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Sommersemester 2010Summer 2010
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Sommersemester 2010

Bachelor-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16c, Mittwoch 14.15 - 15.45 Uhr

Computerspiele haben sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Teil der Freizeit- und Jugendkultur entwickelt. Im Mediendiskurs herrscht oft eine kritische Sicht auf Computerspiele vor - bedingt etwa durch spektakuläre Ereignisse wie den Amoklauf von Winnenden oder plakative Annahmen einer einfachen Medienwirkung bei sogenannten Ego-Shootern. Dem steht inzwischen eine vielschichtige Forschungslage mit differenzierenden Studien gegenüber, in denen etwa die sozialen Dimensionen von Online-Spielen aus sozialwissenschaftlicher Sicht oder die ästhetischen Aspekte von Computerspielen aus medienwissenschaftlicher Sicht untersucht werden.

Im Seminar soll zunächst versucht werden, einen Einblick in die interdisziplinär vielfältige Forschungslage zu Computerspielen zu erlangen. In einem zweiten Schritt sollen die Studierenden - auch vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen - eigene kleine ethnographische Untersuchungen in digitalen Spielwelten vornehmen.

Zum Einlesen werden die Online-Publikationen Games and Culture und Game Studies empfohlen.

Bachelor-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16a, Montag 14.15 - 15.45 Uhr

Kunst und Wissenschaft scheinen sich im Allgemeinen gegenseitig auszuschließen, gelten sie doch als Antipoden. Eine Wissenschaft, welche sich auf künstlerische Praktiken einlässt, diskreditiert sich selbst. Eine Kunst, welche sich wissenschaftlicher Methoden bedient, gerät in den Ruf zu systematisch und methodisch vorzugehen.

Diese vereinfachte Darstellung fußt auf einer Ausdifferenzierung aus dem 19. Jahrhundert, die besonders für die Wissenschaft eine Neutralität und unparteiische Objektivität forderte. Das Seminar greift diese Polarität auf und untersucht die Voraussetzungen und Konsequenzen der wechselseitigen Beeinflussung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und künstlerischer Praxis. Paradoxerweise ist es gerade die hohe Spezialisierung, die eine unvermutete Annäherung möglich macht: Auf der einen Seite haben die naturwissenschaftliche Theoriebildung und ihre Visualisierungstechniken einen Abstraktionsgrad erreicht, der künstlerischen Verfahren sehr ähnlich ist. Vice versa stehen die Künste in ihren Methoden und Vorgehensweisen der Exaktheit wissenschaftlichen Experimentierens in nichts nach. Diesem Wechselspiel soll im Seminar anhand praktischer Beispiele nachgegangen werden. Die Studierenden sind aufgefordert, ihre Erfahrungen einzubringen und gewohnte Deutungen zu hinterfragen.

Exemplarisch werden diese Positionen an den Beispielen der Interaktiven Kunst, der Computermusik, den Wunderkammern und der Verwendung von Licht in Kunst und Technik erörtert.

spezifisches Angebot nur für BA Architektur, 2 SWS, 3/5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16 a/b, Montagvormittag (Termine für Vorlesungen und Seminareinheiten nach Ansage)

Jede Kunst trägt etwas von allen anderen Künsten in sich. Diesem Gedanken ist das Seminar auf der Spur. In jedem "wirklich Gebauten steckt etwas Poetisches, etwas Musikalisches, etwas Architektonisches" (Fritz Schumacher). Musik als verzeitlichte Architektur und Architektur als verräumlichte Musik: beide Aspekte ergänzen einander und verweisen darauf, wie sich in unserer Wahrnehmung Reales und Fiktives miteinander verbinden können. Musik als Architektur und Architektur als Musik. Diese Stichworte machen deutlich, dass beide Bereiche auf höchst unterschiedliche Weisen aufeinander beziehbar sind - sei es in ihrer direkten Verbindung, sei es in der Beschreibung ihrer strukturellen Verwandtschaft.

Diese Verwandtschaft hat ihre eigene Geschichte und Form geprägt, die es in dem Seminar aufzuspüren und zu diskutieren gilt. Das Seminar denkt Musikgeschichte vor dem Hintergrund korrespondierender Architekturgeschichte. Im Sommersemester wird der Fokus auf die Renaissance, den Barock und die Moderne gelegt.

