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Studentische Projekte

URBANES LABOR II 17/18

Der städtische Raum ist von Kreuzungen geprägt: Kreuzungen bestehen aus Straßen und Gehwegen, Gebäuden und Verkehrsinseln, Häuserecken und kleinen Plätzen. An Kreuzungen lässt sich die Richtung ändern, sie verknüpfen und trennen Stadtviertel, hier treffen Nachbarschaften aufeinander, Kreuzungen bringen Häuser in bestimmte Konstellationen und erlauben spezifische Formen von Begrünung. Welche urbanen Lebenswelten entstehen an einer Kreuzung? Wer wird voneinander getrennt, wer miteinander verbunden? Wie unterscheidet sich das Leben an einer Kreuzung im Laufe des Tages, einer Woche oder in unterschiedlichen Jahreszeiten? Wie lebt es sich an der Kreuzung und wie lässt sich dies untersuchen?

Im Urbanen Labor II werden die bestehenden Arbeitsgruppen die Feldforschung an den unterschiedlichen Kreuzungen in Hamburg ethnographisch vertiefen und mit Konzepten aus der stadtanthropologischen Literatur in Verbindung bringen. In einem selbstorganisierten Workshop werden die Zwischenergebnisse der Forschung im SoSe mit ExpertInnen aus Forschung und Praxis diskutiert. In der Hausarbeit werden Forschungsverlauf und Ergebnisse in eine materialreiche erste ethnographische Analyse überführt.

Verschiedene Kreuzungen führen zu verschiedenen Motiven: 

Kreuzung Kleiner Schippsee / Großer Schippsee (Harburg)
Zu: Diversität, Heterogenität, nachbarschaftliches Zusammenleben

Kreuzung Neue Große Bergstraße / Poststraße / Große Bergstraße
Zu: Beständigkeit, IKEA/ Scheitern von Einkaufsstraßen, Gentrifizierung

Kreuzung Haubachstraße/ Harkortstieg /Schnellstraße
Zu: Nachbarschaft, Gemeinschaft

Kreuzung Beim Schlump / Kleiner Schäferkamp /Schröderstiftstraße
Zu: Abgrenzung, Vernetzung, NachbarschaftKreuzung

Marienthaler Str. / Caspar-Voght-Str. / Hammer Steindamm (Hasselbrook)
Zu: Transit, Raum

(Nicht-Orte)Kreuzung ABC-Straße / Hohe Bleichen / Poststraße
Zu: Exklusivität, (Reichtum)

Kreuzung Kaiser-Wilhelm-Straße / Wexstraße / Stadthausbrücke / Fuhlentwiete
Zu: Palimpsest, Konflikt, Entwicklungsprozesse

Kreuzung Zirkusweg / Bernhard-Nocht-Straße
Zu: Materialität, Raum, Entwicklungsprozesse, Abgrenzung

Kreuzung Sternstraße / Augustenpassage /Beckstraße
Zu: Grenzen, Grenzziehung, Nachbarschaft

Beteiligte: Alexa Färber, Kathrin Wildner, Lisa Kosok, Vera Baur, KM-Studierende 

 

Kulturelle Praxis 16/17

 

Detroit, eine post-industrielle Stadt, deren ökonomische Erfolgsgeschichte lange zurückliegt, ist im Umbruch. Die "urbane Krise" in Detroit zeigt sich in sozial-räumlichen Transformationen, vor allem aber bringt sie neue Narrationen und Vorstellungen von Stadt hervor.

Auch ohne selbst nach Detroit zu reisen erforschten die teilnehmenden Studierenden zu aktuellen Entwicklungen der Stadt. Mittels Derivés und Wahrnehmungsspaziergängen über Google Maps, Skype-Gesprächen und Expertenvorträge ortskundiger Gäste, erhoben sie Daten in einer Mini-Feldforschung von kulturellen Infrastrukturen (z.B.: Punk, Techno oder Kreativwirtschaft in Detroit). Die gesammelten Daten übersetzten Grafik-Design Studenten der Wayne State Universität von Detroit visuell in faltbare Stadtkarten zu jeweils einem kulturellen Akteur.

Nach der Recherche zu historischen und gegenwärtigen Phasen der Stadtentwicklung, der Analyse statistischer Daten und Masterplänen, sowie der Kartierungen kultureller Akteure und Institutionen entwickelten die Studierenden im Sommersemester Visionen für die Stadt in Form von Szenarien. Das Szenario dient hierbei als eine Methode, um gegenwärtige Entwicklungen als Ausgangspunkt für mögliche Ereignisse in der Zukunft zu begreifen.

Beteiligte: Prof. Dr. Kathrin Wildner, Kerstin Niemann, Marius Geißler, Prof. Danielle Aubert, Studierende der HCU Kultur der Metropole, Studierende der Wayne State University

 

 

Kulturelle Praxis 15/16

Die Stadt scheint eine schier unerschöpfliche Quelle für Musikalität zu sein. Gleichzeitig wird die Vorstellung von Urbanität auch durch das Wirken musikalischer Szenen in der Stadt in besonderem Maße reproduziert. Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage nach einer spezifisch Hamburgischen Dramaturgie einer "Musikstadt" in einem zeitgeschichtlichen Rahmen von Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Wie klingt Hamburg? Wie entsteht eine gängige Vorstellung eines stadtspezifischen Klangs? Gibt es diesen überhaupt? Und wenn ja, welche Akteure haben auf welche Art und Weise Einfluss auf die Produktion von einer solchen Vorstellung? Wann und warum ist eine Stadt eine Musikstadt? Wie wird eine Stadt zur Urheberin von Musik und Musikstilen?
Neben diesen Fragen wird der Blick auf die Wirkmächtigkeit musikalischer Szenen auf die Transformationsprozesse der Stadt von besonderem Interesse sein. Die Seminarteilnehmer_innen werde auf der Suche nach einem durch Musik geprägten imaginaire Hamburgs inverschiedenste musikalische Szenen der Stadteintauchen und diese zum Abschluss des 2-semestrigen Projekt-Seminars auch zu Gehörbringen und mit einer Reihe von Expert_innen und Einrichtungen aus dem Hamburger Musikleben in Kontakt treten.

Beteiligte: Hilke Berger, Sönke Knopp, Nora Unger, KM-Studierende der HCU