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Stadtplanung | B.Sc. | Exkursion | 9.-13.06.2014

Field trip | Warsaw

Sucht man nach Besonderheiten der Städte Mittelosteuropas, wird man an dem Begriff der Transformation nicht vorbei kommen. In der Tat wurde die jüngere Entwicklung der mittelosteuropäischen Städte entscheidend durch den Übergang von Sozialismus und Planwirtschaft zu Kapitalismus und Marktwirtschaft geprägt. Bis heute ist dieser Systemwechsel mit spezifischen Herausforderungen, aber auch Chancen verbunden.

Warschau bildet dabei keine Ausnahme. Im Gegenteil. Die Stadt sieht sich mit ähnlichen Problemen wie Bratislava, Prag oder Budapest konfrontiert: unerwünschte Folgen der Privatisierung in den Neunziger Jahren, die Abhängigkeit des Immobilienmarkts und der Stadtökonomie von ausländischen Kapitalgebern, ein hoher Investitionsbedarf im Bereich der Infrastruktur, sich rasant wandelnde Wohnverhältnisse sowie zunehmende soziale Disparitäten. Hinzu kommen Planungsinstitutionen, deren Einfluss finanziell und institutionell stark beschränkt ist.

Nichtsdestotrotz – in jüngster Zeit hat sich Warschau deutlich dynamischer entwickelt als die meisten anderen mittelosteuropäischen Großstädte. Wirtschaftlich profitiert die Stadt dabei zunehmend von lokalen Wachstumsimpulsen. Bemerkenswert ist etwa die hohe Zahl an Unternehmensgründungen in der Internetökonomie. Auch kulturell scheint sich Warschau (wieder) zu einem europäischen Zentrum zu entwickeln.

Ziel der Exkursion ist es am Beispiel von Warschau, jüngere Prozesse der Stadtentwicklung in Mittelosteuropa zu diskutieren und die die besonderen Herausforderungen für die Stadtplanung in Zeiten der Transformation zu analysieren. Besonderes Augenmerk erfährt dabei, neben den genannten Faktoren, die Frage, wie mit Erbe des sozialistischen Städtebaus umzugehen ist. In Warschau hat dieses – aufgrund der systematischen Zerstörung – besonders markante Spuren hinterlassen.

Der Blick auf Besonderheiten der Städte Mittelosteuropas soll nicht Gemeinsamkeiten verwischen. Warschau ist keine exotische Stadt im Osten, sondern steht in engen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen zu Rest Europas. Entsprechend sind die Herausforderungen für die Stadtentwicklung hier vielleicht größer; sie unterscheiden sich jedoch nicht grundlegend von denen vieler anderer Städte. Die Stadtplanung in Warschau hat hier weniger genauso überzeugende wie weniger überzeugende Lösungen gefunden. Transformation beschränkt sich demnach nicht auf die (verspätete) Adaption westeuropäischer Entwicklungsschritte. Transformation ist ein komplexer Prozess, der einlädt über den Zusammenhang von Geschichte, kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung sowie über die Möglichkeiten und Grenzen von Planung nachzudenken.

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