Bachelor-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16a, Mittwoch 14.15 - 15.45 Uhr

Der Gehörsinn hat sich im Laufe der Evolution zu einem Messinstrument entwickelt, das aufgrund seiner Genauigkeit, Adaptionsfähigkeit, Fehlertoleranz und Strukturierungsfähigkeit oft überrascht. Auch Räume werden über diesen Sinn wahrgenommen und bewertet. Menschen sind bestrebt, in Innenräumen nicht nur ein lebensfreundliches, sondern auch ein angenehmes Klima zu erfahren und zu schaffen.

Dies gilt für Räume, in denen der Mensch arbeitet und wohnt ebenso wie für Räume, in denen er reist, wie beispielsweise eine Flugzeugkabine: Während außerhalb lebensfeindliche Bedingungen herrschen, genießt der Fluggast im Inneren eine komfortable Reise. Komfort beschreibt einen angenehmen Zustand physiologischer, psychologischer und physikalischer Harmonie zwischen Mensch und verschiedenen Aspekten seiner Umwelt. Komfort lässt sich als subjektives psychologisches Konstrukt definieren, als Ergebnis von Wahrnehmung und Bewertung anhand von Erfahrung und Erwartung. Mit Komfortindizes werden Beurteilungsgrößen eines Raumklimas diskutiert und für Planungsprozesse ausgewertet. Der raumklimatische Komfort hängt dabei von wahrgenommenen Umgebungsparametern ab, für den die Sinnesorgane eine Schnittstelle zwischen Umgebung und Person bilden. Das auditive System, welches zu wesentlichen Teilen im Ohr lokalisiert ist, ist für die Wahrnehmung der akustischen Umwelt zuständig.

In diesem Seminar soll es um die Wahrnehmung von Räumen anhand von Geräuschen, Klängen und Musik gehen mit dem Ziel, das Bewusstsein für diese Parameter der Raumgestaltung zu schärfen.

Literatur:

  • Grün, Gunnar, Modellierung eins Komfortindex zur Beurteilung des Raumklimas am Beispiel der Passagierflugzeugkabine, FRAUNHOFER VERLAG, 2009
  • Spehr, Georg (Hg), Funktionale Klänge: Hörbare Daten, klingende Geräte und gestaltete Hörerfahrung, Bielefeld 2009
  • Schulze, Holger (Hg), Sound Studies: Traditionen – Methoden – Desiderate. Eine Einführung, Bielefeld 2008
  • Blomann, Karl-Heinz/ Sielecki, Frank (Hg), Hören. Eine vernachlässigte Kunst?, Herne 1997
  • Hellbrück, Jürgen, Hören. Physiologie, Psychologie und Pathologie, Göttingen 1993
  • Liessmann, Konrad Paul, Ästhetische Empfindungen, Wien 2009

Bachelor-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Kompaktseminar: 7. April, 8. Mai, 12. Juni und 10. Juli 2010
Einführungstermin am 7. April 2010 um 18.00 Uhr, CN, C007

Erfolgreiche Erfindungen beruhen auf Kreativität und der Fähigkeit, greifbare Vorhersagen für die Zukunft zu erstellen und hieraus Ideen zu entwickeln. Die Theorie des erfinderischen Problemlösens (TRIZ ist dafür das russische Akronym) ermöglicht eine systematische Ideensuche und bietet eine Auswahl an Methoden zum zielgerichteten Lösen technischer und technisch-wirtschaftlicher Probleme. Es unterstützt das Hervorbringen von Innovationen, d.h. neuartiger Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen.

TRIZ beruht auf den Arbeiten des russischen Wissenschaftlers Genrich S. Altschuller, der auf Basis von umfangreichen Patentanalysen zu der Erkenntnis gelangte, dass einer Vielzahl von Erfindungen eine überschaubare Anzahl von Lösungsprinzipien zu Grunde liegt. Er entwickelte die TRIZ, die Erfindern das Handwerkszeug zur Verfügung stellt, sich das Wissen und die Lösungsprinzipien alter Erfindungen zu Nutze zu machen, um neue Lösungsprinzipien für bestehende Probleme zu finden und hieraus neue Ideen zu entwickeln. TRIZ stellt eine Vielzahl an Methoden und Werkzeugen zur Verfügung, die die Sichtweise auf die Erfindungen verändern und sie gezielt in eine neue Richtung lenken.

