Arbeitsgebiete
HCU Hamburg
Urban and Regional Economic Studies
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Die wirtschaftliche Renaissance von Städten hängt eng mit dem Bedeutungszuwachs einer Ressource zusammen: Wissen. Mit ihrer Konzentration an Bildungs-, Forschungs- und Kongresseinrichtungen bilden Städte zentrale Orte der Wissensproduktion und -zirkulation. Wie aber wirken sich neue dezentrale und offene Innovationsarchitekturen (wie Crowd-sourcing), die vor allem auf die Mobilisierung von Laien- und Alltagswissen abzielen, auf die etablierten Orte der Wissensproduktion aus? Um Wissen geht es uns auch in einer zweiten Forschungslinie, mit der wir städtische Herausforderungen ganz anderer Art ins Blickfeld nehmen: Städte sind zunehmend Austragungsorte von Mega-Events; gleichzeitig kulminieren in ihnen die Auswirkungen von Desastern (wie Infrastrukturzusammenbrüche oder Naturkatastrophen). Wie können Städte aus der Bewältigung derartiger seltener Großereignisse lernen und dieses Wissen für die Bewältigung künftiger Ereignisse verfügbar machen? In einer dritten Forschungslinie schließlich fokussieren wir die urbane Dimension von Städten als öffentliche Orte hoher Interaktionsdichte. Unsere sozialen Beziehungen werden zunehmend überlagert durch Online-Netzwerke (wie Facebook, Xing oder LinkedIn). Wir wissen, dass Online-Netzwerke nicht schlicht zu einer Substitution realräumlicher Interaktionen führen. Wir wissen allerdings weniger, wie sich die zunehmend strategische und reflektierte Konstruktion von Online-Netzwerken und -identitäten auf unsere gewachsenen Nachbarschaftsnetzwerke und genuin urbanen, beiläufigen Face-to-Face-Kontakte auswirkt.
Unserern Forschungsarbeit liegt dabei keine uni-direktionale Perspektive zugrunde, in der Städte als passive Bühne erscheinen, auf der sich wirtschaftliche, gesellschaftliche oder technische Veränderungen entfalten. Uns interessieren vielmehr die Interdependenzen: Städte sind nicht nur Schauplätze dieses Wandels, vielmehr bringen gerade sie ihn auch hervor. Unser Forschungsprogramm greift vor allem auch neuere wirtschaftssoziologische und -geographische Debatten auf. Zu unseren Kooperationspartnern zählen unter anderem Kollegen der Columbia University, University of Toronto, University of Durham, Copenhagen Business School und Università Commerciale L. Bocconi.
Stadt- und Regionalökonomie lässt sich nicht auf die Ökonomie in Städten und Regionen reduzieren. Vielmehr zielt die Stadt- und Regionalökonomie auf die spezifisch städtischen und regionalen Interdependenzen, die aus kleinräumigen Vernetzungen und externen Effekten resultieren. Die einführenden Lehrveranstaltungen setzen sich zum Ziel, einerseits in die ökonomische Rationalität und gesellschaftliche Einbettung raumwirksamer Handlungen wirtschaftlicher Akteure einzuführen: Nach welchen Kriterien treffen Unternehmen Standortentscheidungen? Welche Variablen fließen in die Wohnortentscheidungen privater Haushalte ein? Wie können Kommunen bei knappen öffentlichen Budgets Infrastrukturinvestitionen finanzieren? Andrerseits geht es in den Lehrveranstaltungen um die Analyse und Reflexion ökonomischer Kreisläufe und Verflechtungszusammenhänge. Die weiterführenden Lehrveranstaltungen thematisieren aktuelle stadt- und regionalökonomische Entwicklungskonzepte und diskutieren die Einbindung von Städten und Regionen in globale Netzwerkzusammenhänge: Welche ökonomischen Optionen eröffnen globale Vernetzungen, welche politischen Handlungsrestriktionen sind mit ihnen verbunden?
Grundsätzlich entfaltet das Lehrprogramm einen Spannungsbogen zwischen aktuellen planerischen Anwendungsbezügen und grundlegenden sozialwissenschaftlichen Strategien der Erkenntnisgewinnung, Argumentationsführung und kritischen Reflexion zu balancieren.
Gernot Grabher
Dieter Läpple
Joachim Thiel
Susanne Wilkens
Constanze Engelbrecht
Jonas König
Martin Böhmer
Janko Vollmer
Jonas Wolter
Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling M.A.
Stadtplanung und Regionalentwicklung
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Das Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung beschäftigt sich auf gesamtstädtischer und regionaler Ebene mit innovativen Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung von Großstädten und Metropolregionen. Die thematischen Schwerpunkte liegen dabei auf stadtregionalen Leitbildern
und Visionen - aktuell insbesondere bezogen auf den Klimawandel -, stadtregionalen Regelungsformen (Governance, Kooperation, Organisationsentwicklung) und internationalen Planungskulturen.
Lehre
In der Lehre deckt das Fachgebiet »Stadtplanung und Regionalentwicklung« neben der Grundlagenvermittlung von stadtregionalen Planungsmethoden und –Vorgehensweisen auch Fragen zu aktuellen siedlungsstrukturellen und räumlich-sozioökonomischen Entwicklungen in Deutschland und Europa ab. Eine Rolle spielen hier aktuelle Aufgabenbereiche und Handlungsfelder der Stadt- und Regionalplanung in Deutschland und Europa, die Entwicklung (stadt)regionaler Leitbilder und der Umgang mit den Zukunftsaufgaben einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung.
Schwerpunkte liegen in der Lehre bei der Betreuung von Projekt- und Abschlussarbeiten, der Einbindung innovativer Formen der Wissensaneignung in Seminaren und Vorlesungen sowie der Vermittlung von berufsrelevanten Erfahrungen und Methoden.
Sonja Deppisch
Jannes Fröhlich
Iris Gust
Maren Hunds
Lisa Kunert
Sabine v. Löwis
Antje Matern
Andreas Obersteg
Frank Othengrafen
Tobias Preising
Mareike Schaerffer
Jakob F. Schmid
Philipp Schuster
Thomas Zimmermann
Informationen, Downloads und Links
Weitere Materialien aus dem Fachgebiet
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Computer-based Methods in Urban and Regional Planning
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Forschung | Research
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Personen | Staff
Alenka Krek Poplin
Matthias Fessele
Beate Weninger
Johannes Bouchain
Jan Thomas
Stella Schröder
Janina Schulz
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