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Ziele

Ein breites Fundament.

Die Teilnahme am Programm der [Q] STUDIES bereitet für den Umgang mit kulturellen Möglichkeiten in gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten im weitesten Sinne vor: mit den Möglichkeiten methodischer Schulung, intellektueller Beweglichkeit, kommunikativer Intelligenz und sinnlicher Urteilskraft. Um zu forschen und zu entwickeln bedarf es kreativer Verfahren aus allen wissenschaftlichen Disziplinen.

 

Disziplinübergreifendes Denken und Handeln

Der sich vollziehende gesellschaftliche Strukturwandel wirkt sich auf unsere persönlichen Lebens- und Arbeitswelten aus und lässt die Anforderungen, die an den Einzelnen gestellt werden, immer komplexer werden. In dem Maße, wie sich berufliche Tätigkeitsfelder verändern, zählt nicht nur eine hohe fachliche Qualifikation zählt, sondern genauso die Fähigkeit, sich neue Wege zu erschließen und mit dem "Unbekannten" kreativ umzugehen. Es gilt also, sich auf Situationen einzustellen, die nicht vorhersehbar sind und Methoden für den Umgang mit "Nichtwissen" zu entwickeln.

Die Absolventen müssen folglich dazu in der Lage sein, sich mit ihren fachspezifischen Kenntnissen unter veränderlichen Bedingungen in immer neue Kontexte einzubringen und über Fachgrenzen hinweg zu kommunizieren. Das zukünftige Arbeitsprofil der Absolventen muss also beides enthalten: die Fähigkeit von hochspezialisierten Einzelwissenschaften und die Fähigkeit, diese zu reflektieren und zu vernetzen. Denn um künftig produktiv mit Wissen und Nichtwissen umgehen zu können, gilt es, sich der Grenzen der eigenen Disziplin bewusst zu werden und diese im Denken und Handeln zu überschreiten.

 

In-Beziehung-Setzen als intellektuelle Kompetenz

In Lehre und Forschung stellen sich die [Q] STUDIES die Aufgabe, unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen und den Studierenden auf dieser Basis Anregungen für reflexive, kreative und kommunikative Prozesse zu geben. Die Studierenden lernen, die durch ihre Fachdisziplin eingeübte Denkweise zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen und neue Denkansätze auszuprobieren.

Das heißt nicht, dass bewährte Denkweisen und Forschungsmethoden der Fachdisziplinen und ihre "Kulturen" negiert oder aufgehoben werden sollen. Vielmehr geht es um das "In-Beziehung-Setzen" bisher getrennter Bereiche, also um einen Perspektivwechsel im Denken, der vor allem darin besteht, die Dinge in ihrer Relation zueinander zu sehen und ihre vielfältigen Verbindungen aufzuspüren. Dieses "In-Beziehungen-Denken" meint sehr unterschiedliche Arten von Beziehungen: funktionale, emotionale, logische, ästhetische oder künstlerische. Einem solchen kreativ-produktiven Prozess liegen sowohl konvergente als auch divergente Denkoperationen zugrunde, d.h. kognitiv-verarbeitendes, formal-logisches und evaluierendes Denken ebenso wie eine assoziative, unsystematische und offene Denkweise.

Produktives Denken im Sinne der Herstellung neuer Zusammenhänge und der Hervorbringung innovativer Lösungen wird zu einer entscheidenden intellektuellen Kompetenz. Diversität im Denken kann somit als notwendige Reaktion auf die zunehmende Komplexität aktueller gesellschaftlicher Problemstellungen verstanden werden, deren dynamische Relationen untereinander es aufzuspüren gilt. Dies geschieht durch Methodenvielfalt, Einbeziehung fachfremd gewonnener Erkenntnisse sowie durch Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen (Wissens-)Kulturen.

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