Die Veranstaltung "Systematik + Erfindergeist = TRIZ" vermittelt einen Einblick in TRIZ und sie soll die Teilnehmer auf dem Weg zum erfinderischen Problemlösen begleiten. Neben der Einführung in das Themenfeld, dem Kennenlernen und Anwenden von grundlegenden Methoden von TRIZ sollen in der Veranstaltung auch spezielle Softwaretools zur Unterstützung von Problemlösungsprozessen vorgestellt werden. Aus diesem Grund findet der letzte Termin im Juli im Rechenzentrum der Universität Bremen statt.

Termine:

  • Samstag, 8. Mai 2010 mit Prof. Böhme & Dr. Walter in Hamburg, Ort: AV 16c
  • Samstag, 12. Juni 2010 mit Dipl.-Ing. Horst Nähler in Hamburg, Ort: AV 16c
  • Samstag 10. Juli 2010, mit Dr. Lothar Walter an der Universität Bremen

Bachelor-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16c, Montag 14.15 - 15.45 Uhr
Symposium: 26. Juni 2010

"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." lautet ein Immanuel Kant zugeschriebener Satz. Wer ein Regal zusammenbauen will, der muss wissen, in welcher Weise die einzelnen Teile zusammengesetzt werden. Wer ein Auto herstellen will, muss wissen, wie ein Motor funktioniert. Gelingendes Handeln im Alltag sowie technologischer Fortschritt beruhen letztlich auf Wissen. Aber was ist Wissen und wie unterscheidet es sich von bloßen Meinungen? Wie kann man Überzeugungen darauf hin überprüfen, ob sie genuines Wissen darstellen? Welche Methoden sind geeignet, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen? Welche Kriterien haben wir, um eine bloße Hypothese von einer echten wissenschaftlichen Erkenntnis zu unterscheiden?

Mit diesen Fragen wollen wir uns im Seminar befassen. Dazu werden grundlegende Fragestellungen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie anhand kurzer Texte aus der klassischen und modernen Philosophie behandelt. Das Seminar gliedert sich in drei Teile: Im ersten Abschnitt wird es darum gehen, Grundprinzipien des Argumentierens und Schlussfolgerns zu untersuchen, da diese eine wichtige Basis für den Erwerb von Wissen und die Verteidigung von Wissensansprüchen darstellen. Der zweite Abschnitt widmet sich der Frage "Was ist Wissenschaft?" und somit den Kriterien dafür, was im wissenschaftlichen Sinne als Wissen gelten kann. Im dritten Teil werden wir den beiden klassischen erkenntnistheoretischen Fragen nachgehen, wie wir herausfinden können, ob wir etwas wissen und ob das überhaupt möglich ist.

Im Rahmen dieses Seminars und des Seminars "Was wir von der Welt wissen" findet am Samstag, den 26. Juni 2010, in der Zeit von 10.00 bis 14.00 Uhr ein gemeinsames Symposium statt. Die Teilnahme daran ist für alle Seminarteilnehmer verpflichtend und für die Erbringung des Leistungsnachweises unerlässlich.
Ort: Averhoffstr. 38, Raum 16b

 

Bachelor-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16c, Montag 16.15 - 17.45 Uhr
Symposium: 26. Juni 2010

Unsere Welt ist durch technologische Revolutionen geprägt, die ihre Wurzeln zum einen in der klassischen Physik nach Galileo und Newton und zum anderen in der modernen nach Einstein, Schrödinger und Heisenberg haben. Andere Wissenschaften wie die Chemie und die Biologie und vielleicht auch die Psychologie und Soziologie sind nach diesem Vorbild konstruiert. Auf diese Weise scheint ein mythisch-vorwissenschaftliches Weltbild durch ein naturwissenschaftliches abgelöst worden zu sein.

In diesem Seminar wollen wir uns dem Stand dieser Wissenschaften und ihrer Sicht auf die Welt anhand folgender Einzelthemen nähern:

  • Das Große - Was wissen wir über das Universum?
  • Das Kleine - Drei Milliarden Euro für das »Gottesteilchen«?
  • Zuhause - Sonne, Mond und Sterne.
  • Stoffe - Vom Atom zum Virus / Bucky-Balls und Nano-Tubes
  • Leben und Evolution - Kann man mit Kreationisten diskutieren?
  • Denken und Bewusstsein aus der Sicht der Neurowissenschaften.

Dabei wollen wir gemeinsam Thesen erörtern und Fragen aufwerfen die z.B. die folgenden: Ist es wirklich nichtmythisch, wenn man das Universum nur in 26 Dimensionen verstehen kann und 73% davon aus etwas besteht, was auf keinen Fall Materie ist? Die Frage "Was ist hinter dem Universum oder was war davor" ist falsch gestellt. Wenn bereits vor einer Entscheidung messbar ist, wie ich mich entscheide, wo bleibt da die Willensfreiheit?

