Das wissenschaftliche Profil
Fast zwei Jahre hat das Präsidium der HCU gemeinsam mit den Professorinnen und Professoren der HCU und mit Experten aus der Praxis an der Entwicklung des Profils Hamburgs neuer und in Europa einzigartiger Hochschule für Bauen und Stadtentwicklung gefeilt. Am 3. Dezember 2007 stellte die HCU das so entwickelte Leitbild und die Schwerpunkte der HCU der (Fach-) Öffentlichkeit vor. (download „Das wissenschaftliche Profil der HCU“.)
Den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung hat es so überzeugt, dass das Profil der HCU in die 2. Runde der Exzellenzinitiative "zur individuellen Profilbildung" für kleine und mittlere Hochschulen gekommen ist.
Folgende thematische Schwerpunkte für die HCU sind Ergebnis dieses intensiven Arbeitsprozesses: Städtische Metropolen und ihre Entwicklung in einer sich immer schneller bewegenden und sich entwickelnden Welt, die damit zusammenhängende erhöhte Komplexität der hieraus entstehenden Probleme und die Pole „Haus und Stadt“, zwischen denen sich alles bewegt. Grundlage der zu entwickelnden fachlichen Exzellenz an der HCU sind die vier Disziplinen: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik, Stadtplanung, die ab 2009 allerdings durch den Studiengang „Kultur der Metropole“ ergänzt werden. Ferner kommen zu den konsekutiven Studienprogrammen drei zusätzliche fächerübergreifende Masterprogramme hinzu: Resource Efficiency in Architecture and Planning - Projektentwicklung und Immobilienmanagement - sowie Städtebau, die offen für Absolventen unterschiedlicher Disziplinen sind.
Die Leitziele für das Studium an der HCU sind Disziplinarität, Interdisziplinarität und Transdisziplinarität, d.h. Sicherheit in der eigenen Disziplin, das Verständnis und die Wertschätzung der Nachbardisziplinen als Voraussetzung für kreative Zusammenarbeit – die durch Modulstrukturen und das Projektstudium, das zum zentralen Element jedes Curriculums an der HCU wird, erreicht werden – und die Fähigkeit, komplexe Aufgaben des Bauens und der Stadtentwicklung durch Offenheit für radikal andere Sicht- und Denkweisen zu lösen – unterstützt durch ein Studium Fundamentale, das in allen Bachelor- und Masterstudiengängen fest verankert wird und mit der Universität Witten/ Herdecke und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg entwickelt wurde.
Auch die Forschung an der HCU soll sich durch Inter- und Transdisziplinarität auszeichnen. Die Forschungsstrukturen an der HCU orientieren sich daher weniger an festen Institutsgrenzen sondern richten sich stattdessen nach den Erfordernissen der Forschungsthemen. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte an der HCU sind:
Metropolregionen im Wandel - Metamorphosen der Stadt – REAP: Ressourceneffizienz in Architektur und Planung - BauKunst: Bauen zwischen Gestaltung, Gesellschaft, Ökonomie und Technik - Immobilie und Stadt - Virtuelle / Digitale Stadt.
Insgesamt tritt die HCU also mit einem fachübergreifenden Anspruch an die Gestaltung der Zukunft von Metropolen heran und will dafür ein neues Selbstverständnis der traditionellen Bau-, Gestaltungs- und Planungsprofessionen entwickeln: als Teil der „creative industries“, stets auf der Suche nach den innovativsten und gleichzeitig nachhaltigen Lösungen für die Herausforderungen der urbanen Umwelt.
Öffentlich vorgestellt wurde das Profil am 3. Dezember 2007 auf Kampnagel. Begleitet wurde das Präsidium dabei durch Beiträge folgender hochrangiger Vertreter aus Politik, Praxis und Wissenschaft:
- Jörg Dräger, Senator für Wissenschaft und Forschung
- Axel Gedaschko, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt
- Konstantin Kleffel und Karl H. Schwinn, Vorsitzende der Hamburger Architekten- und Bauingenieurkammer,
- Ulrich Kießling, Präsident des Deutschen Immobilienverbandes,
- Prof. Elmar Lampson, Präsident der HfMT,
- Prof Dr.-Ing Werner Sobek,
- Dipl-Ing Hagen Graeff, Präsident des deutschen Vereins für Vermessungswesen Prof. Christiane Thalgott, Präsidentin der dtsch. Akademie für Städtebau und Landesplanung, Stadtbaurätin A.D. der Stadt München
- Amelie Deuflhard, Intendantin von Kampnagel
- Prof. Franz Oswald, Emeriti der ETH Zürich mit einer Professur für Architektur und Städtebau,
- Herbert Girardet, Programmdirektors des Weltzukunftsrats (WFC)
- und als Festredner Neil Kirkpatrick, Leiter des Teams zur Entwicklung Nachhaltiger Lösungen von ARUP, London










