschäfte machen – erfolgreiche Modelle für den stationären Einzelhandel“ initiiert. Deutschlandweit wurden Konzepte gesichtet und die Macher und Unterstützer ausgewählter Geschäfte vorgestellt. Die Abschlussveranstaltung am Donnerstag, den 28. Januar in der HCU nimmt Mercado und IKEA in Altona in den Fokus – zwei Einkaufszentren, die neue Wege gehen und sich mit dem Stadtteil vernetzen.

Welche Erfahrungen macht das Mercado seit 20 Jahren und was unterscheidet das Konzept vom klassischen Shopping-Center? Wie funktioniert der erste innerstädtische Standort einer IKEA-Filiale und wie klappt die Zusammenarbeit mit dem Stadtteil? Die Stadtforscher Prof. Dr. Ingrid Breckner und Stefan Kreutz von der HCU sprechen mit Mercado-Centermanager Sven Ebert und IKEA-Filialleiter Christian Mollerus.

Das Projekt „Gute Geschäfte machen“ versteht sich als Begegnungsort für Einzelhändler, Existenzgründer, Stadtverwaltung, Stadtmarketing, Wissenschaft und eine interessierte Öffentlichkeit und möchte inspirieren, informieren und ermutigen, Dialog ermöglichen und eine breite Diskussion über Chancen und Risiken des Einzelhandels in der Zukunftsstadt entfachen und begleiten.

Durch den Online-Handel ist der Einzelhandel in den Innenstädten unter Druck geraten. Verändertes Einkaufsverhalten und neue Wertmaßstäbe wie z.B. nachhaltiger Konsum oder „Buy local“ haben neue Handelsformen hervorgebracht. Bislang gibt es keinen wissenschaftlich fundierten Katalog erfolgreicher Handelsformen und -strategien. Dies führt dazu, dass der Einkauf im Internet als alternativlos günstig und einfach angesehen wird – auch weil die Alternativen bislang zu wenig bekannt sind. Gute Geschäfte im Sinne des Projekts tragen zu einer lebendigen nachhaltigen und gesunden Stadt bei. Sie sind nicht nur ökonomisch tragfähig, sondern leisten darüber hinaus auch wertvolle Beiträge für die Nachbarschaft, den Stadtteil oder die Gesamtstadt.

Das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt zeigt, wie Forschung heute schon dazu beiträgt, Städte nachhaltig lebenswert zu gestalten. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog. Sie fördern den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. 

Donnerstag, 28. Januar 2016, 18 Uhr
Mercado und IKEA – Win-Win in Altona?

HafenCity Universität Hamburg HCU, HOLCIM Auditorium
Überseeallee 16
20457 Hamburg

Es diskutieren:
Prof. Ingrid Breckner (HCU Hamburg),
Mercado Centermanager Sven Ebert,
IKEA Altona Einrichtungshauschef Christian Mollerus

Moderation: Thomas Böhm

Weitere Informationen unter www.gutegeschaeftemachen.de oder www.wissenschaftsjahr-zukunftsstadt.de.

 

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Am kommenden Freitagabend feiert die HafenCity Universität Hamburg (HCU) im Beisein der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank sowie namhaften Persönlichkeiten und Mitgliedern des ersten und zweiten Hochschulrates der HCU ihren ersten runden Geburtstag. Als Universität neuen Typs gründete die Freie und Hansestadt Hamburg ihre jüngste staatlich finanzierte Universität vor zehn Jahren am 1. Januar 2006. Damit führte sie die bau- und planungsbezogenen Fachbereiche aus drei Hamburger Hochschulen zusammen. Heute bietet die HCU mit ihrem Studienangebot und ihrer Lage in der HafenCity, dem größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekt Europas, ihren Studierenden einzigartige Studienbedingungen.

„Die HafenCity Universität ist fester Bestandteil sowohl der Hamburger als auch der internationalen
Universitätslandschaft. Nach einer schwierigen Startphase hat sich die Universität mit großem Elan positiv entwickelt“, sagt Wissenschaftsseatorin Katharina Fegebank. „Die HCU vereint alle Aspekte für
Bauen und Metropolentwicklung unter einem Dach. Dabei verbindet sie die Disziplinen Architektur,
Kunst, Bauingenieurswesen und Sozialwissenschaften und ist mit ihrem Neubau in der HafenCity unmittelbarer Bestandteil eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Ich danke allen Hochschulmitgliedern sehr herzlich für ihre Arbeit und ihr Engagement!“

„Der wissenschaftliche Austausch erstreckt sich über die Landesgrenzen hinweg, intensiver Kontakt
besteht vor allem zu allen namhaften Universitäten im Nord- und Ostseeraum“, ergänzt HCU-Präsident
Dr.-Ing. Walter Pelka. „Mit dem MIT Media Lab des Massachusetts Institute of Technology in Boston
(USA) wurde zuletzt eine weitere spannende Kooperation geschlossen: Das gemeinsame Digital
City Science Lab stellt sich der Aufgabe, die Veränderungen von Städten durch die Digitalisierung zu
erforschen und konstruktiv mitzugestalten.“

Gründung der HCU - Paradigmenwechsel in der Wissenschaft

Vor mehr als 10 Jahren erkannte man in Hamburg, dass die Vereinheitlichung der Hochschul-Abschlüsse im Zuge des Bologna-Prozesses zu einer Annäherung von Universitäten und Fachhochschulen führen werde. Gleichzeitig wuchs die Erkenntnis, dass sich die drängenden Fragen der Gesellschaft zunehmend nur in einer konsequent fachübergreifenden Lehre und Forschung erfolgreich angehen lassen werden. Aus diesen beiden Entwicklungssträngen heraus entstand die Vision einer
Universität neuen Typs, die mit der HCU realisiert wurde. Das wissenschaftliche Leitbild der neuen
Universität ist konsequent durch Interdisziplinarität und Nutzung von Synergien der integrierten
Fachdisziplinen geprägt.

„Stärken und Potenziale unserer Fachkulturen sollen genutzt und weiterentwickelt werden. Wir erheben den Anspruch, unter einem Dach alle Aspekte des Bauens – sowohl technisch, gestalterisch, sozioökonomisch und planerisch – zu vereinen, um sie fachübergreifend zu erforschen und zu lehren“,
so HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka.

Um diese besonderen Ziele in Lehre und Forschung zu realisieren, wurden Fakultäten, Departments,
Lehrstühle und Institute abgeschafft und eine flache, horizontale akademische und organisatorische
Struktur aufgebaut.

