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P2-Studienprojekt WS 2011/2012 | | Dienstag, 9:30 - 16:00

Global City Frankfurt - der Aufstieg Asiens als Herausforderung für Stadt - und Standortpolitik

Global Cities wie New York, London oder Tokyo bilden den Mittelpunkt des weltweiten Städtesystems; sie sind Entscheidungszenten der Weltwirtschaft. Von ihnen aus steuern und koordinieren transnationale Unternehmen und internationale Institutionen die weltweiten Ströme an Gütern, Personen und Kapital. In Deutschlands gilt vor allem Frankfurt als Global City. Die Stadt am Main ist nicht nur eines der bedeutendsten globalen Finanzzentren und Drehkreuz im internationalen Luftverkehr, sondern auch Hauptsitz zahlreicher ausländischer Konzerne der Automobil-, Pharma- und Chemieindustrie. Ihre Mitarbeiter und Angestellten machen Frankfurt zu einer der internationalsten Städte Deutschlands. Was einerseits Chance ist, stellt Stadtplaner und Politik andererseits vor zwei besondere Herausforderungen.

Erstens muss Frankfurt im Gegensatz zu vielen anderen Städten nicht nur eine Infrastruktur für die einheimische Bevölkerung bereitstellen, sondern auch für internationale Fachkräfte, sogenannte Expatriates, attraktiv sein. Die Lokalpolitik muss hierbei die unterschiedlichen Bedürfnisse und die kulturellen Besonderheiten der Expat-Community berücksichtigen – sei es hinsichtlich der Wohnverhältnisse, der Freizeitmöglichkeiten oder der Ausbildung der Kinder. Zweitens muss Frankfurt, um seine Stellung als Global City zu behaupten, im besonderen Maße auf globale Entwicklungen reagieren, die sie selbst kaum beeinflussen kann. In jüngster Zeit sorgt vor allem der Aufstieg der Emerging Markets wie China und Indien für Verschiebungen in der Weltwirtschaft. Unternehmen aus diesen Ländern werden zu zentralen Akteuren und treten als Investoren auch in den etablierten Industrieländern auf. So haben sich in jüngster Zeit in Frankfurt bereits chinesische Banken, koreanische Automobilunternehmen oder indische IT-Unternehmen angesiedelt.

Vor dem Hintergrund der skizzierten Situation soll im Rahmen des Projektseminars ein Handlungskonzept entwickelt werden, das erstens für die unterschiedlichen kulturellen Bedürfnisse von Expats und ihrer Familien sensibilisiert. Ein möglicher Schwerpunkt liegt dabei auf den Anforderungen von Firmen und deren Fachkräften aus Emerging Markets. Zweitens soll skizziert werden, wie die vorhandene Infrastruktur, die bisher auf die Anforderungen von Westeuropäern und Amerikanern ausrichtet war, weiterentwickelt werden muss, um Frankfurts Stellung als Global City zu sichern.  Dabei verfolgt das Seminar vier Ziele:

  • zu begreifen, dass sich Veränderungen in der Weltwirtschaft immer lokal auswirken: Welche Folgen hat der Aufstieg Asiens für Frankfurts?
  • einen Einblick in die Arbeitsabläufe, Funktion und Bedeutung von Global Cities und transnationalen Unternehmen für die lokale und globale Ökonomie zu vermitteln.
  • zu verstehen, welchen besonderen Herausforderungen sich die Stadtpolitik und -planung durch den Zuzug von internationalen Fachkräften und deren Familien stellen muss.
  • zu analysieren, wie sich die Anforderungen der Expat-Community durch den Aufstiegs der Emerging Markets verändert und wie Frankfurt darauf reagieren muss bzw. sollte.