Volker Böder
Forschungsprojekte an der HCU
(für nähere Informationen zu den Forschungsprojekten klicken Sie bitte auf den dazugehörigen Pfeil)
Projektleitung:
Prof. Dr. Volker Böder
Forschungsgruppe/ Fachgebiet:
Hydrographie
Fördernde Institution:
Archäologie Kanton Thurgau & Institut für Seenforschung (ISF)
Kurzbeschreibung:
Die Verfeinerung hydrographischer Messmethoden erlaubt es, Siedlungsstrukturen und historische Objekte unter Wasser zu detektieren und darzustellen. Den Archäologen soll eine verbesserte räumliche Vorstellung von den unter Wasser befindlichen Strukturen gegeben werden, aber auch Aussagen über Störungen im Magnetfeld gegeben werden. Dieses wurde in einigen Projekten erfolgreich unternommen, zum Beispiel:
- am Bodensee (1). Hier wurde eine vorgelagerte Insel vor dem Schweizer Ufer untersucht und deutlich herausgestellt, dass diese anthropogen überformt ist. In Folge dessen wurden Tauchgänge unternommen und neben Pfählen auch Reste einer bronzezeitlichen Siedlung gefunden.
- am Bodensee (2). In einem mehrtägigen Projekt wurden verschiedene Lokalitäten auf Siedlungsstrukturen untersucht. Die Analyse der Daten dauert bei dem Projektpartner noch an.
- an der Schlei. Im Rahmen eines HCU-Summercamps (IHSC2008) wurden Strukturen und Wracks visualisiert, die ebenfalls noch nicht in Gänze von den Archäologen untersucht worden sind. Die sogenannte Seesperre soll als Weltkulturerbe anerkannt werden, die Messungen liefern hierzu eine Grundlage. Zusammenarbeit mit Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein.
- in der Elbe. In Kooperation mit dem Stadtarchäologen in Stade wurde mehrfach ein Wrack aus dem Mittelalter untersucht. Die Untersuchung dient dem Erhalt des Wracks: werden Änderungen sichtbar, muss das Wrack aufwändig geborgen werden. In unmittelbarer Nähe wurde während Fernsehaufnahmen an Bord des HCU-Forschngsbootes Level-A eine weitere Struktur gefunden, die dem anderen Wrack sehr ähnelt.
Projektergebnis:
Verschiedene Publikationen (Bochum 2008, Dresden 2009), teilweise in Arbeit
Kooperationspartner/in:
Institut für Seenforschung (Langenargen)
Kantonsarchäologie (Thurgau/ CH)
Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein
Stadtarchäologie Stade (Schleswig-Holstein)
Projektmitarbeiter/in
Dipl.-Ing. Arne Sauer (NIAH)
Projektleitung:
Prof. Dr. Volker Böder
Forschungsgruppe/ Fachgebiet:
Hydrographie
Fördernde Institution:
Archäologie Kanton Thurgau & Institut für Seenforschung (ISF)
Kurzbeschreibung:
Im Rahmen der Bodenseevermessung wurden verschiedene Störungen in der Wassersäule bemerkt. Genauere Untersuchungen der Daten und die Anwendung mit weiteren hydrographischen Sensoren zeigten, dass es sich hierbei um Gasaustritte aus kraterförmigen Strukturen handelt. Die Erkundung dieser sogenannten pockmarks war im Interesse eines aufkommenden DFG-Projektes, das genau dieses erforschen soll. Ausgehend von diesen Untersuchungen werden derzeit zusammen mit dem BGR Lösungen zur Detektierung von Gasblasen im Wasser untersucht. Dr. Spickenbom vom BGR nahm hierzu an Versuchen in der Elbe bei Wedel teil. Weitere Untersuchungen sollen folgen.
Projektergebnis:
Publikation (Hannover 2008)
Kooperationspartner/in:
Institut für Seenforschung, Langenargen
BGR, Hannover
Projektmitarbeiter/in
Dipl.-Ing. Arne Sauer (NIAH)
Projektleitung:
Prof. Dr. Volker Böder
Forschungsgruppe/ Fachgebiet:
Hydrographie
Kurzbeschreibung:
Im Verbund mit mehreren Forschergruppen wurde der Einsatz eines gravimetrischen Systems auf der Level-A erprobt. Anwendungsfelder sind die hochpräzise Höhenübertragung beispielsweise für Bauvorhaben über Wasserflächen (Brücken), Exploration und der Erfassung geologischer Merkmale.