Wichtiger Meilenstein: Neubau der HafenCity Universität



Dem Wunsch einer möglichst engen Zusammenarbeit der Disziplinen in Forschung und Lehre standen in der Anfangszeit mehrere  Herausforderungen gegenüber: Die durch unterschiedliche Fachkul-turen geprägten Disziplinen sowie Leitung als auch Verwaltung verteilten sich in den ersten Jahren auf bis zu sieben Standorte über das Hamburger Stadtgebiet, sodass ein gegenseitiges Kennenler-nen, ein fachlicher und persönlicher Austausch und damit das Zusammenwachsen erschwert wurde. Ein massives finanzielles efizit aus der Gründungsphase belasete die Entwicklung der Universität in den Anfangsjahren zusätzlich.

In einem Kraftakt entwickelte die HCU in den Jahren 2013/2014 einen auf die Zukunft ausgerichteten Struktur- und Entwicklungsplan, der nicht nur die ehrgeizigen Gründungsziele aufnimmt und operationalisiert, sondern auch – schon im dritten Jahr – ein ausgeglichenes finanzielles Egebnis gewährleistet.

Mit dem Bezug des Neubaus in der HafenCity im Frühjahr 2014 wuchs endlich auch räumlich zu-sammen, was strategisch und fachlich zueinander gehört. Die HafenCity als größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt Europas bietet den Wissenschaftlern dabei den besonderen Reiz eines Stadtlabors vor der eigenen Haustür.


HCU in Zahlen

2.400 Studierende

400 Absolventen pro Jahr

50 Professoren

150 Wissenschaftliche Mitarbeiter

5 Bachelor-Studiengänge: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik, Stadtplanung, Kultur der Metropole

6 Master-Studiengänge: Architektur, Bauingenieurwesen, REAP, Geomatik, Urban Design, Stadtplanung

Standort: HafenCity Hamburg(Stand: WS 15/16)

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Pressekontakt:

HafenCity Universität Hamburg
Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (0)40 42827 2733
marina.brink(at)vw.hcu-hamburg.de

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Am 11. Dezember 2015 wurde bereits zum fünften Mal der mit 3.000,- Euro dotierte WTM-Architectural-Engineering-Preis im Rahmen der Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge im Bauingenieurwesen im Neubau der HafenCity Universität Hamburg vergeben. Diesjähriger Preisträger ist der HCU Absolvent Kai Schramme. Der Preis wurde vom Ingenieurunternehmen WTM Engineers GmbH aus Hamburg gestiftet und von Herrn Dr.-Ing. Alexander Steffens übergeben.

Die Master-Thesis von Kai Schramme mit dem Thema "Die Entwicklung wandelbarer Faltwerke auf Basis parametrischer Prinzipien" beschäftigt sich mit der Generierung kinematischer Falttragwerke. Hierzu wurde ein Entwurfstool entwickelt um beliebig komplexe Faltstrukturen zu erzeugen und deren räumlichen Bewegungsablauf zu analysieren. Im Anschluss an eine allgemeine Untersuchung des Tragverhaltens wurden, in Analogie zu den Origamifalttechniken, Parameter identifiziert, die die Wandelbarkeit definieren und den Entwurf charakterisieren. Mit Hilfe des entworfenen Tools kann ebenfalls das spezifische Tragverhalten der unterschiedlichen Faltstrukturen tragwerksplanerisch untersucht werden. Betreut wurde die Arbeit an der HCU von Prof. Dr. Annette Bögle und José Ortolano. Wesentliche Teile der Masterthesis wurden bei der jährlichen Konferenz der IASS (International Association for Shell and Spatial Structures) 2015 in Amsterdam vorgestellt.

Herr Kai Schramme hat zunächst das Bachelorstudium „Bauingenieurwesen“ an der HCU und anschließend ein Auslandssemester im Masterprogramm der KTH Stockholm absolviert. Zuletzt hat er das Masterstudium „Bauingenieurwesen – Architectural Engineering“ an der HCU abgeschlossen.

WTM Engineers wurde 1936 in Hamburg gegründet und steht heute für richtungsweisende Ingeni-eurdienstleistungen im Bauwesen. Insgesamt beschäftigt WTM 280 Mitarbeiter in Hamburg und in den Niederlassungen Berlin und München. Eine zunehmende Zahl an Aufträgen aus dem Ausland führte zur Gründung der WTM Engineers International GmbH. Viele tausend Projekte im In- und Aus-land belegen die umfassende Erfahrung des Unternehmens.

Die Förderung des Nachwuchses ist WTM ein besonderes Anliegen, sowohl innerhalb des eigenen Büros als auch durch Kooperationen mit Hochschulen.

Rückfragen und Kontakt ins Präsidium:
Jost Backhaus
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 14 neue For-schergruppen ein, die es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) freut sich sehr, dass der Antrag von Prof. Dr. Gernot Grabher auf eine DFG-Forschergruppe zum Thema "Organized Creativity: Practices for Inducing and Coping with Uncertainty“ genehmigt wurde. Der Antrag mit einem Projektvolumen von 3,4 Millionen Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren hat er zusammen mit einem Kollegium aus Managementforschern, Wirtschaftssoziologen und Wirtschaftsgeographen (Freie Universität Berlin sowie Max-PIanck Institut für Gesellschaftsforschung, Köln) gestellt.

Der Begriff „organisierte Kreativität“ erscheint widersprüchlich: Kreative Prozesse sind per se unsicher und lassen sich nicht intentionell steuern. Trotzdem spielen sie sich unter Netzwerken von Akteuren unterschiedlicher räumlich-zeitlicher Kontexte ab, die einen gewissen Grad an Organisation aufweisen. Die Forschergruppe „Organisierte Kreativität – Praktiken zur Induzierung von und zum Umgang mit Unsicherheit“ unter Sprecher Prof. Dr. Jörg Sydow von der FU Berlin will die gesellschaftlichen Strukturen und Praktiken untersuchen, in und mit denen Unsicherheit im kreativen Prozess gefördert, kanalisiert oder verhindert wird.

Prof. Dr. Gernot Grabher erläutert: „In dieser Forschergruppe geht es, kurz gesagt, darum, Unsicherheit nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Ressource in kreativen Prozessen zu begreifen. Genauer gesagt soll die Rolle von Unsicherheit, veranschaulicht an Beispielen aus der Musik- und der Pharmaindustrie, in künstlerischen sowie wissenschaftlichen Kreativitätsprozessen vergleichend analysiert werden.“ Er ist mit zwei Forschungsprojekten zu den Themen "Organizing Temporary Co-Presence to Induce and Cope with Uncertainty in Creative Processes“ sowie "The Temporal Structuring of Uncertainty in Creative Projects“ über die Gesamtlaufzeit von sechs Jahren an der Forschergruppe beteiligt.

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Die British Cartographic Society (BCS) hat den „Henry Johns Award“ für das beste Paper im Jahr 2014 in der Zeitschrift „The Cartographic Journal“ an Dr. Christoph Kinkeldey und seinen Doktor-Vater Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe sowie Prof. Alan MacEachren (Penn State University, USA) verliehen.

