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Konzept der [Q] STUDIES

Perspektiven wechseln.

Die [Q] STUDIES liegen quer zu den einzelnen Studiengängen der HafenCity Universität und verorten sich in den Zwischenräumen ihrer drei Kompetenzbereiche: Natur- und Ingenieurwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, sowie Entwurf und Gestaltung. Diese Bereiche fungieren als gedankliche Folie, auf der im studium fundamentale neue, übergreifende Denkansätze erprobt werden.

Die [Q] STUDIES sind ein wichtiger didaktischer Baustein im Ausbildungskonzept der HCU und obligatorischer Bestandteil aller angebotenen Studiengänge. Über alle Studienstufen hinweg vermitteln und reflektieren die [Q] STUDIES unterschiedliche Formen des Denkens, des handlungsorientierten Wissens und der Wahrnehmung. Sie bieten einen Ort und transdisziplinären Möglichkeitsraum, an dem die verschiedenen Studiengänge der HCU zusammenkommen und sich austauschen. Sie ermöglichen damit integrierende Erfahrungen, an die sowohl in der Lehre als auch in der Forschung angeknüpft wird.

In den [Q] STUDIES sollen die Offenheit gegenüber anderen Denk- und Sichtweisen, die Hinterfragung traditioneller Denkmuster und die Fähigkeit zur Entwicklung innovativer Problemlösungsansätze gefördert werden. Technische, wissenschaftliche und künstlerische Forschungsmethoden und Darstellungsformen werden miteinander konfrontiert und systematisch verglichen. Dabei wird davon ausgegangen, dass unterschiedliche Perspektiven auch je unterschiedliche Erkenntnisse ermöglichen, die sich wechselseitig inspirieren und unkonventionelle Denk- und Herangehensweisen hervorbringen.

Eine komplexe Welt erfordert komplexe Fähigkeiten.

Die Herausforderungen einer sich globalisierenden Wissensgesellschaft stellen neue Anforderungen an vernetztes Denken und berufliches / gesellschaftliches Handeln.

Wir leben in einer komplexen Welt. Die Herausbildung und Etablierung unserer Wissensgesellschaft geht mit sich beschleunigenden Transformationen und immer komplexeren Herausforderungen einher, die die Gesellschaft als Ganzes, aber auch jedes einzelne Individuum betreffen und fordern. Die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen bieten vielfältige Möglichkeiten und Optionen, bergen jedoch gleichzeitig neue Gefährdungspotentiale: Wir leben sowohl in einer vernetzten Wissens- oder Multioptionsgesellschaft wie auch in einer transnationalen Risikogesellschaft, die sich den Herausforderungen durch die Globalisierung, den Klimawandel, die Umweltproblematik, durch technische Störfälle, soziale Ungleichheit und ethnische Konflikte stellen muss. Um in einer solchen Gesellschaft beruflich erfolgreich agieren zu können, sind vielfältige Kompetenzen gefragt.

  • Arbeiten unter gesellschaftlichen Transformationsbedingungen

    Die vielfältigen und komplexen Probleme, die sich heute aufgrund gesellschaftlicher Transformationen ergeben, sind mit Fachwissen allein nicht zu bewältigen. Vielmehr erfordert es die Fähigkeit, Fachwissen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und über disziplinäre Grenzen hinaus denken und kommunizieren zu können.

  • Arbeiten in einer Welt der Ungleichheit und der knappen Ressourcen

    Berufliches Handeln findet heute in einem Kontext statt, der durch soziale Ungleichheit und knapper werdende Ressourcen geprägt ist. Dies erfordert ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung (social and environmental responsibility).

  • Arbeiten in heterogenen sozialen Situationen

    Die Studienabgänger/innen der HCU agieren in komplexen Situationen, die sich durch Heterogenität auszeichnen. An Bauvorhaben, Planungskonzepten oder kulturellen Projekten sind eine Vielzahl sozialer Institutionen, Regulierungen, Technologien, Akteure und Interessensgruppen beteiligt. Berufliches Handeln in einem solchen Umfeld erfordert, die Vielschichtigkeit des jeweiligen Kontextes analysieren und diese als Ressource begreifen zu können. Andere Perspektiven, Denkweisen und methodische Zugänge müssen als solche erkannt und als erweiterte Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten verstanden werden.