Im Rahmen dieses Seminars und des Seminars "Was ist Wissen?" findet am Samstag, den 26. Juni 2010, in der Zeit von 10.00 bis 14.00 Uhr ein gemeinsames Symposium statt. Die Teilnahme daran ist für alle Seminarteilnehmer verpflichtend und für die Erbringung des Leistungsnachweises unerlässlich.
Ort: Averhoffstr. 38, Raum 16b

 

Master-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16a, Mittwoch 16.15 - 17.45 Uhr

"Die Gestalt aller künstlerischer Utopie heute ist: Dinge machen, von denen wir nicht wissen, was sie sind" (Theodor W. Adorno)

Das Vorhaben, Klang- und Geräuscharchitekturen zu untersuchen, mag irritieren: Es geht in diesem Seminar um die Wahrnehmung von Ereignissen und Strukturen, die sich nur noch über den Gehörsinn erfassen lassen, da sie nicht mehr mit visuellen Eindrücken verbunden sind. Erfahrungen mit solchen Klängen und ephemeren Strukturen sind elementare Beispiele für das, was Adorno auf höherer Ebene "Dinge, von denen wir nicht wissen, was sie sind" nannte. Klänge, denen nicht anzuhören ist, wie sie zustande gekommen sind und die die Frage provozieren, wie und als was sie gehört werden können und woher sie kommen. Was hören wir? Wozu hören wir? Und wie hören wir eigentlich? Das sind Fragen, die nicht nur die Musik, sondern ebenso die Gestaltung von (akustischen) Räumen betreffen.

Verbindungen zwischen diesen beiden Künsten haben Architekten, Musiker und Philosophen in allen Jahrhunderten gesucht und geschaffen und sich dabei wechselseitige Impulse gegeben. Architektur sei "erstarrte Musik" (Friedrich Wilhelm Joseph Schelling) oder "gefrorene Musik" (Arthur Schopenhauer). Beide verweisen auf die Begegnung zwischen der Kunst des Hörens und der Kunst der Raumgestaltung. Über den Weg der Musik werden wir in diesem Seminar die Zeit im Raum entdecken und gleichzeitig den Raum für die Erfahrung von Zeit schaffen.

Literatur:

  • Adorno, Theodor W., Musikalische Schriften I-III, Frankfurt 2003
  • Blomann, Karl-Heinz/ Sielecki, Frank (Hg), Hören. Eine vernachlässigte Kunst?, Herne 1997
  • Klein, Richard/ Mahnkopf, Claus-Steffen (Hg), Mit den Ohren Denken, Frankfurt 1989
  • Liessmann, Konrad Paul, Ästhetische Empfindungen, Wien 2009
  • Spehr, Georg (Hg), Funktionale Klänge: Hörbare Daten, klingende Geräte und gestaltete Hörerfahrung, Bielefeld 2009
  • Schulze, Holger (Hg), Sound Studies: Traditionen – Methoden – Desiderate. Eine Einführung, Bielefeld 2008
  • Waldensfels, Bernhard, Sinnesschwellen, Frankfurt, 1999
  • Wellmann, Karl-Heinz (Hg), Der Aufstand des Ohrs – die neue Lust am Hören, Göttingen 2006
  • Wellmann, Karl-Heinz (Hg), Erlebnis Zuhören, Göttingen 2007

Master-Seminar, 2 SWS (9 Termine à 3 SWS), 5 CP
Averhoffstraße 38, Raum 16c, Freitag 8:30 - 10.45 Uhr

Das Wort »Behausung« erzeugt eine vielschichtige Bedeutung: Anders als die Begriffe Haus, Wohnung, Unterkunft, Gehäuse, Obdach etc. transportiert »Behausung« Aspekte von Architektur, Funktion von Wohnstätten, Bedürfnis, Befindlichkeit. Einerseits also kommt mit dem Wort »Behausung« Wirklichkeit in den Blick, andererseits auch eine metaphorische Dimension: Ort des Schutzes (wovor?), der Erfahrungsbearbeitung, des Verstecks, des Rückzugs etc. »Behausung« ist nicht ein bloßes Außen, um Erfahrung zu hüten, sondern kann als eine Figur verstanden werden, die Erfahrung und Subjektbildung entstehen lässt.

