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  • ProfessorInnen
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Projektentwicklung und Projektmanagement in der Stadtplanung

(Innen-)Städte in Transformationsprozessen: Havanna und Hamburg

Verantwortliche Mitarbeiter

Forschungspartner

  • Prof. Dr.-Ing. Uwe Altrock, Dr.-Ing. Umut Kienast-Duyar, M. Sc. Mohamed El Gamal: Universität Kassel - Stadterneuerung und Planungstheorie
  • Prof. Dr. René Alejandro González Rego, Prof. Dr. Arturo Rúa de Cabo, Prof. Dra. Vivian Oviedo Álvarez, Prof. Dra. Isabel Maria Valdivia Fernández - Universidad de La Habana, Facultad de Geografia - Estudios Urbanos
  • Prof. Dr. Jorge Peña Díaz, Angel Junior Santana Caraballo - Universidad Tecnólogica de La Habana "Jose Antonio Echeverría", CUJAE - Facultad de Arquitectura

Projektbeschreibung

Die Stadtentwicklung in Kuba und Deutschland ist vor allem seit den 1990er Jahren durch verschiedene
Transformationsprozesse gekennzeichnet, die das Bild der Stadt in funktionaler und baulicher Hinsicht
erheblich verändert haben. In Kuba sind die Sektoren Wohnen, Einzelhandel und Gewerbe erheblich liberalisiert
worden, in Deutschland hat die Nachfrage nach Wohnraum vor allem in den großen Städten
erheblich zugenommen, Einzelhandel und Gewerbe unterliegen permanenten strukturellen Veränderungen - aktuell vor allem durch die zugenommene Digitalisierung und mögliche langfristige Wirkungen der COVID-19-Pandemie.
In den Städten finden diese Veränderungen ihren räumlichen und gebauten Niederschlag und bilden
dadurch die sich verändernden gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Kräfteverhältnisse
und Wertesysteme ab.

Vor dem Hintergrund eines sich ändernden, gesellschaftswissenschaftlich fundierten Planungsverständnisses richtet sich das Erkenntnisinteresse des Planungsvorhabens auf die Erforschung von Zielsetzungen, Strukturen und Arbeitsweisen der räumlichen Planung sowie ihre Einbettung in und Wechselwirkungen mit dem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext. Basishypothese des Forschungsvorhabens ist, dass die räumliche Transformation von den Wechselwirkungen zwischen zielorientiert entwickelten, übergeordneten Plänen bzw. Programmen und den emergenten Alltagspraxen und -projekten der verschiedenen Akteure geprägt wird.

Im Fokus der Untersuchung steht zum einen die Entwicklung und das Management der Stadt auf der gesamtstädtischen Ebene, zum anderen werden ausgewählte Quartiere genauer untersucht. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei den Themen Zentrenentwicklung (Einzelhandel, Gewerbe, Dienstleistungen, Kultur, Wohnen) und Quartiersentwicklung (mit dem Schwerpunkt Wohnen).

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Muster der urbanen Transformation, die Steuerungsansätze und deren Wirkungsweisen in politisch, gesellschaftlich und ökonomisch unterschiedlichen Systemen zu analysieren und zu verstehen. Der Forschungsansatz ist dabei von zwei übergeordneten Forschungstehmen bestimmt: Zum einen soll das Zusammenspiel von Steuerungsanspruch des jeweiligen ploitisch-administrativen Planungssystems und der Steuerungserwartung der betroffenen Akteure herausgestellt werden. Zum anderen soll untersucht werden, welche Bedeutung übergeordnete Leitbilder, Strategien und bedeutende Akteure sowie unkoordinierte, emergente Entwicklungsprozesse für die städtische Transformation im jeweiligen Kontext besitzen. Im Ergebnis geht es weniger darum, global gültige Transformationsmuster abzuleiten, vielmehr sollen typisierende Handlungslinien und Entwicklungspfade dieser beiden kontrastierenden Fälle aufgezeigt werden, um einen Beitrag zum allgemeinen Verständnis städtischer Transformationsprozesse zu leisten.

Zur organisatorischen Vorbereitung und inhaltlichen Konkretisierung dieses von der DFG geförderten Forschungsprojektes haben bereits in 2018 bilaterale, projektvorbereitende Workshops in Havanna und Hamburg stattgefunden. Die Workshopwochen wurden dokumentiert:

Altrock, Uwe; Anders, Sascha; Biemann, Birte Maria; Krüger, Thomas (2020): (Innen-) Städte in Transformationsprozessen – Hamburg und Havanna im Vergleich. Online-Publikation der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Hamburg.

Laufzeit

2018 - 2020 (Vorbereitung)
2021 - 2024

Zuwendungsgeber

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)