Die international wohl bedeutendste Zeitschrift für das Fach Kartographie hat damit ein Übersichtspaper ausgezeichnet, dass erstmals systematisch die Visualisierung von Unsi-cherheiten in Karten thematisiert: Welche Methoden gibt es? Wie wird evaluiert?

Begonnen und die Idee präzisiert hat Christoph Kinkeldey das Thema während eines For-schungsaufenthaltes an der Penn State University. An der HCU hat er dann mit Jochen Schiewe den Rahmen für die Doktorarbeit abgesteckt. Alan MacEachren fungiert als Zweit-gutachter.

Die Gewinner des Henry Johns Award werden vom Herausgeber des Cartographic Journal, der Redaktion und dem Präsidenten der BCS gewählt. Der Preis besteht aus einem Geldpreis, einem Zertifikat und der Öffentlichkeitsarbeit in BCS Publikationen und auf der BCS-Website.

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Im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung durch das Präsidium der HCU vergab die Hochschule zum sechsten Mal den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

Prof. Dr. Harald Sternberg, Vizepräsident für Studium und Lehre, überreichte gemeinsam mit dem International Office den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis 2015 an Herr Sergej Zorin aus Russland. Sergej Zorin studiert im 3. Semester im Master-Studiengang Geomatik, mit der Vertiefungsrichtung Hydrographie. Er hat es geschafft, sich innerhalb seines ersten Jahres an der HCU fachlich und sozial hervorragend zu integrieren. Neben den überdurchschnittlichen Leistungen sind das besondere Engagement und fundierende Fachkenntnisse von Herrn Zorin hervorzuheben.

Die Jury – bestehend aus dem Vizepräsidenten für Lehre und Studium, Herrn Prof. Dr. Harald Sternberg, der Vertreterin vom AStA, Mursal Nyeazi, und Ekaterina Wittke aus dem International Office – würdigte neben der herausragenden Studienleistungen von Herrn Zorin auch seine ehrenamtliche Engagement für die Integration von internationalen und lokalen HCU-Studierenden.

Zum DAAD-Preis: Der DAAD-Preis wird jährlich vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) ausgelobt. Mit diesem Preis sollen ausländische Studierende mit besonderen akademischen Leistungen und bemerkenswertem gesellschaftlich-interkulturellen Engagement ausgezeichnet werden. Die Wahl der Preis-trägerin/des Preisträgers erfolgt in Verantwortung der Hochschule. Mit der Verleihung des DAAD-Preises soll zugleich einer breiteren Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, welche Bereicherung ausländische Studierende für die Hochschulgemeinschaft darstellen.

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Charlotte Stapenhorst, seit knapp einem Jahr Bachelor-Studentin Architektur an der HCU, hat im August mit der Deutschen Frauennationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Hockey-Europameisterschaften in England gewonnen. Nach dem knapp verpassten Finaleinzug besiegte Charlotte die Gegnerinnen aus Spanien mit einem Dreierpack  beim deutschen 5:1 Sieg im Spiel um Platz 3 fast im Alleingang.

Gebürtig aus Berlin kommend, infizierte sie sich mit dem Hockey-Virus in der eigenen Familie: „Wenn die größeren Geschwister von Turnieren mit Medaillen nach Hause kommen, dann will man das auch!“, so Charlotte, die seit ihrem 5. Lebensjahr Hockey spielt. Des Sports wegen ging es deshalb vor einem Jahr auch nach Hamburg – im Hockey eine absolute Hochburg: der halbe Kader der Nationalmannschaft kommt aus der Hansestadt. Allein beim UHC hat Charlotte neun Kolleginnen aus dem DHB-Team. 

Für den Schritt nach Hamburg waren auch die Gespräche mit Pamela Wittfoth, Laufbahnberaterin am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein in Dulsberg, ausschlaggebend. Gemeinsam mit Charlotte hat sie sich mit der damaligen Studiengangkoordinatorin Christina de la Cruz zusammengesetzt, um die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium an der HCU zu klären. Um Charlotte auf ihrem sportlichen Weg optimal zu unterstützen, kümmern sich jetzt Tutor*innen um spezielle Korrekturzeiten oder unterstützen bei anderen Seminarterminen, an denen sie auf Grund von Terminen, Lehrgängen oder Länderspielen nicht teilnehmen kann. „Auch Frau Professor Rabenschlag hat mich ganz toll unterstützt, und sich immer extra Zeit für mich genommen – das hat mir sehr geholfen!“, berichtet Charlotte begeistert. 

Für die Anerkennung ihrer Leistung erhielt Charlotte von waterfront e.V., dem Förderverein der HCU, einen Gutschein in Höhe von 250 Euro für Studienmaterialien. Die HCU wird Charlotte weiterhin unterstützen, und wir wünschen ihr auf dem Weg nach Rio 2016 viel Glück und viel Erfolg!

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HafenCity Universität Hamburg entwickelt Anbindungsideen für aufstrebende Stadtteile in internationaler Summer School „Think the Link"

Hamburg, 20.08.2015. Im Rahmen ihrer Baltic International Summer School – unter der Schirmherrschaft der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank – bringt Hamburgs „Bau-Uni“ vom 21. - 30. August über 70 Studierende und Nachwuchswissenschaftler aus Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Polen, Russland und Schweden zusammen. Unter dem Motto „Think the Link“ er-arbeiten die Masterstudierenden und Doktoranden der Fächer Bauingenieurwesen, Architektur, Stadtplanung neue Integrationskonzepte für Hamburgs sich derzeit am stärksten entwickelnden Stadtteile – die HafenCity und Rothenburgsort.

Mit ihrer Aufgabenstellung knüpft die Leiterin des internationalen Workshops, Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle an das Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen an. Vor dem Hintergrund des geplanten Wohnraums in Rothenburgsort und auch der HafenCity bedürfen die durch Wasserwege und zum Teil industrielle Nutzung derzeit noch isolierten Gebiete einer besseren Integration. In der Summer School entwickeln die über 70 internationalen Teilnehmer daher in den kommenden zehn Tagen Ideen und Wege für eine bessere Anbindung der Stadtteile an ihre jeweiligen Nachbarstadtteile. Die entstehenden Lösungen erarbeiten die Nachwuchswissenschaftler in interdisziplinären Teams – denkbare Ergebnisse wären zum Beispiel Entwürfe für Fußgängerbrücken, für die Einrichtung von Fahrradwegen bis hin zu künstlerischen Installationen oder der Einrichtung eines Gemeindezentrums zur lebenswerteren Gestaltung der Stadtteile.