Damit sind verschiedene Felder berührt: Architektur mit der Frage, was sie mit den Erfahrungen anstellt, was lässt sie zu, was verhindert sie? Wie sind die Öffnungen nach Außen, sozusagen die Fenster und Türen beschaffen? Ebenso ist die Arbeit der Symbolisierung, des Deutens, der Wahrnehmung berührt. In diesem Sinne siedelt sich das Seminar also an der Schwelle zwischen Architektur und metaphorischer Topographie an.

Termine:

  • 23. und 30. April
  • 7. und 21. Mai
  • 4., 11., 18. und 25. Juni
  • 2. Juli

(Wir behalten uns die Option vor, den 9. Juli als Ausweichtermin für einen eventuell entfallenden Termin zu wählen.)

Literatur:

  • Martin Heidegger, Bauen Wohnen Denken, in: Martin Heidegger, Vorträge und Aufsätze, Stuttgart 1994, S. 139–156. (wird als Kopie vorliegen)
  • Susan Bernstein, Housing Problems. Writing and Architecture, Baltimore 2008 (=Meridian: Crossing Aesthetics) (wird in Ausschnitten als Kopie vorliegen)

Weiterführende Literatur wird in einem Seminarordner in der Bibliothek zur Verfügung stehen.

Master-Seminar, 2 SWS (9 Termine à 3 SWS), 5 CP
Averhoffstraße 38, Raum 16c, Freitag 11:15 - 13:30 Uhr

»Nano« ist ein heute geläufiges Präfix, das uns aus Wortprägungen wie Nanotechnologie, Nanowissenschaft und Nanometer bekannt ist. In der griechischen Wortbedeutung nanos = Zwerg steckt aber auch der Verweis auf eine märchenhafte Figur. Diese doppelte Valenz von »Nano« als zukunftshaltigem Wissenschaftszweig und als Emblem für kulturell tradierte Vorstellungen von Kleinheit, an die sich Hoffnungen, Visionen, Utopien ebenso wie Ängste, Befürchtungen und Phobien heften, steht im Zentrum des Seminars.

Das Seminar also geht von der These aus, dass sich die unsere Kultur prägende Kraft des »Nano« nicht im technologisch Objektiven erschöpft, sondern ebenso erfordert, das Konglomerat aus Fantasien und Fantasmen in den Blick zu nehmen. Wir werden uns mit überkommenen und wirksamen Figuren des Kleinen (Kobold) wie mit technischen Figuren (Nanoautomaten) beschäftigen. Der 'Kobold' mit seinen »Verwandten« wie Zwerg, Heinzelmännchen, Rumpelstilzchen, Däumling usw. entstammt dem Märchen, findet sich aber auch in modernen Erzählungen wie bei Kafka ("Odradek") oder bei Benjamin ("Bucklicht Männlein"); ebenso dient diese Figur zur Charakterisierung von Mikroprozessoren. Sind diese Transfers als Transfers zwischen Kultur und Technik zu verstehen, so ist daran die Fragestellung und Durchführung des Seminars ausgerichtet.

Termine:

  • 23. und 30. April
  • 7. und 21. Mai
  • 4., 11., 18. und 25. Juni
  • 2. Juli

(Wir behalten uns die Option vor, den 9. Juli als Ausweichtermin für einen eventuell entfallenden Termin zu wählen.)

Literatur:

  • Walter Benjamin, Das bucklichte Männlein, in: ders., Gesammelte Schriften, Bd. VII/1, Frankfurt am Main 1991, 429-430.
  • Franz Kafka, Die Sorge des Hausvaters, in: ders., Drucke zu Lebzeiten, Frankfurt am Main 1994, 282-284.
  • Friedrich Kittler, Aufgehen in der Pseudonatur, in: Kunstforum 141 (1998), 130-137.
  • Marianne Schuller, Gunnar Schmidt, Mikrologien, Bielefeld 2003.

(Alle Texte, die angegebenen und die hinzukommenden, werden als Kopie in der Bibliothek (Ordner) zur Verfügung stehen.)

Master-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstraße 38, Raum 16c, Mittwoch 16:15 - 17:45 Uhr

Film ist eine vielschichtige Erzählung, die nicht nur durch die reine Abfolge von Bildern zu charakterisieren ist. Erst die Kombination verschiedenster filmischer Komponenten wie z.B. Ton, Licht, Kameraführung, Musik oder Montage macht eine filmische Narration komplett. In diesem Seminar stehen die einführend-theoretische und die praktische Auseinandersetzung mit ausgewählten Komponenten der filmischen Rauminszenierung im Mittelpunkt.