  • Arbeiten in wechselnden multidisziplinären und multinationalen Teams

    Berufliche Tätigkeiten werden heute immer öfter in Teams ausgeübt, die unterschiedliche disziplinäre und kulturelle Hintergründe aufweisen. Dies erfordert die Fähigkeit, inter- und transdisziplinär denken und interkulturell kommunizieren zu können.

  • Arbeiten in einer im Umbruch befindlichen Arbeitswelt

    Das Agieren in einem beruflichen Umfeld, das durch stetigen Wandel und vielschichtige Veränderungen aufgrund von Globalisierung, Technisierung, Mediatisierung und Mobilität geprägt ist, erfordert die Fähigkeit, schnell, flexibel und proaktiv in komplexen Situationen und Kontexten handeln sowie kreative Lösungen entwerfen und umsetzen zu können. Auch bringt die Flexibilisierung der Arbeitswelt eine Vielfalt an beruflichen Karrieren hervor, die sich durch einen Wechsel der Felder und Tätigkeiten auszeichnen. Die klassische Berufskarriere, in der die Berufstätigkeit ausschließlich im ursprünglich erlernten Berufsfeld ausgeübt wird, ist heute nicht mehr die Regel. Viele Studienabgänger/innen wechseln im Verlauf ihres Arbeitslebens das Berufsfeld. Dies erfordert eine Aufgeschlossenheit für andere Themen, Perspektiven und Herangehensweisen.

Die [Q] STUDIES wollen das Problembewusstsein der Studierenden für diese Herausforderungen schärfen, ihre kreative Problemlösungskompetenz fördern und zu einer eigenständigen Reflexion des gewählten Studienfachs und seiner Grundlagen anregen. Durch die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen werden die Studierenden befähigt, sich in komplexen Arbeits- und Lebenswelten zu orientieren und in einem beruflichen Kontext gleichermassen innovativ und verantwortungsvoll zu handeln.

 

Ein breites Fundament.

Die Teilnahme am Programm der [Q] STUDIES bereitet für den Umgang mit kulturellen Möglichkeiten in gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten im weitesten Sinne vor: mit den Möglichkeiten methodischer Schulung, intellektueller Beweglichkeit, kommunikativer Intelligenz und sinnlicher Urteilskraft.

 

Nebst Orientierungswissen, das durch thematische Perspektiven und Einblicke in unterschiedliche Themen und gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt wird, bieten die [Q]STUDIES einen Ort, um reflexiv-analytische Fähigkeiten einzuüben. Analyse- und Beurteilungsvermögen beziehungsweise Argumentations-, Diskurs- und Kommunikationsfähigkeiten stellen zentrale Kompetenzen dar, um sich im akademischen und beruflichen Umfeld mitteilen und austauschen zu können. Dabei geht es nicht primär um die Vermittlung von Inhalten und Wissensbeständen, das WAS, sondern ebenso um das WIE des Wissenserwerbs: Es geht um die Schulung der Lernfähigkeit selbst, d.h. die Fähigkeit, sich Wissen unter sich verändernden Bedingungen anzueignen und kritisch zu hinterfragen.

In-Beziehung-Setzen als intellektuelle Kompetenz

In Lehre und Forschung stellen sich die [Q]STUDIES die Aufgabe, unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen und den Studierenden auf dieser Basis Anregungen für reflexive, kreative und kommunikative Prozesse zu geben. Es geht um ein „In-Beziehung-Setzen“ bisher getrennter Bereiche, das vor allem darin besteht, die Dinge in ihrer Relation zueinander zu sehen und ihre vielfältigen Verbindungen aufzuspüren. Dieses „In-Beziehungen-Denken“ meint sehr unterschiedliche Arten von Beziehungen: z.B. funktionale und emotionale, logische, ästhetische oder künstlerische. In einem solchen kreativ-produktiven Prozess werden unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen miteinander verbunden; so werden etwa formal-logische, strukturierte und evaluierende Methoden in Beziehung zu assoziativen, unsystematischen und offenen Herangehensweisen gesetzt.