Die endgültigen Arbeitsergebnisse werden von einer international besetzten Jury begutachtet und der Hamburger Öffentlichkeit im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung am Sonnabend, dem 29.08.2015 im Beisein der Schirmherrin, Senatorin Katharina Fegebank vorgestellt. Als Wissenschaftssenatorin unterstützt sie die Initiative der HCU, ihr wissenschaftliches Netzwerk mit renommierten Partneruniversitäten wie Chalmers in Göteborg oder der Aalto Universität in Helsinki weiter auszubauen und zu festigen: „Mit Think the Link ist der HCU ein Format gelungen, aktuelle Zukunftsfragen der Freien und Hansestadt Hamburg in Zusammenarbeit mit wichtigen Partneruniversitäten der Baltic Sea Region, im Dialog zu erarbeiten“, sagt Katharina Fegebank.

Erweiterter Ostseeraum – Internationalisierungsfokus der HCU
Tatsächlich plant die HCU, in den kommenden Jahren besonders ihre Kontakte zu wissenschaftlichen Institutionen der Ostseeanrainer verstärkt auszubauen. Die Baltic International Summer School ist dabei ein ganz wesentlicher Baustein. „Die Erfahrung zeigt, dass nicht Institutionen miteinander kooperieren, sondern die Menschen, die in ihnen arbeiten", sagt Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU. „Aus diesem Grund ist Think the Link als nachhaltige Plattform für den kontinuierlichen wissenschaftlichen Austausch konzipiert, in der sich die Studierenden, Lehrenden und Forschenden regelmäßig begegnen. Durch den kontinuierlichen Kontakt entsteht ein stabiler und selbstverständlicher fachlicher Austausch, gemein-same Forschungsaktivitäten und länderübergreifende Forschungsanträge lassen sich einfacher planen. Davon profitieren am Ende alle Seiten – und, nicht zu vernachlässigen, macht es allen Beteiligten viel Spaß.“

Auch international stößt die HCU mit ihrem Projekt auf großes Interesse. „Bereits in der dies-jährigen Auftaktveranstaltung haben wir gleich acht Partneruniversitäten gewinnen können, die sich nicht nur durch Entsendung von Studierenden sondern auch durch konkrete Konzeptideen, Vorträge, Kritiken u.v.m. in die Summer School einbringen“, sagt Projektleiterin Bögle. Sie hat mit ihrem Team für „Think the Link“ eigens ein neues methodisches Format entwickelt, in dem alle Teilnehmer in fachlich wie national gemischten Teams zusammen arbeiten. Selbst der thematische Fokus auf Hamburgs Wasserseite betrifft alle Teilnehmer gleichermaßen. „Die Gäste aus Kopenhagen, Göteborg, Helsinki, St. Petersburg und Danzig sind allesamt selbst Bewohner von Hafenstädten und werden für die diesjährige Aufgabe “at, over and on the water“ die notwendige Sensibilität mitbringen“, sagt Bögle. „Optimaler Weise würden wir uns wünschen, dass die für Hamburg entwickelten Erkenntnisse auch in ihren Heimathafenstädten übertragbar sind.“

Die Summer School wird durch ein Rahmenprogramm mit öffentlichen Vorträgen unter anderem von Neil Thomas (atelier one) und Mike Schlaich (Schlaich, Bergermann und Partner) begleitet.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hcu-hamburg.de


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Frauke Kasting, HafenCity Universität Hamburg,
Präsidialabteilung
+49 (0)40 42827 2736, Frauke.Kasting(at)hcu-hamburg.de

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Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) vergab am 16. Juni für das Sommersemester 2015 bereits zum vierten Mal das Deutschlandstipendium für den Förderzeitraum von zwei Semestern. Die Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich soll besonders leistungsstarke und engagierte Studierende beim Studium unterstützen.

Die HCU konnte die Anzahl der Geförderten von 2014 auf 2015 um 50% auf 21 Studierende steigern. Die einkommensunabhängigen Stipendien werden zu gleichen Anteilen gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Förderern der HCU zur Verfügung gestellt.

Maßgeblich und seit Beginn fördert die Henri Benthack Stiftung 13 Stipendien für die Studierenden der HCU. Dr. Hesse und Partner Ingenieure stellen bereits zum dritten Mal ein Stipendium zur Verfügung. Neu dabei sind in diesem Jahr die Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung (zwei Stipendien), die Ingeborg Suhr Stiftung (zwei Stipendien), die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG (zwei Stipendien) und die Sutor Bank Stiftung (ein Stipendium).

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Präsidium der HCU ihre Urkunden persönlich durch die Förderer und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka. Gefördert wird damit auch der nachhaltige Kontakt zwischen Stipendiaten und Förderern – ebenfalls ein Anliegen des Deutschlandstipendiums. Durch ein online Bewerbungs- und Verwaltungstool sowie ein moderiertes Auswahlverfahren wird der Aufwand an der HCU extrem schlank gehalten, so dass an der HCU kein weiterer Verwaltungsaufwand entsteht.

Für die Stipendien hatten sich insgesamt 98 Studierende beworben. In einer Jurysitzung wurden die Siegerinnen und Sieger gekürt. Im Auswahlgremium wirkten neben dem Vorsitzender auch die Gleichstellungsbeauftragte, drei Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, ein Studierender sowie mit beratender Stimme ein Vertreter der privaten Mittelgeber mit. Ausschlaggebend waren gute Noten und Studienleistungen. Aber auch weiche Kriterien – fachliches Engagement, die Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg – gingen in die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten ein.

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Jost Backhaus
HafenCity Universität Hamburg
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Gemeinsames Digital City Science Lab wird Digitalisierung von Städten erforschen und begleiten

Hamburg, 02.06.2015. Der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka, und der Direktor des MIT Media Labs, Joichi Ito, unterzeichneten heute im Rathaus eine entsprechende Vereinbarung – in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Hamburg wird zu einem lebenden Labor: Ziel des Digital City Science Lab ist es, die Veränderungen von Städten durch die Digitalisierung zu erforschen und konstruktiv mit zu gestalten. Dazu sollen vor allem in Hamburg urbane Veränderungsprozesse untersucht und wissenschaftlich ausgewertet werden.

Die Kooperation mit der HCU ermöglicht es dabei dem Media Lab am MIT, seine Modelle zur Simulation von urbanen Themen zu verifizieren und weiterzuentwickeln: zum Beispiel zu wissenschaftsgestützten Planungsinstrumenten, Elektromobilität, urbaner Landwirtschaft, intelligenten Arbeits- und Wohnräumen und anderen Aspekten innovativer Stadtentwicklung. Geplant ist sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung, gemeinsam mit in diesem Bereich engagierten internationalen Unternehmen.

Wichtig ist die Vermittlung der Ergebnisse an die Öffentlichkeit. Diese geschieht anhand sogenannter City Scopes. Diese Stadtmodelle dienen der anschaulichen Darstellung der Ergebnisse und deren Vermittlung auch für Nicht-Fachleute. Im Rahmen der Entwicklung des Lab soll zudem ein Think Tank zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aufgebaut werden, der die Stadt in zukünftigen Entwicklungsvorhaben berät.