Ein Instrument der Firma Gravionics (Ausgründung TU Braunschweig) wurde auf dem Forschungsboot installiert und im System integriert. Die Ergebnisse sind noch in der Auswertung.
Projektergebnis:
Publikation (Hannover 2008)
Kooperationspartner/in:
IGravionics
LGN (Niedersachsen)
Projektmitarbeiter/in
Dipl.-Ing. Arne Sauer (NIAH)
Projektleitung:
Prof. Dr. Volker Böder
Forschungsgruppe/ Fachgebiet:
Hydrographie
Fördernde Institution:
Verm.Büro Bolter, Langenargen
Kurzbeschreibung:
Funktionierende Lagewinkelsensoren (inertiale Sensoren, GNSS-Sensoren, hybride Systeme) sind unabdingbar für viele Anwendungen in der Hydrographie, aber auch in anderen Multisensorsystemen auf Trägerplattformen, die nicht an Wasser gebunden sind. Im Rahmen von verschiedenen Vorhaben zu anderen Schwerpunkten (Bodenseevermessung, Morphologie von Fließgewässern) wurde offensichtlich, dass die angegebenen Genauigkeiten in den Spezifikationen nicht den Tatsachen entsprechen.
Das Forschungsboot der HCU, die Level-A bietet eine gute Plattform, um verschiedene Sensoren zu untersuchen. Hierzu müssen Konzepte erarbeitet, Software zur Datenaufnahme und zur Auswertung um- und neu programmiert werden. Es wird Ursachenforschung betrieben hinsichtlich der Abhängigkeit der auftretenden Abweichungen von äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel die Dynamik der Messfahrten. Gleichfalls wird auch die Auswirkung auf die hydrographischen Messungen mit beleuchtet.
Letzten Endes soll eine Dienstleistung angeboten werden, die den Nutzern eine Überprüfung ihrer Geräte erlaubt und gleichzeitig an der HCU eine umfangreiche Datenanalyse erlaubt.
(NIAH-Projekt)
Projektergebnis:
Verschiedene Publikationen (Dresden 2009, Hamburg 2009, Stockholm 2008), teilweise in Arbeit
Kooperationspartner/in:
Universität für Bodenkultur (BOKU, Wien, A)
Vermessungsbüro Bischofsberger und Partner (Vorarlberg, A)
IXSea (Brüssel)
Kongsberg (Hamburg)
BGR (Hannover)
Projektmitarbeiter/in
Dipl.-Ing. Arne Sauer (NIAH)
Projektleitung:
Prof. Dr. Volker Böder
Forschungsgruppe/ Fachgebiet:
Hydrographie
Fördernde Institution:
Archäologie Kanton Thurgau & Institut für Seenforschung (ISF)
Kurzbeschreibung:
In erster Linie wird das Forschungsboot Level-A der HCU als Plattform zur Erfassung von Strukturen und Merkmalen unter Wasser verwendet. Noch wenig erforscht sind präzise Aufnahmen von am Wasser befindlichen Gebäuden (Speicher), Bauten (Kaianlagen) oder Wattgebieten mit terrestrischen Laserscannern. Hierzu wurden erste Untersuchungen in der Elbe in Wedel durchgeführt.
An Bord der Level-A wurde ein terrestrischer Laserscanner installiert und betrieben. Es wurde sowohl eine Kaianlage als auch ein Kraftwerk aufgenommen. Die Daten müssen mit Positionierungs- und Orientierungsdaten der an Bord der Level-A befindlichen Sensoren kombiniert werden. Diesen teil der Auswertung übernimmt die Firma dh+p aus Harburg. Die Auswertungen dauern noch an.
Darauf aufbauend soll ein besser geeigneter Laserscanner mit einem besserem Lagewinkelsensor erstanden werden. Diese Untersuchungen werden in Kooperation mit den Professoren Kersten und Dr. Sternberg durchgeführt. Weitere Anwendungen in Kooperation mit Prof. Dr. Dickhaut sind denkbar.
Kooperationspartner/in:
Dr. Hesse und Partner (Harburg, Hamburg)
Projektmitarbeiter/in
Dipl.-Ing. Arne Sauer (NIAH)