Produktives Denken im Sinne der Herstellung neuer Zusammenhänge und der Hervorbringung innovativer Lösungen wird zu einer entscheidenden intellektuellen Kompetenz. Diversität im Denken und die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen, sind somit als notwendige Fähigkeiten im Hinblick auf die zunehmende Komplexität aktueller gesellschaftlicher Problemstellungen zu verstehen. Deren Analyse sowie die Entwicklung entsprechender Problemlösungsansätze geschieht nicht allein durch fachliches Wissen, sondern ebenso durch die Einbeziehung fachfremd gewonnener Erkenntnisse, durch eine Methodenvielfalt sowie durch Tole-ranz und Akzeptanz gegenüber anderen (Wissens-)Kulturen.

 

Kulturelle Kompetenzen: Transdisziplinäres und interkulturelles Kommunizieren

Die Fähigkeit, über disziplinäre und kulturelle Grenzen hinweg denken, kommunizieren und handeln zu können, stellt eine weitere Schlüsselkompetenz im beruflichen Handeln dar.

Reflexionskompetenzen: Wissenschaftliches Analysieren und Reflektieren

Disziplinübergreifendes Denken und Handeln

In dem Maße, wie sich berufliche Tätigkeitsfelder verändern, zählt nicht nur eine hohe fachliche Qualifikation, sondern genauso die Fähigkeit, sich neue Wege zu erschließen und mit dem „Unbekannten“ kreativ umzugehen. Es gilt also, sich auf Situationen einzustellen, die komplex oder nicht vorhersehbar sind, und Methoden für den Umgang mit anderen Fachkulturen, Wissensbeständen und „Nichtwissen“ zu entwickeln.

Die Absolventen müssen folglich dazu in der Lage sein, sich mit ihren fachspezifischen Kenntnissen unter veränderlichen Bedingungen in immer neue Kontexte einzubringen und über Fachgrenzen hinweg zu kommunizieren. Das zukünftige Arbeitsprofil der Absolventen muss beides enthalten: sowohl Fachkenntnis in hochspezialisierten Einzelwissenschaften als auch die Fähigkeit, diese zu reflektieren und zu vernetzen. Denn um künftig produktiv mit Wissen und Nichtwissen umgehen zu können, gilt es, sich der Grenzen der eigenen Disziplin bewusst zu werden und diese im Denken und Handeln zu überschreiten.

Neben der Fähigkeit, über wissenschaftliche Kulturgrenzen hinweg denken und handeln zu können, wird in den [Q]STUDIES auch die interkulturelle Kommunikation in einem weiteren, gesellschaftlichen Sinne gefördert. Durch das Zusammentreffen von Studierenden aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten stellen die [Q]STUDIES einen Ort dar, in welchem transdisziplinäre und interkulturelle Verständigung ermöglicht und eingeübt wird.

 

Wahrnehmungs- und Gestaltungskompetenzen: Kreatives und innovatives Gestalten

Auf Kompetenzen, die eine kreative und innovative Herangehensweise und Problemlösung ermöglichen, wird in den [Q]STUDIES grosser Wert gelegt. Dabei werden einerseits experimentell-praktische Gestaltungskompetenzen gefördert, andererseits stellt der Perspektivenwechsel eine zentrale Technik dar, um Wahrnehmung und Kreativität zu schulen. Durch unterschiedliche Perspektivenwechsel in thematischer oder methodischer Hinsicht sollen die Studierenden lernen, die durch ihre Fachdisziplin eingeübte Denkweise zu reflektieren, kritisch zu hinterfragen und neue Denkansätze und Zugänge auszuprobieren. Sich “am Fremden abzuarbeiten” – sei dies in thematischer, methodischer oder kultureller Hinsicht – soll zugleich flexibles Denken und Verständnis für “das Andere” fördern wie auch eine Erweiterung des intellektuellen Repertoires im Hinblick auf alternative Zugänge und Problemlösungen begünstigen.