Das Lab wird geleitet durch einen Direktor/eine Direktorin, bestellt durch die HCU. Die City Science Task Group wird gebildet aus Professuren aus den Bereichen digitale Technologien sowie Stadtforschung/ Smart City/Digitale Stadt und wissenschaftlichen Mitarbeitern/innen. Angesiedelt ist das Lab an der HCU. Gesteuert wird das Lab durch ein vierköpfiges Steering Committee (aus jeweils zwei Mitgliedern des MIT Media Lab und zwei Mitgliedern der HCU). Zudem soll ein Advisory Board formiert werden, mit Mitgliedern aus der Stadt, der Industrie und Wissenschaft. Zur Intensivierung der Kooperation sollen regelmäßig Wissenschaft-ler/innen und Studierende beider Universitäten an der jeweils anderen Einrichtung tätig sein. Die wissenschaftliche Expertise dieser Task Group wird ergänzt durch weitere Professorinnen und Professoren der HCU.

Die Task Group selbst wird Grundlagenforschung betreiben, die beteiligten Wissenschaftler/innen der HCU und weiterer Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen vernetzen, die Zusammenarbeit mit dem internationalen Partner in Projekten aufbauen sowie Drittmittelanträge für Projekte in der Grundlagenforschung stellen. Andererseits wird sie auch für die Vernetzung in
Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie die Akquise von Drittmitteln aus diesen Bereichen für anwendungsorientierte Projekte verantwortlich sein.

Das neue gemeinsame Labor von HCU und MIT Media Lab wird unterstützt durch eine Anschubfinanzierung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Information MIT

The Massachusetts Institute of Technology (MIT) is a nonprofit university in Cambridge, Massachu-setts, USA. The Media Lab is a laboratory at MIT focused on mixing disparate research areas to create disruptive technologies. The City Science Initiative at the Media Lab is developing new systems and strategies for design to enable more entrepreneurial, high-performance, livable cities, with an emphasis on evidence-based urban planning tools, mobility on demand, urban agriculture, and responsive places of living and work. The City Science Initiative is interested in testing and evaluating urban innovation in the context of “Living Lab” cities.

Further Information: https://www.media.mit.edu/

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Hamburg, 02.06.2015. Am 19. Mai 2015 wurden die Gewinner des Internationalen Hebel Studentenwettbewerbs 2014/2015 „LogCity – Key of Europe“ von einer Fachjury gewählt. Aufgabe war, ein Logistikzentrum in der deutsch-niederländischen Grenzregion zu entwickeln und neue zukunftsweisende Konzepte für die Logistik zu präsentieren. Zu den Gewinnern zählen zwei interdisziplinäre Studierendenteams aus dem Studiengang Architektur und dem Studiengang Bauingenieurwesen der HCU.

 

Das Avantisgelände, ein etwa 108 ha großes Areal wurde bereits in den 1990er Jahren als grenzübergreifender Logistikpark ausgewiesen. Allerdings ist der erwartete Erfolg bisher ausgeblieben, die damals entwickelten Konzepte umzusetzen. Gemeinsam mit der Stadt Aachen sowie der Deutsche Post DHL ist die Marke Hebel des Xella-Konzerns einer langen Tradition gefolgt und hat den regelmäßig ausgelobten internationalen Studentenwettbewerb dieses Jahr dem Avantisareal gewidmet. Im Fokus des Wettbewerbs stand die Erarbeitung eines innovativen Konzeptes für eine zukunftsfähige Nutzung des Geländes als Logistikpark. Dabei wurden als inhaltliche Schwerpunkte Logistik, Innovation, Business, Soziale Einrichtungen und Erholung vorgegeben, darüber hinaus sollten die Studierenden noch einen eigenen zusätzlichen Schwerpunkt entwickeln.

 

Zukunftsfähige Architekturlösungen im Industrie- und Verwaltungsbau sollten von den interdisziplinären Studierendenteams entwickelt werden, die sich zum einen durch eine hohe funktionale und nutzerfreundliche Qualität auszeichnen und zum anderen die ökologischen und ökonomischen Standards erfüllen. Von dem Auslober wurden darüber hinaus hohe Anforderungen an die planerischen und gestalterischen Fähigkeiten der Studierenden gestellt. Durch die internationale und disziplinenübergreifende Beteiligung sollten vor allem auch die kulturellen und sozioökonomischen Einflüsse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Bearbeitung der Aufgabe miteinfließen.

 

Zwei der von der HafenCity Universität eingereichten Arbeiten wurden am Ende prämiert. Das Team bestehend aus Olga Filina, Cyrus Ahmadi, Pascal Bollig, Bashaar Baker und Colin Kunde überzeugte mit dem Entwurf „Torus of Unity“ und wurde von der Jury auf den mit 2.500 € dotierten 2. Platz gewählt. Der Entwurf „LogUp“ von Katharina Rummel, Tobias Kuhn, Franziska Ise, Ruben Ihle wurde mit einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 € ausgezeichnet. Betreut wurden die Studierenden an der HCU von Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kritzmann und Nils Ratschke M.Sc.

Informationen: http://www.hebel.de/de/content/studentenwettbewerb.php

 

 

 

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Neumünster/Hamburg, 05.05.2015. In Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg (HCU) lobte EDEKA Nord erstmalig den studentischen Entwurfs-Wettbewerb „EDEKA Award 2015“ aus. Dieser setzt sich mit zukunftsgerichteten Einzelhandelskonzepten im urbanen Kontext auseinander. Ziel des Wettbewerbes war es, neue städtische Typologien zu entwickeln, die innovative Nahversorgungskonzepte mit ergänzenden Funktionen verbinden.

 

Der EDEKA Award 2015 gliedert sich in zwei Bearbeitungsfelder: „Trans.Peripherie“ setzt sich mit der Transformation unzeitgemäßer Einkaufscenterkonzeptionen auseinander; die Entwürfe zum Thema „Urban.Hub“ stellen Nachverdichtungsvorschläge mit hybriden Nutzungen an städtischen Schnittstellen im Hamburger Stadtgebiet dar. Die unterschiedlichen Vertriebsarten von EDEKA Nord und die Flexibilität der selbstständigen Einzelhändler bieten hierfür die idealen Voraussetzungen. Als Sonderveranstaltung zum Hauptwettbewerb wurde im Dezember 2014 der Stegreif-Wettbewerb EDEKA.FOLLIES ausgelobt. Dieser thematisierte signifikante neue Nahversorgungsansätze für Großstädte. Sechs nominierte Arbeiten nahmen am EDEKA Award 2015 teil.

