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Low-Budget Urbanität

Zur Transformation des Städtischen unter dem Primat des Sparens.

 

In den öffentlichen Haushalten regiert der Rotstift, die Verschuldung vieler deutscher Städte bedroht ihre Handlungsfähigkeit und auch in Privathaushalten ist Sparen oftmals weniger eine Tugend als Gebot der Stunde. Als Suchbegriff einer explorativ und multidisziplinär angelegten Forschung eröffnet „Low-Budget-Urbanität“ eine relationale Perspektive auf diese nur scheinbar disparaten Phänomene des Kostensparens. Im Zentrum des Forschungsinteresses steht dabei die Frage, wie diese Phänomene Städte verändern. Die Forschungsinitiative zu Low-Budget-Urbanität unternimmt eine Perspektivverschiebung gegenüber etablierten Bereichen städtischer Armutsforschung, indem sie Phänomene des Sparens und der Beschränkung auch jenseits prekarisierter Schichten, in öffentlichen Verwaltungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen in den Blick nimmt. Die Wirkung des Primats des Sparens wird in den Bereichen von Bauen/Design (z.B. Sozialer Wohnungsbau, Selbstbau), Infrastrukturen (z.B. dezentrale Wasserversorgung, Städtereiseverbindungen), (Selbst-)Versorgung (z.B. Ein-Euro-Läden, Discounter, Kleingärten) und Tourismus/Konsum (z.B. Billigfluglinien, Hostels, CouchSurfing) untersucht.
Nicht das Kostensparen als Prinzip einzelner Praxisfelder ist neu (rationalisiertes Bauen, ökonomisches oder politisches Handeln, individuelle Haushaltsführung etc.) – vielmehr ist der Imperativ des Sparens für die Assemblage, d.h. das Zusammenwirken dieser Prinzipien, zu einer städteprägenden Kraft geworden.
Die Forschungsinitiative geht aus der Verknüpfung bestehender Forschungsarbeiten an der HafenCity Universität Hamburg in der Stadtanthropologie/-ethnographie (Prof. Alexa Färber), der Stadtökonomie (Prof. Gernot Grabher), in Architektur/Städtebau (Prof. Bernd Kniess) und den Ingenieurwissenschaften (Prof. Wolfgang Dickhaut) hervor. Die stadthistorische Forschung der Helmut-Schmidt-Universität (Prof. Martina Heßler) und des Museums für Hamburgische Geschichte (Prof. Lisa Kosok) trägt zur thematischen Erweiterung und historischen Perspektivierung sowie zur Lokalisierung der einzelnen Arbeitsbereiche hinsichtlich Hamburg-spezifischer Fragestellungen bei. Das Thema Wohnen wird dabei Kristallisationspunkt aller Forschungsbereiche sein.

Die Erarbeitung eines gemeinsamen Projektantrages wird gefördert von der Wissenschaftsstiftung Hamburg.

Beteiligte Einrichtungen
• HafenCity University Hamburg (HCU)
Prof. Dr. Alexa Färber - Stadtanthropologie/-ethnographie 
Prof. Dr. Gernot Grabher - Stadt- und Regionalökonomie,
Prof. Dipl.-Ing. Bernd Kniess - Städtebau/Urban Design
Dr. phil. Jörg Seifert - Geschichte und Kultur der Metropole
Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut - Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung
 
• Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Prof. Dr. Martina Heßler - Neuere Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte

• Museum für Hamburgische Geschichte
Prof. Dr. Lisa Kosok

Sprecherin
Prof. Dr. Alexa Färber
HafenCity University Hamburg
Professur für Stadtanthropologie/-ethnographie
Averhoffstrasse 38
22085 Hamburg
Email: alexa.faerber(at)hcu-hamburg.de


Koordination
Dr. Heike Derwanz
HafenCity University Hamburg
Forschungsinitiative Low-Budget Urbanität
Winterhuder Weg 31
22085 Hamburg
Email: heike.derwanz(at)hcu-hamburg.de
Tel: 040 – 42827 - 4612