Durch eine vielfältige Schulung der Wahrnehmungskompetenzen und des Darstellungsvermögens sollen visuelle, auditive oder andere sinnliche Wahrnehmungsweisen und die sinnliche Urteilskraft geschärft werden. Dabei gehen die [Q]STUDIES von der Prämisse aus, dass Wissen nicht ausschliesslich kognitiv ist, sondern auf Erfahrungswissen beruht und eine verkörperlichte Dimension hat (embodied knowledge). Diesem Aspekt wird in den [Q]STUDIES besondere Bedeutung zugemessen.

 

Handlungskompetenzen: Proaktives und verantwortliches Handeln

In der heutigen Arbeitswelt stellt die Fähigkeit, proaktiv und verantwortlich zu Handeln, eine zentrale Schlüsselkompetenz dar. Die Schulung flexibler Herangehensweisen wie auch analytischer Fähigkeiten in [Q]STUDIES fördert die Fähigkeit, Entwicklungen antizipieren und schnell und adäquat darauf reagieren zu können. Verantwortliches Handeln, das die Kompetenz einschliesst, Sachverhalte in einem gesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen und auf ethische Implikationen hin zu prüfen, befähigt die Studierenden, ihren späteren Beruf verantwortungsvoll gegenüber Mensch und Umwelt auszuüben. In den Q-Lehrveranstaltungen wird diese „social and environmental responsibility“ entsprechend thematisiert und eingeübt.

 

Eine gute Frage ist die beste Antwort.

Die Kunst der Frage ist eine Wissenschaft für sich. Antworten auf die Wirkungsarten dieser Kunst sind rar. Das Angebot der [Q] STUDIES greift die Frage nach der Kunst der Frage auf und trägt sie in alle an der HCU vertretenen Studiengänge.

 

Die Lehrbereiche der [Q] STUDIES

  • Wissenschaft | Technik | Wissen
  • Wirtschaft | Politik | Gesellschaft
  • Kunst | Kultur | Medien

 

In den [Q] STUDIES lehren Professoren und Professorinnen sowie Dozierende aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen der HCU sowie eine erhebliche Anzahl externer Lehrbeauftragter. Eine zum Wintersemester 2010/11 eigens für die [Q] STUDIES geschaffene Professur für Wissenschafts- und Technikkulturen setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt im Studienprogramm und nimmt Bezug auf aktuelle Debatten zu Wissenschaft, Technik und gesellschaftlicher Verantwortung. Neben den Veranstaltungen des Lehrkörpers der [Q] STUDIES bieten die einzelnen Studiengänge der HCU speziell für die [Q] STUDIES konzipierte Lehrangebote an. Auf diese Weise werden alle Wissensbereiche der [Q] STUDIES abgedeckt; außerdem erhält das Programm durch den Einbezug interner und externer Lehrpersonen permanent neue Impulse und eine Anbindung an aktuelle Forschungsprojekte.

Durch die fächerübergreifende Struktur der [Q] STUDIES treten die Lerninhalte aus den üblichen disziplinären Bestimmungen heraus, so dass flexibel auf aktuelle gesellschaftliche Strömungen eingegangen werden kann. Die Veranstaltungsformate reichen von Seminaren mit theoretischem Schwerpunkt über Angebote zur Schulung der Wahrnehmung und Kreativität bis hin zu praktischer Projektarbeit wie z.B. der Konzeption von Veranstaltungen und deren Durchführung. Dabei werden Kooperationen mit akademischen und punktuell auch mit sozialen oder kulturellen Institutionen eingegangen.

[Q] STUDIES