 

Durchgeführt wurde der Wettbewerb als Master-Entwurfsseminar an der HCU und dort vom Fachgebiet Städtebau und Quartiersentwicklung mit einer dezidierten Arbeit zur Analyse von Einzelhandelsstandorten ergänzt und unterstützt. Vorlesungen von Zukunftsforschern der OTTO-Gruppe sowie von Wissenschaftlern anderer Hochschulen ergänzten die eigenen Inputvorträge zusätzlich.

Die Vorstellung der Arbeiten samt Preisverleihung fand am Nachmittag des 15. Aprils an der HCU statt. Professoren und Studierende der HCU, Mitarbeiter und Gäste von EDEKA Nord sowie fachlichen Repräsentanten zählten zu den Besuchern. Die einzelnen Konzepte wurden durch die Teams erläutert und anschließend von einer fachkundigen Jury bewertet. Diese bestand aus Bodo Hafke (Dezernent Wirtschaft, Bauen und Umwelt – Bezirksamt Hamburg-Mitte), Jörg Penner (Dezernent Wirtschaft, Bauen und Umwelt – Bezirksamt Hamburg-Harburg), Prof. Dr. Michael Koch (Fachgebiet Städtebau und Quartiersplanung der HCU), Carsten Venus (blauraum Architekten Hamburg, BDA) und Dr. Matthias Stippich (Architekt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Karlsruher Institut für Technologie, Verfasser von 'Discount City') sowie Carsten Koch (Geschäftsführer EDEKA Nord) und Rainer Wülbern (Leitung Expansion und Standortsicherung EDEKA Nord).

Parallel zur Jury-Beratung hielt Christian Scheler (ARGUS, Stadt- und Verkehrsplanung) einen informativen Vortrag mit dem Titel „Quartiere in Bewegung – Strategien für urbane Mobilität“. Außerdem konnten die Gäste an einer Tour durch das innovative Gebäude der HCU teilnehmen, welches seit dem Sommersemester 2014 für den Lehrbetrieb offen steht.

Den EDEKA Award 2015 erhielten Julia Isabel Thielen und Alexander Loss für das innovativ entworfene und sehr gut ausgearbeitete Konzept „Street.Food.Market.Sternschanze“ zum Thema „Urban.Hub“.2

Eine weitere Auszeichnung erhielten Andrea Marxen und Simón Saul für Ihren Entwurf zum Thema „Trans.Peripherie“ mit Namen „Nexus Harburg“. Sie befassten sich mit einer Neugliederung des Gebäudekomplexes Marktkauf Harburg.

Außerdem wurden Anna Maas und Sarah Nusair sowie Merle Deunert und Claudia Hentschel ausgezeichnet. Das erstgenannte Team entwarf „Kellinghub“: Hotel, Sport, EDEKA. Merle Deunert und Claudia Hentschel entwickelten ein Konzept namens „Turmbahnhof“ zur Umgestaltung des Pavillons am U-Bahnhof Schlump.

Last bot not least erhielten Felix Behnecke und Paul Schneider für ihren EDEKA.FOLLIE „Buycircle“ eine Anerkennung.

„Der EDEKA Award war auch für uns eine Premiere. Der Verlauf und die Ergebnisse haben unsere Erwartungen übertroffen. Wir können uns vorstellen, dass es zu einer Fortsetzung der Zusammenarbeit kommt“, freute sich Rainer Wülbern. „Insbesondere die enorme Qualität der Arbeiten und die hohe Motivation der Studierenden haben uns sehr beeindruckt. Wir haben viele interessante Anregungen erhalten.“

Alle Arbeiten des EDEKA Award 2015 werden zusammen mit Auszügen der Inputveranstaltungen in einem repräsentativen Katalog zusammengestellt, der voraussichtlich am 10. Juli im Zuge des Hamburger Architektursommers der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

 

EDEKA Nord im Profil

EDEKA Nord hat ihren Sitz in Neumünster und ist eine von sieben genossenschaftlich organisierten Großhandlungen des EDEKA-Verbundes. Sie nimmt mit rund 720 Märkten und einer Gesamtverkaufsfläche von ca. 760.000 qm eine Spitzenstellung im norddeutschen Lebensmitteleinzelhandel ein.

Das Absatzgebiet umfasst Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teile Niedersachsens und Brandenburgs. Mit einem vorläufigen Konzernumsatz von 2,6 Mrd. Euro im Jahr 2014 wird die führende Rolle als Nahversorger weiter gefestigt. Die Belieferung des Einzelhandels erfolgt aus den drei Logistikzentren Neumünster, Malchow und Zarrentin. Mit eigenen Produktionsbetrieben für Fleisch- und Wurstartikel sowie Backwaren garantiert EDEKA Nord „Frische für den Norden“.

Die selbstständigen EDEKA-Kaufleute profilieren sich durch einen auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Sortimentsmix aus Marken, Eigenmarken und regionalen Produkten. Sie stehen für Lebensmittelqualität und Genuss. EDEKA Nord ist einer der größten Arbeitgeber im Norden mit rund 5.700 Beschäftigten und bildet im Groß- und Einzelhandel und in den Produktionsbetrieben mehr als 1.300 junge Menschen aus.

 

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Am 23. April 2015 wurden die Förderpreise der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung für das Jahr 2014 verliehen. Bereits zum 13. Mal zeichnete die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung mit ihren Förder-preisen Studierende des Studiengangs Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) aus. In diesem Jahr honorierte die Stiftung großzügiger Weise zehn beste Bachelor of Science Ab-schlüsse mit je 500 Euro sowie vier beste Master of Science Thesis mit je 750 Euro. Darüber hinaus wurden vier Studienprojekte mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet. Insgesamt stellte die Stiftung somit 12.000 Euro für die Studierenden zur Verfügung und hat Ihr Engagement im Vergleich zum Vorjahr damit noch einmal erhöht.

In einem feierlichen Rahmen wurden die Studienpreise von Irene Vorwerk, Stifterin, und Christian Weiß, Vorsitzender des Stiftungsrates, an die Absolventinnen und Absolventen der HCU überreicht. Die Grußworte sprach Prof. Dr. Ingrid Breckner (Studiengang Stadtplanung, HCU). Im Anschluss an die Preisübergabe lud die Vorwerk-Stiftung zu Gesprächen mit den Preisträgern und zum Beisam-mensein mit den Ehrengästen bei Getränken und einem Imbiss ein.


Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung
Die Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung wurde am 9. Oktober 1997 von Irene und Friedrich Vorwerk ins Leben gerufen. Sie ist Ausdruck der tief empfundenen moralischen Verpflichtung der Eheleute, einen Teil ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Mit der Stiftung wurden alle ihre vielfältigen sozialen Aktivitäten unter einem Dach gebündelt. Ihre Aufgabe ist die Förderung von mild-tätigen, kulturellen und wissenschaftlichen Projekten sowie der Jugend- und Altenhilfe. Die Philoso-phie von Friedrich Vorwerk, hilfsbedürftige Personen und gemeinnützige Projekte schnell und unbüro-kratisch zu unterstützen, wird von den Vertretern der Stiftung weiterhin konsequent umgesetzt.

