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Lernziele

Ein breites Fundament.

Die Teilnahme am Programm der [Q] STUDIES bereitet für den Umgang mit kulturellen Möglichkeiten in gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten im weitesten Sinne vor: mit den Möglichkeiten methodischer Schulung, intellektueller Beweglichkeit, kommunikativer Intelligenz und sinnlicher Urteilskraft.

 

Reflexionskompetenzen: Wissenschaftliches Analysieren und Reflektieren

Nebst Orientierungswissen, das durch thematische Perspektiven und Einblicke in unterschiedliche Themen und gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt wird, bieten die [Q]STUDIES einen Ort, um reflexiv-analytische Fähigkeiten einzuüben. Analyse- und Beurteilungsvermögen beziehungsweise Argumentations-, Diskurs- und Kommunikationsfähigkeiten stellen zentrale Kompetenzen dar, um sich im akademischen und beruflichen Umfeld mitteilen und austauschen zu können. Dabei geht es nicht primär um die Vermittlung von Inhalten und Wissensbeständen, das WAS, sondern ebenso um das WIE des Wissenserwerbs: Es geht um die Schulung der Lernfähigkeit selbst, d.h. die Fähigkeit, sich Wissen unter sich verändernden Bedingungen anzueignen und kritisch zu hinterfragen.

In-Beziehung-Setzen als intellektuelle Kompetenz

In Lehre und Forschung stellen sich die [Q]STUDIES die Aufgabe, unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen und den Studierenden auf dieser Basis Anregungen für reflexive, kreative und kommunikative Prozesse zu geben. Es geht um ein „In-Beziehung-Setzen“ bisher getrennter Bereiche, das vor allem darin besteht, die Dinge in ihrer Relation zueinander zu sehen und ihre vielfältigen Verbindungen aufzuspüren. Dieses „In-Beziehungen-Denken“ meint sehr unterschiedliche Arten von Beziehungen: z.B. funktionale und emotionale, logische, ästhetische oder künstlerische. In einem solchen kreativ-produktiven Prozess werden unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen miteinander verbunden; so werden etwa formal-logische, strukturierte und evaluierende Methoden in Beziehung zu assoziativen, unsystematischen und offenen Herangehensweisen gesetzt.

Produktives Denken im Sinne der Herstellung neuer Zusammenhänge und der Hervorbringung innovativer Lösungen wird zu einer entscheidenden intellektuellen Kompetenz. Diversität im Denken und die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen, sind somit als notwendige Fähigkeiten im Hinblick auf die zunehmende Komplexität aktueller gesellschaftlicher Problemstellungen zu verstehen. Deren Analyse sowie die Entwicklung entsprechender Problemlösungsansätze geschieht nicht allein durch fachliches Wissen, sondern ebenso durch die Einbeziehung fachfremd gewonnener Erkenntnisse, durch eine Methodenvielfalt sowie durch Tole-ranz und Akzeptanz gegenüber anderen (Wissens-)Kulturen.

 

Kulturelle Kompetenzen: Transdisziplinäres und interkulturelles Kommunizieren

Die Fähigkeit, über disziplinäre und kulturelle Grenzen hinweg denken, kommunizieren und handeln zu können, stellt eine weitere Schlüsselkompetenz im beruflichen Handeln dar.

Disziplinübergreifendes Denken und Handeln

In dem Maße, wie sich berufliche Tätigkeitsfelder verändern, zählt nicht nur eine hohe fachliche Qualifikation, sondern genauso die Fähigkeit, sich neue Wege zu erschließen und mit dem „Unbekannten“ kreativ umzugehen. Es gilt also, sich auf Situationen einzustellen, die komplex oder nicht vorhersehbar sind, und Methoden für den Umgang mit anderen Fachkulturen, Wissensbeständen und „Nichtwissen“ zu entwickeln.

Die Absolventen müssen folglich dazu in der Lage sein, sich mit ihren fachspezifischen Kenntnissen unter veränderlichen Bedingungen in immer neue Kontexte einzubringen und über Fachgrenzen hinweg zu kommunizieren. Das zukünftige Arbeitsprofil der Absolventen muss beides enthalten: sowohl Fachkenntnis in hochspezialisierten Einzelwissenschaften als auch die Fähigkeit, diese zu reflektieren und zu vernetzen. Denn um künftig produktiv mit Wissen und Nichtwissen umgehen zu können, gilt es, sich der Grenzen der eigenen Disziplin bewusst zu werden und diese im Denken und Handeln zu überschreiten.

Neben der Fähigkeit, über wissenschaftliche Kulturgrenzen hinweg denken und handeln zu können, wird in den [Q]STUDIES auch die interkulturelle Kommunikation in einem weiteren, gesellschaftlichen Sinne gefördert. Durch das Zusammentreffen von Studierenden aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten stellen die [Q]STUDIES einen Ort dar, in welchem transdisziplinäre und interkulturelle Verständigung ermöglicht und eingeübt wird.

 

Wahrnehmungs- und Gestaltungskompetenzen: Kreatives und innovatives Gestalten

Auf Kompetenzen, die eine kreative und innovative Herangehensweise und Problemlösung ermöglichen, wird in den [Q]STUDIES grosser Wert gelegt. Dabei werden einerseits experimentell-praktische Gestaltungskompetenzen gefördert, andererseits stellt der Perspektivenwechsel eine zentrale Technik dar, um Wahrnehmung und Kreativität zu schulen. Durch unterschiedliche Perspektivenwechsel in thematischer oder methodischer Hinsicht sollen die Studierenden lernen, die durch ihre Fachdisziplin eingeübte Denkweise zu reflektieren, kritisch zu hinterfragen und neue Denkansätze und Zugänge auszuprobieren. Sich “am Fremden abzuarbeiten” – sei dies in thematischer, methodischer oder kultureller Hinsicht – soll zugleich flexibles Denken und Verständnis für “das Andere” fördern wie auch eine Erweiterung des intellektuellen Repertoires im Hinblick auf alternative Zugänge und Problemlösungen begünstigen.

Durch eine vielfältige Schulung der Wahrnehmungskompetenzen und des Darstellungsvermögens sollen visuelle, auditive oder andere sinnliche Wahrnehmungsweisen und die sinnliche Urteilskraft geschärft werden. Dabei gehen die [Q]STUDIES von der Prämisse aus, dass Wissen nicht ausschliesslich kognitiv ist, sondern auf Erfahrungswissen beruht und eine verkörperlichte Dimension hat (embodied knowledge). Diesem Aspekt wird in den [Q]STUDIES besondere Bedeutung zugemessen.

 

Handlungskompetenzen: Proaktives und verantwortliches Handeln

In der heutigen Arbeitswelt stellt die Fähigkeit, proaktiv und verantwortlich zu Handeln, eine zentrale Schlüsselkompetenz dar. Die Schulung flexibler Herangehensweisen wie auch analytischer Fähigkeiten in [Q]STUDIES fördert die Fähigkeit, Entwicklungen antizipieren und schnell und adäquat darauf reagieren zu können. Verantwortliches Handeln, das die Kompetenz einschliesst, Sachverhalte in einem gesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen und auf ethische Implikationen hin zu prüfen, befähigt die Studierenden, ihren späteren Beruf verantwortungsvoll gegenüber Mensch und Umwelt auszuüben. In den Q-Lehrveranstaltungen wird diese „social and environmental responsibility“ entsprechend thematisiert und eingeübt.

 

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