Anhand der Sichtung und Diskussion verschiedenster Filmbeispiele, der Lektüre film-, foto- und raumtheoretischer Texte aber auch durch das praktische Experimentieren mit unterschiedlichen kreativen Techniken, wie z.B. dem Zeichnen oder Fotografieren, werden die TeilnehmerInnen des Seminars für das Wirkungspotential einzelner filmischer Komponenten sensibilisiert.

Ziel des Seminars ist die Erstellung eines multimedialen Storyboards zu einer eigenen kurzen filmischen Narration, die dem Zuschauer einen spezifischen Raumeindruck vermitteln soll.

Master-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstr. 38, Raum 16b, Mittwoch 14.15 - 16.45 Uhr
Termine s.u.; ganztägiger Workshop am 12. Juni 2010

Dieses Seminar führt in das stark interdisziplinäre Forschungsgebiet der Sonifikation ein und berührt unter anderem die auditive Wahrnehmung, Psychoakustik, Geschichte der Sonifikation und Sound Computing.

Daten und Informationen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Diese Datenfülle entwickelt jedoch erst durch sinnvolle Interpretation ihren vollen Nutzen. Interpretiert werden kann aber nur, was für unsere Sinne in einer adäquaten Form repräsentiert wird. Neben der etablierten Disziplin der Datenvisualisierung (vermittels Grafiken, Diagrammen, etc.), welche auf unseren visuellen Sinn rekurriert, gibt es noch die Verfahren aus der Sonifikation. Hier werden Daten auditiv aufbereitet, so dass wir Zusammenhänge hören können. Sonifikation nutzt also Klang zur Vermittlung ansonsten abstrakter Daten. Für die effektive Nutzung solcher Sonifikationstechniken werden diese oft als Ergänzung zu sowohl visuellen als auch interaktiven Datenexplorationsszenarien angewandt. Klang wird somit zu einem Medium für ansonsten abstrakte Daten, die auch aus Wohn- und Lebensräumen extrahiert werden können, um sie dann in klanglicher Form zu reflektieren.

Termine:

  • Mittwoch, den 7. und 14. April 2010
  • Mittwoch, den 5. und 19. Mai 2010
  • Mittwoch, den 2. , 16. und 30. Juni 2010
  • Samstag, den 12. Juni 2010 (ganztägiger Workshop)
  • Mittwoch, den 14. Juli 2010

Die Teilnahme am Workshop ist für alle Seminarteilnehmer verpflichtend und für die Erbringung des Leistungsnachweises unerlässlich; Ort: Averhoffstr. 38, Raum 16a

Master-Seminar, 2 SWS, 5 CP
Averhoffstraße 38, Raum 16a und U.d.N. in Wilhelmsburg, Mittwoch 18:30 - 20:00 Uhr

Als wichtigste Strategie zeitgenössischer Stadtentwicklung hebt Kees Christianse das Orchestrieren heraus: "orchestrating a phased, open-ended development, in which existing, built, natural and programmatic qualities are integrated." Was aber heißt orchestrieren? Am besten bekommt man das heraus, wenn man mal in einem Orchester mitspielt. In diesem Kontext entsteht das Wilhelmsburg Orchestra als Teil des Curriculums der Universität der Nachbarschaften und setzt sich aus Studenten der HCU und Anwohnern, Nachbarn der UdN, zusammen: Jeder, der ein Instrument besitzt und Lust hat es zu spielen, ist eingeladen sich zu bewerben. So gibt uns das WO auch die Möglichkeit, Einblicke in die musikalische community Wilhelmsburgs zu bekommen. Musikalische Praxis wird Ausdruck von Stadt und dem, was wir daraus machen: let's play!

Das Orchester besteht aus Laien und entwirft seine Musik selbst, spielt, improvisiert, gibt Gas. Es wird ab April 2010 casten und recherchieren, ab Mai wöchentlich proben und ab Juni 2010 Konzerte geben. Das Orchester wird nicht nur in Wilhelmsburg spielen, sondern auch in Hamburg auf Tour gehen.

Die Teilnehmerzahl an Studierenden ist begrenzt auf 10.

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[Q] STUDIES

[Q]-Studienprogramm (PDF)
für das Sommersemester 2010


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