Kontakt zur Vorwerk-Stiftung
Christian Weiß, Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung
Vorsitzender des Stiftungsrates, Referent für Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)4182 1047 +49 (0)40 42827 2730
cw(at)friedrich-vorwerk.de

Kontakt zur HCU Hamburg
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Dr.-Ing. Walter Pelka neuer Sprecher der LHK

Die Präsidenten der Hamburger Hochschulen haben heute in einer Pressekonferenz in der HafenCity Universität Hamburg ihr gemeinsam verfasstes Papier mit dem Titel „Aus Kenntnis und Verantwortung. Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg“ vorgestellt. Darin werden die Leistungen und Erfolge der Hamburger Hochschulen bilanziert sowie konkrete Empfehlungen an Politik und Öffentlichkeit zur künftigen Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Hamburg formuliert.

Nach der Veröffentlichung verschiedener Positionspapiere der ehemaligen Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt (inzwischen Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen) und der ehemaligen Politiker Klaus von Dohnanyi, Willfried Maier und Wolfgang Peiner sowie der Patriotischen Gesellschaft stellt die heute vorgestellte Denkschrift erstmals die Eigenperspektive der Präsidenten der Hamburger Hochschulen dar.

Die bereits vor der Bürgerschaftswahl von den Hamburger Hochschulen verfasste Denkschrift soll ein Grundlagenpapier für die zukünftige Zusammenarbeit der Hamburger Hochschulen mit der Behörde für Wissenschaft und Forschung sein.

Das Papier der Präsidenten der Hamburger Hochschulen sowie die im Januar vorgestellte „Studie zum Wirtschaftsfaktor Hochschule in der Freien und Hansestadt Hamburg“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) befinden sich zum Download unter: www.hcu-hamburg.de

· Papier der LHK: „Aus Kenntnis und Verantwortung. Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg

· Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): „Studie zum Wirtschaftsfaktor Hochschule in der Freien und Hansestadt Hamburg
 

Walter Pelka neuer Sprecher der LHK

Die Vorstellung des Papiers fällt mit dem Ende der Amtszeit als Sprecher der LHK von Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, zusammen. Nach zwei Jahren erfolgt turnusgemäß ein Wechsel auf dieser Position. Zum neuen Sprecher der Landeshochschulkonferenz ist Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, gewählt worden.

„Ich freue mich über das Vertrauen, das meine Kolleginnen und Kollegen in mich gesetzt haben“, sagt Dr.-Ing. Walter Pelka. „Zum ersten Mal übernimmt damit ein Präsident der sogenannten ‚kleinen‘ Hochschulen dieses Amt. Das ist auch ein Beleg dafür, dass die junge HCU inzwischen ein integraler Bestandteil in der Hamburger Hochschullandschaft geworden ist. Die Landeshochschulkonferenz hat bereits vor der Hamburgischen Bürgerschaftswahl ihre Empfehlungen an die Wissenschaftspolitik der Freien und Hansestadt Hamburg zusammengefasst. Jetzt geht es darum, diese Positionen in Gesprächen mit dem Senat zum Wohle aller Hochschulen und unserer Stadt auszugestalten.“

Pressekontakt:
Landeshochschulkonferenz Hamburg Geschäftsstelle
Jost Backhaus, Pressereferent der HCU
Tel.: 040- 428 27 - 2730
E-Mail: jost.backhaus(at)vw.hcu-hamburg.de

Geschäftsstellenleitung der LHK:
Landeshochschulkonferenz Hamburg Geschäftsstelle
Frauke Kasting, Referentin des Präsidenten der HCU
Tel.: 040- 428 27 - 2736
E-Mail: frauke.kasting(at)vw.hcu-hamburg.de

 

Download: Pressemitteilung

Download: Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der FHH

Download: Studie zum Wirtschaftsfaktor Hochschule in der FHH

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) hat am 12. März Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen den Beschluss des VG Hamburg vom 13. Oktober 2014 und die Beschlüsse des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichtes vom 9. Februar 2015 eingereicht. Darin war die HCU verpflichtet worden, eine große Anzahl zusätzlicher Studienanfänger im BA-Studiengang Stadtplanung aufzunehmen.

Die Zulassung für das Wintersemester 2014/2015 richtete sich erstmals nach dem neuen Ausbildungskapazitätsgesetz vom März 2014. Damit hatte die Freie und Hansestadt Hamburg als erstes Bundesland erstmals ein modernes Zulassungsrecht geschaffen, das dem Bologna-Prozess entspricht, wie es die führenden Wissenschaftsorganisationen seit geraumer Zeit fordern.

Die Entscheidungen der hamburgischen Gerichte stützen sich (ausschließlich) auf die Kapazitätsrechtsprechung zu Art. 12 Abs. 1 GG aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Bedeutung und Tragweite der verfassungsmäßig geschützten Lehrfreiheit der HCU wird völlig ignoriert.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität, sieht in der Forderung der Gerichte, die Qualität der Ausbildung eines Studienganges „bis zur Grenze der Funktionstüchtigkeit“ herabzusetzen, um weitere Studienanfänger aufnehmen zu können, gleich mehrfach eine „Rote Linie“ überschritten: „Hier wird massiv in die Grundrechte der Hochschullehrenden, der Hochschule und unserer Studierenden eingegriffen. Dieser Eingriff ist in hohem Maße schädlich für die Qualität der Ausbildung unserer Absolventinnen und Absolventen. Die Freiheit der Lehre umfasst die methodische Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte. Es kann und darf nicht sein, dass uns von den Gerichten vorgegeben wird, ob wir bestimmte Lehrinhalte in einer Massenvorlesung oder in einer Projektgruppe vermitteln. Letztendlich tragen wir gegenüber unseren Studierenden und der Gesellschaft die Verantwortung für die Qualität der Lehre und die Sicherstellung der Berufsfähigkeit.“

Die HCU sieht darüber hinaus ein katastrophales Signal für den Hochschulstandort Deutschland und das deutsche Wissenschaftssystem. Von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden immer höhere Erwartungen an die Qualität der Ausbildung bis hin zur viel beschworenen Exzellenz der Lehre an die Hochschulen gestellt. Durch diese Beschlüsse wird der eingeschlagene Weg zu einer Qualitätssicherung konterkariert und Deutschland vom internationalen Niveau der universitären Ausbildung abgekoppelt.

Die Hochschule sieht durch die Beschlüsse ihr Recht und ihre Kompetenz zur Definition der Qualität der Ausbildung ihrer Studierenden abgesprochen. Die entwickelten Lehrinhalte und Lehrformate beruhen auf einer langjährigen Erfahrung der Lehrenden und einem ständigen Dialog zwischen Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung, also mit den zukünftigen Arbeitgebern der Absolventen.

Vor der Zulassung für das Wintersemester wurden in einem kontinuierlichen Diskussions- und Verhandlungsprozess zwischen Hochschule und Wissenschaftsbehörde im Rahmen der Ziel- und Leistungsvereinbarungen die Qualitätsmaßstäbe auf ihre Angemessenheit geprüft und am Studienplatzbedarf sowie den durch die Bürgerschaft zur Verfügung gestellten Mitteln gespiegelt.

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung stärkt der HCU den Rücken. „Wir halten die Verfassungsbeschwerde der HafenCity Universität nicht nur für berechtigt, sondern auch für einen richtigen und wichtigen Schritt.“, unterstreicht Frau Dr. Stapelfeldt, Senatorin für Wissenschaft und Forschung: „Eine Reform des Kapazitätsrechts ist überfällig, Hamburg hat jetzt die Rolle des Vorreiters angenommen.“

Mit Professor Dr. Max-Emanuel Geis, Ordinarius für Öffentliches Recht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, konnte die HafenCity Universität einen renommierten Hochschulrechtler als Prozessvertreter gewinnen.

Rückfragen und Kontakt ins Präsidium:
Jost Backhaus, HafenCity Universität Hamburg,
Referat für Universitätsentwicklung, Organisation und Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730, Jost.Backhaus(at)hcu-hamburg.de

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Der erste Ehrendoktor der HafenCity Universität Hamburg (HCU) Prof. Dr.-Ing. Drs. h.c. Gerd Albers, ist am 31. Januar 2015 im Alter von 95 Jahren verstorben. Die HCU hatte Gerd Albers, Professor em. der TU München – Zeit seines Lebens leidenschaftlicher Architekt und Stadtplaner – 2010 mit ihrer ersten Ehrendoktorwürde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Wir danken Prof. Dr. Dirk Schubert (HCU), der lange Zeit mit Gerd Albers zusammen gearbeitet hat und persönlich mit ihm befreundet war, für seinen Nachruf:

Nachruf auf Prof. Dr.-Ing. Drs. h.c. Gerd Albers

Prof. Dr.-Ing. Drs. h.c. Gerd Albers, Altrektor der TU München und emeritierter Ordinarius für Städtebau und Regionalplanung, sowie erster Ehrendoktor der HCU, verstarb am 31. Januar 2015 im Alter von 95 Jahren.

Gerd Albers, 1919 in Hamburg geboren, hatte Kriegsdienst bei der Marine geleistet und zeit-lebens eine Affinität zum Norden Deutschlands und zu Hamburg. Er wirkte vielfach gutachterlich und beratend für seine Heimatstadt, war Gründungssenator beim Aufbau der TU Hamburg-Harburg und maßgeblich an der Konzeption des Studienganges Städtebau-Stadtplanung beteiligt. Mit seiner Sprachgewandtheit und seinem bedächtigem Auftreten vermochte er immer alle Akteure einzubeziehen, Kompromisse zu erzielen, aber immer ziel-führend Gremien zu steuern. Gerd Albers, der unumstrittene Doyen der Stadtplanung, war auch nach seiner Emeritierung 1997 weiter aktiv. Er beriet bei der Neustrukturierung wissen-schaftlicher Einrichtungen in den neuen Bundesländern, arbeitete weiter vernetzend in diver-sen Akademien und Verbänden mit und erhielt diverse Ehrungen, wie 1995 den Fritz Schu-macher Preis und auch das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Viele innovative Elemente und Strukturen der TU-Gründung 1978 haben mit der Fokussie-rung auf Interdisziplinarität und Internationalität Ansätze der HCU-Gründung 2006 vorweg genommen. Die von Gerd Albers verfassten Lehrbücher und Publikationen sind längst zent-raler und unverzichtbarer Bestandteil der Lehre im Bereich Städtebau, Stadt-, Regional- und Landesplanung geworden.

Gerd Albers hatte 1958 mit einer Arbeit „Über den Wandel der Wertmaßstäbe im Städtebau" an der RWTH Aachen promoviert. Er übernahm das Thema über ein halbes Jahrhundert später, als Vortragstitel bei seiner Replik auf seine Ehrung. Die HCU hat von der Verlei-hungsfeier der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr.-Ing. Drs. h.c. Gerd Albers am 9. Februar 2010 eine Dokumentation mit den Laudatien von Erika Spiegel, Hartmut Frank, Jörn Walter und Martin Wagner erstellt:
http://edoc.sub.uni-hamburg.de/hcu/volltexte/2012/5/pdf/Festschrift_Gerd_Albers.pdf

Mit der ersten Auszeichnung der Ehrendoktorwürde würdigte die HCU das wissenschaftliche Lebenswerk und sein unermüdliches Bemühen um eine eigenständige Disziplin Stadtplanung.

Wir trauern mit seinem Sohn Martin Albers (Zürich) um den Nestor der Stadtplanung, der die Etablierung, Institutionalisierung und Professionalisierung der Stadtplanung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend befördert hat. Auch wenn Gerd Albers nicht mehr unter uns weilt, werden seine Publikationen mit der Fokussierung auf wesentliche Argumentationslinien eine Fundgrube für kommende Generationen von Stadtplanern bleiben.

HafenCity Universität Hamburg

Fotonachweis: Stehend: Laudatorin Prof. Dr. Erika Spiegel, sitzend: von links Prof. Dr. Dirk Schubert, Prof. Dr.-Ing. Drs. h.c. Gerd Albers, Dipl. Ing. Martin Albers (Foto: Tobias Preising)

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Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) hat die Konzeption ihres neuen Vollzeit-Masterstudiengangs mit dem Arbeitstitel „Real Estate and Leadership“ abgeschlossen und mit ECE, Union Investment Real Estate, Sutor-Stiftung, DG HYP, HIH Hamburgische Immobilien Handlung, Hamburger Sparkasse, ACREST Property Group, EY Real Estate, Wentzel Dr., und Völkel Company erste renommierte Kooperations- und Förderpartner gewonnen. Unter der Voraussetzung des positiven Ausgangs der derzeit laufenden und weiterer Gespräche wird der Studiengang zum Wintersemester 2015/2016 starten.  

Ziel von Real Estate and Leadership ist es, die Immobilie (Projekt/Objekt/Stadtquartier) integrativ und interdisziplinär aus technisch-ökologischer, funktional-sozialer und ökonomisch-rechtlicher Sicht zu begreifen. Mit zunehmender Spezialisierung aller Aufgaben rund um die Planung, den Bau, die Verwaltung sowie den Handel von Immobilien wächst zudem die Notwendigkeit, die beteiligten Akteure (Unternehmen/Teams/interne und externe Mitarbeiter) effektiv zu fü